Tapping Foreign Potential: How Germany’s Western Balkans Regulation Shaped Labor Migration
Beschreibung
"Im Jahr 2015 führte die Bundesregierung die Westbalkanregelung ein, die Staatsangehörigen der sechs Westbalkanstaaten den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt erleichterte. Diese Regelung war eingebettet in eine weiterfassende Migrationspolitik, die Asylverfahren und Rückführungen verschärfte. Diese Forschungsarbeit befasst sich mit den Auswirkungen der Westbalkanregelung auf Migrationsbestrebungen und ersterteilten Aufenthaltserlaubnissen. Mittels eines Cross-Nested-Logits zeigt sich ein signifikanter und starker Anstieg der Migrationsbestrebungen nach Deutschland, wohingegen später erfolgte Politikmaßnahmen keinen weiteren Einfluss darauf hatten. Ein synthetisches Differenzen-in-Differenzen-Modell ergibt einen Schätzwert von ungefähr 14.000 zusätzlichen jährlichen Ersterteilungen zur Erwerbsarbeit, insbesondere aus Kosovo. Die Anzahl der ersten Aufenthaltserlaubnisse stieg um ca. 17.200 relativ zum hypothetischen Wert. Während der Schätzwert ebenfalls Substitutionen gleichzeitiger Asylverschärfungen beinhalten könnte, bietet die Westbalkanregelung die offensichtliche Erklärung für den Anstieg in Arbeitsmarktzulassungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Zitationshinweis
Adunts, Davit & Andreas B. Vortisch (2026): Tapping Foreign Potential: How Germany’s Western Balkans Regulation Shaped Labor Migration. (IAB-Discussion Paper 07/2026), Nürnberg, 38 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2607
