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Publikation

Warum nicht mal Jobwechsel auf Probe?

Beschreibung

"Wir schreiben das fünfte Stagnationsjahr, Deutschland steckt in der Erneuerungskrise: Die wirtschaftliche Neuaufstellung kommt schwer voran, es gibt kaum Bewegung im Arbeitsmarkt, Investitionen bleiben aus. Die Arbeitslosigkeit steigt, aber gleichzeitig fehlen Fachkräfte. Da überrascht es nicht, dass nun wieder breit über den Kündigungsschutz diskutiert wird. In Deutschland ist es vergleichsweise schwer, Beschäftigte zu entlassen, wenn Stellen abgebaut werden sollen. Das macht es teuer und langwierig, Unternehmen zu restrukturieren. Auch Risikoinvestitionen – also in neuartige Geschäftsmodelle mit ungewissem Ausgang – werden so unattraktiv. Denn neben wenigen großen Erfolgen scheitern die meisten dieser Projekte und ziehen hohe Anpassungskosten nach sich, auch durch die Kosten fürs Personal. Vielfach genannt wird deshalb nun ein Konzept aus den Neunzigern: Flexicurity. Bedeutet so viel wie kaum Kündigungsschutz, aber eine gute Absicherung in der Arbeitslosigkeit mit fast vollständigem Lohnersatz. »Menschen absichern, nicht Jobs« lautet das Prinzip, und vieles spricht dafür – aber vieles eben auch dagegen. Gerade in Transformationszeiten sollte man Menschen nicht nur nach einem Jobverlust absichern, sondern ihre berufliche Weiterentwicklung durchgängig fördern." (Textauszug, IAB-Doku)

Zitationshinweis

Weber, Enzo (2026): Warum nicht mal Jobwechsel auf Probe? Es braucht Kündigungsschutz – aber man muss sich ständig weiterentwickeln. In: Die Zeit H. 30.06.2026.