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Projekt

Betriebliche Ausbildungsaufnahme Jugendlicher aus SGB-II-Haushalten vor und nach der Anpassung der Hinzuverdienstregelungen

Projektlaufzeit: 01.01.2025 bis 31.12.2033

Kurzbeschreibung

Vor dem aktuellen Hintergrund des Fachkräftemangels sowie des Ausbildungsplatzüberschusses verwundert es, dass weiterhin mehr als 160.000 Jugendliche pro Ausbildungsjahr unversorgt bleiben. Insbesondere Jugendliche aus SGB-II-Haushalten nehmen relativ zu anderen Jugendlichen bei gleichem formalem Schulabschluss direkt im Anschluss an die Schule deutlich seltener eine betriebliche Ausbildung auf. Diese Jugendlichen können später seltener berufliche Abschlüsse vorweisen, was für eine Verstetigung des Transferleistungsbezugs von Jugendlichen aus SGB-II-Haushalten spricht. Neben multiplen Problemlagen, die eine Ausbildungsreife verhindern, verringert die Anrechnung der Ausbildungsvergütungen auf die Einnahmen des SGBII-Haushalts den Anreiz für SGBII-Jugendliche eine Ausbildung aufzunehmen. Nun wurden mit der Einführung des Bürgergelds die Anreize, eine Ausbildung zu beginnen, durch die Anpassung der Hinzuverdienstregelungen für Auszubildende erhöht. Die grundlegendsten Änderungen dieser Reform sind zum einen die Erhöhung der Grundpauschale von 100€ auf 520€ und zum anderen die geringere Anrechnung zusätzlichen Einkommens, wenn die Grundpauschale überschritten wird. Das Ziel dieses Projekts ist herauszufinden, ob und, wenn ja, wie stark die Anpassung der Hinzuverdienstregelung dazu führt, dass Jugendliche aus SGB-II-Haushalten eine betriebliche Ausbildung aufnehmen. Die empirische Analyse soll darüber hinaus zeigen, ob sich die Jugendlichen bezüglich ihres Bildungserwerbs oder ihrer Aspirationen an die neue Situation anpassen und so eine höhere Chance haben, eine Ausbildung beginnen zu können.

Ziel

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Methoden

Das vorgeschlagene Projekt soll mithilfe administrativer Daten der Leistungshistorik-Grundsicherung (LHG) verwirklicht werden. Dieser Datensatz bietet Informationen zu Zusammensetzung und Bedarfen der Bedarfsgemeinschaften und den dazugehörigen Personen, sowie zur Einkommens- und Ausgabensituation der Haushalte. Die Integrierten Erwerbsbiographien (IEB) und die Ausbildungsmarktbewerberdaten (AMB) bieten Informationen zu Ausbildungssuche und -aufnahme. Durch die Verwendung von Daten zum Lebenslauf aus der Werdegangshistorik (WGH) sollen zusätzliche Informationen zu Schullaufbahn und etwaigen schulischen Ausbildungen der Jugendlichen gewonnen werden. Methodisch sollen die Fragestellungen mithilfe eines Differenz-in-Differenzen Ansatzes geschätzt werden, um den kausalen Effekt der Bürgergeldreform zu messen. Als Kontrollgruppe sollen Jugendliche aus Haushalten dienen, die trotz Erwerbseinkommen SGB II Leistungen beziehen. Um eine vergleichbare Kontrollgruppe zu erhalten, sollen die Haushalte aus der Kontrollgruppe mit einem Matching-Verfahren an die betroffenen Haushalte angepasst werden.

Leitung

01.01.2025 - 31.12.2033
01.01.2025 - 31.12.2033

Team

01.01.2025 - 31.10.2026
Harald Pfeifer
01.01.2025 - 31.12.2033