Springe zum Inhalt

Projekt

Individuelle Erfahrungen mit Institutionen der Arbeitsverwaltung, soziale Teilhabe und Vertrauen in Politik und Demokratie

Projektlaufzeit: 01.01.2026 bis 31.12.2028

Kurzbeschreibung

Dass Menschen in sozio-ökonomisch prekären Lebensverhältnissen wesentlich unzufriedener mit der Demokratie sind als der Durchschnitt der Bevölkerung und eher politisches Vertrauen verlieren, weist auf einen Zusammenhang von Verteilungspolitik und Demokratieentwicklung hin. Früheren Studien zufolge (vgl. etwa das IAB-Projekt Nr. 3868) von Gundert/Teichler) spielen materielle und soziale Deprivation für politische Entfremdungsprozesse eine wichtige Rolle. Zu den politischen Einstellungen von SGB-II-Leistungsbeziehenden im Kontext ihrer Kontakte und Interaktionen mit Jobcentern und Behörden ist wenig bekannt. Für das geplante Projekt ist von besonderem Interesse zu untersuchen, wie sich die Erfahrungen mit Jobcentern auf die politischen Einstellungen auswirken können. Kann der direkte Kontakt zu staatlichen Behörden das Vertrauen in die Demokratie stärken?

Ziel

Ziel der Studie ist die Untersuchung des Zusammenhangs von materieller Deprivation, sozialer Teilhabe und politischen Einstellungen und der Rolle von administrativen Vertrauen

Methoden

Bei der Studie handelt es sich um ein Mixed-Method-Projekt, bei dem Module der PASS-Befragung zum politischen Vertrauen und zur Interaktion zwischen Jobcentern und Leistungsbeziehenden über den Zeitraum 2019-2026 ausgewertet werden. Aus der Stichprobe der 2026 erhobenen Daten werden gezielt Fälle ausgewählt, die im Rahmen der qualitativen Querschnittsbefragung 2027 weitere, möglicherweise noch unbekannte Kontexte für die Generierung politischen Vertrauens zu Tage bringen und ein umfangreiches Bild der Erfahrungen in den Jobcentern zeichnen können. Die qualitative Studie dient der Vertiefung und Ergänzung der Ergebnisse aus der repräsentativen PASS-Erhebung.

Leitung

01.01.2026 - 31.12.2028