Die Arbeitsagenturen schätzen ein, inwieweit die Besetzung offener Stellen durch begrenzt verfügbare Arbeitskräfte erschwert wird.
Neben der Entwicklung von Arbeitslosigkeit und Beschäftigung schätzen die Arbeitsagenturen in der Befragung auch ein, inwieweit die Besetzung offener Stellen in ihrem Agenturbezirk durch begrenzt verfügbare Arbeitskräfte erschwert wird. Folgende Antwortmöglichkeiten werden in ein metrisches System überführt:
Nein, nicht wesentlich
Ja, in begrenztem Umfang
Ja, in größerem Umfang
Ja, in erheblichem Umfang
Der Mittelwert aus allen Antworten bildet den Arbeitskräfteknappheits-Index. Er ist auf einer Skala von 0 bis 10 definiert, wobei höhere Werte eine größere Arbeitskräfteknappheit beim Stellenbesetzungsprozess signalisieren.
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert.
IAB-Arbeitsmarktbarometer für Januar 2026
Zeitreihe des IAB-Arbeitsmarktbarometer von 2015 bis Januar 2026
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer hält sich im Januar den sechsten Monat in Folge über 100 Punkten. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sinkt im Vergleich zum Vormonat aber minimal um 0,1 Punkte auf 100,1 Punkte. Das European Labour Market Barometer sinkt im Januar ebenfalls um 0,1 Punkte auf 99,9 Punkte, knapp unter die neutrale Marke von 100.
Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit in Deutschland liegt nach einem Rückgang von 0,2 Punkten im Dezember bei 99,9 Punkten. Damit ist bei der Arbeitslosigkeit aktuell keine klare Tendenz zu erkennen. Auch die Beschäftigungskomponente sinkt im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Punkte und liegt im Dezember bei 100,3 Punkten. „Keine Schrumpfung, aber für Wachstum reicht es auch in 2026 vorerst nicht“, so Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“. „Auch nach drei Jahren Rezession bleibt die Beschäftigung insgesamt stabil. Aber die Industrie schrumpft weiter - eine Trendwende kann es hier nur mit durchgreifender Erneuerung geben“, so Weber.
Über das Jahr war das European Labour Market Barometer auf Stabilisierungskurs, aber zum Jahresende gibt es einen leichten Rückschlag: Der Frühindikator des Europäischen Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen und des IAB sinkt im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte und liegt im Dezember auf der neutralen Marke von 100 Punkten. „Trotz eines Rückschlags zum Jahresende hält sich zumindest ein stabiler Arbeitsmarktausblick für das Frühjahr 2026“, erklärt Weber.
Datengrundlage
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein seit November 2008 bestehender Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert.
Das European Labour Market Barometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer seit Juni 2018 gemeinsam von den 18 Arbeitsverwaltungen und dem IAB durchgeführten Befragung unter den lokalen oder regionalen Arbeitsagenturen der teilnehmenden Länder basiert. Dazu zählen: Belgien (Deutschsprachige Gemeinschaft, Wallonien), Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Island, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, die Schweiz, Spanien und Zypern.
Während Komponente A des IAB-Arbeitsmarktbarometers und des European Labour Market Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus diesen beiden Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert der beiden Barometer. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala der Barometer reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).
Im Dezember 2025 hatte das Wetter einen senkenden Einfluss auf die Arbeitslosigkeit. Sie fällt aufgrund der relativ milden Witterung um ca. 6.000 Personen geringer aus.
Trotz Schneefalls im Januar 2026 überwiegt noch der entlastende Effekt, so dass sich die Wettereinflüsse auf die Monatsänderung der Arbeitslosigkeit auf ca. -2.000 Personen belaufen. Zusammen mit den Effekten aus dem Dezember 2025 erhöht sich die Gesamtentlastung damit auf knapp -8.000 Personen.
Quelle: Berechnungen des IAB, Deutscher Wetterdienst, Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Die Arbeitszeitrechnung ist das Schlüsselprodukt zu den geleisteten Arbeitsstunden in Deutschland und liegt den Statistiken zum Arbeitseinsatz zugrunde.
Die IAB-Arbeitszeitrechnung (AZR) ist das Schlüsselprodukt zu den geleisteten Arbeitsstunden in Deutschland und liegt den Statistiken zum Arbeitseinsatz in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zugrunde. Die AZR ist von großer Bedeutung für die umfassende Analyse von Arbeitsmarkttrends sowie von konjunkturellen Entwicklungen. In ihr werden Veränderungen bei den geleisteten Arbeitsstunden aufgrund von tariflichen Vereinbarungen und konjunkturellen Schwankungen mit dem Wandel der Beschäftigtenstruktur und den Erwerbsformen zusammengebracht und ergeben somit ein differenziertes Bild von Umfang, Struktur und Entwicklung der Jahresarbeitszeit der Erwerbstätigen. Ergebnisse und Schätzungen der AZR zu Arbeitszeit und Arbeitsvolumen sind Bestandteil der Kurzfristprojektionen des IAB zum Arbeitsmarkt, die zweimal jährlich als IAB-Kurzbericht erscheinen.
Das Arbeitsvolumen, also die in der Gesamtwirtschaft in Deutschland im Durchschnitt geleisteten Arbeitsstunden, werden konzeptionell in einer differenzierten Komponentenrechnung ermittelt. Das bedeutet, dass Kalendereffekte, tarifliche Vorgaben (Wochenarbeitszeit und Urlaub), konjunkturelle Einflüsse (Kurzarbeit, Überstunden und Arbeitszeitkonten) sowie personenbezogene (Krankenstand und Teilzeit) und sonstige Komponenten (Arbeitskampf und Mehrfachbeschäftigungen) gesondert berücksichtigt werden. Die Daten für diese einzelnen Arbeitszeitkomponenten werden einer Vielzahl von zur Verfügung stehenden amtlichen Statistiken und Erhebungen entnommen. Da sich diese in Periodizität, Erhebungsart und Abdeckungsgrad unterscheiden, wird dies im Berechnungskonzept z.B. über moderne Methoden der Zeitreihenanalyse berücksichtigt. Außerdem ermöglicht die Komponentenrechnung, den Beitrag und die Bedeutung zahlreicher Einzelentwicklungen in einer Gesamtentwicklung aufzuzeigen. Einzelne verlängernde bzw. verkürzende Faktoren können somit einer getrennten Analyse unterzogen werden, in ihrer Wirkung isoliert betrachtet und ihr Einfluss bestimmt werden.
Die vierteljährlich erscheinenden Zeitreihen der AZR zu durchschnittlicher Arbeitszeit und Arbeitsvolumen der Erwerbstätigen sind differenziert verfügbar
für Beschäftigte Arbeitnehmer bzw. Selbstständige und mithelfende Familienangehörige
nach Quartalen seit 1991 bis zum aktuellen Rand
in der sogenannten A21-Gliederung nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ), Ausgabe 2008 (WZ 2008)
für die Beschäftigten unterteilt nach Arbeitszeitkomponenten sowie nach Vollzeit, Teilzeit und Mehrfachbeschäftigungen.
Die Veröffentlichungen werden von Presseinformationen des IAB begleitet.
Darüber hinaus werden die jährlichen Zeitreihen der AZR zu durchschnittlicher Arbeitszeit und Arbeitsvolumen auch nach Geschlecht und Altersgruppen differenziert. Diese Ergebnisse sind frühestens neun Monate nach Ende des jeweiligen Berichtsjahres verfügbar.
Anmerkungen zur Datenrevision im Rahmen der Sommerrechnung 2025:
Im Rahmen der Revision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen des Statistischen Bundesamtes für den Zeitraum ab 2021 (Sommerrechnung) hat das IAB seine Arbeitszeitrechnung weiterentwickelt. Dabei wurden neue Daten und Methoden berücksichtigt und die Berechnungen für den Zeitraum ab 2021 entsprechend neu vorgenommen.
Durchschnittliche Arbeitszeit und ihre Komponenten in Deutschland
Angabe des Quartals
1. Quartal 2023
2. Quartal 2023
3. Quartal 2023
4. Quartal 2023
1. Quartal 2024
2. Quartal 2024
3. Quartal 2024
4. Quartal 2024
1. Quartal 2025
2. Quartal 2025
3. Quartal 2025
Beschäftigte Arbeitnehmer
Beschäftigte Arbeitnehmer, in 1000
41,841
42,117
42,221
42,413
42,020
42,269
42,327
42,514
42,116
42,322
42,334
Veränderung gegen Vorjahr, in Prozent
+ 1.2
+ 1.0
+ 0.8
+ 0.6
+ 0.4
+ 0.4
+ 0.3
+ 0.2
+ 0.2
+ 0.1
+ 0.0
Vollzeit, in 1000
25,538
25,569
25,610
25,814
25,515
25,519
25,539
25,719
25,403
25,364
25,371
Veränderung gegen Vorjahr, in Prozent
+ 0.7
+ 0.5
+ 0.4
+ 0.2
- 0.1
- 0.2
- 0.3
- 0.4
- 0.4
- 0.6
- 0.7
Teilzeit, in 1000
16,303
16,548
16,611
16,599
16,505
16,750
16,788
16,795
16,713
16,958
16,963
Veränderung gegen Vorjahr, in Prozent
+ 1.9
+ 1.8
+ 1.6
+ 1.3
+ 1.2
+ 1.2
+ 1.1
+ 1.2
+ 1.3
+ 1.2
+ 1.0
Teilzeitquote, in Prozent
39.0
39.3
39.3
39.1
39.3
39.6
39.7
39.5
39.7
40.1
40.1
Veränderung gegen Vorjahr, in Prozentpunkten
+ 0.3
+ 0.3
+ 0.3
+ 0.3
+ 0.3
+ 0.3
+ 0.3
+ 0.4
+ 0.4
+ 0.4
+ 0.4
Mehrfachbeschäftigte 1), in 1000
4,394
4,422
4,559
4,595
4,523
4,522
4,649
4,687
4,621
4,631
4,721
Potenzielle Arbeitstage, in Tagen
64.2
59.3
64.8
61.1
62.6
60.3
65.8
61.1
62.3
59.3
65.8
Veränderung gegen Vorjahr, in Tagen
+ 0.6
- 1.0
- 1.0
- 1.0
- 1.6
+ 1.0
+ 1.0
+ 0.0
- 0.3
- 1.0
+ 0.0
Wochenarbeitszeit Vollzeit, in Stunden
38.15
38.32
38.31
37.99
38.15
38.31
38.31
37.98
38.14
38.31
38.31
Veränderung gegen Vorjahr, in Stunden
- 0.01
- 0.01
- 0.01
- 0.01
- 0.00
- 0.00
- 0.00
- 0.01
- 0.01
- 0.01
+ 0.00
Wochenarbeitszeit Teilzeit, in Stunden
18.23
18.22
18.24
18.32
18.42
18.48
18.51
18.48
18.56
18.60
18.73
Veränderung gegen Vorjahr, in Stunden
+ 0.24
+ 0.19
+ 0.12
+ 0.17
+ 0.19
+ 0.26
+ 0.27
+ 0.17
+ 0.14
+ 0.12
+ 0.22
Wochenarbeitszeit (alle Beschäftigten), in Stunden
30.39
30.42
30.41
30.29
30.40
30.45
30.45
30.28
30.37
30.41
30.46
Urlaub und sonstige Freistellungen, in Tagen
5.6
8.5
10.2
6.7
5.6
8.6
10.2
6.7
5.6
8.6
10.2
Krankenstand der Personen, in Prozent
7.09
5.08
5.37
6.73
6.89
5.29
5.66
5.87
6.44
5.20
5.63
Krankenstand in Arbeitstagen
4.6
3.0
3.5
4.1
4.3
3.2
3.7
3.6
4.0
3.1
3.7
Bezahlte Überstunden je Arbeitnehmer, in Stunden
3.6
3.1
3.3
3.3
2.8
2.7
3.2
3.2
2.7
2.6
3.1
Bezahltes Überstundenvolumen, in Millionen Stunden
152.2
132.6
141.4
138.4
117.3
115.7
136.2
136.5
113.9
112.1
132.6
Unbezahlte Überstunden je Arbeitnehmer, in Stunden
4.6
4.8
4.7
4.7
4.2
4.2
4.1
4.1
3.7
3.9
3.9
Unbezahltes Überstundenvolumen, in Millionen Stunden
192.1
200.9
199.1
199.5
175.5
175.6
171.5
175.3
157.6
163.6
166.2
Saldenveränderung Arbeitszeitkonten, in Stunden
+ 0.2
- 0.9
+ 1.5
- 0.7
- 1.2
- 0.6
+ 1.1
- 1.1
- 1.2
- 0.6
+ 1.6
Kurzarbeiter, in 1000
429.9
152.2
128.2
253.0
468.0
212.2
201.1
311.0
528.9
235.0
199.5
Arbeitsausfall je Kurzarbeiter, in Prozent
36.2
29.0
31.0
28.9
35.4
28.5
29.3
27.1
35.6
29.6
33.2
Ausfallvolumen, in Millionen Stunden
55.1
13.8
13.3
24.0
57.1
19.2
20.0
27.8
64.7
21.7
22.5
Kurzarbeitereffekt, in Stunden
1.3
0.3
0.3
0.6
1.4
0.5
0.5
0.7
1.5
0.5
0.5
Schlechtwetter-/Arbeitskampfeffekt, in Stunden
0.1
0.0
0.0
0.0
0.0
0.0
0.0
0.0
0.0
0.0
0.0
Ausgleich für Kalendereinflüsse, in Stunden
- 6.0
+ 2.7
+ 3.1
+ 4.6
+ 0.3
- 1.1
- 0.8
+ 4.6
+ 1.6
+ 2.8
- 0.9
Arbeitszeit Vollzeit, in Stunden
414.1
377.6
406.6
395.1
407.6
377.7
405.7
397.5
408.2
374.9
406.2
Veränderung gegenüber Vorjahr, in Prozent
+ 0.4
- 0.2
- 0.4
- 0.5
- 1.6
+ 0.0
- 0.2
+ 0.6
+ 0.1
- 0.7
+ 0.1
Arbeitsvolumen, in Millionen Stunden
10,576
9,654
10,412
10,199
10,401
9,638
10,362
10,224
10,368
9,510
10,305
Veränderung gegenüber Vorjahr, in Prozent
+ 1.1
+ 0.4
- 0.1
- 0.3
- 1.7
- 0.2
- 0.5
+ 0.2
- 0.3
- 1.3
- 0.5
Arbeitszeit Teilzeit, in Stunden
198.3
180.7
195.6
191.8
197.8
183.5
198.1
195.0
199.5
183.4
200.6
Veränderung gegenüber Vorjahr, in Prozent
+ 1.6
+ 0.9
+ 0.2
+ 0.6
- 0.3
+ 1.5
+ 1.3
+ 1.7
+ 0.9
- 0.0
+ 1.3
Arbeitsvolumen, in Millionen Stunden
3,234
2,991
3,248
3,183
3,265
3,073
3,326
3,275
3,335
3,110
3,403
Veränderung gegenüber Vorjahr, in Prozent
+ 3.6
+ 2.7
+ 1.7
+ 1.9
+ 1.0
+ 2.7
+ 2.4
+ 2.9
+ 2.1
+ 1.2
+ 2.3
Arbeitszeit in Nebenjobs, in Stunden
76.3
67.1
72.3
70.3
73.1
67.8
72.7
71.9
74.3
67.7
73.3
Arbeitsvolumen, in Millionen Stunden
335
297
330
323
331
306
338
337
343
314
346
Nebenerwerbstätigkeitseffekt, in Stunden
8.0
7.0
7.8
7.6
7.9
7.2
8.0
7.9
8.2
7.4
8.2
Arbeitszeit einschl. Nebenjobs, in Stunden
338.1
307.3
331.4
323.1
333.1
308.0
331.4
325.4
333.5
305.6
332.0
Veränderung gegenüber Vorjahr, in Prozent
+ 0.6
- 0.1
- 0.4
- 0.4
- 1.5
+ 0.2
0.0
+ 0.7
+ 0.1
- 0.8
+ 0.2
Arbeitsvolumen, in Millionen Stunden
14,145
12,942
13,990
13,705
13,996
13,017
14,026
13,836
14,046
12,934
14,054
Veränderung gegenüber Vorjahr, in Prozent
+ 1.7
+ 0.9
+ 0.4
+ 0.2
- 1.1
+ 0.6
+ 0.3
+ 1.0
+ 0.4
- 0.6
+ 0.2
Nachrichtlich: Arbeitstage-Effekt, in Prozent
+ 1.0
- 1.7
- 1.5
- 1.6
- 2.5
+ 1.7
+ 1.5
+ 0.0
- 0.5
- 1.7
+ 0.0
Tägliche Arbeitszeit, in Prozent
- 0.4
+ 1.6
+ 1.1
+ 1.2
+ 1.1
- 1.5
- 1.5
+ 0.7
+ 0.6
+ 0.9
+ 0.1
Erwerbstätige
Personen, in 1000
45,657
45,915
45,998
46,169
45,752
45,980
46,020
46,194
45,789
45,989
45,997
Veränderung gegen Vorjahr, in Prozent
+ 0.9
+ 0.8
+ 0.6
+ 0.4
+ 0.2
+ 0.1
+ 0.0
+ 0.1
+ 0.1
+ 0.0
- 0.0
Arbeitszeit, in Stunden
347.8
316.9
341.5
332.7
342.4
317.0
340.8
334.2
342.3
314.1
340.9
Veränderung gegenüber Vorjahr, in Prozent
+ 0.2
- 0.3
- 0.6
- 0.6
- 1.6
+ 0.0
- 0.2
+ 0.5
- 0.0
- 0.9
+ 0.0
Arbeitsvolumen, in Millionen Stunden
15,878
14,549
15,710
15,359
15,666
14,575
15,686
15,438
15,673
14,447
15,681
Veränderung gegenüber Vorjahr, in Prozent
+ 1.1
+ 0.4
+ 0.0
- 0.2
- 1.3
+ 0.2
- 0.2
+ 0.5
+ 0.0
- 0.9
- 0.0
Quelle: Berechnungen des IAB (Quelle für Arbeitnehmer insgesamt und Erwerbstätige: Statistisches Bundesamt), Änderung der Zeitreihen ab 1991 im Rahmen der Generalrevision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen des Statistischen Bundesamtes im August 2024.
1) Mehrfachbeschäftigte sind Personen, die zeitgleich in mehr als einem Beschäftigungsverhältnis stehen. Dies können z.B. sein: Beschäftigte mit mindestens einer weiteren sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung bzw. geringfügigen Beschäftigung.
2) Die schrittweise Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab 1.1.2022 führt nach Angaben des Bundesgesundheitsministerium zu einer vollständigerer Erfassung der Arbeitsunfähigkeit bei weniger schweren Fällen, da zuvor versichertenseitig wenig Anreiz bestand, kurze Arbeitsunfähigkeiten an Krankenkasse zu melden.
Tabellen zur Entwicklung der saison- und kalenderbereinigten Vierteljahresergebnisse von Erwerbstätigkeit, Arbeitszeit und Arbeitsvolumen können im Internet auf den Seiten des Statistischen Bundesamtes kostenfrei heruntergeladen werden (www.destatis.de - Fachserie 18, Reihe 1.3, 2.1.10).
Das IAB-LinkedIn-Branchenwechsel-Radar bildet das aktuelle und künftige Wechselgeschehen am Arbeitsmarkt ab.
Das IAB-LinkedIn-Branchenwechsel-Radar bildet das aktuelle und künftige Wechselgeschehen am Arbeitsmarkt ab. Das Radar wird als Mittelwert aus zwei Komponenten berechnet:
Wechsel heute: die aktuelle Quote von Stellenwechseln aus anderen Branchen und allen Einstellungen
Wechsel morgen: die aktuelle Quote von Bewerbungen zwischen Branchen und allen Bewerbungen
Das IAB-LinkedIn-Branchenwechsel-Radar kann das Wechselverhalten nahezu in Echtzeit nachvollziehen. Zudem sind die Bewerbungen ein starker Prognoseindikator für künftige Wechsel. Die Veröffentlichung erfolgt halbjährlich.
Tabelle: Das IAB-LinkedIn-Branchenwechsel-Radar
Werte gerundet auf 2 Nachkommastellen
Monat/Jahr
IAB-LinkedIn Branchenwechsel-Radar (Mittelwert aus Komponente 1 und 2)
Komponente 1: Bewerbungen aus einer anderen Branche, Anteile an allen Einstellungen in %
Komponente 2: Stellenwechsel aus einer anderen Branche, Anteile an allen Bewerbungen in %
Die Berechnungen werden vom Regionalen Forschungsnetz am IAB durchgeführt.
Im folgenden Tabellenband wird die Regionalprognose der Arbeitsmarktzahlen des IAB dargestellt. Dieser beinhaltet die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, der Arbeitslosen, der Arbeitslosen differenziert nach Rechtskreisen und der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten sowie der Arbeitslosenquote auf Ebene der Bundesländer und Arbeitsagenturbezirke. Diese Prognose wurde bis zur Ausgabe 1/2015 unter dem Titel „Regionale Arbeitsmarktprognosen der Arbeitslosen und sozialversicherungspflichtig Beschäftigten“ veröffentlicht. Die Berechnungen werden vom Regionalen Forschungsnetz am IAB durchgeführt.
Das IAB-Betriebspanel ist eine repräsentative Arbeitgeberbefragung zu betrieblichen Bestimmungsgrößen der Beschäftigung. Die Befragung wird seit 1993 in Westdeutschland, seit 1996 auch in Ostdeutschland jährlich im Auftrag des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) durchgeführt. Mittlerweile werden bundesweit etwa 16.000 Betriebe aller Branchen und aller Größen zu einer Vielzahl beschäftigungspolitischer Themen befragt. Die Befragung findet jeweils Mitte des Jahres statt. Die Betriebe werden in einer geschichteten Zufallsstichprobe aus der Betriebsdatei der Bundesagentur für Arbeit gezogen, die über zwei Millionen Betriebe erfasst. Die Befragungsergebnisse werden anschließend auf die Grundgesamtheit der Betriebsdatei repräsentativ hochgerechnet. Die hochgerechneten Zahlen sind keine exakten, administrativ erfassten Werte, sondern enthalten einen gewisse Unschärfe. Würde man eine neue Stichprobe von Betrieben aus der Betriebsdatei der Bundesagentur für Arbeit ziehen und diese Betriebe befragen, dann wären auch etwas andere hochgerechnete Werte wahrscheinlich. Um dieser statistischen Unschärfe Rechnung zu tragen, wird häufig zusätzlich zu dem konkreten Wert ein Intervall angegeben, in dem sich der Wert höchstwahrscheinlich befindet. Meist wird ein 95-Prozent-Konfidenzintervall angegeben, dass folgendermaßen interpretiert werden kann. Würde man viele weitere Stichproben ziehen, dann läge in 95 Prozent der Stichproben der ermittelte Wert in dem jeweiligen Intervall. Das Konfidenzintervall wird gerade bei kleinen Fallzahlen (Branchen, kleine Bundesländer etc.) breiter. Viele Veränderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt erfolgen in kleinen Schritten. Veränderungen zwischen zwei Jahren bewegen sich daher häufig innerhalb statistischer Konfidenzintervalle.
Im Falle des Befristungsanteils von 6,3 Prozent liegt der ermittelte Befristungsanteil in 95 Prozent der Stichproben zwischen 5,7 und 6,9 Prozent, die Anzahl von 2,644 Millionen befristeter Verträge zwischen 2,337 und 2,950 Millionen.
Inwieweit Veränderungen bei den Befristungsindikatoren zwischen zwei Jahren statistisch signifikant sind, muss mit weiteren Tests untersucht werden: So sind beispielsweise die Veränderungen zwischen 2023 und 2024 beim gesamtdeutschen Befristungsanteil nicht signifikant, die Verringerung der Übernahmequote zwischen 2023 und 2024 ist hingegen statistisch signifikant.
Im IAB-Betriebspanel werden Betriebe gebeten, die Anzahl ihrer befristeten Beschäftigungsverhältnisse anzugeben. Dabei wird nicht zwischen Haupt- und Nebenbeschäftigungsverhältnissen unterschieden. In Personenbefragungen beziehen sich die Befristungsinformationen in der Regel auf die Hauptbeschäftigung.
Im Rahmen der IAB-Stellenerhebung werden Betriebe einmal jährlich zu konkreten sozialversicherungspflichtigen Neueinstellungen befragt. Auf dieser Basis lassen sich repräsentative Aussagen zu Ausmaß von Befristungen und damit verbundenen Sachgründen bei sozialversicherungspflichtigen Neueinstellungen treffen. Die zentralen Ergebnisse werden jährlich aktualisiert und an dieser Stelle publiziert.
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