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The joined Graduate School (GradAB) of the IAB and the FAU invites young researchers who study topics in labor economics and sociology to its 13th interdisciplinary PhD workshop “Perspectives on (Un-) Employment”. The event provides an opportunity for graduate students to present their ongoing research and receive feedback from senior scholars who work at the forefront of labor market research. We seek theoretical and empirical contributions to the field of labor market research. Your paper may cover topics such as:

  • Unemployment, labor supply and labor demand
  • Inequality, poverty and discrimination
  • Evaluation of labor market institutions and policies
  • Wages and productivity
  • Occupations
  • Education, qualification and job tasks
  • Gender and family
  • Migration and international labor markets
  • Technological change and digitization
  • The impact of climate change/COVID-19 on the labor market
  • Methodology of labor market research

Digitalisierung bedeutet, die Welt in Daten zu übersetzen, die von Rechenmaschinen verarbeitet werden können. Bilder, Wörter, Töne – alles Analoge kann zunehmend in Daten übersetzt und ausgewertet werden. Wie bei einer Übersetzung aus einer Fremdsprache Wörter aber nur in ihrem jeweiligen Kontext Sinn ergeben, so ergibt die Übersetzung der Welt in Daten nur in ihrem gesellschaftlichen Kontext Sinn. Wird der digitale Transformationsprozess ohne Kontext, d.h. rein technikzentriert und rein marktorientiert gestaltet, entstehen (Übersetzungs-)Fehler – manche sind sichtbar, viele aber nicht. Mit den geschlechtsbezogenen Fallstricken beschäftigt sich das Gutachten der Sachverständigenkommission für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Im Vortrag wird die Vorsitzende der Sachverständigenkommission, Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok, ein Überblick über die Problemfelder und den Handlungsempfehlungen der Sachverständigenkommission geben – insbesondere geht sie auf die Themen der Arbeitswelt ein.

Natural disasters are growing in frequency globally. Understanding how vulnerable populations respond to these disasters is essential for an effective policy response. This paper explores the short- and long-run consequences of the 1906 San Francisco Fire, one of the largest urban fires in American history. Using linked Census records, I follow residents of San Francisco and their children from 1900 to 1940. Historical records suggest that exogenous factors such as wind and the availability of water determined where the fire stopped. I implement a spatial regression discontinuity design across the boundary of the razed area to identify the effect of the fire on those who lost their home to it. I find that in the short run, the fire displaced affected residents, forced them into lower-paying occupations and out of entrepreneurship. Experiencing the disaster disrupted children’s school attendance and led to an average loss of six months of education. While most effects attenuated over time, the negative effect on business ownership persists even in 1940, 34 years after the fire. Therefore, my findings reject the hope for a “reversal of fortune” for the victims, in contrast to what is found for more recent natural disasters such as hurricane Katrina.

Die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland hat zu neuen Anforderungen der Datennutzer an die amtliche Verdienststatistik geführt. Das Statistische Bundesamt hat daraufhin die gesamte Verdienststatistik reformiert und ein Konzept implementiert, dass ab 2022 eine neue monatliche Verdiensterhebung mit über 7 Mio. Datensätzen von Beschäftigten vorsieht.
Im Rahmen dieses Colloquiums stellen wir Ihnen das Konzept dieser neuen Erhebung vor und erläutern Ihnen die Erhebungsmethodik. Ferner verschaffen wir Ihnen einen Überblick über den Merkmalskatalog und werfen einen Blick auf die Auswertungs- und Analysepotenziale dieser neuen Verdiensterhebung.

This paper presents estimates of the causal effect of the default marital property regime on female labour supply, fertility, marriage, and marital dissolution rates utilising the regional variation in the default marital property system in Spain and the 2005 divorce reform. Property rights theory predicts that under contractual incompleteness ownership of physical assets affects investments, and that joint ownership provides the strongest incentives to make relationship-specific investments, while non-integration encourages non-specific investments. My findings are consistent with these predictions: separation of property promotes higher female labour supply, having no more than two children, and a lower marriage rate than community property. The divorce rate remains largely unaffected by the property regime type.

Ersetzt der Computer den Menschen? Führt Digitalisierung zu mehr Kontrolle und höherer Belastung? Welche Folgen hat die Pandemie für Unternehmen, Beschäftigte und Politik? Wie leistungsfähig sind virtuelle Teams? Wird sich Home-Office in der New Work etablieren? Diese und weitere spannende Fragen werden auf dem Nürnberger Dialog Wirtschaft und Wissenschaft 2021 gestellt und beantwortet.

Für den Austausch zum diesjährigen Schwerpunktthema Arbeit im Wandel wurden Fachvorträge, Podiumsdiskussionen und eine digitale Messe mit Ständen von Unternehmen und Institutionen organisiert. Der Dialog richtet sich an Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, an Vordenker und Entscheider sowie an engagierte Nachwuchstalente und Studierende. Während der Veranstaltung, insbesondere auch im Rahmen der digitalen Messe, besteht die Möglichkeit, sich gezielt mit dem Fachpublikum aus Wirtschaft und Wissenschaft zu vernetzen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit über die Perspektiven der modernen Arbeitswelt!

Die Veranstaltung bietet:

  • Vier wissenschaftliche Panels mit je mehreren Kurzvorträgen
  • Zwei Podiumsdiskussionen
  • Eine Keynote
  • Eine digitale Messe mit Ständen von Unternehmen und Institutionen
  • Wissenschaftliche Präsentationen in Form eines "Science-Slam"

Das duale Ausbildungssystem, einst ein Aushängeschild der deutschen Wirtschaft, steckt in der Krise. Schon vor Corona drohte eine schleichende Auszehrung des Systems. Zum einen nimmt die Zahl junger Menschen aus demografischen Gründen bereits seit Jahren deutlich ab, zum anderen entscheiden sich immer mehr Jugendliche für ein Studium oder eine schulische statt für eine betriebliche Ausbildung. Schließlich gelingt es gerade junge Menschen aus sozial benachteiligten Familien häufig nicht, einen Ausbildungsabschluss zu erwerben.

Allerdings nahm angesichts zunehmender Fachkräfteengpässe in den letzten Jahren vor der Corona-Krise das Ausbildungsplatzangebot wieder zu – und damit das Problem unbesetzter Ausbildungsplätze.

Mit der Corona-Krise hat sich die Situation stark verändert. Das betriebliche Ausbildungsplatzangebot ging bis zum Frühjahr 2021 deutlich zurück, insbesondere in kleineren Betrieben. Auch wenn das Ausbildungsplatzangebot inzwischen wieder deutlich angestiegen ist, liegt es noch immer deutlich unter dem Vorkrisenniveau.

Noch dramatischer sind die bewerberseitigen Rückgänge seit Ausbruch der Pandemie. Die Zahl der im August gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber ging von 2019 bis 2021 um insgesamt 15 Prozent zurück. Auch kommen Angebot und Nachfrage vielfach nicht zusammen: Im Jahr 2020 ging die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge um 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Gleichzeitig nahm die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen zu. Besonders betroffen: das Handwerk – dem damit ein sich verschärfender Engpass an Fachkräften und in der Folge erhebliche Qualitätsverluste drohen.

Doch was tun? Konnte die von der Bundesregierung ausgelobte Ausbildungsprämie den coronabedingten Einbruch abfedern? Und wie können Ausbildungsberufe, auch finanziell, wieder attraktiver werden, ohne die betroffenen Betriebe zu überfordern? Braucht es „abgespeckte“ Ausbildungsberufe für leistungsschwächere Jugendliche? Muss die Berufsorientierung ausgebaut werden? Und droht ein Ausbildungsplatzmangel, wenn junge Menschen nach der Coronakrise wieder verstärkt auf den Ausbildungsmarkt drängen?

This paper examines how and why returning to education to attain a high school diploma combats earnings penalties due to negative employment shocks. High school dropout continues to be a problem, particularly as employment is increasingly skilled over time. Following a policy expanding a Norwegian vocational certification scheme, displaced workers certify their skills at significantly higher rates relative to those displaced pre-expansion. Increases in certification post-expansion significantly reduce income losses after job loss. Certifying skills fosters recovery among early career displaced workers through the retention of relevant industry-specific human capital, which increases job stability over 20 years later.