Diese Studie legt eine systematische und umfassende empirische Erhebung zur Situation des Ausbildungspersonals vor. Mit Hilfe von quantitativen und qualitativen Erhebungen werden Fragen zum Stellenwert der Ausbilderinnen, zu den Bedingungen der Ausbildungstätigkeit (inklusive Mitbestimmung), zur Qualifikation und Professionalisierung der Ausbilderinnen sowie zur Rolle von Ausbilder*innen bei organisationalem und technischem Wandel beleuchtet. Ein Teil dieser Themenfelder wird bisher zwar teils in einzelnen Studien rund um Arbeit, Beruf und Beschäftigung abgedeckt. Allerdings liefert bislang keine Erhebung einen derart ganzheitlichen Blick auf die Bedingungen des Ausbildungspersonals. Da die genannten Aspekte jedoch wechselseitig miteinander verbunden sind, durchbricht diese Studie die bislang isolierten Betrachtungen, bei denen das Ausbildungspersonal oder Aspekte seiner Tätigkeit nur als eine Variable unter vielen gesehen werden. Hier steht die Situation des Ausbildungspersonals im Zentrum der Betrachtung. Daher verbindet die Studie die genannten Felder systematisch miteinander.
Archiv: IAB-Veranstaltungen
The Impact of Multinationals Along the Job Ladder
Detaillierte Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie auf der englischsprachigen Veranstaltungsseite.
Berufliche Orientierung
Berufliche Orientierung, d. h. Berufsorientierung und Studienorientierung, gilt als eine zentrale Voraussetzung für die Berufs- und Studienwahl und einen gelingenden Übergang Schule – Beruf, gerade in Zeiten eines steigenden Fachkräftebedarfs. Im Laufe ihres Berufsorientierungsprozesses sind junge Menschen gefordert, individuelle (berufliche) Interessen, Kompetenzen und Aspirationen weiterzuentwickeln und mit den Optionen und Anforderungen ihres sozialen Umfelds, des Bildungssystems und der Arbeitswelt abzugleichen. In dieser Lebensphase, die für Heranwachsende mit der Bewältigung vielfältiger Entwicklungsaufgaben einhergeht, treffen sie Entscheidungen über weitere Bildungswege. Dabei verfügen sie abhängig von sozialen, strukturellen und institutionellen Faktoren über unterschiedliche Möglichkeiten.
Die Ressourcen und Erwartungen im sozialen Umfeld junger Menschen sowie das eigene Bedürfnis nach Herstellung von Identität und sozialer Anerkennung durch einen Beruf spielen ebenso eine Rolle wie das soziale Ansehen von Berufen in unserer Gesellschaft. Darüber hinaus sind die vorhandenen Opportunitäten – Angebot und Nachfrage im Bildungssystem bzw. am (Aus-)Bildungs- und Arbeitsmarkt – bedeutsam. Um junge Menschen in der wichtigen Phase ihrer beruflichen Orientierung und ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen, existieren eine Reihe von Angeboten der Berufs- und Studienorientierung sowie Instrumenten, um in dieser Phase z. B. Exploration, Selbstverantwortung und Reflexionsprozesse zu fördern. Berufliche Orientierung findet in unterschiedlichen Institutionen und durch verschiedene Akteure statt. Die Angebote beruflicher Orientierung werden häufig mit multiplen Zielperspektiven, also der Frage verknüpft, was sie mit Blick auf die Bedarfe junger Menschen und der Arbeits- und (Aus-)Bildungsmärkte leisten sollen.
Ausgangspunkt sind hier vor allem veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen im Lichte neuer Herausforderungen wie z. B. technologischer Wandel in der Berufs- und Arbeitswelt oder gestiegene Unsicherheiten in den Lebenswelten junger Menschen u. a. angesichts von Klimawandel, Pandemien und damit verbundenen sozialen Verwerfungen. Angesichts der hohen individuellen und gesellschaftlichen Relevanz ist eine kritische Reflexion wichtig: Wie gut ist berufliche Orientierung jetzt und für die Zukunft aufgestellt, und für wen? Welchen Beitrag können Berufsorientierungsangebote leisten, um soziale, regionale und berufliche Passungsprobleme auf den Märkten auszugleichen, und sollen sie das?
Um Antworten zu entwickeln, gilt es, Einflussfaktoren auf die berufliche Orientierung sowie ihre Voraussetzungen, Bedingungen, Zielsetzungen, Auswirkungen und Organisation zu beleuchten und in den Kontext der Heterogenität der Lebenswelten junger Menschen sowie der Angebote und Akteure zu stellen. Daher zielt die AG-BFN-Fachtagung darauf ab, den Kenntnisstand über die komplexen Herausforderungen im Prozess beruflicher Orientierung aus wissenschaftlicher und praxisorientierter Perspektive zusammenzubringen. Im Fokus der Fachtagung stehen daher folgende Themenbereiche:
(1) individuelle, soziale und institutionelle Bedingungen und Kontexte beruflicher Orientierung junger Menschen und ihre Auswirkungen im Übergang Schule – Beruf
(2) Berufsorientierungsangebote – Qualität, Reichweite und Effektivität.
Labor Market Discrimination and the Racial Unemployment Gap: Can Monetary Policy Make a Difference?
Detaillierte Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie auf der englischsprachigen Veranstaltungsseite.
Identifying Worker and Firm Quality
Detaillierte Informationen hierzu finden Sie auf der englischsprachigen Veranstaltungsseite.
Zwischen Aufnahme und Abschreckung: Paradoxien der Demokratie in der pluralistischen Migrationsgesellschaft
Das aktuelle Migrationsgeschehen stellt Aufnahmeländer vor kaum auflösbare Widersprüche. Wie können wir Asyl als universelles Grund- und Menschenrecht auf der einen Seite und das nationalstaatliche Eigeninteresse an Kontrolle seiner Grenze auf der anderen Seite balancieren? Gibt es konkrete Maßnahmen, die helfen könnten, derart entstehende Paradoxien aufzulösen bzw. mit ihnen umgehen zu lernen? Der Vortrag diskutiert Widersprüchlichkeiten im geltenden Asyl- und Migrationsregime und geht insbesondere auf staatlichen Rahmenbedingungen aus dem Individualrecht Asyl, begrenzte Aufnahmestruktur, Integrationsanforderungen an Ankommende und gesellschaftlichen Widerstände ein. Unter anderem wird thematisiert, welchen Beitrag gezielte Einwanderungsregelungen im Bereich Arbeitsmigration bzw. humanitäre Zuwanderung, Migrationsabkommen und Unterstützungsprogramme für Herkunftsländer leisten können. Im Zentrum steht dabei die Frage, warum unser Umgang mit Flucht, Vertreibung und Migration so widersprüchlich ist und wie moderne Migrationsgesellschaften diese Widersprüche verhandeln können.
Herausforderungen für den Arbeitsmarkt: Wie kann Deutschland seinen Fachkräftemangel bekämpfen?
Angesichts eines hohen Fachkräftemangels fällt es den Unternehmen immer schwerer, offene Stellen zu besetzen. Als Folge des demografischen Wandels ist zu erwarten, dass sich die Arbeitskräfteknappheit weiter verschärft. Digitalisierung und die Dekarbonisierung stellen ebenfalls Herausforderungen für den deutschen Arbeits- und Ausbildungsmarkt dar. Neue Technologien wie künstliche Intelligenz werden Berufsbilder verändern und es gilt, Aus- und Weiterbildungen so zu gestalten, dass Beschäftigte gut für die Anforderungen von morgen vorbereitet sind.
Angesichts dieser vielfältigen Herausforderungen für den Arbeitsmarkt stellt sich die Frage: Wie kann Deutschland seinen Fachkräftemangel bekämpfen? Wir laden Sie herzlich dazu ein, diese Frage gemeinsam mit unseren Diskussionsteilnehmenden zu erörtern.
Zeitenwende in der Arbeitswelt?! Trends, Implikationen und Thesen zur Gestaltung
In der Debattenreihe „Fit for Future Work“ – einer Serie von virtuellen Spitzengesprächen rund um die digitale Transformation und die Auswirkungen auf Organisation, Arbeit, Beschäftigung und Qualifizierung – wollen wir gemeinsam beleuchten, welche digitalen Technologien in der Anwendung im Unternehmensalltag zu massiven Veränderungen führen und wie sich Unternehmen und Beschäftigte dafür gemeinsam vorbereiten. Das ist das Anliegen des von acatech koordinierten HR-Kreises, dem Debattenforum von Personalvorständen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.
