BIBB/IAB-Qualifikations- und Berufsfeldprojektionen (QuBe)
Das QuBe-Projekt wird unter der gemeinsamen Leitung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) durchgeführt. Die BIBB-IAB-Qualifikations- und Berufsprojektionen zeigen anhand von Modellrechnungen, wie sich Arbeitskräftebedarf und -angebot nach Qualifikationen und Berufen langfristig entwickeln können.
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Literaturhinweis
Einschätzungen zur Bevölkerungsvorausberechnung sowie zur Entwicklung der zukünftigen Humankapitalbildung, der Arbeitszeitpräferenzen der Beschäftigten, der Jahresarbeitszeiten und des gesamtwirtschaftlichen Arbeitsvolumens von Vollzeitbeschäftigten: Stellungnahme des IAB zur Anhörung beim Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am 13.10.2023 (2023)
Zitatform
Hellwagner, Timon, Benjamin Lochner, Susanne Wanger & Enzo Weber (2023): Einschätzungen zur Bevölkerungsvorausberechnung sowie zur Entwicklung der zukünftigen Humankapitalbildung, der Arbeitszeitpräferenzen der Beschäftigten, der Jahresarbeitszeiten und des gesamtwirtschaftlichen Arbeitsvolumens von Vollzeitbeschäftigten. Stellungnahme des IAB zur Anhörung beim Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am 13.10.2023. (IAB-Stellungnahme 09/2023), Nürnberg, 17 S. DOI:10.48720/IAB.SN.2309
Abstract
"Zur Vorbereitung des Jahresgutachtens 2023/2024 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wurde das IAB um seine Expertise zur Bevölkerungsvorausberechnung, zur Entwicklung der zukünftigen Humankapitalbildung, der Arbeitszeitpräferenzen der Beschäftigten sowie der Jahresarbeitszeiten und des gesamtwirtschaftlichen Arbeitsvolumens von Vollzeitbeschäftigten gebeten. Die Erkenntnisse, die das IAB im Herbst 2023 hierzu vorgelegt hat, werden in der vorliegenden Stellungnahme zusammengefasst." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Deindustrialisierung: Schreckgespenst oder notwendiger Schritt im Strukturwandel der deutschen Wirtschaft? (2023)
Hüther, Michael ; Pfaffl, Christian; Heymann, Eric; Schneider, Clemens; Maier, Tobias ; Schnitzer, Monika ; Müller, Steffen ; Schaffranka, Claudia; Falck, Oliver ; Flach, Lisandra; Bialek, Sylwia;Zitatform
Hüther, Michael, Sylwia Bialek, Claudia Schaffranka, Monika Schnitzer, Steffen Müller, Eric Heymann, Tobias Maier, Oliver Falck, Lisandra Flach, Christian Pfaffl & Clemens Schneider (2023): Deindustrialisierung: Schreckgespenst oder notwendiger Schritt im Strukturwandel der deutschen Wirtschaft? In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 76, H. 3, S. 1-30.
Abstract
"Michael Hüther, Institut der deutschen Wirtschaft, sieht die Deindustrialisierung als ernstzunehmendes Risiko an. Verliere der Standort Deutschland durch anhaltend hohe Energiepreise und hohe Steuerlast international an Wettbewerbsfähigkeit, werden industrielle Investitionen weniger attraktiv. Diese seien aber für einen Strukturwandel nötig. Politik und Gesellschaft sollten deshalb die gesetzlichen, regulatorischen und investiven Weichenstellungen für eine Transformation ins Zentrum ihres Engagements rücken. Sylwia Bialek, Claudia Schaffranka und Monika Schnitzer, Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, rechnen mit Veränderungen in der Industrie, die Gewinner und Verlierer innerhalb der Wirtschaftszweige hervorbringen werden. Energieeffiziente Unternehmen werden zu den Gewinnern gehören, andere Unternehmen werden aus dem Markt scheiden. Dies sei aber ein ohnehin anstehender Strukturwandel in der Industrie, der durch die Energiekrise beschleunigt werde. In Zukunft werde Deutschland zum Teil andere Produkte herstellen mit einer niedrigeren Energieintensität. Für die meisten Unternehmen und Industrien sollte und könnte der Wandel nicht verhindert werden. Steffen Müller, Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle, stellt die Frage, wie stark die Verteuerung von Gas zu einer Reduktion der industriellen Wertschöpfung in Deutschland führen wird: Die Folgen des Gaspreisschocks betreffen einige wenige Produkte mit hohem Gasverbrauch. Diese Produkte seien meist Vorleistungsprodukte und in vielen Fällen leicht zu importieren. Allerdings dürften die Folgen des Schocks für einige Branchen, allen voran die deutsche Chemieindustrie, deutlich größer als für andere ausfallen. Hier werde Deutschland über kurz oder lang Produktion verlieren und gasintensive Güter aus dem Ausland zukaufen. Der Staat sollte diesen Strukturwandel zulassen. Eric Heymann, Deutsche Bank Research, erwartet als Folge der Energiekrise, dass der Anteil des Verarbeitenden Gewerbes an der gesamten Bruttowertschöpfung in Deutschland in den nächsten Jahren weiter zurückgehen wird. In Zukunft sei es wichtiger, zwischen den deutschen Industrieunternehmen auf der einen Seite und dem Industriestandort Deutschland auf der anderen Seite zu unterscheiden. Für erstere sei er optimistischer als für letzteren, denn die großen deutschen Industrieunternehmen könnten ihre Aktivitäten besser internationalisieren und Produktionsstandorte nach ihren individuellen Kostenstrukturen wählen. Für den deutschen Mittelstand sei die Anpassung an eine neue Energiewelt eine größere Herausforderung. Nach Ansicht von Tobias Maier, Bundesinstitut für Berufsbildung, ist eine Schrumpfung der deutschen Industrie unausweichlich. Allerdings werde der wirtschaftliche Wandel mit einer Deindustrialisierung unvollständig beschrieben. Stattdessen stehe Deutschland vor einer digitalen und sozial-ökologischen Transformation, die über die Industrie hinausgehe und die nur über eine Stärkung der Fachkräftesicherung, insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe und Baugewerbe, bewältigt werden könne. Oliver Falck, Lisandra Flach und Christian Pfaffl, ifo Institut, betrachten die Entwicklung der Automobilindustrie. Neben den aktuellen Herausforderungen durch hohe Energiepreise und Fachkräftemangel befinde sich die Branche in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Alternative Antriebe anstelle des Verbrennungsmotors, die Digitalisierung, die Veränderung der Globalisierung sowie der demografische Wandel seien die Treiber der Veränderungen. In diesem Prozess sei es nicht unwahrscheinlich, dass die Bedeutung der Automobilbranche für den Industriestandort Deutschland weiter abnimmt. Unter dem Gesichtspunkt der anstehenden Transformation der deutschen Grundstoffindustrie zu klimaneutraler Produktion sieht Clemens Schneider, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, in der gegenwärtige Gaskrise sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Vor allem die Branchen Chemie, Glas und Stahl seien gefordert, die Abhängigkeit vom Energieträger Erdgas zu verringern, damit sich Strukturwandel und eine starke industrielle Basis im Bereich der Grundstoffe nicht ausschließen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Verschenktes Fachkräftepotenzial: die Abbruchquoten in den Ausbildungsstätten müssen verringert werden (2023)
Zitatform
Kalinowski, Michael & Tobias Maier (2023): Verschenktes Fachkräftepotenzial. Die Abbruchquoten in den Ausbildungsstätten müssen verringert werden. (BIBB discussion paper / Bundesinstitut für Berufsbildung), Bonn, 15 S.
Abstract
"Der deutsche Arbeitsmarkt ist aktuell gekennzeichnet von Fachkräfteengpässen, die voraussichtlich in der mittel- und langfristigen Sicht die sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft verhindern und damit ein Erreichen der Klimaziele 2045 in Frage stellen. Es ist deshalb notwendig, das Fachkräfteangebot auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Wir zeigen mit diesem Beitrag auf, dass eine Verringerung von Ausbildungs- und Studienabbrüchen merkliche quantitative Effekte auf das Fachkräfteangebot entfalten kann. Bei einer Halbierung der Abbrecherquoten im beruflichen und hochschulischen Bereich bis 2030 (beginnend in 2025) könnten rund 343.000 zusätzliche Fachkräfte gewonnen werden. Bis zum Jahr 2040 könnten es sogar über eine Million sein, davon jeweils rund eine halbe Million im beruflichen und akademischen Bereich. Die größten Potenziale zeigen sich dabei bei Jugendlichen nichtdeutscher Nationalität, deren Abbruchquoten in allen Bildungsstätten höher sind, deren Anteil zukünftig aber zunehmen wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Modellierung der Angebotsprojektion nach Qualifikationsstufen und Berufen (2023)
Kalinowski, Michael;Zitatform
Kalinowski, Michael (2023): Modellierung der Angebotsprojektion nach Qualifikationsstufen und Berufen. In: G. Zika, M. Hummel, T. Maier & M. I. Wolter (Hrsg.) (2023): Das QuBe-Projekt: Modelle, Module, Methoden, S. 72-87.
Abstract
"In dem Beitrag werden die Modellierungsschritte dargelegt, die nötig sind, um die zukünftige Zusammensetzung der Bevölkerung nach Qualifikationsstufen und Berufen abzubilden. Die fortgeschriebene Bevölkerung bildet die Grundlage für die Berechnung des zukünftigen Erwerbspersonenbestands. Ausgehend von einem Anfangsbestand müssen hierzu insbesondere das Neuangebot aus Wanderungen und dem Bildungssystem nach Qualifikationsstufen und Berufen ermittelt werden. Das Neuangebot aus dem Bildungssystem ist die quantitativ wichtigste Determinante der zukünftigen Zusammensetzung der Bevölkerung nach Qualifikationsstufen und Berufen und wird auf Basis des BIBB-Übergangsmodells des beruflichen Bildungswesens und der Hochschulen bestimmt. Ausgehend von der Berechnung auf Bundesebene wird die zukünftige Zusammensetzung der Bevölkerung nach Qualifikationsstufen und Berufen auch auf regionaler Ebene bestimmt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ein konsistentes Datenmodel für die Arbeitsmarktprojektion (2023)
Zitatform
Kalinowski, Michael, Florian Bernardt & Tobias Maier (2023): Ein konsistentes Datenmodel für die Arbeitsmarktprojektion. In: G. Zika, M. Hummel, T. Maier & M. I. Wolter (Hrsg.) (2023): Das QuBe-Projekt: Modelle, Module, Methoden, S. 33-54.
Abstract
"Das Alleinstellungsmerkmal der Qualifikations- und Berufsprojektionen ist neben der Berücksichtigung der beruflichen Mobilität zwischen erlerntem und ausgeübtem Beruf die Überführung unterschiedlicher Datenquellen in einen gemeinsamen, harmonisierten Datensatz. Dieser Beitrag stellt zunächst die verwendeten Klassifikationen und Datenquellen mit ihren Vor- und Nachteilen vor und beschreibt anschließend das Vorgehen bei der Harmonisierung der unterschiedlichen offiziellen Statistiken, sowohl auf Bundes- als auch auf regionaler Ebene." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufliche Mobilität (2023)
Zitatform
Maier, Tobias (2023): Berufliche Mobilität. In: G. Zika, M. Hummel, T. Maier & M. I. Wolter (Hrsg.) (2023): Das QuBe-Projekt: Modelle, Module, Methoden, S. 94-106.
Abstract
"Das Alleinstellungsmerkmal der Qualifikations- und Berufsprojektionen ist die Bilanzierung des Arbeitsangebots mit dem -bedarf auf Berufsebene. Zu diesem Zweck muss das Arbeitsangebot nach erlerntem Beruf aus dem Bildungssystem über berufliche Mobilitätsmatrizen in ein potenzielles Arbeitsangebot für einen bestimmten Beruf umgerechnet werden. Die Wechselwahrscheinlichkeiten zwischen erlerntem und ausgeübtem Beruf werden über den Mikrozensus gewonnen und in die Zukunft fortgeschrieben. Für die Fortschreibung spielt die veränderte soziodemografische Zusammensetzung der Erwerbspersonen, aber auch die Lohnentwicklung in den Berufen eine Rolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Modellierung adjustierter Suchdauern als Indikator für die Fachkräftesituation im Beruf (2023)
Zitatform
Maier, Tobias, Stefanie Steeg & Gerd Zika (2023): Die Modellierung adjustierter Suchdauern als Indikator für die Fachkräftesituation im Beruf. In: G. Zika, M. Hummel, T. Maier & M. I. Wolter (Hrsg.) (2023): Das QuBe-Projekt: Modelle, Module, Methoden, S. 176-209.
Abstract
"Zur Identifikation beruflicher Passungsprobleme auf dem Arbeitsmarkt bedarf es eines Indikators, welcher unter Berücksichtigung möglicher Anpassungsprozesse beider Marktseiten einfach zu interpretieren ist. Das QuBe-Projekt modelliert dafür anhand der IAB-Stellenerhebung sogenannte adjustierte Suchdauern. Diese geben für Fachkraft-, Spezialisten- oder Expertentätigkeiten die mittlere Anzahl an Tagen an, die es benötigt, um für die Besetzung einer ausgeschriebenen Stelle eine geeignete Person zu finden. Sie lassen sich anhand der im QuBe-Instrumentarium verankerten berufsspezifischen Arbeitsmarktindikatoren fortschreiben und können nach Berufen, Anforderungsniveaus und Regionen Auskunft über die jetzige und künftig mögliche Fachkräftesituation geben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Fachkräfteengpässe im Baugewerbe: Woher kommen sie, wie verschwinden sie? (2023)
Zitatform
Maier, Tobias & Lisa Fournier (2023): Fachkräfteengpässe im Baugewerbe. Woher kommen sie, wie verschwinden sie? In: Berufsbildung, Jg. 77, H. 2, S. 18-21.
Abstract
"Das Baugewerbe leidet aktuell und womöglich auch zukünftig unter Fachkräfteengpässen. Dieser Beitrag stellt die derzeitige Fachkräftesituation vor und diskutiert unter dem Gesichtspunkt der beruflichen Vererbung mögliche Potenziale für die Fachkräftesicherung in den Bauberufen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Indikatoren für berufliche Arbeitsmärkte auf Basis der QuBe-Modellwelt (2023)
Zitatform
Maier, Tobias, Michael Kalinowski, Anke Mönnig & Gerd Zika (2023): Indikatoren für berufliche Arbeitsmärkte auf Basis der QuBe-Modellwelt. In: G. Zika, M. Hummel, T. Maier & M. I. Wolter (Hrsg.) (2023): Das QuBe-Projekt: Modelle, Module, Methoden, S. 210-222.
Abstract
"Um berufliche Passungsprobleme frühzeitig erkennen, aber auch in ihrem Zustandekommen verstehen zu können, bedarf es der Betrachtung einer Reihe von Indikatoren. Dieser Beitrag stellt die Indikatoren vor, welche vor allem im Hinblick auf eine Arbeitsmarktprognose in der mittleren Frist Anwendung finden, aber auch für einen längeren Betrachtungszeitraum genutzt werden können. Dabei handelt es sich um Zukunftsindikatoren, die zur Einordnung von Fokusberufen mit Engpässen oder Überhängen führen, Bestimmungsindikatoren, welche das Zustandekommen der Arbeitsmarktsituation erklären, und Ergänzungsindikatoren, welche zur umfassenden Einschätzung der Arbeitsmarktsituation beitragen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Das Welthandelsmodell GINFORS (2023)
Mönnig, Anke;Zitatform
Mönnig, Anke (2023): Das Welthandelsmodell GINFORS. In: G. Zika, M. Hummel, T. Maier & M. I. Wolter (Hrsg.) (2023): Das QuBe-Projekt: Modelle, Module, Methoden, S. 124-133.
Abstract
"Das Modell GINFORS (Global Interindustry Forecasting System) ist ein eigenständiges Modell, das den Welthandel zwischen 154 Ländern und nach 33 Wirtschaftsbereichen abbildet. Es wird im Kontext der QuBe-Langfristprojektionen dazu verwendet, die nominale Exportentwicklung Deutschlands, die in nationalen ökonomischen Modellen immer exogen vorgegeben wird, abzuleiten. Ähnlich dem INFORGE-Modell ist es ein ökonometrisches Modell, das empiriegeleitet die wirtschaftlichen Zusammenhänge beschreibt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Dynamische Erwerbsquoten (2023)
Zitatform
Mönnig, Anke & Gerd Zika (2023): Dynamische Erwerbsquoten. In: G. Zika, M. Hummel, T. Maier & M. I. Wolter (Hrsg.) (2023): Das QuBe-Projekt: Modelle, Module, Methoden, S. 88-93.
Abstract
"Die Erwerbsquoten, definiert als Zahl an Erwerbspersonen an der Erwerbsbevölkerung (im Alter von 15 bis 74 Jahren), repräsentieren die Erwerbsneigung der Bevölkerung. Üblicherweise werden Erwerbsquoten als konstante Werte in Prognosen und Projektionen verwendet. Die Entscheidung über die Erwerbsbeteiligung ist aber oft von konjunkturellen und arbeitsmarktrelevanten Einflussfaktoren abhängig. In der QuBe-Modellwelt werden deshalb im Rahmen der Bestimmung dynamischer Erwerbsquoten konjunkturelle und arbeitsmarktrelevante Indikatoren in die Bestimmung der Erwerbsneigung mit einbezogen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Strukturwandel im Saarland - Chancen und Herausforderungen für den regionalen Arbeitsmarkt (2023)
Zitatform
Otto, Anne (2023): Strukturwandel im Saarland - Chancen und Herausforderungen für den regionalen Arbeitsmarkt. In: K. Koschatzky & T. Stahlecker (Hrsg.) (2023): Nachhaltige Transformation und resilienter Strukturwandel in Regionen, S. 43-61, 2023-02-25.
Abstract
"In jüngster Zeit haben strukturschwache Regionen - periphere Regionen, aber auch ehemalige Altindustrieregionen - in politischen und wissenschaftlichen Debatten zunehmend an Aufmerksamkeit gewonnen. Die regionalwissenschaftliche Literatur zu ehemaligen Altindustrieregionen hat gezeigt, dass die Auswirkungen früherer schwerer Krisen der ehemals vorherrschenden Industrien oft über mehrere Jahrzehnte andauerten, und es eine große Diskrepanz gibt zwischen einerseits nach wie vor schrumpfenden Regionen und andererseits erfolgreichen Regionen, in denen strukturelle Anpassungen zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit beigetragen haben (Evenhuis, 2016; Hassink et al., 2018). In Deutschland besteht das übergeordnete Ziel der Regionalpolitik, gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Regionen zu ermöglichen. Aus diesem Grund zielten die regionalen Förderpolitiken in vergangenen Jahrzehnten darauf ab,diese strukturschwachen Regionen besonders zu unterstützen. Dennoch sind die regionalen Arbeitsmarktdisparitäten in Deutschland nach wie vor sehr groß und haben sich tendenziell eher verfestigt (Niebuhr, 2019). Viele ehemalige Altindustrieregionen verzeichnen in den letzten zwanzig Jahren bundesweit fortwährend die höchsten Arbeitslosenquoten im Bundesgebiet (u.a. Gelsenkirchen, Wilhelmshaven, Pirmasens). Die langfristige Herausforderung für diese Regionen besteht darin, dass eine kohärente sektorale Struktur entsteht, die Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum ermöglicht, aber auch kurzfristig die Resilienz bei exogenen Schocks verbessert. Zugleich beeinflussen in der jüngeren Vergangenheit nicht nur die Digitalisierung, sondern auch weitere Faktoren wie Demographie, Gesellschaft, Klimawandel und Corona-Pandemie den Strukturwandel, womit zusätzliche Herausforderungen für diese Regionen und deren zukünftige Entwicklung verbunden sind (Hassink/Kiese, 2021; Otto 2022). Vor diesem Hintergrund besteht die Zielsetzung des vorliegenden Beitrages den jüngeren wirtschaftlichen Strukturwandel zwischen 2007 und 2021 in einer ehemaligen Altindustrieregion, dem Saarland, zu analysieren und die hiermit verbundenen besonderen Chancen und Herausforderungen für diesen regionalen Arbeitsmarkt aufzuzeigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vom Bruttoentgelt zum Konsum privater Haushalte: Private Haushalte im Rahmen des QuBe-Projektes – ein neuer Ansatz (2023)
Zitatform
Plassenberg, Jan, Gerd Zika & Marc Ingo Wolter (2023): Vom Bruttoentgelt zum Konsum privater Haushalte. Private Haushalte im Rahmen des QuBe-Projektes – ein neuer Ansatz. (GWS discussion paper 2024,01), Osnabrück, 31 S.
Abstract
"Im Folgenden wird ein erster Ansatz für eine ergänzende Modellierung privater Haushalte nach Einkommensdezilen kombiniert mit der Haushaltsgröße auf Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamtes angelegt. Bisher stehen die Jahre 2008, 2013 und 2018 zur Verfügung. Das System ist aber darauf ausgelegt, die EVS 2023, welche gerade noch im Feld ist, zu integrieren. Anders als in der bisherigen Modellierung wird im Folgenden auf die Einkommensunterschiede – insbesondere bei den Bruttoentgelten – Wert gelegt. Dazu wird die Beschäftigtenhistorik (BeH) des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gezielt ausgewertet: Errechnet werden Bruttoentgeltdezile nach Branchen. Es wird somit ein weiteres Element in die Konsummodellierung und damit in die Beschreibung des Einflusses des Konsums auf Wachstum und Branchenstruktur aufgenommen: Der Strukturwandel zwischen den Branchen und die unterschiedlichen Bruttoentgelthöhen und -verteilungen der Branchen wirken auf die Haushaltseinkommen nach Dezilen und damit auf den Konsum. Der Konsum wird damit strikter sowohl von der Entstehungsseite (u. a. Bruttoentgelt) und der Verwendungsseite (Haushalte und ihre Konsumstrukturen) in die Modellierung eingebunden. Nachdem Kapitel 2 kurz die angestrebte Modellerweiterung beschreibt, befasst sich Kapitel 3 mit der Bruttoentgeltverteilung nach Arbeitnehmer:innen unter Berücksichtigung von Branchenentwicklungen. In Kapitel 4 kommen die Ergebnisse für die Bruttoentgeltverteilung als Einflussgröße für die Fortschreibung der Einkommensverbrauchsstichprobe zum Einsatz. Außerdem werden die übrigen Einkommen ergänzt und die Konsumnachfrage nach Haushaltstypen bestimmt. Schließlich werden Ersparnis und Sparquoten als Resultat abgeleitet. Das fünfte Kapitel prüft anhand von Szenariorechnungen, wie das System auf Veränderungen reagiert. Dazu werden Löhne, Preise und Strukturen verändert sowie ein an ein Klimageld angelegtes Transfereinkommen hinzugefügt. Das letzte Kapitel fasst erste Ergebnisse und Erfahrungen mit der neuen Modellierung zusammen und es werden weitergehende Schritte diskutiert." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Deutschland muss bei der Energiewende erheblich nachlegen (2023)
Zitatform
Schneemann, Christian, Enzo Weber, Marc Ingo Wolter & Gerd Zika (2023): Deutschland muss bei der Energiewende erheblich nachlegen. In: IAB-Forum H. 26.01.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230126.01
Abstract
"Die notwendige ökologische Transformation stellt die deutsche Wirtschaft vor enorme Herausforderungen. Berechnungen des IAB und seiner Kooperationspartner zeigen, dass die bislang beschlossenen Maßnahmen nicht ausreichen werden, um die für das Jahr 2045 angestrebte CO2-Neutralität zu erreichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Folgen eines veränderten Mobilitätsverhaltens für den deutschen Arbeitsmarkt (2023)
Zitatform
Schneemann, Christian, Stefanie Steeg & Nicole von dem Bach (2023): Folgen eines veränderten Mobilitätsverhaltens für den deutschen Arbeitsmarkt. In: I. Pfeiffer & H. Weber (2023): Zum Konzept der Nachhaltigkeit in Arbeit, Beruf und Bildung - Stand in Forschung und Praxis, S. 23-43.
Abstract
"Durch das wachsende Mobilitätsaufkommen, die Digitalisierung und insbesondere den Klimaschutz unterliegt das Mobilitätssystem einem tiefgreifenden Wandel. Auf Basis der BIBB-IAB‐Qualifikations‐ und Berufsprojektionen schätzen wir anhand einer Szenarioanalyse die Folgen eines Regimewechsels im Verkehr für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt in Deutschland bis zum Jahr 2040 ab. Dabei zeichnen wir ein Mobilitätsszenario, welches eine Transformation des Mobilitätssystems hin zu einem dekarbonisierten, umweltfreundlichen, effizienten, bezahlbaren und zukunftsfähigen Mobilitätssystem in Deutschland abbildet. Im Ergebnis ziehen die getroffenen Annahmen im gesamten Projektionszeitraum positive Wirkungen für Bruttoinlandsprodukt sowie Arbeitskräfteangebot und ‐bedarf nach sich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Volltext des Sammelwerks (Open Access) -
Literaturhinweis
Langfristprojektion des Fachkräftebedarfs in Deutschland, 2021-2040: Szenario "Fortschrittliche Arbeitswelt" (Annahmensetzung nach dem Koalitionsvertrag von 2021) (2023)
Schneemann, Christian ; Zenk, Johanna ; Bernardt, Florian; Maier, Tobias ; Wolter, Marc Ingo; Ulrich, Philip; Kalinowski, Michael; Parton, Frederik; Zika, Gerd ; Mönnig, Anke; Krebs, Bennet; Krinitz, Jonas;Zitatform
Schneemann, Christian, Johanna Zenk, Gerd Zika, Michael Kalinowski, Bennet Krebs, Tobias Maier, Florian Bernardt, Jonas Krinitz, Anke Mönnig, Frederik Parton, Philip Ulrich & Marc Ingo Wolter (2023): Langfristprojektion des Fachkräftebedarfs in Deutschland, 2021-2040. Szenario "Fortschrittliche Arbeitswelt" (Annahmensetzung nach dem Koalitionsvertrag von 2021). (Forschungsbericht / Bundesministerium für Arbeit und Soziales 617), Berlin, 38 S.
Abstract
"Das BMAS hat das QuBe-Kooperationsprojekt mit einem Fachkräftemonitoring beauftragt, das aus einer jährlichen Mittelfristprognose und einer regelmäßigen Langfristprojektion besteht. Für die "Langfristprojektion des Fachkräftebedarfs in Deutschland, 2021 bis 2040" wurde das Szenario "Fortschrittliche Arbeitswelt" entwickelt. Es baut auf der siebten Projektionswelle der QuBe-Basisprojektion auf. Das Szenario "Fortschrittliche Arbeitswelt" nimmt im Vergleich zur Basisprojektion zusätzlich an, dass die im Koalitionsvertrag zwischen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP für die 20. Legislaturperiode (KoaV, 2021) angestrebten Maßnahmen hinsichtlich der ökologischen Transformation und eines modernen Staates vollumfänglich umgesetzt werden. Insgesamt zeigt sich, dass die im KoaV (2021) beabsichtigten Maßnahmen zu einem langfristigen Arbeitsplatzaufbau beitragen können. Damit dies gelingt, müssen aber auch qualifizierte Arbeitskräfte in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass insbesondere eine Umsetzung der geplanten Maßnahmen im Bereich Integration, Anerkennung und Staatsbürgerschaft zu einem höheren Arbeitskräfteangebot beitragen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ist der Arbeitsmarkt bereit für die Energiewende? (2023)
Zitatform
Schneemann, Christian & Johanna Zenk (2023): Ist der Arbeitsmarkt bereit für die Energiewende? o. Sz.
Abstract
"Die QuBe-Projektionen zeigen das Bild eines zukünftigen Arbeitsmarktes anhand von beobachteten Trends und Verhaltensweisen, aktuellen Ereignissen sowie zusätzlichen Annahmen über künftige Entwicklungen. Dieses Bild ist jedoch nicht in Stein gemeißelt. Vielmehr soll der Handlungsbedarf aufgezeigt werden, um Passungsproblemen auf dem Arbeitsmarkt entgegenzuwirken. Während für das Vorantreiben der Energiewende zusätzliche Arbeitskräfte benötigt werden, sinkt der Bedarf in anderen Bereichen. Es gilt deshalb, verfügbare Arbeitskräfte zu rekrutieren, aber auch aus- und weiterzubilden. Zusätzliche Stellschrauben sind die Förderung des MINT-Bereichs bei der Berufswahl, die Zuwanderung beziehungsweise Verhinderung der Abwanderung qualifizierter Fachkräfte, die leichtere Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen, die Verringerung von Abbruchquoten in Bildungsstätten sowie die Steigerung der Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren. Scheitert die Energiewende also an fehlenden Fachkräften? Diese Frage kann anhand der vorliegenden Ergebnisse verneint werden. Ein zunehmender Ausbau Erneuerbarer Energien ist möglich. Ob die Klimaschutzziele bis 2045 erreicht werden können, bleibt auf dem aktuellen Entwicklungspfad hingegen fraglich." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
QuBe-Bevölkerungsprojektion für Kreise und kreisfreie Städte Deutschlands (2023)
Zitatform
Schneemann, Christian, Doris Söhnlein, Maximilian Studtrucker & Gerd Zika (2023): QuBe-Bevölkerungsprojektion für Kreise und kreisfreie Städte Deutschlands. In: G. Zika, M. Hummel, T. Maier & M. I. Wolter (Hrsg.) (2023): Das QuBe-Projekt: Modelle, Module, Methoden, S. 55-71.
Abstract
"In dem Beitrag werden die Modellierungsschritte dargelegt, die nötig sind, um die zukünftige Zusammensetzung der Bevölkerung nach Qualifikationsstufen und Berufen abzubilden. Die fortgeschriebene Bevölkerung bildet die Grundlage für die Berechnung des zukünftigen Erwerbspersonenbestands. Ausgehend von einem Anfangsbestand müssen hierzu insbesondere das Neuangebot aus Wanderungen und dem Bildungssystem nach Qualifikationsstufen und Berufen ermittelt werden. Das Neuangebot aus dem Bildungssystem ist die quantitativ wichtigste Determinante der zukünftigen Zusammensetzung der Bevölkerung nach Qualifikationsstufen und Berufen und wird auf Basis des BIBB-Übergangsmodells des beruflichen Bildungswesens und der Hochschulen bestimmt. Ausgehend von der Berechnung auf Bundesebene wird die zukünftige Zusammensetzung der Bevölkerung nach Qualifikationsstufen und Berufen auch auf regionaler Ebene bestimmt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Bedeutung des Wasserstoffhochlaufs für den Arbeitsmarkt und die Berufsbildung in Deutschland (2023)
Schneider, Maximilian; Schur, Alexander;Zitatform
Schneider, Maximilian & Alexander Schur (2023): Die Bedeutung des Wasserstoffhochlaufs für den Arbeitsmarkt und die Berufsbildung in Deutschland. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 52, H. 4, S. 17-21.
Abstract
"Der Aufbau der Wasserstoffwirtschaft ist ein zentrales Element der deutschen Klimapolitik. Der Beitrag fasst die Ergebnisse zweier BIBB-Projekte zusammen, die die Auswirkungen des Wasserstoffhochlaufs auf den Gesamtarbeitsmarkt und auf das duale Berufsbildungssystem untersuchen. Neben zu erwartenden positiven ökonomischen Impulsen und Beschäftigungseffekten zeigt sich, dass bestehende Ausbildungsberufe bereits gute Ausgangsbedingungen für wasserstoffbezogene Tätigkeiten bieten, es aber passgenauer Qualifizierungsangebote bedarf." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitskräftebedarf und Arbeitskräfteangebot entlang der Wertschöpfungskette „Wasserstoff“: Abschlussbericht der ersten Projektphase (2023)
Schur, Alexander Christian; Zenk, Johanna ; Ronsiek, Linus; Mönnig, Anke; Schroer, Jan Philipp; Schneemann, Christian ;Zitatform
Schur, Alexander Christian, Anke Mönnig, Linus Ronsiek, Christian Schneemann, Jan Philipp Schroer & Johanna Zenk (2023): Arbeitskräftebedarf und Arbeitskräfteangebot entlang der Wertschöpfungskette „Wasserstoff“. Abschlussbericht der ersten Projektphase. (BIBB discussion paper / Bundesinstitut für Berufsbildung), Bonn, 59 S.
Abstract
"Grüner Wasserstoff kann einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten. Damit der Wasserstoffhochlauf nicht durch Fachkräfteengpässe ausgebremst wird, muss frühzeitig identifiziert werden, welche Berufe und Qualifikationen dafür zukünftig benötigt werden. Im Rahmen des QuBe-Projekts wird anhand einer Szenarioanalyse aufgezeigt, wie bestimmte Maßnahmen zum Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft auf den Arbeitsmarkt wirken. Hierzu wurde bereits ein erstes Wasserstoff-Szenario-v1.0 modelliert. Darauf aufbauend wurde das nun vorliegende Wasserstoff-Szenario-v2.0 sowohl hinsichtlich der Annahmen als auch des Zeithorizonts erweitert. Die Ergebnisse zeigen, dass der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft über den gesamten Projektionszeitraum bis 2045 positive ökonomische Impulse erzeugt. Vor allem zusätzliche Ausrüstungsinvestitionen führen zu einem vergleichsweise höheren Niveau des Bruttoinlandsproduktes. Auf dem Arbeitsmarkt werden mehr Personen beschäftigt sein und in Summe mehr Arbeitsplätze auf- als abgebaut. In absoluten Zahlen haben vor allem das Baugewerbe sowie Architektur- und Ingenieurbüros einen höheren Arbeitskräftebedarf. Die Entwicklung der Wirtschaftsbereiche spiegelt sich größtenteils bei den Berufen wider. In einzelnen Berufsgruppen mit höherem Arbeitskräftebedarf besteht jedoch bereits heute ein Angebotsengpass und es ist mit einer Zunahme der Suchdauern nach neuen Arbeitskräften zu rechnen. Um langfristig höhere Wachstums- und Beschäftigungspotenziale erzielen zu können, stehen der Politik verschiedene Handlungsoptionen zur Verfügung. Beispielsweise können Förderprogramme den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft und deren Wettbewerbsfähigkeit unterstützen. Gleichzeitig müssen die Anstrengungen zur Rekrutierung, Aus- und Weiterbildung geeigneter Arbeitskräfte verstärkt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
