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Dossier

Geringqualifizierte am Arbeitsmarkt

Chancen und Risiken am Arbeitsmarkt werden auch durch die berufliche Qualifikation bestimmt. Geringqualifizierte sind häufiger arbeitslos als gut Ausgebildete und finden oft nur schlecht bezahlte und unsichere Arbeit.

Diese Infoplattform bietet einen Überblick über relevante Literatur und Forschungsprojekte zur Arbeitsmarktsituation von Niedrigqualifizierten und zu den Möglichkeiten, ihre berufliche Integration zu verbessern.

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  • Literaturhinweis

    Umschulungsbereitschaft von Geringqualifizierten und finanzielle Anreize (2026)

    Artmann, Elisabeth ;

    Zitatform

    Artmann, Elisabeth (2026): Umschulungsbereitschaft von Geringqualifizierten und finanzielle Anreize. (IAB-Forschungsbericht 01/2026), Nürnberg, 40 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2601

    Abstract

    "Der technologische Wandel, die zunehmende Digitalisierung und der demographische Wandel der Bevölkerung bringen große Veränderungen der Arbeitswelt mit sich. Kontinuierliche berufliche Weiterbildung und lebenslanges Lernen gewinnen dadurch zunehmend an Bedeutung. Vor allem Personen ohne Berufsabschluss können durch Qualifizierungsmaßnahmen ihre Beschäftigungsfähigkeit erhöhen und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Dennoch sind Geringqualifizierte sowohl bei betrieblichen als auch von der Bundesagentur für Arbeit geförderten Weiterbildungsmaßnahmen nach wie vor unterrepräsentiert. Geförderte Weiterbildungen mit Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf, sog. Umschulungen, stellen eine bedeutende Form der beruflichen Weiterbildung dar und bieten Geringqualifizierten die Möglichkeit, einen Berufsabschluss nachzuholen. Der vorliegende Bericht basiert auf einer Ad‑hoc‑Erhebung im Rahmen der IAB‑Online‑Personenbefragung „Arbeiten und Leben in Deutschland“ (IAB‑OPAL), zu der Geringqualifizierte im Alter zwischen 25 und 60 Jahren unabhängig von ihrem Erwerbsstatus eingeladen wurden. Knapp 61 Prozent der Teilnehmenden bezogen eigenen Angaben zufolge Bürgergeld. Die Befragung erhob zunächst, wie bekannt die Fördermöglichkeiten von Umschulungen bei Personen ohne Berufsabschluss sind. Auch die Bekanntheit der 2016 eingeführten Weiterbildungsprämie und des 2023 eingeführten Weiterbildungsgeldes wurde erhoben. Weitere Themen der Befragung waren die Bereitschaft zur Teilnahme an einer Umschulung, welche Attraktivitätskriterien von Umschulungen den Befragten wichtig sind und aus welchen Gründen sie eine derartige Weiterbildung ablehnen würden. Um Einblicke in den erwarteten Nutzen einer Umschulung zu erhalten, wurden die Befragten um eine Einschätzung der realisierbaren Einkommensänderung durch Abschluss einer Umschulung gebeten. Zuletzt wurden auf Basis einer Vignettenstudie einige Determinanten der Teilnahmewahrscheinlichkeit an einer Umschulung untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass insgesamt knapp 62 Prozent der Befragten bekannt war, dass Umschulungen von den Agenturen für Arbeit und Jobcentern finanziell gefördert werden, wobei sogar nur gut die Hälfte der Bürgergeldbeziehenden die grundsätzliche Fördermöglichkeit kannte. Nur einer relativ kleinen Minderheit waren die Instrumente Weiterbildungsprämie und Weiterbildungsgeld bekannt. Dennoch äußerten die Befragten eine hohe Bereitschaft, an einer Umschulung teilzunehmen. Wichtige Kriterien derartiger Weiterbildungen waren für die befragten Geringqualifizierten ein Berufsziel, das gut zur eigenen Person passt, sowie die Aussicht, nach Abschluss bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Die beiden finanziellen Anreize Weiterbildungsprämie und ‑geld wurden von der Mehrheit der Teilnehmenden zwar als (eher) wichtig eingestuft, wurden im Vergleich zu allen anderen zur Auswahl stehenden Attraktivitätskriterien jedoch am seltensten als sehr wichtig genannt. Für Bürgergeldbeziehende spielen diese finanziellen Anreize ihren Angaben zufolge eine wichtigere Rolle als für andere Geringqualifizierte. Häufig genannte Gründe, eine mögliche Umschulung abzulehnen, waren insgesamt der Verzicht auf ein richtiges Einkommen während der Umschulung sowie deren unsicherer finanzieller Ertrag. Im Vergleich zu Personen ohne Bürgergeldbezug nannten Bürgergeldbeziehende jedoch wesentlich häufiger Betreuungspflichten und gesundheitliche Probleme als Umschulungshemmnisse. Die Unsicherheit über die Rentabilität von Weiterbildungen spiegelte sich auch in der geschätzten Einkommensänderung durch Abschluss einer Umschulung wider. So erwarteten insgesamt rund 27 Prozent der Befragten überhaupt keine Einkommensänderung und etwa 18 Prozent eine Netto‑Einkommenssteigerung von lediglich bis zu 100 Euro pro Monat. Bürgergeldbeziehende erwarteten im Vergleich zu Personen ohne diese Leistung wesentlich häufiger eine Einkommensverbesserung, schätzten ihren realisierbaren Verdienstzuwachs mehrheitlich aber auch als gering ein. Wie die multivariaten Analysen auf Basis der Vignettenstudie zeigen, erhöhten bessere Verdienstaussichten die subjektiv geäußerte Teilnahmewahrscheinlichkeit signifikant. Auch die Weiterbildungsprämie und das Weiterbildungsgeld übten einen positiven Einfluss auf die Teilnahmeabsicht aus. Hingegen reduzierten längere Fahrtzeiten zur Bildungsstätte die selbsteingeschätzte Teilnahmewahrscheinlichkeit deutlich. Unterstützung bei der Suche nach Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und pflegebedürftige Personen erhöhte ebenfalls die angegebene Teilnahmewahrscheinlichkeit. Der Bericht liefert somit einige Hinweise darauf, welche Ausgestaltungs‑ und Rahmenbedingungen die Weiterbildungsbereitschaft von Geringqualifizierten beeinflussen. So zeigte sich, dass bei vielen der befragten Geringqualifizierten multiple Hemmnisse vorliegen, so dass eine bedarfsgerechte Beratung nötig ist, um eine individuell passende und der jeweiligen Lebenslage entsprechende Weiterbildungsmaßnahme zu finden. So scheint es den Befragten oftmals an Informationen über die finanziellen Erträge von beruflichen Qualifikationen und die Notwendigkeit von beruflicher Weiterbildung zu fehlen. Ein wesentlicher Teil der Befragten erwartete durch einen Umschulungsabschluss keine oder nur eine geringe Einkommensverbesserung, wollte nicht immer wieder etwas Neues anfangen oder glaubte, dass die eigene Qualifikation (eher) ausreiche. Gleichzeitig waren bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt und bessere Verdienstmöglichkeiten häufig genannte Attraktivitätskriterien von Umschulungen. Nur ein Teil der befragten Geringqualifizierten scheint sich also derartige Verbesserungen, die auch die subjektiven Weiterbildungskosten überwiegen, von einer geförderten Umschulung zu versprechen. Des Weiteren sind die grundsätzlichen Fördermöglichkeiten von Umschulungen nur einem Teil der Befragten bekannt, während sogar nur einer Minderheit die Instrumente Weiterbildungsprämie und Weiterbildungsgeld bekannt waren. Zugleich war das am häufigsten genannte Umschulungshemmnis, dass nicht so lange auf ein richtiges Einkommen verzichtet werden könne. Bessere Informationen zu den finanziellen Weiterbildungsanreizen könnten dem eventuell zum Teil entgegenwirken. Personen im Bürgergeldbezug nannten häufig auch Betreuungspflichten und/oder gesundheitliche Einschränkungen als Weiterbildungshemmnisse. Hier könnten Formate wie virtuelle/hybride Weiterbildungen oder Teilzeitmaßnahmen eine Chance bieten, da sie potentiell leichter mit Betreuung zu vereinbaren sind und bei gesundheitlichen Problemen möglicherweise leichter zu bewältigen sind. Lässt sich eine längere Umschulung trotz Weiterbildungsinteresse nicht realisieren, könnte die Teilnahme an Teilqualifizierungen oder an kürzeren, nicht abschlussorientierten Maßnahmen eine Alternative sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Artmann, Elisabeth ;
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  • Literaturhinweis

    Die unterschätzte Ressource: Geringqualifizierte als Fachkräfte von morgen (2026)

    Burkert, Carola ; Röhrig, Annette; Matthes, Britta ;

    Zitatform

    Burkert, Carola, Britta Matthes & Annette Röhrig (2026): Die unterschätzte Ressource: Geringqualifizierte als Fachkräfte von morgen. In: IAB-Forum H. 08.01.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260108.01

    Abstract

    "Geringqualifizierte sind bezüglich ihrer Kompetenzausstattung eine äußerst heterogene Gruppe. Für einen nicht unerheblichen Teil wurden hohe oder sogar höchste Kompetenzwerte festgestellt. Viele Geringqualifizierte erledigen zudem Tätigkeiten, für die typischerweise eine berufliche, weiterführende oder sogar akademische Ausbildung erforderlich ist. Bislang werden sie aber nur unzureichend von Weiterbildungsangeboten erreicht. Ein Lösungsansatz können modulare Qualifizierungskonzepte sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The Labor Market Impacts of Fair Work Legislation (2026)

    Gruber, Anja ;

    Zitatform

    Gruber, Anja (2026): The Labor Market Impacts of Fair Work Legislation. In: ILR review, Jg. 79, H. 1, S. 59-90. DOI:10.1177/00197939251355234

    Abstract

    "Fair Workweek (FWW) ordinances, which typically require employers to provide workers with advance notice of their schedules and extra pay for last-minute changes, have become an increasingly debated policy tool to address the unpredictability of low-wage work in the United States. In this article, the author studies the labor market impacts of the Oregon FWW law using data on treated workers from the Quarterly Workforce Indicators and American Community Survey, and a variety of empirical approaches that address the factors complicating such a labor market analysis. Taken together, the evidence points to limited effects on the average labor market outcomes of workers covered by the legislation. However, findings indicate increased employment and hours worked for men, and decreased employment and hours worked for women. Also, results show consistent evidence of decreased average monthly earnings for newly hired women at treated employers. Despite the ability of employers to bypass compensation requirements through voluntary standby lists, this study identifies compositional effects on the workforce resulting from FWW legislation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    How Do Immigration Policies Affect Voter Support for Low-Skilled Immigrants? Evidence from a Survey Experiment (2026)

    Hopkins, Vincent; Lawlor, Andrea ; Paquet, Mireille ;

    Zitatform

    Hopkins, Vincent, Andrea Lawlor & Mireille Paquet (2026): How Do Immigration Policies Affect Voter Support for Low-Skilled Immigrants? Evidence from a Survey Experiment. In: International migration review, Jg. 60, H. 1, S. 469-494. DOI:10.1177/01979183241296032

    Abstract

    "Countries depend on both high- and low-skilled immigration to meet economic needs. But most voters prefer high-skilled immigrants, despite the fact that multiple economic sectors structurally depend on low-skilled immigrants. In this paper, we examine voter preferences toward low-skilled immigrants as one barrier to effective immigration policy, even in political regimes where immigration is the consequence of highly coordinated or “planned” policies. Specifically, we consider whether government communication around the benefits of low-skilled immigration can increase favorability of such policies. We are particularly interested in the ways in which government communicates immigration messages and whether the scope or concentration of the proposed benefits will move individual preferences. In an online survey experiment, we present Canadians ( N=2,023) with a policy brief that manipulates immigrant skill level (high vs. low), economic outcomes of migration (positive vs. mixed), and the geographic scope of benefits (concentrated vs. sociotropic). Employing two measures of policy support, we find some evidence that positive framing can increase overall support for low-skill migrants. We also find that manipulating framing around high-skilled workers has little effect on support for low-skill workers, even when that framing presents countervailing evidence as to the benefit of high-skilled labor. In sum, our findings suggest that elite level communication around the benefits of low-skill labor may have the ability to disrupt longstanding antipathy for low-skilled labor, even in regimes with longstanding support for high-skilled labor." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Junge Menschen ohne Berufsabschluss im Arbeitsmarkt in Hessen - Entwicklungen seit 2014 (2026)

    Ulrich, Angela ; Wydra-Somaggio, Gabriele ; Röhrig, Annette; Schmitt, Laila ; Schorr, Niklas;

    Zitatform

    Ulrich, Angela, Annette Röhrig, Laila Schmitt, Niklas Schorr & Gabriele Wydra-Somaggio (2026): Junge Menschen ohne Berufsabschluss im Arbeitsmarkt in Hessen - Entwicklungen seit 2014. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Hessen 01/2026), Nürnberg, 32 S. DOI:10.48720/IAB.REH.2601

    Abstract

    "Der Bericht untersucht die Entwicklung junger Menschen unter 35 Jahren ohne Berufsabschluss in Hessen seit 2014. Besonders betroffen von Ausbildungslosigkeit sind junge Menschen mit niedrigen Schulabschlüssen sowie solche mit ausländischer Staatsangehörigkeit – vor allem aus Asylherkunftsländern. Viele junge Ungelernte arbeiten in wenigen Berufsgruppen (v. a. Verkehr/Logistik, Verkauf) sowie in der Zeitarbeit. Diese Tätigkeiten sind häufig prekär: Rund 62 Prozent der ersten Beschäftigungen dauern höchstens sechs Monate. Die Analyse der Erwerbsbiografien zeigt: 32 Prozent derjenigen, die ohne Ausbildung oder Studium ins Berufsleben starten, verbleiben bis 35 Jahre ohne Abschluss. Wer später doch noch einen Abschluss erwirbt, hat deutlich stabilere Beschäftigungen und höhere Einkommen. Eine Clusteranalyse identifiziert fünf typische Erwerbsverlaufsmuster in dieser Gruppe. Besonders hohes Risiko langfristiger Ausbildungslosigkeit haben jene, die direkt nach der Schule in ungelernte Beschäftigung einsteigen und lange dort verbleiben, Personen mit instabilen Erwerbsverläufen, Männer, Nicht-Deutsche sowie junge Menschen mit Hauptschulabschluss. Gerade angesichts des demografischen Wandels und steigender Fachkräftebedarfe ist es entscheidend, junge Ungelernte frühzeitig zu unterstützen. Erfolgsversprechend sind intensive Begleitung durch die Bundesagentur für Arbeit, gezielte Ansprache von Beschäftigten ohne Abschluss und klare Karriereperspektiven durch Qualifizierung. Ausbildungslosigkeit schadet langfristig sowohl den Erwerbschancen der Betroffenen als auch der wirtschaftlichen Entwicklung der Betriebe." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Automation and Polarization (2025)

    Acemoglu, Daron ; Löbbing, Jonas;

    Zitatform

    Acemoglu, Daron & Jonas Löbbing (2025): Automation and Polarization. In: Journal of Political Economy. DOI:10.1086/739330

    Abstract

    "We develop an assignment model of automation. Each of a continuum of tasks of variable complexity is assigned to either capital or one of a continuum of labor skills. We characterize conditions for interiorautomation, whereby tasks of intermediate complexity are performed by capital. Interior automation arises when the most skilled workers have a comparative advantage in the most complex tasks relative to capital, and when the wages of the least skilled workers are sufficiently low relative to both their own productivity and the effective cost of capital in low-complexity tasks. Minimum wages and other sourcesof higher wages at the bottom make interior automation less likely. Starting with interior automation, a reduction in the cost of capital (or an increase in capital productivity) causes employment and wage polarization. Specifically, further automation pushes workers into tasks at the lower and upper ends ofthe task distribution. It also monotonically increases the skill premium above a threshold and reduces the skill premium below this threshold. Moreover, automation tends to reduce the real wage of Workers with comparative advantage profiles close to that of capital. We show that large enough increases in capital productivity ultimately induce a transition to low-skill automation and qualitatively alter the effects of automation—thereafter inducing monotone increases in skill premia rather than wage polarization." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The uneven effects of conditional cash transfers on women and men (2025)

    Aparicio Fenoll, Ainoa ; Quaranta, Roberto ;

    Zitatform

    Aparicio Fenoll, Ainoa & Roberto Quaranta (2025): The uneven effects of conditional cash transfers on women and men. In: Labour Economics, Jg. 94. DOI:10.1016/j.labeco.2025.102695

    Abstract

    "We compare the effects of training-conditional and unconditional cash transfer programs on the labor market outcomes of women and men. We use the experiment in Del Boca et al. (2021) where low-income households are randomly assigned to one of three groups: cash transfer conditional on a family-specific bundle of training programs, unconditional cash transfer with no access to those training programs, and no treatment. We exploit Social Security data, including all registered labor contracts in Italy. We find that cash transfers conditional on training have a positive and sizeable effect on males’ labor income and that this effect stays in place for at least two years after the program. Unconditional cash transfers did not affect men. In contrast, female employment is positively affected by both cash transfers regardless of access to the training, but the effect is smaller if they are conditional." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 Elsevier B.V. All rights are reserved, including those for text and data mining, AI training, and similar technologies.) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Ressourcen und Bedarfe in Einfacharbeit : Analysen und erste Gestaltungsansätze in Logistik und Pflege im Verbundprojekt 'ressource' (2025)

    Bleses, Peter; Ritter, Wolfgang;

    Zitatform

    Bleses, Peter & Wolfgang Ritter (Hrsg.) (2025): Ressourcen und Bedarfe in Einfacharbeit : Analysen und erste Gestaltungsansätze in Logistik und Pflege im Verbundprojekt 'ressource'. (Schriftenreihe Institut Arbeit und Wirtschaft 43), Bremen, 92 S. DOI:10.26092/elib/4370

    Abstract

    "Das Verbundprojekt ressource erforscht und gestaltet Arbeitsbedingungen für Beschäftigte in Einfacharbeit, insbesondere in der Logistik und in gesundheitsbezogenen Dienstleistungen in der Region NordWest. Im Fokus des iaw-papers stehen systematische Bedarfs- und Anforderungsanalysen, die institutionelle, organisationale und individuelle Herausforderungen sowie vorhandene Ressourcen im Hinblick auf gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung und Kompetenzentwicklung erfassen. Methodisch setzt das Projekt auf einen reflexiv-iterativen Mixed-Methods-Ansatz, der qualitative und quantitative Verfahren kombiniert und partizipativ angelegt ist. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Komplexität der betrieblichen Herausforderungen, die in vier Gestaltungsperspektiven gebündelt werden: Kommunikation, Wertschätzung, Lernen/Lernorganisation sowie Qualität der Arbeit. Diese Themenfelder sind eng miteinander verwoben und betreffen sowohl Führungsverhalten und Arbeitsbedingungen als auch strukturelle Rahmenbedingungen. Branchenspezifisch treten in der Logistik vor allem physische, in der Pflege und Betreuung eher auch psychosoziale Belastungen auf. Daraus ergeben sich differenzierte Anforderungen an betriebliche Gestaltungsansätze. Im Projekt werden innovative methodische Zugänge erprobt, etwa die dialogorientierte Methode Rooms of Error. Ziel des Verbundprojekts ist der Aufbau eines Kompetenzzentrums in der Region NordWest, das praxisnahes Wissen zur Gestaltung und Entwicklung von Einfacharbeit langfristig sichert und weiterentwickelt. Damit leistet ressource einen Beitrag zur arbeitswissenschaftlichen Erschließung von Einfacharbeit und zur Entwicklung zukunftsfähiger Arbeitswelten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Revisiting dualism. The governance of the low pay-low skill labour market in four European countries (2025)

    Eichhorst, Werner; Scalise, Gemma ;

    Zitatform

    Eichhorst, Werner & Gemma Scalise (2025): Revisiting dualism. The governance of the low pay-low skill labour market in four European countries. In: European journal of industrial relations. DOI:10.1177/09596801251397500

    Abstract

    "The permanent restructuring of the economy, exacerbated by the digital transition and labour market dualization, is progressively increasing the risk of marginalization for semi- and low-skilled workers. This article analyses how Germany, France, Italy, and Spain balance employment and equality concerns in core private service sectors and examines the policy strategies implemented over the last decade for workers ‘at the margins’. The analysis considers multiple tools – skill upgrading, social benefits, incentives to reduce barriers to employment, and wage regulation – and reveals divergent trajectories. Germany and Spain share a common direction, adopting protective policies to mitigate long-standing labour market dualism and improve job conditions for low-wage and at-risk workers. France remains locked in a protective approach, prioritizing job stabilization through subsidies but neglecting skill development, which constrains long-term mobility. Italy, by contrast, exacerbates dualism by failing to improve job quality and training opportunities, resulting in persistent low productivity and rising in-work poverty." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Problem or Opportunity? Immigration, Job Search, Entrepreneurship and Labor Market Outcomes of Natives in Germany (2025)

    Iftikhar, Zainab ; Zaharieva, Anna ;

    Zitatform

    Iftikhar, Zainab & Anna Zaharieva (2025): Problem or Opportunity? Immigration, Job Search, Entrepreneurship and Labor Market Outcomes of Natives in Germany. (ECONtribute discussion paper 358), Köln ; Bonn, 50 S.

    Abstract

    "In this study we evaluate the effects of low-skilled immigration on small businesses, wages and employment in Germany. We develop a search and matching model with heterogeneous workers, cross-skill matching, and endogenous entry into entrepreneurship. The model is calibrated using German Socio-Economic Panel (SOEP) data. Quantitative analysis shows that low-skilled immigration benefits high-skilled workers while negatively affecting the welfare of low-skilled workers. It leads to the endogenous expansion of immigrant entrepreneurial activities, generating positive spillovers for all demographic groups except native entrepreneurs. Overall, there is a marginal loss to the economy in terms of per worker welfare. This loss is mitigated with increased skilled migration from India. Policies restricting immigrant entrepreneurship relax competition for native small businesses but reduce welfare for all other worker groups. Ethnic segregation of small businesses benefits low-skill native entrepreneurs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    From Assessment to Employment: The Impact of Skills Tests on Reemployment Outcomes in Germany (2025)

    Nivorozhkin, Anton ; Promberger, Markus;

    Zitatform

    Nivorozhkin, Anton & Markus Promberger (2025): From Assessment to Employment: The Impact of Skills Tests on Reemployment Outcomes in Germany. (IAB-Forschungsbericht 17/2025), Nürnberg, 41 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2517

    Abstract

    "Diese Studie untersucht die mittel- und langfristigen Beschäftigungseffekte eines standardisierten Kompetenztests – MySkills – für Arbeitsuchende ohne formalen Berufsabschluss in Deutschland. In einem stark formalisierten Arbeitsmarkt, in dem Zertifikate als zentrale Signale für berufliche Eignung fungieren, haben Personen ohne anerkannte Abschlüsse erhebliche Schwierigkeiten beim Zugang zu regulärer Beschäftigung und arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. Dazu zählen Geflüchtete, Migrant*innen sowie einheimische Geringqualifizierte mit informell erworbenen Fähigkeiten. Der von der Bundesagentur für Arbeit entwickelte MySkills-Test zielt darauf ab, diese Kompetenzen sichtbar zu machen und so eine bessere Zuordnung zu Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik (AAMP) zu ermöglichen. Der Test liefert eine standardisierte, strukturierte Rückmeldung zu berufsbezogenen Fertigkeiten in 30 Berufsfeldern, ersetzt jedoch keinen formalen Abschluss. Unsere Analyse beruht auf administrativen Daten des deutschen Sozialversicherungssystems für den Zeitraum von 2019 bis 2022. Verglichen werden Personen, die den Test abgelegt haben, mit solchen, die zwar zugewiesen wurden, jedoch nicht teilgenommen haben. Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: Kurzfristig sinkt bei Testteilnehmenden zunächst die Wahrscheinlichkeit regulärer Beschäftigung – vermutlich aufgrund verstärkter Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen. Mittel- und langfristig kehrt sich dieser Trend jedoch um. Vier Jahre nach der Testzuweisung liegt die Beschäftigungswahrscheinlichkeit bei Testteilnehmenden um bis zu 6 Prozentpunkte höher als bei Nichtteilnehmenden – was etwa 20 zusätzlichen Tagen regulärer Beschäftigung pro Jahr entspricht. Der größte Effekt zeigt sich bei der Teilnahme an beruflicher Weiterbildung und kurzfristigen Qualifizierungsmaßnahmen. Dies deutet darauf hin, dass der Test vor allem die Fallsteuerung durch Vermittlungsfachkräfte verbessert, indem er objektive Informationen über die Fähigkeiten der Arbeitsuchenden bereitstellt. Die direkte Signalwirkung gegenüber Arbeitgebern bleibt hingegen begrenzt – nicht zuletzt wegen der fehlenden formalen Anerkennung des Tests. Insgesamt fungierte MySkills weniger als eigenständige Maßnahme, sondern eher als unterstützendes Instrument im Vermittlungsprozess. Wenn kompetenzbasierte Testverfahren systematisch in die Abläufe der Arbeitsvermittlung integriert werden, können sie helfen, Zugangsbarrieren abzubauen, Fehlentscheidungen zu reduzieren und die Integration benachteiligter Gruppen in den Arbeitsmarkt langfristig zu verbessern. Für eine breitere Wirkung sollten zukünftige Verfahren besser kommuniziert, praxisnäher gestaltet und stärker institutionell verankert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Nivorozhkin, Anton ; Promberger, Markus;
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  • Literaturhinweis

    Die Unverzichtbaren: Menschen in Basisarbeit: Erkenntnisse für eine politische Auseinandersetzung mit ihren Perspektiven und Forderungen in der Transformationsgesellschaft (2025)

    Siebert, Johanna; Buchstab, Mara;

    Zitatform

    Siebert, Johanna & Mara Buchstab (2025): Die Unverzichtbaren: Menschen in Basisarbeit. Erkenntnisse für eine politische Auseinandersetzung mit ihren Perspektiven und Forderungen in der Transformationsgesellschaft. Berlin: Das Progressive Zentrum, 56 S. DOI:10.5281/zenodo.15590119

    Abstract

    "Sie reinigen Büros, liefern Essen aus, verbauen Autoteile oder räumen Supermarktregale ein. Menschen, deren berufliche Tätigkeiten keine formale Qualifikation erfordern, bilden mit ihrer Arbeit die Basis unserer Gesellschaft. Gleichzeitig werden diese Beschäftigten in un- und angelernten Berufen (Basisarbeiter:innen) in zentralen Reformdebatten weitestgehend übersehen. Unsere Studie möchte das ändern. Sie unternimmt den Versuch einer Vermessung von Basisarbeit im Vergleich zu qualifizierten Tätigkeiten und geht dabei der Frage nach: Was sind die Arbeits- und Lebensrealitäten von Basisarbeiter:innen und wie blicken sie auf ihre eigene Tätigkeit und die Gesellschaft? Angesichts einer sich wandelnden Arbeitswelt, angetrieben von der ökologischen und digitalen Transformation, nimmt die Studie darüber hinaus die demokratiepolitische Relevanz von Arbeit unter die Lupe. Sie fragt: Wie wirken sich unsichere Arbeitsbedingungen in der Basisarbeit, aber auch auf dem gesamten Arbeitsmarkt, auf das Vertrauen in die Demokratie und die Offenheit gegenüber Transformationsprozessen aus? Zur Beantwortung dieser Fragen haben wir ein mehrdimensionales Forschungsdesign, bestehend aus Einzelinterviews, Fokusgruppen und einer quantitativen Meinungsumfrage, gewählt. Die Ergebnisse zeigen: Basisarbeiter:innen sind in ihrer Position auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt. Im Vergleich zu Menschen in qualifizierten Berufen verfügen sie über weniger formelle Anpassungs- und Gestaltungsressourcen, um sich innerhalb einer sich wandelnden Arbeitswelt zurechtzufinden. Gleichzeitig finden ihre Anliegen in Politik und Gesellschaft seltener Gehör. Entsprechend gering ist das Vertrauen in politische Akteure und demokratische Institutionen. Für unsere Demokratie sind Basisarbeiter:innen jedoch in dreierlei Hinsicht unverzichtbar: gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Weiterführende Informationen

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  • Literaturhinweis

    Junge Menschen ohne Berufsabschluss - Verborgenes Fachkräftepotenzial für Rheinland-Pfalz (2025)

    Wydra-Somaggio, Gabriele ; Schorr, Niklas;

    Zitatform

    Wydra-Somaggio, Gabriele & Niklas Schorr (2025): Junge Menschen ohne Berufsabschluss - Verborgenes Fachkräftepotenzial für Rheinland-Pfalz. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland 01/2025), Nürnberg, 36 S. DOI:10.48720/IAB.RERPS.2501

    Abstract

    "Zwischen 2013 und 2022 haben in Rheinland-Pfalz ungefähr 76.000 junge Menschen bis zum Alter von 25 Jahren eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (sv-Beschäftigung) aufgenommen, ohne zuvor einen formalen Berufsabschluss erworben zu haben. Einige dieser Personen beginnen zwar eine Ausbildung, beenden diese aber vorzeitig, also ohne Abschluss. Andere wiederum besuchen Maßnahmen, die gezielt die Berufswahl und Berufsorientierung bzw. die Aktivierung und berufliche Eingliederung unterstützen, ohne jedoch unmittelbar Ausbildungsabschlüsse zu erzielen, so dass das Fachkräftepotenzial dieser ungelernten jungen Menschen nicht genutzt werden kann. Dies bleibt nicht ohne Folgen für die Betriebe, die insbesondere in Rheinland-Pfalz von einem ausgeprägten Fachkräftebedarf betroffen sind. Zudem wirkt sich Ausbildungslosigkeit negativ auf die Erwerbskarrieren der jungen Menschen aus. Vor allem junge Menschen mit einem niedrigen Schulabschluss und mit ausländischer Staatsbürgerschaft weisen ein hohes Risiko auf, dauerhaft ohne Ausbildung zu bleiben. Insgesamt schaffen 33 Prozent von den knapp 39.000 Personen, die zwischen 2013 und 2017 zunächst eine Beschäftigung aufnehmen, es auch bis zum Alter von 34 Jahren nicht, einen Berufsabschluss zu erwerben. Ihre weiteren Erwerbskarrieren sind von geringeren Löhnen, geringen Aufstiegschancen und unsteteren Beschäftigungsverläufen geprägt. Insbesondere Erwerbsverläufe mit einer langen Phase in sv-Beschäftigung oder unsteten Verläufen mit langen Phasen der Unterstützung durch die Berufsagentur für Arbeit (BA) sowie Zeiten außerhalb des Arbeitsmarktes bergen ein hohes Risiko, langfristig ohne Berufsabschluss zu bleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Wydra-Somaggio, Gabriele ; Schorr, Niklas;
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  • Literaturhinweis

    Geringqualifizierte in Hessen – Kompetenzen, Anforderungen und Qualifizierung in Zeiten von Fachkräfteengpässen (2024)

    Burkert, Carola ; Matthes, Britta ;

    Zitatform

    Burkert, Carola & Britta Matthes (2024): Geringqualifizierte in Hessen – Kompetenzen, Anforderungen und Qualifizierung in Zeiten von Fachkräfteengpässen. In: Europäische Akademie der Arbeit (Hrsg.) (2024): Jahrbuch 87. Lehrgang 2022/2023, S. 22-23, 2024-03-04.

    Abstract

    "Angesichts der steigenden Zahl offener Stellen für Helfertätigkeiten von rund 9.700 in 2018 auf 11.000 in 2022 (Statistik der Bundesagentur für Arbeit 2023) kann man auf dem deutschen Arbeitsmarkt nicht nur von einem Fachkräftemangel, sondern einem Arbeitskräftemangel sprechen. Wenn man davon ausgeht, dass Helfertätigkeiten überwiegend von Geringqualifizierten ausgeübt werden, stellen also Personen ohne formalen Berufsabschluss ein Arbeitskräftepotenzial dar, welches dazu beitragen kann, den Arbeitskräftebedarf zu decken. Wir zeigen, dass ein Teil der Geringqualifizierten Tätigkeiten erledigt, für die typischerweise eine berufliche oder sogar eine akademische Ausbildung erforderlich ist. Insofern könnten Geringqualifizierte auch dazu beitragen, Fachkräfteengpässe zu reduzieren. Klar ist, dass dazu die Anstrengungen verstärkt werden müssen, um diese Fachkräftepotenziale durch Qualifizierung zu heben. Bislang wird diese Personengruppe allerdings nur unzureichend von Fort- und Weiterbildungsangeboten erreicht." (Textauszug, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Burkert, Carola ; Matthes, Britta ;
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  • Literaturhinweis

    Impact evaluation of a new counselling and support programme for unemployed with multiple placement obstacles (2024)

    Böheim, René ; Eppel, Rainer ; Mahringer, Helmut;

    Zitatform

    Böheim, René, Rainer Eppel & Helmut Mahringer (2024): Impact evaluation of a new counselling and support programme for unemployed with multiple placement obstacles. In: International Journal of Social Welfare, Jg. 33, H. 4, S. 995-1011. DOI:10.1111/ijsw.12657

    Abstract

    "We analyzed a new counselling and support program for people with lowemployment prospects in Austria. The Austrian Public Employment Service introduced regional pilots to investigate whether a new counselling strategycould improve labor market outcomes for this group. Eligible unemployed individuals could opt for third-party counselling and support, access a widerange of low-threshold services, and focus on personal stability rather than jobplacement. The goal was to achieve similar or even better labor market out-comes at lower cost. By comparing pilot and control regions, we found that introducing the offer resulted in higher costs without improving labour market outcomes." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Do temporary help agencies help? Employment transitions for low-skilled workers (2024)

    Carrasco, Raquel ; Gálvez-Iniesta, Ismael ; Jerez, Belén ;

    Zitatform

    Carrasco, Raquel, Ismael Gálvez-Iniesta & Belén Jerez (2024): Do temporary help agencies help? Employment transitions for low-skilled workers. In: Labour Economics, Jg. 90. DOI:10.1016/j.labeco.2024.102586

    Abstract

    "We investigate the impact of working for a temporary help agency (THA) compared to being directly hired on the employment transitions of low-skilled male temporary workers aged 20 to 45. Using data from Spanish administrative records, we employ competing risk discrete-time duration models to analyze multiple temporary employment spells. Our analysis reveals the importance of accounting for short-duration dependence and workers’ unobserved heterogeneity. We find that, across all durations, agency workers are more likely to transition either to unemployment or to a new THA contract than their direct-hire counterparts. Transitions to permanent positions, although infrequent in our sample, are also more likely for agency workers. Our qualitative findings hold when unobserved heterogeneity is not controlled for. However, this model underestimates the effect of agency contracts on the risk of entering unemployment and overestimates the impact on the probability of re-entering THA. This suggests that positive self-selection plays a relevant role in explaining the higher persistence of THA employment, but not the associated higher risk of unemployment." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 Elsevier) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Polarization of employment and wages in China (2024)

    Fleisher, Belton M.; Su, Yaqin ; Zhao, Min Qiang ; McGuire, William H.;

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    Fleisher, Belton M., William H. McGuire, Yaqin Su & Min Qiang Zhao (2024): Polarization of employment and wages in China. In: Economics of Transition and Institutional Change, Jg. 32, H. 1, S. 49-71. DOI:10.1111/ecot.12378

    Abstract

    "In China, between 1995 and 2018, the proportion of workers employed in unskilled job categories grew, while the share holding middle-skilled jobs declined. The resulting income polarization magnified a major redistribution of wages within job categories, which is not only the main component of total income inequality but is also the driving factor contributing to changes in total income inequality over the 1995–2018 period. Our counterfactual simulation results support our conjecture that the large employment shift from middle-skilled to unskilled jobs reflects the adoption of labor-saving technologies and the response to increased demand for services. We believe that our study sheds light on similar transformations in other developing economies." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Regionale Verteilung der Niedrigqualifizierten in Deutschland (2024)

    Geis-Thöne, Wido;

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    Geis-Thöne, Wido (2024): Regionale Verteilung der Niedrigqualifizierten in Deutschland. In: IW-Trends, Jg. 51, H. 1, S. 75-95. DOI:10.2373/1864-810X.24-01-10

    Abstract

    "In Deutschland konzentrieren sich die Niedrigqualifizierten sehr stark auf die städtischen Bereiche. So war der Anteil der Personen ohne Abschluss einer mindestens zweijährigen beruflichen oder hochschulischen Ausbildung an den 25- bis 64-Jährigen im Jahr 2019 in den Großstädten mit über 100.000 Einwohnern mit 20,8 Prozent nahezu doppelt so hoch wie in den kleinen Gemeinden mit unter 5.000 Einwohnern mit 10,7 Prozent. Ein regionaler Schwerpunkt liegt dabei im Ruhrgebiet, wo die Raumordnungsregion Emscher-Lippe sogar auf einen Wert von 26,8 Prozent kommt. Hingegen sind die Anteile im Osten Deutschlands sehr niedrig. Sowohl das Stadt-Land-Gefälle als auch das West-Ost-Gefälle gehen vorwiegend auf Unterschiede bei der Zuwanderung zurück. Nur rund die Hälfte der Niedrigqualifizierten im Alter zwischen 25 und 64 Jahren ist in Deutschland geboren. Im Ruhrgebiet kommt eine starke Zuwanderung Niedrigqualifizierter mit vielen im deutschen Bildungssystem gescheiterten Personen zusammen. Dabei bilden die betroffenen Personen insbesondere auch im Hinblick auf ihre Perspektiven am Arbeitsmarkt und gegebenenfalls bestehende Unterstützungsbedarfe keine homogene Gruppe. Besonders vulnerabel sind diejenigen, die neben dem fehlenden berufsqualifizierenden Abschluss zudem über keinen Schulabschluss verfügen. Bei ihnen sind die regionalen Unterschiede sogar noch größer. So ist ihr Anteil an der 25- bis 64-jährigen Bevölkerung in den Großstädten mit 4,3 Prozent mehr als dreimal so hoch wie in den kleinen Gemeinden mit 1,4 Prozent." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Early Career Effects of Entering the Labor Market During Higher Education Expansion (2024)

    Göhausen, Johannes; Thomsen, Stephan L. ;

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    Göhausen, Johannes & Stephan L. Thomsen (2024): Early Career Effects of Entering the Labor Market During Higher Education Expansion. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 17487), Bonn, 74 S.

    Abstract

    "We evaluate the labor market effects of an increasing supply of high-skilled labor, resulting from a higher education expansion at established German universities. Exploiting variation in exposure across regions and cohorts, we estimate early career effects for labor market entrants. We find that high-skilled wages decline initially, particularly in non-graduate jobs, but recover over the first five years of experience. Medium-skilled workers are barely affected, while low-skilled workers benefit from higher wage growth in non-routineintensive jobs. We explain the dynamics of the effects by two countervailing mechanisms: immediate supply effects and gradual technology effects through increasing skilled labor demand." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Explaining the training disadvantage of less-educated workers: the role of labor market allocation in international comparison (2024)

    Hornberg, Carla ; Solga, Heike ; Heisig, Jan Paul ;

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    Hornberg, Carla, Jan Paul Heisig & Heike Solga (2024): Explaining the training disadvantage of less-educated workers: the role of labor market allocation in international comparison. In: Socio-economic review, Jg. 22, H. 1, S. 195-222. DOI:10.1093/ser/mwad023

    Abstract

    "Less-educated workers have the lowest participation rates in job-related further training across the industrialized world, but the extent of their disadvantage varies. Using data on 28 high- and middle-income countries, we assess different explanations for less-educated workers’ training disadvantage relative to intermediate-educated workers, with a focus on the role of labor market allocation (i.e. job tasks, other job features and firm characteristics). Shapley decompositions reveal a broadly similar pattern for all countries: differences in labor market allocation between less- and intermediate-educated workers are more important for explaining the training gap than differences in individual learning disposition (i.e. cognitive skills and motivation to learn). Our analysis further suggests that the training gap is related to educational and labor market institutions and that labor market allocation processes play a key role in mediating any institutional ‘effects’. Strong conclusions regarding the role of institutions are hampered by the small country-level sample, however." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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