Die IAB-Stellenerhebung ist die einzige Erhebung in Deutschland, die repräsentativ und statistisch valide die Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Arbeitskräftebedarfs misst.
Diese Betriebsbefragung wird seit 1989 vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Auftrag gegeben. Sie ist die einzige Erhebung in Deutschland, die repräsentativ und statistisch valide die Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Arbeitskräftebedarfs misst und den betrieblichen Rekrutierungsprozess im Detail untersucht. Informationen über die Anzahl an offenen und sofort zu besetzenden Stellen sowie über Such- und Besetzungszeiten und Wege der Rekrutierung von Personal sind sowohl für die Forschung als auch für die Arbeitsmarktpolitik und nicht zuletzt für die Unternehmen/Verwaltungen sowie ihre Verbände von hoher Relevanz. So konnten die Analysen auf Basis dieser Erhebung zum Beispiel wesentlich dazu beitragen, Ursachen und Ausmaß von Engpässen auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu untersuchen. Auf Basis der Ergebnisse aus der Erhebung werden Empfehlungen sowohl an die Betriebe als auch an die Politik abgegeben. Ein Beispiel ist die Frage, wie einem möglichen Fachkräfteengpass entgegengesteuert werden könnte. Konjunkturelle Schwankungen lassen sich dabei ebenso beobachten wie das Verhalten von Betrieben in Wirtschaftskrisen.
Sowohl die Bundesregierung als auch die Europäische Kommission unterstützen diese Erhebung aufgrund ihrer hohen Relevanz für Politik und Wirtschaft. Die Daten sind in der Forschung für verschiedene Fachrichtungen wie beispielsweise für Ökonomen und Soziologen von Interesse und werden bei der Untersuchung vielfältiger Fragestellungen herangezogen.
Die folgende Tabelle zeigt die Teilzeitquote von sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männern und Frauen im Dezember 2024 nach Anforderungsniveaus – also für Helfer, Fachkräfte, Spezialisten und Experten. Die Quoten werden insgesamt und für 14 Berufssegmente ausgewiesen. Die Gesamt-Teilzeitquote liegt bei Männern bei 14,2 Prozent, während Frauen zu 52,4 Prozent in Teilzeit beschäftigt sind – eine Differenz von 38,2 Prozentpunkten. Damit arbeiten Frauen dreimal häufiger in Teilzeit. Dieser grundlegende Unterschied zieht sich durch nahezu alle Berufssegmente und Anforderungsniveaus.
Differenziert nach Qualifikation werden ebenfalls Unterschiede deutlich. Bei Männern zeigt sich ein klares Muster: Je höher das Anforderungsniveau, desto niedriger die Teilzeitquote (Helfer: 32,5 %; Fachkräfte: 17,6 %; Spezialisten: 12,3 %; Experten: 13,0 %). Bei Frauen ist die Teilzeitquote zwar auch bei Helferinnen am höchsten, bleibt aber auf allen Anforderungsniveaus deutlich erhöht (Helfer: 53,8 %; Fachkräfte: 48,1 %; Spezialisten: 37,0 %; Experten: 34,5 %). Bemerkenswert ist, dass selbst hochqualifizierte Frauen (Expertinnen) mit 34,5 Prozent häufiger in Teilzeit arbeiten als männliche Helfer (32,5 %).
Große Geschlechterunterschiede gibt es auch in bestimmten Berufssegmenten. Die größten Differenzen finden sich bei den Handelsberufen (Männer: 18,3 %; Frauen: 60,6 %; Differenz: +42,3 Prozentpunkte), den Reinigungsberufen (Männer: 42,6 %; Frauen: 82,4 %; Differenz: +39,8 Prozentpunkte) und der Unternehmensführung/-organisation (Männer: 13,6 %; Frauen: 46,5 %; Differenz: +32,9 Prozentpunkte). Diese Berufssegmente zeigen, dass strukturelle Faktoren über reine Qualifikation hinausgehen.
In einigen technikorientierten Berufssegmenten kehrt sich das übliche Muster um und Experten arbeiten häufiger Teilzeit als Helfer. Bei den Männern sind dies die Fertigungsberufe (Experten: 12,3 % vs. Helfer: 6,0 %) oder Berufe in der IT/Naturwissenschaft (Experten: 10,1 % vs. Helfer: 6,0 %). Bei den Frauen trifft es für diese Berufssegmente zu: Fertigungsberufe (Expertinnen: 33,6 % vs. Helferinnen: 21,0 %), Fertigungstechnische Berufe (Expertinnen: 26,4 % vs. Helferinnen: 22,3 %) und Berufe in der IT/Naturwissenschaft (Expertinnen: 29,3 % vs. Helferinnen: 27,6 %). Das deutet darauf hin, dass in diesen Bereichen qualifizierte Teilzeitmodelle attraktiver oder besser verfügbar sind. Soziale und kulturelle Dienstleistungsberufe weisen besonders hohe Teilzeitquoten auf: Bei den Männern (41,1 %) wie bei den Frauen (66,1 %) ist es jeweils der zweithöchste Wert. Ebenfalls hoch sind die Quoten in den Medizinischen/Gesundheitsberufen (Männer: 28,5 % und Frauen: 55,6 %). Diese Berufssegmente haben hohe Frauenanteile („Frauenberufe“) und zeigen, dass auch Männer hier überdurchschnittlich oft in Teilzeit arbeiten – allerdings immer noch weit unter dem Frauenanteil.
Fazit: Die Daten zeigen ein persistent hohes Teilzeit-Gender-Gap über alle Qualifikationsniveaus hinweg, mit besonders ausgeprägten Unterschieden in frauentypischen Berufsfeldern. Während bei Männern höhere Qualifikation meist mit Vollzeitarbeit einhergeht, bleibt bei Frauen die Teilzeitquote auch bei hoher Qualifikation erheblich.
Tabelle: Teilzeitquote von sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männern und Frauen nach dem Anforderungsniveau ihrer Tätigkeiten
Berufssegmente
Teilzeitquote Männer
Teilzeitquote Frauen
Insgesamt
Anforderungsniveaus
Insgesamt
Anforderungsniveaus
Helfer
Fachkräfte
Spezialisten
Experten
Helfer
Fachkräfte
Spezialisten
Experten
S11 Land-, Forst- und Gartenbauberufe
16,5
20,1
13,3
15,9
16,3
44,7
45,8
45,2
38,9
42,0
S12 Fertigungsberufe
4,9
6,0
4,0
8,3
12,3
27,7
21,0
29,8
35,6
33,6
S13 Fertigungstechnische Berufe
5,6
10,3
4,8
5,9
6,2
26,8
22,3
27,6
29,6
26,4
S14 Bau- und Ausbauberufe
10,8
16,5
9,5
7,6
11,0
39,8
41,7
46,5
34,6
37,2
S21 Lebensmittel- und Gastgewerbeberufe
28,1
41,4
21,5
10,9
10,6
54,2
63,4
46,1
29,2
28,0
S22 Medizinische u. nicht-medizinische Gesundheitsberufe
28,5
43,6
26,1
26,3
25,0
55,6
66,0
53,6
58,0
50,0
S23 Soziale und kulturelle Dienstleistungsberufe
41,1
59,1
45,6
32,8
40,4
66,1
82,0
69,2
59,3
59,9
S31 Handelsberufe
18,3
60,2
25,0
6,6
3,6
60,6
79,5
65,7
29,9
21,0
S32 Berufe in Unternehmensführung und -organisation
13,6
61,4
14,6
7,9
8,3
46,5
73,3
48,0
34,5
29,5
S33 Unternehmensbezogene Dienstleistungsberufe
12,7
31,9
15,2
10,9
9,8
44,9
60,2
49,2
39,5
34,0
S41 IT- und naturwissenschaftliche Dienstleistungsberufe
Die Arbeitszeitrechnung ist das Schlüsselprodukt zu den geleisteten Arbeitsstunden in Deutschland und liegt den Statistiken zum Arbeitseinsatz zugrunde.
Die IAB-Arbeitszeitrechnung (AZR) ist das Schlüsselprodukt zu den geleisteten Arbeitsstunden in Deutschland und liegt den Statistiken zum Arbeitseinsatz in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zugrunde. Die AZR ist von großer Bedeutung für die umfassende Analyse von Arbeitsmarkttrends sowie von konjunkturellen Entwicklungen. In ihr werden Veränderungen bei den geleisteten Arbeitsstunden aufgrund von tariflichen Vereinbarungen und konjunkturellen Schwankungen mit dem Wandel der Beschäftigtenstruktur und den Erwerbsformen zusammengebracht und ergeben somit ein differenziertes Bild von Umfang, Struktur und Entwicklung der Jahresarbeitszeit der Erwerbstätigen. Ergebnisse und Schätzungen der AZR zu Arbeitszeit und Arbeitsvolumen sind Bestandteil der Kurzfristprojektionen des IAB zum Arbeitsmarkt, die zweimal jährlich als IAB-Kurzbericht erscheinen.
Das Arbeitsvolumen, also die in der Gesamtwirtschaft in Deutschland im Durchschnitt geleisteten Arbeitsstunden, werden konzeptionell in einer differenzierten Komponentenrechnung ermittelt. Das bedeutet, dass Kalendereffekte, tarifliche Vorgaben (Wochenarbeitszeit und Urlaub), konjunkturelle Einflüsse (Kurzarbeit, Überstunden und Arbeitszeitkonten) sowie personenbezogene (Krankenstand und Teilzeit) und sonstige Komponenten (Arbeitskampf und Mehrfachbeschäftigungen) gesondert berücksichtigt werden. Die Daten für diese einzelnen Arbeitszeitkomponenten werden einer Vielzahl von zur Verfügung stehenden amtlichen Statistiken und Erhebungen entnommen. Da sich diese in Periodizität, Erhebungsart und Abdeckungsgrad unterscheiden, wird dies im Berechnungskonzept z.B. über moderne Methoden der Zeitreihenanalyse berücksichtigt. Außerdem ermöglicht die Komponentenrechnung, den Beitrag und die Bedeutung zahlreicher Einzelentwicklungen in einer Gesamtentwicklung aufzuzeigen. Einzelne verlängernde bzw. verkürzende Faktoren können somit einer getrennten Analyse unterzogen werden, in ihrer Wirkung isoliert betrachtet und ihr Einfluss bestimmt werden.
Die vierteljährlich erscheinenden Zeitreihen der AZR zu durchschnittlicher Arbeitszeit und Arbeitsvolumen der Erwerbstätigen sind differenziert verfügbar
für Beschäftigte Arbeitnehmer bzw. Selbstständige und mithelfende Familienangehörige
nach Quartalen seit 1991 bis zum aktuellen Rand
in der sogenannten A21-Gliederung nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ), Ausgabe 2008 (WZ 2008)
für die Beschäftigten unterteilt nach Arbeitszeitkomponenten sowie nach Vollzeit, Teilzeit und Mehrfachbeschäftigungen.
Die Veröffentlichungen werden von Presseinformationen des IAB begleitet.
Darüber hinaus werden die jährlichen Zeitreihen der AZR zu durchschnittlicher Arbeitszeit und Arbeitsvolumen auch nach Geschlecht und Altersgruppen differenziert. Diese Ergebnisse sind frühestens neun Monate nach Ende des jeweiligen Berichtsjahres verfügbar.
Anmerkungen zur Datenrevision im Rahmen der Sommerrechnung 2025:
Im Rahmen der Revision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen des Statistischen Bundesamtes für den Zeitraum ab 2021 (Sommerrechnung) hat das IAB seine Arbeitszeitrechnung weiterentwickelt. Dabei wurden neue Daten und Methoden berücksichtigt und die Berechnungen für den Zeitraum ab 2021 entsprechend neu vorgenommen.
Durchschnittliche Arbeitszeit und ihre Komponenten in Deutschland
Tabelle2
2016
2017
2018
2019
2020
2021
2022
2023
2024
2025
Beschäftigte Arbeitnehmer
Beschäftigte Arbeitnehmer, in 1000
39,326
39,997
40,649
41,145
40,927
41,097
41,767
42,148
42,283
42,316
Veränderung gegen Vorjahr, in Prozent
+ 1.6
+ 1.7
+ 1.6
+ 1.2
- 0.5
+ 0.4
+ 1.6
+ 0.9
+ 0.3
+ 0.1
Vollzeit, in 1000
24,281
24,613
24,998
25,238
25,134
25,231
25,517
25,633
25,573
25,432
Veränderung gegen Vorjahr, in Prozent
+ 1.1
+ 1.4
+ 1.6
+ 1.0
- 0.4
+ 0.4
+ 1.1
+ 0.5
- 0.2
- 0.6
Teilzeit, in 1000
15,045
15,384
15,651
15,907
15,793
15,866
16,250
16,515
16,710
16,884
Veränderung gegen Vorjahr, in Prozent
+ 2.3
+ 2.3
+ 1.7
+ 1.6
- 0.7
+ 0.5
+ 2.4
+ 1.6
+ 1.2
+ 1.0
Teilzeitquote, in Prozent
38.3
38.5
38.5
38.7
38.6
38.6
38.9
39.2
39.5
39.9
Veränderung gegen Vorjahr, in Prozentpunkten
+ 0.3
+ 0.2
+ 0.0
+ 0.2
- 0.1
+ 0.0
+ 0.3
+ 0.3
+ 0.3
+ 0.4
Mehrfachbeschäftigte 1), in 1000
3,541
3,684
3,841
4,001
3,937
4,058
4,309
4,492
4,595
4,680
Potenzielle Arbeitstage, in Tagen
251.7
248.8
248.9
248.8
252.5
253.3
251.8
249.4
249.8
249.1
Veränderung gegen Vorjahr, in Tagen
+ 0.1
- 2.9
+ 0.1
- 0.1
+ 3.7
+ 0.8
- 1.5
- 2.4
+ 0.4
- 0.7
Wochenarbeitszeit Vollzeit, in Stunden
38.19
38.21
38.20
38.19
38.20
38.20
38.20
38.19
38.19
38.19
Veränderung gegen Vorjahr, in Stunden
- 0.03
+ 0.02
- 0.01
- 0.01
+ 0.01
+ 0.01
- 0.00
- 0.01
- 0.00
- 0.00
Wochenarbeitszeit Teilzeit, in Stunden
17.11
17.32
17.48
17.65
17.87
17.94
18.07
18.25
18.47
18.66
Veränderung gegen Vorjahr, in Stunden
+ 0.22
+ 0.21
+ 0.16
+ 0.16
+ 0.23
+ 0.07
+ 0.13
+ 0.18
+ 0.22
+ 0.19
Wochenarbeitszeit (alle Beschäftigten), in Stunden
30.12
30.17
30.22
30.25
30.36
30.38
30.37
30.38
30.40
30.40
Urlaub und sonstige Freistellungen, in Tagen
31.0
31.0
31.0
31.0
32.5
32.2
31.9
31.0
31.0
31.0
Krankenstand der Personen, in Prozent
4.29
4.25
4.25
4.40
4.44
4.43
5.87
6.07
5.93
5.86
Krankenstand in Arbeitstagen
10.8
10.6
10.6
10.9
11.2
11.2
14.8
15.2
14.8
14.6
Bezahlte Überstunden je Arbeitnehmer, in Stunden
23.2
21.3
20.0
17.1
14.0
14.4
18.4
13.4
12.0
11.6
Bezahltes Überstundenvolumen, in Millionen Stunden
913.0
852.1
811.8
702.2
573.9
591.8
767.5
565.0
505.4
491.0
Unbezahlte Überstunden je Arbeitnehmer, in Stunden
23.8
23.4
23.0
21.7
18.1
21.7
19.6
18.8
16.5
15.6
Unbezahltes Überstundenvolumen, in Millionen Stunden
935.4
937.3
936.1
893.1
740.9
893.7
816.6
791.7
697.9
659.2
Saldenveränderung Arbeitszeitkonten, in Stunden
+ 1.2
+ 2.3
- 3.1
- 3.9
- 8.3
- 0.5
- 3.0
+ 0.1
- 1.8
- 0.8
Kurzarbeiter, in 1000
127.8
113.5
117.6
145.3
2,938.5
1,851.7
425.5
240.8
298.1
302.9
Arbeitsausfall je Kurzarbeiter, in Prozent
40.7
45.3
41.0
36.0
40.6
48.0
39.5
33.2
31.3
33.1
Ausfallvolumen, in Millionen Stunden
72.1
70.3
65.8
71.2
1,637.4
1,222.7
225.7
106.2
124.1
133.3
Kurzarbeitereffekt, in Stunden
1.8
1.8
1.6
1.7
40.0
29.8
5.4
2.5
2.9
3.1
Schlechtwetter-/Arbeitskampfeffekt, in Stunden
0.1
0.0
0.2
0.0
0.0
0.1
0.1
0.2
0.1
0.1
Ausgleich für Kalendereinflüsse, in Stunden
- 3.5
+ 7.6
+ 7.3
+ 7.0
- 7.4
- 10.4
- 4.6
+ 4.5
+ 3.1
+ 5.9
Arbeitszeit Vollzeit, in Stunden
1,652.9
1,646.0
1,636.7
1,626.1
1,558.8
1,595.5
1,596.4
1,593.3
1,588.5
1,587.7
Veränderung gegenüber Vorjahr, in Prozent
- 0.4
- 0.4
- 0.6
- 0.6
- 4.1
+ 2.4
+ 0.1
- 0.2
- 0.3
- 0.1
Arbeitsvolumen, in Millionen Stunden
40,135
40,512
40,914
41,039
39,180
40,255
40,736
40,841
40,624
40,377
Veränderung gegenüber Vorjahr, in Prozent
+ 0.7
+ 0.9
+ 1.0
+ 0.3
- 4.5
+ 2.7
+ 1.2
+ 0.3
- 0.5
- 0.6
Arbeitszeit Teilzeit, in Stunden
749.5
755.4
758.1
760.8
743.9
754.2
760.1
766.3
774.3
781.8
Veränderung gegenüber Vorjahr, in Prozent
+ 0.9
+ 0.8
+ 0.4
+ 0.4
- 2.2
+ 1.4
+ 0.8
+ 0.8
+ 1.0
+ 1.0
Arbeitsvolumen, in Millionen Stunden
11,276
11,621
11,865
12,102
11,748
11,966
12,351
12,656
12,938
13,201
Veränderung gegenüber Vorjahr, in Prozent
+ 3.2
+ 3.1
+ 2.1
+ 2.0
- 2.9
+ 1.9
+ 3.2
+ 2.5
+ 2.2
+ 2.0
Arbeitszeit in Nebenjobs, in Stunden
305.5
296.4
295.3
297.8
279.5
285.3
290.9
286.1
285.6
287.1
Arbeitsvolumen, in Millionen Stunden
1,082
1,092
1,134
1,191
1,100
1,158
1,254
1,285
1,312
1,344
Nebenerwerbstätigkeitseffekt, in Stunden
27.5
27.3
27.9
29.0
26.9
28.2
30.0
30.5
31.0
31.8
Arbeitszeit einschl. Nebenjobs, in Stunden
1,334.8
1,330.7
1,326.3
1,320.5
1,271.2
1,298.8
1,301.0
1,299.8
1,297.8
1,297.9
Veränderung gegenüber Vorjahr, in Prozent
- 0.2
- 0.3
- 0.3
- 0.4
- 3.7
+ 2.2
+ 0.2
- 0.1
- 0.2
+ 0.0
Arbeitsvolumen, in Millionen Stunden
52,493
53,225
53,913
54,333
52,028
53,379
54,340
54,782
54,874
54,921
Veränderung gegenüber Vorjahr, in Prozent
+ 1.3
+ 1.4
+ 1.3
+ 0.8
- 4.2
+ 2.6
+ 1.8
+ 0.8
+ 0.2
+ 0.1
Nachrichtlich: Arbeitstage-Effekt, in Prozent
+ 0.0
- 1.2
+ 0.0
- 0.0
+ 1.5
+ 0.3
- 0.6
- 0.9
+ 0.1
- 0.3
Tägliche Arbeitszeit, in Prozent
- 0.3
+ 0.9
- 0.4
- 0.4
- 5.2
+ 1.9
+ 0.8
+ 0.9
- 0.3
+ 0.3
Erwerbstätige
Personen, in 1000
43,686
44,290
44,878
45,291
44,966
45,041
45,629
45,935
45,987
45,982
Veränderung gegen Vorjahr, in Prozent
+ 1.3
+ 1.4
+ 1.3
+ 0.9
- 0.7
+ 0.2
+ 1.3
+ 0.7
+ 0.1
- 0.0
Arbeitszeit, in Stunden
1,395.8
1,388.2
1,380.7
1,372.0
1,313.6
1,341.2
1,343.4
1,338.8
1,334.4
1,332.2
Veränderung gegenüber Vorjahr, in Prozent
- 0.4
- 0.5
- 0.5
- 0.6
- 4.3
+ 2.1
+ 0.2
- 0.3
- 0.3
- 0.2
Arbeitsvolumen, in Millionen Stunden
60,978
61,484
61,964
62,141
59,066
60,410
61,297
61,496
61,364
61,259
Veränderung gegenüber Vorjahr, in Prozent
+ 0.9
+ 0.8
+ 0.8
+ 0.3
- 4.9
+ 2.3
+ 1.5
+ 0.3
- 0.2
- 0.2
Quelle: Berechnungen des IAB (Quelle für Arbeitnehmer insgesamt und Erwerbstätige: Statistisches Bundesamt), Änderung der Zeitreihen ab 1991 im Rahmen der Generalrevision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen des Statistischen Bundesamtes im August 2024.
1) Mehrfachbeschäftigte sind Personen, die zeitgleich in mehr als einem Beschäftigungsverhältnis stehen. Dies können z.B. sein: Beschäftigte mit mindestens einer weiteren sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung bzw. geringfügigen Beschäftigung.
2) Die schrittweise Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab 1.1.2022 führt nach Angaben des Bundesgesundheitsministerium zu einer vollständigerer Erfassung der Arbeitsunfähigkeit bei weniger schweren Fällen, da zuvor versichertenseitig wenig Anreiz bestand, kurze Arbeitsunfähigkeiten an Krankenkasse zu melden.
Tabellen zur Entwicklung der saison- und kalenderbereinigten Vierteljahresergebnisse von Erwerbstätigkeit, Arbeitszeit und Arbeitsvolumen können im Internet auf den Seiten des Statistischen Bundesamtes kostenfrei heruntergeladen werden (www.destatis.de - Fachserie 18, Reihe 1.3, 2.1.10). Stand: Februar 2026
Die Arbeitsagenturen schätzen ein, inwieweit die Besetzung offener Stellen durch begrenzt verfügbare Arbeitskräfte erschwert wird.
Neben der Entwicklung von Arbeitslosigkeit und Beschäftigung schätzen die Arbeitsagenturen in der Befragung auch ein, inwieweit die Besetzung offener Stellen in ihrem Agenturbezirk durch begrenzt verfügbare Arbeitskräfte erschwert wird. Folgende Antwortmöglichkeiten werden in ein metrisches System überführt:
Nein, nicht wesentlich
Ja, in begrenztem Umfang
Ja, in größerem Umfang
Ja, in erheblichem Umfang
Der Mittelwert aus allen Antworten bildet den Arbeitskräfteknappheits-Index. Er ist auf einer Skala von 0 bis 10 definiert, wobei höhere Werte eine größere Arbeitskräfteknappheit beim Stellenbesetzungsprozess signalisieren.
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert.
IAB-Arbeitsmarktbarometer für Februar 2026
Zeitreihe des IAB-Arbeitsmarktbarometer von 2015 bis Februar 2026
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt im Februar das erste Mal seit einem halben Jahr wieder in den negativen Bereich. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sinkt im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Punkte auf nun 99,5 Punkte und unterschreitet damit erstmals seit Juli 2025 wieder die neutrale Marke von 100 Punkten. Das European Labour Market Barometer verliert geringfügig und liegt wie bereits im Vormonat ebenfalls unter 100 Punkten.
Die Komponente zur Vorhersage der Beschäftigung in Deutschland verbleibt im Vergleich zum Vormonat konstant bei 100,4 Punkten. Sie liegt damit weiterhin im leicht positiven Bereich. „Immerhin behauptet sich die Gesamtbeschäftigung, die Entwicklung wird aber durch die Industriekrise belastet: Das Verarbeitende Gewerbe verliert derzeit 15.000 sozialversicherungspflichtige Jobs im Monat“, konstatiert Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ am IAB. Maschinenbau und Automobilindustrie zählen bei je 60 Prozent der Arbeitsagenturen zu den drei Branchen, für die mit dem stärksten Beschäftigungsabbau gerechnet wird. Nachdem die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit in den vergangenen Monaten stetig zurückgegangen ist, fällt sie nun im Vergleich zum Vormonat nochmals deutlich um 1,0 Punkte auf 98,5 Punkte. Die Erwartungen sind laut Weber eingetrübt: „Die Perspektive auf einen Abbau der Arbeitslosigkeit ist derzeit verlorengegangen.“
Das European Labour Market Barometer geht im Februar zum dritten Mal in Folge leicht zurück. Der Frühindikator des Europäischen Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen und des IAB sinkt im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 99,6 Punkte. Die Beschäftigungskomponente liegt nach einem Minus von 0,1 Punkten mit 100,1 Punkten nur noch minimal im positiven Bereich. Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit entfernt sich mit einem 0,3 Punkte-Rückgang weiter von der Stabilitätsmarke und fällt auf 99,1 Punkte. „Die europäischen Arbeitsmärkte verlieren etwas an Boden. Der Anlauf aus dem Herbst hat für eine Erholung noch nicht gereicht“, berichtet Weber.
Datengrundlage
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein seit November 2008 bestehender Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert.
Das European Labour Market Barometer ist ein monatlicher Frühindikator, der auf einer seit Juni 2018 gemeinsam von den 18 Arbeitsverwaltungen und dem IAB durchgeführten Befragung unter den lokalen oder regionalen Arbeitsagenturen der teilnehmenden Länder basiert. Dazu zählen: Belgien (Deutschsprachige Gemeinschaft, Wallonien), Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Island, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, die Schweiz, Spanien und Zypern.
Während Komponente A des IAB-Arbeitsmarktbarometers und des European Labour Market Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung. Der Mittelwert aus diesen beiden Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert der beiden Barometer. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala der Barometer reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).
Im Dezember 2025 hatte das Wetter einen senkenden Einfluss auf die Arbeitslosigkeit. Sie fällt aufgrund der relativ milden Witterung um ca. 6.000 Personen geringer aus.
Der Schneefall führt zwar noch nicht zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit von Januar auf Februar, aber die Entlastung ist nur noch gering und liegt bei weniger als 1.000 Personen. Damit beläuft sich der Wettereffekt auf die Arbeitslosigkeit insgesamt auf ca. -8.000 Personen.
Quelle: Berechnungen des IAB, Deutscher Wetterdienst, Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Frauen in Deutschland verdienen im Schnitt weniger als Männer. Weniger bekannt ist, dass sich der sogenannte Gender-Pay-Gap zwischen einzelnen Regionen deutlich unterscheidet. So verdienten im Jahr 2024 vollzeitbeschäftigte Männer im Bodenseekreis 37 Prozent mehr als vollzeitbeschäftigte Frauen, in Dessau-Roßlau 1,6 Prozent weniger. Eine wichtige Erklärung bieten regionale Geschlechterunterschiede in den ausgeübten Berufen und in der Betriebsstruktur vor Ort.
Die Lohnentwicklung ist eine zentrale Größe zur Charakterisierung der Arbeitsmarktentwicklung. Der IAB-Lohnmonitor basiert auf der Online-Personen-Befragung IAB-OPAL und beleuchtet die Lohnentwicklung.
Die Lohnentwicklung ist eine zentrale Größe zur Charakterisierung der Arbeitsmarktentwicklung. Der IAB-Lohnmonitor beleuchtet die Lohnentwicklung in Deutschland. Er basiert auf der hochfrequenten IAB-Online-Personenbefragung „Arbeiten und Leben in Deutschland“ (IAB-OPAL), die arbeitsmarktbezogene Themen abfragt. Es handelt sich um eine Befragung von je circa 7.500 Personen im erwerbsfähigen Alter (18 – 65 Jahre), die mehrmals im Jahr durchgeführt wird.
Stundenlöhne können damit nach Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Ausbildung und Erwerbsumfang auch nach Quantilen ausgewertet werden. Auf Basis der Befragung lassen sich so zeitnahe Aussagen über die Entwicklung der Lohnungleichheit treffen. Ein Vorteil der Daten zum Beispiel gegenüber der Verdiensterhebung ist, dass bei IAB-OPAL auch der Haushaltskontext vorhanden ist. So können zum Beispiel Einkommen in Haushalten mit oder ohne Kinder verglichen werden. Ein Vorteil gegenüber Prozessdaten (wie dem SIAB das IAB) ist, dass die Löhne nicht an der Beitragsbemessungsgrenze zensiert sind und Arbeitszeiten abgefragt werden.
Tabelle 1: Stundenlöhne insgesamt
Werte gerundet auf 2 Nachkommastellen
Jahr
2023
2024
2025
Quartal
IV
I
II
III
IV
I
II
2. Halbjahr
Dezil
1
13,00
13,50
13,50
13,86
14,50
14,52
14,50
15,00
2
15,25
16,00
15,88
16,36
17,32
17,32
17,13
17,32
3
17,32
18,00
18,00
18,48
19,19
19,63
19,16
19,59
4
19,20
19,80
20,02
20,30
21,00
21,50
21,00
21,70
5
21,12
21,81
22,00
22,50
23,09
23,67
23,28
23,98
6
23,50
24,00
24,43
24,87
25,40
26,00
25,94
26,27
7
26,16
27,24
27,50
28,00
28,58
29,23
28,87
29,61
8
30,39
31,41
31,76
31,79
32,33
33,31
32,99
33,41
9
37,07
37,58
37,56
38,00
38,49
39,26
39,84
39,68
Quelle: IAB-Online-Personenbefragung „Arbeiten und Leben in Deutschland“ (IAB-OPAL), IAB-Lohnmonitor
Tabelle 2: Stundenlöhne Durchschnitt
Werte gerundet auf 2 Nachkommastellen
Jahr
2023
2024
2025
Quartal
IV
I
II
III
IV
I
II
2. Halbjahr
Insgesamt
23,54
24,05
24,27
24,66
25,18
25,70
25,61
25,88
Geschlecht
Männer
25,71
26,37
26,39
27,07
27,35
27,72
27,80
28,45
Frauen
21,12
21,53
22,03
21,99
22,82
23,45
23,15
23,04
Haushaltstyp
Männer
keine Kinder
24,26
25,32
25,09
25,95
25,97
26,39
26,40
26,95
mit Kinder
27,85
27,89
28,34
28,65
29,20
29,74
29,91
30,61
Frauen
keine Kinder
20,92
21,19
21,82
21,86
22,68
23,32
22,84
22,90
mit Kinder
21,43
22,03
22,36
22,21
23,07
23,65
23,64
23,28
Arbeitszeit
Vollzeit
24,81
25,26
25,68
25,96
26,51
27,04
27,08
27,31
Teilzeit
20,30
20,77
20,72
21,20
21,76
22,31
21,94
22,16
Qualifikation
Keine Daten vorhanden
Kein Berufs-abschluss
15,68
16,21
16,46
16,91
17,53
18,71
17,61
18,05
Berufs-
ausbildung/ Abitur
21,65
22,24
22,62
23,26
23,69
24,06
24,04
24,42
Keine Daten vorhanden
Hochschul-abschluss
30,02
29,94
30,05
29,72
30,45
30,98
31,16
30,92
Altersgruppen
unter 25
16,02
15,59
16,17
16,26
17,08
17,82
17,74
18,34
ab 25 bis 39
23,56
23,44
24,11
24,30
24,73
25,49
25,21
25,33
ab 40 bis 54
24,52
25,20
25,38
25,74
26,21
26,60
26,86
27,11
ab 55
24,16
25,54
25,25
26,05
26,38
26,45
26,38
26,82
Neu/Bestand*
Bestehende Beschäftigung
Keine Daten vorhanden
23,87
24,23
24,51
24,93
25,47
25,73
25,83
Neu
begonnene Beschäftigung
Keine Daten vorhanden
19,62
20,51
22,13
24,27
23,83
22,04
21,98
* Gleitende Durchschnitte über aktuelles und vorhergehendes Quartal, um ausreichende Fallzahlen zu garantieren.
Quelle: IAB-Online-Personenbefragung „Arbeiten und Leben in Deutschland“ (IAB-OPAL), IAB-Lohnmonitor
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