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Presseinformation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vom 08.06.2026

IAB-Stellenerhebung: 1,15 Millionen offene Stellen im ersten Quartal 2026

Gegenüber dem Vorquartal liegt die Zahl der offenen Stellen um 105.800 oder rund 8 Prozent niedriger. Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 sank sie um 23.800 beziehungsweise rund 2 Prozent. „Die Arbeitskräftenachfrage stagniert damit im ersten Quartal 2026 weiterhin auf einem niedrigen Niveau“, so IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis. Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer regelmäßigen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

In Westdeutschland waren im ersten Quartal 2026 919.000 offene Stellen zu besetzen, in Ostdeutschland 234.200. Insgesamt waren damit rund 79 Prozent der Stellen sofort zu besetzen, das heißt sie waren zu diesem Zeitpunkt bereits unbesetzt.

Bundesweit kamen auf 100 von den Betrieben ausgeschriebene offene Stellen durchschnittlich 264 arbeitslos gemeldete Personen. Das sind 13 Arbeitslose mehr als noch im Vorjahresquartal sowie 33 Arbeitslose mehr als im Vorquartal. Der Anstieg der Arbeitslosen-Stellen-Relation gegenüber dem Vorquartal ist sowohl Folge des Rückgangs der offenen Stellen als auch einer gestiegenen Zahl von Arbeitslosen. Die Arbeitslosen-Stellen-Relation lag damit im ersten Quartal 2026 in Ostdeutschland bei durchschnittlich 301, in Westdeutschland bei 254 arbeitslos gemeldeten Personen pro 100 offene Stellen. Je höher diese Relation, desto leichter ist es für Arbeitgeber, offene Stellen zu besetzen und desto schwieriger für Arbeitsuchende, eine neue Stelle zu finden. „Das aktuelle Verhältnis von Arbeitslosen zu offenen Stellen spiegelt einen nach wie vor schwachen Arbeitsmarkt wider. Gleichzeitig gibt es zum Teil erhebliche berufs- und anforderungsspezifische Passungsprobleme. So erforderten im vierten Quartal 2025 lediglich 24 Prozent der offenen Stellen keinen Berufsabschluss, also rund 304.700. Zur gleichen Zeit suchte mit 2,23 Millionen Personen fast die Hälfte der Arbeitssuchenden (48 %) nur im sogenannten Helferbereich eine neue Beschäftigung“, so Kubis.

Das IAB untersucht mit der IAB-Stellenerhebung seit 1989 das gesamte Stellenangebot, also auch jene Stellen, die den Arbeitsagenturen nicht gemeldet werden. Im ersten Quartal 2026 lagen Antworten von 9.342 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche vor. Die Zeitreihen zur Zahl der offenen Stellen auf Basis der IAB-Stellenerhebung sind unter https://iab.de/das-iab/befragungen/iab-stellenerhebung/aktuelle-ergebnisse/ online veröffentlicht. Ein ergänzender Beitrag im IAB-Forum ist unter https://iab-forum.de/online-medien-sind-bei-der-personalsuche-auf-dem-vormarsch/ verfügbar. Der IAB-Monitor Arbeitskräftebedarf ist unter https://www.iab-forum.de/tag/iab-monitor-arbeitskraeftebedarf/ abrufbar und wird laufend aktualisiert.