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Presseinformation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vom 02.06.2026

Zahl der Erwerbstätigen nimmt ab, doch ihre Arbeitszeit steigt

Die Zahl der Erwerbstätigen sank im ersten Quartal 2026 um 160.000 auf 45,64 Millionen Personen. Die Stundenproduktivität verzeichnete im selben Zeitraum einen Anstieg von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Dies geht aus der am Dienstag veröffentlichten Arbeitszeitrechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten erhöhte sich im ersten Quartal 2026 um 0,9 Prozent, die der Vollzeitbeschäftigten hingegen sank um 1,0 Prozent. Die Teilzeitquote legte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,4 Prozentpunkte auf 40,1 Prozent hinzu und überschreitet erstmals in einem ersten Quartal die 40-Prozent-Marke. „Weniger Erwerbstätige arbeiten mehr. 270.000 Vollzeitjobs sind verloren gegangen und dafür nur 150.000 Teilzeitjobs dazugekommen. Aber in Teilzeit wird immer länger gearbeitet, Minijobs gehen weiter zurück“, erklärt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

Die tarifliche beziehungsweise betriebsübliche Wochenarbeitszeit aller beschäftigten Arbeitnehmenden stieg minimal gegenüber dem Vorjahresquartal und lag insgesamt bei 30,42 Stunden. Während sie bei Vollzeitbeschäftigten mit 38,15 Stunden nahezu konstant blieb, stieg die Wochenarbeitszeit bei Teilzeitbeschäftigten um 0,3 Stunden auf 18,88 Stunden an. 

Die Arbeitszeit pro Erwerbstätigen stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,3 Prozent auf 344,2 Stunden im ersten Quartal 2026. Gegenüber dem Vorquartal sank sie saison- und kalenderbereinigt aber um 0,2 Prozent.

Das Arbeitsvolumen sank gegenüber dem Vorjahresquartal minimal und lag im ersten Quartal 2026 bei 15,7 Milliarden Stunden. Saison- und kalenderbereinigt zeigt sich eine Abnahme um 0,2 Prozent zum Vorquartal.

Der Krankenstand lag im ersten Quartal 2026 mit 6,1 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres mit 6,5 Prozent. Nach ersten vorläufigen Hochrechnungen ist die Kurzarbeit im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 91.000 Personen auf nun 438.000 Personen gesunken.

Eine Tabelle zur Entwicklung der Arbeitszeit steht im Internet unter https://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/tab_az2601.xlsx  zur Verfügung. Eine lange Zeitreihe mit den Quartals- und Jahreszahlen ab 1991 ist unter https://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/AZ_Komponenten.xlsx abrufbar.

Weitere Informationen zur Verbreitung von bezahlten und unbezahlten Überstunden sind unter https://doku.iab.de/aktuell/2014/aktueller_bericht_1407.pdf zu finden.