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Um den Fach- und Arbeitskräftemangel in Deutschland in den Griff zu bekommen, braucht es insbesondere eine Revision der Anreize zur Erwerbstätigkeit.

Um den Fach- und Arbeitskräftemangel in Deutschland in den Griff zu bekommen, braucht es insbesondere eine Revision der Anreize zur Erwerbstätigkeit. Zwar spielen Sinnhaftigkeit und Zweck von Arbeit in der Wissensgesellschaft eine immer wichtigere Rolle, dennoch hebelt der Kontext von „New Work“ die grundlegenden ökonomischen Gesetze nicht aus: Arbeit muss sich finanziell lohnen. Stellschrauben wie die Partizipationsquote von Frauen, allen voran Müttern, auf dem Arbeitsmarkt, Hinzuverdienstregelungen und Minijobs, das Steuer- und Transfersystem, die Frage von Lebensarbeitszeit und Renteneintrittsalter sowie der Faktor Migration werden in dieser Tagung in Bezug auf die Attraktivität von Arbeit analysiert. Sie sind herzlich dazu eingeladen, mitzudiskutieren.

Was bedeuten Innovation und Transformation für den Standort Deutschland, für Unternehmen und Geschäftsmodelle und für Nachhaltigkeit und Digitalisierung?

Der 6. Wirtschafts- und Wissenschaftskongress #NUEdialog findet am 14. November 2024 statt. Die in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal angebotene Veranstaltung #NUEdialog widmet sich dem Fokusthema „Innovation und Transformation“.

Die Veranstaltung wird auf die folgenden Fragestellungen eingehen: Was bedeuten Innovation und Transformation für den Standort Deutschland, für Unternehmen und Geschäftsmodelle und natürlich auch für Nachhaltigkeit und Digitalisierung? In sechs Panels werden Forschungsergebnisse aus der FAU WiSo präsentiert und mit Wirtschaft, Verwaltung und Politik diskutiert.

Der Workshop soll eine Gelegenheit bieten, qualitative Forschung zur Beratung und Betreuung vulnerabler Personen aus unterschiedlichen Themenfeldern in Austausch zu bringen.

In vielen Feldern sozialstaatlichen Wirkens existieren etablierte und elaborierte Formen des Beratens, Betreuens und Begleitens. Diese richten sich unter anderem an Personen, denen Vulnerabilität zugeschrieben wird. Wir verstehen Vulnerabilität als eine Zuschreibung, die sich aus einer Kombination aus gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Barrieren und fehlenden oder ungenügenden individuellen Bewältigungsressourcen ergibt. Unser Workshop soll eine Gelegenheit bieten, qualitative Forschung zur Beratung und Betreuung vulnerabler Personen aus unterschiedlichen Themenfeldern (zum Beispiel Arbeitsmarkt, Soziale Arbeit, rechtliche Betreuung, Bildung) und mit unterschiedlichen theoretischen Ansätzen (zum Beispiel Street-Level Bureaucracy, Organisations- und Governancetheorien) miteinander in Austausch zu bringen und zu vernetzen.

Wir möchten uns mit der sozialen Konstruktion von Vulnerabilität verschiedener Personen(gruppen), den Formen des Helfens und der Praxis von Beratungsangeboten befassen. Weiterhin interessieren uns die gesellschaftliche Verhandlung der jeweiligen Problemlagen, die formellen Aufträge und Policies und die organisatorischen Strukturen der Bearbeitung. Schließlich wollen wir auf die in die Beratung und Betreuung involvierten Personen fokussieren. Mit welchen Anforderungen sind Berufsgruppen konfrontiert, die Beratung und Betreuung erbringen, und welche Erfahrungen machen Menschen, an die sich die Angebote richten?

Bei dieser Veranstaltung werden die Auswirkungen von digitalen und ökologischen Transformationsprozessen auf Betriebe und Erwerbspersonen diskutiert.

Die digitale Transformation und ihre Auswirkungen auf die Arbeitswelt sind nach wie vor eines der meistdiskutierten Themen in der Arbeitsmarktpolitik, in der Wissenschaft und in der Öffentlichkeit. Gleichzeitig stellt die ökologische Transformation, allen voran die Dekarbonisierung der Energiegewinnung und der Antriebstechnologie, zahlreiche Unternehmen vor große Herausforderungen. Da sich Regionen erheblich im Hinblick auf ihre Wirtschaftsstruktur unterscheiden, führen beide Prozesse auf regionaler Ebene in unterschiedlichem Maße zu Anpassungsnotwendigkeiten. In vielen Fällen stehen Regionen den Arbeitsmarkteffekten einer „doppelten Transformation“ gegenüber. Gleichzeitig bieten sich Chancen für strukturschwache Regionen, neue Wachstumspole zu entwickeln.

Vor diesem Hintergrund diskutiert der „19. IWH/IAB-Workshop zur Arbeitsmarktpolitik“ aus einer regionalen Perspektive die Auswirkungen von digitalen und ökologischen Transformationsprozessen auf Betriebe und Erwerbspersonen sowie geeignete politische Maßnahmen, um zu einer gelingenden Transformation beizutragen, Chancen zu nutzen und negativen Folgen entgegenzuwirken. Ziel des Workshops ist es, den interdisziplinären Informationsaustausch zu Forschungsansätzen, Projektideen und Ergebnissen sowohl in der Wissenschaft als auch darüber hinaus mit Politik und Praxis zu fördern.

Im Rahmen des Workshops finden am Abend des 13. März unter demselben Thema die Nürnberger Gespräche, u.a. mit Monika Schnitzer (Vorsitzende des Sachverständigenrates Wirtschaft sowie Professorin für Komparative Wirtschaftsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München) und Reint E. Gropp (Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle sowie Professor für Volkswirtschaftslehre an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) im Rathaussaal Nürnberg statt.

Willkommen sind Beiträge, unter anderem, zu folgenden Aspekten der digitalen und/oder ökologischen Transformation:

  • Quantifizierung der regionalen Exponiertheit hinsichtlich der Transformationsprozesse
  • (Regionale) Beschäftigungs- und Lohneffekte von digitalem Wandel und ökologischer Transformation
  • Veränderungen in den Qualifikationsanforderungen und (beruflichen) Tätigkeitsstrukturen in regionalen Arbeitsmärkten
  • Ost-West-Unterschiede in den Chancen und Herausforderungen der Transformation
  • (Regionaler) Fachkräftemangel im Zuge der Transformationsprozesse
  • Mismatch-Arbeitslosigkeit auf regionalen Arbeitsmärkten
  • Auswirkungen der Transformation auf regionale Mobilität
  • Transformationsbedingte Anpassungen im Ausbildungssystem auf regionaler Ebene
  • Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zur Stärkung von Qualifizierung und Erwerbstätigkeit und zur Bewältigung der Transformationsprozesse
  • Veränderung der Verkehrsinfrastruktur und Auswirkungen auf das regionale Fachkräfte-angebote sowie die Fachkräftenachfrage
  • Schaffung neuer Datengrundlagen zu Transformationsprozessen

Anhand französischer Verwaltungsdaten schätzen wir die Lohnunterschiede zwischen internen und Leiharbeitskräften.