Seit Inkrafttreten des Mindestlohngesetzes am 1. Januar 2015 gilt ein allgemeingültiger flächendeckender Mindestlohn in Deutschland. Solche Lohnuntergrenzen gibt es in beinahe allen europäischen Staaten und den USA. Sie haben zum Ziel, Lohn-Dumping, also die nicht verhältnismäßige Bezahlung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, zu verhindern.
Nicht nur die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns war hoch umstritten. Auch über dessen Höhe wird immer wieder kontrovers diskutiert. Mit der jüngsten Erhöhung zum 1. Januar 2026 stieg er von 12,82 Euro auf 13,90 Euro, ein Plus von 8,4 Prozent. In der öffentlichen Debatte gibt es seit Längerem Rufe nach einem Mindestlohn von 15 Euro.
Wie wirken sich der gesetzliche Mindestlohn und seine jüngste Erhöhung auf Löhne und Beschäftigung aus? Wie wirkt die Höhe des Mindestlohns mit anderen Faktoren auf der Angebots- und der Nachfrageseite des Arbeitsmarktes zusammen? Und welche Auswirkungen kann dies auf Verteilung, Bedürftigkeit, soziale Teilhabe, Produktivität von Unternehmen, Preise, Wettbewerb, Arbeitsbedingungen und Betriebsstrukturen haben? Mit diesen und weiteren Fragen befasst sich das IAB in seiner Forschung und Beratung.
Auf dieser Sonderseite haben wir für Sie aktuelle Publikationen und Projekte des IAB rund um das Thema „Mindestlohn“ zusammengestellt.
