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Publikation

A dynamic spatial panel data approach to the German wage curve

Beschreibung

Eine Lohnkurve beschreibt den Zusammenhang zwischen der regionalen Arbeitslosenquote und dem Lohnniveau. Die meisten empirischen Studien dazu ignorieren mögliche räumliche Interaktionseffekte zwischen den Regionen. Der vorliegende Artikel hingegen legt ein spezielles Augenmerk auf die Geografie der Arbeitsmärkte, indem Ausstrahlungseffekte zwischen den Regionen in Betracht gezogen werden. In der Analyse wird getestet, ob die Arbeitslosenquote auch in einer weiteren Umgebung die Löhne beeinflusst oder ob ihre Wirkung auf die jeweilige Region beschränkt ist. Zusätzlich werden Agglomerationseffekte und Effekte lokaler Monopsonie bewertet. Die Datenbasis besteht aus einer Zufallsauswahl von Arbeitskräften mit zusammen 974.179 Beschäftigungsmeldungen, betrachtet über den Zeitraum von 1980 bis 2004. Sie deckt alle 326 Landkreise und kreisfreien Städte in Westdeutschland ab. Mit diesem umfangreichen Datensatz wird eine dynamische Lohnkurve bestimmt, indem der zweistufige Ansatz von Bell et. al. (2002) verwendet wird. Im ersten Schritt wird die individuelle Heterogenität berücksichtigt und in einem zweiten Schritt erlaubt man räumliche Effekte von regionaler Arbeitslosigkeit auf Löhne. Die Sensitivität dieser Lohnelastizität auf verschiedene räumliche Gewichtungsmatrizen wird geprüft und die Endogenität der Arbeitslosigkeit berücksichtigt. Außerdem werden die Lohnelastizitäten für verschiedene Bevölkerungsgruppen ermittelt. (IAB)

Zitationshinweis

Baltagi, Badi H., Uwe Blien & Katja Wolf (2012): A dynamic spatial panel data approach to the German wage curve. In: Economic Modelling, Jg. 29, H. 1, S. 12-21. DOI:10.1016/j.econmod.2010.08.019