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Publikation

From a bulwark of eurosclerosis to a flexibility champion?

Beschreibung

Seit Mitte der 90er Jahre litten deutsche Arbeitnehmer unter Reallohnverlusten und schlechten Arbeitsmarktchancen. Eine Wende brachten die Hartz-Reformen, durch die die Arbeitslosenzahlen erstmals seit den 60er Jahren sanken. Der Boom zwischen 2006 und 2008 führte zu einer Überbeschäftigung vieler Arbeitnehmer. Diese positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wird als ursächlich dafür angesehen, dass die Wirtschaftskrise nur einen geringen Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland auslöste. Viele Unternehmen versuchten ihre qualifizierten Arbeitskräfte zu halten (Arbeitskräftehortung) und nutzten hierfür Maßnahmen der internen Flexibilität sowie die Kurzarbeit. Als Schattenseite der deutschen Erfolgsgeschichte wertet der Autor die zunehmende Arbeitsmarktsegmentation mit prekären Niedriglohnjobs für Geringqualifizierte auf der einen und sicheren, gut bezahlten Jobs für qualifizierte Arbeitnehmer auf der anderen Seite. Nach Jahren der Lohnzurückhaltung hält er höhere Lohnforderungen für einen großen Teil der Erwerbstätigen für gerechtfertigt. (IAB)

Zitationshinweis

Möller, Joachim (2012): From a bulwark of eurosclerosis to a flexibility champion? Why did the German economy and the labor market do so well during and after the Great Recession? In: CESifo DICE report, Jg. 10, H. 2, S. 14-19.

Bezugsmöglichkeiten

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