Springe zum Inhalt

Publikation

Statistische Messung des Arbeitseinsatzes

Beschreibung

"Im Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung von Arbeitsmarktdaten stehen die Zahlen der Erwerbstätigen sowie der Erwerbs- und Arbeitslosen. Dabei handelt es sich um sogenannte Kopfzahlen, also um Indikatoren, bei der jede betroffene Person mit dem gleichen Gewicht gezählt wird. Neben diesen Kopfzahlen gibt es weitere Konzepte, die den tatsächlichen zeitlichen Umfang des Einsatzes der Erwerbstätigen auf dem Arbeitsmarkt erfassen, wie das Arbeitsvolumen oder die Vollzeitäquivalente. Diese Maße des Arbeitseinsatzes ermöglichen eine Beurteilung, ob und inwiefern beispielsweise ein Anwachsen der Erwerbstätigenzahl auf ein gestiegenes gesamtwirtschaftliches Arbeitspensum zurückzuführen ist oder ob ein gleichbleibendes oder sogar rückläufiges Arbeitsvolumen auf mehr Köpfe verteilt wird.<br> Dieser Beitrag verfolgt mehrere Ziele: Zum einen soll aufgezeigt werden, dass neben der Ermittlung der Erwerbstätigen-Kopfzahl auch Daten zum tatsächlichen Arbeitszeiteinsatz in Stunden notwendig sind. Zum anderen werden die beiden häufigsten Maße des Arbeitseinsatzes - das Arbeitsvolumen und die Vollzeitäquivalente - vorgestellt. Dazu werden die Grundgedanken beider Konzepte erläutert, die bestehenden Berechnungsverfahren für diese Indikatoren innerhalb der deutschen amtlichen Statistik beschrieben und ein kurzer Blick auf die vorhandenen Daten geworfen.<br> Des Weiteren wird gezeigt, warum dem Arbeitsvolumen als Größe zur Messung des Arbeitseinsatzes im Rahmen der Betrachtung von Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt im Vergleich zu Vollzeitäquivalenten Priorität eingeräumt werden sollte." (Autorenreferat, IAB-Doku)

Zitationshinweis

Asef, Dominik, Susanne Wanger & Ines Zapf (2011): Statistische Messung des Arbeitseinsatzes. Erkenntnisgewinn durch die Berechnung von Arbeitsvolumen und Vollzeitäquivalenten der Erwerbstätigen. In: Wirtschaft und Statistik H. 11, S. 1058-1064.

Bezugsmöglichkeiten

kostenfreier Zugang