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Publikation

Teilzeit und Krankenstand - Potenzial für mehr Arbeitsstunden?

Beschreibung

"Der demografische Wandel verringert das Erwerbspersonenpotenzial in den kommenden Jahren deutlich, während die durchschnittliche Jahresarbeitszeit pro Erwerbstätigen bereits seit Jahrzehnten einem Abwärtstrend folgt. So liegt die Teilzeitquote mittlerweile bei rund 40 %, und die krankheitsbedingten Fehlzeiten bewegen sich mit knapp 15 Arbeitstagen pro Jahr zuletzt auf einem hohen Niveau. Beide Entwicklungen – mehr Teilzeit und höhere Fehlzeiten – werden zum Teil als Ausdruck sinkender Arbeitsbereitschaft gedeutet. In der öffentlichen Debatte wird daraus teilweise gefolgert, das gesamtwirtschaftliche Arbeitsangebot lasse sich durch restriktivere Regelungen oder erhöhten Druck kurzfristig substanziell ausweiten. Eine differenzierte Analyse zeigt jedoch: Zusätzliche Arbeitsstunden sind durchaus mobilisierbar – allerdings weniger durch pauschale Restriktionen als durch verbesserte Anreizstrukturen und geeignete institutionelle Rahmenbedingungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

Zitationshinweis

Wanger, Susanne & Enzo Weber (2026): Teilzeit und Krankenstand - Potenzial für mehr Arbeitsstunden? In: Wirtschaftsdienst, Jg. 106, H. 4, S. 237-243. DOI:10.2478/wd-2026-0062