Springe zum Inhalt

Publikation

Navigating Motherhood: Endogenous Penalties and Career Choice

Beschreibung

"Wir dokumentieren, dass Frauen sich vor der Geburt ihres ersten Kindes strategisch in „familienfreundliche” Sektoren sortieren, die durch geringere Erfahrungswerte, aber niedrigere Einbußen pro Kind gekennzeichnet sind. Dieses antizipatorische Sortieren stellt ex-ante Kosten der Mutterschaft dar, die von herkömmlichen Maßen für die Child Penalty gänzlich übersehen werden. Wir entwickeln ein Modell heterogener Akteure für Berufswahl und Fertilität, um diese „Sorting Penalty” zu quantifizieren. Unser zentrales Ergebnis ist, dass der direkte Einkommensverlust durch berufliches Sortieren zwar gering ist, dieses Resultat jedoch die hohe Wirksamkeit der primären Instrumente offenbart, mit denen Frauen Mutterschaft bewältigen: die Qualität-Quantität (Q-Q) und Zeitverwendung (T-E) Trade-offs. Durch empirische Evidenz für beide Spielräume zeigen wir, dass Frauen keine passiven Subjekte von Child Penalties sind; sie sind aktive, strategische Akteurinnen, die diese feineren Abwägungen nutzen, um familiäre Ziele zu erreichen und gleichzeitig berufliche Kosten zu mildern. Unsere Ergebnisse unterstreichen: Da Fertilität und Benachteiligungen zutiefst endogen sind, werden politische Rahmenbedingungen, die diese Trade-offs ausschließen, die Fertilitätsreaktionen und Karrierekosten von Interventionen grundlegend falsch berechnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

Zitationshinweis

Coskun, Sena, Husnu Dalgic & Yasemin Özdemir (2026): Navigating Motherhood: Endogenous Penalties and Career Choice. (IAB-Discussion Paper 02/2026), Nürnberg, 57 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2602

Bezugsmöglichkeiten

Open Access