Datengetriebenes Stellenmatching mittels maschinellem Lernen und arbeitsmarktökonomischer Re-Ranking Logik
Projektlaufzeit: 15.07.2023 bis 15.07.2030
Kurzbeschreibung
In diesem Projekt wird ein KI-gestütztes Stellenmatching-System entwickelt, das mithilfe moderner Verfahren des maschinellen Lernens die Passung zwischen arbeitssuchenden Personen und offenen Stellenangeboten verbessert. Grundlage bilden großskalierte Arbeitsmarktdaten mit hochdimensionalen Kompetenzinformationen aus Stellenanzeigen und Personenprofilen, sowie historischen Beschäftigungsmatches. Da in realen Arbeitsmarktdaten lediglich erfolgreiche Übergänge in Beschäftigung beobachtbar sind, wird ein sogenannter Positive-Unlabeled-Learning-Ansatz (PU Learning) eingesetzt. Das System kombiniert Kompetenzprofile, berufliche Anforderungen und weitere Merkmale wie Bildung oder Berufserfahrung, um individuelle Matching-Wahrscheinlichkeiten zwischen Personen und Stellenangeboten vorherzugsagen. Als weiterer Faktor fließt die Qualität eines Matches in Form von Beschäftigungsstabilität und erwarteten Löhnen mit ein. Darüber hinaus werden regionale Arbeitsmarktbedingungen und "Labor-Market-Tightness"-Effekte berücksichtigt, um Konkurrenzsituationen und Überkonzentrationen auf einzelne Stellenangebote zu vermeiden. Dadurch soll ein arbeitsmarktökonomisch effizienteres und realitätsnäheres Empfehlungssystem entstehen.
Ziel
Ziel ist die Entwicklung und Erprobung eines skalierbaren Stellenmatching-Systems im Realbetrieb. Mithilfe von PU-Learning-Verfahren soll ein robustes Matching-Modell entwickelt werden, das auf Basis von Arbeitsmarktdaten passgenaue Stellenvorschläge für arbeitsuchende Personen bereitstellt. Die Stellenvorschläge basieren auf Matching-Wahrscheinlichkeiten, Matching-Qualität und Labor-Market-Tightness. Im Rahmen eines Feldversuchs sollen die Effektstärken des algorithmenbasierten Matching-Modells im Vergleich zum bisherigen System ermittelt werden. Zur Messung der Effektstärken werden u.a. Dauer bis zur Wiederbeschäftigung, der Lohn oder die Art und Dauer der Tätigkeit analysiert.
