Die Krise als Chance? Die kausalen Effekte von Covid-19 auf Individuelle Arbeitsmarktergebnisse - Eine Gender-Perspektive
Projektlaufzeit: 01.06.2024 bis 31.12.2027
Kurzbeschreibung
Wirtschaftskrisen wirken sich oft nachhaltig auf die individuelle Erwerbsbiografie aus, wobei bestimmte Gruppen überproportional betroffen sind. Im Gegensatz zu früheren Rezessionen hatte die Covid-19-Pandemie besonders schwerwiegende Auswirkungen auf Frauen, sodass die Befürchtung naheliegt, dass sich geschlechtsspezifische Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt weiter vergrößern könnten. Gleichzeitig können ökonomische Schocks jedoch auch einen Wandel beschleunigen und Möglichkeiten für Veränderungen eröffnen. Die Zunahme der Telearbeit während der Covid-19-Pandemie hat insbesondere dazu beigetragen, traditionelle Barrieren abzubauen, wodurch eine Verringerung der geschlechtsspezifischen Unterschiede möglich wurde. Diese duale Auswirkung der Pandemie wirft die Frage auf, wie sie sich auf die Arbeitsmarktergebnisse im Speziellen und die geschlechtsspezifischen wirtschaftlichen Ungleichheiten im Allgemeinen ausgewirkt hat. Die vorliegende Untersuchung befasst sich daher mit den mittelfristigen kausalen Auswirkungen der Pandemie auf die Arbeitsmarktergebnisse beschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Analyse geschlechtsspezifischer Ungleichheiten sowie das transformative Potenzial der Telearbeit gelegt.
Ziel
Ziel der Analyse ist es, die mittelfristigen kausalen Effekte der Pandemie auf geschlechtsspezifische Arbeitsmarktergebnisse in Deutschland zu ermitteln und die Wirkungskanäle zu identifizieren.
Methoden
Die kausalen Effekte der Pandemie auf den geschlechtsspezifische Arbeitsmarktergebnisse werden mit Hilfe von Differenz-von-Differenzen-Schätzern durch Variation in der Betroffenheit zwischen Sektoren/ Berufen identifiziert. In einer anschließenden Mediationsanalyse werden die Ursachen der heterogenen Effekte (ggf. mittels maschinellem Lernen) untersucht.