The Girl Next Door? Childhood Cross-Group Exposure and Ethnic Inter-Marriage
Projektlaufzeit: 01.07.2024 bis 01.07.2029
Kurzbeschreibung
Die Literatur zeigt, dass ethnienübergreifende Kontakte die Arbeitsmarktposition von ethnischen Minderheiten verbessern. Da eine der engsten Formen solcher Beziehungen ethnienübergreifende Ehen sind, untersuchen wir, ob die Exposition gegenüber ethnischen Randgruppen in der Kindheit die ethnienübergreifenden Beziehungen im späteren Leben beeinflusst. Anhand von Daten aus der Volkszählung von 1880, 1900 und 1910 aus 39 Städten bestimmen wir den ethnischen Hintergrund der Nachbarn von etwa 400.000 Jungen im Alter von 3 bis 18 Jahren im Jahr 1880 und prüfen, ob Jungen aus heterogeneren Nachbarschaften eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine ethnisch gemischte Ehe aufweisen als Jungen aus homogeneren Nachbarschaften. Um Selektion in der Wahl von Nachbarschaften zu berücksichtigen, nutzen wir Matchingalgorithmen, Fixed Effects Modelle und Maschinelles Lernen um organische ethnische Nachbarschaften zu identifizieren. Diese nutzen wir um nur Jungen zu vergleichen, die ähnliche Eigenschaften aufweisen und in ähnlichen Nachbarschaften leben, aber bei denen sich die Ethnie ihres Nachbars nebenan ("next-door neighbor") von ihrer eigenen Ethnie unterscheidet. Wir finden, dass interethnische Kontakt über alle Modellspezifikationen hinweg mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einer interethnischen Ehe und einer niedrigeren Wahrscheinlichkeit einer ethnisch-homogenen Ehe im Erwachsenenleben (20 und 30 Jahre später) verbunden ist. Zusammengenommen stützen diese Ergebnisse Vermutungen darüber, wie "Aufwachsen mit Vielfalt" Voreingenommenheit nicht nur für größere, sondern auch für ethnische Minderheitengruppen verringern kann.
Ziel
Erkenntnisgewinn über Integration von ethnischen Minoritäten
Methoden
CEM, fixed effects Modelle
