Das European Consortium for Sociological Research (ECSR) fördert als gemeinnützige, wissenschaftliche Organisation soziologische Forschung und verleiht jedes Jahr Auszeichnungen für die beste theoretisch fundierte empirische Studie in diesem Fachgebiet.
Dieses Jahr darf sich Dr. Kerstin Ostermann, Mitarbeiterin im Forschungsbereich „Migration, Integration und internationale Arbeitsmarktforschung (INTER)“, als eine von insgesamt drei Preisträger*innen über die Auszeichnung freuen. Mit ihrer Dissertation „Spatial Sociology: Using georeferenced data to explain the spatial dimension of networks, social norms and context effects“ erzielte sie den dritten Platz und erhielt ein Preisgeld von 200 Euro.
Die IAB-Forscherin untersucht in ihrer Dissertation, wie der Wohnort Lebenschancen beeinflusst. Auf Basis der administrativen Daten des IABs entwickelt und nutzt die Dissertation innovative Methoden, um die Auswirkungen lokaler Kontexte auf individuelle Lebensverläufe zu messen. Die Ergebnisse zeigen, dass Nachbarschaftszugehörigkeit und lokale Gelegenheitsstrukturen Kriminalität, Erwerbs- und Bildungsentscheidungen beeinflussen und dass der Zugang zu diesen Chancen ungleich verteilt ist.
Die Jurymitglieder lobten die Entwicklung neuer und dringend benötigter Messungen von Nachbarschaftskontexten sowie die Art und Weise, wie die Dissertation räumliche Ungleichheit konzeptionell mit sozialen Ergebnissen verknüpft.
Unsere herzlichsten Glückwünsche!
Mehr Informationen zu Dr. Kerstin Ostermann und ihrer Forschung finden Sie hier auf ihrer persönlichen Homepage.

