Technological Change and Apprenticeships
Projektlaufzeit: 17.03.2025 bis 31.12.2030
Kurzbeschreibung
Der rasante technologische Wandel verändert den Qualifikationsbedarf von Unternehmen. Die Verbreitung generativer künstlicher Intelligenz (genAI) dürfte diesen Prozess noch weiter beschleunigen. Diese Studie untersucht, wie sich generative KI auf die Nachfrage von Unternehmen nach Ausbildungsplätzen auswirkt. Anhand von Daten zu offenen Ausbildungsplätzen in Deutschland aus den Jahren 2019 bis 2024 nutzen wir die Einführung von ChatGPT-3.5 im November 2022 als gemeinsamen Schock und schätzen Ereignisstudienmodelle, die die berufsübergreifenden Unterschiede in der KI-Exposition berücksichtigen. Wir stellen fest, dass die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen in stark KI-exponierten Berufen im Vergleich zu weniger exponierten Berufen deutlich sinkt, wobei die offenen Stellen nach November 2022 im Durchschnitt um 3,5 % zurückgehen. Dieser Effekt ist auf eine Umverteilung hin zu weniger KI-exponierten Berufsgruppen und weniger auf Veränderungen innerhalb der Berufsgruppen zurückzuführen und konzentriert sich auf mittelständische Betriebe und kognitiv anspruchsvolle Berufe. Im Gegensatz dazu bleibt die Gesamtbeschäftigung in Vollzeitstellen mit hohem KI-Bezug stabil, während der Anteil der durch eine Berufsausbildung qualifizierten Arbeitskräfte sinkt und der Anteil der Hochschulabsolventen steigt. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die KI-Generation die Ausbildungs- und Einstellungsstrategien von Unternehmen verändert, was Auswirkungen auf die zukünftige Zusammensetzung der benötigten Qualifikationsniveaus hat.
Ziel
Analyse der Auswirkung von Generativer KI auf die Nachfrage von Betrieben nach Ausbildungsstellen vor und nach der Einführung von ChatGPT im November 2022.
Methoden
Kausale Analyse
