Vor der Geburt des ersten eigenen Kindes wechseln Frauen oftmals strategisch in „familienfreundliche” Berufssektoren. Diese kennzeichnen sich zwar durch geringere Erfahrungswerte, gehen für Frauen aber mit niedrigeren Einkommenseinbußen pro Kind einher. Dieses antizipatorische Sortieren stellt damit ex-ante Kosten der Mutterschaft dar, die von herkömmlichen Maßen für die Child Penalty gänzlich übersehen werden.
Das neue IAB-Discussion Paper zeigt, dass Frauen keine passiven Subjekte von Child Penalties sind, sondern aktive, strategische Akteurinnen, die diese feineren Abwägungen nutzen, um familiäre Ziele zu erreichen und gleichzeitig berufliche Kosten zu mildern.
IAB-Discussion Paper 02/2026: Navigating Motherhood: Endogenous Penalties and Career Choice
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