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IAB-Vizedirektorin Prof. Dr. Melanie Arntz

Ein Plädoyer für einen befähigenden Sozialstaat

Prof. Dr. Melanie Arntz, IAB-Vizedirektorin, beleuchtet im Meinungsbeitrag, was nötig ist, um Zugangshürden zum Arbeitsmarkt anzugehen und den Sozialstaat zukunftsfest zu machen.

Dieser Meinungsbeitrag entstand auf Basis einer Keynote von Prof. Dr. Arntz bei der Fachtagung „Gestaltungsoptionen in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik – Anknüpfungspunkte und Perspektiven für die Zukunft“ im Bundesministerium für Arbeit und Soziales am 20. März 2025 in Berlin:

Am Arbeitsmarkt trifft derzeit Wandel auf Wandel: Auf der Angebotsseite sinkt demografiebedingt das Erwerbspersonenpotenzial, während der Anteil der Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen steigt und die Fürsorgearbeit zunimmt. Teilhabe am Arbeitsmarkt ist somit für einen wachsenden Anteil der Bevölkerung voraussetzungsvoll. Gleichzeitig verändern sich im Zuge von Digitalisierung und Dekarbonisierung die Nachfrage nach Qualifikationen, was oftmals mit steigenden Anforderungen einhergeht. Es kommt zu einer Gleichzeitigkeit von Fachkräftemangel und sich verfestigender Langzeitarbeitslosigkeit.

Die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik steht daher vor der enormen Herausforderung, trotz komplexerer Ausgangslagen mehr Erwerbspersonenpotenziale zu erschließen und zugleich die Passfähigkeit zwischen vorhandenen und nachgefragten Kompetenzen zu erhöhen. Verbesserte Erwerbsanreize greifen dabei zu kurz, denn sie überwinden nicht die Zugangshürden zum Arbeitsmarkt, die ihren Ursprung in mangelnden Qualifikationen, Sprachbarrieren, gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Fürsorgearbeit haben.

Den vollständigen Meinungsbeitrag finden Sie auf der Webseite der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und ‑gestaltung e. V., GVG-Perspektive Nr. 10: Ein Plädoyer für einen befähigenden Sozialstaat

Bild: Anna Logue Fotografie