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Publication

Die ökonomische Analyse des Arbeitsrechts

Abstract

Die Gestaltung des Arbeitsrechts liegt sicher im Widerstreit der Interessen der Sozialparteien und in bestimmtem Maße auch der politischen Parteien in der Bundesrepublik Deutschland. Eine Flexibilisierung der Arbeitsmärkte durch eine Deregulierung des Arbeitsrechts wird vielfach gefordert; der Wettbewerb unterschiedlicher Arbeitsrechtsregime, etwa zwischen den angelsächsischen und dem kontinentaleuropäischen Regime, ist ein weit verbreiteter Topos und dem Potenzial supranationalen Rechts, wie es das Arbeitnehmerentsendegesetz oder die Richtlinien zu europäischen Betriebsräten für die Europäische Gemeinschaft bedeuten, gilt weltweit große Aufmerksamkeit, weil sich hier paradigmatisch die Macht oder Ohnmacht des Rechts gegenüber Marktkräften studieren lässt.<br> Der Band dokumentiert die Beiträge des Kontaktseminars 2001 des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit, das unter dem Themenschwerpunkt "Die ökonomische Analyse des Arbeitsrechts" stattfand. Dabei blieb der politische Kontext, in dem heute die ökonomischen Analysen von Arbeitsrechtsregeln stattfinden, nicht im Hintergrund, sondern war leitend bei der Auswahl der konkreten Anwendungsbeispiele für diesen theoretischen Ansatz.<br> Folgende Themen werden vorgestellt:<br> - das Arbeitnehmerhaftungsrecht<br> - das Kündigungsschutzrecht<br> - das Arbeitnehmerentsendegesetz und die deutsche Bauwirtschaft<br> - den Regimewettbewerb aus der Sicht multinationaler Unternehmen<br> - die supranationale Regulierung multinationaler Unternehmen<br> - die deutsche Betriebsverfassung<br> - das Dienstrecht von Richtern<br> - die Betriebs- und Tarifautonomie im Regimewettbewerb. (IAB2)

Cite article

Sadowski, D. & Walwei, U. (eds.) (2002): Die ökonomische Analyse des Arbeitsrechts. IAB-Kontaktseminar vom 12.-16. November 2001 im Institut für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Gemeinschaft (IAAEG) der Universität Trier. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 259), Nürnberg, 278 p.