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Publication

Qualifizierungspotenziale von "Nicht-formal-Qualifizierten"

Abstract

In der öffentlichen Diskussion gelten Personen ohne Berufsabschluss vielfach als die Modernisierungsverlierer im Hochtechnologie- und Hochlohnland Deutschland. Anhand der Daten des Mikrozensus 1996 wird in dem Beitrag festgestellt, dass die Struktur der Gruppe der nicht formal Qualifizierten wesentlich heterogener ist als angenommen. So besitzen lediglich 13 % von ihnen keinen allgemeinbildenden Schulabschluss, 7 % haben Abitur, 13 % die mittlere Reife. Dreiviertel sind Deutsche, die Verteilung auf die Geschlechter ist gleichgewichtig. Da die beruflichen Einsatzfelder gering qualifizierter Männer und Frauen sehr verschieden sind, müssen gegensteuernde Maßnahmen diesem Umstand Rechnung tragen. Da mehr als die Hälfte der Geringqualifizierten jünger als 45 Jahre sind, sollten hier brachliegende Qualifizierungsreserven erschlossen werden. Allein aufgrund der vorhandenen Allgemeinbildung des Personenkreises scheint dieses Ziel mit Hilfe flexibler Angebote erreichbar zu sein. (IAB)

Cite article

Reinberg, A. & Walwei, U. (2000): Qualifizierungspotenziale von "Nicht-formal-Qualifizierten". Eine Analyse anhand des Mikrozensus 1996 und ihre arbeitsmarkt- und bildungspolitischen Schlussfolgerungen. (IAB-Werkstattbericht 10/2000), Nürnberg, 36 p.