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Die Bedeutung internationaler Pflegekräfte sowie Ärztinnen und Ärzte in Deutschland

Abstract

"Deutschland ist auf internationale Fachkräfte im Gesundheitssystem angewiesen, insbesondere in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Woher kommen sie, wo arbeiten sie und welche Hürden gibt es für sie? - Der Bedarf an Pflegekräften sowie Ärztinnen und Ärzten kann seit vielen Jahren nur mit Hilfe von ausländischen Beschäftigten gesichert werden. Seit 2022 wird das Beschäftigungswachstum in der Pflege ausschließlich von Beschäftigten mit ausländischer Staatsangehörigkeit getragen. Ausländische Pflegekräfte federn damit nicht nur seit Jahren den akuten Fachkräftebedarf ab, sondern zugleich auch die ungünstige demografische Entwicklung. Letztere geht damit einher, dass im Gesundheits- und Pflegebereich bereits aktuell sowie absehbar in den nächsten fünf bis zehn Jahren eine sehr hohe Anzahl das Renteneintrittsalter erreicht. Damit besteht ein außergewöhnlich hoher Ersatzbedarf. Um ihm zu begegnen, wird immer häufiger Personal aus Drittstaaten angeworben. 2025 starteten die Bundesärztekammer und weitere maßgebliche Gesundheitsorganisationen einen „Gemeinsamen Aufruf“ Zur Auflösung der Fußnote[17], in dem sie betonen, dass ausländische Fachkräfte unverzichtbar sind, um die medizinische und pflegerische Versorgung in Deutschland flächendeckend aufrechtzuerhalten. Dabei seien zügige Anerkennungsverfahren und gezielte Qualifizierungsmaßnahmen wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration. Zugleich wird die Anwerbung von Personal für den Gesundheits- und Pflegesektor insbesondere in Regionen Ostdeutschlands zunehmend durch Sorgen vor Diskriminierung und Rassismus erschwert. Nach einem aktuellen Bericht des Instituts der deutschen Wirtschaft kommt es, damit die Zuwanderung von Fachkräften langfristig gesichert werden könne, besonders auf ein attraktives Arbeits- und Lebensumfeld an, was auch „eine Frage der Willkommenskultur und Weltoffenheit der Bevölkerung“ sei.Zur Auflösung der Fußnote[18] Nach dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) muss geprüft werden, dass potenzielle Fachkräfte nicht aus Ländern abgeworben werden, in denen ebenfalls ein Fachkräftemangel zu verzeichnen ist. Dazu hat die Weltgesundheitsorganisation einen Kodex beschlossen, der einen „Care Drain“ verhindern soll. Deutschland hat dafür eine entsprechende Liste in der Beschäftigungsverordnung (Anlage zu § 38 BeschV) aufgeführt.Zur Auflösung der Fußnote[19] Auch die Anwerbung aus dem Ausland kann also nicht bedingungslos den Personalbedarf in den Gesundheits- und Pflegeberufen decken. Sie ist jedoch ein wichtiger Baustein." (Textauszug, IAB-Doku)

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Carstensen, J., Seibert, H. & Wiethölter, D. (2026): Die Bedeutung internationaler Pflegekräfte sowie Ärztinnen und Ärzte in Deutschland. Kurzdossier (Flucht-)Migration und Gesundheit. Bonn.

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