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Publication

Implementierung und Durchführung eines Fachkräftemonitorings für das Bundesministerium für Gesundheit

Abstract

"Dieser Bericht stellt die Ergebnisse der ersten Basisprojektion des Fachkräftemonitorings für das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) vor. Auf Grundlage einer umfangreichen Datenbasis zur Beschäftigtenstruktur (u. a. der Gesundheitspersonalrechnung, Krankenhaus- und Pflegestatistik des Statistischen Bundesamtes) und Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen (u. a. Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und Heil- und Arzneimittel-Schnellinformationen der gesetzlichen Krankenversicherung) wird der realisierte Bedarf an Erwerbstätigen für 54 Berufe des Gesundheitswesens nach ambulanten, stationären und sonstigen Einrichtungsarten ermittelt – ausgehend vom Jahr 2023 bis zum Jahr 2040. Die Projektion des realisierten Bedarfs erfolgt anhand der demografischen Entwicklung und der Verknüpfung von Inanspruchnahmen berufsspezifischer Gesundheitsleistungen mit entsprechenden Bevölkerungsgruppen. Zudem werden Arbeitsweisen zwischen Berufen des Gesundheitssystems berücksichtigt. Auf der Arbeitsangebotsseite werden bislang erkennbare Verhaltensweisen in der Berufswahl, Erwerbsbeteiligung und beruflichen Mobilität ebenfalls mithilfe einer eigenen Bevölkerungsprojektion fortgeschrieben. Diese QuBe-Bevölkerungsprojektion berücksichtigt bereits Anpassungen, die sich aufgrund des Zensus 2022 ergeben und schreibt die aktuell wahrscheinlichsten Entwicklungen im Geburten- und Wanderungsverhalten (Fort- und Zuzüge) sowie in der Lebenserwartung fort. Ziel des Fachkräftemonitorings für das BMG ist es, mögliche berufliche Passungsprobleme in der Zukunft frühzeitig zu erkennen, um darauf aufbauend Ansatzpunkte für politische Handlungsmöglichkeiten zu identifizieren und eventuelle Folgewirkungen von Maßnahmen zur Behebung dieser Probleme abzuschätzen. Ausgangspunkt der Projektion ist die Versorgungssituation im Status quo. Die im Basisjahr beobachtete Inanspruchnahme und Leistungserbringung kann jedoch nicht vollständig mit medizinischer Notwendigkeit gleichgesetzt werden. Sie kann auch durch vorhandene personelle Kapazitäten und etablierte Versorgungsroutinen beeinflusst sein. Konnten im Jahr 2023 z. B. Leistungen nicht erbracht werden, weil es an finanziellen und/oder personalen Ressourcen fehlte, so ist diese eventuelle Minderbeanspruchung im Projektionskonzept nicht berücksichtigt. Einen Hinweis auf möglicherweise fehlende personale Ressourcen liefert die Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit (BA) oder wird bspw. im ambulanten vertragsärztlichen Bereich als Über- oder Unterversorgung für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und -therapeuten benannt. Die Projektion der Erwerbstätigen (realisierter Bedarf) und der voraussichtlich zur Verfügung stehenden Erwerbspersonen (Arbeitskräfteangebot) zeigt auf, wie sich die zukünftige berufsspezifische Arbeitsmarktsituation darstellt, wenn Gesundheitsleistungen wie im Jahr 2023 nach Alter und Geschlecht beansprucht werden und wenn sich das Arbeitskräfteangebot entsprechend der in der Vergangenheit feststellbaren Verhaltensweisen weiterentwickelt." (Textauszug, IAB-Doku)

Cite article

Maier, T., Schroer, J., Schur, A., Sonnenburg, A., Ronsiek, L., Thobe, I., Zika, G. & Zenk, J. (2026): Implementierung und Durchführung eines Fachkräftemonitorings für das Bundesministerium für Gesundheit. ("Fachkräftemonitoring für das BMG") Version 1.0. Bonn, 158 p. DOI:10.66390/GZOO4306