Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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Literaturhinweis
Vom Plan zum Markt (1991)
Czada, Peter;Zitatform
Czada, Peter (1991): Vom Plan zum Markt. (Beiträge aus dem Fachbereich Gehobener Nichttechnischer Dienst der Allgemeinen Verwaltung 19), Berlin, 42 S.
Abstract
Der Beitrag erläutert einige, aus der Vereinigung Deutschlands resultierende ökonomische Grundprobleme. Ausgehend von der Darstellung der zentralistischen Planwirtschaft und deren Scheitern werden Übergangsprobleme zur Marktwirtschaft aufgezeigt. Währungsumstellung, Strukturwandel, Arbeitslosigkeit und das Lohnproblem sind weitere Themenschwerpunkte des Beitrags. Die sich anschließende Kostendiskussion zeigt, daß die erstrebten einheitlichen Lebensverhältnisse im vereinigten Deutschland nicht zum "Nulltarif" und nicht in kurzer Frist zu erreichen sind. (IAB)
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Literaturhinweis
Wirtschaftspolitische Probleme der Integration der ehemaligen DDR in die Bundesrepublik (1991)
Gröner, Helmut; Mayer, Otto G.; Gröner, Helmut; Schüller, Alfred; Hamm, Walter; Bofinger, Peter; Köllhofer, Dietrich; Gaddum, Johann Wilhelm; Lorenz, Detlef; Kantzenbach, Erhard; Neubäumer, Renate; Bartling, Hartwig; Schlecht, Otto;Zitatform
Gröner, Helmut, Erhard Kantzenbach & Otto G. Mayer (Hrsg.) Gröner, Helmut, Alfred Schüller, Walter Hamm, Peter Bofinger, Dietrich Köllhofer, Johann Wilhelm Gaddum, Detlef Lorenz, Renate Neubäumer, Hartwig Bartling & Otto Schlecht (sonst. bet. Pers.) (1991): Wirtschaftspolitische Probleme der Integration der ehemaligen DDR in die Bundesrepublik. (Schriften des Vereins für Socialpolitik. N.F. 212), Berlin u.a.: Duncker & Humblot, 269 S. DOI:10.3790/978-3-428-47275-8
Abstract
Der Band veröffentlicht die diskutierten Referate zweier Tagungen des wirtschaftspolitischen Ausschusses des Vereins für Sozialpolitik, der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und deren Arbeitsgruppe Wettbewerb. Die Diskussion wird von den wirtschaftlichen Problemen in den fünf neuen Bundesländern und den Schwierigkeiten, sie in das Wirtschafts- und Gesellschaftssystem der Bundesrepublik zu integrieren, beherrscht. (IAB)
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Literaturhinweis
Produktion und Produktionsfaktoren in Ostdeutschland (1991)
Görzig, Bernd;Zitatform
Görzig, Bernd (1991): Produktion und Produktionsfaktoren in Ostdeutschland. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung H. 3/4, S. 166-178.
Abstract
In dem Beitrag wird über den Aufbau eines Informationssystems berichtet, das vergleichende Analysen von Produktion, Faktoreinsatz und Faktorkosten in den Industriezweigen der ehemaligen DDR mit den entsprechenden Angaben für die alte Bundesrepublik ermöglichen soll. Zunächst werden die methodischen und statistischen Probleme geschildert, die bei der Anpassung der vorliegenden DDR-Daten an das Erfassungssystem der Bundesrepublik gelöst werden mußten. Danach werden Daten über die Entwicklung der Produktion, Beschäftigung, Arbeitsproduktivität und durchschnittlicher Arbeitszeit in Ostdeutschland von 1989 bis zum 1. Halbjahr 1991 vorgelegt. Diese zeigen, dass das in Ostdeutschland rentabel zu nutzende Produktionspotential nicht nur stark geschrumpft ist, sondern darüber hinaus auch die verbliebenen Kapazitäten im verarbeitenden Gewerbe bei weitem nicht ausgelastet sind. (IAB)
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Literaturhinweis
Die Lage in der Landwirtschaft (1991)
Hadler, Bernd; Kätzel, Karin;Zitatform
Hadler, Bernd & Karin Kätzel (1991): Die Lage in der Landwirtschaft. (IAB-Werkstattbericht 03/1991), Nürnberg, 27 S., Anhang.
Abstract
In dem Beitrag werden zunächst die Entwicklung und die wirtschaftsstrukturellen und räumlich-territorialen Voraussetzungen der Landwirtschaft in der ehemaligen DDR beschrieben. Danach wird die Beschäftigungssituation im September 1989 dargestellt. Die nächsten Kapitel befassen sich mit dem seither eingeleiteten tiefgreifenden Strukturwandel (Entflechtung und Neuordnung der Betriebe) und dessen Arbeitsmarktfolgen. Bis 1993 wird mindestens mit einer Halbierung der Anzahl der Erwerbstätigen (1989: ca. 825 000) gerechnet, wobei sich besondere Problemregionen (z.B. Mecklenburg-Vorpommern, die Oderregion, Nordbrandenburg) abzeichnen. "Zur sozialen Abfederung des drastischen Beschäftigungsabbaus ist das arbeitsmarktpolitische Instrumentarium von außerordentlicher Bedeutung. Es zeigte sich, daß seine Modalitäten und Möglichkeiten bei den lokalen Akteuren noch zu wenig bekannt sind. Dennoch gibt es bereits - wenn auch meist nur punktuell - eine Vielzahl positiver Ansätze in Form von 'Sofortprogrammen für Arbeit' auf Landesregierungsebene bis hin zu konkreten FuU- bzw. ABM-Maßnahmen auf Betriebs- und kommunaler Ebene." (IAB2)
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Literaturhinweis
Arbeitskosten und Strukturwandel in Ostdeutschland (1991)
Hamm, Walter;Zitatform
Hamm, Walter (1991): Arbeitskosten und Strukturwandel in Ostdeutschland. In: (1991): Ordo. Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft, 42, S. 213-233.
Abstract
"Ostdeutschland hat nach Jahrzehnten sozialistischer Mißwirtschaft nur dann eine Chance, die hohe Arbeitslosigkeit rasch zu überwinden und den erheblichen Einkommensrückstand gegenüber Westdeutschland in wenigen Jahren aufzuholen, wenn in der Lohnpolitik, in der Sozialpolitik und auf dem Gebiet des Arbeitsrechts in der Übergangsphase zurückhaltend verfahren wird. Andernfalls wird der Strukturwandel, der einen Ausgleich für Millionen von wegfallenden unrentablen Arbeitsplätzen schaffen soll, nicht die wünschenswerte Dynamik erreichen. Es wird dargelegt, welche bereits ergriffenen lohn- und sozialpolitischen Maßnahmen und welche zusätzlichen Forderungen Ostdeutschland für viele Investoren reizlos machen und damit hohe Dauerarbeitslosigkeit in der ehemaligen DDR bewirken, zumindest jedoch die sozialen Übergangsprobleme vergrößern und unnötig verlängern. Gute soziale Absichten führen nicht immer zu sozial erwünschten Folgen, wie eine Analyse der Wirkungsweise angeblicher sozialer Wohltaten zeigt. Den bedenklichen lohn- und sozialpolitischen Maßnahmen wird ein Katalog von staatlichen Aktivitäten gegenübergestellt, die geeignet sind, die Umstellungsschwierigkeiten zu vermindern und den Industriestandort Ostdeutschland international wettbewerbsfähig zu machen. Private Investitionen und struktureller Wandel schaffen günstige Voraussetzungen für die Lösung sozialer Fragen und für die zügige Einebnung des Einkommensgefälles zwischen West- und Ostdeutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Systemwechsel und Unternehmen - die ostdeutsche Wirtschaft im Umbruch (1991)
Haustein, Heinz-Dieter;Zitatform
Haustein, Heinz-Dieter (1991): Systemwechsel und Unternehmen - die ostdeutsche Wirtschaft im Umbruch. Berlin, 68 S., Anhang.
Abstract
"Der Systemwechsel hat, wie vorausschaubar war, eine Fülle von spontanen Reaktionen erwünschter und unerwünschter Art hervorgebracht. Positiv zu bewerten ist der sprunghafte quantitative Anstieg der Selbständigenquote. Es zeigt sich aber, daß die qualitative Seite, die realwirtschaftlichen Anpassungs- und Lernprozesse einen längeren Zeitraum erfordern. Die empirische Untersuchung von 51 Unternehmen ist von der Hypothese ausgegangen, daß es im Unternehmen eine Chaosakzeptanz gibt, d.h. einen bestimmten Grad des Verzichts auf bewährte Verhaltensweisen des Managements. Die Chaosakzeptanz darf nicht zu niedrig sein, dies wäre Ausdruck eines starren Verhaltensmusters mit geringer Chance der Problembewältigung. Sie darf aber auch nicht zu hoch sein, weil dieses Verhalten die Turbulenzen nicht dämpfen kann. Die Lernprozesse können dazu beitragen, die Abweichungen von der vertretbaren Chaosakzeptanzschwelle zu verringern. Die Untersuchung ergab gewissermaßen ein Röntgenbild des zusammenbrechenden Problemlösungspotentials der Unternehmen sowie der ganz außergewöhnlichen Anstrengungen der Menschen, mit den Turbulenzen fertigzuwerden." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
The economics of German unification: a first appraisal (1991)
Zitatform
Heilemann, Ullrich (1991): The economics of German unification. A first appraisal. In: Konjunkturpolitik, Jg. 37, H. 3, S. 127-155.
Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich mit der deutschen Vereinigung und ihren Ergebnissen 1989/90. Der erste Abschnitt befaßt sich mit den Problemen der Bestandsaufnahme, den Zielen und der Politik. Der Zweite Abschnitt ist den finanziellen und monotären Problemen gewidmet und der dritte Abschnitt beschäftigt sich mit grundsätzlichen strukturellen Problemen. Abschnitt vier geht der Frage nach der Verallgemeinerung für Osteuropa nach und der letzte Abschnitt faßt die Ergebnisse zusammen. (IAB)
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Literaturhinweis
The economics of German unification reconsidered (1991)
Zitatform
Heilemann, Ullrich (1991): The economics of German unification reconsidered. In: Intereconomics, Jg. 26, H. 6, S. 296-304.
Abstract
Das Papier erörtert folgende wirtschaftspolitischen Aspekte der Wiedervereinigung: der finanzielle Bedarf der ostdeutschen Gebietskörperschaften und die Gefahr des finanzpolitischen "crowding out"; der Aufbau der Infrastruktur in Ostdeutschland; Einkommenspolitik und Arbeitsmarkt. (IAB)
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Literaturhinweis
Treuhandanstalt: Zwischenbilanz, Perspektiven (1991)
Homann, Fritz;Zitatform
Homann, Fritz (1991): Treuhandanstalt: Zwischenbilanz, Perspektiven. In: Deutschland-Archiv, Jg. 24, H. 12, S. 1277-1287.
Abstract
Der Aufsatz beschreibt die rechtliche und wirtschaftliche Ausgangslage für Selbstverständnis und Aufgaben der Treuhandanstalt, zieht eine Zwischenbilanz im Hinblick auf Privatisierung, Sanierung, Stillegung, weitere Aufgaben, Hemmnisse, geht auf geänderte Rahmenbedingungen und die Änderung der Treuhandpolitik ein und stellt Zukunftsüberlegungen an, vor allem im Hinblick auf weitere Privatisierungsnotwendigkeiten und Konsequenzen für die Sanierungspolitik. "Die Politik der Treuhandanstalt muß sicherlich noch stärker als bisher mit der staatlichen Strukturpolitik verzahnt werden, nicht in dem Sinne, daß die Treuhandanstalt eine eigenständige aktive Strukturpolitik und Industriepolitik betreibt, und auch nicht in dem Sinne, daß die politische Seite, insbesondere Landespolitiker, bei den notwendig werdenden schmerzhaften Entscheidungen der Treuhandanstalt retardierend Einfluß nehmen. Wichtig ist aber ein Frühwarnsystem, das es der staatlichen Strukturpolitik, insbesondere der Regionalpolitik gestattet, so weit wie möglich rechtzeitig auf Belastungsindikatoren (Freisetzungen) zu reagieren. Es müssen insbesondere möglichst schnell perspektivisch Problemregionen identifiziert werden, um das notwendigerweise entstehende 'schwarze Loch' zwischen unvermeidbarem Beschäftigungsabbau und zu förderendem Beschäftigungsaufbau in neuen Betrieben so schnell wie möglich zu überwinden." (IAB2)
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Literaturhinweis
Beschäftigungsperspektiven von Treuhandunternehmen (1991)
Kühl, Jürgen; Wahse, Jürgen; Schäfer, Reinhard;Zitatform
Kühl, Jürgen, Reinhard Schäfer & Jürgen Wahse (1991): Beschäftigungsperspektiven von Treuhandunternehmen. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 24, H. 3, S. 501-513.
Abstract
"Bei einer schriftlichen Befragung aller rd. 8500 Treuhand-Unternehmen machten 5269 Antwortbetriebe mit rd. 75% aller Beschäftigten in Treuhandfirmen folgende Angaben:
- Nach einem Beschäftigungsabbau um 800 000 im 1. Halbjahr 1991 erwarten Treuhandfirmen im 2. Halbjahr einen weiteren Beschäftigungsabbau um 550 000 Arbeitnehmer. Nach weiterem Rückgang 1992 dürfte sich die Beschäftigung 1993 bei rd. 1,3 Mio. Arbeitnehmern stabilisieren.
- Für 54% des abgebauten Personals gab es im 1. Halbjahr 1991 Alternativen zur Arbeitslosigkeit: Andere und neue Arbeitsplätze in Ost und West, ABM, Qualifizierung oder vorgezogener Ruhestand. Die übrigen 46% sind betriebsbedingt gekündigt worden und somit besonders von Arbeitslosigkeit bedroht.
- Treuhandfirmen erwarten in großer Zahl Ausgründungen, Betriebskäufe durch das Management und Auffanggesellschaften zur Qualifizierung und Beschäftigung.
- Der Bruttodurchschnittslohn im April 1991 betrug in den erfaßten Treuhandunternehmen DM 1530,-. Weit höhere Löhne werden in Unternehmen mit steigender Beschäftigung gezahlt." (Autorenreferat) -
Literaturhinweis
Beschäftigungspolitische Wirkungen der Treuhandanstalt (1991)
Kühl, Jürgen;Zitatform
Kühl, Jürgen (1991): Beschäftigungspolitische Wirkungen der Treuhandanstalt. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 44, H. 11, S. 682-688.
Abstract
"Der Beitrag informiert über wichtige Komponenten des Teilarbeitsmarktes Treuhandanstalt (THA) und entwickelt Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitsmarkteffizienz der Treuhandpolitik. Nachdem die THA am 1.7.1990 noch über gut 4 Mill. Beschäftigte verfügte, waren es ein Jahr später nur noch 2,1 Mill. Gegen Ende 1991 werden es voraussichtlich rund 1,6 Mill. sein. Für 1992 ist ein weiterer Beschäftigungsabbau zu erwarten. Dieser Arbeitsplatzvernichtung steht eine hohe staatliche Kapitalzufuhr gegenüber, die aber nur zum geringsten Teil aktiv für die Sanierung der Unternehmen verwendet wird. Der größte Teil geht für Zinsen auf Altschulden, für die Defizitfinanzierung sowie für die Sozialpläne drauf. Der hohe Netto-Beschäftigungsrückgang bei der THA wurde zur Hälfte von Arbeitsmarktkonten in West und Ost sowie in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen aufgefangen und kam somit nicht in der offiziellen Arbeitsmarktstatistik zum Ausdruck. Als Folge von arbeitsmarktpolitischen Abhilfen der BA werden gegenwärtig in den neuen Ländern rund 3,3 MIll. Menschen unterstützt." (Autorenrefrat)
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Literaturhinweis
Dimensionen des Umbruchs: die ostdeutsche Wirtschaft in mittelfristiger Sicht (1991)
Ludwig, Udo; Oelschlägel, Walter; Böhme, Hannelore; Nick, Peter; Dathe, Dietmar; Biebler, Edith; Krüger, Gudrun;Zitatform
Ludwig, Udo, Edith Biebler, Hannelore Böhme, Dietmar Dathe, Gudrun Krüger, Peter Nick & Walter Oelschlägel (1991): Dimensionen des Umbruchs. Die ostdeutsche Wirtschaft in mittelfristiger Sicht. (Wirtschaftsreport 02), Berlin, 88 S.
Abstract
Gegenstand des Forschungsberichtes sind Computersimulationen mit Hilfe des mathematischen Modells TRANSIT-DDR. Es bildet makroökonomische Wirtschaftsabläufe in den geographischen Grenzen der ehemaligen DDR ab, insbesondere die Entstehung, Verteilung und Verwendung des Bruttosozialproduktes im Zusammenhang mit der Entwicklung des Arbeitsmarktes. Den vorgestellten Szenarien liegen verschiedene Annahmen zugrunde bezüglich der Schließung und Stillegung unwirtschaftlicher Produktionskapazitäten und der Investitionstätigkeit. Gemeinsam ist ihnen die These, daß die Umstrukturierung der ostdeutschen Wirtschaft dem von der westdeutschen Wirtschaft vorgezeichneten makroökonomischen Muster folgt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Die Treuhandanstalt: deutsche Erfahrungen und Probleme bei der Transformation von Wirtschaftsordnungen (1991)
Luft, Hans;Zitatform
Luft, Hans (1991): Die Treuhandanstalt. Deutsche Erfahrungen und Probleme bei der Transformation von Wirtschaftsordnungen. In: Deutschland-Archiv, Jg. 24, H. 12, S. 1270-1276.
Abstract
Der Autor untersucht die Rolle der Treuhandanstalt, die als Übergangsstruktur zur Privatisierung und Reorganisation des Volkseigentums der ehemaligen DDR geschaffen wurde. Er geht auf deutsche Besonderheiten im Transformationsprozeß ein, befaßt sich mit Fragen von Sanierung und Privatisierung, dem Konflikt zwischen Entschädigung und Rückgabe und dem Verhältnis von Sanierung und Liquiditätssicherung. "Unabhängig vom Standpunkt zu konkreten Entscheidungen der Treuhand bleibt als theoretisches Fazit, daß eine Wirtschaftsreform sich nicht auf Privatisierung, Liberalisierung und eine neue Fiskalpolitik reduzieren läßt. Sie verlangt gleichzeitig eine Reallokation der Ressourcen und Strukturveränderungen bei sozialen Absicherungen für die Menschen, was nicht dem Markt allein überlassen werden kann, sondern den regulierenden Einfluß des Staates erfordert, ohne Dirigismus, aber durch Schaffung von Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, daß betriebswirtschaftliches Kalkül immer mehr auch im öffentlichen Interesse liegt und die Lebensgrundlagen künftiger Generationen nicht untergräbt." (IAB2)
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Literaturhinweis
Gründungsreport: Laufende Berichterstattung über das Gründungsgeschehen in den neuen Bundesländern (1991)
May-Strobl, Eva; Paulini, Monika;Zitatform
May-Strobl, Eva & Monika Paulini (1991): Gründungsreport: Laufende Berichterstattung über das Gründungsgeschehen in den neuen Bundesländern. (IfM-Materialien 83), Bonn, 19 S., Anhang.
Abstract
Der vorliegende Report gibt einen Überblick über die Gründungsaktivitäten in den neuen Bundesländern im Verlauf des Jahres 1990. Die Gewerbean- und -abmeldungen werden nach folgenden Gesichtspunkten analysiert:
- Wirtschaftsbereichszugehörigkeit
- regionale Zuordnung
- Entwicklung des Antragsvolumens im ERP-Existenz-Gründungsprogramm
- Gründungsförderung, Gründungsinvestitionen und
- Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen. (IAB) -
Literaturhinweis
Zukunftsraum Hessen-Thüringen: Heft 2: Fremdenverkehr in Thüringen. Grundzüge einer Entwicklungskonzeption (1991)
Zitatform
Meyer, Thomas & Klaus Willich-Michaelis (1991): Zukunftsraum Hessen-Thüringen. Heft 2: Fremdenverkehr in Thüringen. Grundzüge einer Entwicklungskonzeption. (HLT-Report 292), Wiesbaden, 142 S.
Abstract
Der Beitrag liefert Grundzüge einer Entwicklungskonzeption für den Fremdenverkehr in Thüringen. Während Hessen gefestigte Positionen auf einzelnen touristischen Teilmärkten hat, steht die Fremdenverkehrswirtschaft in Thüringen, wie andere Wirtschaftsbereiche auch, vor erheblichem Anpassungsbedarf an die neue Marktsituation. Das vorliegende Grundkonzept steckt die Handlungsfelder einer marktorientierten Fremdenverkehrspolitik ab und empfiehlt Prioritäten für kurzfristig durchzuführende Maßnahmen (Heft 2 der Gesamtuntersuchung). (IAB2)
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Literaturhinweis
Die zukünftige Entwicklung der Landwirtschaft in den fünf neuen Bundesländern (1991)
Schmitz, Peter Michael; Wiegand, Stephan;Zitatform
Schmitz, Peter Michael & Stephan Wiegand (1991): Die zukünftige Entwicklung der Landwirtschaft in den fünf neuen Bundesländern. Kiel: Wissenschaftsverlag Vauk, 109 S., Anhang.
Abstract
"Diese Studie ist Bestandteil einer längerfristigen Untersuchung über die zukünftige Entwicklung der Landwirtschaft in den fünf neuen Bundesländern. Auf der Basis umfangreicher Expertenbefragungen mit etwa halbjährigem Abstand versucht das Projekt, die zeitliche Dynamik des strukturellen Anpassungsprozesses seit der deutschen Vereinigung zu erfassen und für die Projektion des weiteren Entwicklungsverlaufs zu nutzen. Die Ergebnisse der ersten beiden Befragungsrunden vom September 1990 und vom März 1991 liegen nunmehr vor und lassen erste Schlußfolgerungen zu." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Anpassungsprozesse in der ostdeutschen Landwirtschaft: Analyse und Bewertung (1991)
Schrader, Jörg-Volker;Zitatform
Schrader, Jörg-Volker (1991): Anpassungsprozesse in der ostdeutschen Landwirtschaft. Analyse und Bewertung. (Kieler Diskussionsbeiträge / Institut für Weltwirtschaft 171/172), Kiel, 75 S.
Abstract
"Die Vereinigung der beiden deutschen Staaten hat auch für die Landwirtschaft in den neuen Bundesländern schwerwiegende Umwälzungen zur Folge. Zum einen wird ein zentralstaatlich verwalteter Wirtschaftsbereich nicht in die Marktwirtschaft überführt, sondern vielmehr einer anderen - auf anderen Wertungen beruhenden - sehr weitgehenden Reglementierung in Form der europäischen und nationalen Agrarpolitik unterworfen. Zum anderen hat hier die Klärung der Frage des Eigentums an Boden, dem wichtigsten landwirtschaftlichen Produktionsfaktor, einen besonderen Stellenwert.
Für den Aufbau der Untersuchung ergibt sich hieraus im wesentlichen eine Dreiteilung. Zunächst wird ein komprimierter Überblick über die bisherigen Strukturen und agrar- und gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen sowie die für die Agrarproduktion in Zukunft gültigen Rahmenbedingungen gegeben, die sich aus Marktgegebenheiten, der nationalen und der EG-Agrarpolitik und allgemeinen gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Grundsätzen wie z.B. der Eigentumsordnung ableiten (Kapitel II, III und IV). Hierauf aufbauend werden in konkreten Fallstudien Anpassungsprozesse und -probleme einzelner landwirtschaftlicher Betriebe analysiert und zusammenfassend Schlußfolgerungen für den Agrarsektor insgesamt gezogen (Kapitel V). Abschließend folgt in Kapitel VI eine gesamtwirtschaftliche Beurteilung der Agrarpolitik." (Autorenreferat) -
Literaturhinweis
Kaltstart: Volkswirtschaftliche Aspekte der deutschen Vereinigung (1991)
Sinn, Gerlinde; Sinn, Hans-Werner;Zitatform
Sinn, Gerlinde & Hans-Werner Sinn (1991): Kaltstart: Volkswirtschaftliche Aspekte der deutschen Vereinigung. Tübingen: Mohr, 229 S.
Abstract
"Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über die wichtigsten ökonomischen Probleme der Vereinigung. Es zeigt die Gefahren und Chancen auf, zwischen denen sich die Wirtschaftspolitik bewegt. Ausführlich beschäftigt es sich mit dem politischen Ablauf des Vereinigungsgeschehens, seinen internationalen Aspekten, der Währungsumstellung, der Privatisierungspolitik und der Lohnpolitik der Tarifparteien. Zur Beendigung des Verteilungskampfes propagieren die Autoren einen 'Sozialpakt für den Aufschwung': Zwischen den ostdeutschen Tarifpartnern wird ein Lohnstillhalteabkommen geschlossen, das die Relation zwischen ost- und westdeutschen Tariflöhnen temporär fixiert, und zum Ausgleich wird der ostdeutschen Bevölkerung eine Restbeteiligung am ehemals volkseigenen Vermögen zugesprochen. Dazu wird ein alternatives Privatisierungsmodell entwickelt, das die Privatisierung beschleunigt, die Kapitalbildung erhöht und einen mäßigenden Einfluß auf zukünftige Lohnforderungen verspricht." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Das Umstellungsdilemma: Der Strukturwandel in der Bauwirtschaft in den neuen Bundesländern am Beispiel der Region Frankfurt/Oder (1991)
Syben, Gerd; Zoll, Dietmar; Tügel, Annegret; Warich, Bert;Zitatform
Syben, Gerd, Annegret Tügel, Bert Warich & Dietmar Zoll (1991): Das Umstellungsdilemma: Der Strukturwandel in der Bauwirtschaft in den neuen Bundesländern am Beispiel der Region Frankfurt/Oder. (GEKAS-Studien), Bremen, 92 S.
Abstract
Am Beispiel der Region Frankfurt/Oder wird auf der Grundlage empirischer Betrachtung von Baubetrieben verschiedener Größe, Marktstellung und Leistungsprofile der Strukturwandel in der Bauwirtschaft dargestellt. Dabei wird deutlich, daß Grad und Tiefe der Anpassungsprobleme von verschiedenen Faktoren abhängen: Neben der Betriebsgröße, dem Produktprofil, der Beschäftigtenstruktur und dem selbstgewählten Tempo der Umstellung der internen Betriebsabläufe sowie der Marktstellung (dazu gehört auch die regionale Lage) gehört dazu auch die objektive Chance zum Aufbau einer neuen Auftraggeberstruktur. (IAB)
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Literaturhinweis
Perspektiven für den Arbeitsmarkt in den neuen Bundesländern (1991)
Vogler-Ludwig, Kurt;Zitatform
(1991): Perspektiven für den Arbeitsmarkt in den neuen Bundesländern. (Ifo-Studien zur Arbeitsmarktforschung 07), München, 226 S.
Abstract
"Auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich in besonderer Weise, daß wirtschaftliche Veränderungen mit persönlicher Betroffenheit verbunden sind. Dies um so mehr, als die Beschäftigten in den neuen Bundesländern das Risiko der Arbeitslosigkeit bisher nicht tragen mußten. Die Notwendigkeit und der Wille zu grundlegenden Veränderungen des Wirtschaftssystems steht unvermeidlich im Widerspruch zu den individuellen Sicherheitsbedürfnissen. Darüber hinaus ist sie mit Umwälzungen in der Arbeitswelt, der gesellschaftlichen Hierarchien und mit einer Neuverteilung von wirtschaftlichen Chancen und Risiken verbunden. Das Spannungsfeld zwischen ökonomischen und sozialen Veränderungen im Zuge des gegenwärtigen Umbruchs in den neuen Bundesländern wird in vier Themenkomplexen behandelt:
1. Gesamtwirtschaftliche und strukturelle Entwicklung der ostdeutschen Wirtschaft
2. Beschäftigung und Arbeitslosigkeit
3. Arbeitsmarkt- und Lohnpolitik
4. Soziale Aspekte der Beschäftigungskrise
Dabei kommt es zu unterschiedlichen Einschätzungen über die Tiefe und Dauer der Beschäftigungskrise in den ostdeutschen Bundesländern, die für viele der dargelegten Argumente bestimmend sind. Während die Autoren aus Ostdeutschland eher auf die Schärfe der gegenwärtigen Krise und die Gefahr anhaltender Strukturprobleme hinweisen, heben die westdeutschen Autoren stärker die bereits vorhandenen positiven Entwicklungsansätze und die günstige Basis für eine Umstrukturierung der ostdeutschen Wirtschaft hervor." (Autorenreferat) -
Literaturhinweis
Perspektiven für den Arbeitsmarkt: Bericht über eine wissenschaftliche Konferenz in Dresden (1991)
Vogler-Ludwig, Kurt;Zitatform
Vogler-Ludwig, Kurt (1991): Perspektiven für den Arbeitsmarkt. Bericht über eine wissenschaftliche Konferenz in Dresden. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 44, H. 16/17, S. 19-23.
Abstract
Zu unterschiedlichen Einschätzungen über Tiefe und Dauer der Beschäftigungskrise in den ostdeutschen Bundesländern kam es auf einer wissenschaftlichen Konferenz, die am 7. und 8. Mai 1991 in Dresden stattfand. Die gemeinsam vom Institut für angewandte Wirtschaftsforschung in Berlin (IAW, Berlin) und dem Ifo-Institut veranstaltete Tagung zeigte, daß sich ost- und westdeutsche Wissenschaftler vor allem in ihrer Beurteilung der Entwicklungsperspektiven deutlich unterscheiden. Während die Teilnehmer aus Ostdeutschland eher auf die Schärfe der gegenwärtigen Krise und die Gefahr anhaltender Strukturprobleme hinwiesen, hoben die westdeutschen Teilnehmer die vorhandenen positiven Entwicklungsansätze und die günstige Basis für eine Umstrukturierung der ostdeutschen Wirtschaft hervor. Die Tagung behandelte die Arbeitsmarktproblematik in vier Themenkomplexen:
- Gesamtwirtschaftiche und strukturelle Entwicklung der ostdeutschen Wirtschaft
- Beschäftigung und Arbeitslosigkeit
- Arbeitsmarktpolitik
- Soziale Aspekte der Beschäftigungskrise
Ein wesentliches Anliegen der Tagung war die Verknüpfung von ökonomischen und sozialen Aspekten mit der Arbeitsmarktanalyse und -politik. Aus einer möglichst umfassenden Sicht der gegenwärtigen Anpassungsvorgänge sollten sich jene Perspektiven ergeben, die sowohl die ökonomischen Forderungen an eine effiziente Umstrukturierung als auch die Sozialverträglichkeit der Anpassungslasten berücksichtigen. (IAB2) -
Literaturhinweis
Beschäftigungsperspektiven von Treuhandunternehmen: Umfrage 4/1991 (1991)
Wahse, Jürgen; Fitzner, Sibylle; Schaefer, Reinhard; Mittelbach, Hans; Dahms, Vera;Zitatform
Wahse, Jürgen, Vera Dahms, Sibylle Fitzner, Hans Mittelbach & Reinhard Schaefer (1991): Beschäftigungsperspektiven von Treuhandunternehmen. Umfrage 4/1991. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 152), Nürnberg, 184 S.
Abstract
"Im Rahmen einer Vereinbarung zwischen der Treuhandanstalt und der Bundesanstalt für Arbeit Nürnberg wurde im April 1991 das Berliner Institut für Wirtschaftswissenschaften beauftragt, im Mai 1991 alle Treuhandunternehmen über ihre Beschäftigungsperspektiven zu befragen. Mit dieser Befragung konnte etwa ein Drittel aller Erwerbstätigen Ostdeutschlands erfaßt werden. Es handelt sich dabei vor allem um Unternehmen der Industrie, also um den Problembereich der ostdeutschen Wirtschaft, in dem der Beschäftigtenabbau sich in besonderen Dimensionen vollziehen muß. Von den 8.468 angeschriebenen Unternehmen haben 5.657 geantwortet (87 %). 388 Unternehmen waren bis zum Befragungsstichtag privatisiert, so daß 5.269 Datensätze berücksichtigt wurden (61 %). In diesen Unternehmen waren am 1. Januar 1991 2,2 Millionen Beschäftigte (einschließlich Auszubildende und Kurzarbeiter) tätig. Von den insgesamt 2,9 Millionen Beschäftigten der Treuhandunternehmen konnten somit 75 % in die Auswertung einbezogen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschäftigungsperspektiven landwirtschaftlicher Unternehmen des Arbeitsamtsbezirks Neubrandenburg (1991)
Wahse, Jürgen; Mittelbach, Hans; Boje, Jürgen; Dahms, Vera;Zitatform
Wahse, Jürgen, Jürgen Boje, Vera Dahms & Hans Mittelbach (1991): Beschäftigungsperspektiven landwirtschaftlicher Unternehmen des Arbeitsamtsbezirks Neubrandenburg. Berlin, 128 S.
Abstract
Der Bericht beruht auf den Ergebnissen einer Befragung, die im Oktober 1991 zu Beschäftigungsperspektiven in landwirtschaftlichen Unternehmen des Arbeitsamtsbezirkes Neubrandenburg durchgeführt wurde. Befragt wurden die ehemaligen Genossenschaften sowie die bereits neugegründeten Unternehmen, einschließlich der privaten Wiedereinrichter. Der Bericht gliedert sich in folgende drei Schwerpunkte:
1. Gesamtwirtschaftliche Situation im Arbeitsamtsbezirk Neubrandenburg
2. Stand und Perspektiven der Beschäftigungssituation in der Landwirtschaft im Arbeitsamtsbezirk Neubrandenburg
3. Wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Probleme und Schlußfolgerungen. (IAB) -
Literaturhinweis
Jahresgutachten 1991/92 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (1991)
Zitatform
(1991): Jahresgutachten 1991/92 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 12/1618 (18.11.1991)), 409 S.
Abstract
Der Sachverständigenrat analysiert die wirtschaftliche Lage im Jahr 1991 unter dem Motto "Die wirtschaftliche Integration in Deutschland, Perspektiven-Wege-Risiken", prognostiziert die voraussichtliche Entwicklung im Jahr 1992 und behandelt die Aufgaben und Möglichkeiten der Wirtschaftspolitik im vereinten Deutschland für 1992 und danach. "Wie ein roter Faden zieht sich durch dieses Gutachten das Werben für die Einsicht, daß es mit Blick auf die grundlegend veränderten Bedingungen in Deutschland geboten ist, die Prioritäten für die Wirtschaftspolitik neu zu setzen. Für die ganze deutsche Wirtschaft heißen die wirtschaftspolitischen Gebote der nächsten Jahre: alles vermeiden, was Investieren und Sparen behindert, weniger subventionieren, nicht das obsolet Gewordene erhalten wollen. Augenmaß für das Verteilbare bewahren und den Staat solide finanzieren. Im ersten Jahr nach der Vereinigung Deutschlands ist der Arbeitsmarkt noch gespalten. Einer weiterhin starken Beschäftigungsexpansion im Westen stand ein drastischer Rückgang der Erwerbstätigkeit im Osten gegenüber. Allerdings sind deutliche Kennzeichen eines allmählichen Zusammenwachsens des deutschen Arbeitsmarktes nicht zu übersehen. Die gute Beschäftigungsentwicklung in den alten Bundesländern trug mit dazu bei, die Beschäftigungsprobleme in den neuen Bundesländern zu mildern." (IAB2)
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Literaturhinweis
Deutsche Vereinigung: Folgen und Aussichten für Ostdeutschland (1991)
Zitatform
(1991): Deutsche Vereinigung: Folgen und Aussichten für Ostdeutschland. In: Europäische Wirtschaft H. 50, S. 177-193.
Abstract
"Durch die deutsche Vereinigung wurde die ostdeutsche Wirtschaft einem dreifachen 'big bang' ausgesetzt: i) der unverzüglichen Abschaffung protektionistischer Instrumente infolge der Errichtung der deutschen Wirtschafts- und Währungsunion, ii) der sofortigen und vollständigen Integration des ost- und westdeutschen Arbeitsmarktes, da alle Beschränkungen der Freizügigkeit aufgehoben wurden, und iii) der Einführung der rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen einer entwickelten Marktwirtschaft infolge der politischen Vereinigung. Der Verlust der inländischen und osteuropäischen Märkte für die ostdeutschen Unternehmer führte zu einer signifikanten Anpassung der ostdeutschen Produktion und Beschäftigung nach unten. Während die landwirtschaftliche Produktion etwa um die Hälfte sank, schrumpfte die Industrieproduktion in den ersten zwölf Monaten nach Errichtung der Währungsunion um etwa 60 bis 70%. Nur im Bausektor sank die Produktion um weniger als 10%, während der in kommunistischen Volkswirtschaften traditionell unterentwickelte Dienstleistungssektor vom Umbau der ostdeutschen Wirtschaft profitierte. Der Arbeitsmarkt geriet schon bald in dreifacher Hinsicht unter Druck, nämlich wegen der schrumpfenden Produktion, der notwendigen Produktivitätssteigerung und der über die Produktionsfortschritte hinausgehenden Lohnerhöhungen. Die Beschäftigung sinkt entsprechend wenn auch mit einer gewissen Verzögerung. Trotz umfangreicher staatlicher Interventionen am Arbeitsmarkt, besonderer Vorruhestandsregelungen und einer rasch anwachsenden Anzahl von Pendlern, die im alten Bundesgebiet arbeiten, überstieg die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen schon im Frühjahr 1991 die Eine-Million-Marke, und bis Ende 1993 werden wahrscheinlich 4 bis 5 Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz verloren haben. Ziel der Wirtschaftspolitik ist es, die ostdeutsche Wirtschft in eine wettbewerbsfähige und dynamische Marktwirtschaft umzuwandeln, vorzugsweise mit mehr arbeitsintensiven Produktionsmethoden und unter Vermeidung von Kaufkrafteinbrüchen. Die bisherigen Ergebnisse waren allerdings Massenarbeitslosigkeit, ein drastisch geschrumpftes BIP und sehr hohe öffentliche Defizite. Diese enttäuschenden Ergebnisse waren allerdings in Anbetracht der in Ostdeutschland herrschenden Verhältnisse unvermeidlich. Hauptzweck der Arbeitsmarktpolitik ist es, ein sich selbst tragendes beschäftigungswirksames Wachstum zu fördern. Gleichwohl besteht kaum ein Zweifel daran, daß das Arbeitskräfteangebot in Ostdeutschland in den nächsten Jahren die Nachfrage bei weitem übersteigen wird. Auf einige Zeit hinaus werden in den neuen Bundesländern zwei verschiedene Arbeitsmärkte als Ausdruck einer dualen Wirtschaft parallel nebeneinander bestehen. Als kurzfristige Lösung zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit wird die vorübergehende Schaffung eines 'parallelen' Arbeitsmarktes und einer Parallelwirtschaft in Form von staatlichen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und staatlich finanzierten Beschäftigungsgesellschaften erwogen. Darüber hinaus wird es zur Transformation der ostdeutschen Wirtschaft umfangreicher privater und öffentlicher Investitionen bedürfen; bislang war weder die öffentliche noch die private Investitionstätigkeit angemessen. Da aber im Laufe des Jahres 1991 politische, soziale und rechtliche Ungewißheiten, die ein bedeutendes Hindernis für neue Investitionen darstellen, beseitigt und umfangreiche Investitionsfördermaßnahmen beschlossen wurden, sind die Aussichten für eine Erholung in Ostdeutschland im ganzen recht günstig. Dies gilt insbesondere für die Bauwirtschaft und den Dienstleistungssektor. Recht trübe sind dagegen die Aussichten für die bestehenden Unternehmen der verarbeitenden Industrie." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ostdeutschland: Der mühsame Aufstieg: Gutachten zur Lage und zu den Aussichten der Wirtschaft in den neuen Bundesländern (1991)
Abstract
"Die kurzfristige Prognose bis 1992 ist eine Einschätzung auf der Grundlage eines konsistenten Rechenschemas. Die Einschätzung bis zum Jahre 2000 ist keine Prognose, sondern eine Modellrechnung in Form eines Szenariums, das einige der vielen möglichen Entwicklungspfade beschreibt. Damit soll zum ersten Mal versucht werden, bestimmte Grundrelationen und Wachstumsbedingungen auf längere Sicht zu diskutieren. Die Arbeiten daran werden fortgeführt und erweitert." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Ostdeutscher Arbeitsmarkt vor dem Kollaps? (1991)
Zitatform
(1991): Ostdeutscher Arbeitsmarkt vor dem Kollaps? (Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung Berlin. Konjunkturhefte 04/91), Berlin, 71 S.
Abstract
"Besorgnis über den weiteren Einbruch auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt, positive Effekte durch die Sonderkreditierung von Lieferungen im Werte von 9 Mrd. DM in die Sowjetunion sowie Hoffnungsschimmer im Investitionsbereich sind Hauptergebnisse einer Ende März 1991 vom Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung, Berlin, durchgeführte Umfrage unter 200 ostdeutschen Unternehmen der Industrie.
Die Aussagen der Unternehmen hinsichtlich der weiteren Tendenzen für den ostdeutschen Arbeitsmarkt bestätigen frühere Untersuchungen des IAW, daß sich der dramatische Arbeitskräfteabbau bis zum Jahresende noch fortsetzen wird. Ende Juni 1991 sollen in den befragten Unternehmen fast 20.000 Arbeitnehmer entlassen werden. Noch düsterer sind die Prognosen für das zweite Halbjahr, wo weitere 45.000 ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Eindeutig auch die Aussage der Firmen, daß die Entlassungen vorrangig Kurzarbeiter treffen werden. Unternehmen mit hoffnungsvollen Geschäftsaussichten sind immer noch eine Ausnahme. Auch diese Firmen sehen sich vor große Probleme beim Abbau ihrer Belegschaftsgröße gestellt." (Autorenreferat) -
Literaturhinweis
Sanierungsauftrag und strukturpolitische Mitverantwortung der Treuhand: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage (Drucksache 12/1210) (1991)
Zitatform
(1991): Sanierungsauftrag und strukturpolitische Mitverantwortung der Treuhand. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage (Drucksache 12/1210). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 12/1500 (07.11.1991)), 10 S.
Abstract
"Die Erhaltung sanierungsfähiger Unternehmen in den neuen Bundesländern gehört zu den vorrangigen Zielen der Bundesregierung. Ihr ist daher bewußt, daß dies die finanzielle Hilfestellung der Treuhandanstalt für ihre Unternehmen für einen befristeten Sanierungszeitraum erfordert. Die Bundesregierung wird dies bei der Bemessung des finanzielen Spielraums der Treuhandanstalt berücksichtigen." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Zwischen Müllfluten und Altlasten: Probleme und Perspektiven der Abfallwirtschaft in den neuen Bundesländern: eine Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung am 8. Mai 1991 in Potsdam (1991)
Zitatform
(1991): Zwischen Müllfluten und Altlasten: Probleme und Perspektiven der Abfallwirtschaft in den neuen Bundesländern. Eine Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung am 8. Mai 1991 in Potsdam. (Wirtschaftspolitische Diskurse 16), Bonn, 43 S.
Abstract
Die Broschüre enthält - thematisch geordnet - Referate und Diskussionsbeiträge einer Tagung zum Thema "Probleme und Perspektiven der Abfallwirtschaft in den neuen Bundesländern". Zunächst wird dargestellt, "welche Aufgaben die neuen Länder in der Abfallwirtschaft zu lösen haben, um das Erbe des real-sozialistischen Schlendrians und die Folgen des ersehnten Wirtschaftsaufschwungs in der Zukunft zu bewältigen. Dabei zeigt sich, daß die Abfallwirtschaft der alten Bundesländer keineswegs Vorbild sein kann (Teil 1). Danach werden Leistungsfähigkeit, Grenzen und Bedingungen traditioneller und zukunftsweisender Strategien der Abfallwirtschaft herausgearbeitet (Teil 2) und die Instrumente vorgestellt, die der Politik zur Verfügung stehen, um die Abfallvermeidung und -verwertung zu fördern (Teil 3). Nach einem Überblick über Finanzierungshilfen beim Aufbau einer modernen und leistungsfähigen Müllentsorgung in den neuen Ländern (Teil 4) behandelt die Broschüre Rahmenbedingungen für eine effiziente Abfallwirtschaft, unter Berücksichtigung von Erfahrungen aus Ländern und Gemeinden. Die Broschüre schließt mit einer Zusammenfassung, die noch einmal deutlich macht, daß - überall in der Bundesrepublik - die Entwicklung abfallvermeidender Produktlinien nötig ist, wenn die Wohlstandsgesellschaft nicht eines Tages unter der schmutzigen Last ihrer eigenen Wachstumserfolge zusammenbrechen soll." (IAB2)
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Literaturhinweis
Dynamik in der Region: Probleme, Potentiale und Gestaltungsfelder regionaler Strukturanpassung in den ostdeutschen Bundesländern am Beispiel Lauchhammer (1991)
Abstract
"Die Forschungsergebnisse basieren auf Felduntersuchungen zur wirtschaftlichen, sozialen und kommunalen Strukturentwicklung in Lauchhammer. Der Wirtschaftsraum Lauchhammer wird aufgrund seiner monostrukturellen Ausrichtung besonders von den krisenhaften Schrumpfungsprozessen der Braunkohlenwirtschaft und der damit verbundenen Energieproduktion betroffen. Große Teile der Erwerbstätigen in Lauchhammer und der gesamten Region Cottbus-Senftenberg sind in diesen Wirtschaftsbereichen tätig." Neben der Erstellung einer lokalen Arbeitsmarktbilanz und dem Kalkulieren möglicher Beschäftigungseinbrüche stand die Fragestellung, wie und in welchen Bereichen ein tragfähiger Strukturwandel eingeleitet werden kann und welche Rahmenbedingungen zu berücksichtigen sind, im Vordergrund der Untersuchungen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Die ostdeutsche Wirtschaft in der Anpassungskrise: Lage und Perspektiven 1991 (1991)
Abstract
"Die strukturellen Anpassungszwänge in den neuen Bundesländern vollziehen sich vor dem Hintergrund einer verlangsamten weltwirtschaftlichen Entwicklung und einer deutlichen Wachstumsabschwächung der westdeutschen Wirtschaft. Der Strukturwandel hat bereits 1990 eingesetzt und ist die Folge einer tiefgreifenden Anpassungskrise der ostdeutschen Wirtschaft, die vom Transformationsschock der deutschen Einigung wie auch durch den Zusammenbruch des Osthandels und die Öffnung zum europäischen Binnenmarkt ausgelöst wurde. Betroffen sind davon vor allem die meisten Industriebereiche und die Landwirtschaft. Mit den absehbaren Produktionsverlusten werden große Probleme für den ostdeutschen Arbeitsmarkt aufgeworfen, die sich sowohl global als auch regional niederschlagen. Bislang blieben sie zum Teil noch verborgen, da die Selektionsprozesse des verschärften Wettbewerbs durch Liquiditätshilfen oder z.Z. noch durch Kurzarbeitsregelungen u.ä. abgefedert werden. Der Arbeitsmarkt wird durch Pendler, Aussiedler und Ruhestandsregelungen entlastet und damit die Zahl der Erwerbspersonen von Herbst 1989 bis Ende 1991 um 1,8 Mio. zurückgehen. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte im selben Zeitraum um mehr als vier Millionen fallen. Bis Jahresende 1991 wird es voraussichtlich 2,5 Mio. Arbeitslose sowie eine Million Kurzarbeiter geben." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Anpassungsprozesse in Ostdeutschland: dritter Bericht (1991)
Zitatform
(1991): Gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Anpassungsprozesse in Ostdeutschland. Dritter Bericht. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 58, H. 39/40, S. 553-574.
Abstract
Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums werden die wirtschaftlichen Anpassungsprozesse in Ostdeutschland zwei Jahre lang untersucht und vierteljährliche Berichte erstellt. Der dritte Bericht konzentriert sich auf die Bereiche Industrie, Baugewerbe, Dienstleistungsunternehmen und öffentliche Verwaltung. Da die Daten der amtlichen Statistik weiterhin sehr unzureichend sind, wurde versucht, die Lücken durch mündliche und schriftliche Befragungen von ost- und westdeutschen Unternehmen, Wirtschaftsverbänden, staatlichen Stellen und gesellschaftlichen Organisationen sowie durch Auswertung der Fach- und Tagespresse zu schließen. Die Ergebnisse zeigen für die Industrie eine allmähliche Wende zum Besseren: Für das zweite Halbjahr 1991 erwarten die Unternehmen ein kräftiges Umsatzplus, dem allerdings weiterhin ein kräftiger Beschäftigungsabbau gegenübersteht. In der Bauwirtschaft ist es bereits zu einem Umschwung gekommen. Die Entwicklung in den Dienstleistungsbereichen verläuft uneinheitlich. In der kommunalen Verwaltung ist der Neuaufbau der Verwaltungsstrukturen im Berichtszeitraum gut vorangekommen. (IAB)
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Literaturhinweis
Gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Anpassungsprozesse in Ostdeutschland: vierter Bericht (1991)
Zitatform
(1991): Gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Anpassungsprozesse in Ostdeutschland. Vierter Bericht. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 58, H. 51/52, S. 711-737.
Abstract
Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums werden die wirtschaftlichen Anpassungsprozesse in Ostdeutschland zwei Jahre lang untersucht und vierteljährliche Berichte erstellt. Der vierte Bericht konzentriert sich auf die Bereiche Industrie, Bau, Dienstleistungsgewerbe und öffentlicher Sektor. Darüberhinaus wird eine Zwischenbilanz der Entwicklung von Anfang 1990 bis zum dritten Quartal 1991 gezogen. Da die Daten der amtlichen Statistik weiterhin unzureichend ist, wurde versucht, die Lücken durch mündliche und schriftliche Befragungen von ost- und westdeutschen Unternehmen, Wirtschaftsverbänden, staatlichen Stellen und gesellschaftlichen Organisationen sowie durch Auswertungen der Fach- und Tagespresse zu schließen. Die Ergebnisse zeigen, daß die gesamtwirtschaftliche Produktion Ostdeutschlands im Sommer 1991 ihren Tiefpunkt erreicht hat. Im dritten Quartal nahm sie nicht mehr ab. Eine durchgreifende Belebung ist aber noch nicht in Sicht. Die Lage am Arbeitsmarkt ist weiter kritisch. Vor allem im industriellen Sektor wird es noch zu weiteren erheblichen Freisetzungen kommen. (IAB)
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Literaturhinweis
Gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Anpassungsprozesse in Ostdeutschland: erster Bericht (1991)
Zitatform
(1991): Gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Anpassungsprozesse in Ostdeutschland. Erster Bericht. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 58, H. 12, S. 123-143.
Abstract
Der Bundeswirtschaftsminister hat einen Forschungsauftrag zur Beobachtung der wirtschaftlichen Anpassungsprozesse in Ostdeutschland erteilt. Während der zweijährigen Laufzeit soll vierteljährlich ein Bericht erstellt werden. Der erste Bericht befaßt sich vorwiegend mit der Industrie, dem Baugewerbe und den Dienstleistungen. Außerdem werden erste Kerndaten einer volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung für Ostdeutschland vorgelegt. Da sich die von der amtlichen Statistik bereitgestellten Daten als unzureichend erwiesen, haben die beauftragten Institute für ihre Untersuchung auch auf eigene Schätzungen, Erhebungen, Befragungen und die Auswertung nichtamtlicher Quellen zurückgegriffen. Die Ergebnisse zeigen, daß sich die Hoffnung, der Dienstleistungssektor könne zusammen mit der Bauwirtschaft zum Schrittmacher eines kräftigen Aufschwungs werden, bisher nicht erfüllt haben. Die Gründe liegen teils auf der Angebotsseite (ungeklärte Eigentumsansprüche, administrative Hemmnisse, fehlende Infrastruktur), mehr aber auf der Nachfrageseite. Für die Zukunft zeichnet sich nur in wenigen Bereichen eine spürbare Aufwärtsentwicklung ab, ein breiter Aufschwung ist nicht in Sicht. (IAB)
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Literaturhinweis
Gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Anpassungsprozesse in Ostdeutschland: zweiter Bericht (1991)
Zitatform
(1991): Gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Anpassungsprozesse in Ostdeutschland. Zweiter Bericht. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 58, H. 24, S. 323-346.
Abstract
Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums werden die wirtschaftlichen Anpassungsprozesse in Ostdeutschland zwei Jahre lang untersucht und vierteljährliche Berichte erstellt. Der zweite Bericht konzentriert sich auf die Bereiche Landwirtschaft, Industrie, Baugewerbe, Dienstleistungsunternehmen und öffentliche Verwaltung. Außerdem werden Ergebnisse einer Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung vorgelegt. Da die Daten der amtlichen Statistik weiterhin sehr unzureichend sind, wurde versucht, die Lücken durch mündliche und schriftliche Befragungen von ost- und westdeutschen Unternehmen, Wirtschaftsverbänden, staatlichen Stellen und gesellschaftlichen Organisationen sowie durch Auswertungen der Fach- und Tagespresse zu schließen. Die Ergebnisse zeigen, daß der Niedergang der ostdeutschen Industrie noch stärker war, als im ersten Bericht im Februar 1991 erwartet wurde. Anzeichen für eine durchgreifende Besserung sind nicht in Sicht. Dagegen hat im Baugewerbe der Aufschwung eingesetzt. "Die Zahl der Beschäftigten bleibt stark rückläufig. Im zweiten Halbjahr 1991 dürften nur noch 6,5 Millionen Personen erwerbstätig sein, davon wird etwa ein Drittel kurzarbeiten. Die Beschäftigungseinbußen werden im Bergbau und in der Industrie am größten und im Dienstleistungssektor am geringsten sein." (IAB2)
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Literaturhinweis
Der Aufschwung kommt im Frühjahr 1992 (1991)
Zitatform
(1991): Der Aufschwung kommt im Frühjahr 1992. (Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung Berlin. Konjunkturhefte 06/91), Berlin, 52 S.
Abstract
"Der erhoffte Aufschwung in der ostdeutschen Industrie dürfte sich im Frühjahr 1992 durchsetzen. Das ist die Hauptaussage der Juni-Umfrage 1991 des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung e.V. unter 285 Industrieunternehmen Ostdeutschlands. Diese optimistischen Erwartungen werden von der Mehrheit der ostdeutschen Industrieunternehmen geteilt. Besonders günstig wird die Situation von Unternehmen der Lebensmittelindustrie sowie des Maschinen- und Anlagebaus beurteilt. Bei einer Gruppierung der Umfragedaten nach Treuhandfirmen und privatisierten Unternehmen treten die eindeutig optimistischen Einschätzungen bereits privatisierter Firmen deutlich hervor. Der Kurzarbeiteranteil in den befragten Unternehmen hat mit durchschnittlich 57 vH die 50 vH-Marke überschritten. Der erst beginnende Umstrukturierungsprozeß etwa der Chemischen Industrie, der Elektrotechnik/Elektronik oder der Textilindustrie Ostdeutschlands läßt dabei für die Zukunft eine weitere Verschärfung der Beschäftigtensituation erwarten. Beispiele von Unternehmen mit eindeutig guten, hoffnungsvollen Geschäftsaussichten bilden weiterhin eine Ausnahme. Am ehesten sind solche Entwicklungen z.Z. bei privatisierten Unternehmen mit soliden westdeutschen oder ausländischen Partnern auszumachen. Doch auch solche Firmen sehen sich hinsichtlich ihrer Belegschaftsgrößen überwiegend vor große Probleme gestellt." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Strukturwandel in Ostdeutschland noch am Anfang (1991)
Zitatform
(1991): Strukturwandel in Ostdeutschland noch am Anfang. (Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung Berlin. Konjunkturhefte 03/91), Berlin, 42 S.
Abstract
"Die Abwärtsentwicklung der Produktion und Beschäftigung in der ostdeutschen Wirtschaft setzt sich auch im Jahr 1991 fort. Die strukturellen Anpassungszwänge in den neuen Bundesländern vollziehen sich vor dem Hintergrund einer verlangsamten weltwirtschaftlichen Entwicklung und einer deutlichen Wachstumsabschwächung der westdeutschen Wirtschaft. Bei insgesamt rückläufiger Produktion in allen neuen Bundesländern werden besonders Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern von beträchtlichen Produktionsrückgängen erfaßt. Mit den insgesamt absehbaren Produktionsverlusten werden große Probleme für den ostdeutschen Arbeitsmarkt aufgeworfen, die sich sowohl global als auch regional niederschlagen. Bislang blieben sie zum Teil noch verborgen, da die Selektionsprozesse des verschärften Wettbewerbs durch Liquiditätshilfen oder z.Z. noch durch Kurzarbeitsregelungen u.ä. abgefedert werden." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Sektorale Strukturprobleme und regionale Anpassungserfordernisse der Wirtschaft in den neuen Bundesländern (1990)
Boden, Eckhardt; Krieger-Boden, Christiane;Zitatform
Boden, Eckhardt & Christiane Krieger-Boden (1990): Sektorale Strukturprobleme und regionale Anpassungserfordernisse der Wirtschaft in den neuen Bundesländern. In: Die Weltwirtschaft H. 2, S. 84-97.
Abstract
"Der Beitrag soll zum einen Anhaltspunkte für Richtung und Ausmaß des langfristig zu erwartenden sektoralen Strukturwandels in den neuen Bundesländern liefern. Dazu wird ihre Wirtschaftsstruktur verglichen mit derjenigen Westdeutschlands sowie ergänzend mit einer aus einem internationalen Länderquerschnitt abgeleiteten 'Normalstruktur'. Außerdem wird untersucht, in welcher Weise die einzelnen neuen Bundesländer - in Anbetracht der großen Unterschiede in ihren Wirtschaftsstrukturen - von den sektoralen Anpassungen betroffen sind und welche Chancen sie möglicherweise haben, diese zu bewältigen. Abschließend wird der Frage nachgegangen, wie die mit diesem Strukturwandel verbundene Arbeitslosigkeit auf ein unvermeidbares Maß begrenzt werden kann." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
The consequences of German economic and monetary union (1990)
Zitatform
Burda, Michael C. (1990): The consequences of German economic and monetary union. (Centre for Economic Policy Research. Discussion paper 449), London, 34 S.
Abstract
Dieses Papier analysiert einige der Konsequenzen der Wirtschafts- und Währungsunion der beiden deutschen Staaten. Besonderes Gewicht wird auf die Angebotsseite der DDR und auf den Ressourcentausch zwischen den zwei Wirtschaftsregionen gelegt. (IAB)
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Literaturhinweis
Zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in den ostdeutschen Ländern (1990)
Bäcker, Gerhard; Müller, Gernot; Seitert, Hartmut; Küchle, Hartmut;Zitatform
Bäcker, Gerhard, Hartmut Küchle, Gernot Müller & Hartmut Seitert (1990): Zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in den ostdeutschen Ländern. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 43, H. 11, S. 707-713.
Abstract
"Die sich seit Einführung der Währungsunion sprunghaft verschlechterte Situation im Bereich der industriellen Produktion der Ex-DDR wird sich in den kommenden Monaten voraussichtlich nicht wesentlich verändern. Die Situation am Arbeitsmarkt dagegen wird sich von Beginn des Jahres 1991 an dramatisch zuspitzen. Die Kosten der Lebenshaltung sind bisher relativ stabil geblieben. Wenn der zu erwartende Mietanstieg nicht zu große Sprünge macht, wird die befürchtete Verteuerung der Lebenshaltung ausbleiben. Die seitens der Bundesregierung eingeleiteten Hilfsmaßnahmen sind zwar nicht unbedingt rechtzeitig und nicht immer zweckmäßig genug eingeleitet worden. Trotzdem hält das WSI es für möglich, daß sich die wirtschaftliche Lage der ehemaligen DDR im späteren Verlauf des Jahres 1991 stabilisiert." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt der Region Pirna: Untersuchungen zu absehbaren Entwicklungen und erforderlichen Maßnahmen (1990)
Falz, Helmut; Stoll, Regina; Großer, Heinz; Völkel, Brigitte; Grosche, Siegfried; Rießland, Dieter; Langnickel, Andreas;Zitatform
Falz, Helmut, Siegfried Grosche, Heinz Großer, Andreas Langnickel, Dieter Rießland, Regina Stoll & Brigitte Völkel (1990): Der Arbeitsmarkt der Region Pirna. Untersuchungen zu absehbaren Entwicklungen und erforderlichen Maßnahmen. Dresden, Getr. Sz.
Abstract
Der rasche Übergang von der zentralen Planwirtschaft zur sozialen Marktwirtschaft ging 1990 in der DDR mit einm Strukturwandel einher, der nahezu schlagartig zu Arbeitslosigkeit führte. Daraus ergaben sich völlig neue Aufgabenstellungen für das Zentrale Forschungsinstitut für Arbeit, Dresden (ZFA). Im Rahmen einer Arbeitsmarktanalyse für den Raum Dresden (veröffentlicht in den Beiträgen zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Nr. 147) erarbeitete das ZFA ein Regionalprojekt für Pirna. "Ziel des Projektes war die
- Erarbeitung und Erprobung methodischer Ansätze und der statistischen Datenbasis;
- Analyse der Beschäftigtenstruktur 1989/90;
- Analyse der Lage auf dem Arbeitsmarkt der Region im Sommer 1990 sowie die
- Ableitung von Empfehlungen für arbeitsmarkt- und regionalpolitische Instrumentarien und Entscheidungen." (IAB2) -
Literaturhinweis
Der maritime Sektor im Umbruch: wirtschaftsstrukturelle und beschäftigungspolitische Vorschläge für Rostock (1990)
Heseler, Heiner; Hickel, Rudolf;Zitatform
Heseler, Heiner & Rudolf Hickel (1990): Der maritime Sektor im Umbruch. Wirtschaftsstrukturelle und beschäftigungspolitische Vorschläge für Rostock. (PIW-Studien 06), Bremen, 97 S.
Abstract
Die Studie "gibt zum einen Anhaltspunkte für die dringend erforderliche Umprofilierung der bisherigen Produktionsschwerpunkte der maritimen Wirtschaft. Zum anderen werden die Instrumente zum sozial- und umweltverträglichen Um- und Ausbau im Wirtschaftsraum Rostock dargelegt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionalbericht Sachsen-Anhalt 1990: Grundzüge räumlicher Strukturen und Aufgabenfelder für die regionale Wirtschaftspolitik (1990)
Jung, Hans-Ulrich; Müller, Rolf; Paepke, Margrit; Schaedlich, Michael; Bratzke, Gunthard;Zitatform
(1990): Regionalbericht Sachsen-Anhalt 1990. Grundzüge räumlicher Strukturen und Aufgabenfelder für die regionale Wirtschaftspolitik. Hannover u.a., 162 S.
Abstract
Im ersten Teil des Regionalreports Sachsen-Anhalt wird das Strukturbild der Region vor dem Umbruch gezeichnet. In einer Analyse wird die Position des neuen Bundeslandes unter den 16 Bundesländern dargestellt sowie eine Bestandsaufnahme der wirtschaftlichen, sozialen und räumlichen Situation vorgenommen. In der Interpretation des Arbeitsmarktes werden sich die vorgestellten Basisdaten besonders schnell ändern.
"Ein zweiter Teil formuliert Aufgabenfelder für die regionale Wirtschaftspolitik und Raumordnung. Dabei handelt es sich z.T. um Konsequenzen und erste Einschätzungen, die sich aus o.g. Analysen ableiten sowie um Projekte und Maßnahmenfelder, die bereits anderweitig diskutiert werden. Diese erste Zusammenstellung der Aufgabenfelder hat vorläufigen Charakter und kann keinesfalls als vollständig gelten ..." Für die vehement verlaufenden strukturellen Anpassungsprozesse werden Orientierungen und Vorschläge eingebracht.
Im dritten Teil wird umfangreiches Datenmaterial mit einer Zusammenstellung von 25 Regionaltabellen angeboten. Schwerpunkte sind Bevölkerungsentwicklung, Wanderung, Wohnungsentwicklung, Gesundheitswesen, Sozialwesen, Bildungseinrichtungen, Berufstätige nach Wirtschaftsbereichen, landwirtschaftliche Betriebe und Berufstätige in der Landwirtschaft, landwirtschaftliche Nutzfläche, Ernteerträge und Viehbestände, Berufstätigkeit der Frauen, Berufstätige nach Altersgruppen und Qualifikationsstufen, Arbeitslose, Kurzarbeiter und offene Stellen, Emission von Schadstoffen. (IAB2) -
Literaturhinweis
Zukunftsraum Hessen-Thüringen: Heft 1: Der Standort. Chancen räumlicher Potentiale (1990)
Lauterbach, Joachim; Gretz, Wendelin;Zitatform
Lauterbach, Joachim & Wendelin Gretz (1990): Zukunftsraum Hessen-Thüringen. Heft 1: Der Standort. Chancen räumlicher Potentiale. (HLT-Report 290), Wiesbaden, 34 S.
Abstract
"Der vorliegende Beitrag ist Heft 1 der Gesamtuntersuchung. Als einführender Beitrag befaßt er sich mit den Standortperspektiven Hessen-Thüringens vor dem Hintergrund der sich wandelnden Wirtschaftstopografie in Europa. Ausgehend von grundlegenden Entwicklungstrends und ihren Auswirkungen auf relevante Basis-Standortfaktoren, diskutiert er die langfristige interregionale Wettbewerbsfähigkeit des nordhessisch-thüringischen Raumes und führt damit in Fragestellungen ein, die in Einzelbeiträgen vertieft untersucht werden, mit dem Ziel, Ansätze für regionalpolitisches Handeln zu entwickeln." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
German unification: economic issues (1990)
Lipschitz, Leslie; MacDonald, Donogh;Zitatform
Lipschitz, Leslie & Donogh MacDonald (Hrsg.) (1990): German unification. Economic issues. (International Monetary Fund. Occasional paper 75), Washington, 171 S.
Abstract
In dem Band wird die wirtschaftliche Lage der Bundesrepublik Deutschland und der DDR vor und nach der Wirtschafts- und Währungsunion analysiert. Es werden Einschätzungen vorgelegt, wie sich die beiden Volkswirtschaften künftig entwickeln könnten, welche Risiken dabei zu sehen sind und welche Probleme durch die deutsche Vereinigung auf die Wirtschafts- und Finanzpolitik zukommen. Ferner werden die Konsequenzen für die Wanderungspolitik und die Rate der natürlichen Arbeitslosigkeit behandelt. Die Arbeiten wurden etwa im September/Oktober 1990 abgeschlossen. (IAB)
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Literaturhinweis
Unternehmensgründungen in den fünf neuen Bundesländern (1990)
May-Strobl, Eva; Paulini, Monika; Biesold, Johanna;Zitatform
May-Strobl, Eva & Monika Paulini (1990): Unternehmensgründungen in den fünf neuen Bundesländern. (IfM-Materialien 77), Bonn, 84 S.
Abstract
"Entwicklung, Größenordnung und Struktur der selbständig Erwerbstätigen wiesen in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR erhebliche Unterschiede auf: das verfügbare Datenmaterial weist einen Rückgang der selbständig Erwerbstätigen in der gewerblichen Wirtschaft der ehemaligen DDR (einschließlich mithelfender Familienangehöriger) um 68 % aus (1955-1988) (vgl. Tab. 1). Im gleichen Zeitraum war in der Bundesrepublik eine Abnahme um 13,5 % festzustellen: 2,2 Mio. Selbständigen in der Bundesrepublik standen 1988 176.000 Selbständige in der ehemaligen DDR gegenüber. Nicht zuletzt aus dieser unterschiedlichen Entwicklung wird bei nunmehr marktwirtschaftlichen Verhältnissen in beiden Teilen Deutschlands eine erhebliche Zunahme an selbständigen Unternehmen gefolgert: das Gründungspotential wird auf 750.000 bis 850.000 geschätzt (WSF 1990; IAB 1990)." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Entwicklungsmöglichkeiten eines künftigen Landes Mecklenburg-Vorpommern aus westdeutscher Sicht (1990)
Peschel, Karin;Zitatform
Peschel, Karin (1990): Entwicklungsmöglichkeiten eines künftigen Landes Mecklenburg-Vorpommern aus westdeutscher Sicht. In: Raumforschung und Raumordnung, Jg. 48, H. 4-5, S. 250-259.
Abstract
"Aussagen zu den Entwicklungsaussichten eines Landes Mecklenburg-Vorpommern lassen sich aus Hypothesen zu den Umstrukturierungserfordernissen der Wirtschaft einerseits, der Kenntnis der Standortdeterminanten moderner Industrien andererseits gewinnen. Hinsichtlich der Umstrukturierungserfordernisse bietet sich als Analogie die Entwicklung in Schlesweig-Holstein in den 70er und 80er Jahren an. Allerdings kann für das Schleswig-Holstein der 70er Jahre nicht gesagt werden, was noch heute für Mecklenburg-Vorpommern gilt: Die Wirtschaft wird entscheidend durch den Agrarsektor, die Werftindustrie, den Seeverkehr, die Hafenwirtschaft und den Fischfang geprägt. Es wird argumentiert, daß das Land neue große Industrien brauche, der Dienstleistungssektor sei nicht in der Lage, die zu erwartenden Beschäftigungsverluste der vorgenannten Bereiche aufzufangen. Als wichtigste Voraussetzung für Industrieneuansiedlung werden genannt: die Verfügbarkeit von Industrieflächen (abhängig von Eigentumsfragen, von der Übernahme von Altlasten usw.), von Kommunikations- und Verkehrsinfrastruktur und von (um)qualifizierten Arbeitskräften." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen der deutschen Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion auf die Bundesrepublik Deutschland: Ergebnisse einer ökonometrischen Simulationsanalyse (1990)
Pohl, Reinhard; Zwiener, Rudolf; Vesper, Dieter;Zitatform
Pohl, Reinhard, Dieter Vesper & Rudolf Zwiener (1990): Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen der deutschen Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion auf die Bundesrepublik Deutschland. Ergebnisse einer ökonometrischen Simulationsanalyse. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 57, H. 20, S. 269-277.
Abstract
In dem Beitrag werden die Effekte der Wirtschafts- und Währungsunion mit Hilfe der DIW-Version des ökonometrischen Konjunkturmodells der Wirtschaftsforschungsinstitute ermittelt. In zwei Szenarien wird die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland für einen Zeitraum von drei Jahren mit und ohne Öffnung der DDR-Grenzen simuliert. Zentrales Ergebnis ist, daß die Wirtschafts- und Währungsunion einen Wachstumsschub in der Bundesrepublik Deutschland auslöst. Die Zahl der Erwerbstätigen ist im Simulationszeitraum um insgesamt 250 000 Personen höher als im Referenzszenario, so daß ein Großteil der arbeitsuchenden Übersiedler in den Arbeitsprozeß integriert werden kann. Die zu erwartenden Preissteigerungen liegen nur wenig über dem Status quo. Die nötigen finanziellen Hilfen für die DDR (unterstellt werden 50 Mrd. DM pro Jahr) stellen den Staatshaushalt aufgrund der zusätzlichen Steuereinnahmen nicht vor unlösbare Probleme. (IAB)
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Literaturhinweis
Economic problems of reunification in Germany (1990)
Porstmann, Reiner;Zitatform
Porstmann, Reiner (1990): Economic problems of reunification in Germany. In: International Journal of Social Economics, Jg. 17, H. 10, S. 42-47.
Abstract
Der Beitrag betrachtet die wirtschaftliche Ausgangslage in Ost- und Westdeutschland vor der Wiedervereinigung. In die Analyse wird ein Vergleich des Bruttosozialprodukts, der Wechselkurse, der Produktivität und des Konsumentenverhaltens einbezogen. (IAB)
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Literaturhinweis
Studie zur Konjunkturentwicklung im ostdeutschen Wirtschaftsraum (1990)
Schmalwasser, Oda; Rahneberg, Helmut; Lange, Dieter;Zitatform
Schmalwasser, Oda, Dieter Lange & Helmut Rahneberg (1990): Studie zur Konjunkturentwicklung im ostdeutschen Wirtschaftsraum. (Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung Berlin. Forschungsreihe 16/90), Berlin, 54 S., Anhang.
Abstract
"Mit der Studie soll ausgehend von einer kurzen Charakteristik der Situation der Volkswirtschaft der DDR zum Zeitpunkt der Vereinigung eine Einschätzung der zukünftig zu erwartenden Entwicklung vorgenommen werden. In Anbetracht der Kompliziertheit und Komplexität des gesamten Transformationsprozesses und fehlender Erfahrungen der Wirksamkeit staatlicher Fördermaßnahmen sind erste mögliche Schätzungen natürlich mit großen Unwägbarkeiten belastet. Bezüglich der Wirksamkeit staatlicher Fördermaßnahmen gehen die Meinungen noch teilweise sehr weit auseinander, und Erfahrungen punktueller struktureller Anpassungsprozesse in der Bundesrepublik sind nicht ohne weiteres auf das Ausmaß notwendiger struktureller Wandlungen in der gesamten ehemaligen DDR anwendbar." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
The economic integration of Germany - an update (1990)
Siebert, Horst;Zitatform
Siebert, Horst (1990): The economic integration of Germany - an update. (Kieler Diskussionsbeiträge / Institut für Weltwirtschaft 160a), Kiel, 37 S.
Abstract
Der Aufsatz ist eine Aktualisierung (September 1990) der Ausführungen des Autors vom Mai 1990 mit dem Titel "The economic Integration of Germany". Es werden allgemeine wirtschaftliche Aspekte des Zusammenschlusses behandelt, ohne speziellen Arbeitsmarktbezug. (IAB)
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Literaturhinweis
Die ostdeutsche Wirtschaft 1990/1991: Trends und Perspektiven (1990)
Abstract
Der Beitrag stellt ein Szenarium der möglichen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Region Ostdeutschland für den Zeitraum bis Ende 1991 vor, das in zwei Varianten erarbeitet wurde." Die erste (optimistische) Variante geht davon aus, daß durch den zügigen Ausbau der Marktstrukturen und geeignete Maßnahmen der Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für eine deutliche Belebung unternehmerischer Aktivitäten geschaffen werden können, so daß der Leistungsabfall gebremst wird und, beginnend mit dem Frühsommer 1991 ein Aufwärtstrend einsetzt. Die zweite Variante beruht auf der Annahme, daß dieser Prozeß nur zögernd vorankommt und insbesondere im Osthandel der negative Trend weiter anhält. Dennoch ist auch dieses Szenario mit einem beginnenden Aufwärtstrend in der zweiten Jahreshälfte 1991 verbunden." (IAB2)
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Literaturhinweis
Jahresgutachten 1990/91 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (1990)
Zitatform
(1990): Jahresgutachten 1990/91 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 11/8472 (15.11.1990)), 432 S.
Abstract
Der Sachverständigenrat analysiert die wirtschaftliche Lage im Jahre 1990, prognostiziert die voraussichtliche Entwicklung im Jahre 1991 und behandelt dann die Aufgaben und Möglichkeiten der Wirtschaftspolitik für 1991 und danach. Im Zentrum der Überlegungen stehen die Probleme im Zusammenhang mit der Hinführung der Wirtschaft der ehemaligen DDR zur Sozialen Marktwirtschaft. (IAB)
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Literaturhinweis
Ende der Talfahrt für die ostdeutsche Wirtschaft in Sicht? (1990)
Abstract
"Seit Juli 1990 wird der Konjunkturverlauf in den östlichen Gebieten der Bundesrepublik mittels der bewährten Verfahren des Konjunkturtests des Ifo-Instituts München gemeinsam mit dem IAW Berlin beobachtet. Systematisch wird der Befragtenkreis erweitert und damit das Gewicht der gewonnenen Aussagen erhöht. Jetzt liegen die Ergebnisse für die Situation in den Unternehmen im Oktober 1990 vor." (Autorenreferat)
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