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Dossier

Einkommensverteilung in Deutschland

Laut einer OECD-Studie ist die Einkommensungleichheit in Deutschland seit 1990 erheblich stärker gewachsen als in den meisten anderen OECD-Ländern. Die zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich geht vor allem auf die Entwicklung der Löhne und Gehälter zurück. Die OECD empfiehlt, dem steuer- und sozialpolitisch entgegenzuwirken, mehr Menschen in existenzsichernde Beschäftigung zu bringen sowie mehr in die Bildung Niedrigqualifizierter zu investieren.

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  • Literaturhinweis

    Armut in Deutschland verfestigt sich (2007)

    Groh-Samberg, Olaf ;

    Zitatform

    Groh-Samberg, Olaf (2007): Armut in Deutschland verfestigt sich. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 74, H. 12, S. 177-182.

    Abstract

    "Nach den Armuts- und Reichtumsberichten der Bundesregierung hat die Einkommensarmut in Deutschland den höchsten Stand seit 20 Jahren erreicht. Dieser statistische Befund wird vielfach als Beleg für die Existenz und das Wachstum einer 'abgehängten Unterklasse' gesehen. In anderen Szenarien erscheinen große Teile der Gesellschaft vom Absturz in die Armut bedroht. Bezieht man die Dauer von individuellen Armutsphasen und die unterschiedlichen Lebensbereiche, in denen Notsituationen auftreten, in die Analyse ein, so zeigt sich eine Zunahme verfestigter Armut. Eine Ausbreitung der Prekarität, d. h. des Pendelns zwischen der 'Mitte' und der 'Armut', ist nicht zu beobachten. Hauptbetroffene verfestigter Armut sind nach wie vor Arbeiter, vor allem Arbeiterfamilien mit Migrationshintergrund oder mehreren Kindern. Armut entweder als Problem einer kulturell verwahrlosten neuen Unterschicht zu deuten oder als kollektive Abstiegsbedrohung der gesamten Gesellschaft zu dramatisieren, geht an der Realität vorbei." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Integrierte Analyse der Einkommens- und Vermögensverteilung: Abschlussbericht (2007)

    Hauser, Richard; Becker, Irene; Westerheide, Peter; Grabka, Markus M. ;

    Zitatform

    Hauser, Richard (2007): Integrierte Analyse der Einkommens- und Vermögensverteilung. Abschlussbericht. (Lebenslagen in Deutschland. Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung 03), Berlin, 442 S.

    Abstract

    Der Abschlussbericht schreibt die Analysen zur Verteilung von Einkommen und Vermögen des ersten und zweiten Armuts- und Reichtumsberichtes unter Verwendung der aktuell verfügbaren Datenlage fort und setzt einen Schwerpunkt bei der integrierten Einkommens- und Vermögensanalyse. Neben der Aktualisierung der Daten zur Einkommensverteilung einerseits und zur Vermögensverteilung andererseits auf Basis des SOEP bildet die integrierte Analyse der Einkommens- und Vermögensverteilung einen Schwerpunkt. Dazu wurden verschiedene Auswertungskonzepte entwickelt und mit den Daten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2003 umgesetzt. In einem ersten Integrationsansatz wurde zunächst die gesamte Wohlstandsverteilung abgebildet. In einem zweiten Ansatz wurde eine Verbesserung der Vergleichbarkeit der Ressourcen von Selbständigen und Arbeitnehmern unter Vorsorgeaspekten erreicht. Im dritten Ansatz wurde die zweidimensionale Einkommens- und Vermögensverteilung durch eine rechnerische Umwandlung der vorhandenen Vermögensbestände in periodische Einkünfte in eine eindimensionale Verteilung überführt. Ein Vergleich der Reichtumsquoten der einfachen und der integrierten Vermögensverteilungen verdeutlicht, dass sie sich vor allem bei älteren Personen unterscheiden. Es zeigen sich deutliche Unterschiede im Anteil der Vermögenseinkünfte an den Gesamteinkünften über die Altersklassen und zwischen den sozialen Gruppen. Insbesondere bei den Selbständigen wird die Bedeutung des privaten Vermögens für die Gesamteinkünfte deutlich. Auch ein erheblicher Anteil der Einkünfte einkommensstarker Rentner und Pensionäre rekrutiert sich aus Vermögenseinkünften. Eine Simulationsstudie zeigt, dass Änderungen unterschiedlicher Einkommensarten auch unterschiedliche Auswirkungen auf die Einkommens- und Vermögensverteilung haben, die sich aber in nur geringem Maße auch in den Verteilungskennziffern bemerkbar machen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Individuelle, strukturelle und institutionelle Ursachen von Einkommensungleichheit: eine vergleichende Analyse für Deutschland und die Schweiz (2007)

    Isengard, Bettina ;

    Zitatform

    Isengard, Bettina (2007): Individuelle, strukturelle und institutionelle Ursachen von Einkommensungleichheit. Eine vergleichende Analyse für Deutschland und die Schweiz. Mannheim, 390 S.

    Abstract

    "Die Arbeit ist wie folgt gegliedert: Zunächst wird das Phänomen der sozialen Ungleichheit in Gleichheits- und Gerechtigkeitstheorien eingebettet und Fragen nach der Legitimation von Ungleichheit werden erörtert (Kapitel 2). Anschließend wird im dritten Kapitel das Einkommen als zentrales Wohlstandsmaß in die Diskussion eingeführt und der Umverteilungsprozesse näher erläutert. Bevor die einzelnen Stufen des Einkommensverteilungsprozesses theoretisch verortet und empirisch untersucht werden, wird zunächst die Länderauswahl inhaltlich begründet und die Datenauswahl erläutert (Kapitel 4). Dazu werden sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede der für den Einkommensgenerierungsprozess zentralen institutionellen Rahmenbedingungen in beiden Ländern dargestellt und diskutiert. Im nächsten Teil werden die methodischen Konzepte zur Erfassung von Einkommensungleichheit vorgestellt (Kapitel 5). Hierbei werden nicht nur die - aus der Verteilungstheorie hervorgegangenen - Ungleichheitsmaße ausführlich erläutert, sondern auch relative Armuts- und Reichtumskonzepte. Im empirischen Teil der Arbeit wird zunächst der Aspekt der Chancengleichheit beim Bildungserwerb analysiert (Kapitel 6). Bevor die Determinanten der Einkommen auf der ersten Stufe im Verteilungsprozess, die Erwerbseinkommen, empirisch untersucht werden (8. Kapitel), werden zuvor im 7. Kapitel die ökonomischen und soziologischen Einkommenstheorien ausführlich dargestellt und die empirische Evidenz betrachtet. Nachdem die Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Erwerbseinkommensprozess im Ländervergleich herausgearbeitet wurden, wird der Blick von der Individual- auf die Haushaltsperspektive gelenkt und es werden die Umverteilungsergebnisse, die durch institutionelle Rahmenbedingungen beeinflusst werden, analysiert (Kapitel 9). Im 10. Kapitel wird dann der Blick von der Haushaltsebene wieder auf die Individualebene gelenkt und das für die Wohlstandsposition relevante Einkommen, das so genannte Nettoäquivalenzeinkommen, untersucht. Neben dem Aspekt der Stabilität von Wohlstandspositionen wird auch analysiert, welche individuellen Merkmale sowohl im Quer- als auch im Längsschnitt dazu führen, dass Individuen von Armut betroffen bzw. durch Reichtum privilegiert sind. Im letzten Teil der Arbeit werden die Ergebnisse schließlich zusammengefasst und bewertet (Kapitel 11)." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Zur Lage der gesellschaftlichen Mitte in Deutschland (2007)

    Müller, Marianne; Werding, Martin ;

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    Müller, Marianne & Martin Werding (2007): Zur Lage der gesellschaftlichen Mitte in Deutschland. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 60, H. 9, S. 25-31.

    Abstract

    "In den vergangenen Jahren waren von Massenentlassungen größerer Firmen nicht mehr weit überwiegend Geringqualifizierte, sondern zunehmend auch Personen mit abgeschlossener beruflicher Ausbildung, einschließlich solcher mit Hochschulabschluss, und nicht mehr nur Arbeitnehmer im produzierenden Gewerbe, sondern auch Arbeitnehmer im Dienstleistungssektor betroffen. Diese Meldungen haben unter den weiterhin Beschäftigten ein beträchtliches Maß an Unsicherheit erzeugt. Auch der Einstieg ins Erwerbsleben erscheint, selbst im Bereich qualifizierter Beschäftigung, heute schwieriger als in der Vergangenheit. Trotzdem ist offen, ob und in welchem Maße die Wahrnehmung eines gestiegenen Entlassungsrisikos bzw. einer zunehmenden Instabilität von Erwerbsverläufen auch im Bereich der gesellschaftlichen Mitte der Realität entspricht. Der Beitrag untersucht, inwieweit innerhalb der 'gesellschaftlichen Mitte' bestimmte Konvergenz- oder Divergenztendenzen sichtbar werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Lohnungleichheit innerhalb und zwischen Bevölkerungsgruppen in Deutschland und den USA (2007)

    Peters, Heiko;

    Zitatform

    Peters, Heiko (2007): Lohnungleichheit innerhalb und zwischen Bevölkerungsgruppen in Deutschland und den USA. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 36), Berlin, 34 S.

    Abstract

    "In dem Beitrag wird die Entwicklung der Lohnungleichheit in den USA und Deutschland betrachtet. Für Deutschland wird als Datengrundlage die harmonisierte Version des Sozioökonomischen Panels und für die USA die harmonisierte Version der Panel Study of Income Dynamics verwendet. Aufgrund der divergenten ökonomischen Situation in West- und Ostdeutschland werden diese getrennt voneinander betrachtet. Nach einer deskriptiven Betrachtung der verwendeten Datensätze wird die Schätzung einer erweiterten Mincergleichung durchgeführt. Durch die Anwendung der Quantilsregression lässt sich die Entwicklung der Lohnungleichheit zwischen und innerhalb von Bevölkerungsgruppen ermitteln." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Education, economic growth and measured income inequality (2007)

    Rehme, Günther;

    Zitatform

    Rehme, Günther (2007): Education, economic growth and measured income inequality. In: Economica, Jg. 74, H. 295, S. 493-514. DOI:10.1111/j.1468-0335.2006.00555.x

    Abstract

    "In this paper education simultaneously affects growth and income inequality. More education does not necessarily decrease inequality when the latter is assessed by the Lorenz dominance criterion. Increases in education first increase and then decrease growth as well as income inequality, when measured by the Gini coefficient. There is no clear functional relationship between growth and measured income inequality. The model identifies regimes of this relationship that depend crucially on the production and schooling technology. Conventional growth regressions with human capital and inequality as regressors may miss the richness of the underlying nonlinearities, but may still provide important information on the nonlinear relationship between growth and education." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Are people inequality averse, and do they prefer redistribution by the state?: evidence from German longitudinal data on life satisfaction (2007)

    Schwarze, Johannes; Härpfer, Marco;

    Zitatform

    Schwarze, Johannes & Marco Härpfer (2007): Are people inequality averse, and do they prefer redistribution by the state? Evidence from German longitudinal data on life satisfaction. In: The Journal of Socio-Economics, Jg. 36, H. 2, S. 233-249. DOI:10.1016/j.socec.2005.11.047

    Abstract

    "We link life-satisfaction data to inequality of the pre- and post-government income distribution at the regional level, to estimate the degree of inequality aversion. Three different inequality measures are used. In addition, we investigate whether a reduction in inequality by the state increases individual well-being. We find evidence that Germans are inequality averse. Inequality reduction by the state does not increase well-being. On the contrary, inequality reduction imposes an excess burden on middle-income earners. The paper uses data from the German Socio-economic Panel Study (GSOEP) from 1985 to 1998." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Soziale Ungleichheit (2007)

    Schwinn, Thomas;

    Zitatform

    Schwinn, Thomas (2007): Soziale Ungleichheit. (Einsichten), Bielefeld: Transcript, 162 S.

    Abstract

    "Die Theorie sozialer Ungleichheit hat seit den Klassikern der Soziologie keine großen Fortschritte zu verzeichnen. In den einschlägigen Studien dominiert eine auflistende Aneinanderreihung von einzelnen Ansätzen. Es fehlt bisher jedoch eine Theorie sozialer Ungleichheit, die auf der Höhe der aktuellen gesellschaftstheoretischen Diskussion ist. Diese Einführung arbeitet hierzu den Anschluss an die Theorie gesellschaftlicher Differenzierung heraus. Durch die konzeptionelle Integration der beiden makrosozialen Hauptachsen lassen sich viele Aspekte sozialer Ungleichheit angemessen erklären: strukturierte versus unstrukturierte soziale Ungleichheit; das Verhältnis von klassen-, ethnischer und geschlechtsspezifischer Ungleichheit; die Transnationalisierung sozialer Ungleichheit sowie soziale Ungleichheiten auf verschiedenen Aggregationsebenen (Interaktion, Organisation, Ordnung)." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Erste Reue über Verteilungssünden? Zur Einkommensentwicklung 2006 (2007)

    Schäfer, Claus;

    Zitatform

    Schäfer, Claus (2007): Erste Reue über Verteilungssünden? Zur Einkommensentwicklung 2006. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 60, H. 11, S. 579-588. DOI:10.5771/0342-300X-2007-11-579

    Abstract

    "Der diesjährige WSI-Verteilungsbericht referiert wieder aktuelle empirische Daten zur gesamtwirtschaftlichen Einkommensentwicklung, insbesondere zu Löhnen und Gewinnen, wie zu personeller Verteilung bei privaten Haushalten. Danach setzt sich trotz konjunkturellem Aufschwung in Deutschland die seit Langem beobachtbare Zunahme von Ungleichheit, Armut und sozialem Ausschluss fort. Gefördert wird diese Entwicklung nicht zuletzt von der Fiskalpolitik, die erneut niedrige Einkommen belastet hat und hohe Einkommen entlasten will. Auch die staatliche Politik trägt damit Verantwortung, dass wegen nach wie vor unzureichender Binnennachfrage der weltmarktabhängige Aufschwung nicht zu einem höheren und vor allem stabileren Wachstum führt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Verteilungsbericht 2007: kräftige Lohnerhöhungen - Wirtschaftsgebot des Jahres! (2007)

    Zitatform

    (2007): Verteilungsbericht 2007. Kräftige Lohnerhöhungen - Wirtschaftsgebot des Jahres! In: Informationen zur Wirtschafts- und Strukturpolitik H. 2, S. 1-40.

    Abstract

    Der Verteilungsbericht bewertet den aktuellen Wirtschaftsaufschwung aus gewerkschaftlicher Sicht. Es werden "kräftige Lohnerhöhungen" gefordert. Dazu werden die Entwicklung der Arbeitseinkommen, die Lohnquoten, die Arbeitskosten im internationalen Vergleich, die Entwicklung der Kapitaleinkommen sowie die Vermögenseinkommen analysiert. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Einkommensungleichheit und Umverteilung in Westdeutschland, Großbritannien und Schweden 1950 bis 2000 (2006)

    Birkel, Christoph;

    Zitatform

    Birkel, Christoph (2006): Einkommensungleichheit und Umverteilung in Westdeutschland, Großbritannien und Schweden 1950 bis 2000. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 75, H. 1, S. 174-194.

    Abstract

    "Die langfristige Entwicklung der Einkommensverteilung und der Verteilungswirkung von Transfers in Westdeutschland, dem Vereinigten Königreich und Schweden als Exponenten unterschiedlicher wohlfahrtsstaatlicher Regime wird anhand von Daten aus nationalen Quellen und der Luxembourg Income Study (LIS) dargestellt. Der vielfach dokumentierte 'U-Turn' findet sich in allen drei Ländern auch bei Kontrolle von Kompositionseffekten. Ebenso werden die Befunde für Niveauunterschiede und Entwicklungstendenzen bei der Umverteilungswirkung nicht erheblich durch Unterschiede beziehungsweise Veränderungen in der demographischen Struktur beeinflusst, treten bei deren Kontrolle aber deutlicher hervor. Die vorliegende Evidenz bezüglich der Umverteilungseffizienz unterstützt überwiegend Korpi und Palmes These des 'Umverteilungsparadoxes'. Die Befunde werden im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung von Einkommensungleichheit und Umverteilungspolitiken diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Zunehmende regionale Einkommensunterschiede in Deutschland, aber starke Ausgleichswirkungen durch Pendlereinkommen und Sozialtransfers (2006)

    Brenke, Karl;

    Zitatform

    Brenke, Karl (2006): Zunehmende regionale Einkommensunterschiede in Deutschland, aber starke Ausgleichswirkungen durch Pendlereinkommen und Sozialtransfers. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 73, H. 11, S. 141-150.

    Abstract

    "Die Einkommensunterschiede zwischen den Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland sind - gemessen an den Primäreinkommen je Einwohner - seit Mitte der 90er Jahre größer geworden. Zugleich hat das Pendeln von Arbeitskräften - insbesondere von Ost nach West sowie innerhalb der neuen Bundesländer - zugenommen, wodurch die regionalen Unterschiede beim verfügbaren Einkommen spürbar gemindert wurden. Des Weiteren hat es einen starken regionalen Einkommensausgleich über die Einkommensbesteuerung und insbesondere über die Sozialtransfers gegeben. Das gilt vor allem für die neuen Bundesländer, wo bei reichlich zwei Dritteln der Kreise das durch wirtschaftliche Aktivitäten erzielte Einkommen geringer ist als das verfügbare Einkommen. In allen neuen Ländern machen Sozialtransfers mehr als 40 % des verfügbaren Einkommens aus; sehr stark ist dieser Anteil in Berlin gestiegen. Zusammen mit dem vermehrten Pendeln von Arbeitnehmern hat dies dazu geführt, dass die verfügbaren Einkommen je Einwohner in Ostdeutschland regional mittlerweile nahezu gleich verteilt sind. In den alten Bundesländern ist die regionale Ungleichheit etwas stärker ausgeprägt. Innerhalb der einzelnen Flächenländer fällt die regionale Einkommensungleichheit unterschiedlich aus. Am größten ist sie in Bayern, wo die regionalen Unterschiede allerdings in starkem Maße - wie auch in Rheinland-Pfalz und in Hessen - durch Pendler gemindert werden. Am geringsten ist die Einkommensungleichheit in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Prekäre Einkommenslagen in Deutschland: ein Ost-West-Vergleich 1996 bis 2002 (2006)

    Buscher, Herbert S.; Parys, Juliane;

    Zitatform

    Buscher, Herbert S. & Juliane Parys (2006): Prekäre Einkommenslagen in Deutschland. Ein Ost-West-Vergleich 1996 bis 2002. (IWH-Diskussionspapiere 2006,02), Halle, 32 S.

    Abstract

    "Der Beitrag untersucht die Verteilung der äquivalenzgewichteten Nettoeinkommen von Haushalten und Lebensgemeinschaft in West- und Ostdeutschland für die Zeit von 1996 bis 2002 auf der Grundlage der Daten des Mikrozensus. Die Untersuchung gliedert sich in einen deskriptiven Teil, der eindimensionale Maße zur Einkommensverteilung und zur Messung der Ungleichheit diskutiert, und in einen zweiten Teil, in dem auf der Basis eines Logit-Modells Determinanten bestimmt werden, die für prekäre Lebens- und Einkommenslagen ursächlich sein können. Ein besonderes Gewicht wird hierbei auf unterschiedliche Lebensformen und die Anzahl der Kinder gelegt. Die Ergebnisse zeigen ein deutlich höheres Armutsrisiko für Lebensgemeinschaften bzw. Familien mit Kindern im Vergleich zu kinderlosen Paaren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Krise und Zukunft des Sozialstaates (2006)

    Butterwegge, Christoph;

    Zitatform

    Butterwegge, Christoph (2006): Krise und Zukunft des Sozialstaates. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 354 S.

    Abstract

    "Das vorliegende Buch erläutert die Struktur- und Gestaltungsprinzipien des deutschen Sozialstaates, zeichnet seine wechselhafte Geschichte vom Kaiserreich bis heute nach und analysiert die Ursachen des Wandels, in dem er sich seit geraumer Zeit befindet. Überschneidungen waren nicht vermeidbar, weil die Entwicklung des Sozialstaates dreidimensional untersucht werden muss: Veränderungen auf der institutionellen, der materiellen und der diskursiven Ebene bedingen einander. Deshalb ergänzen systematische Ausführungen beispielsweise zur Wohlfahrtsstaatstheorie bzw. -kritik und zu Wandlungen des Gerechtigkeitsbegriffs die chronologische Darstellung. Da es sich um eine politikwissenschaftliche und nicht um eine historische Arbeit handelt, fällt die Analyse umso detaillierter aus, je näher sie der aktuellen Tagespolitik kommt. Ausführlicher behandelt wird die Sozialpolitik der CDU/CSU/FDP-Regierung unter Helmut Kohl (1982 bis 1998), des rot-grünen Kabinetts unter Gerhard Schröder (1998 bis 2005) und der Großen Koalition (ab November 2005) unter Angela Merkel. Eine zentrale These des Buches lautet, dass der Sozialstaat seit Mitte der 1970er-Jahre restrukturiert und demontiert wird, obwohl er weder Verursacher der damaligen Weltwirtschafts- und der im Grunde bis heute anhaltenden Beschäftigungskrise war, noch aus seinem Um- bzw. Abbau irgendein Nutzen für die wirtschaftliche oder gesellschaftliche Entwicklung des Landes erwächst. Vielmehr bringt die neoliberale Wende zwar das Ende des Wohlfahrtsstaates, wie ihn die 'alte' Bundesrepublik kannte, mit sich; eine Hochleistungs-, Konkurrenz- und Ellbogengesellschaft nach US-amerikanischem Muster bietet aber für die Mehrheit der Bevölkerung keine erstrebenswerte Alternative." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Unterschichten? Prekariat? Klassen?: moderne Politik gegen soziale Ausgrenzung (2006)

    Böhning, Björn; Trube, Achim; Dörre, Klaus; Eißl, Dieter; Dörre, Klaus; Huster, Ernst- Ulrich; Bell, Hans Günter; Mikfeld, Benjamin; Sommer, Michael; Nahles, Andrea; Böhning, Björn; Notz, Gisela; Nahles, Andrea; Schmid, Günther;

    Zitatform

    Böhning, Björn, Klaus Dörre & Andrea Nahles (Hrsg.) (2006): Unterschichten? Prekariat? Klassen? Moderne Politik gegen soziale Ausgrenzung. (Schriftenreihe des Forum Demokratische Linke 21 01), Dortmund: Spw-Verlag, 118 S.

    Abstract

    "Die HerausgeberInnen dieses Buch wollen ein Zeichen setzen, dass sie die Entwicklung in dieser Gesellschaft ernst nehmen. Sie sehen die zunehmende soziale Spaltung als Herausforderung, eine moderne Politik gegen soziale Ausgrenzung und für die Teilhabe am vorhandenen Reichtum programmatisch zu formulieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    An age perspective on economic well-being and social protection in nine OECD countries (2006)

    Dang, Thai-Thanh; Mantovani, Daniela ; Orsini, Kristina; Immervoll, Herwig ; Sutherland, Holly ;

    Zitatform

    Dang, Thai-Thanh, Herwig Immervoll, Daniela Mantovani, Kristina Orsini & Holly Sutherland (2006): An age perspective on economic well-being and social protection in nine OECD countries. (IZA discussion paper 2173), Bonn, 52 S.

    Abstract

    "1. For a number of reasons, incomes vary strongly with age. The nature of this variation is of interest for a wide range of policy purposes. Since age structures differ across countries, knowledge about the incomes earned by different age groups is also necessary for understanding and interpreting international comparisons of overall inequality. This paper quantifies the economic well-being of different age groups and the extent to which they rely on incomes from public and private sources. The analysis aims at establishing how social benefits, and the taxes needed to finance them, affect income levels and income disparities across different age groups. Results are compared across nine OECD countries.
    2. We use tax-benefit microsimulation models in conjunction with detailed household micro-data in order to illustrate the influence of patterns of market incomes, household structures and different types of social protection measures on the income distribution among and between individual age groups during the late 1990s. The aim is to establish a 'baseline' using information from a period that represents an early phase of the projected increase in dependency ratios and therefore also pre-dates some of the major reforms that are being introduced to address these demographic developments. Given the strong existing focus on macro-economic and fiscal consequences of demographic changes, we argue that such an explicit distributional perspective is urgently needed. The results for the late 1990s provide a counter-factual for determining the relative importance of demographic trends and policy reforms in driving observed changes in resource distributions and financial well-being.
    3. Results show that existing social protection systems are to a very large extent 'old-age' protection systems, with those aged 65 and over typically receiving almost three times the (net) cash transfers of the average person. In some countries, cash benefits are even more targeted towards elderly individuals, while comparatively little is spent on securing adequate resources for younger generations. Nevertheless, in most countries, the incidence of 'low' incomes is higher among old-age individuals than for the population as a whole.
    4. Even without accounting for health-related spending, which is not considered here, these patterns clearly highlight the challenges associated with ageing populations. The results also underline the importance of carefully designed safety-net measures, however. Existing spending patterns and distributional outcomes suggest that there is considerable scope for re-balancing social protection spending without necessarily compromising distributional objectives." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Der Generationenvertrag: Lebenslauf und Lebenseinkommen in Deutschland in zwei Jahrhunderten (2006)

    Hardach, Gerd;

    Zitatform

    Hardach, Gerd (2006): Der Generationenvertrag. Lebenslauf und Lebenseinkommen in Deutschland in zwei Jahrhunderten. (Schriften zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte 82), Berlin: Duncker & Humblot, 488 S.

    Abstract

    Ziel eines Generationenvertrages ist die Stabilisierung des Lebenseinkommens, wobei der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte 'moderne Gesellschaftsvertrag', der seit der Wiedervereinigung als gesamtdeutsches Leitbild gilt, von der Gleichberechtigung und der gleichen Verantwortung von Frauen und Männern in Beruf und Familie ausgeht. Die Arbeit unternimmt es, den Wandel des Generationenvertrages in Deutschland vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts darzustellen und zu interpretieren. Im ersten Kapitel werden verschiedene Modelle des Generationenvertrages vorgestellt. In den folgenden sieben Kapiteln wird in chronologischer Folge die Entwicklung des Generationenvertrages nachgezeichnet. Schwerpunkte der Darstellung sind die Veränderung der Verteilungsbedingungen durch den demographischen Wandel und das wirtschaftliche Wachstum, der Strukturwandel des Lebenslaufs von der Jugend über die mittleren Jahre der Berufstätigkeit und Familientätigkeit bis ins hohe Alter, und die Bedeutung der sozialpolitischen Interventionen für die Gestaltung des Generationenvertrages. In einem Epilog werden Erfahrungen und Perspektiven des Generationenvertrages diskutiert. (IAB)

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    Trends in income inequality, pro-poor income growth, and income mobility (2006)

    Jenkins, Stephen P. ; Kerm, Philippe Van ;

    Zitatform

    Jenkins, Stephen P. & Philippe Van Kerm (2006): Trends in income inequality, pro-poor income growth, and income mobility. In: Oxford economic papers, Jg. 58, H. 3, S. 531-548. DOI:10.1093/oep/gpl014

    Abstract

    "We provide an analytical framework within which changes in income inequality over time are related to the pattern of income growth across the income range and the reshuffling of individuals in the income pecking order. We use the framework first to explain how it was possible both for the poor to have fared badly relatively to the rich in the USA during the 1980s (when income inequality grew substantially), and also for income growth to have been pro-poor. Second, we contrast the US experience with that of Western Germany, where there was a much smaller rise in inequality. This is accounted for by income growth that was more pro-poor than in the USA." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Polarisierung der Einkommen von Selbständigen?: zur Dynamik der Einkommensverteilung und der hohen Einkommen von Selbstständigen und abhängig Beschäftigten (2006)

    Merz, Joachim;

    Zitatform

    Merz, Joachim (2006): Polarisierung der Einkommen von Selbständigen? Zur Dynamik der Einkommensverteilung und der hohen Einkommen von Selbstständigen und abhängig Beschäftigten. (FFB-Diskussionspapier 67), Lüneburg, 32 S.

    Abstract

    "Ist eine Polarisierung der Einkommen von Selbständigen festzustellen? Wie hat sich damit die Einkommensverteilung insgesamt und wie haben sich hohe Einkommen von Selbständigen und abhängig Beschäftigten seit den neunziger Jahren entwickelt? Das sind die zentralen Fragen, die wir in diesem Beitrag angehen wollen. Wir thematisieren insbesondere die Situation der Selbständigen im Vergleich zu den abhängig Beschäftigten, den zwei zentralen Gruppen des Arbeitsmarktes, die für die Ökonomie insgesamt von besonderer Bedeutung sind. Unsere Datenbasis, die anonymisierten Individualdaten der Einkommensteuerstatistik, ist jedoch gerade für die Analyse der nur selten untersuchten Selbständigen die wohl aussagekräftigste Datenbasis hierzu, zum einen wegen ihres Vollerhebungscharakters und zum anderen wegen ihrer detaillierten Steuer- und Einkommensinformationen gerade für die Analyse hoher Einkommen. Wir analysieren die aktuelle Einkommensverteilung insgesamt für Selbständige sowie für die abhängig Beschäftigten, untersuchen dann die Dynamik der Einkommensverteilung seit 1992 bis 2003 und stellen dann Ergebnisse zu hohen Einkommen, zu Einkommensreichtum, im Zeitverlauf dar. Mit diesem umfassenden empirischen Hintergrund geben wir schließlich eine Antwort auf die Polarisierungsfrage." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Unverdrossene "Lebenslügen-Politik": Zur Entwicklung der Einkommensverteilung (2006)

    Schäfer, Claus;

    Zitatform

    Schäfer, Claus (2006): Unverdrossene "Lebenslügen-Politik": Zur Entwicklung der Einkommensverteilung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 59, H. 11, S. 583-591.

    Abstract

    "Der Bericht präsentiert aktuell verfügbare Daten und Informationen über die Entwicklung der Einkommensverteilung auf Makro- und Mikroebene. Auf ersterer werden Lohn- und Gewinneinkommen für große Sektoren, darunter auch die Kapitalgesellschaften, und Regionen (Ost- und Westdeutschland) vorgestellt. Auf personeller Ebene stehen Niedriglöhne von Individuen und Armutseinkommen von privaten Haushalten im Focus. Schließlich warnt der Bericht vor sozial und ökonomisch destabilisierenden Folgen von Verteilungsungleichheit. Er folgt darin einer Kritik an der bisherigen Verteilungspolitik, die der Ministerpräsident von NRW eine 'Lebenslüge' nennt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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