Einkommensverteilung in Deutschland
Laut einer OECD-Studie ist die Einkommensungleichheit in Deutschland seit 1990 erheblich stärker gewachsen als in den meisten anderen OECD-Ländern. Die zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich geht vor allem auf die Entwicklung der Löhne und Gehälter zurück. Die OECD empfiehlt, dem steuer- und sozialpolitisch entgegenzuwirken, mehr Menschen in existenzsichernde Beschäftigung zu bringen sowie mehr in die Bildung Niedrigqualifizierter zu investieren.
Zurück zur Übersicht-
Literaturhinweis
Regional income stratification in unified Germany using a Gini decomposition approach (2008)
Zitatform
Frick, Joachim R. & Jan Goebel (2008): Regional income stratification in unified Germany using a Gini decomposition approach. In: Regional Studies. Journal of the Regional Studies Association, Jg. 42, H. 4, S. 555-577. DOI:10.1080/00343400701543181
Abstract
"Mit Hilfe repräsentativer Mikrodaten des sozioökonomischen Panels für Deutschland (SOEP) werden in diesem Beitrag neue Einblicke in das Entstehen eines Einkommensungleichgewichts und einer regionalen Stratifizierung in Deutschland nach der Wiedervereinigung geliefert. Wir nutzen eine neue Methode zur Erkennung von sozialer Stratifizierung mit Hilfe einer Dekomposition des GINI-Indexes, was zu den obligatorischen Komponenten zwischen und innerhalb von Gruppen sowie zu einem, Überlappungs-Index für die verschiedenen Subpopulationen führt. Nach unseren Ergebnissen stellt Ostdeutschland weiterhin eine eigenständige Schicht dar, wenn man vom Einkommen unter Berücksichtigung aller staatlichen Transfers ('post-government income') ausgeht, hingegen seit 2001 nicht mehr, wenn man das Einkommen ohne diese Transfers ('pre-government income') untersucht. Diese Ergebnisse bleiben auch bei Verwendung unterschiedlich definierter regionaler Klassifikationen stabil. Allerdings gibt es auch innerhalb von Westdeutschland Anzeichen einer gewissen regionalen Variation." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The impact of household capital income on income inequality: a factor decomposition analysis for Great Britain, Germany and the USA (2008)
Zitatform
Fräßdorf, Anna, Markus M. Grabka & Johannes Schwarze (2008): The impact of household capital income on income inequality. A factor decomposition analysis for Great Britain, Germany and the USA. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 104), Berlin, 26 S.
Abstract
"This paper analyses the contribution of capital income to income inequality in a cross-national comparison. Using micro-data from the Cross-National Equivalent File (CNEF) for three prominent panel studies, namely the BHPS for Great Britain, the SOEP for West Germany, and the PSID for the USA, a factor decomposition method described by Shorrocks (1982) is applied. The factor decomposition of disposable income into single income components shows that capital income is exceedingly volatile and its share in disposable income has risen in recent years. Moreover, capital income makes a disproportionately high contribution to overall inequality in relation to its share in disposable income. This applies to Germany and the USA in particular. Thus capital income accounts for a large part of disparity in all three countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Die Zunahme der Lohnungleichheit in der Bundesrepublik: aktuelle Befunde für den Zeitraum von 1998 bis 2005 (2008)
Zitatform
Giesecke, Johannes & Roland Verwiebe (2008): Die Zunahme der Lohnungleichheit in der Bundesrepublik. Aktuelle Befunde für den Zeitraum von 1998 bis 2005. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 37, H. 5, S. 403-422. DOI:10.1515/zfsoz-2008-0503
Abstract
"Ausgehend von der These wachsender Ungleichheit in der Bundesrepublik wird in diesem Beitrag die Entwicklung der Lohnungleichheit für den Zeitraum von 1998 bis 2005 untersucht. Die Analysen des Beitrags beruhen auf Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP). Hauptziel der Untersuchung ist es, die Unterschiede in der Entwicklung der Reallöhne zwischen unterschiedlichen sozialen Gruppen zu bestimmen. Konzeptionell stützt sich der Beitrag dabei sowohl auf ökonomische als auch soziologische Theorien zur Erklärung von Lohnungleichheit. Auf dieser Grundlage zeigen die empirischen Ergebnisse des Beitrags erstens, dass die Ungleichheit der Reallöhne seit 1998 deutlich zugenommen hat. Der hier beobachtete Zuwachs der Ungleichheit ist auf eine negative Entwicklung der Löhne im unteren Einkommensbereich sowie auf einen gleichzeitigen Anstieg der Löhne im mittleren und oberen Einkommensbereich zurückzuführen. Ein detaillierterer Blick auf Lohnunterschiede nach sozialer Position bzw. Gruppenzugehörigkeit zeigt zweitens, dass MigrantInnen, ArbeitnehmerInnen mit Arbeitslosigkeitserfahrungen sowie Personen in unteren Berufsklassen zu den Verlierern der aktuellen Einkommensdynamik in der Bundesrepublik gehören. Zu den Gewinnern sind vor allem die Personen in den oberen Berufsklassen zu zählen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die Lohnentwicklung in Deutschland zwischen 1998 und 2005: wachsende Ungleichheit (2008)
Zitatform
Giesecke, Johannes & Roland Verwiebe (2008): Die Lohnentwicklung in Deutschland zwischen 1998 und 2005: wachsende Ungleichheit. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 61, H. 2, S. 85-91. DOI:10.5771/0342-300X-2008-2-85
Abstract
"Ausgehend von der These wieder wachsender Ungleichheit in der Bundesrepublik wird in diesem Beitrag die Entwicklung der Lohnungleichheit für den Zeitraum zwischen 1998 und 2005 untersucht. Die Analysen beruhen auf Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP). Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass die Ungleichheit der Reallöhne seit 1998 deutlich zugenommen hat, was auf eine negative Entwicklung der Löhne im unteren Einkommensbereich bei gleichzeitigem Anstieg der Löhne im mittleren und oberen Einkommensbereich zurückführbar ist. Ein detaillierter Blick auf Lohnunterschiede mittels einer Dekompositionsanalyse zeigt darüber hinaus, dass diese Lohndynamik bei Männern vor allem durch eine Verstärkung von Lohndifferenzen zwischen Arbeitnehmergruppen (insbesondere zwischen unteren und oberen beruflichen Klassenpositionen) bedingt ist. Bei Frauen erweisen sich neben solchen Veränderungen auch Änderungen in der Zusammensetzung der Gruppe der Erwerbstätigen (z.B. Ausweitung des Servicesektors) als ungleichheitserhöhend." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Einstellungen zum Reichtum: Wahrnehmung und Beurteilung sozio-ökonomischer Ungleichheit und ihrer gesellschaftlichen Konsequenzen in Deutschland (2008)
Glatzer, Wolfgang; Becker, Jens; Nüchter, Oliver; Schmid, Alfons; Hallein-Benze, Geraldine; Bieräugel, Roland;Zitatform
Glatzer, Wolfgang, Jens Becker, Roland Bieräugel, Geraldine Hallein-Benze, Oliver Nüchter & Alfons Schmid (2008): Einstellungen zum Reichtum: Wahrnehmung und Beurteilung sozio-ökonomischer Ungleichheit und ihrer gesellschaftlichen Konsequenzen in Deutschland. (Lebenslagen in Deutschland. Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung 03), Berlin, 85 S.
Abstract
"Ausgehend von einem weit gefassten Reichtumsbegriff, der auf dem Verwirklichungschancenkonzept von Sen basiert, analysiert das Gutachten Reichtum und differenziert dabei zwischen der Wahrnehmung von Reichtum, den Gründen, die nach Meinung der Bürgerinnen und Bürger zu Reichtum führen, sowie der gesellschaftlichen Dimension von Reichtum. Die Studie stützt sich dabei auf quantitative und qualitative Primärerhebungen des Projekts 'Einstellungen zum Sozialstaat'. Die Ergebnisse bestätigen den der Untersuchung zugrunde liegenden mehr-dimensionalen Reichtumsbegriff; Reichtum bleibt in der Wahrnehmung der Menschen nicht auf Geld und Vermögen beschränkt; nicht-ökonomische Bereiche von Reichtum haben teilweise eine höhere Bedeutung" (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Schrumpfende Mittelschicht: Anzeichen einer dauerhaften Polarisierung der verfügbaren Einkommen? (2008)
Zitatform
Grabka, Markus M. & Joachim R. Frick (2008): Schrumpfende Mittelschicht: Anzeichen einer dauerhaften Polarisierung der verfügbaren Einkommen? In: DIW-Wochenbericht, Jg. 75, H. 10, S. 101-108.
Abstract
"Die Schicht der Bezieher mittlerer Einkommen ist in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich geschrumpft. Ihr Anteil an der gesamten Bevölkerung ging von 62 Prozent im Jahr 2000 auf 54 Prozent 2006 zurück. Entsprechend gestiegen ist der Bevölkerungsanteil an den Rändern der Einkommensverteilung, wobei in der Mittelschicht die Abwärtsmobilität stärker ausgeprägt war als der Aufstieg in höhere Einkommensklassen. Auch wenn sich der konjunkturelle Aufschwung im Jahr 2007 fortgesetzt hat, dürfte sich an der relativen Einkommenssituation in der Mitte der Gesellschaft nur wenig verändert haben. Parallel zur Entwicklung der objektiven Einkommenslage zeigt sich eine deutliche Veränderung der subjektiven Wahrnehmung der Bevölkerung: Über alle Einkommensschichten hinweg ist festzustellen, dass die 'Sorgen um die eigene wirtschaftliche Entwicklung' zugenommen haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Elitenstruktur und soziale Ungleichheit in Europa (2008)
Hartmann, Michael;Zitatform
Hartmann, Michael (2008): Elitenstruktur und soziale Ungleichheit in Europa. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 61, H. 3, S. 164-169. DOI:10.5771/0342-300X-2008-3-164
Abstract
"Die sozialen Unterschiede in den europäischen Ländern sind in den letzten 20 Jahren spürbar gewachsen, wenn auch von Land zu Land sehr unterschiedlich. Die soziale Spaltung ist z.B. in Großbritannien oder Spanien erheblich größer als in den skandinavischen Ländern. Diese Differenzen hängen unmittelbar mit der sozialen Rekrutierung der nationalen Eliten zusammen. Der Beitrag zeigt, dass die Schere zwischen Arm und Reich im Allgemeinen umso weiter auseinander klafft, je exklusiver und homogener die jeweiligen Eliten sind. Die Reichtumsverteilung in einer Gesellschaft wird maßgeblich von den Eliten bestimmt, die nur durch Gegenkräfte in der Bevölkerung an der Durchsetzung ihrer Eigeninteressen gehindert werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Der Einfluss des Sozialstaates auf die Einkommensverteilung (2008)
Horschel, Nicole; Pimpertz, Jochen;Zitatform
Horschel, Nicole & Jochen Pimpertz (2008): Der Einfluss des Sozialstaates auf die Einkommensverteilung. In: IW-Trends, Jg. 35, H. 2, S. 69-80.
Abstract
"Im Zeitraum 1993 bis 2003 hat die Spreizung der am Markt erzielten Haushaltseinkommen in Deutschland deutlich zugenommen. Berücksichtigt man aber den Bezug öffentlicher Transfers sowie die Belastung der Haushalte mit Einkommensteuer und Sozialabgaben, dann fällt die Veränderung deutlich geringer aus. Die Relation der Haushaltsnettoeinkommen zwischen dem 9. und 2. Dezil ist im Vergleich mit dem Jahr 1993 sogar leicht gesunken. Offensichtlich konnte der Sozialstaat in Deutschland die wachsende Divergenz der Markteinkommen ausgleichen. So wurden die unteren und mittleren Einkommen bei der Einkommensteuer und den Sozialabgaben entlastet. Spiegelbildlich stieg der Anteil, den die 30 Prozent der Haushalte mit den höchsten Markteinkommen zum Einkommensteueraufkommen beigetragen haben, von 68 auf 72 Prozent an. Auch in der Sozialversicherung legte ihr Anteil am gesamten Beitragsvolumen zu." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Armut und Verteilung in Deutschland und Europa (2008)
Klammer, Ute;Zitatform
Klammer, Ute (2008): Armut und Verteilung in Deutschland und Europa. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 61, H. 3, S. 119-124. DOI:10.5771/0342-300X-2008-3-119
Abstract
"Der Beitrag beleuchtet alte und neue Probleme im Bereich der Einkommensverteilung und Armut in Deutschland - vor allem Armut bei Arbeitslosigkeit, Armut trotz Arbeit, Kinder- und Altersarmut - und ordnet die Befunde europäisch ein. Wie ein Länder- und Zeitvergleich verschiedener Indikatoren deutlich macht, die im Rahmen der Methode der offenen Koordinierung (MOK) verwendet werden, ist die Europäische Union ihren hohen Ansprüchen bei der Armutsbekämpfung und Förderung der sozialen Inklusion bisher nicht gerecht geworden. Auch Deutschland schneidet im internationalen Vergleich allenfalls mittelmäßig ab. Der Beitrag schließt mit einem Ausblick auf Potenziale und Grenzen der neuen integrierten MOK und auf den sozialpolitischen Handlungsbedarf in Deutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Von Verlierern und Gewinnern: Die Einkommensentwicklung ausgewählter Bevölkerungsgruppen in Deutschland (2008)
Miegel, Meinhard; Schulte, Martin; Wahl, Stefanie;Zitatform
Miegel, Meinhard, Stefanie Wahl & Martin Schulte (2008): Von Verlierern und Gewinnern: Die Einkommensentwicklung ausgewählter Bevölkerungsgruppen in Deutschland. Bonn, 75 S.
Abstract
Der Beitrag dokumentiert die Veränderungen des Einkommensgefüges in Deutschland, insbesondere die veränderte Zusammensetzung der Gruppe der Einkommensschwachen, der Einkommensstarken sowie der Bezieher mittlerer Einkommen. Eine zunehmende Einkommensungleichheit wird deutlich. Verlierer sind dabei Migranten und ihre Kinder sowie alleinerziehende Ansässige; Gewinner sind ansässige Paare mit Kindern sowie Ältere. Grund für die zunehmende Einkommensungleichheit ist einerseits die starke zahlenmäßige Zunahme nicht oder schlecht integrierter Migranten sowie ansässiger Alleinerziehender und andererseits die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage ansässiger Paare mit Kindern sowie über 64-Jähriger. Die wachsende Einkommensungleichheit in Deutschland hat neben ökonomischen, vorrangig demographische und gesellschaftliche Gründe. Auf der Grundlage der Befunde werden vier Empfehlungen abgeleitet: die bessere Integrieren von Migranten, die Eröffnung von Bildungschancen, die Änderung von Sicht- und Verhaltensweisen sowie die stärkere Verbreiterung privater Vermögensbildung. (IAB)
-
Literaturhinweis
Anhaltende Verteilungsdramatik: WSI-Verteilungsbericht 2008 (2008)
Schäfer, Claus;Zitatform
Schäfer, Claus (2008): Anhaltende Verteilungsdramatik: WSI-Verteilungsbericht 2008. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 61, H. 11/12, S. 587-596. DOI:10.5771/0342-300X-2008-11-587
Abstract
"Der WSI-Verteilungsbericht 2008 stellt aktuelle Daten und Analysen auf makro- und mikroökonomischer Basis zur Entwicklung von Löhnen, Gewinnen und Haushaltseinkommen vor. Sie zeigen eine weiter anhaltende Verteilungsproblematik - trotz des seit 2006 eingesetzten Konjunkturaufschwungs. Dieses Ergebnis wird kontrastiert mit anders lautenden Aussagen, die insbesondere der Dritte Armuts- und Reichtumsbericht bzw. die Bundesregierung gemacht hat. Das Fazit des aktuellen WSI-Verteilungsberichts lautet: Eine Lösung der in Deutschland vorhandenen Einkommens- und Verteilungsungerechtigkeit ist trotz anders lautender Beteuerungen - wie jüngst unter dem Schock der Finanzkrise - nicht in Sicht. Der beginnende Abschwung spricht eher für eine Problemverschärfung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Mehr Ungleichheit trotz Wachstum? Einkommensverteilung und Armut in OECD-Ländern (2008)
Abstract
"Hat die Einkommensungleichheit im Zeitverlauf zugenommen? Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer in diesem Prozess? Sind alle OECD-Länder gleichermaßen von dieser Entwicklung betroffen? Inwieweit sind stärkere Einkommensungleichheiten die Folge größerer Disparitäten bei den persönlichen Erwerbseinkommen der Arbeitnehmer, und welche Rolle spielen dabei andere Faktoren? Wie wirkt sich schließlich die staatliche Umverteilung durch Steuer- und Transfersysteme auf diese Trends aus? Das sind einige der in dem Bericht behandelten Fragen - und die Antworten werden viele Leser überraschen. Dieser Bericht liefert Befunde dafür, dass die Einkommensungleichheit während der letzten 20 Jahre in den OECD-Ländern fast überall zugenommen hat, wobei zeitliches Eintreten, Intensität und Ursachen dieser Zunahme allerdings nicht dem entsprechen, was gewöhnlich in den Medien verbreitet wird. Die Publikation 'Mehr Ungleichheit trotz Wachstum?' enthält eine Reihe von Analysen über die Verteilung der wirtschaftlichen Ressourcen in den OECD-Ländern. Die Daten über Einkommensverteilung und Armut erstrecken sich zum ersten Mal auf alle 30 OECD-Länder zum Stand von Mitte der 2000er Jahre, während bis Mitte der 1980er Jahre zurückreichende Informationen über Trendentwicklungen für rund zwei Drittel der Länder vorliegen. Der Bericht beschreibt zudem Ungleichheiten in einer Reihe von Bereichen (wie Vermögen der privaten Haushalte, Konsumgewohnheiten, öffentliche Sachleistungen), die bei den herkömmlichen Diskussionen über die Verteilung der wirtschaftlichen Ressourcen unter Einzelpersonen und Haushalten in der Regel außer Acht gelassen werden. Wie viel Ungleichheit es exakt in einer Gesellschaft gibt, wird nicht durch den Zufall bestimmt, und es liegt auch nicht außerhalb der Macht der Regierungen, etwas daran zu ändern, solange sie sich der in diesem Bericht enthaltenen aktuellen Erkenntnisse bedienen." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Verteilungsbericht des DGB für das Jahr 2008: Aufschwung stützen - Wirtschaftswachstum durch Tariflohnerhöhungen sowie durch Stärkung des privaten Konsum absichern! (2008)
Zitatform
(2008): Verteilungsbericht des DGB für das Jahr 2008. Aufschwung stützen - Wirtschaftswachstum durch Tariflohnerhöhungen sowie durch Stärkung des privaten Konsum absichern! In: Informationen zur Wirtschafts- und Strukturpolitik H. 1, S. 1-50.
Abstract
Der Verteilungsbericht 2008 stellt die konjunkturelle Lage und die Situation auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland aus Sicht des DGB dar. Betrachtet wird zunächst der wirtschaftliche Aufschwung der Jahre 2006 und 2007 und die Verwendung des Bruttosozialprodukts in den letzten Jahren. Zur Beantwortung der Frage, wer vom Aufschwung profitiert, werden Zahlen zu Arbeitnehmerentgelten sowie Vermögens- und Unternehmenseinkommen herangezogen und ein Ausblick für das Jahr 2008 gegeben. Ferner werden unter anderem die Entwicklung der Lohnquote und der Verteilungsspielräume für Lohnzuwächse, die Arbeitseinkommen in Deutschland und im internationalen Vergleich, die Lohndrift und Ost-West-Angleichung betrachtet. Die Entwicklung der Kapitaleinkommen von Unternehmen und privaten Haushalten wird dargestellt und eine Schieflage bei der Vermögens- und Einkommensverteilung festgestellt. Ein Kapitel widmet sich den Arbeitskosten im europäischen Vergleich. Der Bericht schließt mit einer Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse und politischen Schlußfolgerungen des DGB. (IAB)
-
Literaturhinweis
Lebenslagen in Deutschland: Der Dritte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung (2008)
Zitatform
(2008): Lebenslagen in Deutschland: Der Dritte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. (Lebenslagen in Deutschland. Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung 03), Berlin, 427 S.
Abstract
"Die Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung orientiert sich an einem umfassenden Analyseansatz, der die Risiken für Armut und soziale Ausgrenzung in verschiedenen Lebenslagen beschreibt. Der vorliegende dritte Bericht setzt die im Jahr 2001 begonnene Bestandsaufnahme der sozialen Lage in Deutschland fort und eröffnet, wo es die Datenlage zulässt, einen Zehnjahresvergleich der Entwicklung der sozialen Integration. Bei der Messung monetärer Armut verwendet die Bundesregierung den zwischen den EU-Mitgliedstaaten vereinbarten relativen Armutsrisikobegriff. (...) Im Bericht werden zu den Themen Einkommensverteilung, Armutsrisikoquote und Vermögensverteilung Ergebnisse aus der europaweit durchgeführten Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen 'Leben in Europa' (EU-SILC), aus der Einkommens- und Verbrauchstichprobe (EVS) und aus dem Mikrozensus dargestellt. Neben diesen drei amtlichen Statistiken, die vom Statistischen Bundesamt erhoben werden, wird auch das Soziooekonomische Panel (SOEP) des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) herangezogen. (...) Die Analyse basiert auf der statistisch-empirischen Erfassung der gesellschaftlichen Realität in Deutschland mit ihren Gegenpolen Armut und Reichtum. Neben der Entwicklung von Einkommen und Vermögen werden die zentralen Trends und Herausforderungen in den Bereichen Erwerbsbeteiligung, Bildung, Familie und Kinder, Gesundheitsversorgung, Wohnen und politische Partizipation beschrieben. Darüber hinaus stehen Personengruppen im Fokus, die in besonderem Maße beeinträchtigt sind (Teil C). Gleichzeitig legt der Bericht die politischen Maßnahmen der Bundesregierung dar, die Armut und sozialer Ausgrenzung entgegenwirken, eine gerechtere Verteilung ökonomischer Ressourcen erreichen sowie Teilhabechancen für alle Mitglieder der Gesellschaft eröffnen sollen (Teil D)." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
-
Literaturhinweis
Zunehmende Ungleichheit der Markteinkommen: reale Zuwächse nur für Reiche (2007)
Bach, Stefan; Steiner, Viktor;Zitatform
Bach, Stefan & Viktor Steiner (2007): Zunehmende Ungleichheit der Markteinkommen. Reale Zuwächse nur für Reiche. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 74, H. 13, S. 193-198.
Abstract
"Über die 90er Jahre hat die Ungleichheit der am Markt erzielten Bruttoeinkommen - Löhne und Gehälter, Unternehmer- sowie Vermögenseinkommen - in Deutschland zugenommen. Während die preisbereinigten Einkommen im Durchschnitt konstant blieben, gab es für die oberen 10 % der Einkommenspyramide nennenswerte Zuwächse. Diese Gruppe konnte ihr reales Markteinkommen von 1992 bis 2001 um gut 7 % steigern. Die 'ökonomische Elite', die oberen 0,001 % der Einkommensbezieher, erzielten gegenüber 1992 sogar einen realen Einkommensanstieg um 35 %. In dieser Gruppe von 650 Personen lag das durchschnittliche Markteinkommen 2001 bei 15 Mill. Euro. Diese Ergebnisse hat das DIW Berlin mit einer integrierten Datenbasis aus Einkommensteuerstatistik und Sozio-oekonomischem Panel (SOEP) ermittelt, die auch die sehr hohen Einkommen vollständig erfasst. Daten des SOEP zur Entwicklung der Jahreseinkommen, die bis 2004 reichen, deuten darauf hin, dass sich die Ungleichheit der Markteinkommen nach 2001 weiter verstärkt hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Social expenditure and the politics of redistribution (2007)
Zitatform
Castles, Francis G. & Herbert Obinger (2007): Social expenditure and the politics of redistribution. In: Journal of European social policy, Jg. 17, H. 3, S. 206-222. DOI:10.1177/0958928707078364
Abstract
"This article offers a critique and analysis of recent OECD research by Adema and Ladaique identifying the impact of taxes and private benefits on social spending. By using the techniques of multivariate modelling, we show that both gross public and net private expenditures are strongly influenced by partisan incumbency, although in opposite directions, and that the more we net out the effect of taxes, the less politics matters and the more spending is shaped by socio-economic forces. In a second stage of the analysis, we show that the crucial mechanism of welfare state redistribution is the taxation of gross social expenditure and demonstrate that this effect is almost entirely political in nature." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Soziale Gerechtigkeit - eine Bestandsaufnahme: Gemeinschaftsinitiative der Bertelsmann Stiftung, Heinz Nixdorf Stiftung und Ludwig-Erhard-Stiftung (2007)
Empter, Stefan; Vehrkamp, Robert B.;Zitatform
Empter, Stefan & Robert B. Vehrkamp (Hrsg.) (2007): Soziale Gerechtigkeit - eine Bestandsaufnahme. Gemeinschaftsinitiative der Bertelsmann Stiftung, Heinz Nixdorf Stiftung und Ludwig-Erhard-Stiftung. Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung, 308 S., CD-ROM.
Abstract
"Was ist soziale Gerechtigkeit? Als Ergebnis eines gesellschaftlichen Verständigungsprozesses bleiben die Antworten darauf einem ständigen Bedeutungswandel unterworfen. Durch die politische Gestaltung zeitgemäßer sozialstaatlicher Institutionen müssen sie laufend neu gewonnen und gesichert werden. Auch der deutsche Sozialstaat befindet sich seit Mitte der 90er Jahre im Umbruch von einem alimentierenden Wohlfahrtsstaat hin zu einem aktivierenden Teilhabestaat. Anliegen des vorliegenden Bandes ist eine erste Zwischenbilanz und Bestandsaufnahme dieser sozialstaatlichen Umbruchsituation. Dabei geht es zunächst um die Ableitung eines dem neuen Paradigma angemessenen Verständnis sozialer Gerechtigkeit (Teil I). Daran anschließend werden die neueren Ergebnisse der empirischen Gerechtigkeitsforschung dargestellt (Teil II) und in einem international vergleichenden Kontext diskutiert und bewertet. Aus den international vergleichenden Analysen und Ergebnissen werden schließlich Elemente einer Strategie zur Transformation des deutschen Wohlfahrtsstaates in einen investiv orientierten Teilhabestaat abgeleitet (Teil III). Abschließend werden die Ergebnisse einer repräsentativen Parlamentarier-Umfrage zum Thema 'Soziale Gerechtigkeit in Deutschland' dargestellt (Teil IV). Die beiliegende CD-ROM enthält eine vollständige Dokumentation aller Detailergebnisse dieser Umfrage." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Armut, soziale Ausgrenzung und Teilhabe an Politik und Gesellschaft (2007)
Engels, Dietrich;Zitatform
Engels, Dietrich (2007): Armut, soziale Ausgrenzung und Teilhabe an Politik und Gesellschaft. (ISG working paper 01), Köln, 20 S.
Abstract
"Ausgehend von drei unterschiedlichen Armutskonzepten (materielle Armut bzw. unterer Lebensstandard, relative Armut, soziale Ausgrenzung) wird die Entwicklung von Armut und Reichtum in Deutschland auf statistischer Basis dargestellt. Im Hinblick auf die Möglichkeiten zur Überwindung derart belasteter Lebenslagen werden die Teilhabechancen an politischem und zivilgesellschaftlichem Engagement diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Neue soziale Ungleichheit in der Arbeitswelt (2007)
Gazareth, Pascale; Suter, Simone; Kronauer, Martin; Gazareth, Pascale; Kraemer, Klaus ; Hettlage, Raphaela; Juhasz, Anne; Iglesias, Katia; Nollert, Michael ; Juhasz, Anne; Böhringer, Peter; Paugam, Serge; Wyss, Malika; Pelizzari, Alessandro; Magning, Chantal; Pernicka, Susanne; Contzen, Sandra; Schnapper, Dominique; Adam, Georg; Schultheis, Franz; Magning, Chantal; Suter, Christian ;Zitatform
Gazareth, Pascale, Anne Juhasz & Chantal Magning (Hrsg.) (2007): Neue soziale Ungleichheit in der Arbeitswelt. (Theorie und Methode. Sozialwissenschaften), Konstanz: UVK Verlagsges., 200 S.
Abstract
"Die Schlagworte 'Aktivierung' und 'Eigeninitiative' vermitteln den Eindruck, als wäre die Integration in den Arbeitsmarkt der Königsweg gegen gesellschaftlichen Ausschluss. Inwiefern in der Arbeitswelt selbst Ausschlussprozesse wirksam sind, veranschaulichen die hier versammelten Beiträge aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz. Auf der Grundlage empirischer Untersuchungen gehen die Autoren den Integrations- und Ausgrenzungsprozessen in der Arbeitswelt nach, verdeutlichen ihre paradoxe Gleichzeitigkeit und zeigen, dass die neue soziale Ungleichheit auf ausbleibende Anerkennung und Integration durch Erwerbsarbeit zurückgeht." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Dynamik von Einkommen und Armut in Ost- und West-Deutschland (2007)
Zitatform
Goebel, Jan, Peter Krause & Tanja Zähle (2007): Dynamik von Einkommen und Armut in Ost- und West-Deutschland. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 56, H. 7/8, S. 200-207.
Abstract
"Der Beitrag befasst sich mit der Entwicklung von Einkommen und Armut in Deutschland seit der Wiedervereinigung. Während zu Beginn der 90er Jahre in Ostdeutschland eine schrittweise Annäherung der Einkommenan die Verteilung und das Wohlstandsniveau in Westdeutschland erkennbar war, kam es ab der zweiten Hälfte der 90er Jahre erst zu einer Verlangsamung und in den letzten Jahren gar zu einer Umkehrung dieses Prozesses. Insbesondere die zuletzt stark gestiegene Armutsrisikoquote in Ostdeutschland ist dabei sozialpolitisch bedeutsam. Die dynamische Betrachtung dieser Entwicklung steht hierbei im Mittelpunkt und beinhaltet zunächst vor allem einen Perspektivenwechsel. Der Beitrag geht der Frage nach, inwieweit die unterschiedlichen Strukturentwicklungen zwischen Ost und West mit Differenzen in den zugrunde liegenden Prozessen der Einkommensdynamik und der Armutsverläufe einhergehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
