Arbeitsmarkt Gesundheit und Pflege
Der steigende Kostendruck, die zunehmende Ökonomisierung, der Fachkräftemangel und die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie führen im Gesundheitswesen zu einer hohen Arbeitsbelastung und -verdichtung für Beschäftigte. Dies hat zu einem Anstieg von Fehlzeiten, Fluktuation und vorzeitigem Ausscheiden aus dem Beruf geführt. Gleichzeitig steigt aufgrund der steigenden Lebenserwartung und Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen der Bedarf an Ärzten, Ärztinnen und qualifiziertem Pflegepersonal. Angesichts dieser Herausforderungen bietet das Themendossier eine Auswahl an wissenschaftlichen und praxisorientierten Befunden zu Beschäftigung, Qualifikationsbedarf und Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Pflegesektor.
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Veröffentlichungen zur Situation von Live-in-Kräften finden sie im Themendossier 24-Stunden-Betreuung für Menschen mit Pflegebedarf – Beschäftigungssituation der Live-ins.
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Caring for America's aging population: a profile of the direct-care workforce (2007)
Smith, Kristin;Zitatform
Smith, Kristin (2007): Caring for America's aging population. A profile of the direct-care workforce. In: Monthly Labor Review, Jg. 130, H. 9, S. 20-27.
Abstract
"Between 1970 and 2004, the labor force participation of American women rose from 43.3 percent to 59.2 percent, and one of the consequences was the development of a category of workers paid to provide care for children and the elderly who had previously been cared for in the home. Over the same period, the life expectancy of men grew by 8.1 years and the life expectancy of women rose by 5.7 years, trends that increased the demand for both medical and personal care for the elderly. In 1999, 16 percent of Americans over the age of 65 required some form of long-term care, and the majority received that care in home- or community-based settings rather than in nursing homes. Today, direct-care workers provide the majority of paid hands-on care, supervision, and emotional support to the elderly and disabled in the United States. These paraprofessional workers hold a variety of job titles, including personal care assistant, home care aide, home health aide, and certified nursing assistant. They work in diverse settings, such as private homes, adult day centers, assisted-living residences, hospitals, and nursing homes. Direct-care workers constitute a low-wage, high-turnover workforce with low levels of health insurance; taking these characteristics into account guides the challenge of how to deal with the growing demand for long-term care by an aging U.S. population." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Vergesellschaftung von Fürsorgearbeit: Erfahrungen aus der Altenbetreuung in Schweden (2007)
Zitatform
Theobald, Hildegard (2007): Vergesellschaftung von Fürsorgearbeit. Erfahrungen aus der Altenbetreuung in Schweden. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 60, H. 10, S. 561-567. DOI:10.5771/0342-300X-2007-10-561
Abstract
"In der international vergleichenden Forschung zu Versorgungssystemen (Social Care Systems) für ältere Menschen kristallisierte sich das Zusammenspiel unterschiedlicher Wohlfahrtsstaatssektoren - Staat, Markt, Familie, Dritter Sektor - als eine zentrale Dimension des Ländervergleichs heraus. Der Beitrag analysiert die sich im Zeitverlauf gewandelten Strukturen von Fürsorgetätigkeiten zur Betreuung älterer Menschen in Schweden, das als Repräsentant eines öffentlichen Versorgungssystems gilt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Etablierung von Altenbetreuung als Erwerbsarbeit unter öffentlicher Regie Ungleichheiten in der Erwerbsintegration nicht nur zwischen Männern und Frauen, sondern auch zwischen Frauen in Abhängigkeit ihrer sozio-ökonomischen Klassenzugehörigkeit und teilweise Ethnizität reduziert. Der Aufbau eines Berufsfelds mit regulären Anstellungsformen, Qualifikationsanforderungen, vergleichbaren Löhnen und Arbeitssituationen erweist sich allerdings als langwierig. Nicht nur die psychisch oder physisch belastenden und zeitliche Flexibilität erfordernden Tätigkeitsmerkmale stellen Herausforderungen dar, vielmehr bedarf es auch angemessener ökonomischer Ressourcen, um Fürsorgetätigkeiten als reguläres Arbeitsmarktsegment zu etablieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Pflege (2007)
Thiele, Günter;Zitatform
Thiele, Günter (2007): Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Pflege. In: Wirtschaft und Statistik H. 8, S. 781-795.
Abstract
"Die Autoren beschreiben in dem Beitrag zunächst die volkswirtschaftliche Bedeutung der Pflege anhand von Sonderauswertungen der Gesundheitsausgaben- und der Gesundheitspersonalrechnung. Dazu analysieren sie die Ausgaben der Leistungsart 'pflegerische Leistungen' nach den Ausgabenträgern und den Einrichtungen, welche diese Leistungen in erster Linie bereitstellen. Die Untersuchung der Ausgaben wird in einem nächsten Schritt ergänzt um eine Analyse der Pflegeberufe auf Basis der Gesundheitspersonalrechnung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Arbeitseinkommen in den Gesundheits- und Krankenpflegeberufen in Deutschland 1998-2003 (2007)
Zitatform
Thiele, Günter & Lutz Bellmann (2007): Arbeitseinkommen in den Gesundheits- und Krankenpflegeberufen in Deutschland 1998-2003. In: Pflege und Gesellschaft, Jg. 12, H. 4, S. 360-379.
Abstract
"In der Studie wird die Einkommensentwicklung der Gesundheits- und Krankenpflegerinnen sowie der Helferinnen in der Krankenpflege in Deutschland für die Jahre 1998 und 2003 betrachtet. Datengrundlage für die empirische Studie bildet das Beschäftigtenpanel der Bundesagentur für Arbeit, das sowohl individuelle als auch betriebliche Merkmale enthält. Die wesentlichen Ergebnisse der Studie lassen sich wie folgt zusammenfassen: Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Gesundheits- und Krankenpfleger erzielen ihr höchstes sozialversicherungspflichtiges Bruttoentgelt in West- wie in Ostdeutschland in den Hochschulkliniken wie in den Krankenhäusern, das niedrigste in den ambulanten sozialen Diensten. Am besten werden Gesundheits- und Krankenpflegerinnen in Westdeutschland im Alter von 41 bis 50 Jahren, am schlechtesten solche im Alter bis 21 Jahren in Ostdeutschland entlohnt. In kleinen Pflegeeinrichtungen lag das Bruttoentgelt bei 1.460 Euro monatlich. Berücksichtigt man bei diesem Vergleich der Bruttoentgelte zwischen West und Ost noch die BAT-Angleichung so liegt die Spanne zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Bruttoentgelt etwa bei ca. 1.300 Euro monatlich. Die Einkommensunterschiede bzw. die Lohndifferentiale in Bezug auf die betrachteten Einrichtungen, dem Alter sowie die Betriebsgröße haben sich von 1998 auf2003 sowohl in West- wie in Ostdeutschland vergrößert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt Pflege (2007)
Weidner, Frank;Zitatform
Weidner, Frank (2007): Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt Pflege. In: G. Igl Naegele, Gerhard & S. Hamdorf (Hrsg.) (2007): Reform der Pflegeversicherung : Auswirkungen auf die Pflegebedürftigen und die Pflegepersonen (Sozialrecht und Sozialpolitik in Europa, 02), S. 85-94.
Abstract
Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. führt seit 2001 jährliche repräsentative Befragungen zur Situation der Pflege in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung des Schwerpunkts Arbeitsmarkt durch. Der Beitrag schildert auf der Basis dieser Umfragen die Situation in den Beschäftigungsfeldern ambulante Versorgung, stationäre Altenhilfe und Krankenhaus und erläutert die den Arbeitsmarkt beeinflussenden Interdependenzen wie das Laiensystem (Helfer und Angehörige), internationale Entwicklungen und Verbindungen zwischen dem Pflegebildungs- und Beschäftigungssystem. Der Autor stellt resümierend fest, dass der Arbeitsmarkt Pflege ein relativ offenes und dynamisches System darstellt, das sich über verschiedene Sektoren, Institutionen und Professionen erstreckt, mit dem Laiensystem verbunden und international eingebunden ist. Dem Wachstumsmarkt Pflege stehen sinkende Ausbildungszahlen in den Pflegeberufen gegenüber. 'Faktisch gibt es bereits seit Jahren in den Krankenpflegeberufen keine nennenswerte Arbeitslosigkeit mehr.' Da die Pflege bereits eigene Ansätze der Prävention und Rehabilitation entwickelt hat, schlägt der Autor vor, den zentralen Leitgedanken 'Prävention und Rehabilitation vor Pflege' künftig durch das Prinzip 'Prävention und Rehabilitation vor Kompensation' zu ersetzen. (IAB)
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Kooperation und Verantwortung: Voraussetzungen einer zielorientierten Gesundheitsversorgung (2007)
Abstract
Mit dem Gutachten 2007 erfüllt der Rat seinen Auftrag, unter Berücksichtigung der finanziellen Rahmenbedingungen und der vorhandenen Wirtschaftlichkeitsreserven Prioritäten für den Abbau von Versorgungsdefiziten und bestehenden Überversorgungen sowie Möglichkeiten und Wege zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens aufzuzeigen. Schwerpunkte des Gutachtens bilden die Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe, die integrierte Versorgung, das Krankenhauswesen, die Qualität und Sicherheit der Gesundheitsversorgung und die Primärprävention in vulnerablen Gruppen. Unter dem Aspekt einer zielorientierten Gesundheitsversorgung, die eine entsprechende Kooperation aller an den Prozessen gesundheitlicher Leistungserstellung Beteiligten und die Berücksichtigung ihrer Interessen voraussetzt, beschäftigen sich die einzelnen Kapitel mit folgenden Themen: Die Entwicklung der Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe als Beitrag zu einer effizienten und effektiven Gesundheitsversorgung; Integrierte Versorgung in der GKV: Entwicklung, Stand, Managed Care und Perspektiven; Krankenhausplanung, Investitionsfinanzierung und Weiterentwicklung des G-DRG-Systems; Qualität und Indikatoren der Patientensicherheit: Auswirkungen der Veröffentlichung von Qualitätsdaten und der qualitätsbezogenen Vergütung; Primärprävention in vulnerablen Gruppen - unter anderem Strategien der Primärprävention bei Arbeitslosen. Es werden unter Effizienz- und Effektivitätsaspekten Verbesserungsvorschläge erarbeitet, die als adaptive Reformschritte unmittelbar an den bestehenden Strukturen ansetzen. Ziel der Reformvorschläge zu einer evolutorischen Weiterentwicklung des deutschen Gesundheitswesens ist es, einen Beitrag zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit dieser Wachstumsbranche zu leisten. (IAB)
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Ausbildung in den Pflegeberufen: Weichen stellen für die Zukunft in Theorie und Praxis. Band 1: Empirische Begründung, theoretische Fundierung und praktische Umsetzung der "dualisierten" Ausbildungen für Altenpflege und Gesundheits- und Krankenpflege (2006)
Becker, Wolfgang;Zitatform
Becker, Wolfgang (Hrsg.) (2006): Ausbildung in den Pflegeberufen. Weichen stellen für die Zukunft in Theorie und Praxis. Band 1: Empirische Begründung, theoretische Fundierung und praktische Umsetzung der "dualisierten" Ausbildungen für Altenpflege und Gesundheits- und Krankenpflege. (Schriftenreihe des Bundesinstituts für Berufsbildung), Bielefeld: Bertelsmann, 210 S.
Abstract
"Die neuen Berufsgesetze stellen die Schulen, Ausbildungsstätten und Schüler/-innen im Bereich der Altenpflege sowie der Gesundheits- und Krankenpflege vor neue Herausforderungen. Im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) sind seit 2002 Ausbildungscurricula für die entsprechenden Berufe entwickelt worden, welche die neuen Vorgaben der Gesetze sowie Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen in einen berufspädagogischen und didaktischen Rahmen einpassen, der den wichtigsten Standards einer modernen betrieblichen ('dualen') Berufsausbildung entspricht. Theoretische und empirische Begründungen für die curricularen, strukturellen und didaktischen Innovationen der BIBB-Curricula sowie die neuartigen Konzepte zur integrierten Ausbildung und zur Abschlussprüfung bilden einen Schwerpunkt des hier vorliegenden ersten Bandes der Veröffentlichung. Die Umsetzung der Ausbildungen wird in ihren theoretischen Bezügen und in ihren praktischen Auswirkungen ausführlich und detailliert dokumentiert und diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Ausbildung in den Pflegeberufen: Weichen stellen für die Zukunft in Theorie und Praxis. Band 2: Die Materialien zur Ausbildung: Ausbildungsrahmenpläne, Rahmenlehrpläne, Lernsituationen und Erläuterungen zur praktischen Ausbildung der "dualisierten" Ausbildungen für Altenpflege und Gesundheits- und Krankenpflege (2006)
Becker, Wolfgang;Zitatform
(2006): Ausbildung in den Pflegeberufen. Weichen stellen für die Zukunft in Theorie und Praxis. Band 2: Die Materialien zur Ausbildung: Ausbildungsrahmenpläne, Rahmenlehrpläne, Lernsituationen und Erläuterungen zur praktischen Ausbildung der "dualisierten" Ausbildungen für Altenpflege und Gesundheits- und Krankenpflege. (Schriftenreihe des Bundesinstituts für Berufsbildung), Bielefeld: Bertelsmann, 293 S.
Abstract
"Die Ausbildungen in Altenpflege und Gesundheits- und Krankenpflege stellen Schulen, Ausbildungsstätten und Schüler/-innen, nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der neuen Berufsgesetze, vor neue Herausforderungen. Im Bundesinstitut sind seit 2002 Ausbildungscurricula für diese Berufe entwickelt worden, die diese Herausforderungen aufnehmen und die Vorgaben von Berufsgesetzen und Ausbildung und Prüfungsverordnungen in einen berufspädagogischen und didaktischen Rahmen einpassen, der den wichtigsten Standards einer modernen betrieblichen ('dualen') Berufsausbildung entspricht. Nachdem im Band 1 der Veröffentlichung theoretische und empirische Begründungen für die Entwicklung der BIBB-Curricula und die wichtigsten Aspekte der Umsetzung der Ausbildungen im Mittelpunkt standen, werden im hier vorgelegten zweiten Band alle vom BIBB entwickelten Curricula für die praktische und schulische Ausbildung, Lernsituationen, Materialien und Hilfsmittel für Altenpflege und Gesundheits- und Krankenpflege vollständig und mit einführenden Erläuterungen dokumentiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Ärztemigration von und nach Deutschland: theoretische und empirische Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der deutsch-polnischen Grenzregion Brandenburg (2006)
Borchardt, Katja;Zitatform
Borchardt, Katja (2006): Ärztemigration von und nach Deutschland. Theoretische und empirische Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der deutsch-polnischen Grenzregion Brandenburg. (Europäische Schriften zu Staat und Wirtschaft 18), Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 200 S.
Abstract
"Zur Bewältigung von drohenden oder teilweise existierenden heimischen Personalengpässen wird im Gesundheitswesen, wie auch in anderen Wirtschaftszweigen, die europaweite Wanderung von medizinischem Personal, also hochqualifizierten Arbeitskräften, diskutiert. Der größte Teil vorliegender internationaler und nationaler Untersuchungen konzentrierte sich traditionell auf den Bereich der Wanderung von pflegerischem Personal. Mittlerweile kann jedoch eine Ärztewanderung beobachtet werden, die Deutschland besonders regional zunehmend beeinflusst. Die Arbeit umfasst eine theoretische und empirische Untersuchung der Ärztewanderung von und nach Deutschland unter Berücksichtigung ausgewählter migrationstheoretischer Erkenntnisse. Beispielhaft wird die Bedeutung ausländischer Ärzte für die Krankenhausversorgung im Bundesland Brandenburg mit seiner deutsch-polnischen Grenzregion empirisch untersucht. Die Thesen geleitete Arbeit bietet u. a. sowohl die rechtlichen Rahmenbedingungen als auch eine Analyse der Arbeitsmarktdynamik für die Wanderung von Ärzten. Darüber hinaus wird im europäischen Vergleich ermittelt, inwiefern Deutschland Importeur und Exporteur von ausländischen Ärzten ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Gesundheitsfachberufe in Prävention und Gesundheitsförderung: Bedarf, Entwicklung und Konsequenzen für die Aus-, Fort- und Weiterbildung (2006)
Borghetto, Bernhard;Zitatform
Borghetto, Bernhard (2006): Gesundheitsfachberufe in Prävention und Gesundheitsförderung. Bedarf, Entwicklung und Konsequenzen für die Aus-, Fort- und Weiterbildung. In: Prävention. Zeitschrift für Gesundheitsförderung, Jg. 29, H. 3, S. 71-74.
Abstract
'Der Bedarf an Prävention und Gesundheitsförderung ist groß. Die Gesundheitsfachberufe Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie in Deutschland können spezifische Zugänge und Kompetenzen in Prävention und Gesundheitsförderung einbringen. Deren bisherige Arbeit ist jedoch bislang vorwiegend rehabilitativ-therapeutisch geprägt. Moderne Ansätze der Prävention und Gesundheitsförderung spielen für die bisherigen Tätigkeitsbereiche nur in konzeptuellen Überlegungen eine Rolle. Neue Tätigkeitsbereiche entwickeln sich vor allem in der durch die GKV geförderten Primärprävention und auf dem freien Markt im Bereich Wellness und Fitness. Die Sekundärprävention wird hingegen noch weitgehend von ärztlichen Leistungen und Angeboten geprägt. In der Gesundheitsförderung als eigenständiges Tätigkeitsfeld spielen die gesundheitsfachberuflichen Primärqualifikationen keine spezifische Rolle mehr, hier besteht eine Konkurrenz zu einer großen Zahl weiterer Berufe mit gesundheitlichen Bezügen. Um in Prävention und Gesundheitsförderung agieren zu können, sind unterschiedliche Kompetenzen nötig, die in der Ausbildung vermittelt werden sollten.' (Autorenreferat, GESIS)
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Karriereverläufe von Frauen und Männern in der Altenpflege: eine sozialpsychologische und systemtheoretische Analyse (2006)
Borutta, Manfred; Giesler, Christiane;Zitatform
Borutta, Manfred & Christiane Giesler (2006): Karriereverläufe von Frauen und Männern in der Altenpflege. Eine sozialpsychologische und systemtheoretische Analyse. (DUV Sozialwissenschaft), Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verl., 196 S.
Abstract
Obwohl die Altenpflege ein klassisches Berufsfeld für Frauen ist, werden die leitenden und geschäftsführenden Positionen vorwiegend von Männern besetzt. Ihre Qualifikation hierfür ist oft fragwürdig, denn anders als für Frauen besteht für Männer in der Pflege die Möglichkeit, ohne formelle Qualifikation in berufliche Positionen aufzusteigen, die im Hinblick auf Routinen, Menschenführung und Zukunftssicherung der Organisationen hohe Anforderungen stellen. Die Autoren gehen den Fragen nach, warum es Männern offenbar gelingt, in der Pflege schneller Karriere zu machen als Frauen, ob Frauen Leitungspositionen nicht anstreben oder ob es andere Hintergründe gibt. Auf der Basis empirischer Daten wird diesen Fragen aus sozialpsychologischer und systemtheoretischer Perspektive nachgegangen. In einer Primäranalyse wurden hierzu unterschiedliche relevante Institutionen und Organisationen schriftlich befragt, in einer Sekundäranalyse vorhandene Studien ausgewertet. Einen Kernpunkt der Unterscheidung der weiblichen und der männlichen Karriereverläufe in der Altenpflege stellen Inklusions- bzw. Exklusionsbedingungen dar, die durch die geschlechtsbezogenen Spezifizierungen von Erwartungen hervorgerufen werden. Es wird festgestellt, 'dass sowohl soziale als auch psychische Systeme in ihren operativen Beobachtungen aufgrund ihrer nicht gegebenen Autarkie von den zeitlich stabilen Mustern der Merkmale 'typischer' Frauen und 'typischer' Männer hochgradig infizierbar sind'. Die unterschiedlichen geschlechtsstereotypen Erwartungen an Frauen und Männer in der Altenpflege werden als zeitlich stabil und als in ihrer Positionsgebundenheit residual geprägt beschrieben. (IAB)
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The globalization of the labour market for health-care professionals (2006)
Clark, Paul F.; Stewart, James B.; Clark, Darlene A.;Zitatform
Clark, Paul F., James B. Stewart & Darlene A. Clark (2006): The globalization of the labour market for health-care professionals. In: International Labour Review, Jg. 145, H. 1/2, S. 37-64.
Abstract
"The worldwide shortage of health-care workers has led to a brain drain that is negatively affecting the health-care systems of less affluent countries. The authors study the factors encouraging nurses and doctors to migrate, measure the costs and benefits of such migration and analyse methods of foreign recruitment. They then look at the theories that help explain this phenomenon: human capital theory, theories of neo-colonialism and of globalization. They conclude with a policy discussion of possible strategies, which include addressing the 'push' factors motivating migration, focusing training on local health-care needs, signing bilateral agreements that limit migration, etc." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Arbeitsmarktbeteiligung von Ausländern im Gesundheitssektor in Deutschland (2006)
Derst, Peter; Loeffelholz, Hans Dietrich von; Heß, Barbara;Zitatform
Derst, Peter, Barbara Heß & Hans Dietrich von Loeffelholz (2006): Arbeitsmarktbeteiligung von Ausländern im Gesundheitssektor in Deutschland. (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Working papers 06), Nürnberg, 52 S.
Abstract
Das Arbeitspapier stellt neben der wirtschaftlichen Bedeutung des Gesundheitssektors die rechtlichen Grundlagen für die Zuwanderung von Arbeitskräften im Gesundheitssektor dar und präsentiert für die einzelnen Berufsgruppen und Herkunftsländer detaillierte Daten zur Beschäftigung. Die Studie ist für das Europäische Migrationsnetzwerk (EMN) entstanden. In diesem Rahmen erstellten zehn Länder eine nationale Studie über die Beschäftigung von Migranten im Gesundheitssektor ihres Landes. Anschließend werden die Ergebnisse der Studien in einem gemeinsamen Synthesebericht zusammengefasst. Ziel ist es, Migrationstrends im Gesundheitssektor zu erkennen und einen Überblick über die verschiedenen Maßnahmen und rechtlichen Regelungen im Gesundheitssektor der jeweiligen Länder zu erhalten. Dazu werden sowohl Informationen über die Struktur des Gesundheitswesens in den einzelnen Ländern und über rechtliche Grundlagen benötigt als auch quantitative Daten, die das Ausmaß der bisherigen Beschäftigung von Migranten im Gesundheitssektor darstellen. Der Überblick über ausländische Beschäftigte im Gesundheitssektor zeigt, dass der Anteil der ausländischen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten an der Gesamtzahl der Beschäftigten in den letzten Jahren bei etwa vier Prozent lag und ab 2004 leicht zurückging. Die Ausländer sind im Gesundheitssektor damit unterrepräsentiert, da der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Ausländer an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Jahr 2004 6,7 Prozent betrug. Der Anteil der ausländischen Ärzte und Zahnärzte ist allerdings gestiegen, sowohl bei den sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ärzten und Zahnärzten als auch bei den Ärzten insgesamt. Ein Rückgang ist insbesondere bei den Helfern und Helferinnen in der Krankenpflege zu verzeichnen. (IAB)
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Entwicklung der ärztlichen Versorgung in Bayern unter Berücksichtigung des steigenden Anteils an Ärztinnen (2006)
Gensch, Kristina; Waltenberger, Monika;Zitatform
Gensch, Kristina & Monika Waltenberger (2006): Entwicklung der ärztlichen Versorgung in Bayern unter Berücksichtigung des steigenden Anteils an Ärztinnen. (Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung. Monographien. N.F. 74), München, 141 S.
Abstract
"Immer mehr Frauen studieren Medizin und wollen Ärztinnen werden. Aber bereits nach der Approbation verläuft ihre Weiterbildung zum Facharzt auf Grund der Arbeitsbedingungen anders als bei ihren männlichen Kollegen. Dies hat Konsequenzen für die ärztliche Versorgungssituation. Hält diese Tendenz an, sind Maßnahmen notwendig, die sich schwerpunktmäßig auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern und Universitätsklinika beziehen. Dazu einige wichtige Ergebnisse der Studie: - Durch familiäre, aber auch arbeitsvertragliche Gründe verlängert sich die Weiterbildungsdauer der Ärztinnen zum Facharzt, so dass es zu einem späteren Eintritt auf dem Arbeitsmarkt und dadurch zu Versorgungslücken kommen kann. - Während oder nach der Weiterbildungsphase zum Facharzt wandern Ärztinnen vergleichsweise oft aus dem stationären Bereich in ambulante Praxen oder in Tätigkeitsfelder außerhalb des kurativen Bereichs ab, um geregelte und kürzere Arbeitszeiten zu haben. - Da die wissenschaftliche Arbeit parallel bzw. nach einem Arbeitstag im Krankenhaus und neben der Familienbetreuung erfolgen muss, habilitieren sich weniger Ärztinnen. Betrachtet man ihren Arbeitsplatz, so findet man sie in ihrer Weiterbildung zum Facharzt seltener in Universitätskliniken als in kleineren Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung oder in Fachkliniken. Die Konzentration der Medizinerinnen auf wenige Fachgebiete, die weitgehend der Basisversorgung (z. B. Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Pädiatrie) zuzurechnen sind, kann zur Ausdünnung der ärztlichen Versorgung in spezialisierten Fachgebieten führen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Employment in hospitals: unconventional patterns over time (2006)
Goodman, William C.;Zitatform
Goodman, William C. (2006): Employment in hospitals. Unconventional patterns over time. In: Monthly labor review, Jg. 129, H. 6, S. 3-14.
Abstract
"The trends of employment in hospitals are atypical in comparison to those in other industries. Hospital jobs are more than resistant to recessions; the changes in hospital employment are countercyclical. This article first takes up influences other than the business cycle and then explains the countercyclical pattern of growth in employment. The clearest statistical relationship found with employment in all hospitals is the inverse relation between the growth rate of hospital employment and that of total payroll employment. In the article, the Current Employment Statistics survey is the primary source of statistics representing employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Informal care and employment in England: evidence from the British Household Panel Survey (2006)
Heitmueller, Axel; Michaud, Pierre-Carl;Zitatform
Heitmueller, Axel & Pierre-Carl Michaud (2006): Informal care and employment in England. Evidence from the British Household Panel Survey. (IZA discussion paper 2010), Bonn, 57 S.
Abstract
"More than 40 % of the respondents in the British Household Panel Survey provide informal care at least for one year within the period 1991-2003 and carers are usually less likely to hold simultaneously a paid job. There is little evidence on the mechanism that links informal care provision and labour market outcomes. This paper provides evidence on the pathways through which this pattern arises using a multivariate dynamic panel data model that accounts for state-dependence, feedback effects and correlated unobserved heterogeneity. We find evidence of a causal link from informal care to employment with employment rates reduced by up to 6 percentage points. However, this effect is only found for co-residential carers who account for one third of the population of carers and less than 5 percent of the overall labor force. For the same group, a significantly smaller link from employment to care provision is found. A micro-simulation exercise using the model estimates suggest tha! t the overall potential pressure on the provision of informal care created by a rise in the employment rate is minimal." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Arbeitsmigration im deutschen und britischen Gesundheitssektor: die Entstehung von Nachfrage jenseits der Demographie (2006)
Zitatform
Hoesch, Kirsten (2006): Arbeitsmigration im deutschen und britischen Gesundheitssektor. Die Entstehung von Nachfrage jenseits der Demographie. In: S. Baringhorst, J. F. Hollifield & U. Hunger (Hrsg.) (2006): Herausforderung Migration : Perspektiven der vergleichenden Politikwissenschaft. Festschrift für Dietrich Thränhardt (Studien zur Politikwissenschaft /Abteilung B, 97), S. 219-248.
Abstract
Der Verfasser setzt sich mit der Bedeutung der internationalen Arbeitskräfteanwerbung im deutschen und britischen Gesundheitssektor auseinander und schildert aus vergleichender Sicht die politischen und ökonomischen Merkmale dieses Sektors in der Bundesrepublik Deutschland und in Großbritannien. Es wird gezeigt, dass trotz des Trends hin zu mehr Wettbewerb im Allgemeinen dieser Bereich in den meisten Ländern stark reguliert ist. Auf der Ebene der politischen Akteure wird im Gesundheitssektor eine herausragende Rolle berufsständischer Organisationen festgestellt, die in stark institutionalisierten Formen in den politischen Entscheidungsprozess mit eingebunden sind. Anschließend werden die Finanzierungs- und Organisationsstrukturen im britischen und deutschen Gesundheitssektor untersucht. Vor diesem Hintergrund werden die Interdependenzen zwischen Sektorstruktur, Arbeitskräftepotential und Nachfrage nach Migration in den beiden Ländern analysiert. (GESIS)
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Altenpflege und Soziale Dienste - wachsender Bedarf bei fehlenden Mitteln (2006)
Hofmann, Herbert;Zitatform
Hofmann, Herbert (2006): Altenpflege und Soziale Dienste - wachsender Bedarf bei fehlenden Mitteln. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 59, H. 15, S. 24-30.
Abstract
"Aufgrund der demographischen Alterung wird die Zahl der Pflegebedürftigen in den nächsten Jahrzehnten deutlich ansteigen. Damit wird auch die gegenwärtig vorhandene Infrastruktur für die ambulante und stationäre Versorgung nicht ausreichen, um den notwendigen Pflegestandard zu erhalten oder sogar zu verbessern. Pflegedienste, Pflegeheime und entsprechend auch Pflegepersonal werden fehlen: Eine Vorausberechnung des Personalbedarfs in Vollzeitäquivalenten auf Basis der bekannten Personal/Pflegefall-Quoten ergibt, dass bis zum Jahr 2010 im Pflegesektor insgesamt knapp 150 000 Vollzeitarbeitskräfte (Vollzeitäquivalente) gebraucht werden. Bis 2020 könnten es rund 250 000 sein. Somit werden die Ausgaben der Pflegeversicherung weiter steigen. Da - nach den gegenwärtigen Regeln - nicht für ein Ausgleich auf der Einnahmenseite gesorgt wird, ist eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung dringend notwendig." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Qualifikationsbedarf der Zukunft IV: Gesundheit und Sport - Jobmotoren in Österreich?: Beiträge zur Fachtagung "Qualifikationsbedarf der Zukunft: Gesundheit und Sport - Jobmotoren in Österreich?" des AMS vom 25. November 2005 in Wien (2006)
Hofstätter, Maria; Sturm, René; Sturm, René; Klein, Margit; Kleissner, Anna; Öhlknecht, Arne; Nefiodow, Leo A.; Fischl, Werner; Zdrahal-Urbanek, Julia; Dornmayr, Helmut;Zitatform
Hofstätter, Maria & René Sturm (Hrsg.) (2006): Qualifikationsbedarf der Zukunft IV: Gesundheit und Sport - Jobmotoren in Österreich? Beiträge zur Fachtagung "Qualifikationsbedarf der Zukunft: Gesundheit und Sport - Jobmotoren in Österreich?" des AMS vom 25. November 2005 in Wien. (AMS report 52), Wien, 40 S.
Abstract
"Der Report beinhaltet Beiträge anläßlich der von der Abteilung Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation des AMS Österreich veranstalteten Fachtagung 'Qualifikationsbedarf der Zukunft: Gesundheit und Sport - Jobmotoren in Österreich?'. Die Fachtagung, die in Kooperation mit dem Österreichischen Institut für Berufsbildungsforschung (öibf) und dem Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) durchgeführt wurde, fand am 25. November 2005 in Wien statt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Einstiege in Pflegeberufe aus der Arbeitslosigkeit: Beschäftigungschance oder Sackgasse? (2006)
Zitatform
Kleinert, Corinna & Hans Dietrich (2006): Einstiege in Pflegeberufe aus der Arbeitslosigkeit. Beschäftigungschance oder Sackgasse? In: J. Pundt (Hrsg.) (2006): Professionalisierung im Gesundheitswesen : Positionen - Potentiale - Perspektiven, S. 246-265.
Abstract
"In dem Beitrag werden Pflegeberufe unter einem speziellen Blickwinkel betrachtet. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die aus der Arbeitslosigkeit heraus Weiterbildungen oder Umschulungsmaßnahmen in diesen Berufen absolviert haben. Es wird in einer Entwicklungsperspektive der Integrationsprozess dieser Gruppe in den einschlägigen Arbeitsmarkt diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
