Arbeitszeit: Verlängern? Verkürzen? Flexibilisieren?
Verkürzung, Verlängerung oder Flexibilisierung der Arbeitszeit stehen immer wieder im Zentrum der Debatten. Was wünschen sich Unternehmen und Beschäftigte? Wie kann Arbeitszeitpolitik die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze unterstützen?
Dieses Themendossier bietet Publikationen zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Deutschland auch im internationalen Vergleich, zur betrieblichen Gestaltung der Arbeitszeit und zu den Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten.
Publikationen zur kontroversen Debatte um die Einführung der Vier-Tage-Woche finden Sie in unserem Themendossier Vier-Tage-Woche – Arbeitszeitmodell der Zukunft?
Im Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
- Arbeitszeitpolitik
- Arbeitszeitentwicklung
- Arbeitszeit aus Sicht der Beschäftigten
-
Arbeitszeitgestaltung
- gleitende Arbeitszeit
- Vertrauensarbeitszeit
- Arbeitszeitkonten
- Schichtmodelle, Wochenendarbeit
- Langzeiturlaub, Blockfreizeit
- Arbeit auf Abruf, KAPOVAZ
- Bereitschaftsdienst
- Job Sharing, Teilzeit, Altersteilzeit
- Telearbeit
- Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung, Elternzeit
- Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
- Alter
- Geschlecht
- geografischer Bezug
-
Literaturhinweis
Flexible Arbeitszeitgestaltung in kleinen und mittleren Unternehmen: Umsetzungsergebnisse landesgeförderter Arbeitszeitberatung (2004)
Schilling, Gabi;Zitatform
Schilling, Gabi (2004): Flexible Arbeitszeitgestaltung in kleinen und mittleren Unternehmen. Umsetzungsergebnisse landesgeförderter Arbeitszeitberatung. In: Institut Arbeit und Technik (Hrsg.) (2004): Institut Arbeit und Technik : Jahrbuch 2003/2004, S. 23-34.
Abstract
"Welche Erfahrungen die Unternehmen mit den neuen Arbeitszeitmodellen nach längerer Laufzeit gesammelt haben und welche Schwierigkeiten sich ggf. erst nach einer längeren Umsetzungsphase ergeben haben, wurde vom IAT anhand exemplarischer Fälle untersucht. In 15 KMU wurden mindestens ein Jahr nach Abschluss der Beratung leitfadengestützte Interviews mit der Geschäfts- oder Personalleitung, dem Betriebsrat (sofern vorhanden), Beschäftigtenvertretern und den jeweils in Anspruch genommenen Beratungseinrichtungen geführt. In diesem Zusammenhang war auch die Frage von Interesse, worin der Nutzen einer externen Beratungshilfe für die Unternehmen liegen kann, aber auch an welche Grenzen eine zeitlich begrenzte Beratung stößt. Der Beitrag fasst einige der zentralen Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung zusammen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Flexibilität ohne Grenzen: Arbeitszeitmodelle auf dem Prüfstand (2004)
Schindler, Gabriele;Zitatform
Schindler, Gabriele (2004): Flexibilität ohne Grenzen. Arbeitszeitmodelle auf dem Prüfstand. In: Arbeit & Ökologie Briefe H. 1, S. 37-39.
Abstract
Bericht über die Fachtagung "Flexibilität ohne Grenzen? - Arbeitszeitmodelle auf dem Prüfstand" der Beratungsstelle für Technologiefolgen und Qualifizierung (BTQ) Niedersachsen. Leitfrage war die rechtssichere und sozialverträgliche Gestaltung der aktuell diskutierten Arbeitszeitmodelle. Hintergrund ist die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), dass Bereitschaftsdienste als Arbeitszeit anzurechnen sind. Vorgestellt wird u.a. ein flexibles Drei-Schicht-System, welches seit Anfang 2003 an Hamburger Krankenhäusern erprobt wird. Eingegangen wird auch auf die gesundheitlichen Folgen von Schicht- und Nachtarbeit sowie von Mehrarbeit und Überstunden. (IAB)
-
Literaturhinweis
Wege zu mehr Beschäftigung: Der Arbeitsmarkt braucht auch eine starke Binnennachfrage (2004)
Zitatform
Schnur, Peter, Ulrich Walwei & Gerd Zika (2004): Wege zu mehr Beschäftigung: Der Arbeitsmarkt braucht auch eine starke Binnennachfrage. (IAB-Kurzbericht 14/2004), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"In den letzten Jahren wurde verstärkt auf Strukturreformen gesetzt. Die Nachfrageseite wurde dabei vernachlässigt. Bei schwacher wirtschaftlicher Dynamik können die begonnenen Strukturreformen und die praktizierte Lohnzurückhaltung aber nicht die erforderlichen Beschäftigungserfolge erzielen, d.h. in der momentanen Situation reicht eine Verbesserung der Angebotsbedingungen allein nicht. Die Fiskalpolitik wirkte im Ganzen eher pro- als antizyklisch: Der Effekt der Steuerreform wurde durch Sparmaßnahmen gedämpft. Die jüngsten Strukturreformen schaffen zumindest in der kurzen Frist kaum mehr Beschäftigung. Die insgesamt moderaten Nominallohnabschlüsse der letzten Jahre sind wegen fehlender wirtschaftlicher Dynamik und der damit verbundenen verschärften Wettbewerbssituation ins Leere gelaufen. Bei den Arbeitszeitvereinbarungen spielte das Beschäftigungsziel seit Iängerem eine untergeordnete Rolle: Flexibilisierung oder gar Verlängerung der Arbeitszeit führt - zumindest kurzfristig - eher zu weniger als zu mehr Beschäftigung. Mehr denn je sind heute aufeinander abgestimmte Maßnahmen auf der Angebots- und Nachfrageseite ('Policy-Mix') erforderlich. Hierzu bedarf es kreativer Lösungen, Solidaritätsbewusstsein und Kompromissbereitschaft von allen Beteiligten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Kleine Beschäftigungsverhältnisse: Kein Jobwunder: dauerhafter Rückgang von Zweitbeschäftigungen? (2004)
Zitatform
Schupp, Jürgen & Elisabeth Birkner (2004): Kleine Beschäftigungsverhältnisse: Kein Jobwunder. Dauerhafter Rückgang von Zweitbeschäftigungen? In: DIW-Wochenbericht, Jg. 71, H. 34, S. 487-497.
Abstract
"Die von der Bundesknappschaft im Juni 2003 erstmals identifizierten 6,4 Mill. Minijobs bestanden vermutlich zum größten Teil bereits vorher als kleine Beschäftigungsverhältnisse am Rande des Arbeitsmarktes. Der seither registrierte Zuwachs kann somit zum erheblichen Teil auf Substitution aus bisheriger Beschäftigung zurückgeführt werden. Die deutliche Ausweitung kleiner Beschäftigungsverhältnisse von 2000 bis 2003 geht zwar mit einer zunehmenden Erwerbsintegration von Frauen einher, diese beschränkt sich jedoch vielfach auf weniger stabile und niedrig entlohnte Arbeitsplätze. Arbeitslose haben bislang nicht unmittelbar von den Minijobs profitieren können; zwar stiegen die Chancen von Arbeitslosen, einen solchen Job zu bekommen, doch gleichzeitig sind bei geringem wirtschaftlichem Wachstum ihre Chancen gesunken, eine reguläre Teilzeit- oder Vollzeitstelle zu erhalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitszeitpolitischer Modellwechsel: Von der Normalarbeitszeit zu kontrollierter Flexibilität (2004)
Seifert, Hartmut;Zitatform
Seifert, Hartmut (2004): Arbeitszeitpolitischer Modellwechsel: Von der Normalarbeitszeit zu kontrollierter Flexibilität. (WSI-Diskussionspapier 127), Düsseldorf, 24 S.
Abstract
Die Arbeitszeit vollzieht einen tief greifenden Modellwechsel. Flexible Muster lösen das traditionelle Modell der Normalarbeitszeit ab. Der Wandel ist umfassend und verändert das gesamte Profil der Arbeitszeit in ihren drei Dimensionen Dauer, Lage und Verteilung. Der Beitrag führt die These der regulierten Flexibilität der Arbeitszeit näher aus. Zunächst skizziert er die prägenden Grundströmungen flexibler Arbeitszeitformen, um anschließend die Regelungsstrukturen von Arbeitszeitkonten zu untersuchen. Es wird der Frage nachgegangen, welche ökonomischen Faktoren die Flexibilisierung der Arbeitszeiten vorantreiben, und es wird gezeigt, in welchem Maße die Flexibilisierung der Arbeitszeit Spielraum für Zeitsouveränität lässt. Abschließend werden mögliche Zielkonkurrenzen flexibler Zeitgestaltung diskutiert. Fazit: Die Ausbreitung flexibler Arbeitszeiten ist ein unumkehrbarer Prozess. Offen ist jedoch, inwieweit flexible Arbeitszeitformen so gestaltet werden können, dass sie weder zentralen gesellschaftlichen noch ökonomischen Zielvorgaben zuwider laufen oder diese gleichermaßen einlösen helfen. Der Einfluss ökonomischer Aspekte scheint auf die Lage der Arbeitszeiten gewichtiger als auf deren Verteilung. In weiten Teilen der Wirtschaft scheint sich kontrollierte Flexibilität als neues Leitbild durchzusetzen. Die im Vergleich zur Normalarbeitszeit größere Gestaltungsoffenheit von Arbeitszeitkonten hat nicht nur Gewinner sondern auch Verlierer hervorgebracht. Hieran zeigt sich, dass flexible Arbeitszeitformen nicht quasi im Selbstlauf für Win-Win-Situationen sorgen. Regelungsinhalte und -verfahren entscheiden wesentlich mit, wo die Scheidelinie zwischen Gewinnern und Verlierern verläuft. (IAB)
-
Literaturhinweis
Investive Arbeitszeitpolitik: zum Zusammenhang von Arbeitszeit und Weiterbildung (2004)
Seifert, Hartmut; Mauer, Andreas;Zitatform
Seifert, Hartmut & Andreas Mauer (2004): Investive Arbeitszeitpolitik. Zum Zusammenhang von Arbeitszeit und Weiterbildung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 57, H. 4, S. 190-198.
Abstract
"Der Beitrag geht der Frage nach, welchen Einfluss Arbeitszeitarrangements, speziell Arbeitszeit- und Lernzeitkonten, auf betriebliche Weiterbildungsaktivitäten haben. Es wird vermutet, dass solche Zeitmodelle nicht nur dazu beitragen können, Zeitengpässe zu mindern, die betriebliche Weiterbildung behindern. Sie bilden auch eine Möglichkeit, den finanziellen und zeitlichen Ressourceneinsatz zwischen Betrieben und Beschäftigten so zu teilen, dass beide Seiten hierin einen Anreiz sehen. Im Rahmen der empirischen Analyse, die sich auf die Daten einer repräsentativen Betriebsrätebefragung stützt, lässt sich zeigen, dass die Einführung von Arbeitszeitkonten allein noch keine Wirkungen auf betriebliche Weiterbildung erkennen lässt. Erst wenn Langzeit- oder/und Lernzeitkonten existieren, ist ein positiver Einfluss auf betriebliche Weiterbildung statistisch gesichert. Vor diesem Hintergrund bieten sich Lernzeitkonten als ein Baustein für ein Konzept des Lebenslangen Lernens an." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Länger arbeiten (2004)
Sinn, Hans-Werner;Zitatform
Sinn, Hans-Werner (2004): Länger arbeiten. In: H.- W. Sinn (2004): Ist Deutschland noch zu retten?, S. 129-136.
Abstract
Der Aufsatz beleuchtet die Vorteile, die eine Verlängerung der jährlichen Arbeitszeit ohne Lohnausgleich in Deutschland mit sich bringt. Ziel ist es, die Stundenlohnkosten zu senken und dabmit Arbeitsplätze wieder wettbewerbsfähig zu machen. Eine Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich mutet den Arbeitnehmern keine Verminderung des Monatseinkommens zu und folglich auch keine finanziellen Engpässe. Bei einer solchen indirekten Form der Lohnkostensenkung ist mit einer erheblichen Mehrbeschäftigung zu rechnen, denn "ein jedes Unternehmen, das zu gegebenen Lohnkosten mehr produziert, hat eine höhere Wertschöpfung und macht mehr Gewinn als vorher". Der Volkswirtschaft steht somit soviel mehr an Gesamtnachfrage zur Verfügung, wie sie wegen der Arbeitszeitverlängerung an zusätzlichen Waren und Dienstleistungen produziert. Jedoch wird sich die Mehrnachfrage anders verteilen als die Mehrproduktion. Der Prozess geht mit strukturellen Reibungsverlusten einher, die durch eine Änderung der relativen Preise der Unternehmen dann aber wieder beseitigt werden. Eine unentgeltliche Arbeitszeitverlängerung ist für die Unternehmen zum einen ein "Geschenk freier Arbeitszeit", und ermöglicht zudem eine bessere Ausnutzung des Maschinenparks und der vorhandenen Gebäude; somit werden beide Produktionsfaktoren, Arbeit und Kapital, erheblich produktiver. Der Vorteil der Arbeitszeitverlängerung wird darin gesehen, dass sie wie technischer Fortschritt einen unmittelbaren Wachstumsschub für die Volkswirtschaft auslöst, ohne dass mehr investiert wird und ohne dass es in den Unternehmen größerer Umstellungen im Produktionsprozess bedarf. Zusätzlich wird empfohlen, die Arbeitsmärkte generell zu flexibilisieren und in stärkerem Maße dem Spiel von Angebot und Nachfrage zu unterwerfen, als das in der Vergangenheit der Fall war. Notwendig hierfür ist eine Änderung der institutionellen Verhältnisse, die den Arbeitsmarkt umgeben, insbesondere des Tarifrechts und des Sozialstaats. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Arbeiten bis 65?: Maßnahmen zur Beschäftigung Älterer in der Produktion (2004)
Sommer, Christoph;Zitatform
Sommer, Christoph (2004): Arbeiten bis 65? Maßnahmen zur Beschäftigung Älterer in der Produktion. In: Arbeit & Ökologie Briefe H. 6, S. 20-23.
Abstract
"Bei den derzeit aktuellen Diskussionen über die Alterung der Gesellschaft und das 'aktive älter werden' am Arbeitsplatz bleibt oft völlig außer Acht, dass dies auch altersgerechte Arbeitsplatzgestaltung für alle Beschäftigten erfordert - für die Älteren, aber auch die Jüngeren als die zukünftigen Alten. Aus arbeitsmedizinischer Sicht liegen dazu schon seit Längerem zahlreiche Erkenntnisse vor, etwa aus Projekten zur Humanisierung der Arbeitswelt. Die Projektergebnisse fanden zwar durchaus in manchen Details aber nur in seltenen Fällen umfassend praktische Anwendung. Dazu gehören u. a. technisch-organisatorische Maßnahmen wie zusätzliche Erholungspausen, Tätigkeitswechsel, Reduzierung der körperlichen Belastungen u. ä. sowie organisatorische Maßnahmen, u. a. Umschulungen, eine Laufbahnplanung, tägliche Arbeitszeitverkürzung, Herausnahme aus der Nachtschicht, altersverträgliche Gruppenarbeit u.a.m. Vor allem die nicht-geblockte Altersteilzeit, also das stufenweise Vermindern von Arbeitszeit und Arbeitsbelastung, ist weithin unpopulär und kaum verbreitet, wäre aber - übrigens völlig im Sinne des Altersteilzeitgesetzes - eine angemessene Maßnahme. Relativ neu ist die hier entwickelte Idee einer Arbeitsplatzbewertung aller Arbeitsplätze (z.B. als Teil einer Gefährdungsbeurteilung) unter dem Gesichtspunkt ihrer Eignung für Ältere. Am interessantesten sind dabei Vorschläge zur Eliminierung von Arbeitskomponenten, die für Ältere ungeeignet sind (aber unter bestimmten Bedingungen altersgerecht zu machen sind). Der Aufwand für eine solche Arbeitsplatzkatalogisierung ist geringer als häufig erwartet, nämlich dann, wenn die zuständigen Vorgesetzten (z.B. Abteilungsleiter) 'ihre' Arbeitsplätze kennen und verwertbare Einstufungen ohne großen Aufwand rasch geben können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitszeitpolitik: Mit längeren Arbeitszeiten aus der Beschäftigungskrise? (2004)
Zitatform
Spitznagel, Eugen & Susanne Wanger (2004): Arbeitszeitpolitik: Mit längeren Arbeitszeiten aus der Beschäftigungskrise? (IAB-Kurzbericht 10/2004), Nürnberg, 9 S.
Abstract
In dem Kurzbericht werden die Wachstums- und Beschäftigungseffekte einer längeren Regelarbeitszeit untersucht. Ausgehend von der Entwicklung der Arbeitszeit in der Vergangenheit werden mögliche Wirkungsmechanismen einer Arbeitszeitverlängerung erörtert und die Ergebnisse einer IAB-Repräsentativerhebung zum gesamtwirtschaftlichen Stellenangebot vom Herbst 2003 vorgestellt, in der Betriebe und Verwaltungen auch gefragt wurden, wie sie eine 5-prozentige Arbeitszeitverlängerung bewerten und wie sie darauf reagieren würden. Anschließend wird dargelegt, wie die Arbeitszeitflexibilisierung in Deutschland vorangeschritten ist und in welchem internationalen Kontext die Arbeitszeit in Deutschland steht. Im Fazit wird festgestellt, dass generelle Arbeitszeitverlängerungen in der momentanen wirtschaftlichen Situation am Arbeitsmarkt nicht weiterhelfen. Sie sind jedoch mit Blick auf den demografisch bedingten langfristigen Rückgang des Arbeitskräfteangebots eine Option, drohendem Arbeitskräftemangel zu begegnen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Mehr Beschäftigung durch längere Arbeitszeiten?: ein Beitrag zu der Diskussion um eine generelle Erhöhung der Arbeitszeit (2004)
Zitatform
Spitznagel, Eugen & Susanne Wanger (2004): Mehr Beschäftigung durch längere Arbeitszeiten? Ein Beitrag zu der Diskussion um eine generelle Erhöhung der Arbeitszeit. (IAB-Forschungsbericht 05/2004), Nürnberg, 23 S.
Abstract
"Die Diskussion um Maßnahmen für mehr Beschäftigung und weniger Arbeitslosigkeit ist nach wie vor geprägt von unterschiedlichen Vorschlägen. Insbesondere der Tarifpolitik wird allgemein ein hoher Rang im Rahmen einer Gesamtstrategie für mehr Beschäftigung und weniger Arbeitslosigkeit zugeschrieben. Neben der Lohnpolitik, die regelmäßig auf der Tagesordnung der Tarifpartner steht, gerät wieder die Arbeitszeitpolitik in den Focus. Anders als in der Vergangenheit, die in erster Linie von Verkürzungen der Wochenarbeitszeiten geprägt war, stehen nun Arbeitszeitverlängerungen im Blickpunkt. So werden zunehmend Stimmen laut, die sich von längeren Regelarbeitszeiten positive Wachstums- und Beschäftigungseffekte versprechen. Letztlich geht es dabei um die Senkung der Arbeitskosten, denn es soll ohne Lohnausgleich länger gearbeitet werden. Sind solche Überlegungen ökonomisch vernünftig? Welche Konsequenzen wären für den Arbeitsmarkt zu erwarten? Wie flexibel ist die Arbeitszeit? Wie steht Deutschland im internationalen Vergleich da?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die neue deutsche Aktivierungspolitik im europäischen Ländervergleich und Maßnahmen zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit (2004)
Zitatform
Stecker, Christian (2004): Die neue deutsche Aktivierungspolitik im europäischen Ländervergleich und Maßnahmen zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 59, H. 3, S. 164-184.
Abstract
"Mit den in den vergangenen zwei Jahren eingebrachten und teilweise verabschiedeten Reformen am Arbeitsmarkt ('Hartz-Gesetze') reiht sich auch Deutschland in einen europaweit beobachtbaren Trend von Strukturanpassungen und Reformbestrebungen ein. Mit den Beschlüssen von Lissabon (2000) und Stockholm (2001) formulierte der Europäische Rat gemeinsame Ziele zur Beschäftigungssteigerung, wobei die bereits auf dem Beschäftigungsgipfel in Luxemburg (1997) erkannte Problematik um den sozialen Einschluss benachteiligter Gruppen ausgeweitet wurde. Seit Stockholm und Barcelona (2002) werden zudem die Bevölkerungsalterung und die langfristige Tragfähigkeit der Altersversorgung einschließlich der Sicherung angemessener und nachhaltiger Renten als zukünftige Herausforderungen erkannt. Ihre praktische Anwendung finden diese Ziele auf europäischer Ebene im Rahmen der so genannten offenen Methode der Koordinierung für den Bereich der Alterssicherung und in der Identifikation von Vorbildern (Best-practice Beispiele) sowie dem Vergleich der Mitgliedsstaaten (Benchmarking). In dem Beitrag erfolgt ein Politikfeldvergleich der bereits in den Niederlanden, Großbritannien und Dänemark zu Beginn der 1990er Jahre eingeleiteten Reformen in der Arbeitsmarkt- und Sozialhilfepolitik. Bemerkenswert ist, dass sich trotz der unterschiedlichen sozialstaatlichen Arrangements in allen drei Ländern eine ähnliche Tendenz zur Kürzung, Verschärfung und gestiegenen gesellschaftlichen Ächtung von Erwerbslosigkeit und Fürsorgeabhängigkeit verzeichnen lässt. Mit dem sich gerade abzeichnenden Politikwechsel nach dem Prinzip des 'Förderns und Forderns' folgt nun auch Deutschland den auf europäischer Ebene formulierten Zielen 'Arbeit lohnend machen' (making work pay) und der Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Insgesamt scheint sich aufgrund der Gleichgerichtetheit des sozialpolitischen Politikwechsels in den Feldern Arbeitsmarkt und Sozialhilfe allmählich eine Konvergenz der Wohlfahrtsstaaten anzudeuten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Mini- und Midijobs - Ausmaß, Struktur und Dynamik: empirische Ergebnisse mit dem IAB-Betriebspanel Baden-Württemberg (2004)
Zitatform
Strotmann, Harald & Alexander Vogel (2004): Mini- und Midijobs - Ausmaß, Struktur und Dynamik. Empirische Ergebnisse mit dem IAB-Betriebspanel Baden-Württemberg. (IAW-Kurzbericht 2004,06), Tübingen, 23 S.
Abstract
Ziel der am 1. April 2003 beschlossenen Neuregelung der geringfügigen Beschäftigung ist eine Ausweitung derartiger Beschäftigungsverhältnisse. Einerseits verspricht sich die Politik erhebliche Beschäftigungswirkungen durch die Änderung, andererseits soll es durch die Reform gelingen, Schwarzarbeit insgesamt und gerade im Bereich haushaltsnaher Dienstleistungen einzudämmen. Wesentliche Merkmale der Neuregelung im Bereich der geringfügigen Beschäftigung (Minijobs) sind die Anhebung der Geringfügigkeitsgrenze auf 400 Euro sowie die Aufhebung der Begrenzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 15 Stunden. Neu eingeführt wurde eine Gleitzone zwischen Einkommen von 400,01 Euro und 800 Euro, in welcher der arbeitnehmerseitige Beitragssatz von 4 Prozent sukzessive ansteigt und bei 800 Euro den Wert von knapp 21 Prozent erreicht (Midijobs). Der Beitrag verfolgt das Ziel, über die Verbreitung von Beschäftigung im unteren Lohnsegment in Baden-Württemberg zu informieren. Die empirische Analyse stützt sich dabei auf das IAB-Betriebspanel Baden-Württemberg. Die Ergebnisse belegen, dass in baden-württembergischen Betrieben mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zum 30. Juni 2003 insgesamt rund 538.000 Personen in Minijobs und weitere 138.000 Personen in Midijobs beschäftigt waren. Dies entspricht einem Beschäftigungsanteil von 11% bzw. 3%. Knapp ein Fünftel der Midijobs sind dabei Vollzeitstellen, vier Fünftel der Jobs in der Gleitzone sind jedoch als Teilzeitarbeitsplätze vergeben. Überdurchschnittlich verbreitet sind Mini- und Midijobs in Kleinbetrieben, in den Branchen des Dienstleistungssektors und im Handel, unterdurchschnittlich dagegen im Verarbeitenden Gewerbe. (IAB)
-
Literaturhinweis
Flexible Familien: von der Bedeutung neuer Beschäftigungsverhältnisse (2004)
Strünck, Christoph;Zitatform
Strünck, Christoph (2004): Flexible Familien. Von der Bedeutung neuer Beschäftigungsverhältnisse. In: Gewerkschaftliche Monatshefte, Jg. 55, H. 7-8, S. 445-451.
Abstract
"Die Frage, ob Beruf und Familie vereinbar sind, wird in erster Linie von Frauen gestellt. Zwar steigt in Deutschland die Erwerbstätigkeit von Frauen weiter an, aber ihre Karrieren verlaufen immer noch anders als die der Männer. Für sie ist Teilzeitarbeit zu einem neuen Normalarbeitsverhältnis geworden - mit allen Chancen und Risiken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
"Entgrenzung" von Arbeitszeiten: ein soziologischer Zugang (2004)
Szymenderski, Peggy; Lange, Andreas;Zitatform
Szymenderski, Peggy & Andreas Lange (2004): "Entgrenzung" von Arbeitszeiten. Ein soziologischer Zugang. In: Gewerkschaftliche Monatshefte, Jg. 55, H. 7-8, S. 459-469.
Abstract
"Das Thema Betreuung wird oft einseitig aus der Perspektive der Erwachsenen diskutiert. Die Autoren machen darauf aufmerksam, dass die Beziehungen zwischen der Veränderung der Arbeitswelt, den Konsequenzen für die Familien und den Erwartungen von Kindern vor allem so untersucht werden müssen, dass dabei die spezifischen Bedürfnisse der Kinder nicht in den Hintergrund geraten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Überstunden (2004)
Vaguer, Christine; Bastelear, Aloïs Van;Zitatform
Vaguer, Christine & Aloïs Van Bastelear (2004): Überstunden. (Statistik kurz gefaßt. Bevölkerung und soziale Bedingungen 11/2004), Luxemburg, S. 1-7.
Abstract
"In der Ausgabe von 'Statistik kurz gefasst' wird im Detail auf die Anzahl der bezahlten und unbezahlten Überstunden sowie auf die Unterschiede nach Alter, Beruf und Unternehmensgröße eingegangen. 12 % der weiblichen und 17% der männlichen Beschäftigten haben Überstunden geleistet. Der EU-Durchschnitt betrug 8 Überstunden pro Woche. Frauen erbrachten 3 und Männer 5 bezahlte Überstunden. Beschäftigte im Haupterwerbsalter leisten die meisten Überstunden. Maschinenbediener und Montierer erbrachten die meisten bezahlten Überstunden. Führungskräfte und Wissenschaftler machten die meisten unbezahlten Überstunden. Überstunden werden vor allem in mittleren und großen Unternehmen geleistet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Teilzeitarbeit: Ein Gesetz liegt im Trend (2004)
Zitatform
Wanger, Susanne (2004): Teilzeitarbeit: Ein Gesetz liegt im Trend. (IAB-Kurzbericht 18/2004), Nürnberg, 7 S.
Abstract
Seit 2001 ist das Teilzeit- und Befristungsgesetz in Kraft, das den Arbeitnehmern sowohl einen Anspruch auf Verkürzung als auch die Möglichkeit zur Verlängerung der Arbeitszeit eröffnet. In dem Beitrag werden die Wirkungen dieses Gesetzes untersucht. Datenbasis sind die IAB-Erhebungen zum gesamtwirtschaftlichen Stellenangebot der Jahre 2001 und 2003, an denen sich jeweils rund 7300 Betriebe beteiligten. Im Jahr 2003 haben Vollzeitbeschäftigte fast 128.000 Anträge auf Teilzeitarbeit gestellt, das sind gut 44.000 mehr als noch im Jahr 2001. Der Anteil der Anträge von Männern ist leicht auf 27 Prozent gestiegen. Den Anträgen wird in der Regel entsprochen. Die beschäftigungsrelevanten Reaktionen der Betriebe auf den Übergang von Vollzeit in Teilzeit sind zwar beträchtlich, hatten im Jahr 2003 aber eine etwas geringere Bedeutung als noch 2001. Der Wunsch von Teilzeitkräften nach längerer Arbeitszeit ist schwächer ausgeprägt. Immerhin wurden aber 56.000 Verlängerungsanträge gestellt, über 80 Prozent davon von Frauen. In Westdeutschland wurde fast allen Anträgen entsprochen. In Ostdeutschland wurden sie überwiegend abgelehnt (61 %). Immer mehr Beschäftigte möchten die Arbeitszeit in bestimmten Lebensphasen nach ihren Bedürfnissen gestalten. Das Teilzeitgesetz erleichtert es, diese individuellen Arbeitszeitpräferenzen umzusetzen. (IAB2)
Weiterführende Informationen
- Teilzeitquoten sowie Quoten der ausschließlich geringfügig Beschäftigten 2003
- Anteil der Frauen an den Anträgen auf Arbeitszeitverkürzung bzw. Arbeitszeitverlängerung 2001 und 2003
- Betriebliche Reaktionen in den Jahren 2001 und 2003 auf Vereinbarungen zur Arbeitszeitverkürzung nach dem Teilzeitgesetz
- Entwicklung der Teilzeitbeschäftigung 1991 bis 2003
-
Literaturhinweis
Freie Berufe: ein empirisches Bild ihrer Lage (2004)
Wasilewski, Rainer;Zitatform
Wasilewski, Rainer (2004): Freie Berufe. Ein empirisches Bild ihrer Lage. Köln: Deutscher Ärzte-Verlag, 66 S.
Abstract
Die empirische Studie gewährt Ansichten von Eindrücken und situativen Gegebenheiten, die das Bild bestimmen, das von den freien Berufen gezeichnet wird. In Telefoninterviews wurden repräsentativ 1.041 zufällig ausgewählte, selbständige Freiberufler zu ihrer Beschäftigung, der Arbeitssituation, der wirtschaftlichen Lage, ihrer politischen Einstellung, ihrer Zufriedenheit und den Zukunftsaussichten des Berufs gefragt. Die freien Berufe sind in vier Berufsbereiche - technische Berufe, rechts-, wirtschafts- und steuerberatende Berufe, Heilberufe und Kulturberufe - untergliedert, denen die einzelnen Berufe und Berufsgruppen zugeordnet sind. Mehr als zwei Drittel der Freiberufler haben eine akademische Ausbildung absolviert und ihren Beruf nach dem Studienabschluss zunächst in abhängiger Stellung ausgeübt. Das Durchschnittalter bei den Freiberuflern liegt bei ca. 50 Jahren. Weibliche Freiberufler üben ihren Beruf im Schnitt 13,6 Jahre aus, Männer drei Jahre länger. Die Durchschnittsdauer der Selbständigkeit liegt bei 15, 7 Jahre. Ein Viertel der Befragten hat einen oder mehrere Partner zur gemeinsamen Berufsausübung gewählt, mit steigender Tendenz. Bis auf den ausgewiesenen Kulturberufen verfügen die Freiberufler über Mitarbeiter, wenn auch in geringer Anzahl, meist in qualifizierten Angestelltenberufen. Drei Viertel der Männer und mehr als die Hälfte der Frauen haben eine 50 und mehr Stundenwoche und weniger als die Hälfte erreicht eine Urlaubsdauer von 20 Tagen. Im Schnitt betrugen die Einkünfte ca. 115.000 Euro, mit erheblicher Streuung. Die Ergebnisse der Befragung weisen auf eine zurückhaltende Erwartung an die Zukunft hin. 55 Prozent der Freiberufler zeigen eine Affinität zu den großen Volksparteien. Generell wird eine durchaus positive Grundeinstellung zum Beruf und seiner Ausübung geäußert. (IAB)
-
Literaturhinweis
Das Wettrechnen der Milchmädchen: Arbeitszeitverlängerung als Allheilmittel gegen Wachstumsschwäche und Arbeitsmarktkrise (2004)
Wiedemuth, Jörg;Zitatform
Wiedemuth, Jörg (2004): Das Wettrechnen der Milchmädchen. Arbeitszeitverlängerung als Allheilmittel gegen Wachstumsschwäche und Arbeitsmarktkrise. In: F. Bsirske, M. Mönig-Raane, G. Sterkel & J. Wiedemuth (Hrsg.) (2004): Es ist Zeit : Logbuch für die ver.di-Arbeitszeitinitiative, S. 21-39.
Abstract
Arbeitgeberverbände, Wirtschaftsexperten und Politiker sind sich einig, dass die Arbeitszeit verlängert werden muss. Der Beitrag untersucht aus gewerkschaftlicher Sicht, ob die Arbeitszeitverlängerung das Mittel gegen Wachstumsschwäche und Arbeitsmarktkrise in Deutschland ist. Untersuchungen belegen, das Deutschland nicht das Land der 35-Stunden-Woche ist: für 2003 nennt das Statistische Amt der EU 40,7 Stunden, wobei zu berücksichtigen ist, dass der Anteil der Vollzeitbeschäftigung sinkt und Anteil von Teilzeitarbeit steigt. Es gibt keinen nachweisbaren empirischen Zusammenhang zwischen langen Wochenarbeitszeiten und der Höhe der Arbeitslosigkeit im europäischen Vergleich. Die deutsche Wirtschaft zeichnet sich insgesamt durch eine hohe Wettbewerbsfähigkeit aus, trotz längerer Arbeitszeiten gegenüber den europäischen Wettbewerbsländern, was insbesondere auf die geringe Steigerung der Lohnstückkosten zurückzuführen ist. An Beispielen wird aufgezeigt, dass eine Verlängerung der Arbeitszeit im Grunde eine Absicht ist, die Löhne zu kürzen und dass mit der 40-Stunden-Woche noch nicht das Ziel der Arbeitgeber erreicht sein wird. Es wird aufgezeigt, das eine längere Arbeitszeit weder Arbeitsplätze schafft noch sichert und dass längere Arbeitszeit ohne Lohnausgleich Arbeitsplätze vernichtet. Zudem ist eine längere Arbeitszeit frauen- und familienfeindlich und führt zu gesundheitlichen Schädigungen. Längere Arbeitszeiten passen außerdem schlecht zu flexiblen Arbeitszeiten, und sie senken die Produktivität. Plädiert wird für eine offensive Arbeitszeitpolitik. (IAB)
-
Literaturhinweis
Langzeitkonten als Zukunftsmodell: Flexibilität per Tarifvertrag (2004)
Wiesinger, Kai;Zitatform
Wiesinger, Kai (2004): Langzeitkonten als Zukunftsmodell. Flexibilität per Tarifvertrag. In: Arbeit und Arbeitsrecht, Jg. 59, H. 9, S. 40-44.
Abstract
"In der Chemischen Industrie ist zum 1.1.2004 eine Ergänzung des Manteltarifvertrags (MTV CI) vorgenommen worden, die sog. Langzeitkonten durch freiwillige Betriebsvereinbarungen zulässt. Dabei gibt der Tarifvertrag lediglich einen Rahmen vor. Neben der Festlegung der Nutzungszwecke solcher Langzeitkonten durch die Betriebsparteien, sind in der betrieblichen Praxis zwei Punkte hervorzuheben. Auf der einen Seite muss der Arbeitgeber die Langzeitkonten einer Insolvenzsicherung unterziehen und die getroffenen Maßnahmen den Mitarbeitern schriftlich mitteilen. Auf der anderen Seite ist von den Tarifvertragsparteien der Chemischen Industrie ein weiter Rahmen hinsichtlich der Einstellungsoptionen sowie der Entnahmemodalitäten bei Langzeitkonten festgelegt worden, der durch die Betriebsparteien auszufüllen ist. Der Beitrag stellt die gesetzlichen Grundlagen und praxisrelevanten Auswirkungen solcher Konten dar und hinterfragt ob sich dieses Modell auch für andere Branchen anbietet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Vertrauensarbeitszeit: neue Entwicklung gesellschaftlicher Arbeitszeitstrukturen (2004)
Wingen, Sascha; Hohmann, Tanja; Bensch, Uwe; Plum, Wilfried;Zitatform
Wingen, Sascha, Tanja Hohmann, Uwe Bensch & Wilfried Plum (2004): Vertrauensarbeitszeit. Neue Entwicklung gesellschaftlicher Arbeitszeitstrukturen. (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Forschung 1027), Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW, Verlag für neue Wissenschaft, 270 S.
Abstract
"Die Flexibilisierung der Arbeitswelt, ausgelöst durch die Globalisierung, die Entwicklung zur Wissensgesellschaft, die demografische Entwicklung und den Wertewandel, nimmt weiterhin zu und zeigt sich nicht nur im Wandel von Arbeitsinhalten und damit verbundenen Belastungen, sondern auch in der Entwicklung neuer Formen der Arbeitsorganisation und der Arbeitszeitgestaltung. Dabei ist in den Bereichen, in denen die Ergebnisorientierung die Arbeitszeit als Leistungsmaßstab weitgehend verdrängt hat, eine Auflösung kollektiver Arbeitszeitstrukturen zugunsten einer Individualisierung der Arbeitszeitmuster zu beobachten. Dementsprechend gewinnen extrem flexible Arbeitszeitmodelle, die ein hohes Maß an Ergebnis- und Kundenorientierung durch eigenverantwortlich handelnde Mitarbeiter implizieren und unter der Bezeichnung 'Vertrauensarbeitszeit' subsummiert werden, zunehmend an Bedeutung und werden hinsichtlich vielfältiger Chancen und Risiken für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. In dem Buch wird das Konzept der Vertrauensarbeitszeit hinsichtlich dessen Bedeutung, Verbreitung und betrieblichen Umsetzungserfahrungen unter besonderer Berücksichtigung der gesundheitlichen Auswirkungen auf die Beschäftigten - gestützt durch empirische Untersuchungen - analysiert. Darauf aufbauend wird ein Referenzmodell entwickelt, dass Kriterien und Gestaltungsanforderungen zur erfolgreichen Einführung von leistungsgerechter und mitarbeiterorientierter Vertrauensarbeitszeit beinhaltet. Zur Nutzung der Erkenntnisse durch betriebliche Praktiker werden speziell entwickelte Handlungshilfen vorgestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitszeitflexibilisierung und Effizienz in deutschen Unternehmen (2004)
Zitatform
Wolf, Elke & Miriam Beblo (2004): Arbeitszeitflexibilisierung und Effizienz in deutschen Unternehmen. In: L. Bellmann & C. Schnabel (Hrsg.) (2004): Betriebliche Arbeitszeitpolitik im Wandel (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 288), S. 11-32.
Abstract
"Die Autoren untersuchen den Zusammenhang zwischen dem Einsatz flexibler Arbeitszeitmodelle und dem Effizienzgrad der Produktion auf Basis von repräsentativen Unternehmensdaten aus dem IAB-Betriebspanel. Anstelle der Produktivität verwenden sie die technische Effizienz als Maß für den Erfolg von flexiblen Arbeitszeitmodellen. Dem Ansatz von Battese und Coelli (1995) folgend schätzen sie simultan eine stochastische Produktionsfunktion sowie die Einflussgrößen der technischen Effizienz. Sowohl bei Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes als auch in den Dienstleistungen finden sie einen positiven Zusammenhang zwischen dem Einsatz flexibler Arbeitszeitmodelle und der Effizienz im Produktionsprozess." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Does work time flexibility work?: an empirical assessment of the efficiency effects for German firms (2004)
Zitatform
Wolf, Elke & Miriam Beblo (2004): Does work time flexibility work? An empirical assessment of the efficiency effects for German firms. (ZEW discussion paper 2004-47), Mannheim, 30 S.
Abstract
"In this paper we assess the impact of flexible work time schedules on firm efficiency using representative establishment data for Germany. Following the approach by Battese and Coelli (1995), we estimate a stochastic production frontier and the determinants of technical efficiency simultaneously. The innovation of our study is that we draw on technical efficiency instead of productivity to appraise the success of flexible working hours. The results indicate that while the use of work time schedules with moderate flexibility is positively related to technical efficiency, highly flexible work time arrangements seem to be negatively correlated with an efficient organization of the work flow. However, these efficiency losses should not be interpreted as causal effects, because highly flexible work time schedules are most likely to be introduced in struggling firms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Deutschland im europäischen Vergleich (2004)
Abstract
"Der fast 4ward Europa-Report zeigt: Schwedische Väter im bezahlten Elternurlaub, weibliche Erwerbstätigkeit in Frankreich, Teilzeit in den Niederlanden sind selbstverständlicher Alltag. Mit der Umwandlung des Erziehungsurlaubs in Elternzeit im Jahr 2001 besitzt Deutschland eine der fortschrittlichsten Gesetzgebungen für Eltern Europas. Trotzdem weist Deutschland einen deutlichen Rückstand bei der Integration von Eltern in den Arbeitsmarkt auf. Die Konsequenzen werden sichtbar in der seit Jahren rückläufigen Geburtenquote, Tendenz weiter fallend, obwohl deutsche Frauen im statistischen Mittel ihre Kinder früher bekommen als ihre europäischen Nachbarinnen. In welcher Weise Frauen und Männer in Ländern wie Frankreich, den Niederlanden oder Schweden Beruf und Familie vereinbaren und welche zentralen Vorgaben und Rahmenbedingungen von der Politik gesetzt werden, sind Fragen, die im Mittelpunkt des fast 4ward Europa-Reports stehen. Analysiert und gegenübergestellt werden Gesetze und Regelungen europäischer Länder, die eine höhere Geburtenrate als Deutschland aufweisen und bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie als vorbildlich gelten. Außerdem bieten Interviews mit Frauen der jeweiligen Länder eine subjektive Momentaufnahme vom Leben und Arbeiten mit Kindern im Nachbarland. Der Europa-Report soll Anhaltspunkte und Handlungsoptionen aufzeigen, wie Deutschland die Balance zwischen Arbeits- und Privatleben - insbesondere bei der Integration von Müttern in das Erwerbsleben - stärken und fördern kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Sozialpolitische Flankierung einer verlängerten Erwerbsphase (2004)
Zitatform
(2004): Sozialpolitische Flankierung einer verlängerten Erwerbsphase. (Gesprächskreis Arbeit und Soziales 102), Bonn, 93 S.
Abstract
Der Band dokumentiert Ergebnisse einer Tagung, die von der Friedrich-Ebert-Stiftung im Jahr 2004 veranstaltet wurde. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche sozialpolitischen Maßnahmen geeignet sind, um eine Verlängerung der Erwerbsphase zu unterstützen (IAB).
-
Literaturhinweis
Mehr Flexibilität am deutschen Arbeitsmarkt (2004)
Zitatform
(2004): Mehr Flexibilität am deutschen Arbeitsmarkt. In: Monatsbericht der Deutschen Bundesbank, Jg. 56, H. 9, S. 43-58.
Abstract
"Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist seit langem durch ein hohes Maß an hartnäckiger struktureller Arbeitslosigkeit gekennzeichnet. Bis Mitte der neunziger Jahre ist die Zahl der Arbeitslosen von Zyklus zu Zyklus gestiegen. Gesamtwirtschaftliche Schocks können dieses Phänomen alleine nicht erklären. Institutionelle Faktoren müssen mit ins Bild genommen werden. Die anhaltend hohe Unterbeschäftigung ist ein deutliches Indiz für die unzureichende Funktionsfähigkeit des deutschen Arbeitsmarktes. In den letzten Jahren ist dies in zunehmendem Maße erkannt worden. Auf Betriebsebene sowie von Seiten der Sozialpartner und vom Gesetzgeber sind inzwischen eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen worden, die über eine Verbesserung der Rahmenbedingungen und eine Erhöhung der Flexibilität am Arbeitsmarkt darauf zielen, Starrheften und Hemmnisse zu überwinden, um auf diese Weise die Arbeitslosigkeit zu verringern und den Beschäftigungsgrad zu erhöhen. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die bisherigen Anpassungsschritte. Er zeigt aber auch auf, dass darüber hinaus noch weiterer Handlungsbedarf besteht, um die unfreiwillige Dauerarbeitslosigkeit nachhaltig und umfassend zu verringern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
English version -
Literaturhinweis
Clocking in and clocking out: recent trends in working hours (2004)
Zitatform
(2004): Clocking in and clocking out: recent trends in working hours. (Policy brief / OECD), 8 S.
Abstract
"The amount of time people spend at work is a key element in several economic and social challenges facing industrial countries, notably those associated with population ageing. OECD governments will need to bring more people into the labour force and keep them there in coming years as the ratio of older to younger people rises if they wish to maintain living standards and finance social protection. One way of doing that is to make working time more flexible. Research into the causes of the strong revival in the productivity performance of the United States since the mid-1990s has confirmed the importance of technological progress, but also provided unexpected information about the role of working time. The effects of different working-time arrangements on employment, income and family life are key elements in the reassessment of the OECD Jobs Strategy due to be completed in 2006. This Policy Brief looks at trends in working-time arrangements, their effect on economic performance and what they mean for policymakers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Familienfreundliche Arbeitswelt: eine Investition in die Zukunft der Regionen. Dokumentation des Innovationsforums der Entwicklungspartnerschaft EQUAL IN.OWL am 1. Juli 2004 im Neuen Rathaus Bielefeld (2004)
Abstract
"Auf dem Innovationsforum 'Familienfreundliche Arbeitswelt' am 1. Juli 2004 in Bielefeld diskutierten 250 Personen, darunter Vertreter aus Unternehmen sowie Fachkräfte und Entscheidungsträger aus Bund, Ländern und Gemeinden der Bereiche Soziales, Jugendhilfe, Arbeitsmarkt und Beschäftigung neue Wege und Lösungsmöglichkeiten zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wie kann die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zum wirtschaftlichen Wachstum beitragen? Wie können familienbewusste Maßnahmen in Unternehmen konkret aussehen? Was können Kommunen und Regionen tun, um ihre Region familienfreundlicher zu gestalten? Wie können Akteure vor Ort motiviert werden, an der Umsetzung familienfreundlicher Maßnahmen in der Region zusammenzuarbeiten?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Company accords spark debate on working time (2004)
Zitatform
(2004): Company accords spark debate on working time. In: European Industrial Relations Review H. 368, S. 22-26.
Abstract
"The past few months have seen two high-profile German cases of company-level agreements between management and employee representatives on longer working time and pay cuts in order to cut costs. In both cases, the accords aim to stop the relocation of production away from Germany. The conclusion of these agreements and reports of the imminent signing of similar accords has prompted a debate on the merits of increasing working time, both as a means of preserving Germany as a location for industrial investment, and as a way of reducing unemployment. In general, some employers believe that working time is too short in Germany, whereas trade unions on the whole disagree. Attention has also focused on what this means for Germany's system of sectoral collective bargaining - always a rich source of debate among the country's industrial relations commentators." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Arbeitszeiten von abhängig Beschäftigten in Europa (2004)
Zitatform
(2004): Arbeitszeiten von abhängig Beschäftigten in Europa. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 57, H. 22, S. 48-49.
Abstract
"Nach der Europäischen Arbeitskräfteerhebung betrug die normale Wochenarbeitszeit im Jahr 2002 in Deutschland 35,2 Stunden pro Beschäftigten. Berücksichtigt man die Überstunden, die im Erstjob geleistet werden, und die Stunden, die in einem Zweitjob gearbeitet werden, errechnet sich eine durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 36,5 Stunden. Damit nimmt Deutschland einen Platz im unteren Feld der europäischen Länder ein. Die zweite Komponente der Jahresarbeitszeit, die Zahl der pro Jahr gearbeiteten Wochen, liegt in Deutschland bei 40,6 Wochen. Nach dieser Rechnung betrug die jährliche Arbeitszeit pro abhängig Beschäftigten im Jahr 2002 1 480 Stunden. Somit wurde in Deutschland mehr gearbeitet als in Belgien, Dänemark, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen und Schweden, aber weniger als in den mittel- und osteuropäischen Ländern und Griechenland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Bericht über die Auswirkungen der §§ 15 und 16 Bundeserziehungsgeldgesetz: Elternzeit und Teilzeitarbeit während der Elternzeit (2004)
Abstract
Die Neuregelung des Bundeserziehungsgeldgesetzes im Januar 2002 brachte vier wesentliche Neuerungen mit sich: 1. Möglichkeit der gleichzeitigen Inanspruchnahme der Elternzeit von beiden Elternteilen, 2. zulässige wöchentliche Arbeitszeit pro Elternteil 30 Stunden; 3. Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit während der Elternzeit in Unternehmen mit mehr als 15 Mitarbeitern und 4. Übertragbarkeit von bis zu zwölf Monaten der Elternzeit auf einen Zeitraum bis zum achten Geburtstag des Kindes. Die dem vorliegenden Bericht zugrundeliegende Studie untersucht, welchen Beitrag die Neuregelungen der Elternzeit zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie sich die Teilzeiterwerbstätigkeit während der Elternzeit entwickelt hat. Neben dem Verhalten der Eltern wurde auch untersucht, wie die Neuregelungen und die damit verbundenen Teilzeitmöglichkeiten aus Unternehmenssicht bewertet werden. Es erfolgte außerdem eine Auswertung der juristischen Rechtsprechung der Arbeitsgerichte zur Elternzeit. Im Ergebnis zeigt sich, dass rund 85 Prozent aller Anspruchsberechtigten die Elternzeit tatsächlich in Anspruch nehmen. Der Anteil der Väter liegt dabei bei knapp fünf Prozent, dies entspricht einem Anstieg um 3,5 Prozent seit der Gesetzesnovellierung. Der entscheidende Faktor für die Väterbeteiligung an der Elternzeit ist die Einkommenssituation der Paare. Insgesamt arbeiten während der Elternzeit ca. 35 Prozent der Eltern während der ersten beiden Lebensjahre des Kindes in Teilzeit. Dabei handelt es sich überwiegend um Frauen. In den Unternehmen werden die Neuregelungen zur Erwerbstätigkeit während der Elternzeit akzeptiert und relativ problemlos umgesetzt. (IAB)
-
Literaturhinweis
Altersteilzeit - aktuelle Einzelfragen der betrieblichen Praxis (2003)
Ahlbrecht, Silke; Ickenroth, Nicole;Zitatform
Ahlbrecht, Silke & Nicole Ickenroth (2003): Altersteilzeit - aktuelle Einzelfragen der betrieblichen Praxis. In: Personal : Zeitschrift für Human Resource Management, Jg. 55, H. 2, S. 53-57.
Abstract
"Die Umsetzung des Altersteilzeitgesetzes und der damit verbundenen Regelungen bereitet in der betrieblichen Praxis vielfach große Probleme. Der Artikel beschäftigt sich mit grundsätzlichen Problemstellungen, sowie aktuellen Einzelfragen der Altersteilzeit und liefert darüber hinaus praktische Tipps zur Gestaltung von Altersteilzeit im Unternehmen. Neben den gesetzlichen Voraussetzungen wird besonderes Gewicht auf Problemfelder wie die langandauernde Erkrankung des Altersteilzeitlers oder die Aufstockung von Sachbezügen sowie deren mögliche Lösungen gelegt. Darüber hinaus erläutert der Beitrag aktuelle Einzelfragen wie bspw. die Auswirkungen von Entgeltumwandlungen auf den Aufstockungsbetrag." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Working time and the volume of work in Germany: the IAB concept of measurement (2003)
Zitatform
Bach, Hans-Uwe & Susanne Koch (2003): Working time and the volume of work in Germany. The IAB concept of measurement. In: IAB Labour Market Research Topics H. 53, S. 1-27.
Abstract
Die Autoren stellen das IAB-Konzept der Arbeitszeit- und Arbeitsvolumenrechnung vor und präsentieren ausgewählte Ergebnisse für den Zeitraum 1991-2001. (IAB)
-
Literaturhinweis
Familienfreundlichkeit im Mittelstand: betriebliche Strategien zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie (2003)
Zitatform
Backes-Gellner, Uschi, Peter Kranzusch & Sanita Schröer (2003): Familienfreundlichkeit im Mittelstand. Betriebliche Strategien zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. (IfM-Materialien 155), Bonn, 140 S.
Abstract
"Untersuchungen zur familienfreundlichen Personalführung aus den 90er Jahren deuteten darauf hin, dass vor allem große Unternehmen Arbeitsplätze familienfreundlich gestalten. Familienfreundlichkeit ist jedoch auch für zwei Drittel aller mittelständischen Unternehmen in Deutschland ein wichtiger Aspekt der Unternehmensführung. Dieser Befund ist angesichts der Tatsache, dass immerhin rund 80 % aller Erwerbstätigen familiäre Anforderungen zu erfüllen haben, von großer Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft. Auf der Grundlage einer Befragung von 759 Unternehmen sowie von 23 Einzelfallstudien wird in der Studie der Frage nachgegangen, ob sich kleine und mittlere Unternehmen der Thematik Familienfreundlichkeit zuwenden, welche betriebswirtschaftlichen und personalpolitischen Motive sie dabei leiten und wie sie den Erfolg der Maßnahmen bewerten. Es werden zudem rechtliche, branchen- und größenspezifische Aspekte diskutiert, welche die Umsetzung familienfreundlicher Maßnahmen in KMU beeinflussen. So erwiesen sich das Qualifikationsniveau der Mitarbeiter und die branchenspezifische Ausgestaltung der Arbeitsplätze als mitentscheidend für die Wahl familienfreundlicher Maßnahmen. Bei Einfachtätigkeiten sind tendenziell kostengünstige Maßnahmen wie Arbeitszeit- und Urlaubsregelungen üblich. Die Bereitschaft, mit höheren Investitionskosten verbundene Maßnahmen in den Unternehmen einzuführen, steigt mit der Qualifikation der Mitarbeiter. In Deutschland wurde wie in anderen EU-Staaten versucht, den Gedanken der familienfreundlichen Unternehmensführung durch Wettbewerbe und Zertifizierungen zu fördern. Die Publikation listet solche Wettbewerbe und Audits auf und stellt dar, warum deren Bedeutung in mittelständischen Unternehmen nur relativ gering ist. Schließlich wird aufgrund der in den Unternehmen gewonnenen Erfahrungen beschrieben, welche Anforderungen an eine erfolgreiche Einführung von familienfreundlichen Maßnahmen zu stellen sind, wie Implementierungsprobleme in den Unternehmen vermieden werden können und welche Rahmenbedingungen für die Erwerbstätigkeit von Familienmitgliedern zu verbessern sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Betriebliche Arbeitszeitstrukturen in der Bundesrepublik Deutschland: empirische Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 1996-1999 unter besonderer Berücksichtigung der Arbeitszeitflexibilisierung (2003)
Zitatform
Bellmann, Lutz & Tilo Gewiese (2003): Betriebliche Arbeitszeitstrukturen in der Bundesrepublik Deutschland. Empirische Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 1996-1999 unter besonderer Berücksichtigung der Arbeitszeitflexibilisierung. (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Forschung 1007), Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW, Verlag für neue Wissenschaft, 192 S.
Abstract
"Der Bericht markiert den Abschluss des Forschungsprojektes 'Betriebliche Arbeitszeitstrukturen in Deutschland' (IAB-Projekt 0-390.16 V bzw. BAuA: F 1852) und gibt dessen wichtigsten Ergebnisse auf Basis der IAB-Betriebspanelwellen der Jahre 1996 bis 1999 wider. Der Fokus ist auf die statistische Erfassung und Beschreibung von Arbeitszeitstrukturen in der Bundesrepublik Deutschland gerichtet, die in irgendeiner Weise vom Normalarbeitszeitstandard abweichen. Dabei geschieht diese Abweichung auf der Ebene der Betriebe aus dem Bemühen heraus, die individuellen Arbeitszeiten von den Betriebszeiten zu entkoppeln. Hieraus ergeben sich für die Beschäftigten Verschiebungen der Dauer, Lage und Verteilung von Arbeitszeiten. Die Analyse von Vollzeit- und Teilzeitarbeit, Betriebszeiten und vereinbarten individuellen Arbeitszeiten, von Schicht- und Wochenendarbeit, Überstundenarbeit und Arbeit unter Arbeitszeitkontenmodellen hat unter anderem gezeigt, dass das Diktat der Vollzeitbeschäftigung nur vergleichsweise langsam an Bedeutung einbüßt. Zudem konnte herausgefunden werden, dass der Einsatz von Arbeitszeitflexibilisierungsmaßnahmen durchaus beschäftigungssichernd wirken kann. Insbesondere Arbeitszeitkontenregelungen, die sich immer mehr durchsetzen, können einen positiven Beitrag zur Beschäftigungssicherung leisten und für die Beschäftigten Zugewinne an Eigenverantwortung gegenüber der Arbeitszeit eröffnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Zur Entwicklung des Personalbedarfs im Gesundheitswesen (2003)
Zitatform
Bellmann, Lutz & Barbara Schwengler (2003): Zur Entwicklung des Personalbedarfs im Gesundheitswesen. In: Arbeit und Beruf, Jg. 54, H. 11, S. 328-330.
Abstract
Wie die Beschäftigungsentwicklung von 1993 bis 2002 zeigt, ist das Gesundheitswesen ein besonders dynamischer Sektor und damit ein wichtiger Beschäftigungsmotor der Wirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Aufgrund der demografischen Entwicklung und der damit zusammenhängenden ständig steigenden Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen ist auch in der Zukunft mit einem weiter steigenden Personalbedarf im Gesundheitswesen zu rechnen. Dies bestätigen auch die empirischen Ergebnisse zu den Beschäftigungserwartungen von Betrieben, die auf der Basis des IAB-Betriebspanels 2002 bei Betrieben des Gesundheits- und Sozialwesens durchgeführt wurden. Ein weiterer Beschäftigungsschub ist darüber hinaus aufgrund des entschiedenen Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom September 2003 zu erwarten. Darin wurde der Bereitschaftsdienst in Krankenhäusern in vollem Umfang zur Arbeitszeit erklärt, was einen dringenden Handlungsbedarf für die Politik schafft und auch die Änderung des Arbeitsgesetzes zur Folge haben wird. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft rechnet alleine durch dieses Urteil mit einem weiteren zusätzlichen Bedarf von ca. 41.000 neuen Stellen in Krankenhäusern. (IAB)
-
Literaturhinweis
Bereitschaftsdienst - auch in Deutschland Arbeitszeit (2003)
Boerner, Corinna; Boerner, Dietmar;Zitatform
Boerner, Corinna & Dietmar Boerner (2003): Bereitschaftsdienst - auch in Deutschland Arbeitszeit. In: Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht, Jg. 20, H. 16, S. 883-890.
Abstract
"Mit seinem Beschluss vom 18. 2. 2003 hat der 1. Senat des BAG die Rechtsprechung des EuGH zur Zuordnung von Bereitschaftsdienst zur Arbeitszeit im Sinne der EG-Arbeitszeitrichtlinie auf die Verhältnisse in Deutschland übertragen. Insoweit habe das deutsche Arbeitszeitgesetz die Richtlinie nicht ordnungsgemäß umgesetzt. Das BAG sah sich jedoch an einer gemeinschaftsrechtskonformen Auslegung des Arbeitszeitgesetzes gehindert; überdies komme der Richtlinie im Verhältnis zwischen Privatrechtssubjekten keine unmittelbare Wirkung zu. Deshalb sei das Arbeitszeitgesetz auf Arbeitsverhältnisse mit privaten Arbeitgebern vorerst weiterhin anwendbar. In dem Beitrag werden die zentralen Aussagen der Entscheidung kritisch gewürdigt und mögliche Konsequenzen des Beschlusses erörtert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
35-Stunden-Woche in der ostdeutschen Industrie: eine ökonomische Nachlese (2003)
Bontrup, Heinz-J.; Marquardt, Ralf-M.;Zitatform
Bontrup, Heinz-J. & Ralf-M. Marquardt (2003): 35-Stunden-Woche in der ostdeutschen Industrie. Eine ökonomische Nachlese. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 83, H. 9, S. 591-598.
Abstract
Im Frühjahr 2003 versuchte die IG Metall, die 35-Stunden-Woche auch in Ostdeutschland einzuführen. Damit setzte sie sich erheblicher Kritik aus Wissenschaft, Politik und Medien aus, da die Wirtschaft gerade auf eine Rezession zusteuerte und die Arbeitszeitverkürzung von ihren Gegnern mit fatalen ökonomischen Fehlentwicklungen gleichgesetzt wurde. In dem Beitrag wird untersucht, welche Wirkungen tatsächlich von Arbeitszeitverkürzungen und einer abgestuft eingeführten 35-Stunden-Woche in ostdeutschen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie ausgegangen wären. Hierzu werden die Beschäftigungswirkungen von Arbeitszeitverkürzungen und die Folgen für das Produktionswachstum theoretisch und empirisch eingeschätzt. (IAB)
-
Literaturhinweis
Bedarfsorientierte Jahresarbeitszeit (2003)
Cantauw, Jutta;Zitatform
Cantauw, Jutta (2003): Bedarfsorientierte Jahresarbeitszeit. (Arbeits- und Sozialrecht 79), Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 183 S.
Abstract
"Der Jahresarbeitszeitvertrag gewinnt als eines der wesentlichen Grundmodelle flexibler Arbeitszeitformen zunehmend an Bedeutung. Die Arbeit wendet sich dem kollektiv- und individualrechtlichen Gestaltungsrahmen für die bedarfsorientierte Verteilung der Arbeitszeit zu und zeigt die Grenzen der Flexibilisierung im Jahresarbeitszeitmodell auf. Das Buch richtet sich sowohl an Wissenschaftler als auch an Praktiker. Schwerpunkte bilden die Auseinandersetzung mit der Reichweite und notwendigen Umgestaltung der Einflussnahme von Tarif- und Betriebspartnern, der Einführung des Jahresarbeitszeitmodells in den Einzelarbeitsvertrag, der Reichweite des Direktionsrechts bei der (lang- und kurzfristigen) Verteilung der Arbeitszeit durch den Arbeitgeber, der einvernehmlichen sowie der arbeitnehmerseitigen Arbeitszeitplanung. Ferner werden die Bedeutung und Behandlung von Mehr- und Kurzarbeit im Jahresarbeitszeitmodell sowie die Auswirkungen des Arbeitszeitsystems auf Entgelt, Entgeltfortzahlung, Urlaub und Kündigung untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Work and family in the eWork era (2003)
Cullen, Kevin; Schmidt, Lars; Kordey, Norbert; Gaboardi, Elena;Zitatform
Cullen, Kevin, Norbert Kordey, Lars Schmidt & Elena Gaboardi (2003): Work and family in the eWork era. Amsterdam u.a.: IOS Press, 218 S.
Abstract
"This book is the first to look at the implications for work-family balance arising from trends in work organisation in the Information Society. Key changes are occurring in the place and time of work, supported by Information and Communication Technologies (ICTs). These new eWorking arrangements include more work being done from the home and an increased requirement for working at non-standard times because of globalisation and the development of the 24-hour society. Such changes in the time and place of work have potentially profound implications for family life. More flexibility in time and place can offer new opportunities for work-family balance and add to the current repertoire of family-friendly options for the worker. But changes in the place and time of work may not always provide more flexibility or may have other downsides for family life. This book presents the results of a study of these developments in four European countries - Ireland, Germany, Denmark and Italy - representing four quite different cultural contexts. It provides an analysis of key issues and trends, illustrated by over 90 in-depth case studies of eWorkers and their families. The cases cover key forms of eWork (such as working from home, shiftworking in new eOccupations and on-call work) and types of family (couples with children, couples without children, single parent families, families caring for older of disabled dependants)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Human computer interaction: socioeconomic aspects and effects on the working environment (2003)
Dostal, Werner;Zitatform
Dostal, Werner (2003): Human computer interaction. Socioeconomic aspects and effects on the working environment. In: Rüdiger Krahl & Dirk Günther (Hrsg.) (2003): Human computer interaction status conference 2003, Berlin, June 03-04, 2003 : proceedings, S. 1-15.
Abstract
"Information processing, with or without information technology, is of great significance today. On the one hand, the individual's role and position in a society can only be safeguarded by information skills, on the other, the information technologies have increased access to and the use of information and made them more abstract. Occupations and qualification groups which are mainly defined at information level show a high dominance in working life and in society. Reducing human computer interaction to the traditional elements of keyboard and screen - with small additions - does not do justice to the significance of this interface. On the one hand, because these elements make only rudimentary use of the broad spectrum of human possibilities, on the other, because they are a heavy physical and psychological burden due to their one-sidedness. Steps to broaden these interfaces, as has been done in other technologies, therefore seem long overdue. Changes in society are currently leading to a convergence in the use of information technologies in the private and business environment as well as in society as such. The significance of the different spheres of life has shifted dramatically: Neither working life nor leisure time are dominant, but rather a new area which is in between these two poles, yet provides room for activities. If new forms of human computer interaction become established in this area in particular, they will have a massive influence on society as a whole. If they are only relevant in niches of leisure time or working life, however, they will hardly experience a breakthrough. The example of teleworking shows that technologies and new forms of organization only stand a chance under suitable framework conditions and when they meet acceptance." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Arbeiten ohne Ende am Bau: zu Lasten von Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten (2003)
Eisenbach, Bernd;Zitatform
Eisenbach, Bernd (2003): Arbeiten ohne Ende am Bau. Zu Lasten von Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten. In: Arbeit & Ökologie Briefe H. 1, S. 29-32.
Abstract
"Dass es in der Bauwirtschaft massenhaft Verstöße gegen Arbeitszeitgesetz und tarifliche Arbeitszeitregelungen gibt, ist weithin bekannt. Die Vermutung liegt nahe, dass die Verstöße gegen die Arbeitszeitvorschriften in einem engen Zusammenhang mit dem hohen Unfall- und Krankheitsaufkommen am Bau stehen. Das DGB-Bildungswerk hat in einer Studie versucht, diesem Zusammenhang auf den Grund zu gehen. Die Untersuchung liegt eine Befragung von Bauarbeitern zu Grunde. Zentrales Ergebnis der Untersuchung: Die tarifliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 39 Stunden spielt im Arbeitsalltag keine wesentliche Rolle. Zirka 85% der Befragten arbeiten bei gutem Wetter weit über 39 Stunden, bei schlechtem sind es rund 80%. Insgesamt liegt für ein Drittel der Befragten die höchste auftretende Wochenarbeitszeit bei gutem wie bei schlechtem Wetter zwischen 41 und 50 Stunden pro Woche. Das ist offenbar die am Bau übliche Normalarbeitszeit. Für etwa 40% der Befragten bedeutet das: Ihre Arbeitsfähigkeit wird bis an die Grenze des Zuträglichen strapaziert. Die Konsequenz: Ein Drittel der Befragten glaubt nicht daran, die gleiche Arbeit in zwei Jahren auch noch ausüben zu können. Die Studie zeigt anschaulich, wie notwendig es ist, die Einhaltung geltender Arbeitzeitregelungen zu kontrollieren. Es besteht aber auch dringender Bedarf an präventiven Konzepten der alters- und alternsgerechten Arbeitsgestaltung für alle Altersgruppen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Firms' contribution to the reconciliation between work and family (2003)
Evans, John M.; Callan, Samantha;Zitatform
Evans, John M. & Samantha Callan (2003): Firms' contribution to the reconciliation between work and family. In: CESifo DICE report, Jg. 1, H. 4, S. 8-12.
Abstract
Europäische Regierungen haben ein breites Spektrum unterschiedlicher Strategien und Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf entwickelt. Die skandinavischen Länder sind Pioniere der nationalen Gesetzgebung zu Mutterschafts- bzw. Vaterschaftsurlaub, des Rechts auf Teilzeitarbeit und öffentlich geförderter Kinderbetreuung. Andere Länder wie die Niederlande und die Bundesrepublik Deutschland ziehen Regelungen auf der Ebene der Tarifpartner vor und wieder andere Länder und hier vor allem Großbritannien bevorzugen solche auf der betrieblichen Ebene. Der Beitrag gibt einen international vergleichenden Überblick über die unterschiedlichen Maßnahmen zur Einrichtung "familienfreundlicher" Arbeitsplätze in Europa und erläutert die Schwierigkeiten, die entstehen, wenn man sich nur auf landesweite Regelungen verlässt. Es ist wichtig, eine Arbeitsplatzkultur zu entwickeln, die sowohl effizient ist, als auch den individuellen Bedürfnissen nach Flexibilität Rechnung trägt. Die nationalen Gesetzgebungen sind notwendig, um minimale Standards festzulegen und können auch Instrumente zur Veränderung der Arbeitsplatzkultur bereitstellen. Darüber hinaus haben die Regierungen aber die Pflicht, die einzelnen Betriebe mit den jeweils besten praktischen Lösungen bekannt zu machen und sie bei der Implementierung zu unterstützen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Zurück zu längeren Arbeitszeiten?: was die Gesundheit dazu sagt ... (2003)
Fergen, Andrea;Zitatform
Fergen, Andrea (2003): Zurück zu längeren Arbeitszeiten? Was die Gesundheit dazu sagt ... In: Arbeit & Ökologie Briefe H. 10, S. 34-37.
Abstract
Die Autorin beschreibt vor dem Hintergrund der politischen Diskussion über die Notwendigkeit verlängerter Arbeitszeiten und flexiblerer Arbeitszeitgestaltung den Stand der arbeitswissenschaftlichen Diskussion über den Zusammenhang von Arbeitszeit und gesundheitlicher Belastung. Aus dieser Sicht leitet sie die Forderung an die gewerkschaftliche Tarifpolitik sowie an die Handlungsstrategien der Betriebsräte ab, Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Mittelpunkt der Arbeitszeitpolitik zu stellen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Wie familienfreundlich ist die deutsche Wirtschaft? (2003)
Flüter-Hoffmann, Christiane; Solbrig, Jörn;Zitatform
Flüter-Hoffmann, Christiane & Jörn Solbrig (2003): Wie familienfreundlich ist die deutsche Wirtschaft? In: IW-Trends, Jg. 30, H. 4, S. 37-46.
Abstract
"Eine repräsentative Unternehmensbefragung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigt die Verbreitung und Bedeutung von Familienfreundlichkeit in den Unternehmen in Deutschland. Drei Viertel aller Unternehmen bieten mit unterschiedlichen Formen der Arbeitszeitflexibilisierung das wichtigste Instrument zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. Für die Unternehmen, die familienfreundliche Maßnahmen praktizieren, sind die wichtigsten Motive, die Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten zu erhöhen und qualifizierte Mitarbeiter zu halten oder zu gewinnen. Nur knapp ein Fünftel der Unternehmen hat bisher keine der abgefragten familienfreundlichen Maßnahmen eingeführt. Als Hemmnisse für ein stärkeres familienorientiertes Engagement nennen die Unternehmen den fehlenden betrieblichen Bedarf und den fehlenden Bedarf seitens der Mitarbeiter. Darüber hinaus betrachten sie die Kinderbetreuung und die Elternförderung nicht als betriebliche Aufgabe." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Strategien einer familienbewussten Unternehmenspolitik. Berichtsband (2003)
Forst, Michael; Hoehner, Markus A.W.;Zitatform
Forst, Michael & Markus A.W. Hoehner (2003): Strategien einer familienbewussten Unternehmenspolitik. Berichtsband. Frankfurt am Main, 47 S.
Abstract
Der Band enthält die Ergebnisse einer Unternehmensbefragung zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie in den Unternehmen, an der sich 322 mittelständische und 111 der umsatzstärksten deutschen Unternehmen sowie 88 Kommunalverwaltungen beteiligten. Zur Familienbewusstheit deutscher Unternehmen wird folgendes Bild ermittelt: 1. Das Spektrum möglicher familienfreundlicher Maßnahmen wird in der betrieblichen Praxis nicht hinreichend ausgeschöpft. Am wenigsten aktiv sind die Unternehmen im Bereich der Betreuungsmaßnahmen. Die häufigste familienfreundliche Maßnahme ist die Arbeitszeitflexibilisierung. 2. Die Bereitschaft der Unternehmen, das bestehende betriebliche Angebot weiter auszubauen, ist gering. Dies wird in erster Linie mit den hohen Kosten begründet. 3. Das Thema muss stärker als bisher kommuniziert werden. 4. Die Wirtschaftsverbände spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des Themas. 5. Eine Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Kommunen birgt bislang nicht genutztes Potential. (IAB)
-
Literaturhinweis
Flexible Arbeitsformen: Arbeitsbedingungen, -belastungen und Beschwerden. Eine Analyse empirischer Daten (2003)
Zitatform
Fuchs, Tatjana & Ralph Conrads (2003): Flexible Arbeitsformen. Arbeitsbedingungen, -belastungen und Beschwerden. Eine Analyse empirischer Daten. (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Forschung 1006), Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW, Verlag für neue Wissenschaft, 310 S.
Abstract
"Der Forschungsbericht analysiert auf Basis repräsentativer Befragungen die Verbreitung von Arbeitsbelastungen und Beschwerden unter den abhängig Beschäftigten. Im Rahmen der Identifizierung von Wirkungszusammenhängen wird dem Einfluss von flexiblen Arbeitsformen, v.a. befristeter Beschäftigung, Leih- bzw. Zeitarbeit sowie Schicht-, Wochenend- und Nachtarbeit, besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Der empirisch angelegte Bericht vergleicht zunächst die Verbreitung von psychischen und physischen Arbeitsbelastungen unter den abhängig Beschäftigten von 1985/86 mit 1998/99 und skizziert die Entwicklung von flexiblen Arbeitsformen. Schließlich wird unter Rückgriff auf bivariate und multivariate Methoden der Einfluss von flexiblen Arbeitsformen auf die Belastungs- und Beschwerdesituation der abhängig Beschäftigten analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Supports for working families: Work and care policies across welfare states (2003)
Gornick, Janet C.; Meyers, Marcia K.;Zitatform
Gornick, Janet C. & Marcia K. Meyers (2003): Supports for working families: Work and care policies across welfare states. In: CESifo DICE report, Jg. 1, H. 4, S. 13-18.
Abstract
Eltern überall in Europa und den USA teilen das gleiche Problem, nämlich eine Balance zwischen den Verpflichtungen des Arbeitsmarkts und der Familie herzustellen. Die notwendige Arbeitsteilung muss sowohl gerecht als auch ökonomisch vertretbar sein. Unter dieser Perspektive werden die sozialpolitischen Maßnahmen, die zehn industrielle Wohlfahrtsstaaten auf diesem Gebiet getroffen haben, beschrieben und miteinander verglichen. Der internationale Vergleich bezieht sich auf Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Norwegen, Schweden, Großbritannien und die USA. Im allgemeinen lässt sich feststellen, dass sozialdemokratisch regierte Länder die großzügigsten Regelungen haben, die zudem für beide Geschlechter gleich gelten. Konservativ regierte europäische Länder unterstützen zwar Maßnahmen zur Bereitstellung der notwendigen Betreuungszeit und zur ökonomischen Stabilisierung der familiären Situation, sind aber weit weniger aktiv, was die Gleichstellung von Frauen und Männern bei bezahlter und unbezahlter Arbeit angeht. In diesen Ländern sind die Ungleichheiten in der Aufteilung von Arbeit unter den Geschlechtern am offensichtlichsten. Die Staaten wiederum wie Großbritannien und vor allem die USA, die sich am Konzept der freien Marktwirtschaft orientieren, stellen kaum Unterstützung für berufstätige Eltern bereit. In diesen Ländern sind die meisten Eltern auf das Wohlwollen ihrer Arbeitgeber angewiesen, wenn es um bezahlten Familienurlaub, geringere Arbeitszeiten oder mehr Freizeit geht. (IAB)
-
Literaturhinweis
Betriebliche Sozialpolitik als familienorientierte Sozialpolitik aus Sicht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2003)
Haines, Elisabeth;Zitatform
Haines, Elisabeth (2003): Betriebliche Sozialpolitik als familienorientierte Sozialpolitik aus Sicht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 52, H. 3, S. 57-60.
Abstract
"Aufgabe des Beitrages ist es, auf einen Aspekt einzugehen, der in der wissenschaftlichen Befassung mit betrieblicher Sozialpolitik eher als randständig angesehen wird. Es geht dabei vor allem um betriebliche Regelungen, die in der einen oder anderen Weise dazu beitragen, Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen bei der Wahrnehmung ihrer Familienaufgaben zu unterstützen und die hier unter der Bezeichnung familienorientierte betriebliche Sozialpolitik zusammengefaßt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Stressed on four continents: time crunch or yuppie kvetch? (2003)
Zitatform
Hamermesh, Daniel S. & Jungmin Lee (2003): Stressed on four continents. Time crunch or yuppie kvetch? (NBER working paper 10186), Cambridge, Mass., 28 S., Anhang. DOI:10.3386/w10186
Abstract
"Social commentators have pointed to problems of women workers who face time stress' an absence of sufficient time to accomplish all their tasks. An economic theory views time stress as reflecting how tightly the time constraint binds households. Time stress will be more prevalent in households with higher incomes and whose members work longer in the market or on required' homework. Evidence from Australia, Canada, Germany, Korea and the United States corroborates this view. Adults in higher-income households perceive more time stress for the same amount of time spent in market work and household work. The importance of higher full incomes in generating time stress is not small, particularly in North America much is yuppie kvetch.' While time stress is most prevalent among working wives, a decomposition suggests that women would perceive more time stress than men even if both worked the same number of hours in the market and at home.This paper provides an answer to an important empirical puzzle in the retirement." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Chancen und Risiken täglich verkürzter Erwerbsarbeit für Gesundheit und Familie: ein 24-Stunden-Belastungs- und Beanspruchungs-Vergleich (2003)
Helfmann, Birgit;Zitatform
Helfmann, Birgit (2003): Chancen und Risiken täglich verkürzter Erwerbsarbeit für Gesundheit und Familie. Ein 24-Stunden-Belastungs- und Beanspruchungs-Vergleich. (Profession 41), München u.a.: Hampp, 174 S.
Abstract
Die Autorin geht der Frage nach, wie gesundheits- und familienfreundlich täglich verkürzte Erwerbsarbeit ist. Sie geht dabei von einem erweiterten Arbeitsbegriff aus, der die Arbeits- und Lebenswirklichkeit von Frauen berücksichtigt. Aus arbeitspsychologischer Sicht werden Beanspruchung und Gesundheit in Zusammenhang mit der Verkürzung der täglichen Erwerbsarbeit betrachtet. Eine allgemeine Tätigkeitsklassifikation zur beanspruchungsrelevanten Beschreibung der 24-Stunden-Belastungsstruktur wird vorgestellt. Die Belastungs- und Beanspruchungsdaten der - bis auf die tägliche Arbeitszeit der Frau - ansonsten homogenen Stichprobengruppen werden miteinander verglichen. Zunächst wird die Erwerbsarbeit zum Arbeitsinhalt (klassisch-arbeitspsychologische Ebene) in Beziehung gesetzt, dann erweiternd zur 24-Stunden-Belastung und -Beanspruchung der Arbeitnehmerin (individueller Tag) und letztlich zur Belastungsverteilung im Haushalt (Tag der Haushaltspartner). Die aktuell erlebte Beanspruchung wird mit dem erlebten Gesundheitszustand und mit physiologischen Daten, z.B. Blutdruck, korreliert. Ein Ergebnis der Untersuchung ist, dass Erwerbsarbeitszeitveränderungen für Familien planbar sein müssen und die generellen Nutzungsprofile der Woche nicht völlig zerstören dürfen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Beschäftigungswirksame Arbeitszeitmodelle für ältere Arbeitnehmer: Entwicklung von Modellkonzeptionen unter Berücksichtigung von arbeitsbezogenen und betrieblichen Rahmenbedingungen (2003)
Husemann, Rudolf; Vonken, Matthias; Duben, Kai; Lauterbacher, Claudia;Zitatform
Husemann, Rudolf, Kai Duben, Claudia Lauterbacher & Matthias Vonken (2003): Beschäftigungswirksame Arbeitszeitmodelle für ältere Arbeitnehmer. Entwicklung von Modellkonzeptionen unter Berücksichtigung von arbeitsbezogenen und betrieblichen Rahmenbedingungen. (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz- und Arbeitsmedizin. Forschung 980), Bremerhaven: Verlag NW, 375 S.
Abstract
"Im Zuge der demografischen Entwicklung, die mit einer Erhöhung des Durchschnittsalters einerseits und der Reduzierung der Bevölkerung andererseits sowie mit einer Langandauernden Tendenz der Verringerung der Lebensarbeitszeit einhergeht, sind die Sicherung der sozialen Regelungssysteme sowie die künftige Beschäftigungspolitik in Frage gestellt. Wenn zukünftig die Eingliederung von Arbeitskräften aus dem Bildungssystem oder dem Arbeitsmarkt in das Beschäftigungssystem qualitativ und/oder quantitativ problematisch wird, gewinnt die Erwerbstätigkeit bis zu einem höheren Lebensalter an Bedeutung. Im Bericht werden als Antwort auf diese Problemlagen Arbeitszeitmodelle für ältere Arbeitnehmer - gestützt durch empirische Untersuchungen - mit den Zielen der Verlängerung der individuellen Erwerbstätigkeit und alternsgerechter Tätigkeitsveränderungen mit flankierender Qualifizierung entwickelt. Das Modelldesign umfasst ein Maßnahmenbündel betrieblicher Arbeits- und Aufgabengestaltung, Arbeitszeitorganisation und Qualifizierung zur Erhaltung der beruflichen Leistungsfähigkeit. Es sieht eine Extension der Erwerbstätigkeit über einen verlängerten Zeitraum (bis zu 20 Jahre) bei gleichzeitiger Neutralität des Arbeits(zeit)volumens vor. Zeitstrukturelle Kernkomponenten sind eine Neu- bzw. Umverteilung der Arbeitszeit und des Arbeitsvolumens durch Arbeitszeitverkürzungen oder -unterbrechungen und Zeiten für Qualifizierung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie eine Zusammenfassung. -
Literaturhinweis
Investive Arbeitszeitpolitik: mehr Weiterbildung durch Arbeitszeitflexibilisierung (2003)
Janßen, Peter;Zitatform
Janßen, Peter (2003): Investive Arbeitszeitpolitik. Mehr Weiterbildung durch Arbeitszeitflexibilisierung. In: IW-Trends, Jg. 30, H. 2, S. 47-57.
Abstract
"Eine repräsentative Unternehmensbefragung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigt, dass durch Arbeitszeitflexibilisierung zusätzliche Weiterbildungspotenziale in Deutschland mobilisiert werden können und das Einbringen von Freizeit die individuelle Weiterbildung erleichtern würde. Fast zwei Drittel der Unternehmen beklagen eine mangelnde Bereitschaft der Arbeitnehmer, einen Teil ihrer Freizeit für die Weiterbildung zu investieren. Mehr als die Hälfte der Betriebe empfindet die Arbeitszeiten als zu kurz, um darin mehr Weiterbildung zu organisieren. Besonders der Einsatz von Arbeitszeitkonten könnte hier Abhilfe schaffen. Die Mehrzahl der befragten Unternehmen hält Jahresarbeitszeitkonten für geeignet, um die Weiterbildung auszuweiten. Als besonders weiterbildungsförderliche Arbeitszeitmodelle gelten zudem längerfristige Arbeitszeitkonten und Lebensarbeitszeitkonten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Female labour force participation: past trends and main determinants in OECD countries (2003)
Zitatform
Jaumotte, Florence (2003): Female labour force participation. Past trends and main determinants in OECD countries. (OECD Economics Department working papers 376), Paris, 66 S. DOI:10.1787/082872464507
Abstract
"This paper examines the determinants of female labour force participation in OECD countries, including a number of policy instruments such as the tax treatment of second earners (relative to single individuals), childcare subsidies, child benefits, paid maternity and parental leaves, and tax incentives to sharing market work between spouses. The econometric analysis uses a panel data set covering 17 OECD countries over the period 1985-1999, and distinguishes between part-time and full-time female participation rates. It shows a positive impact on female participation of a more neutral tax treatment of second earners (relative to single individuals), stronger tax incentives to share market work between spouses, childcare subsidies, and paid maternity and parental leaves Unlike childcare subsidies, child benefits reduce female participation due to an income effect and their lump-sum character. Finally, female education, the general labour market conditions, and cultural attitudes remain major determinants of female participation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Die Schimäre der Vereinbarkeit: Familienleben und flexibilisierte Arbeitszeiten (2003)
Zitatform
Jürgens, Kerstin (2003): Die Schimäre der Vereinbarkeit. Familienleben und flexibilisierte Arbeitszeiten. In: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, Jg. 23, H. 3, S. 251-267.
Abstract
"Die Familienforschung steht vor der Aufgabe, die Bedingungen des Zusammenlebens mit Kindern neu zu reflektieren. War für die ältere Generation die Arbeitsteilung zwischen Familienernährer und Hausfrau noch die Norm, stellt Vollzeit-Erwerbstätigkeit des Mannes und Teilzeitbeschäftigung der Frau die modernisierte Variante familialer Aufgabenteilung dar. Aufgrund der Defizite in der öffentlichen Kinderbetreuung ist die Vollzeitbeschäftigung beider Elternteile oder von Alleinerziehenden weitgehend unvereinbar mit der Übernahme privater Versorgungsarbeiten. In den letzten Jahren erweist sich jedoch nicht nur der Umfang, sondern zunehmend die Lage und Verteilung von Arbeitszeit als Hindernis: Flexibilisierte Arbeitszeiten folgen meist einer einseitig ökonomischen Logik. Die viel diskutierte 'Balance von Arbeit und Leben' erweist sich daher in der Praxis oftmals als eine Schimäre." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Flexible Arbeitszeiten aus Sicht von Eltern und Kindern (2003)
Klenner, Christina; Reuyß, Stefan; Pfahl, Svenja;Zitatform
Klenner, Christina, Svenja Pfahl & Stefan Reuyß (2003): Flexible Arbeitszeiten aus Sicht von Eltern und Kindern. In: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, Jg. 23, H. 3, S. 268-285.
Abstract
"Erwerbstätige Eltern sind herausgefordert, Arbeitszeiten, Kinder- und Familienzeiten so auszubalancieren und zu koordinieren, dass ein funktionsfähiges alltägliches Zeitgefüge entsteht. In dem Beitrag werden Ergebnisse von Interviews mit Eltern, deren Arbeitszeiten flexibel sind und die Arbeitszeitkonten führen, sowie von Interviews mit Kindern einiger dieser Eltern vorgestellt. Besonders im Blick sind Formen des 'Time Sharing' zwischen Müttern und Vätern als innovative Formen des Umgehens mit dem Zeitproblem. Es zeigt sich, dass flexible Arbeitszeiten nicht in allen Familien die gleichen Folgen auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie haben; ihr Einfluss entsteht erst im Zusammenhang der jeweiligen Familiensituation und der Vorstellungen der Eltern von Familienleben und Kindheit. Trotz aller Differenzen werden einige übergreifende positive wie auch negative Auswirkungen erkennbar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Wie lang sind die Arbeitszeiten in Deutschland?: Fakten und Argumente zur aktuellen Debatte über Arbeitszeitverlängerungen (2003)
Lehndorff, Steffen;Zitatform
Lehndorff, Steffen (2003): Wie lang sind die Arbeitszeiten in Deutschland? Fakten und Argumente zur aktuellen Debatte über Arbeitszeitverlängerungen. (IAT-Report 2003-07), Gelsenkirchen, 9 S.
Abstract
"Die tatsächlichen Arbeitszeiten der Vollzeit-ArbeitnehmerInnen in Deutschland liegen im Schnitt rund zweieinhalb Stunden über dem Tarifniveau. Die faktische Normalarbeitszeit abhängig beschäftigter Vollzeitkräfte in beiden Teilen Deutschlands ist im Durchschnitt die 40-Stunden-Woche. Nach den tarifvertraglichen Arbeitszeitverkürzungen der 80er Jahre sind die tatsächlichen Arbeitszeiten in der zweiten Hälfte des zurückliegenden Jahrzehnts wieder länger geworden. Die tatsächlichen Arbeitszeiten in Deutschland entsprechen dem EU-Durchschnitt. Der EU-Vergleich zeigt: Kurze Arbeitszeiten wirken als Produktivitätspeitsche, lange Arbeitszeiten dagegen geben Anlass zur Zeitverschwendung. Der Versuch einer Senkung der Arbeitseinkommen durch die Hintertür von Arbeitszeitverlängerungen behindert notwendige Reformen der betrieblichen und gesellschaftlichen Arbeitszeitorganisation." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitszeit ohne Kontrolle (2003)
Pletke, Matthias; Wieczoreck-Haubus, Melanie;Zitatform
Pletke, Matthias & Melanie Wieczoreck-Haubus (2003): Arbeitszeit ohne Kontrolle. In: Personalwirtschaft, Jg. 30, H. 4, S. 59-63.
Abstract
Vertrauensarbeitszeit heißt, dass Arbeitgeber die Arbeits- und Anwesenheitszeit der Arbeitnehmer nicht kontrollieren. Um zu erfahren, in welchem Umfang und mit welchem Erfolg Großunternehmen diese Arbeitszeitform einsetzen, führte die Fachhochschule Hildesheim eine schriftliche Befragung in den 250 größten deutschen Unternehmen durch (Rücklauf 51 %). Es wird festgestellt, dass die Vertrauensarbeitszeit in deutschen Großunternehmen - wenn auch langsam - weiter an Bedeutung gewinnt, sicher auch bedingt durch die überwiegend hohe Zufriedenheit der Unternehmen, die sie praktizieren. Die Mitarbeiter müssen aber teilweise mit enormen Arbeitsbelastungen rechnen. Dies gilt noch mehr, wenn ein weiterer Schritt in Richtung Arbeitszeitautonomie Wirklichkeit geworden ist, zum Beispiel für Arbeitsverhältnisse, in denen Verteilung und Dauer der Arbeitszeit gar nicht mehr vertraglich geregelt sind oder die Arbeitszeit sich nach der Arbeitsaufgabe richtet. (IAB)
-
Literaturhinweis
Arbeits- und Lebenszeiten im Wandel: Ansätze zu einer Politik der zeitstrukturellen Balance (2003)
Rinderspacher, Jürgen P.;Zitatform
Rinderspacher, Jürgen P. (2003): Arbeits- und Lebenszeiten im Wandel. Ansätze zu einer Politik der zeitstrukturellen Balance. In: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, Jg. 23, H. 3, S. 236-250.
Abstract
"Die Flexibilisierung der Arbeitszeiten hat bisher nicht durchgängig zu mehr zeitlicher Selbstbestimmung der Beschäftigten geführt. Anders als erwartet sind die Individuen mehr denn je gezwungen, den auf den Markt bezogenen Schwankungen des Einsatzes der Arbeitskräfte zu folgen. Die bisherige Trennung zwischen privater Zeit und Arbeitszeit beginnt zu erodieren. Tendenziell verliert private Zeit den Charakter eines relativ unabhängigen 'zeitlichen Areals' und wird mehr zu einem Anhängsel der Produktionsrhythmen. Um 'Zeitwohlstand' der Beschäftigten und ihrer Familien realisieren zu können, erscheint eine neue Strategie der öffentlichen Aushandlung von Zeitstrukturen ratsam. Im Beitrag wird ein Konzept der 'zeitstrukturellen Balance' vorgeschlagen, das das Ziel verfolgt, den Einfluss der ökonomisch bedingten Arbeitszeitflexibilisierung auf die private Alltagsgestaltung einzudämmen. Dies wird am Beispiel der Öffnungszeiten von Kindertagesstätten sowie der Ganztagsschule erörtert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The impact of working time on employment, wages and productivity: evidence from IAB establishment panel data (2003)
Zitatform
Schank, Thorsten (2003): The impact of working time on employment, wages and productivity. Evidence from IAB establishment panel data. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 269), Nürnberg, 257 S.
Abstract
"In der wirtschaftspolitischen Debatte werden bis in die jüngste Zeit hinein immer wieder Verkürzungen der wöchentlichen Normalarbeitszeit gefordert (und teilweise auch vereinbart), mit der Absicht, die Beschäftigung zu erhöhen. Aus modelltheoretischer Sicht jedoch ist es keineswegs eindeutig, dass dieses Ziel der Umverteilung der Arbeit tatsächlich erreicht wird. In der Arbeit wird auf der Basis des IAB-Betriebspanels untersucht, wie sich Arbeitszeitverkürzungen in Deutschland zwischen 1993 und 1999 auf die Beschäftigung sowie die Löhne ausgewirkt haben; des Weiteren wird die Produktivität von Überstunden und der Normalarbeitszeit verglichen. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass in Westdeutschland Verkürzungen der Wochenarbeitszeit keinen Effekt auf die Beschäftigung hatten, während für das Produzierende Gewerbe Ostdeutschlands Arbeitszeitverkürzungen und Beschäftigungserhöhungen innerhalb eines Betriebes miteinander einhergingen. Außerdem reagierten Betriebe auf eine Verkürzung der Normalarbeitszeit, indem sie Beschäftigte ohne Überstunden für Beschäftigte mit Überstunden substituierten. Zusätzlich ergab sich ein indirekter negativer Beschäftigungseffekt einer Arbeitszeitverkürzung durch Lohnanpassungen. In Betrieben, die einen Branchen- oder Haustarifvertrag anwendeten, wurde voller Lohnausgleich praktiziert, während die Lohnreaktion in Betrieben ohne Tarifvertrag geringer ausfiel. Die Ergebnisse von Produktionsfunktionsschätzungen implizieren, dass die Arbeitsproduktivität nach einer Verkürzung der Normalarbeitszeit ansteigt. Es zeigt sich allerdings, dass Überstunden produktiver als die während der Normalarbeitszeit geleisteten Stunden sind. Eine Produktionsrandschätzung ergibt für fast alle Sektoren, dass im Durchschnitt Betriebe mit Überstunden effizienter sind als Betriebe ohne Überstunden, allerdings sind die Unterschiede oft nicht signifikant." (Autorenreferat, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Differences in US-German time-allocation: why do Americans work longer hours than Germans? (2003)
Schettkat, Ronald;Zitatform
Schettkat, Ronald (2003): Differences in US-German time-allocation. Why do Americans work longer hours than Germans? (IZA discussion paper 697), Bonn, 26 S.
Abstract
"The conventional view is that Americans work longer hours than Germans and other Europeans but when time in household production is included, overall working time is very similar on both sides of the Atlantic. Americans spend more time on market work but German invest more in household production. This paper examines whether these differences in the allocation of time can be explained by differences in the incentive structure, this is by the taxwedge and differences in the wage differentials, as economic theory suggests. Its analysis of unique time-use data reveals that the differences in time-allocation patterns can indeed be explained by economic variables." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Lange "Gehirnlaufzeiten" überall?: eine Analyse der Wochenarbeitszeiten von Frauen und Männern unter Berücksichtigung der Qualifikation in vier Ländern (2003)
Schief, Sebastian;Zitatform
Schief, Sebastian (2003): Lange "Gehirnlaufzeiten" überall? Eine Analyse der Wochenarbeitszeiten von Frauen und Männern unter Berücksichtigung der Qualifikation in vier Ländern. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 12, H. 3, S. 199-214. DOI:10.1515/arbeit-2003-0303
Abstract
"Unter dem Stichwort "Lange Gehirnlaufzeiten" thematisiert Bosch (2001) die deutlich längeren durchschnittlichen Wochenarbeitszeiten von höher qualifizierten abhängige Beschäftigten im Vergleich zu Beschäftigten mit niedriger und mittlerer Qualifikation in Deutschland. Der vorliegende Beitrag untersucht anhand der Daten der Europäischen Arbeitskräftestichprobe, ob dieser Zusammenhang auch in anderen europäischen Ländern (Großbritannien, Schweden und Italien) nachzuweisen ist. Wie sich zeigt, sind längere durchschnittliche Arbeitszeiten von höher Qualifizierten in Deutschland, Großbritannien und weniger deutlich in Schweden nachweisbar, in Italien sind sie aber erheblich kürzer als die Wochenarbeitzeit von Beschäftigten mit niedriger bzw. mittlerer Qualifikation. Dies wird auf unterschiedliche Konstellationen der Determinanten der Wochenarbeitszeit in den untersuchten Ländern zurückgeführt (Wohlfahrtsstaat, Arbeitsangebotsseite, Arbeitszeitregulierung, Industrielle Beziehungen)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitszeiten in Deutschland - Eine Frage der Messung? (2003)
Schief, Sebastian;Zitatform
Schief, Sebastian (2003): Arbeitszeiten in Deutschland - Eine Frage der Messung? In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 36, H. 2, S. 187-198.
Abstract
"Der Artikel beschäftigt sich mit den zum Teil großen Unterschieden, die bei der Erfassung von tatsächlichen Arbeitszeiten durch verschiedene Befragungen existieren. Im Gegensatz zur Berechnung von Jahresarbeitszeiten des IAB auf Basis von Makrodaten werden immer häufiger tatsächliche Arbeitszeiten durch die Befragung von Personen erhoben. Die Spannbreite der durchschnittlichen Wochenarbeitszeiten, die aufgrund solcher Befragungen errechnet werden, ist allerdings sehr groß. Der Beitrag zeigt anhand von Daten des European Labour Force Survey, des Sozio-ökonomischen Panels, der Arbeitszeit ┐99-Befragung des ISO Köln, des European Working Conditions Survey und des Employment Options of the Future Survey, welche Unterschiede bestehen und worauf sie zurückzuführen sind. Zentrales Element der Argumentation ist dabei die Rolle der Position einer Frage innerhalb eines Fragebogens (Halo-Effekt) und die Formulierung der Frage. Anhand der verschiedenen durchschnittlichen Wochenarbeitszeiten und der Verteilung der Wochenarbeitszeiten (Hour Brackets) konnte festgestellt werden, dass die Positionierung der Frage innerhalb des Fragebogens sowie die Formulierung der Frage nach der wöchentlichen Arbeitszeit starken Einfluss auf die Beantwortung der Frage und damit auf die erhobene Wochenarbeitszeit im Durchschnitt haben. Diejenigen Erhebungen, die nach normalerweise geleisteter Wochenarbeitszeit fragen und Überstunden in der Frage selbst oder im Umfeld der Frage nicht erwähnen, weisen im Vergleich zu jenen Befragungen, die nach durchschnittlich geleisteter Wochenarbeitszeit fragen und Überstunden in der Frage oder im Umfeld der Frage erwähnen, deutlich niedrigere Wochenarbeitszeiten auf. In der Analyse von tatsächlichen Wochenarbeitszeiten, die auf einer Befragung basieren, müssen demnach zwingend die Aspekte der Formulierung der Frage und des Umfeldes der Frage berücksichtigt werden, um eine adäquate Interpretation zu ermöglichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Insolvenzsicherung von Arbeitszeitguthaben: Rahmenbedingungen, Absicherungsmodelle, Entscheidungskriterien (2003)
Schietinger, Marc;Zitatform
Schietinger, Marc (2003): Insolvenzsicherung von Arbeitszeitguthaben. Rahmenbedingungen, Absicherungsmodelle, Entscheidungskriterien. (Praxis in NRW), Düsseldorf, 44 S.
Abstract
Ein in dieser Dimension völlig neuer, durch die rasche Verbreitung von Arbeitszeitkonten zunehmender Faktor stellt die Insolvenzsicherung von Arbeitszeitguthaben dar. Die Beschäftigten sparen oft beträchtliche Stundenguthaben an, um diese später durch Freizeitblöcke/Sabbaticals oder gar einen frühzeitigen Ruhestand auszugleichen. Diese Arbeitszeitguthaben sind gleichsam Kredite der Beschäftigten an die Unternehmen, die allerdings in vielen Fällen nicht hinreichend abgesichert sind. Seit einigen Jahren sind Modelle zur Insolvenzsicherung von Arbeitszeitkonten von Sozialpartnern, Unternehmen, Banken und Versicherungen entwickelt und in die Praxis umgesetzt worden. Die Broschüre informiert über die Ausgangslage und Rahmenbedingungen solcher Insolvenzsicherungen sowie über mögliche Absicherungsmodelle und Kriterien, die bei der Auswahll berücksichtigt werden sollten. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Berufliche Qualifikation und lange Arbeitszeiten ausschlaggebend für hohe Einkommen (2003)
Zitatform
Schupp, Jürgen, Tobias Gramlich & Gert G. Wagner (2003): Berufliche Qualifikation und lange Arbeitszeiten ausschlaggebend für hohe Einkommen. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 70, H. 40, S. 597-601.
Abstract
Mithilfe einer von Infratest Sozialforschung durchgeführten Stichprobenaufstockung des Socio-oekonomischen Panels des Erhebungsjahres 2002 für Haushalte mit hohen Einkommen wird die bislang kaum analysierte Bevölkerung mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 3800 Euro bzw. 5100 Euro untersucht. Diese Zufallsstichprobe umfasst 1224 Haushalte mit 2671 befragten Personen, die über ein Haushaltsnettoeinkommen von 3800 Euro und mehr verfügen. Darunter haben 505 Haushalte mit 1130 Personen ein Haushaltsnettoeinkommen von 5100 Euro und mehr angegeben. Die Ergebnisse zeigen, dass in Deutschland hohe Nettoeinkommen von über 5100 Euro pro Monat ganz überwiegend in Haushalten anzutreffen, in denen zwei besser verdienende Erwerbstätige leben. Gut die Hälfte der Bezieher hoher Einkommen leistet Überstunden oder hat als selbständig Erwerbstätiger lange Arbeitszeiten; 15 % arbeiten regelmäßig auch an Wochenenden. In 35 % dieser Haushalte ist regelmäßig eine Putz- oder Haushaltshilfe beschäftigt. Hohe Einkommen führen im Durchschnitt auch zu einer deutlich überdurchschnittlichen Lebenszufriedenheit. Dies gilt allerdings nicht für die Freizeit, die vielfach zu kurz kommt. Haushalte mit mehr als 5100 Euro monatlichem Einkommen geben an, dass sie im Durchschnitt 15000 Euro pro Jahr sparen können. Entsprechend hoch sind auch die Vermögen, die die Bezieher hoher Einkommen akkumulieren können. Nach eigenen Angaben beträgt ihr Nettovermögen im Durchschnitt 960000 Euro, das ist der elffache Wert des Vermögens von Haushalten mit weniger als 3800 Euro monatlichem Haushaltsnettoeinkommen und doppelt so viel wie von Haushalten mit einem Nettoeinkommen zwischen 3800 und 5100 Euro. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Arbeitszeitgestaltung zwischen arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen und individuellen Arbeitszeitpräferenzen: am Beispiel der Dauernachtarbeit im Krankenhaus (2003)
Sczesny, Cordula;Zitatform
Sczesny, Cordula (2003): Arbeitszeitgestaltung zwischen arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen und individuellen Arbeitszeitpräferenzen. Am Beispiel der Dauernachtarbeit im Krankenhaus. (Dortmunder Beiträge zur Sozial- und Gesellschaftspolitik 38), Münster: Lit-Verlag, 363 S.
Abstract
"Die Trennung von Tag- und Nachtdienst sowie der Einsatz von Pflegekräften die ausschließlich nachts arbeiten - den Dauernachtwachen - gehören zu den kaum hinterfragten Selbstverständlichkeiten in der Krankenpflege. Zahlreiche Gründe veranlassen Pflegekräfte immer wieder in den Dauernachtdienst zu wechseln. Dieser kann sich als Nachtdienstfalle entpuppen: je länger ausschließlich nachts gearbeitet wird, desto schwieriger wird eine Rückkehr in den 'normalen' Stationsalltag. Arbeitswissenschaftler/innen weisen seit Jahren auf die Gefahren der Dauernachtarbeit hin. Die Umsetzung ihrer Empfehlungen zur Gestaltung von Nacht- und Schichtarbeit stossen jedoch nicht nur bei den betroffenen Dauernachtwachen auf Ablehnung. Auf der Basis einer schriftlichen Befragung sowie Interviews mit Dauernachtwachen werden Handlungsempfehlungen für die Gestaltung der Arbeitszeit in der stationären Krankenpflege entwickelt. Diese tragen sowohl den verobjektivierten arbeitswissenschaftlichen Gestaltungsempfehlungen als auch den Arbeitszeitwünschen sowie den beruflichen und familialen Belastungssituationen der Pflegekräfte Rechnung. Das Plädoyer gilt einer lebensphasenorientierten Arbeitszeitgestaltung als Teil eines betrieblichen Beschäftigungsmanagements." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Paradigm shift in working time policy through working time accounts: from standard working hours to controlled flexibility (2003)
Seifert, Hartmut;Zitatform
Seifert, Hartmut (2003): Paradigm shift in working time policy through working time accounts. From standard working hours to controlled flexibility. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 56, H. Sonderheft, S. 49-55.
Abstract
Der Beitrag ist Teil eines Sonderheftes, in dem Ergebnisse der WSI-Betriebsrätebefragung zu den Arbeitsbeziehungen vom Sommer 2002 vorgestellt werden. Er betrachtet die Auswirkungen der Einführung von Arbeitszeitkonten auf eine flexible Arbeitsorganisation, die Kosten der Unternehmen und die Zeitspielräume der Beschäftigten. (IAB)
-
Literaturhinweis
Zeitenwende - Was bringen längere Arbeitszeiten für die Beschäftigung? (2003)
Seifert, Hartmut;Zitatform
Seifert, Hartmut (2003): Zeitenwende - Was bringen längere Arbeitszeiten für die Beschäftigung? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 56, H. 11, S. 644-650.
Abstract
"Der Beitrag geht der Frage nach, welche beschäftigungspolitischen Wirkungen eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich erwarten lässt. Zunächst zeigt ein Vergleich zwischen den Ländern der EU, dass kein Zusammenhang zwischen Arbeitszeitdauer und Arbeitslosenquote besteht. Kurze Arbeitszeiten auch von Hochqualifizierten gehen einher mit niedrigen Arbeitslosenquoten, und umgekehrt schützen lange Arbeitszeiten nicht vor hoher Unterbeschäftigung. Die anschließenden Erörterungen über mögliche Beschäftigungswirkungen verlängerter Arbeitszeiten kommen zu dem Ergebnis, dass die durch die Ausweitung des Arbeitsvolumens ermöglichte größere Produktion nicht auf eine entsprechend expandierende Nachfrage treffen wird. Wenn aber Gesamtnachfrage und Produktionspotenzial weiter auseinander klaffen, werden Arbeitskräfte überflüssig. Längere Arbeitszeiten drohen die Arbeit auf weniger Personen umzuverteilen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Interactions between care-giving and paid work hours among European midlife women, 1994 to 1996 (2003)
Spiess, Katharina; Schneider, A. Ulrike;Zitatform
Spiess, Katharina & A. Ulrike Schneider (2003): Interactions between care-giving and paid work hours among European midlife women, 1994 to 1996. In: Ageing and society, Jg. 23, H. 1, S. 41-68. DOI:10.1017/S0144686X02001010
Abstract
"This paper uses data from the European Community Household Panel surveys of 1994 and 1996 to study the association between changes in care-giving and changes in weekly work hours. Our sample comprises women aged 45 - 59 years who participated in the labour force in at least one of the two years studied. Controlling for country variation, we find significant relationships between starting or increasing informal care-giving and changes in weekly work hours. No such association is found however among women terminating a care-giving commitment or reducing their care hours. Starting care-giving significantly reduces work hours for women in northern European countries (except Ireland). By contrast, women in southern Europe and Ireland respond to an increase in care-giving hours by a smaller increase or a higher decrease in work hours than non care-givers. In summary, our results show that the impact of care-giving on adjustments of weekly work hours is asymmetrical and that it differs in southern and northern Europe." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Überstunden im Blick (2003)
Studt, Norma;Zitatform
Studt, Norma (2003): Überstunden im Blick. In: Arbeit und Arbeitsrecht, Jg. 58, H. 10, S. 14-17.
Abstract
"Die Diskussion um den Abbau von Überstunden reißt nicht ab. Die Gewerkschaften wollen auf diese Weise neue Arbeitsplätze schaffen. Nachdem die Bundesregierung eine gesetzliche Regelung weiterhin ablehnt, verlangen sie Tarifverträge zum Überstundenabbau. Auch die Berechnungen des lnstituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung seien kein Anlass, davon abzugehen. Ein Rückgang an bezahlten Überstunden bedeutet aber nicht, dass mehr Stellen geschaffen werden. Dies belegen die aktuellen Arbeitslosenzahlen. Nicht erfasst sind zudem die unbezahlten Überstunden. Jenseits der politischen Diskussion und der wirtschaftlichen Bedeutung der Problematik stellt sich eine Reihe von arbeitsrechtlichen Fragen, die der Beitrag beantworten möchte: Unter welchen Voraussetzungen darf der Arbeitgeber Überstunden anordnen, wie sind sie zu vergüten, wer haftet bei Überschreitung der gesetzlich zulässigen Arbeitszeit? (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Gleitend in den Ruhestand?: gesetzliche, tarifliche und tatsächliche Entwicklung der Altersteilzeit (2003)
Stück, Heiner;Zitatform
Stück, Heiner (2003): Gleitend in den Ruhestand? Gesetzliche, tarifliche und tatsächliche Entwicklung der Altersteilzeit. Bremen, 133 S.
Abstract
Ausgangspunkt dieser Untersuchung war ein im Mai 2002 von der Arbeitnehmerkammer Bremen veranstaltetet Workshop, auf dem die Betriebs- und Personalräte sowie die Personalverantwortlichen aus Betrieben und Behörden über ihre Altersteilzeitmodelle berichteten. Mit Expertengesprächen (Personalleitung, Betriebsrat) sowie der Auswertung von betrieblichen Statistiken wurden diese Berichte ergänzt. Die Untersuchung beschränkt sich auf Bremer Großbetriebe sowie den öffentlichen Dienst des Landes Bremen. Für die Beschäftigten aus den Großbetrieben wird das Instrument der Altersteilzeit als durchweg positiv beurteilt. Auf Basis der Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen werden die Rentenabschläge beim vorzeitigen Ruhestand nach Altersteilzeitarbeit durch Abfindungen sowie durch Betriebsrenten weitgehend kompensiert. Mit den Änderungen des Altersteilzeitgesetzes im Jahre 2000 sowie den darauf aufbauenden Tarifverträgen haben sich die materiellen Bedingungen für die Altersteilzeit-Beschäftigten erheblich verbessert. Bei der Ausgestaltung der Altersteilzeit haben die Beschäftigten im öffentlichen Dienst häufiger die Wahl zwischen dem 'Blockmodell' und dem 'Teilzeitmodell', wobei in der Praxis das 'Blockmodell' favorisiert wird. Bei diesem Modell sind Arbeitnehmer bereits zur Hälfte der gesamten Zeitspanne der Altersteilzeit gänzlich freigestellt. Die meisten Beschäftigten wünschen keinen gleitenden Übergang in den Ruhestand in Form der Teilzeitarbeit. (IAB)
-
Literaturhinweis
Substitution von bezahlten Überstunden durch Arbeitslose: das BAFF-Modell im Arbeitsamtsbezirk Neuwied - eine vertiefende Analyse (2003)
Teriet, Bernhard;Zitatform
Teriet, Bernhard (2003): Substitution von bezahlten Überstunden durch Arbeitslose. Das BAFF-Modell im Arbeitsamtsbezirk Neuwied - eine vertiefende Analyse. (IAB-Werkstattbericht 03/2003), Nürnberg, 20 S.
Abstract
Mit dem Modell "Befristete Arbeitsstellen finden und fördern (BAFF)" entwickelte das Arbeitsamt Neuwied ein Förderkonzept, das darauf zielt, Überstunden abzubauen oder zu vermeiden und dabei gleichzeitig die Beschäftigtenzahl zu steigern, indem Arbeitslose eingestellt weden. Die eingestellten Arbeitslosen sollen somit an einer Verkürzung der individuellen Arbeitszeit der Beschäftigten beteiligt werden. Im Rahmen der Wirkungsforschung des IAB zu dem Modell, wurden in 40 Unternehmen, die von Mitte 1997 bis Anfang 1999 an dem Versuch teilgenommen haben, Befragungen durchgeführt. 26 Betriebe mit 72 BAFF-Fällen haben geantwortet. Die Ergebnisse belegen die Umsetzbarkeit des Anliegens, bezahlte Überstunden durch befristete Beschäftigte zu substituieren. Der Autor weist aber daruf hin, dass der weitgehend erfolgreiche Modellversuch nicht den Anspruch erheben kann, ein Königsweg zum Abbau bezahlter Überstunden zu sein; vielmehr ist er ein Modell unter vielen möglichen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Lust und Frust in moderner Verkaufsarbeit: Beschäftigungs- und Arbeitszeittrends im Einzelhandel (2003)
Voss-Dahm, Dorothea; Lehndorff, Steffen;Zitatform
Voss-Dahm, Dorothea & Steffen Lehndorff (2003): Lust und Frust in moderner Verkaufsarbeit. Beschäftigungs- und Arbeitszeittrends im Einzelhandel. (Graue Reihe des Instituts Arbeit und Technik 2003-02), Gelsenkirchen, 62 S.
Abstract
"Auf dem Weg in die Dienstleistungsgesellschaft stellen sich viele Branchen im Wettbewerb ganz neu auf. Nicht nur in der Industrie werden Produkte und Prozesse so dicht wie möglich an der Marktnachfrage ausgerichtet. Auch in traditionellen Dienstleistungssektoren wie dem Einzelhandel hat die starke Ausrichtung am Marktgeschehen zur Veränderung traditioneller Organisationsprinzipien geführt. Dort ist die stärkere Marktorientierung keinesfalls spurlos an der Organisation der Verkaufsarbeit vorübergegangen: Die Arbeitsbedingungen der Verkaufsbeschäftigten haben sich stark verändert. In dem Bericht stehen die Auswirkungen der Reorganisation auf das Beschäftigungssystem des Einzelhandels im Vordergrund. Wir haben die Folgen dieser veränderten Bedingungen auf die Zusammensetzung und das Niveau der Beschäftigung, auf die Arbeitsorganisation sowie auf die Bewältigungsstrategien der einzelhandelsspezifischen Flexibilitätsanforderungen untersucht. Ebenso standen neue Formen der Arbeitszeitorganisation im Zentrum unserer Untersuchungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitszeit und Arbeitsvolumen in der Bundesrepublik Deutschland 1970-1990 (2003)
Zitatform
Wanger, Susanne (2003): Arbeitszeit und Arbeitsvolumen in der Bundesrepublik Deutschland 1970-1990. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 274), Nürnberg, 80 S.
Abstract
"Die Arbeitszeit ist in den letzten Jahren sowohl in der politischen Diskussion wie auch in der empirischen Forschung national wie international in den Vordergrund gerückt. Für umfassende Analysen von Entwicklung und Struktur des Arbeitsmarktes und der Wirtschaft sind lange, konsistente Zeitreihen für Arbeitszeit- und Arbeitsvolumendaten erforderlich. Auf dieser Basis können Arbeitszeitentwicklungen und ihre Ursachen analysiert und deren Bedeutung für das Arbeitsvolumen und die Beschäftigung besser eingeschätzt werden. Das IAB erarbeitet im Rahmen eines (Dauer-)Forschungsprojekts ausführliche Arbeitszeit- und Arbeitsvolumenrechnungen. Diese wurden 1997 in die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) des Statistischen Bundesamtes integriert. Ergebnisse lagen bisher in wirtschaftsfachlicher Gliederung nach Quartalen und Jahren ab 1991 vor. Mit dem Aufbau eines einheitlichen Europäischen Systems der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (ESVG) und der damit verbundenen Revision des alten Datenbestands ergab sich im Rahmen des ESVG-Lieferprogramms die Notwendigkeit, das Arbeitsvolumen rückwirkend bis 1970 neu zu berechnen. Das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) hat das IAB mit diesen Arbeiten beauftragt. Der Beitrag enthält den Abschlussbericht dieses Auftragsprojekts 'Rückrechnung der Jahresarbeitszeiten bis 1970 und der Quartalsarbeitszeiten bis 1980 für Westdeutschland'. Auf Grundlage des im IAB entwickelten Konzepts wurden systematisch und differenziert die durchschnittlich geleistete Jahresarbeitszeit und ihre Komponenten für den Zeitraum 1970 bis 1990 neu berechnet. Die Arbeitszeit besteht aus verschiedenen Komponenten: kalendermäßige Vorgaben, tarifliche Vorgaben, konjunkturelle Einflüsse, Krankenstand, Teilzeitbeschäftigung sowie sonstigen vielfältigen Faktoren. Daraus wird die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit je Arbeitnehmer im Jahr bzw. Quartal ermittelt. Im Methodenteil des Berichts werden die den einzelnen Komponenten zugrunde liegenden Quellen sowie angewandten Berechnungs- und Schätzverfahren erläutert. Im anschließenden Ergebnisteil wird dargestellt, wie sich die Komponenten der Arbeitszeit und die daraus abgeleitete durchschnittliche Jahresarbeitszeit gesamtwirtschaftlich und wirtschaftszweigspezifisch im relevanten Zeitraum entwickelt haben. Es erfolgt eine qualitative und quantitative Analyse von Niveau, Entwicklung und Struktur der Arbeitszeit, des gesamtwirt-schaftlichen Arbeitsvolumens sowie der Produktivität je Erwerbstätigen bzw. Erwerbstätigenstunde. Die Ergebnisse zeigen, dass das Arbeitsvolumen (als Summe der in der gesamten Volkswirtschaft geleisteten bezahlten Arbeitsstunden) - von Konjunkturschwankungen abgesehen - im Untersuchungszeitraum insgesamt rückläufig war. Dagegen ist die Zahl der Erwerbstätigen trendmäßig deutlich gestiegen. Diese gegenläufige Entwicklung ergab sich im Wesentlichen aus tariflichen Arbeitszeitverkürzungen und einer, mit der steigenden Frauenerwerbsquote verbundenen Ausweitung von Teilzeitarbeit. In diesem längerfristigen Entwicklungsprozess hat sich die Verteilung des Arbeitsvolumens deutlich verändert. Die Stundenproduktivität ist in den 80er-Jahren langsamer gewachsen als in den 70er-Jahren. Insgesamt spiegelt die 'Produktivitäts-Produktionsschere' (das stärkere Ansteigen der Produktivität gegenüber dem realen Bruttoinlandsprodukt) die Abnahme des Arbeitsvolumens wider." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
What hampers part-time work?: an empirical analysis of wages, hours restrictions and employment from a Dutch-German perspective (2003)
Zitatform
Wolf, Elke (2003): What hampers part-time work? An empirical analysis of wages, hours restrictions and employment from a Dutch-German perspective. (ZEW economic studies 18), Heidelberg u.a.: Physica-Verl., 174 S.
Abstract
Mit Daten des deutschen Sozio-oekonomischen Panels der Jahre 1994 und 1998 sowie eines niederländischen Panels zum Arbeitskräfteangebot des Jahres 1994 werden in dem Band die Bedingungen für Arbeitsplätze mit kürzeren Arbeitszeiten untersucht und das Potenzial für eine Erhöhung der Teilzeitarbeit errechnet. Hierzu werden zunächst die Lohnunterschiede zwischen Teil- und Vollzeitbeschäftigten in Deutschland und den Niederlanden betrachtet und dann die Konsequenzen der Lohnlücke deutscher Teilzeitarbeitnehmer für die Arbeitsangebotsentscheidung von Frauen geschätzt. Anschließend wird gefragt, welche Effekte eine Lockerung von Arbeitszeitrestriktionen auf die Verteilung der Arbeitsstunden in Deutschland hätten. (IAB)
-
Literaturhinweis
Motivierende Arbeitsstrukturen für ältere Mitarbeiter (2003)
Zisgen, Armin; Reutter, Herrmann;Zitatform
Zisgen, Armin & Herrmann Reutter (2003): Motivierende Arbeitsstrukturen für ältere Mitarbeiter. In: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg (Hrsg.) (2003): Eine Frage des Alters : Herausforderungen für eine zukunftsorientierte Beschäftigungspolitik. IAB-Colloquium „Praxis trifft Wissenschaft“ am 20. und 21. Oktober 2003 in der Führungsakademie der BA in Lauf, S. 1-7.
Abstract
"Der Anteil der älteren Mitarbeiter an der Belegschaft wird zukünftig auf Grund der demographischen Entwicklung und der Rentengesetzgebung tendenziell noch zunehmen. Als Technologieunternehmen sind wir auf die Kompetenz und die Erfahrung gerade dieser Mitarbeiter angewiesen. In einer Zeit, in der die Anforderungen an Unternehmen im Hinblick auf Innovationsfähigkeit, Schnelligkeit und Qualität steigen, ist die Erhaltung der Beschäftigungsfähigkeit und Motivation der älteren Mitarbeiter ein Beitrag zur Zukunftssicherung unseres Unternehmens. Nicht zuletzt wollen wir mit einem altersgerechten Einsatz auch das oft langjährige Engagement dieser Mitarbeiter anerkennen. Vor diesem Hintergrund haben wir deshalb im Dezember 2001 gemeinsam mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales und Familie, Rheinland-Pfalz, ein Projekt unter der Leitfrage 'Wie sieht eine motivierende Arbeitssituation für ältere Mitarbeiter aus ?' gestartet. Mit Beteiligung des Betriebsrates und Mitarbeitern dieser Altersgruppen haben wir in Workshops deren spezifische Arbeitssituation analysiert und die Ideen der Mitarbeiter aufgenommen. Dabei haben sich zwei wesentliche Themen heraus kristallisiert, die die Motivation dieser Mitarbeiter beeinflussen: 1. Persönliche Wertschätzung und Anerkennung der geleisteten Arbeit und 2. Belastung in der Arbeitssituation Aus zahlreichen Vorschlägen zu beiden Themenfeldern wurde in einer Arbeitsgruppe mit dem Betriebsrat eine Reihe von Maßnahmen erarbeitet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die Folien zu dem Vortrag -
Literaturhinweis
Part-time work in Europe (2003)
Abstract
"Part-time work has become increasingly commonplace in the European Union. In 2002, around 18% of the total EU working population worked part-time. However, such work is not equally distributed among gender and age groups, nor among countries, sectors or occupations. From a working conditions perspective, the empirical evidence shows that part-time work is associated with several negative working conditions, such as fewer opportunities for training and career progression, weaker job tenure, lower salary levels, and less access to supplementary payments and social protection benefits. Conversely, part-time workers are less likely to report job-related health problems and are more likely to achieve a positive work-life balance." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Arbeitszeitgestaltung in Krankenhäusern: Arbeitszeitproblematik am Beispiel des ärztlichen Dienstes (2003)
Abstract
"Im Auftrag der Arbeits- und Sozialministerkonferenz wurden von Fachleuten aus den Gesundheits- und Arbeits- bzw. Sozialressorts der Länder neun Arbeitszeitmodelle auf ihre Übereinstimmung mit dem nationalen Recht sowie den Anforderungen des EuGH-SIMAP-Urteils überprüft und dargestellt (Kapitel 4). Dabei wurden sowohl Arbeitszeitmodelle berücksichtigt, die bereits in Krankenhäusern praktiziert werden (Modell 1-6), als auch Arbeitszeitmodelle, die von Arbeitszeitberatern entwickelt, aber erst in einzelnen Krankenhausabteilungen erprobt wurden (Modell 7-9). Die Modelle sind im Einzelfall den spezifischen Bedürfnissen der jeweiligen Organisationseinheit anzupassen. Bei Optimierung der Arbeitszeitorganisation können rechtskonforme und praxisgerechte Arbeitszeitmodelle in Krankenhäusern realisiert werden, die an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientiert sind und die die Arbeitsbedingungen des Personals, insbesondere auch der Ärztinnen und Ärzte erheblich verbessern können. Voraussetzung für die Optimierung der Arbeitszeitorganisation ist eine Analyse der Einzeltätigkeiten, der Arbeitsabläufe und des Zusammenwirkens der einzelnen Organisationseinheiten mit dem Ziel einer ausreichenden Personalabdeckung bei Entzerrung der Arbeitszeiten. Die Einzelschritte für die Vorgehensweise werden ebenso dargestellt (Kapitel 6) wie die Auswirkung veränderter Arbeitszeiten auf die Kosten (Kapitel 5 und Anlagen 4 und 5). Eine Darstellung der geltenden Rechtsgrundlagen (Kapitel 1 und Anlage 2) und der wesentlichen Umsetzungsdefizite (Kapitel 2) zeigt die wesentlichen Problembereiche auf." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Altersteilzeit im Blockmodell - Rechtlicher Rahmen und Sonderprobleme (2002)
Ahlbrecht, Silke; Ickenroth, Nicole;Zitatform
Ahlbrecht, Silke & Nicole Ickenroth (2002): Altersteilzeit im Blockmodell - Rechtlicher Rahmen und Sonderprobleme. In: Betriebs-Berater, Jg. 57, H. 47, S. 2440-2446.
Abstract
"Das erstmals 1996 eingeführte Altersteilzeitgesetz (AtG) ermöglicht älteren Arbeitnehmern einen gleitenden Übergang in den Ruhestand. Altersteilzeit wird durch steuer- und sozialversicherungsrechtliche Rahmenbedingungen gefördert und bietet dadurch den Unternehmen eine echte Alternative zu den bis dahin üblichen Vorruhestandsregelungen. Auch wenn das Rechtsgebiet der Altersteilzeit zunächst übersichtlich erscheint, hat sich die Altersteilzeit in der Praxis auf Grund einer Vielzahl von Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen einerseits und diverser neuer, auf die Altersteilzeit einwirkender gesetzlicher Bestimmungen außerhalb des Altersteilzeitgesetzes zu einem sehr komplexen Rechtsgebiet entwickelt. Auch die Rechtsprechung zur Altersteilzeit ist seit Ende der 90er-Jahre immer umfangreicher geworden. Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf das sog. Blockmodell, das sich - entgegen der ursprünglichen gesetzlichen Konzeption - in der unternehmerischen Praxis zum Regelfall entwickelt hat. Beim Blockmodell wird die während der Gesamtdauer der Altersteilzeit zu erbringende Arbeitszeit vollständig in der sog. Arbeitsphase geleistet. In der anschließenden Freistellungsphase erbringt der Arbeitnehmer dann keine Arbeitsleistung mehr." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Flexibilität durch Arbeitszeitverlängerung: zur arbeitsvertraglichen Abweichung von tariflichen Höchstarbeitszeiten (2002)
Auktor, Christian;Zitatform
Auktor, Christian (2002): Flexibilität durch Arbeitszeitverlängerung. Zur arbeitsvertraglichen Abweichung von tariflichen Höchstarbeitszeiten. In: Der Betrieb, Jg. 55, H. 33, S. 1714-1718.
Abstract
"Bereits anlässlich der Tarifrunden 1984, 1987 und 1990, in denen von Gewerkschaftsseite Arbeitszeitverkürzungen gefordert wurden, wurde heftig darüber diskutiert, ob Tarifverträge wirksam Höchstarbeitszeiten festlegen können. In der Folgezeit ergingen zwar einige Urteile der Instanzgerichte. Eine klärende Entscheidung des BAG fehlt jedoch noch immer. Der Beitrag geht vor dem Hintergrund neuerer tatsächlicher und rechtlicher Entwicklungen den vorhanden Diskussionsansätzen zur Zulässigkeit tariflicher Höchstarbeitszeiten nach und versucht das Konkurrenzproblem zu individuellen Arbeitszeitregelungen auf der Basis des Verfassungsrechts zu lösen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Wandel im Schneckentempo: Arbeitszeitpolitik und Geschlechtergleichheit im deutschen Wohlfahrtsstaat (2002)
Zitatform
Auth, Diana (2002): Wandel im Schneckentempo. Arbeitszeitpolitik und Geschlechtergleichheit im deutschen Wohlfahrtsstaat. (Politik und Geschlecht 08), Opladen: Leske und Budrich, 292 S.
Abstract
Die Dissertation untersucht den Zusammenhang von Arbeitszeit, Geschlechterverhältnis, Arbeitsmarkt und Wohlfahrtsstaat. In Teil A wird zunächst die geschlechtshierarchische Arbeitszeitverteilung erörtert. Dazu werden die jeweiligen Forschungsergebnisse der Arbeitszeit-, der Arbeitsmarkt-, der Wohlfahrtsstaats- und der Policy-Forschung vorgestellt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den feministischen bzw. geschlechterpolitisch relevanten oder anknüpfungsfähigen Erklärungsansätzen. In Teil B wird eine Abgrenzung zwischen tariflicher und staatlicher Arbeitszeitpolitik vorgenommen. Dabei werden die geschlechterpolitisch relevanten Politikfelder bestimmt. In Teil C werden diese Politikfelder - die Arbeitsmarkt-, die Sozialversicherungs- und die Familienpolitik - näher beleuchtet. Im Feld Arbeitsmarktpolitik werden Maßnahmen der Teilzeitförderung, AFG-Maßnahmen, Reintegrationshilfen für BerufsrückkehrerInnen und Frühverrentungsregelungen untersucht, im Feld Sozialversicherungspolitik die soziale Absicherung bei Arbeitslosigkeit und im Alter, die Altersgrenzenpolitik und die rentenrechtliche Anerkennung und Bewertung von Erziehungs- und Pflegezeiten. Im Feld Familienpolitik werden die erziehungsbedingten Freistellungsregelungen (Mutterschaftsurlaub und Elternzeit) und die dazugehörigen finanziellen Leistungen sowie die Versorgung mit öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen näher beleuchtet. Die Bedeutung der staatlichen Steuerung beim geschlechtsspezifischen Wandel von der Alleinverdienerehe zur "Hauptverdienerehe mit Zuverdienerin" wird dabei aufgezeigt. In Teil D schließlich werden Triebkräfte und Blockaden auf dem Weg zur Gleichstellung der Geschlechter behandelt. Es wird festgestellt, dass durch die staatliche Arbeitszeitpolitik ein moderater Wandel der Geschlechterordnung stattgefunden hat, durch den die unterschiedlichen Arbeitszeitstrukturen von Männern und Frauen aber nicht beseitigt wurden. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Erwerbstätigkeit, Arbeitszeit und Arbeitsvolumen von Männern und Frauen im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung: die neunziger Jahre (2002)
Bach, Hans-Uwe;Zitatform
Bach, Hans-Uwe (2002): Erwerbstätigkeit, Arbeitszeit und Arbeitsvolumen von Männern und Frauen im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Die neunziger Jahre. In: G. Engelbrech (Hrsg.) (2002): Arbeitsmarktchancen für Frauen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 258), S. 15-33.
Abstract
"Das Arbeitsvolumen und seine Veränderung spiegelt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Erwerbsarbeit deutlicher wider als die Betrachtung der Entwicklung der Erwerbstätigenzahl - Vollbeschäftigte tragen immer weniger, Teilzeitbeschäftigte immer mehr zum Arbeitsvolumen bei. Insbesondere gilt das, wenn man den Arbeitseinsatz von Männern und Frauen getrennt betrachtet. Hier reduziert die reine Betrachtung und Analyse der Entwicklung der Erwerbstätigkeit das Bild noch mehr als bei der Summenbetrachtung in ungünstiger Weise. Es gilt also, die (unterschiedlichen) Arbeitszeiten von Männern und Frauen zu berücksichtigen und damit den Blick auf das eingesetzte Arbeitsvolumen beider Gruppen zu richten. Im Rahmen seiner Arbeitszeitrechnung hat das IAB nun eine vorläufige und noch recht grobe Aufteilung des gesamtwirtschaftlichen Arbeitsvolumens nach dem Geschlecht im Rahmen der Eckdaten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung vorgenommen, deren Berechnungsgrundlagen und Ergebnisse hier vorgestellt werden. Zusammenfassend hat sich Folgendes - nicht ganz unerwartet - ergeben. Bei den Männern war in den 90er Jahren die Entwicklung von Arbeitnehmerzahl und Arbeitsvolumen parallel von fast identischem Rückgang geprägt, sodass hier auch die Personenkomponente für sich genommen die Entwicklung korrekt aufzeigt. Bei den Frauen dagegen überzeichnet die alleinige Betrachtung der Personenkomponente mit ihrem starken Anstieg in diesen Jahren, der ja allein im Teilzeitbereich stattgefunden hat, ihre Beteiligung an der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsnachfrage. Erst die Hinzunahme der Arbeitszeitkomponente und das dann resultierende Arbeitsvolumen zeigt, dass hier auch bei den Frauen eine Abnahme stattgefunden hat - wenn auch bei weiten nicht in dem Maße wie bei den Männern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Operating hours in Europe: state-of-the-art-report on operating hours research in France, Germany, the Netherlands, Portugal, Spain, the United Kingdom, Sweden and the USA (2002)
Zitatform
(2002): Operating hours in Europe. State-of-the-art-report on operating hours research in France, Germany, the Netherlands, Portugal, Spain, the United Kingdom, Sweden and the USA. (Berichte des ISO 66), Köln, 341 S.
Abstract
"Lange und flexible Betriebszeiten gelten als Indikatoren für die Wettbewerbsfähigkeit und Standortqualität der Wirtschaft. Die Art und Weise der Betriebs- und Arbeitszeitorganisation entscheidet auch über Umfang, Struktur und Form der Beschäftigung. Bislang sind im Rahmen der Europäischen Union drei Betriebszeitstudien (1989, 1994 und 1999) durchgeführt worden, die an den Kriterien der Repräsentativität und Vergleichbarkeit orientiert waren. Diese Untersuchungen weisen jedoch eine Reihe von methodischen und inhaltlichen Problemen auf, die sowohl die Vergleichbarkeit als auch die Zuverlässigkeit der Ergebnisse in Frage stellen. Ziel des internationalen Projektvorhabens EUCOWE ist es daher, durch eine repräsentative Betriebsbefragung in allen Wirtschaftsbereichen und Betriebsgrößenklassen in sechs europäischen Ländern (ergänzt durch Sekundäranalysen in Schweden und den USA) auf einer methodologisch zuverlässigen, die Kriterien der Repräsentativität und internationalen Vergleichbarkeit erfüllenden Grundlage den Zusammenhang von Betriebs- und Arbeitszeitmanagement und deren Auswirkungen auf Beschäftigung zu erforschen. Im Rahmen dieser auf die Gewinnung wichtiger Grundinformationen ausgelegten international vergleichenden Betriebsbefragung sollen noch folgende Spezialthemen (teil s mit den aus der Primärerhebung gewonnenen Daten, teils mithilfe von Sekundäranalysen) mitbearbeitet werden. - Das 'Service-Paradox'; - Der Flexibilitätskonflikt; - Defensive und offensive Strategien der Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen; - Beschäftigungspolitik kleiner und mittlerer Firmen; - Globale, europäische, nationale oder sektorale Konkurrenz; - Betriebszeitmanagement, Flexibilität von Arbeitszeiten und das soziale Leben. Der Bericht stellt die Bestandsaufnahme zur Datenlage dar, die auf einem ersten Projekttreffen im Februar/März 2002 erarbeitet wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Tatsächliche und gewünschte Arbeitszeitmodelle von Frauen mit Kindern liegen immer noch weit auseinander (2002)
Beckmann, Petra;Zitatform
Beckmann, Petra (2002): Zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Tatsächliche und gewünschte Arbeitszeitmodelle von Frauen mit Kindern liegen immer noch weit auseinander. (IAB-Werkstattbericht 12/2002), Nürnberg, 17 S.
Abstract
Im Rahmen einer telefonischen Erhebung wurden in West- und Ostdeutschland 3000 Mütter unter anderem zu ihren Arbeitszeitwünschen und -problemen befragt. Der Beitrag zeigt zunächst, wie die Erwerbsarbeit - nach Ansicht der Befragten - idealerweise auf die Eltern verteilt sein sollte und welche Abweichungen sich im Vergleich zur realen Erwerbslage ergeben. Daneben wird geschildert, wie sich die Ideal-Vorstellungen und realen Gegebenheiten im Vergleich zu 1995 entwickelt haben. Im Anschluss daran wird auf das Erwerbsverhalten von Frauen mit Kleinkindern eingegangen, deren Potenzial aus beschäftigungspolitischer Sicht unter allen Frauen noch am wenigsten ausgeschöpft ist. Skizziert werden zum einen die Arbeitszeitprobleme, auf die Frauen nach dem Erziehungsurlaub gestoßen sind, und die Folgen, die diese für ihre weitere Erwerbsbeteiligung hatten. Zum anderen wird veranschaulicht, welche Auswirkungen die Geburt eines Kindes unter den gegebenen infrastrukturellen und sozialen Rahmenbedingungen auf den Erwerbsumfang von Frauen hatten. Daraus können Betriebe, die an einer dauerhaften Bindung weiblichen Humankapitals interessiert sind, Hinweise für die betriebliche Arbeitszeitgestaltung gewinnen - vor allem mit Blick auf qualifizierte junge Frauen, die neu am Arbeitsmarkt auftreten. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Kinderbetreuung und Beschäftigungsmöglichkeiten von Frauen mit Kindern (2002)
Beckmann, Petra; Engelbrech, Gerhard;Zitatform
Beckmann, Petra & Gerhard Engelbrech (2002): Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Kinderbetreuung und Beschäftigungsmöglichkeiten von Frauen mit Kindern. In: G. Engelbrech (Hrsg.) (2002): Arbeitsmarktchancen für Frauen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 258), S. 263-281.
Abstract
"Erwerbsarbeit hat für Frauen mit Kindern in West- und Ostdeutschland einen hohen Stellenwert. Gleichzeitig sehen sich die meisten Frauen mit den Problemen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf konfrontiert. Die Kinderbetreuung spielt daher für die Erwerbsmöglichkeiten von Frauen eine zentrale Rolle. Der Beitrag untersucht auf Basis einer repräsentativen Befragung, wie gut oder schlecht sich in Ost und West Beruf und Kinder miteinander vereinbaren lassen und wo welche Hilfestellungen wünschenswert sind. Die Ergebnisse kommen zu dem Schluss, dass sich mehr Frauen als bisher - ganz gleich ob sie Kleinkinder, Kindergarten- oder Grundschulkinder haben - am Erwerbsleben beteiligen würden. Voraussetzung hierfür wäre vor allem ein bedarfsgerechtes Angebot an Betreuungseinrichtungen für Kinder aller Altersstufen. Dieses könnte sowohl das alte Dilemma zwischen Beruf und Familie entschärfen als auch die echte Wahlfreiheit für Mütter und Väter zwischen der ausschließlichen Familientätigkeit und dem Nebeneinander von Beruf und Familie erhöhen. Darüber hinaus ist eine an Chancengleichheit orientierte Personalpolitik erforderlich, die durch familienfreundliche Rahmenbedingungen (Kinderbetreuung, Arbeitszeit) Mütter und Väter in ihren familialen Aufgaben unterstützt und entlastet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Flexible Arbeitszeiten für gewerblich Beschäftigte (2002)
Zitatform
Bellmann, Lutz & Markus Promberger (2002): Flexible Arbeitszeiten für gewerblich Beschäftigte. In: Arbeit und Beruf, Jg. 53, H. 2, S. 44-45.
Abstract
"Arbeitszeitflexibilisierung ist mittlerweile in vielen Industriebetrieben auch in der Produktion erprobt und akzeptiert. Sie ist erstens aufgrund ihrer unbestreitbaren praktischen Vorteile für die Unternehmen, zweitens wegen ihrer beschäftigungsstabilisierenden Aspekte, drittens - aber nicht zuletzt - aufgrund einer kognitiven Gleichsetzung von Flexibilität, Modernität, Effektivität und Konkurrenzfähigkeit fest in den Köpfen der industriellen Akteure verankert. Eine weitere Ausbreitung von flexiblen Arbeitszeiten auch im gewerblichen Bereich ist damit sehr wahrscheinlich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Erklärungsansätze für die Mitarbeiterzufriedenheit mit Arbeitszeitregelungen (2002)
Benkhoff, Birgit; Huhle, Angela; Kühn, Klaus;Zitatform
Benkhoff, Birgit, Angela Huhle & Klaus Kühn (2002): Erklärungsansätze für die Mitarbeiterzufriedenheit mit Arbeitszeitregelungen. (Dresdner Beiträge zur Betriebswirtschaftslehre 54/01), Dresden, 34 S.
Abstract
"Flexible Arbeitszeitmodelle erfreuen sich in Unternehmen zunehmender Beliebtheit. Allerdings finden die vom Management favorisierten Systeme nicht immer die Zustimmung der Belegschaft. In dieser Studie werden mit Hilfe verschiedener theoretischer Ansätze die Bedingungen der Akzeptanz von Arbeitszeitregelungen bei Mitarbeitern untersucht. Das Forschungsmodell geht davon aus, dass die Akzeptanz eine Funktion von Einstellungen ist, die von individuellen Nutzenüberlegungen und Informationen aus dem sozialen Kontext abhängen. Den theoretischen Rahmen bilden Theorien der sozialen Informationsverarbeitung. Die Validität der aus diesem Ansatz entwickelten Hypothesen wird im empirischen Teil anhand einer Mitarbeiterbefragung in einem Unternehmen der Immobilienbranche überprüft. Wie die Ergebnisse von Korrelations- und Regressionsanalysen zeigen, sind die Einstellungen von Mitarbeitern zum Arbeitszeitmodell sowohl das Resultat individueller Überlegungen als auch sozialer Einflüsse. Dabei fällt auf, dass auch die Beurteilung personenbedingter Aspekte durch Mitarbeiter zumindest teilweise das Ergebnis der sozialen Verarbeitung von Informationen ist. Die Vereinbarkeit des Arbeitszeitmodells mit privaten Pflichten und die Einstellung des unmittelbaren Vorgesetzten zum Arbeitszeitmodell sind anscheinend die wichtigsten Einflussvariabeln für die Akzeptanz des Arbeitszeitmodells bei Mitarbeitern. Aus den Ergebnissen werden Schlussfolgerungen abgeleitet, um Praktikern Hinweise zu geben, wie sich möglicherweise die Akzeptanz von Arbeitszeitmodellen bei Mitarbeitern verbessern lässt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Tarifpolitik für ältere ArbeitnehmerInnen: eine Analyse von tariflichen Regelungen in ausgewählten Tarifbereichen (2002)
Bispinck, Reinhard;Zitatform
Bispinck, Reinhard (2002): Tarifpolitik für ältere ArbeitnehmerInnen. Eine Analyse von tariflichen Regelungen in ausgewählten Tarifbereichen. (WSI-Informationen zur Tarifpolitik. Elemente qualitativer Tarifpolitik 49), Düsseldorf, 51 S.
Abstract
"Am stärksten ausgeprägt ist der Altersbezug bei den tariflichen Regelungen, die sich auf den Bestandsschutz des Arbeitsverhältnisses beziehen. Die an der Betriebszugehörigkeit und dem Lebensalter festgemachten Bestimmungen zu Kündigungsfristen und Kündigungsschutz sind einerseits Ausdruck der besonderen Risiken älterer ArbeitnehmerInnen, andererseits schließen sie aufgrund ihrer Stammbelegschaftsorientierung Beschäftigte mit einem weniger unternehmensstabilen und häufig unterbrochenen Erwerbsverlauf von der angestrebten Schutzwirkung aus. Die tariflichen Vergütungsstrukturen weisen - von Einzelfällen abgesehen - nur in geringem Maße ein 'Senioritätsprinzip' im Sinne einer automatischen altersgebundenen Entgeltanhebung auf. Die 'Sitzprämie' ist - entgegen weit verbreiteter Auffassung - also kein durchgängiges Charakteristikum der tariflichen Entgeltbestimmungen. Die Verdienstsicherung ist weit, aber keineswegs flächendeckend verbreitet und wird - ähnlich wie die Bestandsschutzbestimmungen - bei einer Kombination von Lebensalter und Betriebszugehörigkeit wirksam. Risiken und Nebenwirkungen sind daher auch vergleichbar. Das Gleiche gilt für die Regelungen zur Abfindung. Die tariflichen Arbeitszeitregelungen bieten ein gemischtes Bild: Nur in wenigen Bereichen gibt es kürzere Arbeitszeiten für ältere (und besonders belastete) Beschäftigtengruppen entweder in Form kürzerer Wochenarbeitszeit oder zusätzlicher freier Tage und Urlaub. Nahezu flächendeckend wurden dagegen Tarifverträge zur Altersteilzeit vereinbart, z. T. flankiert von Langzeitkonten. Das zugrunde liegende Prinzip lautet also eher kürzere Lebensarbeitszeit als kürzere Arbeitszeit während des Erwerbslebens. Im Bereich von Arbeitsorganisation, Leistungspolitik und Qualifizierung sind die bei weitem größten Defizite im tariflichen Regelungsbestand zu konstatieren. Von wenigen Ausnahmen abgesehen sind kaum Tarifverträge zu finden, die hier mit Blick auf die Probleme älterer ArbeitnehmerInnen gezielt Rahmenregelungen bereitstellen. Fazit: Der altersbezogene tarifliche Regelungsbestand ist in Teilen überarbeitungsbedürftig, vor allem aber bestehen erhebliche qualitative Regelungslücken und -defizite. Ein systematisches tarifpolitisches Konzept für eine altersgerechte Gestaltung der Arbeits- und Einkommensbedingungen ist erst noch zu entwickeln." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Konvergenz der Arbeitszeitwünsche in Westeuropa: Konturen eines neuen Arbeitszeitstandards (2002)
Bosch, Gerhard; Wagner, Alexandra;Zitatform
Bosch, Gerhard & Alexandra Wagner (2002): Konvergenz der Arbeitszeitwünsche in Westeuropa. Konturen eines neuen Arbeitszeitstandards. (IAT-Report 2002-01), Gelsenkirchen, 9 S.
Abstract
Im Rahmen einer umfangreichen Erhebung über die Erwerbswünsche der Zukunft, die im zweiten Halbjahr 1998 in den 15 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und Norwegen durchgeführt wurde, wurden 12600 Erwerbstätige und 17900 zurzeit nicht Erwerbstätige zu ihren Arbeitszeitwünschen befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass durchschnittlich kürzere Arbeitszeiten gewünscht als derzeit praktiziert werden. Die Arbeitszeitwünsche liegen innerhalb der Länder und auch zwischen den Ländern enger beieinander als die tatsächlichen Arbeitszeiten. Bei einer Realisierung der Arbeitszeitwünsche würde die Grenze zwischen Voll- und Teilzeitarbeit fließend, und die Arbeitszeitunterschiede zwischen Männern und Frauen würden geringer. Kurze Teilzeit und überlange Arbeitszeiten würden kaum noch auftreten. In Paarhaushalten würden bei annähernd gleichen Gesamtarbeitszeiten beider Partner Frauen einen größeren Anteil der bezahlten Arbeit leisten als bisher. Abschließend werden auf der Grundlage der erhobenen Wünsche Herausforderungen für die europäische Arbeitszeitpolitik beschrieben. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Löst Vertrauensarbeitszeit das Problem der Vereinbarkeit von Familie und Beruf? (2002)
Böhm, Sabine; Herrmann, C.; Trinczek, Rainer;Zitatform
Böhm, Sabine, C. Herrmann & Rainer Trinczek (2002): Löst Vertrauensarbeitszeit das Problem der Vereinbarkeit von Familie und Beruf? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 55, H. 8, S. 435-441.
Abstract
"Das innovative Modell 'Vertrauensarbeitszeit' erweitert zwar prinzipiell den Möglichkeitsraum zur Lösung des Problems der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ob dieses Potenzial jedoch im betrieblichen Alltag freigespielt oder verschüttet wird, hängt wesentlich, so die hier vertretene These, an der jeweiligen Arbeitszeitkultur im Unternehmen, d.h. an den organisationskulturell verankerten (impliziten) Normen und Regeln eines 'angemessenen' Zeithandelns. Die arbeitszeitkulturellen Normen sind dabei eingebettet in den Kontext des betrieblich vorherrschenden Leistungs- und Führungsverständnisses als zentraler Dimensionen der Organisationskultur. Diese These wird in dem Beitrag an der vergleichenden Darstellung zweier Arbeitszeitkulturen und ihrer Auswirkungen auf individuelle Vereinbarkeits- Arrangements konkretisiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Reduction of working time: does it decrease unemployment? (2002)
Börsch-Supan, Axel;Zitatform
Börsch-Supan, Axel (2002): Reduction of working time. Does it decrease unemployment? (Forschungsinstitut Ökonomie und Demographischer Wandel. Discussion paper 03-2002), Mannheim, 27 S.
Abstract
"Over and again, the reduction of working time is praised as the instrument against unemployment in Europe. While the first round argument appears obvious - less work for some will create more work for others - second round repercussions, such as consequential labor cost increases, put doubt on the validity of the argument. As frequently, empirical evidence would be helpful to shed light on this important debate. This paper reviews the theoretical arguments and the empirical evidence on the effects of reduced weekly working time an unemployment. Given the prominence in the European popular discussion, the scientific literature is astoundingly thin on the topic. The main findings can be summarized as follows: There are theoretical arguments that can form the basis for a positive effect on employment in response to a reduction in working time, However, they rest on strong assumptions that appear counterfactual. Econometric studies show little or negative effects an employment in Germany. Only a set of simulation studies predicts a positive employment effect - but again, they appear to rest on counterfactual assumptions. Hence, while the reduction of work hours may have increased workers' utility - a legitimate goal of the unions - it does not appear to be justified as a cure against unemployment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Benchmarking Deutschland aktuell (2002)
Eichhorst, Werner; Thode, Eric;Zitatform
Eichhorst, Werner & Eric Thode (2002): Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Benchmarking Deutschland aktuell. Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung, 64 S.
Abstract
"Der Bericht untersucht, inwiefern familienpolitische Instrumente, sozial- und arbeitsmarktpolitische Regelungen sowie die Ausgestaltung von Kinderbetreuungseinrichtungen und des Schulsystems geeignet sind, vor allem die Frauen bei dem Wunsch zu unterstützen, das Großziehen von Kindern und die eigene berufliche Entwicklung unter einen Hut zu bringen. Mit Hilfe international vergleichender, quantitativer Indikatoren wird aufgezeigt, in welchem Maß und wodurch entweder die Aufnahme einer Arbeit erschwert oder aber Anreize so gesetzt werden, dass es sich aus finanzieller Sicht für Frauen nicht lohnt, einer Beschäftigung nachzugehen bzw. das Arbeitsangebot über bestimmte Grenzen hinaus auszudehnen. Darüber hinaus liefert der Bericht Beispiele für bewährte Praktiken aus dem Ausland, die als Denkanstöße in die Diskussion zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf einfließen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Familienfreundliche Arbeitsmarktpolitik: ein Vergleich zwischen Deutschland und Skandinavien (2002)
Zitatform
Ejrnæs, Mette, Astrid Kunze, Nina Smith & Mette Verner (2002): Familienfreundliche Arbeitsmarktpolitik. Ein Vergleich zwischen Deutschland und Skandinavien. In: IZA compact H. Oktober, S. 4-6.
Abstract
Der Beitrag thematisiert die Ursachen der deutlich höheren Erwerbsbeteiligung von Frauen im allgemeinen und Müttern im besonderen in den skandinavischen Ländern gegenüber Deutschland. Diskutiert werden unterschiedliche Besteuerungssysteme, Kinderbetreuungsangebote, die individuelle und gesellschaftliche Bewertung familiärer Kindererziehung, der Anteil der Frauen im öffentlichen Dienst sowie die in Deutschland erheblich höheren negativen Einkommenseffekte der Elternzeit bei Rückkehr in Erwerbstätigkeit. (IAB)
-
Literaturhinweis
Kinderbetreuung: Ganztags für alle?: differenzierte Arbeitszeiten erfordern flexible Angebote (2002)
Esch, Karin; Stöbe-Blossey, Sybille;Zitatform
Esch, Karin & Sybille Stöbe-Blossey (2002): Kinderbetreuung: Ganztags für alle? Differenzierte Arbeitszeiten erfordern flexible Angebote. (IAT-Report 2002-09), Gelsenkirchen, 9 S.
Abstract
"Die Arbeitszeiten differenzieren sich immer mehr aus: Wochenend-, Abend- und Nachtarbeit sowie Teilzeitbeschäftigung nehmen zu. Teilzeit beschränkt sich immer seltener auf den Vormittag. In mehr als der Hälfte der Fälle wird zu wechselnden Zeiten gearbeitet. Die institutionelle Kinderbetreuung in den alten Bundesländern stellt überwiegend Vormittagsangebote bereit, die für die Kinder von Teilzeitbeschäftigten gedacht sind, aber immer weniger zur Arbeitszeit der Eltern passen. Auch die Ganztagsangebote decken nur die 'Standardarbeitszeiten' (wochentags bis etwa 16.30 Uhr) ab und gehen an der Arbeitsrealität vorbei. Eine einfache Ausweitung der bestehenden Ganztagsangebote wird dem differenzierten Betreuungsbedarf nicht gerecht. Notwendig ist vielmehr eine Flexibilisierung der Angebote, wobei z.B. durch Kernzeiten dem Bildungsauftrag Rechnung zu tragen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitszeitflexibilisierung - Modelle für ihr Unternehmen (2002)
Fauth-Herkner, Angela;Zitatform
Fauth-Herkner, Angela (2002): Arbeitszeitflexibilisierung - Modelle für ihr Unternehmen. In: Arbeit und Arbeitsrecht, Jg. 57, H. 5, S. 196-203.
Abstract
"Bereits seit Ende der 80er Jahre ist Arbeitszeitflexibilisierung ein Thema der Personalpolitik. Viele Praxisbeispiele zeigen, welche Potenziale in innovativen Lösungen stecken. Es gibt kreative und flexible Modelle auf Voll- und Teilzeitbasis, auch für qualifizierte Tätigkeiten für Fach- und Führungskräfte, für Frauen und Männer. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Dazu gehören etwa Arbeitsformen wie flexible Jahres- und Lebensarbeitszeitregelungen, tägliche, wöchentliche, jährliche Arbeitszeitverkürzung, Job-Sharing oder zeitautonome Arbeitsgruppen, Sabbaticals oder gleitender Altersruhestand. Doch trotz aller inzwischen vorhandener Beispiele darf eines nicht vergessen werden: Viele Unternehmen tun sich schwer nicht nur mit der Auswahl des richtigen Arbeitszeitmodells, sondern auch mit dem Einsatz der dazugehörigen Instrumenten wie Jahresarbeitszeitkonten, mit der phantasievollen Gestaltung von Teilzeitarbeit und insbesondere mit der erfolgreichen Umsetzung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
ArbeitsZeitGestaltung: Absichten, Einsichten, Aussichten (2002)
Franz, Hans-Werner; Gauchel, Christoph; Lins, Cornelia;Zitatform
Franz, Hans-Werner, Christoph Gauchel & Cornelia Lins (2002): ArbeitsZeitGestaltung. Absichten, Einsichten, Aussichten. In: Informationen für die Beratungs- und Vermittlungsdienste der Bundesanstalt für Arbeit H. 3, S. 203-220.
Abstract
"Arbeitszeit war einer der zentralen Gegenstände des ADAPT-Programms. Nicht weniger als 16 große Projekte haben sich damit in unterschiedlicher Weise beschäftigt. Ihre zentralen Einsichten nutzbar zu machen für die wichtigsten Akteure des Handlungsfeldes Arbeitszeit, d.h. vor allem für Betriebe und Arbeitsmarkt-Akteure, also für alle, die in ihnen und für sie arbeiten und entscheiden: das ist das Anliegen dieser Handreichung, die im Auftrag von NU ADAPT erstellt wurde. Arbeitszeit ist umkämpft. Auf drei Schauplätzen finden die Kämpfe statt:
-in den Köpfen und Lebenszusammenhängen der Einzelnen, die in sehr unterschiedlichen Lebensphasen ihre Arbeits- und Lernzeiten mit ihrer Familie, ihren Freizeitansprüchen und ihren gesellschaftlichen Verpflichtungen in Einklang bringen müssen oder wollen;
-in den Köpfen und Gremien der Verantwortlichen von und in Unternehmen aller Bereiche von Wirtschaft, öffentlichem Dienst und Drittem Sektor, die ihre ökonomischen Ziele ebenso wie die Beschäftigungsziele unter oft schwierigen und wechselhaften Bedingungen verfolgen müssen und darüber nicht vergessen dürfen, dass sie selbst und ihre MitarbeiterInnen je nach Lebensphase gleichzeitig der Konkurrenz ernst zu nehmender anderer Zeitansprüche unterliegen;
-in den Köpfen und Gremien aller, die in Gesetzen, Erlassen, Richtlinien, Tarifverträgen und Ausführungsbestimmungen den Arbeitsmarkt strukturieren, um Beschäftigung zu sichern, umzuverteilen oder zu schaffen, und die damit bewusst oder unbewusst gesellschaftliche Formen des Umgangs mit Zeit überhaupt definieren. Alle diese Entscheidungen und Handlungen folgen - wie könnte es anders sein - unterschiedlichen Zielen und Rationalitäten. Sie alle bewegen sich zwischen spannungsreichen Ansprüchen, Nöten und Wendigkeiten. Wir alle müssen mit den Folgen und Nebenwirkungen in Gesellschaft leben." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeitszeitflexibilisierung und Selbstorganisation: Analyse und Ableitung von Gestaltungsmöglichkeiten für das Personalmanagement (2002)
Friedrich, Andrea;Zitatform
Friedrich, Andrea (2002): Arbeitszeitflexibilisierung und Selbstorganisation. Analyse und Ableitung von Gestaltungsmöglichkeiten für das Personalmanagement. München u.a.: Hampp, 290 S.
Abstract
"Die Flexibilisierung der Arbeitszeit ist ein zentrales Thema der praktischen und wissenschaftlichen Personalwirtschaft. Bei näherer Betrachtung der thematischen Schwerpunkte fällt jedoch auf, dass gegenüber der Implikationsphase die Nutzungsphase flexibler Arbeitszeitgestaltungen deutlich weniger Beachtung findet. Genau diese Blickrichtung verfolgt die Arbeit. Mit dem theoretischen Ansatz der Selbstorganisation wird ein in der personalwirtschaftlichen Literatur bislang eher noch unerschlossener systemtheoretischer Zugang gewählt. Die Kernfragestellung lautet: Ist es möglich, auf Basis des Selbstorganisationsansatzes Gestaltungsempfehlungen für die personalwirtschaftliche Praxis der Arbeitszeitflexibilisierung abzuleiten? Hiermit wird die Arbeitszeit in einen größeren und breiteren Zusammenhang gestellt, indem die personalwirtschaftliche Diskussion der Gestaltung des Faktors Zeit nicht nur als rahmensetzender Faktor, sondern als eine aktiv zu gestaltende Variable des Personalmanagements betrachtet wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Vertrauensarbeitszeit - die verpasste Chance? (2002)
Geramanis, Olaf;Zitatform
Geramanis, Olaf (2002): Vertrauensarbeitszeit - die verpasste Chance? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 55, H. 6, S. 347-352.
Abstract
"Die schon länger geführte Debatte um die Vertrauensarbeit hat noch immer nicht von ihrer Widersprüchlichkeit eingebüßt. Vertrauen, eine soziale Ressource genannt, die zwischenmenschliche Kooperationen erleichtern soll, wird zu einem ökonomisch interessanten Produktionsfaktor gemacht. Die Kontrolle der Arbeitszeit entfällt. Vertrauen, die Unternehmensziele eigenverantwortlich zu erreichen, wird proklamiert. Hier wird mehr mit Worten gespielt, als Realität verändert. Bei wirklichem Vertrauen handelt es sich um ein Beziehungsnetz, das eng an die handelnden Personen gebunden ist. Wie aber kann ein Unternehmen Vertrauen erwerben, ohne die Personen selbst zu kaufen? Ab wann ist es möglich, sich auf seine Mitarbeiter zu verlassen, ohne den Vertrauensmissbrauch fürchten zu müssen? Die strukturelle Gefahr ist groß, dass das positive soziale Potenzial des Vertrauens von Unternehmerseite ausgebeutet wird, um stattdessen die Instrumentalisierung des Arbeitnehmerwillens zu setzen. Schade, denn Vertrauen ist vielleicht das einige Konzept, welches Freiwilligkeit generieren kann - auch im Arbeitsprozess." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Flexibilisierung von Arbeitszeiten: Vertrauensarbeitszeit (2002)
Grundler, Wolfgang;Zitatform
Grundler, Wolfgang (2002): Flexibilisierung von Arbeitszeiten. Vertrauensarbeitszeit. Marburg: Tectum Verlag, o. Sz., CD-ROM.
Abstract
Firmen nehmen immer häufiger Abstand von einer Erfassung von Arbeitszeiten. Sie bezahlen ihre Beschäftigten nach den Ergebnissen ihrer Arbeit und nicht nach der Dauer ihrer Anwesenheit. Überstunden fallen somit gar nicht erst an. Ein solcher Verzicht auf eine Kontrolle von Arbeitszeiten durch den Arbeitgeber wird als Vertrauensarbeitszeit bezeichnet. Aus der Sicht der Arbeitgeber scheint die Einführung von Vertrauensarbeitszeit nur konsequent. Flexible Arbeitszeitmodelle sind häufig mit großem organisatorischem Aufwand und Kosten verbunden, die durch Vertrauensarbeitszeit entfallen. So werden mit der Einführung von Vertrauensarbeitszeit kostenintensive Zeiterfassungssysteme überflüssig. Komplizierte Regelungen zur Berechnung und Erfassung von Überstunden entfallen. Der Arbeitnehmer ist für die Dokumentation und Aufzeichnung seiner Arbeitszeiten selbst verantwortlich. Auch die Verantwortung zur Einhaltung gesetzlicher und tarifvertraglicher Regelungen zur Arbeitszeitgestaltung wird damit dem Arbeitnehmer übertragen. Der Arbeitnehmer kontrolliert sich selbst, er wird zum Subunternehmer im Unternehmen. Doch welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Beschäftigten? Wie beurteilen sie die Einführung von Vertrauensarbeitszeit? Das Ziel der Arbeit ist es, zum einen Veränderungen in der Gestaltung des Arbeitsalltags zu beschreiben, die sich für die Beschäftigten mit der Einführung von Vertrauensarbeitszeit ergeben, zum anderen Faktoren zu identifizieren, die für die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit diesem Arbeitszeitmodell relevant sind. Insbesondere das Betriebsklima und die Bedeutung, die Arbeitnehmer ihrer Arbeit beimessen (Job Involvement), werden hinsichtlich ihres Einflusses auf die Beurteilung des Arbeitszeitmodells untersucht. Zur Überprüfung dieser Fragestellung wurden Angestellte der Bereiche Forschung und Technologie der DaimlerChrysler AG am Standort Berlin befragt. (IAB)
-
Literaturhinweis
Vertrauensarbeitszeit: einfach flexibel arbeiten (2002)
Zitatform
Hoff, Andreas (2002): Vertrauensarbeitszeit. Einfach flexibel arbeiten. Wiesbaden: Gabler, 197 S.
Abstract
"Spielräume von Mitarbeitern, ihren Arbeitsinhalt selbständig zu strukturieren, nehmen immer mehr zu. Hier greift das innovative Konzept 'Vertrauensarbeitszeit' (VAZ): Das Management verzichtet auf die Kontrolle der Arbeitszeit und verläßt sich einfach darauf, dass es nicht betrogen wird. Der Autor zieht u. a. praktizierte Vereinbarungen - etwa der Stadtverwaltung Wolfsburg oder des Berliner Softwarehauses Condat - zur VAZ heran, um zu zeigen, was zwingend geregelt sein muss und welche Optionen in einer Vereinbarung stehen können. Er gibt Hinweise, wie VAZ eingeführt werden kann, und beantwortet anschließend eine Reihe häufig gestellter, auch kritischer Fragen. Im Anhang werden unter anderem die wichtigsten Vorschriften des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG) dokumentiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitszeitwünsche schwanken mit der Konjunktur (2002)
Zitatform
Holst, Elke & Jürgen Schupp (2002): Arbeitszeitwünsche schwanken mit der Konjunktur. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 69, H. 23, S. 370-373.
Abstract
"Die vom DIW Berlin erhobenen Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) zeigen, dass die Bereitschaft zur Arbeitszeitverkürzung im Jahre 2000 einen vorläufigen Höhepunkt erreichte. Im Durchschnitt wollte jeder abhängig Beschäftigte in Westdeutschland wöchentlich 1,8 Stunden und in Ostdeutschland 1,2 Stunden weniger als vertraglich vereinbart arbeiten. Vor allem der Wunsch nach einer nur geringen Verkürzung der Arbeitszeit von weniger als zwei Wochenstunden hat zugenommen. Bei den Arbeitszeitwünschen gibt es wesentliche innerdeutsche Unterschiede; sie sind vor allem in der Erwerbsorientierung teilzeitbeschäftigter Frauen begründet. Während in Westdeutschland drei von fünf teilzeitbeschäftigten Frauen mit ihrer Arbeitszeit zufrieden waren, wollten in Ostdeutschland 56% ihren wöchentlichen Arbeitsumfang deutlich erhöhen, 44% sogar um mehr als sechs Stunden. Die Wunscharbeitszeit teilzeitbeschäftigter Frauen lag in Ostdeutschland mit 29 Wochenstunden um etwa zehn Stunden höher als in Westdeutschland. Arbeitslose und Nichterwerbstätige in der Stillen Reserve hätten zumindest rechnerisch an einer beschäftigungswirksamen Ausschöpfung dieses Beschäftigungspotenzials partizipieren können. Es ist aufgrund des regionalen und qualifikatorischen Mismatches aber nur schwer zu erschließen. Erste Analysen für das Jahr 2001 zeigen zudem, dass sich das Beschäftigungspotential im Zuge der ungünstigeren konjunkturellen Lage verringert hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Arbeitszeitpolitik
- Arbeitszeitentwicklung
- Arbeitszeit aus Sicht der Beschäftigten
-
Arbeitszeitgestaltung
- gleitende Arbeitszeit
- Vertrauensarbeitszeit
- Arbeitszeitkonten
- Schichtmodelle, Wochenendarbeit
- Langzeiturlaub, Blockfreizeit
- Arbeit auf Abruf, KAPOVAZ
- Bereitschaftsdienst
- Job Sharing, Teilzeit, Altersteilzeit
- Telearbeit
- Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung, Elternzeit
- Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
- Alter
- Geschlecht
- geografischer Bezug
