Einkommensverteilung in Deutschland
Laut einer OECD-Studie ist die Einkommensungleichheit in Deutschland seit 1990 erheblich stärker gewachsen als in den meisten anderen OECD-Ländern. Die zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich geht vor allem auf die Entwicklung der Löhne und Gehälter zurück. Die OECD empfiehlt, dem steuer- und sozialpolitisch entgegenzuwirken, mehr Menschen in existenzsichernde Beschäftigung zu bringen sowie mehr in die Bildung Niedrigqualifizierter zu investieren.
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Literaturhinweis
Understanding rising income inequality in Germany (2010)
Zitatform
Biewen, Martin & Andos Juhasz (2010): Understanding rising income inequality in Germany. (IZA discussion paper 5062), Bonn, 44 S.
Abstract
"We examine the causes for rising income inequality in Europe's most populous economy. From 2000 to 2006, Germany experienced an unprecedented rise in net equivalized income inequality and poverty. At the same time, unemployment rose to record levels and there was evidence for a widening distribution of labour market returns, as well as that of other market incomes. Other factors that possibly contributed to the rise in income inequality were changes in the tax system, changes in the household structure (in particular the rising share of single parent households), and changes in other socio-economic characteristics (e.g. age or education). We address the question of which factors were the main drivers of the observed inequality increase. Our results suggest that most of the increase can be explained by both changes in employment outcomes and in market returns, and, to a similar extent, by changes in the tax system. Changes in household structures and other household characteristics seem to have played a much smaller role. Put into an international perspective, our results suggest that rising income inequality in non-Anglo-Saxon countries is the likely result of both increasing inequality in market returns and increasing inequality in employment outcomes, as well as of idiosyncratic changes such as tax reforms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Durch Umverteilung von unten nach oben in die Krise: Expertise im Auftrag der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung (2010)
Bontrup, Heinz-J.;Zitatform
Bontrup, Heinz-J. (2010): Durch Umverteilung von unten nach oben in die Krise. Expertise im Auftrag der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung. (WISO Diskurs), Bonn, 36 S.
Abstract
Ziel der Studie war es herauszufinden, ob es neben den Mängeln in der Finanzmarktregulierung weitere wirtschaftspolitische Fehlentwicklungen in Deutschland im Vorfeld der Krise von 2009 gegeben hat. Sie kommt zu dem Schluss, dass vor allem der am Anfang der 1980er Jahre vorgenommene Schwenk hin zu einer neoliberalen Wirtschaftspolitik zu (Fehl-)Entwicklungen geführt hat, die zwangsläufig in die Krise führten. "Allen voran die propagierte, aus gesamtwirtschaftlicher Sicht aber fatale Lohnzurückhaltung oder auch die zunehmende steuerliche Entlastung von Großunternehmen, Spitzenverdienern und Kapitaleinkommensbeziehern habe dazu beigetragen, dass binnenwirtschaftlich die Massenkaufkraft und damit die Konsumnachfrage geschwächt wurde, während außenwirtschaftlich hohe Exportüberschüsse und globale Ungleichgewichte mit den damit einhergehenden Überschuldungsprozessen und Blasenbildungen auf den Finanzmärkten in anderen Ländern resultierten. Um zukünftig ähnlich schwere Krisen zu vermeiden, sind daher zusätzlich zu Reformen auf den Finanzmärkten auch Veränderungen in weiteren Bereichen der Wirtschaftspolitik einschließlich einer Stärkung der Wirtschaftsdemokratie notwendig. Vor allem die große Ungleichheit in der Einkommens- und Vermögensverteilung, die eigentliche Ursache der Krise, muss reduziert und die Massenkaufkraft durch die Lohn-, Steuer- und Abgabenpolitik gestärkt werden. Insgesamt zeigt die Studie eine Vielzahl an Möglichkeiten auf, wie die Politik und Gesellschaft das Primat über die zunehmend entgrenzten Märkte wieder zurückgewinnen und wie in Zukunft ein stärkeres, nachhaltigeres und ausbalancierteres Wirtschaftswachstum mit mehr guter Arbeit für alle Bürger in Deutschland erzielt werden kann." (IAB2)
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Literaturhinweis
The distribution of employees' labour earnings in the EU: data, concepts and first results (2010)
Zitatform
Brandolini, Andrea, Alfonso Rosolia & Roberto Torrini (2010): The distribution of employees' labour earnings in the EU. Data, concepts and first results. (Eurostat Methodologies and Working papers), Brüssel, 48 S.
Abstract
"In diesem Papier wird die Verteilung der Arbeitseinkommen zwischen den Beschäftigten in der EU anhand der Erhebungswelle 2007-1 der gemeinschaftlichen Statistik über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) untersucht. Die Analyse der verfügbaren Daten und die Vergleiche mit externen Quellen ergaben, dass die EU-SILC-Daten, insbesondere in einigen Ländern, nicht unproblematisch sind, zur Untersuchung der Verteilung der Arbeitseinkommen in der EU aber durchaus nützlich sein können. Zudem ermöglichen sie es Forschern, die Sensitivität von Ergebnissen im Hinblick auf verschiedene Konzepte des Arbeitseinkommens zu bewerten. Die Einstufung der einzelnen Länder nach dem monatlichen Bruttoverdienst bei medianem Vollzeitäquivalent ergibt, dass die osteuropäischen Länder an unterster Stelle liegen, während Luxemburg die Spitzenposition einnimmt. Die Unterschiede bei den Arbeitseinkommen sind sowohl zwischen als auch innerhalb der einzelnen Länder erheblich. Im Euro-Raum und in EU-25 insgesamt (mit Ausnahme Maltas, für das keine Daten vorliegen) ist die Ungleichheit größer, wenn das Arbeitseinkommen in Euro zu Marktpreisen anstatt in Kaufkraftparität gemessen wird. Die Verteilung des Arbeitseinkommens ist in EU-25 weiter gestreut als im Euro-Raum. Dies überrascht nicht, da EU-25 die ärmeren osteuropäischen Länder umfasst, die der Union 2004 beitraten. Die in EU-25 festgestellte größere Ungleichheit ist weitgehend auf die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern zurückzuführen, die im Wesentlichen durch individuelle Merkmale anstatt durch eine unterschiedliche Zusammensetzung der Arbeitskräfte im Hinblick auf diese Merkmale bedingt sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Estimating the redistributive effects of the federal unemployment and pension insurance on the regional income distribution in Germany (2010)
Zitatform
Bruckmeier, Kerstin & Barbara Schwengler (2010): Estimating the redistributive effects of the federal unemployment and pension insurance on the regional income distribution in Germany. In: Economics Bulletin, Jg. 30, H. 4, S. 2579-2586., 2010-09-29.
Abstract
Der Abbau regionaler Einkommensunterschiede ist in den meisten Industrieländern ein zentrales regionalpolitisches Ziel. Im Unterschied zur Regionalpolitik machen Sozialausgaben einen großen Anteil an staatlichen Ausgaben aus. Dennoch ist über ihre Auswirkungen auf regionale Ungleichheit wenig bekannt. In dem Beitrag wird gezeigt, wie Leistungen aus der Sozialversicherung zur Verringerung von Einkommensunterschieden zwischen Regionen beitragen. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen der Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Die Ergebnisse belegen bedeutende Umverteilungseffekte zwischen Regionen und den Bedarf an weiterer Forschung zur Geografie des Wohlfahrtstaates und der Auswirkungen auf regionale Disparitäten. (IAB)
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Persönliches Einkommen in Ostdeutschland um ein Fünftel niedriger als im Westen (2010)
Zitatform
Brück, Tilman & Heiko Peters (2010): Persönliches Einkommen in Ostdeutschland um ein Fünftel niedriger als im Westen. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 77, H. 44, S. 14-20.
Abstract
"Ein erklärtes Ziel der deutschen Wirtschaftspolitik direkt nach der deutschen Vereinigung bestand in einer möglichst schnellen Angleichung der innerdeutschen Lebensverhältnisse. Die persönlichen Bruttoeinkommen der Ost- und Westdeutschen haben sich in den ersten zehn Jahren tatsächlich deutlich angenährt. Seitdem öffnet sich die Einkommensschere zwischen Ost und West aber wieder. Im Jahr 2007 lag der Rückstand der Ostdeutschen bei 30 Prozent. Unter Berücksichtigung von persönlichen Merkmalen der Einkommensbezieher und von strukturellen Charakteristika ihrer Wohnregionen reduziert sich der Abstand auf knapp ein Viertel. Stellt man zudem regionale Unterschiede in den Lebenshaltungskosten in Rechnung, ergibt sich eine Differenz in den realen persönlichen Einkommen von knapp einem Fünftel. Besonders groß ist die Differenz zwischen Ost- und Westdeutschen bei den höheren Einkommen, und es lässt sich eine relativ schlechte Einkommensposition der jüngsten Alterskohorten in Ostdeutschland feststellen. Transferleistungen können nicht die Angleichung aller Lebensumstände in Ostdeutschland herbeiführen. Ziel der Politik sollte es sein, durch Bildungs-, Infrastruktur und Innovationspolitik allen Einkommens- und Qualifikationsgruppen eine breite Teilhabe an der Wirtschaft zu ermöglichen und so die realen Lebensumstände zu verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ungleichheitsdynamik in Deutschland: permanente Divergenz oder transitorische Fluktuation? (2010)
Bönke, Timm; Giesecke, Matthias; Lüthen, Holger;Zitatform
Bönke, Timm, Matthias Giesecke & Holger Lüthen (2010): Ungleichheitsdynamik in Deutschland: permanente Divergenz oder transitorische Fluktuation? In: Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.) (2010): Gesundheit, Migration und Einkommensungleichheit : Bericht vom siebten Workshop des Forschungsdatenzentrums der Rentenversicherung (FDZ-RV) am 18. und 19. Juni 2010 im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) (DRV-Schriften, 55/2010), S. 177-193.
Abstract
"Die Studie untersucht die Einkommensvolatilität sozialversicherungspflichtig beschäftigter Männer in Westdeutschland von 1986 bis 2005. Die Datengrundlage bildet der vom Forschungsdatenzentrum der Rentenversicherung (FDZ-RV) zur Verfügung gestellte Scientific Use File (SUF) Versicherungskontenstichprobe (VSKT) 2006. Hierbei handelt es sich um prozessgenerierte Daten der Sozialversicherung, welche Erwerbsbiografien von hoher Qualität abbilden. Insbesondere sind die Daten für komplexe Längsschnittuntersuchungen von Einkommen geeignet. Für die Analyse des Verlaufs und der Art der Volatilität wurde zunächst eine Einkommenszerlegung auf Basis eines theoretischen Einkommenskomponentenmodells erläutert, das auf der (Ko-)Varianzstruktur basiert.
Insgesamt finden wir für Westdeutschland über den Beobachtungszeitraum zwei zentrale Ergebnisse. Erstens ist für die betrachteten Personen die ökonomische Unsicherheit in Form kurzfristiger Einkommensschwankungen nicht gestiegen. Zweitens kann eine Zunahme der permanenten Varianz festgestellt werden. Die Implikation ist eine zunehmend ungleichere Entlohnung persistenter Eigenschaften wie Bildungsabschluss oder Kompetenz. Dies bedeutet, dass ein hohes Initialeinkommen mit einem überdurchschnittlichen Einkommenswachstum korreliert ist. Eine mögliche Erklärung dieser Entwicklung kann im technologischen Fortschritt oder in der Arbeitsmarktglobalisierung begründet sein. In diesem Kontext erfolgt eine stärkere Nachfrage nach und Wettbewerb um höher Qualifizierte(n). Abschließend kann festgestellt werden, dass es sich bei der permanenten Ungleichheit um ein Strukturproblem handelt. Um dieses zu lösen empfiehlt sich als Politikmaßnahme eine Angleichung persistenter Eigenschaften, zum Beispiel eine Verbesserung der Bildungschancen. Basierend auf den Ergebnissen kann erwartet werden, dass sich der Trend steigender permanenter Ungleichheit in Zukunft fortsetzen und auf der gesellschaftspolitischen Agenda an Bedeutung gewinnen wird." (Textauszug, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
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Incomes and inequality in the long run: the case of German elderly (2010)
Zitatform
Bönke, Timm, Carsten Schröder & Katharina Schulte (2010): Incomes and inequality in the long run. The case of German elderly. In: German Economic Review, Jg. 11, H. 4, S. 487-510. DOI:10.1111/j.1468-0475.2009.00496.x
Abstract
"We use German Sample Survey income data to examine the income distribution for elderly individuals during the period from 1978 to 2003. The elderly population, defined as people of age 55 and older, is decomposed by people resident in the Old and New Federal States. Further, we distinguish between persons receiving old-age pensions and persons who do not. Inequality estimates are decomposed by income components, and the bootstrap method is used to test for statistical significance of results." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Childhood, schooling and income inequality (2010)
Zitatform
Cavapozzi, Danilo, Alessio Fiume, Christelle Garrouste & Guglielmo Weber (2010): Childhood, schooling and income inequality. (Mannheim Research Institute for the Economics of Aging. Discussion paper 212), Mannheim, 14 S.
Abstract
Europäische Union (10)
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LEBEN IN EUROPA 2009: Bundesergebnisse für Sozialindikatoren über Einkommen, Armut und Lebensbedingungen (2010)
Deckl, Silvia;Zitatform
Deckl, Silvia (2010): LEBEN IN EUROPA 2009. Bundesergebnisse für Sozialindikatoren über Einkommen, Armut und Lebensbedingungen. In: Wirtschaft und Statistik H. 12, S. 1098-1109.
Abstract
"In dem Artikel werden Ergebnisse für die wichtigsten europäischen Sozialindikatoren aus der amtlichen Erhebung LEBEN IN EUROPA [EU-SILC] 2009 vorgestellt. Der Artikel knüpft damit an die frühere Berichterstattung über LEBEN IN EUROPA in dieser Zeitschrift an. Der Darstellung der Ergebnisse sind einleitende methodische Erläuterungen sowie ein Überblick über das europäische Indikatorenset im Bereich Sozialschutz und soziale Eingliederung vorangestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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LEBEN IN EUROPA 2007 und 2008: Bundesergebnisse für Sozialindikatoren über Einkommen, Armut und Lebensbedingungen (2010)
Deckl, Silvia;Zitatform
Deckl, Silvia (2010): LEBEN IN EUROPA 2007 und 2008. Bundesergebnisse für Sozialindikatoren über Einkommen, Armut und Lebensbedingungen. In: Wirtschaft und Statistik H. 1, S. 74-84.
Abstract
"Der Artikel setzt die Berichterstattung über Ergebnisse aus der amtlichen Erhebung LEBEN IN EUROPA (EU-SILC) in dieser Zeitschrift fort. Es werden ausgewählte Querschnittsindikatoren für Deutschland aus LEBEN IN EUROPA 2007 und 2008 präsentiert. Dabei wird auch ein Vergleich zwischen Deutschland und anderen EU-Mitgliedstaaten gezogen, der sich auf die wichtigsten EU-Indikatoren zu Armut und sozialer Ausgrenzung, auf die sogenannten OMK-Indikatoren, bezieht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Immigration and income inequality: a comparative study of Denmark and Germany, 1984-2003 (2010)
Zitatform
Deding, Mette, M Azhar Hussain, Vibeke Jakobsen & Stefanie Brodmann (2010): Immigration and income inequality. A comparative study of Denmark and Germany, 1984-2003. In: Journal of Income Distribution, Jg. 19, H. 1, S. 48-74.
Abstract
"During the last two decades most Western countries have experienced increased net immigration as well as increased income inequality. This article analyzes the effects on income inequality of an increased number of immigrants in Denmark and Germany for the 20- year period 1984-2003 and how the impact of the increased number of immigrants differs between the two countries. We find higher inequality for immigrants than natives in Denmark but vice versa for Germany. Over the period 1984-2003, this particular inequality gap has narrowed in both countries. At the same time, the contribution of immigrants to overall inequality has increased, primarily caused by increased between-group inequality. The share of immigrants in the population is more important for the change in overall inequality in Denmark than in Germany, while the opposite is the case for inequality among immigrants." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Die Verteilung der Bruttojahresarbeitsentgelte der Geburtsjahrgänge 1942 bis 1973 nach der Deutschen Einheit (2010)
Zitatform
Eberhardt, Felix & Carsten Schröder (2010): Die Verteilung der Bruttojahresarbeitsentgelte der Geburtsjahrgänge 1942 bis 1973 nach der Deutschen Einheit. In: Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.) (2010): FDZ-RV-Daten zur Rehabilitation, über Versicherte und Rentner : Bericht vom sechsten Workshop des Forschungsdatenzentrums der Rentenversicherung (FDZ-RV) vom 1. bis 3. Juli 2009 in Bensheim (DRV-Schriften, 55/2009), S. 194-213.
Abstract
"Basierend auf dem Scientific Use File (SUF) der Versicherungskontenstichprobe (VSKT) des Forschungsdatenzentrums der Rentenversicherung (FDZ-RV) untersuchen wir, wie sich die Verteilung versicherungspflichtiger Bruttojahresarbeitsentgelte in Deutschland nach der Deutschen Einheit für die Geburtsjahrgänge 1942 bis 1973 entwickelt hat. Insgesamt finden wir einen über die Zeit hinweg systematischen Anstieg der gemessenen Ungleichheit. Gleiches gilt für eine Betrachtung differenziert nach Neuen und Alten Bundesländern sowie nach Geburtskohorten. Anhand einer Dekompositionsanalyse können wir zeigen, dass der gemessene Anstieg der Ungleichheit insbesondere aus zunehmenden Disparitäten in den gruppenspezifischen Verteilungen der Bruttojahresarbeitsentgelte resultiert. Mithilfe der Bootstrap-Methode bestimmte Konfidenzintervalle unserer Verteilungsmaße erlauben Rückschlüsse auf die Signifikanz der Ergebnisse." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Soziale Gerechtigkeit in der OECD - Wo steht Deutschland?: sustainable governance indicators 2011 (2010)
Empter, Stefan; Schraad-Tischler, Daniel;Zitatform
Empter, Stefan & Daniel Schraad-Tischler (2010): Soziale Gerechtigkeit in der OECD - Wo steht Deutschland? Sustainable governance indicators 2011. Gütersloh, 46 S.
Abstract
"Der vorliegende Gerechtigkeitsindex orientiert sich an diesem Paradigma, indem er Felder abdeckt, die mit Blick auf die Herausbildung individueller Fähigkeiten und Teilhabechancen von wesentlicher Bedeutung sind. Dazu gehören neben dem grundsätzlichen Aspekt der Armutsvermeidung insbesondere die Bereiche Bildungsinklusion und Zugang zum Arbeitsmarkt. Die Methodik und die weiteren Dimensionen des Gerechtigkeitsindexes werden unten näher erläutert. Der Index basiert auf quantitativen und qualitativen Daten, die die Bertelsmann Stiftung im Rahmen ihres Projekts Sustainable Governance Indicators (SGI) zusammengestellt hat (www.sgi-network.org). Bei den Sustainable Governance Indicators handelt es sich um einen systematischen Vergleich aller OECD-Staaten zum Thema Nachhaltiges Regieren, in den rund 150 Indikatoren eingehen. Die SGI werden Anfang 2011 zum zweiten Mal veröffentlicht. Das hier vorliegende Ranking zu sozialer Gerechtigkeit basiert auf einer Auswahl von Einzelindikatoren, die mit Hilfe einer bereits erprobten und wissenschaftlich fundierten Schematik zur Messung sozialer Gerechtigkeit ausgewählt und zu einem Index aggregiert wurden." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Measuring income in household panel surveys for Germany: a comparison of EU-SILC and SOEP (2010)
Frick, Joachim R.; Krell, Kristina;Zitatform
Frick, Joachim R. & Kristina Krell (2010): Measuring income in household panel surveys for Germany. A comparison of EU-SILC and SOEP. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 265), Berlin, 44 S.
Abstract
"Empirical analyses of economic inequality, poverty, and mobility in Germany are, to an increasing extent, using microdata from the German Federal Statistical Office's contribution to the European Union Statistics on Income and Living Conditions (EU-SILC) as well as data from the German Socio- Economic Panel (SOEP). In addition to their significance for national reporting, the EU-SILC data are of great international significance for comparative EU-wide measurement, description, and analysis in support of the European Commission's stated objective of fighting poverty and reducing social inequality through the European social cohesion process. It is therefore crucial to assess the quality of the German contribution to EU-SILC, particularly in view of evidence in the literature of methodological problems in this still relatively young survey with respect to the representation of specific social groups and the distribution of key educational characteristics that can have a considerable impact on the degree and structure of inequality and poverty (see Hauser 2008, Causa et al. 2009, Nolan et al. 2009). While previous papers have critically examined the German EU-SILC contribution in comparison to the cross-sectional data from the German Survey of Income and Expenditure (EVS), the present paper compares EU-SILC-based results about income trends, inequality, and mobility with results based on SOEP, a widely used alternate panel survey of private households in Germany. The -- in some cases severe -- differences identified are discussed in the context of the surveying and interviewing methods, post-data-collection treatment of the micro-data as well as sample characteristics of the two studies, all of which exert a major influence on the substantive results and thus on the core findings regarding the social situation of Germany in EU-wide comparison." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
- spätere (möglw. abweichende) Version erschienen in: Einkommensmessungen in Haushaltspanelstudien für Deutschland , ein Vergleich von EU-SILC und SOEP. In: Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archiv. AStA, Jg. 5, H. 3 , S. 221-248
- auch erschienen u.d.T.: Einkommensmessungen in Haushaltspanelstudien für Deutschland , ein Vergleich von EU-SILC und SOEP (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin , 237/2009)
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Literaturhinweis
Die Sozialstruktur Deutschlands: aktuelle Entwicklungen und theoretische Erklärungsmodelle. Gutachten im Auftrag der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung (2010)
Geißler, Rainer;Zitatform
Geißler, Rainer (2010): Die Sozialstruktur Deutschlands. Aktuelle Entwicklungen und theoretische Erklärungsmodelle. Gutachten im Auftrag der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung. (WISO Diskurs), Bonn, 60 S.
Abstract
"Teil 1: Aktuelle Entwicklungen der Sozialstruktur Deutschlands.
Im Folgenden werden wichtige neue empirisch belegte Trends in den objektiven Lebensbedingungen und in den subjektiven Reaktionen der Bevölkerung auf diese Entwicklungen dargestellt. Die objektiven Lebensbedingungen werden in drei Bereiche untergliedert: Kapitel 1 ist den materiellen Lebensbedingungen, zugespitzt auf die Entwicklung von Wohlstand und Wohlstandsungleichheit, gewidmet. Kapitel 2 untersucht den Wandel der Berufsstruktur und der Arbeitsbedingungen. Kapitel 3 analysiert die Veränderungen in der vertikalen sozialen Mobilität, in den Prozessen der individuellen Auf- und Abstiege innerhalb dieser Strukturen. Und Kapitel 4 skizziert subjektive Reaktionen auf diese Entwicklungen. Es wird danach gefragt, ob und wie sich die Selbsteinstufung in die vertikalen Strukturen, die sozialen Ängste und Unsicherheiten sowie das Gefühl der sozialen Gerechtigkeit verändert haben. Kapitel 5 ist schließlich einem Trend gewidmet, der in Politik und Öffentlichkeit erst mit großer Verspätung erkannt wurde - die Entwicklung Deutschlands zu einem Einwanderungsland. (...)
Teil 2: Modelle der Sozialstrukturanalyse und ihre Erklärungskraft.
Um die Struktur der sozialen Ungleichheit in ihrer Gesamtheit zu gliedern und zu analysieren, existieren vier wichtige Modelle mit unterschiedlichen Fragestellungen, Begriffen und Theorien: das traditionelle, international verbreitete vertikale Modell der Klassen und Schichten, die beiden in den 1980er Jahren entwickelten und eher auf Deutschland beschränkten Modelle der sozialen Lagen und der sozialen Milieus und das neuere ebenfalls internationale Modell der Exklusion-Inklusion." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Polarisierung der Einkommen: die Mittelschicht verliert (2010)
Zitatform
Goebel, Jan, Martin Gornig & Hartmut Häußermann (2010): Polarisierung der Einkommen: die Mittelschicht verliert. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 77, H. 24, S. 2-8.
Abstract
"Die Einkommensgegensätze zwischen ärmeren und reicheren Haushalten nehmen in Deutschland seit der Wiedervereinigung zu. Zwar reduziert sich diese Einkommenspolarisierung in konjunkturell günstigen Phasen mit starken Beschäftigungszuwächsen. Danach aber steigt sie umso schneller wieder an. Im längerfristigen Trend ist einerseits nicht nur die Zahl der ärmeren Haushalte stetig gewachsen - sie wurden im Durchschnitt auch immer ärmer. Auf der anderen Seite gibt es im Trend immer mehr Reichere, die im Durchschnitt auch immer reicher werden. Dieser Gegensatz wird von den Menschen nicht nur als besonders ungerecht empfunden, sondern er schürt auch die Verunsicherung der Mittelschicht. Im Krisenjahr 2009 nahm zwar der Anteil der Haushalte mit hohen Einkommen ab. Das Durchschnittseinkommen der verbliebenen reichen Haushalte aber stieg weiter. Im unteren Einkommensbereich wirkte sich auch dank der unterstützenden Arbeitsmarktmaßnahmen die Finanz- und Wirtschaftkrise bislang kaum negativ aus." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Räumliche Unterschiede im Armutsrisiko in Ost- und Westdeutschland (2010)
Zitatform
Goebel, Jan & Michael Wurm (2010): Räumliche Unterschiede im Armutsrisiko in Ost- und Westdeutschland. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 321), Berlin, 18 S.
Abstract
"Seit der Wiedervereinigung nahm die vergleichende Untersuchung von Niedrigeinkommen und Armutsrisiken zwischen Ost und West einen breiten Raum in der Wohlfahrtsforschung ein. Gefragt wurde insbesondere danach, ob das Armutsrisiko in Ost und West signifikant verschieden ist und ob es sich mit der Zeit angleicht. Die allgemeine Angleichung der Einkommensverteilungen in Ost- und Westdeutschland lässt sich im Verlauf der 1990er Jahre in zwei Phasen unterteilen. Unmittelbar nach der Vereinigung in der ersten Hälfte der 1990er Jahre erfolgten deutliche Angleichungsfortschritte, die sich im Laufe der zweiten Hälfte der 1990er Jahre immer weiter verlangsamen. In der zweiten Phase, gegen Ende der jüngsten Dekade, nehmen die Einkommensabstände sogar wieder zu. Inwieweit sich diese Entwicklung auch im Armutsrisiko widerspiegelt und ob es innerhalb der beiden Landesteile regionsspezifische Divergenzen oder auf die Siedlungsstruktur zurückgehende Unterschiede gibt, soll in diesem Artikel beschrieben werden. Nur wenige Veröffentlichungen unterscheiden in räumlicher Ebene tiefer als das allgemeine Ost- versus Westdeutschland-Muster. Eine aktuelle Ausnahme bildet der Armutsatlas des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, der eine Darstellung des Armutsrisikos für die 92 Raumordnungsregionen auf der Basis des Mikrozensus bietet (Martens 2009). So finden sich zwar auch innerhalb Westdeutschlands Regionen mit einem erhöhten Armutsrisiko (insbesondere die Stadtstaaten), die meisten Darstellungen beziehen sich aber nach wie vor auf die Diskrepanz zwischen Ost- und Westdeutschland." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Weiterhin hohes Armutsrisiko in Deutschland: Kinder und junge Erwachsene sind besonders betroffen (2010)
Grabka, Markus; Frick, Joachim R.;Zitatform
Grabka, Markus & Joachim R. Frick (2010): Weiterhin hohes Armutsrisiko in Deutschland. Kinder und junge Erwachsene sind besonders betroffen. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 77, H. 7, S. 2-11.
Abstract
"Die EU-Kommission hat 2010 zum Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung ausgerufen. Ein Ziel dieser Aktion ist es, das öffentliche Bewusstsein für die Risiken von Armut und sozialer Ausgrenzung zu stärken und deren Ursachen und Auswirkungen besser zu verstehen. Neue Analysen zur Einkommensverteilung in Deutschland auf Basis der Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigen für das Jahr 2008 eine deutlich höhere relative Einkommensarmut als noch vor zehn Jahren. Rund 11,5 Millionen Menschen lagen mit ihrem verfügbaren Einkommen unter der nach EU-Vorgaben definierten Armutsrisikoschwelle - dies entspricht rund 14 Prozent der Gesamtbevölkerung. Darunter finden sich vor allem Haushalte mit Kindern und jungen Erwachsenen. So unterliegen Alleinerziehende mit Kindern im Alter bis zu drei Jahren einem weit überdurchschnittlichen Armutsrisiko von mehr als 50 Prozent. Auch unter jungen Erwachsenen bis zu einem Alter von 25 Jahren lebt knapp ein Viertel mit einem Haushaltseinkommen unterhalb der Armutsgrenze. Die Analysen zeigen auch, dass die Einführung von zielgruppenspezifischen öffentlichen Transfers in der Pflegeversicherung sowie beim Elterngeld zu einer Senkung des Armutsrisikos bei den von diesen Transfers begünstigten Gruppen beigetragen hat. Ähnliches gilt für den Ausbau der Kinderbetreuungsinfrastruktur, die vor allem Müttern die Erwerbsaufnahme erleichtert und damit das Armutsrisiko von Haushalten mit Kleinkindern reduziert hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Einkommensungleichheiten in Europa: multiple Raumbezüge sozialer Ungleichheiten in einem regional-national-europäischen Mehrebenensystem (2010)
Zitatform
Heidenreich, Martin (2010): Einkommensungleichheiten in Europa. Multiple Raumbezüge sozialer Ungleichheiten in einem regional-national-europäischen Mehrebenensystem. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 39, H. 6, S. 426-446. DOI:10.1515/zfsoz-2010-0601
Abstract
"Die Analyse sozialer Ungleichheiten kann sich nicht länger auf den nationalstaatlichen Rahmen beschränken. Eine zentrale Herausforderung der Sozialstrukturanalyse ist deshalb die Untersuchung multipler Raumbezüge. Ungleichheiten werden in einem regional-national-europäisch-globalen Mehrebenensystem hervorgebracht und reguliert. Auf der Grundlage von Mikrodaten kann gezeigt werden, dass die Höhe und die Ungleichverteilung des verfügbaren Einkommens in Europa nicht nur durch Merkmale der jeweiligen Haushalte, sondern auch durch regionale Wirtschafts- und Arbeitsmarktstrukturen, nationale Institutionen, wirtschaftliche Öffnungsprozesse und die europäische Integration bestimmt werden. Trotz aller Kritik am methodologischen Nationalismus erweist sich die nationalstaatliche Ebene immer noch als zentrale Ebene für die Analyse von Ungleichheitsdynamiken. Nationalstaaten können durch Bildungs-, Sozial-, Arbeitsmarkt- und Marktçffnungspolitiken wirksam die Höhe und die Ungleichverteilung des verfügbaren Einkommens beeinflussen. Dennoch werden bislang weitgehend abgeschlossene nationale 'Ungleichheitsräume' durch supranationale Integrationsprozesse und subnationale Differenzierungsprozesse durchlässiger. Diese supra- und subnationalen Bestimmungsfaktoren von Einkommensungleichheiten werden auf der Grundlage von EU-SILC-Daten für die Jahre 2005-2008 für 24 EU-Länder durch Mehrebenenanalysen rekonstruiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Soziale Ungleichheit im Sozialstaat: die Bundesrepublik Deutschland und Großbritannien im Vergleich (2010)
Hockerts, Hans G.; Leisering, Lutz ; Marschallek, Christian; Kuller, Christiane; Rudloff, Wilfried; Torp, Cornelius; Süß, Winfried;Zitatform
Hockerts, Hans G. & Winfried Süß (Hrsg.) (2010): Soziale Ungleichheit im Sozialstaat. Die Bundesrepublik Deutschland und Großbritannien im Vergleich. (Zeitgeschichte im Gespräch 8), München: Oldenbourg, 139 S.
Abstract
"Soziale Ungleichheit fordert moderne Gesellschaften permanent heraus. Der Sozialstaat kann Ungleichheiten abbauen, aber auch verstetigen und sogar selbst erzeugen. Der Band untersucht am Beispiel Deutschlands und Großbritanniens, wie diese Herausforderung in zwei unterschiedlich geprägten Sozialstaaten reflektiert und politisch aufgegriffen wurde. Die Beiträge von Historikern und Sozialwissenschaftlern richten den Blick auf die Problemfelder Armut, Bildungschancen und Geschlechterdifferenzen. Sie fragen nach dem Verhältnis von Staat und Markt in der Alterssicherung sowie nach Konzepten von Gerechtigkeit. Aktuelle Kontroversen über die Zukunft der sozialen Sicherung und Debatten über alte und neue Ungleichheitsmuster erhalten damit die notwendige historische Tiefenschärfe." (Textauszug, IAB-Doku)
