Berufliche Mobilität
Eine Tätigkeit, die mehr Spaß verspricht, ein höheres Gehalt oder bessere Entwicklungsperspektiven: Es gibt viele Gründe, nicht länger im erlernten oder ausgeübten Beruf tätig zu sein. Nicht immer sind sie jedoch so erfreulich: Auslöser kann auch eine Entlassung sein.
Dieses Themendossier bietet Literaturhinweise zur beruflichen Mobilitätsforschung in Deutschland und in anderen Ländern. Sie erschließt theoretische Ansätze und empirische Ergebnisse - beispielsweise zu den Fragen: Sind Berufswechsel lohnend? Für wen sind sie mit besonderen Risiken verbunden? Wie gut lassen sich bei einem beruflichen Neustart die bisher erworbenen Qualifikationen verwerten?
Im Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
- Ergebnisse aus dem IAB
- Theoretische Konzepte und Methoden
-
Berufliche Mobilität in Deutschland
- Institutionelle und sozioökonomische Determinanten beruflicher Mobilität
- Berufliche Mobilität bei Einzelberufen/Berufsgruppen/Fachrichtungen
- Berufliche Mobilität bei besonderen Personengruppen
- Berufliche Mobilität und Qualifikation
- Berufliche Mobilität und Einkommen
- Berufliche Mobilität und Auf-/Abstiegsprozesse
- Berufliche Mobilitätsverläufe
- Berufliche Mobilität in anderen Ländern
-
Literaturhinweis
Die ersten zehn Berufsjahre: methodische Probleme der Analyse von Längsschnittdaten anhand eines Beispiels aus der Mobilitätsforschung (1984)
Zitatform
Andreß, Hans-Jürgen (1984): Die ersten zehn Berufsjahre. Methodische Probleme der Analyse von Längsschnittdaten anhand eines Beispiels aus der Mobilitätsforschung. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 87), Nürnberg, 320 S.
Abstract
Die Arbeit beschäftigt sich mit den methodischen Problemen der Analyse von Längsschnittdaten. Der Autor konzentriert sich dabei vor allem auf kontinuierlich erhobene Veränderungsprozesse, sogenannte Ereignis- oder Verlaufsdaten.
Im ersten Teil der Arbeit werden verschiedene Erhebungsdesigns und Auswertungsverfahren gesichtet, wobei insbesonders Modelle aus der Theorie stochastischer Prozesse für die Analyse von Verlaufsdaten geeignet erscheinen. Die statistischen Grundlagen dieser Modelle werden ausführlich dargestellt.
Ein wesentlicher Teil der Arbeit besteht aus einer empirischen Anwendung, da die Relevanz und Problematik einzelner sozialwissenschaftlicher Methoden nur in der konkreten Forschungspraxis deutlich wird. Dazu werden in Teil C die ersten zehn Berufsjahre einer Berufsanfängerkohorte untersucht. Teil B der Arbeit liefert dafür die theoretischen Hintergrundinformationen und beschreibt die Aufbereitung der Datenbasis. (IAB 2) -
Literaturhinweis
A multivariate model for mobility tables (1983)
Logan, John A.;Zitatform
Logan, John A. (1983): A multivariate model for mobility tables. In: American Journal of Sociology, Jg. 89, H. 2, S. 324-349.
Abstract
"A general "logistic-multiplicative" model is developed which incorporates variables besides origin category to predict destination category in occupational mobility tables. The additional variables can be continous or categorical. The (partial) bivariate relationship between origin and destination can be modeled with any of the existing multiplicative mobility models. In an empirical example, two main results emerge: interactions off the main diagonal become insignificant with the introduction of education and race variables; main diagonal effects for one origin category become insignificant while those for other categories do not, suggesting that different mechanismus of status transmission are at work in different strata." (Author's abstract) ((en))
-
Literaturhinweis
Structural mobility, circulation mobility and the analysis of occupational mobility: a conceptual mismatch (1983)
Sobel, Michael;Zitatform
Sobel, Michael (1983): Structural mobility, circulation mobility and the analysis of occupational mobility. A conceptual mismatch. In: American Sociological Review, Jg. 48, H. 5, S. 721-727.
Abstract
"Stratification researchers typically conceptualize mobility in terms of structural and circulatory components and most investigators argue that it is analytically necessary to disaggregate mobility into these component parts. This paper examines (a) the two basic justifications that have been offered for the utilization of this conceptual framework and (b) the methodology that is used to "separate" mobility into its constituent parts. This examination reveals that mobility researchers have either failed to conceptualize structural and circualtion mobility in a meaningful fashion and/or have failed to decompose mobility successfully into structural and circulatory components. On the basis of this examination and its implications, it is argued that investigators should abandon the "structure vs. circulation" framework in future work." (Author's abstract) ((en))
-
Literaturhinweis
Ausbildungs- und Berufsverläufe: Retrospektivanalyse des IAB (1982)
Hofbauer, Hans;Zitatform
Hofbauer, Hans (1982): Ausbildungs- und Berufsverläufe. Retrospektivanalyse des IAB. In: D. Mertens (Hrsg.) (1982): Konzepte der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung : eine Forschungsinventur des IAB (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 70), S. 474-513.
Abstract
Darstellung der Methode und Ergebnisse der drei Berufsverlaufs-Untersuchungen des IAB aus den Jahren 1970, 1977 und 1979 nach dem Retrospektivverfahren, wobei das Retrospektivverfahren im Vergleich zum Panelverfahren folgende Vor- und Nachteile hat: "Als Vorteil des Retrospektivverfahrens kann gewertet werden, daß hier Daten zu einem bestimmten Zeitpunkt gesammelt werden, die bei Panelstudien oft erst nach einem langen Zeitraum vorliegen, weil die Ereignisse (z.B. Berufswechsel) dort erst dann erhoben werden, wenn sie stattfinden. Weiterhin erfordert eine Panelstudie in der Regel höhere Kosten. Der hauptsächliche Nachteil der Retrospektivmethode liegt darin, daß man wegen des eingeschränkten Erinnerungsvermögens der Befragten nur Ereignisse im Berufsverlauf erheben kann, die wegen ihrer Bedeutung vermutlich im Gedächtnis haften geblieben sind. Weiterhin muß man sich auf die Erhebung von Fakten beschränken; Einstellungen und Meinungen können in der Regel nicht retrospektiv erfragt werden."
-
Literaturhinweis
Berufliche Flexibilität: Konzeption, Befunde, Schlußfolgerungen, Kritik und Forschungsperspektiven (1982)
Kaiser, Manfred;Zitatform
Kaiser, Manfred (1982): Berufliche Flexibilität. Konzeption, Befunde, Schlußfolgerungen, Kritik und Forschungsperspektiven. In: D. Mertens (Hrsg.) (1982): Konzepte der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung : eine Forschungsinventur des IAB (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 70), S. 397-444.
Abstract
Der Beitrag "befaßt sich vornehmlich mit beruflicher Flexibilität, als er berufliche Mobilität und berufliche Substitution sowohl gesondert als auch in ihren Wechselbeziehungen zueinander betrachtet. Er befaßt sich also weniger mit sozialer Mobilität und überhaupt nicht mit sozialer Substitution. Räumliche und sektorale Mobilität werden nur insoweit behandelt, als sie mit beruflicher Flexibilität verbunden sind. Er bezieht die unterschiedlichsten Personen- und Arbeitsplatzgruppen ein. Er konzentriert sich auf die maßgebende Forschung des IAB. Die Heranziehung von Forschungsergebnissen anderer Institutionen oder gar anderer Länder müßte einer größeren Arbeit vorbehalten sein. Die Darstellung der wichtigsten Forschungsergebnisse folgt im wesentlichen der Gliederung nach den Gesichtspunkten der ++ realisierten und latenten Mobilität, ++ realisierten und latenten Substitution ++ potentieller Flexibilität."
-
Literaturhinweis
Arbeitsteilung, strukturelle Mobilität und Kassenbildung. Eine theoretische Perspektive für die Mobilitätsforschung (1981)
Bornschier, Volker;Zitatform
Bornschier, Volker (1981): Arbeitsteilung, strukturelle Mobilität und Kassenbildung. Eine theoretische Perspektive für die Mobilitätsforschung. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 10, H. 2, S. 117-132. DOI:10.1515/zfsoz-1981-0201
Abstract
"Der Beitrag stellt mehrere theoretische Überlegungen zur Diskussion, die vernachlässigte Aspekte der Berufsmobilitätsforschung betreffen. Zunächst wird eine Neuorientierung der Mobilitätsforschung in Richtung der Erforschung der Gründe und Folgen von struktureller Mobilität empfohlen. Die vorgeschlagene Theorie befaßt sich mit wichtigen Veränderungen der beruflichen Arbeitsteilung. Ein solcher Ansatz erlaubt, bestimmte strukturelle Positionen zusammenzufassen als ökonomische Klassen zu deuten. Der Rahmen der Theorie ist das System der formalen Organisation und die Weltwirtschaft. Die Weltwirtschaft wird berücksichtigt, um damit den Einfluß der weltumspannenden Arbeitsteilung auf andere Einheiten einzufangen. Verschiedene Propositionen zur strukturellen und Austauschmobilität sowie zur inter- und intragenerationellen Mobilität werden zur Diskussion gestellt. Und schließlich werden einige Auswirkungen des Prozesses der Arbeitsteilung auf die Konzeptualisierung von Klassen behandelt."
-
Literaturhinweis
Berufliche Mobilitaet in der Bundesrepublik. Arbeitsbuch zur sozialwissenschaftlichen Methodenlehre (1979)
Herz, Thomas A.; Wieken-Mayser, Maria;Zitatform
Herz, Thomas A. & Maria Wieken-Mayser (1979): Berufliche Mobilitaet in der Bundesrepublik. Arbeitsbuch zur sozialwissenschaftlichen Methodenlehre. (Arbeitsbücher zur sozialwissenschaftlichen Methodenlehre), Frankfurt: Campus-Verl., 127 S.
Abstract
"das vorliegende Arbeitsbuch ist eine Einführung zum Thema "Berufliche Mobilität in der Bundesrepublik". In den einzelnen Kapiteln werden zunächst die Entwicklung der Mobilitätsforschung allgemein und anschließend verschiedene Analyseverfahren behandelt. Zu jeder Technik wurden Aufgaben formuliert, zu deren Lösung drei Datensätze angeboten werden, mit denen man selbständig arbeiten kann. Es handelt sich um Umfragedaten aus den Beständen des Zentralarchivs aus den Jahren 1959 bis 1972, die für diesen Zweck speziell aufbereitet wurden."
-
Literaturhinweis
Möglichkeiten zur Operationalisierung des Flexibilitätsbegriffs (1978)
Kreutz, Henrik;Zitatform
Kreutz, Henrik (1978): Möglichkeiten zur Operationalisierung des Flexibilitätsbegriffs. In: D. Mertens & M. Kaiser (Hrsg.) (1978): Berufliche Flexibilitätsforschung in der Diskussion : Hauptband mit Materialienbände 1-3 (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 30), S. 207-234.
Abstract
"Zusammenfassend kann gesagt werden, daß eine erste Reflexion der Versuche, den Flexibilitätsbegriff operational zu fassen, zu einer Diskrepanz zwischen angestrebtem Bedeutungsinhalt und den tatsächlich erstellten Daten geführt hat. Will man verhindern, daß der Begriff 'Flexibilität' ein reines Artefakt wird, das nicht tatsächliche Vorgänge beschreibt, sondern lediglich Eigenschaften von Tabellen, die inhaltlich nicht weiter interpretiert werden können, so wird man eine Präzisierung der Terminologie und eine Reformulierung der angewendeten empirischen Verfahren nicht umgehen können. Immerhin läßt sich aber sagen, daß die bisherige Forschung eine Reihe von Hinweisen dafür erbracht hat, wie eine solche Reformulierung vorgenommen werden sollte." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Probleme der international vergleichenden Messung sozialer Mobilität (1978)
Stupening, Eduard;Zitatform
Stupening, Eduard (1978): Probleme der international vergleichenden Messung sozialer Mobilität. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 4, H. 1, S. 33-61.
Abstract
"Ein Ziel dieser Untersuchung liegt darin, die methodischen Schwierigkeiten bei einem Vergleich auf internationaler Ebene aufzuzeigen. Ein weiteres Ziel stellt die vergleichende Analyse dar. Es soll die soziale (hier: berufliche) Mobilität untersucht werden, als Bewegungen auf einer vertikalen Achse, auf der soziale Positionen über- bzw. untergeordnet sind. Zuerst erfolgt eine Abgrenzung des Mobilitätsbegriffs, der als Gegenstand einer soziostrukturellen wie auch individuellen Betrachtung unterschiedliche Aspekte aufgrund unterschiedlicher Definitionen aufzeigen kann. Die Erläuterungen der Fragestellungen und ihrer Operationalisierungen, wie sie in der Literatur bis Anfang der 70er Jahre zu finden sind, führen nicht nur in die theoretische Problematik ein, sondern weisen auch auf methodische Schwächen der damaligen Studien. Angesichts dieser Problematik wird hier versucht, eine vergleichende Analyse durchzuführen, die von vornherein bemüht ist, nicht zu einer lediglich dichotomen Trennung sozioökonomischer Schichtung in 'manual' und 'nonmanual' zu gelangen, sondern mit Hilfe von sieben Kategorien eine differenziertere Betrachtung der Fluktuationen zwischen Berufskreisen vorzunehmen. Als Analyseinstrumente wurden zwei Methoden ausgewählt, die einerseits der Fragestellung gerecht werden, d.h. die Offen- bzw. Geschlossenheit von Berufsbereichen gegenüber sozialer Mobilität vergleichbar zu quantifizieren vermögen, andererseits aber auch keine problematischen Anforderungen an das Skalenniveau des Datenmaterials stellen."
-
Literaturhinweis
Structural and Exchange Components of Vertical Mobility (1977)
McClendon, Mckee J.;Zitatform
McClendon, Mckee J. (1977): Structural and Exchange Components of Vertical Mobility. In: American Sociological Review, Jg. 42, H. 1, S. 56-74.
Abstract
"This paper focuses on the measurement of structural and exchange components of vertical mobility, with primary emphasis on occupational status mobility. The shortcomings of the study of vertical mobility are discussed. Then, assuming the use of interval scales, absolute, exchange and structural mobility are defined and measured at the individual level. Aggregate measures of each mobility component are also presented which can be computed easily from the means, standard deviations and correlation of the origin and destination distributions. Finally, the aggregate measures are applied to occupational status mobility data for 1962 and 1972-1974. Interperiod comparisons are discussed, as well as racial comparisons and sex comparisons. Educational mobility is briefly compared to status mobility." ((en))
-
Literaturhinweis
Effekte beruflicher Mobilität (1976)
Herz, Thomas A.;Zitatform
Herz, Thomas A. (1976): Effekte beruflicher Mobilität. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 5, H. 1, S. 17-37. DOI:10.1515/zfsoz-1976-0102
Abstract
"Die theoretischen und methodologischen Probleme der Forschung über die Effekte beruflicher Mobilität werden behandelt. Die Schwächen dieser Literatur werden diskutiert. Eine Analyse der subjektiven Schichtidentifikation und der Kinderzahl, dem traditionellen Ansatz folgend und anhand deutscher Daten, folgt. Keine Mobilitätseffekte können isoliert werden. Eine Erklärung hierfür finden wir, indem wir die individuelle Betrachtungsweise verlassen und sichtungstheoretische Überlegungen in die Analyse einbeziehen. Eine zentrale aber implizite Annahme der Erklärungen für Mobilitätseffekte besagt, daß Schichtbarrieren kulturell-normativen Inhalts bestehen. Solche lassen sich jedoch nit ermitteln - zumindest nicht in einem solchen Ausmaß, daß die erwarteten Effekte auftreten. Der Schichtungsansatz wird weiter ausgebaut durch eine Umformulierung des Problems. Wir fragen: welchen Einfluß hat die Mobilität auf das Schichtungssystem? Eine Analyse von aggregierten Umfragen aus der Bundesrepublik zeigt, daß von dieser Perspektive gesehen Effekte vorhanden sind."
-
Literaturhinweis
Problems of Concept and Measurement in the Comparative Study of Occupational Mobility (1975)
Treiman, Donald J.;Zitatform
Treiman, Donald J. (1975): Problems of Concept and Measurement in the Comparative Study of Occupational Mobility. In: Social science research H. 4, S. 183-230.
Abstract
"This paper argues that, despite a great deal of research on the topic, we have almost no firm knowledge about societal differences in the rates, patterns, and processes of occupational mobility. Insufficient attention has been paid by previous researchers to the problem of standardizing the measurement of occupational status. As a result, the paper demonstrates, existing cross-national comparisons of mobility are virtually invalid. A Standard International Occupational Prestige Scale developed by the author is proposed as a basis for valid cross-national comparison. Properties of the scale are discussed and results achieved with the scale are compared to those based on other occupational scaling procedures." ((en))
-
Literaturhinweis
Mobilität in der "offenen" Gesellschaft. Zur theoretischen Orientierung der vertikalen sozialen Mobilitätsforschung (1974)
Recker, Helga;Zitatform
Recker, Helga (1974): Mobilität in der "offenen" Gesellschaft. Zur theoretischen Orientierung der vertikalen sozialen Mobilitätsforschung. (Studien-Bibliothek), Köln: Kiepenheuer & Witsch, 207 S.
Abstract
Ziel der Arbeit ist es, "den Aussagewert des Begriffes der vertikalen sozialen Mobilität theoretisch zu überprüfen. Vor allem der in der Mobilitätsforschung verbreitete "subjektive" Mobilitätsbegriff soll einer kritischen Analyse unterzogen werden. Dabei kann davon ausgegangen werden, daß die bisherige Mobilitätsforschung bei der Untersuchung von Auf- und Abstiegsprozessen vorwiegend Bewegungen in der Prestigedimension berücksichtigte, in der nur die "subjektiven", für den einzelnen wahrnehmbaren Aspekte sozialer Ungleichheit reflektiert werden, strukturelle Ursachen jedoch unberücksichtigt bleiben." "Im Rahmen einer theoretischen Neuorientierung wird der Versuch unternommen, einen mehr strukturbezogenen "objektiven" Ansatz zu entwickeln, der es ermöglicht, unter "Mobilität" nicht nur eine Statusänderung, sondern einen umfassenderen Vorgang zu verstehen, durch den das Individium seine "Lebenslage" insgesamt verbessert oder verschlechtert. Gemessen an einem solcherart erweiterten Mobilitätsbegriff dürften sich alle jene Untersuchungen in ihren Ergebnissen als Trugschluß erweisen, die aus einer "hohen" Mobilitätsfrequenz ein hohes Maß an "Chancengleichheit" ableiten."
-
Literaturhinweis
Der unscharfe Arbeitsmarkt. Eine Zwischenbilanz der Flexibilitätsforschung (1973)
Mertens, Dieter;Zitatform
Mertens, Dieter (1973): Der unscharfe Arbeitsmarkt. Eine Zwischenbilanz der Flexibilitätsforschung. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 6, H. 4, S. 314-325.
Abstract
"Der Beitrag beschreibt den erreichten Erkenntnisstand und die weiteren Perspektiven der Forschung zur beruflichen Flexibilität. Dabei wird besonders von der Frage nach den tatsächlichen Mobilitäts-Korridoren der einzelnen Berufe und Ausbildungsrichtungen ausgegangen. In den letzten Jahren hat die empirische Forschung auf vielen Wegen die herrschenden Vorstellungen sowohl über die realisierte, wie über die latente wie über die potentielle Mobilität der Einzelberufe konkretisiert. Es liegt daher nahe, die Möglichkeit der arbeitsmarkt- und bildungspolitischen Verwertung dieser Informationen zu erörtern. Sie findet jedoch ihre Grenze in dem Rückstand der Techniken der Informationsverarbeitung, -bewertung und -verknüpfung. Die nächsten Aufgaben liegen also bei der Reflexion der Empirie durch die Theorie. Einige dringlich zu bearbeitende Aspekte dieser Aufgaben werden aufführt. Sicher ist, daß die herkömmlichen Modelle der beruflichen Teilarbeitsmärkte die nun bekannten weiten Verhaltensspielräume nur unter Schwierigkeiten integrieren werden können. Der Weg führt vielleicht eher zu Unschärfe - Theorien vom Arbeitsmarkt. Die vollständig in englischer und französischer Sprache vor." vollständig in englischer und französischer Sprache vor.
-
Literaturhinweis
Soziologische Aspekte des Arbeitsplatz- und Berufswechsels (1972)
Werth, Manfred;Zitatform
Werth, Manfred (1972): Soziologische Aspekte des Arbeitsplatz- und Berufswechsels. Saarbrücken, 255 S., Anhang.
Abstract
Die Arbeit zielt darauf ab, "aus der vorliegenden Literatur zur sozialen Mobilität diejenigen theoretischen und empirischen Ansätze zu selektieren, die eine soziologische Lokalisierung des Berufs- und Arbeitsplatzwechsels ermöglichen und eine erste Systematisierung und Gewichtung der wichtigsten mobilitätshemmenden Faktoren gestatten. Das Ziel der Faktorengewichtung impliziert dabei zwangsläufig die Notwendigkeit einer theoretischen Verortung im Rahmen der allgemeinen Soziologie. Wo der Aspekt möglicher dysfunktionaler Folgen zu den wesentlichen Grundüberlegungen dieser Arbeit gehört, wurde der Angelpunkt dafür nicht allein in Theorien des sozialen Wandels gesucht, sondern zugleich in der Theorie anomischer Spannungen.
Aus der Tatsache, daß sich solche Systematisierungsversuche im Rahmen einer relativ begrenzten Analyse schwerlich ausdiskutieren lassen und dem fatalen Mangel an empirischen Daten bestimmen sich die Grenzen der Arbeit. Zwar fügt eine im Frühjahr 1970 im Raum Saar-Ost selbst durchgeführte empirische Fallstudie zur Berufsmobilität neue Daten bei, und alle älteren empirischen Untersuchungen wurden mitberücksichtigt, dennoch bleiben diese Unterlagen bei weitem zu punktuell. So liegt der eigentliche Stellenwert dieser Untersuchung in der methodischen und theoretischen Durchleuchtung des Berufs- und Arbeitsplatzwechsels als Problem der Sozialforschung, in der Formulierung theoretisch und praktisch relevanter Hypothesen und damit zugleich in der Grundlegung späterer empirischer Überprüfungen." (Autorenreferat) -
Literaturhinweis
A conceptual framework for studying labor mobility (1969)
Parnes, Herbert S.; Spitz, Ruth S.;Zitatform
Parnes, Herbert S. & Ruth S. Spitz (1969): A conceptual framework for studying labor mobility. In: Monthly labor review, Jg. 92, H. 11, S. 55-58.
Abstract
"In this paper, we discuss a method of measuring mobility as a propensity to change jobs in response to economic incentives and present the results of such measurement for national samples of employed men in age groups 16 to 24 and 46 to 59. Five thousand men were initially interviewed in each age group, and followups were planned over a 5-year period, two of which have already been conducted.
-
Literaturhinweis
Definitionsfragen in der Berufsforschung, dargestellt am Beispiel der Begriffe Beruf und Berufwechsel (1968)
Molle, Fritz;Zitatform
Molle, Fritz (1968): Definitionsfragen in der Berufsforschung, dargestellt am Beispiel der Begriffe Beruf und Berufwechsel. In: Mitteilungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 1, H. 3, S. 148-159.
Abstract
"Der erst nach 1900 in allgemeineren Sprachgebrauch gekommene Ausdruck Beruf hat sich in den letzten Jahrzehnten begriffsinhaltlich gewandelt. Sein Inhalt ist zwar nicht für alle, aber doch für viele Berufe teils eingeengt, teils als Berufsfeld erweitert, er ist dehnbar geworden. Dementsprechend wird versucht, anstelle der bisherigen, in der Regel zu engen Begriffsauslegungen eine elastischere Definition des Begriffes Beruf zu geben, die der heutigen und künftigen Wirklichkeit gerechter wird. Die mit Beruf kombinierten Fachausdrücke haben sich bis heute auf über 650 vermehrt. Ihre Zahl nimmt offenbar noch weiter zu; den Beruf an sich versuchen allein über 160 Ausdrücke spezieller zu charakterisieren. Jedoch wird Beruf in diesen Fachausdrücken nach wie vor in der einst ganzheitlichen, starren Bedeutung verstanden. Hieraus haben sich z.T. erhebliche Fehldeutungen statistisch-berufsbezogener Tatbestände ergeben. Das gilt besonders fuer den Berufswechsel, d.h. den Übergang von einem - dem erlernten oder jeweils ausgeübten - Beruf zu einem anderen. Bei den bisherigen Untersuchungen über Häufigkeit und Art des Berufwechsels ist, von wenigen Ausnahmen (u.a. Berufszählung der Schweiz 1960) abgesehen, der Ausdruck Beruf systematisch-statisch im früheren Sinne verwendet, damit der Umfang des Berufwechsels übertrieben, die Berufstreue herabgemindert worden. Um den Berufswechsel in Umfang und Intensität wirklichkeitsgerecht objektiv zu erfassen, muss die innere Verwandtschaft der Berufstätigkeiten, arbeitshierarchischen Funktionen und der an die Arbeitskräfte gestellten Anforderungen analysiert und berücksichtigt werden. Bei tatsächlichem Vorliegen ist zwischen totalem (echtem) und nur graduellem (teilweisem) Berufswechsel zu unterscheiden. Im Rahmen der - notwendigen - Neuordnung der Berufssystematik (Klassifizierung der Berufe) sind die Berufstätigkeiten, Funktionen und Anforderungen der Wandlung des Berufsbegriffs genau zu analysieren, exakter und beweglicher zu aggregieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Ergebnisse aus dem IAB
- Theoretische Konzepte und Methoden
-
Berufliche Mobilität in Deutschland
- Institutionelle und sozioökonomische Determinanten beruflicher Mobilität
- Berufliche Mobilität bei Einzelberufen/Berufsgruppen/Fachrichtungen
- Berufliche Mobilität bei besonderen Personengruppen
- Berufliche Mobilität und Qualifikation
- Berufliche Mobilität und Einkommen
- Berufliche Mobilität und Auf-/Abstiegsprozesse
- Berufliche Mobilitätsverläufe
- Berufliche Mobilität in anderen Ländern
