Jugendarbeitslosigkeit
Trotz eines Rückgangs ist die EU-Jugendarbeitslosenquote nach wie vor sehr hoch. Laut EU-Kommission sind derzeit 4,5 Millionen junge Menschen (im Alter von 15 bis 24 Jahren) arbeitslos. Einem großen Teil dieser Generation droht durch fehlende Zukunftsperspektiven soziale Ausgrenzung mit weitreichenden Folgen. Mit Maßnahmen wie der Europäischen Ausbildungsallianz und Jugendgarantien der Länder soll entgegengesteuert werden.
Diese Infoplattform bietet einen Einblick in die Literatur zu den Determinanten von und Strategien gegen Jugendarbeitslosigkeit auf nationaler wie internationaler Ebene.
- Ergebnisse aus dem IAB
- Gesamtbetrachtungen
- Determinanten
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Strategien
- Aktive Arbeitsmarktprogramme
- Beschäftigungsförderung - Förderung der Beschäftigungsfähigkeit
- Maßnahmen zur Bildung und Weiterbildung
- "Assistierte Ausbildung"
- Förderung der Mobilität auf dem Arbeitsmarkt
- "Jugendgarantie" - überbetriebliches Ausbildungsangebot
- Vernetzung der Akteure - Jugendberufsagenturen
- Geografischer Bezug
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Literaturhinweis
Schulabbruch - ohne Ticket in die Zukunft (2012)
Ricking, Heinrich ; Hyghen, Anne Marie; Wist, Thorben; Knorth, Erik J.; Schulze, Gisela C.; Knot-Dickscheit, Jana; Baier, Dirk ; Koppe, Holger; Christe, Gerhard; Linderkamp, Friedrich; Grosche, Michael ; Olk, Thomas; Hennemann, Thomas; Orpinas, Pamela; Hintz, Anna-Maria; Pietrasik, Julia; Wittrock, Manfred; Ranke, Elisabeth; Baumann, Menno; Ricking, Heinrich ; Hagen, Tobias ; Rieß, Bastian; Horne, Arthur M.; Schmitz-Feldhaus, Carmen; Gregersen, Jan; Speck, Karsten; Amberger, Martin; Stamm, Margrit; Hillenbrand, Clemens; Vierbuchen, Marie-Christine;Zitatform
Ricking, Heinrich & Gisela C. Schulze (Hrsg.) (2012): Schulabbruch - ohne Ticket in die Zukunft. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 272 S.
Abstract
"Da das Thema Schulabbruch hierzulande erst seit Kurzem wissenschaftlich bearbeitet wird, besteht der Zweck dieses Bandes darin, die bisher aufgelaufenen Befunde in übersichtlicher Weise darzustellen und so eine fachliche Positionierung im interdisziplinären Kontext zuzulassen. Dabei werden grundlegende Fragen, Erklärungsansätze wie auch Formen der Prävention und Intervention von ausgewiesenen Experten behandelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis -
Literaturhinweis
Perspektiven für eine Validierung informell und nonformal erworbener Kompetenzen bei Jugendlichen ohne Berufsausbildung (2012)
Schröder, Thomas; Bernhardt, Melanie; Binda, Gunnar; Barre, Kirsten;Zitatform
Schröder, Thomas (2012): Perspektiven für eine Validierung informell und nonformal erworbener Kompetenzen bei Jugendlichen ohne Berufsausbildung. Münster: Waxmann, 154 S.
Abstract
"Durch die Internationalisierung der beruflichen Bildung entstehen neue Perspektiven für eine Anerkennung informell und nonformal erworbener Kompetenzen, die in Deutschland traditionell eine weitgehend ungenutzte Bildungsressource darstellen. Die Outcome-Orientierung und in Folge die stärkere Gewichtung des Lernergebnisses statt des Lernwegs stellen eine zentrale Grundlegung für existierende und zukünftige Anerkennungsverfahren informeller und nonformal erworbener Kompetenzen dar. In dieser Studie wird unter Berücksichtigung des Berufsbildungssystems in der Freien und Hansestadt Hamburg sowie der Zielgruppe der benachteiligten Jugendlichen der Frage nachgegangen, welche Rahmensetzungen zu beachten und welche systembezogenen Voraussetzungen zu schaffen sind, damit informell und nonformal erworbene Kompetenzen benachteiligter Jugendlicher auf eine Berufsausbildung angerechnet werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Rolle des Betriebs beim Ausbildungsabbruch (2012)
Stamm, Margrit;Zitatform
Stamm, Margrit (2012): Zur Rolle des Betriebs beim Ausbildungsabbruch. In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Jg. 108, H. 1, S. 18-27.
Abstract
"Ausbildungsabbrüche genießen in der beruflichen Grundbildung derzeit ein hohes wissenschaftliches und bildungspolitisches Interesse. Allerdings konzentriert sich die Diskussion fast ausschließlich auf die Auszubildenden selbst, ihre persönlichen Merkmale und Gründe für den Ausbildungsabbruch. Weil auf diese Weise ein einseitiges Bild entstanden ist, fokussiert der vorliegende Aufsatz die institutionelle Perspektive. Im Kern untersucht er die Frage, welche Rolle die Ausbildungsbetriebe beim Ausbildungsabbruch spielen. Solche Erkenntnisse bilden die Grundlage für die Konzeption einer Schweizer Längsschnittstudie im Rahmen des Leading Houses 'Qualität der beruflichen Bildung', deren Forschungsidee abschließend vorgestellt wird." (Autorenreferat, BIBB-Doku)
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Literaturhinweis
Schulabbrecher in unserem Bildungssystem (2012)
Stamm, Margrit; Suter, Peter; Holzinger-Neulinger, Melanie;Zitatform
Stamm, Margrit (2012): Schulabbrecher in unserem Bildungssystem. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 193 S. DOI:10.1007/978-3-531-94287-2
Abstract
"Als 'Dropouts' werden Jugendliche bezeichnet, die vor einem Abschluss die Schule abgebrochen haben oder die von der Schule ausgeschossen worden sind. Auf der Basis einer ersten umfassenden empirischen Untersuchung solcher 'Schulaussteiger' im deutschsprachigen Raum werden Differenzierungen möglich, die den bisherigen Gebrauch des Begriffs problematisieren bzw. korrigieren. Es wird gezeigt, dass ein Schulabbruch sehr unterschiedliche Ursachen haben kann und dass es sehr unterschiedliche Typen unter jenen gibt, die vorschnell als 'Dropouts' bezeichnet werden. Zudem wird nachgewiesen, dass Aussteiger, Abbrecher oder Ausgeschlossene zu mehr als der Hälfte der Fälle ins Bildungssystem zurückfinden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Situation ausgegrenzter Jugendlicher: Expertise unter Einbeziehung der Perspektive der Praxis (2012)
Tillmann, Frank; Gehne, Carsten;Zitatform
Tillmann, Frank & Carsten Gehne (2012): Situation ausgegrenzter Jugendlicher. Expertise unter Einbeziehung der Perspektive der Praxis. Düsseldorf, 41 S.
Abstract
"Aus Erfahrungen der Jugendsozialarbeit in katholischer Trägerschaft nimmt der Anteil Jugendlicher und junger Erwachsener, die von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen und von Armut betroffen sind, zu. Vor allem die bisherige Datenlage, aber auch die Erkenntnisse zu den Motiven und Hintergründen ausgegrenzter Jugendlicher am Übergang Schule - Beruf, sind unbefriedigend. Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) wurde daher mit der Erstellung einer Expertise beauftragt. Die Forscher kommen aufgrund einer explorativen Erhebung zu dem Schluss, dass mindestens 80.000 junge Menschen am Rande unserer Gesellschaft leben und von Teilhabe ausgeschlossen sind. Zur Vermeidung von Exklusion muss die Integrationsleistung des Bildungswesens deutlich erhöht werden. Hinsichtlich strukturell angelegter Ausgrenzungsverfahren ist die derzeitige Sanktionspraxis junger Erwerbsloser im SGB II zu überdenken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Perspektive Berufsabschluss: Dokumentation der Jahrestagung vom 6. bis 7. Oktober 2011 in Frankfurt am Main (2012)
Zitatform
(2012): Perspektive Berufsabschluss. Dokumentation der Jahrestagung vom 6. bis 7. Oktober 2011 in Frankfurt am Main. (Bildung - Ideen zünden!), Bonn, 51 S.
Abstract
"Mit dem Programm 'Perspektive Berufsabschluss' fördert das BMBF in 97 Regionen Strukturen im Übergang von der Schule in die Berufsausbildung und in der beruflichen Nachqualifizierung junger Erwachsener ohne Berufsabschluss. Die Jahrestagung 2011 hatte das Thema 'Chancengerechtigkeit als bildungspolitisches Ziel'. Chancengerechtigkeit bezog sich dabei nicht nur auf die beiden Querschnittsthemen 'Gender Mainstreaming' und 'Cultural Mainstreaming', sondern wollte neben den Faktoren Geschlecht und Herkunft auch beleuchten, welchen Einfluss das soziale Umfeld auf Bildungszugänge, Berufswahlverhalten und Bildungswege hat." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Education and training monitor 2012 (2012)
Zitatform
(2012): Education and training monitor 2012. (Education and training monitor 01), Brüssel, 65 S. DOI:10.2797/51172
Abstract
"The Education and Training Monitor contains a wealth of quantitative information and comparative analysis on education and training in EU Member States. It is a tool to foster and encourage evidence-based policy making, and draws on the working methods established through Europe 2020, in particular the Joint Assessment Framework (JAF), to help ensure consistent assessment of progress across Member States.
The first Education and Training Monitor provides an EU-wide overview of where Member States stand in relation to the Education and Training 2020 benchmarks, looking at different subgroups where the data allows for such differentiation. Particular attention is given to indicators that describe the situation and trends in terms of skill levels and patterns of the Member State populations illustrating the outcome of education and training systems." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Reducing early school leaving: efficient and effective policies in Europe (2012)
Zitatform
(2012): Reducing early school leaving. Efficient and effective policies in Europe. (Commission staff working paper), Brüssel, 37 S.
Abstract
"Affecting one in seven young people, early school leaving (ESL) is one of the main educational challenges in Europe, and reducing its levels is a shared objective of EU countries. The conference organised by the European Commission on 1-2 March 2012 brought together more than 300 practitioners, researchers and policy makers to discuss ways of addressing early school leaving. Over two days participants had the opportunity to meet colleagues from different European countries, to share views on the most urgent needs for further policy development, to exchange experiences and practices and to see some concrete examples of successful initiatives. The four workshops addressed fundamental issues such as the challenges of developing a sufficient evidence-base for better targeted policies against early school leaving, of establishing cross-sectoral cooperation, of addressing drop-out from vocational education and training, and of promoting different forms of learning to retain disengaged young people in education and training. The conclusions of the workshops were discussed in a final panel debate. An exhibition of 22 concrete examples of successful initiatives took place in the evening of the first day.
The conference also marked the launch of a Thematic Working Group in this field, which will meet regularly to exchange experiences and good practice and to contribute to policy development at European level. Conference discussions were supposed to give additional input for the work of this group." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Einrichtung einer Jugendberufsagentur in Hamburg: Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft. Drucksache 20/4195 v. 15.05.12 (2012)
Abstract
"Die Mitteilung des Hamburger Senats informiert über die Gründe und Zielsetzung der Einrichtung einer Jugendberufsagentur.
Derzeit schaffen viele Jugendliche den Übergang von Schule über Ausbildung in den Beruf nicht oder nur mit Verzögerung, obwohl viele Institutionen ein breitgefächertes Angebot an Hilfen bereitstellen. Sie tun dies aber weitgehend unabhängig voneinander. Es fehlt eine Anlaufstelle, die die Jugendlichen auf diesem Weg umfassend berät, unterstützt und bei Bedarf eng begleitet ('Beratung und Hilfestellung aus einer Hand'). Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat deshalb mit der Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2010 eine Vereinbarung geschlossen, um bundesweit die Zusammenarbeit zwischen den Rechtskreisen des Sozialgesetzbuches (SGB) II, III und VIII zu verbessern, die berufliche Integration junger Menschen in Ausbildung oder Arbeit zu erhöhen und somit die Jugendarbeitslosigkeit zu reduzieren. Hamburg wurde im Januar 2011 als eine der Modellregionen für die Erprobung dieser Zusammenarbeit ausgewählt. Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg hat sich mit der Regierungserklärung vom 23. März 2011 und dem Arbeitsprogramm vom 20. April 2011 zum Ziel gesetzt, jedem Jugendlichen eine Chance auf eine berufliche Ausbildung zu geben und niemanden auf diesem Weg zu verlieren. Diese Gefahr ist besonders groß bei Jugendlichen ohne Abschluss oder vergleichsweise schwachem Schulabschluss, denen oftmals die 'Ausbildungsreife' abgesprochen wird. Um sowohl das Vorhaben des Bundes als auch des Hamburger Senats zu realisieren, soll in der Freien und Hansestadt Hamburg eine Jugendberufsagentur (JBA) eingerichtet werden." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Junge Menschen ohne (Berufs-)Ausbildung: Ausmaß und Problemskizze anhand unterschiedlicher Sozialindikatoren (2011)
Zitatform
Bacher, Johann & Dennis Tamesberger (2011): Junge Menschen ohne (Berufs-)Ausbildung: Ausmaß und Problemskizze anhand unterschiedlicher Sozialindikatoren. In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 34, H. 4, S. 95-112.
Abstract
"Durch den Strukturwandel steigt der Druck für junge Menschen, auf die ständig steigenden Kompetenz- und Qualifikationsanforderungen schnell zu reagieren und sich anzupassen. Für Jugendliche mit geringer Bildung bzw. unzureichender Qualifikation besteht ein erhöhtes Risiko, von (Langzeit-)Arbeitslosigkeit, sozialer Unsicherheit und Verarmung betroffen zu sein. In dem vorliegenden Beitrag wurde versucht, anhand derAuswertung des Mikrozensus 2008 bis 2010 das Ausmaß und die Problemlagen von Jugendlichen ohne (Berufs-)Ausbildung in Oberösterreich bzw. in Österreich zu beschreiben. Darauf aufbauend wurden Handlungsempfehlungen entwickelt. Untersucht wurden drei international und national eingesetzte Indikatoren der Integration von Jugendlichen im Bildungs- und Beschäftigungssystem. Als nicht oder nur mangelnd integriert betrachtet werden:
- Jugendliche weder in (Aus-)Bildung, Beschäftigung noch in einer (Weiter-)Bildungsmaßnahme,
- Frühe Schulabgängerinnen,
- Jugendliche und junge Erwachsene mit geringer Bildung.
Insbesondere der erste Indikator misst das stärkste Ausmaß an Desintegration für die Jugendlichen, da sie auch an keiner arbeitsmarktpolitischen Schulungsmaßnahme teilnehmen. In Österreich sind dies im Durchschnitt 8,2 % der Jugendlichen (00: 6,7 %) im Alter zwischen 16 und 24 Jahren. Eine Analyse der Risikofaktoren verweist auf das hohe Risiko von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in allen drei Indikatoren. Für die Migrantlnnen der 2. Generation fällt das Risiko im Vergleich zur 1. Generation etwas geringer aus, es ist aber abhängig vom Indikator noch immer 2,17-mal bis 3,78-mal höher als beim Fehlen eines Migrationshintergrunds." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
"Und dann war es vorbei!": Beweggründe für den Ausbildungsabbruch in der Gesundheits- und Krankenpflege bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpflege (2011)
Barbian, Wibke; Loo, Christoph van de;Zitatform
Barbian, Wibke & Christoph van de Loo (2011): "Und dann war es vorbei!". Beweggründe für den Ausbildungsabbruch in der Gesundheits- und Krankenpflege bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. München: AVM-Verl., 101 S., Anhang.
Abstract
"Angesichts des steigenden Bedarfs an professionellen Pflegekräften zur Sicherstellung der pflegerischen Versorgung ist es sinnvoll, eine hohe Ausbildungserfolgsquote anzustreben. Unter berufspädagogischer und pflegewissenschaftlicher Perspektive ist die Quote derjenigen, die die Pflegeausbildung vorzeitig abbrechen, in den Fokus gerückt, da es hierzu bisher keine Erkenntnisse gibt. Die Beweggründe, die zum Ausbildungsabbruch in der Gesundheits- und Krankenpflege bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpflege führen, liegen weitestgehend im Dunkeln. In dieser empirisch-deskriptiven Studie wurden 13 ehemalige Auszubildende der beiden Pflegeberufe zu ihren Erfahrungen befragt. Der Ausbildungsabbruch zeigte sich als individuelles prozesshaftes Geschehen. Für die Betroffenen entstehen Situationen, die von Druckerleben gezeichnet sind und denen nur durch den Ausbildungsabbruch zu entkommen ist. Die Erkenntnisse dieser Arbeit stellen erste Einblicke in den Bereich des Ausbildungsabbruchs für die Pflegeausbildung dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Prävention von Ausbildungslosigkeit: Übergangsmanagement Schule - Berufsausbildung als Gegenstand kommunaler Politik (2011)
Braun, Frank; Reißig, Birgit;Zitatform
Braun, Frank & Birgit Reißig (2011): Prävention von Ausbildungslosigkeit. Übergangsmanagement Schule - Berufsausbildung als Gegenstand kommunaler Politik. In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Jg. 107, H. 3, S. 424-436.
Abstract
"Jugendliche mit Hauptschulbildung tragen ein erhöhtes Risiko, ins Erwerbsleben einzutreten, ohne einen Ausbildungsabschluss erworben zu haben. Dabei gibt es große regionale bzw. lokale Unterschiede in den Wegen Jugendlicher in die Ausbildungslosigkeit. Das wirft die Frage auf: Kann durch regionale bzw. kommunale Politik den Risiken der Ausbildungslosigkeit präventiv begegnet werden? Auf der Basis erster Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung der Förderinitiative Regionales Übergangsmanagement beschreibt der Beitrag die Strukturen und Verfahren, die an den bundesweit 27 Standorten der Förderinitiative für eine kommunale Politik der Prävention von Ausbildungslosigkeit implementiert wurden und benennt die Voraussetzungen für eine gelingende kommunale Übergangspolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Stigma Hauptschulabschluss?: der Einfluss der Schulbildung auf das Arbeitslosigkeitsrisiko an der zweiten Schwelle (2011)
Zitatform
Buch, Tanja, Gabriele Wydra-Somaggio & Stefan Hell (2011): Stigma Hauptschulabschluss? Der Einfluss der Schulbildung auf das Arbeitslosigkeitsrisiko an der zweiten Schwelle. In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Jg. 14, H. 3, S. 421-443., 2011-04-27. DOI:10.1007/s11618-011-0214-3
Abstract
"Ausbildungsabsolventen, die keinen Schulabschluss oder einen Hauptschulabschluss haben, sind an der zweiten Schwelle überdurchschnittlich häufig von Arbeitslosigkeit betroffen. Mithilfe eines Datensatzes, in dem neben dem Schulabschluss auch die Noten der Berufsabschlussprüfungen von Ausbildungsabsolventen enthalten sind, zeigen wir, dass das erhöhte Arbeitslosigkeitsrisiko von Absolventen mit maximal einem Hauptschulabschluss zum einen durch das nachhaltig stigmatisierende Signal eines niedrigen Schulabschlusses, zum anderen aber auch durch schwächere Leistungen in den Berufsabschlussprüfungen zu erklären ist. So kommt es zu einer additiven Verschlechterung der Chancen an der zweiten Schwelle. Der Erwerb eines Berufsbildungszertifikats ist also keine hinreichende Voraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg in das Erwerbsleben. Zu einem Zeitpunkt, da ihre Integration in den Arbeitsmarkt - trotz erschwerter Voraussetzungen - vermeintlich bereits geglückt schien, unterliegen diese Jugendlichen erneut einem erhöhten Risiko, über eine Arbeitslosigkeitsphase an der zweiten Schwelle in einen prekären Erwerbsverlauf einzumünden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Noncognitive skills, school achievements and educational dropout (2011)
Zitatform
Coneus, Katja, Johannes Gernandt & Marianne Saam (2011): Noncognitive skills, school achievements and educational dropout. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 131, H. 4, S. 547-568.
Abstract
"Wir analysieren die Determinanten eines Abbruchs der schulischen und beruflichen Ausbildung in Deutschland anhand von Daten für 17- bis 21-Jährige des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) von 2000 bis 2007. Über klassische Einflussgrößen wie Familienhintergrund und Schulleistungen hinaus untersuchen wir den Effekt nicht-kognitiver Fähigkeiten. Bei gleichen Schulnoten verringern nicht-kognitive Fähigkeiten das Risiko, die Schule oder Ausbildung abzubrechen. Der Einfluss des Schulerfolgs auf das Risiko, Bildungsabbrecher zu sein, sinkt tendenziell mit dem Alter, während der Einfluss nichtkognitiver Fähigkeiten steigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Lauthals schweigen? Über den Umgang mit (Ab-)Brüchen und fehlenden Übergängen auf Bildungswegen (2011)
Zitatform
Euler, Dieter (2011): Lauthals schweigen? Über den Umgang mit (Ab-)Brüchen und fehlenden Übergängen auf Bildungswegen. In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Jg. 107, H. 3, S. 321-327.
Abstract
Auf der Grundlage des Nationalen Bildungsberichts wird aufgezeigt, dass es in allen Bildungsbereichen hohe Abbrecherquoten gibt. Diese betragen ca. 7,5 Prozent im allgemeinbildenden Schulwesen, 20-25 Prozent in der Berufsausbildung und auch im Studium. Im folgenden werden Möglichkeiten zur Prävention dargestellt, die sowohl auf eine Veränderung der Strukturen abzielen (bessere Berufsorientierung, Förderung der Ausbildungsreife) als auch auf eine Stärkung der Betroffenen (Resilienzkonzept). 'Pragmatisch betrachtet ist entscheidend, der lauten Programmatik eine konsequente Umsetzung folgen zu lassen und diese mit der gleichen Entschiedenheit zu verfolgen, wie es etwa bei der Verfolgung einer Exzellenzinitiative in Hochschulen oder bei öffentlichkeitswirksamen Initiativen zur Erhaltung des Gymnasiums zu beobachten ist.' (IAB2)
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Literaturhinweis
Nachqualifizierung An- und Ungelernter in Hessen (2011)
Frings, Kerstin; Kuse, Stefan;Zitatform
Frings, Kerstin & Stefan Kuse (2011): Nachqualifizierung An- und Ungelernter in Hessen. (HA Hessen-Agentur. Report 804), Wiesbaden, 142 S.
Abstract
"Eine Nachqualifizierung ermöglicht es, einen in Deutschland anerkannten Berufsabschluss nachträglich - das heißt nicht im Rahmen einer 'normalen' Erstausbildung - zu erlangen. Interesse an einer Nachqualifizierung haben vor allem Personen ohne Berufsabschluss sowie Personen, die einen vorhandenen Berufsabschluss auf dem Arbeitsmarkt nicht entsprechend verwerten können. Diese 'An- und Ungelernten' erhoffen sich vom nachträglichen Erwerb des Berufsabschlusses eine Verbesserung der Arbeitsmarktposition sowie der beruflichen und sozialen Entwicklungsmöglichkeiten. Aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive können Nachqualifizierungen, die die qualifikationsbedingten Unterschiede zwischen Arbeitsangebot und -nachfrage verringern, zur Fachkräftesicherung beitragen. Daher steht das Thema Nachqualifizierung aktuell stark im Fokus von Wissenschaft und Politik. Ziel der vorliegenden Studie war es, quantitative und qualitative Informationen zur Nachqualifizierungssituation in Hessen bereitzustellen, etwaige Hindernisse für Nachqualifizierungen zu identifizieren und diesbezüglich Handlungsansätze aufzuzeigen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wege in Ausbildungslosigkeit: Determinanten misslingender Übergänge in Ausbildung von Jugendlichen mit Hauptschulbildung (2011)
Gaupp, Nora; Geier, Boris; Reißig, Birgit; Lex, Tilly;Zitatform
Gaupp, Nora, Boris Geier, Tilly Lex & Birgit Reißig (2011): Wege in Ausbildungslosigkeit. Determinanten misslingender Übergänge in Ausbildung von Jugendlichen mit Hauptschulbildung. In: Zeitschrift für Pädagogik, Jg. 57, H. 2, S. 173-186.
Abstract
"Zurzeit wird eine intensive Diskussion über determinierende Faktoren für das Gelingen oder Misslingen des Übergangs Schule - Beruf geführt. Anhand von Daten des DJI-Übergangspanels wird untersucht, welche Faktoren das Risiko von Ausbildungslosigkeit erhöhen. Das DJI-Übergangspanel beschreibt die Bildungs- und Ausbildungsverlaufe von Jugendlichen mit Hauptschulbildung über einen Zeitraum von rund fünf Jahren nach Ende der Pflichtschulzeit. Über Clusteranalysen wurden fünf Verlaufstypen von Übergangen Schule - Beruf identifiziert. Einen Verlaufstyp bilden Jugendliche, denen in diesem Zeitraum der Einstieg in Ausbildung nicht gelungen ist. Der Beitrag soll folgende Fragen beantworten: Welches sind die soziodemografischen Merkmale der ausbildungslosen Jugendlichen? Auf welchen Wegen gelangen die Jugendlichen in die Ausbildungslosigkeit? Mit welchen schulischen Startbedingungen haben die Jugendlichen den Weg in die Ausbildungslosigkeit begonnen? Was sind kritische Schnittstellen in ihren Übergangswegen?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Junge Erwachsene ohne Berufsabschluss (2011)
Helmrich, Robert; Krekel, Elisabeth M.;Zitatform
Helmrich, Robert & Elisabeth M. Krekel (2011): Junge Erwachsene ohne Berufsabschluss. In: C. Henry-Huthmacher & Elisabeth Hoffmann (Hrsg.) (2011): Aufstieg durch (Aus-)Bildung : der schwierige Weg zum Azubi, S. 87-106.
Abstract
"Zur Einschätzung der gesellschaftlichen Relevanz des Themas Ausbildungslosigkeit werden in diesem Beitrag Analysen aus dem Mikrozensus vorgestellt und vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels diskutiert. Die Analysen zeigen, dass die Gruppe der jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss sehr heterogen ist. Eine Vielzahl von ihnen hat eine Hochschulzugangsberechtigung oder mindestens einen schulischen Abschluss auf der Ebene der Sekundarstufe I. Damit sind die allgemeinen Grundvoraussetzungen für die Aufnahme einer Berufsausbildung erfüllt. Wenn dennoch viele von ihnen auf der Strecke bleiben, hat dies sicherlich vielfältige Gründe. Ansetzen ließe sich bei den Friktionen an den Übergängen sowie bei den Frustrationen, die das Scheitern bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz auslöst." (Textauszug, IAB-Doku)
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Hier finden Sie den Volltext des Sammelwerks. -
Literaturhinweis
Schulabbruch: Ursachen - Entwicklung - Prävention * Ergebnisse US-amerikanischer und deutscher Forschungen (2011)
Zitatform
Hillenbrand, Clemens & Heinrich Ricking (2011): Schulabbruch. Ursachen - Entwicklung - Prävention * Ergebnisse US-amerikanischer und deutscher Forschungen. In: Zeitschrift für Pädagogik, Jg. 57, H. 2, S. 153-172.
Abstract
"Schulabbruch oder Dropout spielt in der Diskussion der deutschen Erziehungswissenschaft bisher nur eine marginale Rolle. Die Belege sind jedoch eindeutig, dass ein fehlender Schulabschluss wie auch der häufig damit verknüpfte Schulabsentismus wesentliche Risikofaktoren für Devianz, Gesundheitsprobleme, Armut und Arbeitslosigkeit darstellen. Der Beitrag referiert mit Blick auf die USA und die Europäische Union die Begrifflichkeiten, zeigt Daten zur Prävalenz auf, fasst die empirischen Befunde zu den relevanten Risikofaktoren zusammen und weist auf evidenzbasierte Verfahren zur Prävention, gerade auch im schulischen Kontext, hin. Aus diesem Überblick lassen sich fundierte Leitlinien zur schulbasierten Prävention von Schulabbruch gewinnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Hiring young, unskilled workers on subsidized open-ended contracts: a good integration programme? (2011)
Roger, Muriel; Zamora, Philippe;Zitatform
Roger, Muriel & Philippe Zamora (2011): Hiring young, unskilled workers on subsidized open-ended contracts. A good integration programme? In: Oxford review of economic policy, Jg. 27, H. 2, S. 380-396. DOI:10.1093/oxrep/grr016
Abstract
"Young labour-market entrants account for a high level of unemployment and short-term contracts. In July 2002, the French government moved to reduce this insecurity at the start of working life by introducing the Youth-in-business Contract (Contrat Jeune en Entreprise), a new contract for young people under 22 years old who dropped out of school before passing their final secondary school examinations. Under this scheme, firms were entitled to claim a subsidy when they hired an eligible young worker on an open-ended contract. We assess the impact of the Youth-in-business Contract on transitions to permanent employment by estimating a dynamic difference-in-difference model drawing on the French Labour Force Survey. We use a new method, inspired by Keane and Sauer (2009), to deal with measurement errors in the data. We find that programme eligibility has no effect on transitions to permanent employment in a recession environment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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