Menschen mit Behinderungen in Ausbildung und Beruf
Mit dem Bundesteilhabegesetz und dem Nationalen Aktionsplan 2.0 wurden 2016 zwei wichtige behindertenpolitische Vorhaben angestoßen und in den Folgejahren umgesetzt und weiterentwickelt. Damit soll im Einklang mit der UN-Behindertenrechtskonvention die Inklusion in Deutschland weiter vorangetrieben werden, indem die Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen gestärkt werden. Mit dem schrittweisen Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetzes erfuhren das Recht der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und die Eingliederungshilfe (SGB IX) weitreichende Änderungen. Wie stellt sich die Situation von behinderten Menschen auf dem Arbeitsmarkt dar? Wie lassen sich behindertengerechte Berufsleben und inklusive Arbeitswelten gestalten?
Die Infoplattform stellt zentrale Dokumente und relevante Quellenhinweise zusammen, inhaltlich strukturiert nach den Aspekten der Politik für behinderte Menschen und den diskutierten bzw. realisierten Reformanstrengungen.
- Ergebnisse und Projekte aus dem IAB
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Ausbildung, Rehabilitationsmaßnahmen
- Politik und Rechtsprechung für behinderte Menschen
- Rehabilitationseinrichtungen
- Berufsvorbereitung, Berufsberatung, Berufswahl
- Studium
- Berufsausbildung, Berufseinmündung
- Fortbildung und Umschulung
- betriebliche Rehabilitation
- Maßnahmen zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit
- Erfolgskontrolle, Kosten-Nutzen-Aspekte
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Arbeitsmarktsituation behinderter Menschen
- Arbeitsmarktpolitik, Inklusion, Persönliches Budget
- Beschäftigungsentwicklung
- Arbeitslosigkeit
- Beschäftigung in Werkstätten für behinderte Menschen
- Beschäftigung in alternativen Einrichtungen, Selbsthilfefirmen
- Berufliche Selbständigkeit
- Hochqualifizierte behinderte Menschen auf dem Arbeitsmarkt
- Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt
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Berufsleben und Arbeitswelt behinderter Menschen
- Personalpolitik, Arbeitgebereinstellungen, finanzielle Einstellungsanreize
- Eingliederungshilfe, BEM, Arbeitsassistenz, Unterstützte Beschäftigung, Arbeitsplatzsicherung
- Arbeitsbedingungen, Arbeitsplatzgestaltung, technische Arbeitshilfen, Arbeitszeit
- Berufsverlauf, Berufserfolg
- Berufsstruktur, Einzelberufe
- Arbeitszufriedenheit
- Lohn, Einkommen
- Behinderungsart
- Alter
- Geografischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Evaluation der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (2023)
Heimer, Andreas; Kievelitz, Niclas; Ludwig, Lätizia; Jordan, Micah; Deutschmann, Christian; Resnischek, Christina; Wansing, Gudrun; Schütz, Holger ; Czichon, Jan-Felix; Fiedler, Maurice; Braukmann, Jan; Maetzel, Jakob; Harand, Julia; Frankenbach, Patrick;Zitatform
Wansing, Gudrun, Jan Braukmann, Jan-Felix Czichon, Christian Deutschmann, Maurice Fiedler, Patrick Frankenbach, Jakob Maetzel, Julia Harand, Lätizia Ludwig & Christina Resnischek (2023): Evaluation der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung. (Forschungsbericht / Bundesministerium für Arbeit und Soziales 620), Berlin ; Bonn ; Düsseldorf, 198 S.
Abstract
"Im Jahr 2018 startete die modellhafte Einführung der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB®) nach § 32 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX). Mit ihr wurden rund 500 Angebote in ganz Deutschland gefördert, in denen Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen über Fragen der Rehabilitation und Teilhabe informiert und beraten werden. Die wissenschaftliche Begleitung der EUTB® adressiert grundsätzliche Fragen zu den Umsetzungs- und Wirkungsbedingungen der EUTB®. Ihre Ergebnisse zeigen, dass es der EUTB® auftragsgemäß gelungen ist, ein breit akzeptiertes Informations- und Beratungsangebot zu entwickeln, das die vorhandene Beratungsinfrastruktur im Bereich Rehabilitation und Teilhabe ergänzt. Im Zuge ihrer Etablierung konnte für die EUTB® - in der Regie der Fachstelle Teilhabeberatung – ein umfassendes System der Qualifizierung und Qualitätssicherung entwickelt werden, so dass zum Ende der Förderphase einheitliche Qualitätsstandards für die Beratung vorliegen und weiterentwickelt werden können. Die Zufriedenheit der Ratsuchenden mit der Beratung durch die EUTB® ist hoch. Die Klärung ihrer Anliegen und die Erreichung der wichtigsten Ziele gelingen nach ihrer Selbsteinschätzung häufig. Damit kann die EUTB® nachweislich zur Stärkung der Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Teilhabe der Ratsuchenden beitragen. Die Beratung von Betroffenen für Betroffen als "Peer-Beratung" trägt zu einer wesentlichen Unterstützung des Angebots bei." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Return to work after medical rehabilitation in Germany: influence of individual factors and regional labour market based on administrative data (2023)
Hetzel, Christian ; Kaluscha, Rainer; Kranzmann, Angela; Mitschele, Anke; Leinberger, Sarah ; Schmidt, Nadine ;Zitatform
Hetzel, Christian, Sarah Leinberger, Rainer Kaluscha, Angela Kranzmann, Nadine Schmidt & Anke Mitschele (2023): Return to work after medical rehabilitation in Germany: influence of individual factors and regional labour market based on administrative data. In: Journal for labour market research, Jg. 57. DOI:10.1186/s12651-023-00330-1
Abstract
"The influence of both individual factors and, in particular, the regional labour market on the return to work after medical rehabilitation is to be analyzed based on comprehensive administrative data from the German Pension Insurance and Employment Agencies." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Literaturhinweis
European Semester 2022-2023 country fiche on disability equality: Germany: with comparative data Annex provided by EDE (2023)
Zitatform
Hirschberg, Marianne & Felix Welti (2023): European Semester 2022-2023 country fiche on disability equality: Germany. With comparative data Annex provided by EDE. Luxembourg: Publications Office of the European Union, 46 S. DOI:10.2767/50356
Abstract
"The participation of persons with disabilities in the labor market in Germany is still low and unemployment is high in comparison to other groups. More than 300 000 persons with disabilities are employed in sheltered workshops. They do not have full labor rights, in particular there is no minimum wage, but a reform of sheltered workshop payments has been announced. Their transition rate to the general labor market is very low. There are efforts to increase transition options to the general labor market through the budget for work and the budget for vocational training and through supported employment and single contact units for employers. Still, the effectiveness of these efforts has to be improved. A quota system with a levy for non-compliance is in force. However, many enterprises fail to employ 5 % of persons with severe disabilities as required. The coalition parties in the new Government have announced a rise in the levy for enterprises which do not employ any persons with severe disabilities. A general right to reasonable workplace accommodation and effective workplace accessibility regulations are still lacking. (...) Recent reforms of healthcare and rehabilitation will improve accessibility and specialised services. However, these efforts have not yet been successful enough. A national action plan for an inclusive, accessible and diverse healthcare system has been announced. The division between the public and private health insurance systems is still a problem for persons with disabilities. Equal access and non-discrimination in private health insurance are not properly regulated. Pensions for people with a reduced earning capacity are often insufficient to guarantee a minimum living standard. Recent reforms from 2014 to 2019 have only supported new pensioners. An additional reform will now also increase pensions for those who were pensioners with reduced earning capacity before 2014. The Federal Participation Law of 2018 and 2020 aimed to support deinstitutionalisation. However, there are still disadvantages, especially for people who need long-term care. (...) A completely inclusive school system has still not been achieved. Reforms in the Länder include responsibility to close special schools and to invest in inclusive schools but they are proceeding very slowly. Reasonable accommodation and accessibility in the educational system are still inadequate. (...) The National Reform Program (NRP) 2022 focuses on work transition programs, including single contact points for employers and innovative rehabilitation programs. The NRP 2022 includes a national accessibility programme, which is oriented towards accessible mobility, housing, healthcare and private life." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
Gesamtbericht: European Semester 2022 - mainstreaming disability equality -
Literaturhinweis
Wird die betriebliche Berufsausbildung und Beschäftigung in einer digitalisierten Welt inklusiver?: Aus- und Nebenwirkungen der Digitalisierung für Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt (2023)
Hähn, Katharina;Zitatform
Hähn, Katharina (2023): Wird die betriebliche Berufsausbildung und Beschäftigung in einer digitalisierten Welt inklusiver? Aus- und Nebenwirkungen der Digitalisierung für Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt. In: A. Wilmers, M. Achenbach & C. Keller (Hrsg.) (2023): Bildung im digitalen Wandel, S. 135-170. DOI:10.31244/9783830998464.05
Abstract
"In einer immer stärker digitalisierten Welt stellt sich die Frage, inwiefern sich dieser Wandel auf die Inklusion von Menschen mit Behinderung in Ausbildung und Beschäftigung auswirkt. Dieses Critical Review zielt darauf ab, den aktuellen Forschungsstand abzubilden und mögliche Chancen und Hemmnisse zu eruieren. Unter Bezugnahme auf 19 Studien, die zwischen 2017 und 2022 veröffentlicht wurden, werden hierfür Erkenntnisse zu strukturellen Veränderungen von Berufsfeldern und Berufsbildungsangeboten, zu Auswirkungen der digitalen Transformation auf die betriebliche Fachkräftesicherung sowie zur Nutzung assistiver Technologien beleuchtet. Befunde zur Ausbildung und Beschäftigung sehbeeinträchtigter oder blinder Menschen konkretisieren übergreifende Forschungsergebnisse." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Das rehapro-Projekt „Pro Gesundheit“ (proGes) des Jobcenters Frankfurt – Was kann Coaching für langzeitarbeitslose Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen bewirken? (2023)
Kubek, Vanessa;Zitatform
Kubek, Vanessa (2023): Das rehapro-Projekt „Pro Gesundheit“ (proGes) des Jobcenters Frankfurt – Was kann Coaching für langzeitarbeitslose Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen bewirken? In: T. Manderbach, C. Joas & H. Vogel (Hrsg.) (2023): Arbeitsförderung, Gesundheitswesen und Rehabilitationssystem: Wie kann die Zusammenarbeit im traditionell gegliederten System der sozialen und gesundheitlichen Sicherung besser gelingen? Modellprojekte aus dem Förderprogramm rehapro des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Teil 1 (=Psychosoziale und medizinische Rehabilitation 36 (2023), 2), S. 143-153.
Abstract
"Im Rahmen des Förderprogramms „rehapro“ führt das Jobcenter Frankfurt/Main das Projekt „Pro Gesundheit“ (proGes) durch, das auf eine Kombination von Einzelcoaching und (sozialraumorientierter) gesundheitsförderlichen Angeboten zur Förderung gesellschaftlicher Teilhabe und zur Wiederherstellung der Teilhabe am Arbeitsleben für langzeitarbeitslose Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen setzt. Der Artikel geht auf Ziele und Konzeption des Projektes ein, skizziert das Konzept zur Evaluation des Projektes und beleuchtet dann bisherige Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation. Dabei zeigt sich, dass es mit dem gewählten Projektansatz gelingt, psychisch und physisch beeinträchtigte Menschen niedrigschwellig und individuell so zu unterstützen, dass sowohl erforderliche medizinische bzw. therapeutische Prozesse angestoßen als auch Schritte „zurück in die Gesellschaft“ unterstützt werden. Es scheint somit von Vorteil, zunächst die (gesundheitliche) Beschäftigungsfähigkeit der betroffenen Personen zu stärken, bevor Schritte der beruflichen Wiedereingliederung in Angriff genommen werden (können)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitslosigkeit unter inklusionstheoretischer Betrachtung nach Phelps: Eine Fallstudie (2023)
Köster, Thomas;Zitatform
Köster, Thomas (2023): Arbeitslosigkeit unter inklusionstheoretischer Betrachtung nach Phelps. Eine Fallstudie. (Marktwirtschaftliche Reformpolitik 19), Berlin: De Gruyter Oldenbourg, 171 S.
Abstract
"Thomas Köster formuliert einen Inklusionsbegriff nach den Ideen des Wirtschaftsnobelpreisträgers Edmund S. Phelps und wendet diesen auf die Situation der Langzeitarbeitslosen in Deutschland konkret an. Er nähert sich diesem sensiblen Thema mit wissenschaftlicher Sorgfalt und erarbeitet gleichwohl Reformpolitiken von hoher politischer Relevanz. Das Buch leistet einen Beitrag, ökonomische und soziologische Denkschulen klug zu verbinden. Grundsätzliche Erwägungen wie auch statistische Analysen zum Thema (Langzeit-)Arbeitslosigkeit werden über die Darstellung und Einordnung von Einzelschicksalen erlebbar. Dafür wurden in unterschiedlichen Strukturregionen Deutschlands, Interviews aufgenommen, interpretiert und eingeordnet. Es geht nicht nur, sondern auch um die Frage: sind Sie glücklich?" Ziel ist es, das individuelle Inklusionsempfinden in seiner gesamtgesellschaftlichen – und damit untrennbar verbunden: ökonomischen – Bedeutung ganzheitlich zu erfassen. Diese ganzheitliche Sicht bildet damit auch den Brückenschlag zu einem ordnungsökonomischen Mindset. Denn wie verhalten sich in einer modernen Marktgesellschaft wirtschaftliche Dynamik und Inklusion zueinander? Kurzum: Es ist ein Ansatz, der zwangsläufig Herausforderungen für marktwirtschaftliche Reformpolitiken birgt. - Skizziert Reformpolitiken, die wirtschaftliche Dynamik und Inklusion versöhnen - Leistet einen Beitrag, ökonomische und soziologische Denkschulen zu verbinden - Entwirft einen Paradigmenwechsel hin zur Lebenslaufstabilisierung durch Arbeit" (Autorenreferat, IAB-Doku, © De Gruyter)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis vom Verlag -
Literaturhinweis
Long-term scarring from institutional labelling: The risk of NEET of students from schools for learning disability in Germany (2023)
Zitatform
Menze, Laura, Heike Solga & Reinhard Pollak (2023): Long-term scarring from institutional labelling. The risk of NEET of students from schools for learning disability in Germany. In: Acta sociologica, Jg. 66, H. 3, S. 289-306. DOI:10.1177/00016993221114257
Abstract
"This article demonstrates the disadvantages that students leaving special needs schools (Förderschule) face in their school-to-work transition in Germany. We analyse whether the institutional label of ‘having attended a special needs school’ – beyond and above low school attainment – results in scarring effects for students’ chances of integration into training and employment after leaving school. We focus on students classified as having learning disability (Lernbehinderung), the largest group among students with special educational needs (SEN) and examine their NEET risk compared to equally low-attaining students from general schools at age 20/21. The analyses are based on rare longitudinal data for SEN students, the German National Educational Panel Study. Employing matching and regression techniques, we find that the label of ‘having attended a special needs school’ does generate long-term scars above and beyond low school attainment. However, this is only the case for school leavers with a lower secondary school certificate but not for those without school certificate." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Implementing individual placement and support in Norway. From vocational rehabilitation to an employment scheme (2023)
Moe, Cathrine ; Brinchmann, Beate ; McDaid, David ; Rinaldi, Miles ; Borg, Marit ; Mykletun, Arnstein ; Killackey, Eóin ;Zitatform
Moe, Cathrine, Beate Brinchmann, Marit Borg, David McDaid, Miles Rinaldi, Eóin Killackey & Arnstein Mykletun (2023): Implementing individual placement and support in Norway. From vocational rehabilitation to an employment scheme. In: Social Policy and Administration, Jg. 57, H. 5, S. 610-625. DOI:10.1111/spol.12881
Abstract
"We explore the implementation and development of individual placement and support (IPS) in Norway. IPS is an evidence-based practice for supporting people experiencing mental illness to obtain and maintain competitive employment. Implementation of IPS into routine practice has been challenged by different paradigms in vocational rehabilitation, health and welfare policies. Data were mainly collected through individual and joint interviews of IPS experts and key stakeholders involved in the implementation of IPS. Data were analysed using thematic analysis. Three themes were derived from the analysis, representing different phases in the implementation process: (1) seeking a way to meet unmet need in work and mental health practice, (2) gathering knowledge and national evidence, and (3) embedding IPS into routine practice. The study demonstrates how health and welfare policy gradually developed IPS from vocational rehabilitation to a mainstreamed welfare employment scheme. This development may secure the future of IPS in Norway. However, the implications for practice in the longer term are unknown. Our study provides insight into how implementation of an evidence-based practice both influences and is influenced by national policymaking." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
Versicherte mit Erwerbsminderungsrisiko: Identifikation, Analyse der Inanspruchnahme eines Beratungsangebots und Darstellung der gesundheitlichen und beruflichen Situation – Eine Querschnittstudie (2023)
Zitatform
Passier, Ines, Christoph Kröger & Axel Kobelt-Pönicke (2023): Versicherte mit Erwerbsminderungsrisiko: Identifikation, Analyse der Inanspruchnahme eines Beratungsangebots und Darstellung der gesundheitlichen und beruflichen Situation – Eine Querschnittstudie. In: Die Rehabilitation, Jg. 63, H. 3, S. 151-160. DOI:10.1055/a-2157-2368
Abstract
"Die vorliegende Studie untersucht vergleichend Versicherte mit moderatem und hohem Erwerbsminderungsrisiko der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig - Hannover (DRV BS-H), die mittels des Risikoindex Erwerbsminderungsrente (RI-EMR) identifiziert wurden. Die Versichertengruppen werden hinsichtlich ihrer Inanspruchnahme eines telefonischen Beratungsangebots beschrieben. Die Auswertung der an der gleichen Stichprobe erfolgten Fragebogenerhebung beschreibt die gesundheitliche und berufliche Lebenssituation der Versichertengruppen, zeigt Bedarfe hinsichtlich Rehabilitationsmaßnahmen auf und gibt Implikationen für die Praxis." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Das Teilhabechancengesetz - Geschichte, Zielsetzung und Ausgestaltung der Förderinstrumente (2023)
Zitatform
Ramos Lobato, Philipp, Claudia Globisch & Joachim Lange (2023): Das Teilhabechancengesetz - Geschichte, Zielsetzung und Ausgestaltung der Förderinstrumente. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 72, H. 9-10, S. 673-689., 2023-06-20. DOI:10.3790/sfo.72.9-10.673
Abstract
"Mit dem „Teilhabechancengesetz“ wurde das Förderangebot der Grundsicherung für Arbeitsuchende um die Instrumente „Eingliederung von Langzeitarbeitslosen“ (§16e SGB II) und „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ (§16i SGB II) erweitert. Beide Instrumente richten sich an besonders arbeitsmarkferne Leistungsberechtigte, doch soll insb. „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ zuvorderst die sozialen Teilhabemöglichkeiten von Menschen verbessern, die besonders lange arbeitslos waren. Hierzu wird eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit sehr hohen, wenn auch degressiven Sätzen über eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren gefördert. Der vorliegende Beitrag skizziert die Entstehungsgeschichte des Teilhabechancengesetzes und erläutert Zielsetzung und Ausgestaltung der mit diesem Gesetz geschaffenen Förderinstrumente. Er führt somit in das Schwerpunktheft ein, das Ergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) sowie Perspektiven zur Bewertung und Weiterentwicklung der Instrumente zusammenbringt." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Duncker & Humblot)
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Literaturhinweis
Positive Veränderungen bei jungen Menschen in der beruflichen Ersteingliederung: mehr betriebliche Ausbildung und höhere Integrationsquoten (2023)
Zitatform
Rauch, Angela, Nancy Reims & Anton Nivorozhkin (2023): Positive Veränderungen bei jungen Menschen in der beruflichen Ersteingliederung: mehr betriebliche Ausbildung und höhere Integrationsquoten. In: Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.) (2023): 32. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Veränderungskultur fördern – Teilhabe stärken – Zukunft gestalten.
Abstract
"Der Anteil der betrieblichen Ausbildungen im Rahmen beruflicher Rehabilitation wie auch eine sozialversicherungspflichte Beschäftigung im Anschluss steigt über die Jahre hinweg an. Davon profitieren fast alle, vor allem aber Menschen mit einer Behinderung des Stütz- und Bewegungsapparates. Ob durch die Corona-Pandemie diese positiven Entwicklungen beeinträchtigt werden, kann aktuell noch nicht beurteilt werden. Allerdings dürften sich vor allem pandemiebedingte Veränderungen in der Verwaltung ausgewirkt haben. Eine Rückkehr zum geregelten Präsenzbetrieb erfolgte in Agenturen und Jobcentern erst im Jahresverlauf 2022. In Konsequenz dessen waren u.a. berufspsychologische Tests nur eingeschränkt möglich. Qualitative Interviews bei Agenturen und Leistungserbringern weisen darauf hin, dass aufgrund dessen Personen, die eigentlich in eine berufliche Rehabilitation hätten einmünden können, z. B. im Schulsystem verblieben oder inaktiv waren. Zumindest ein Teil davon dürfte den Weg in die Rehabilitation noch finden. Die größten Arbeitsmarktchancen weisen Menschen mit einer Behinderung des Stütz- und Bewegungsapparates auf. Personen mit Lernbehinderungen oder psychischen Behinderungen profitieren ebenfalls von verbesserten Chancen beim Übergang, allerdings nicht im gleichen Maße. Für Menschen mit geistigen Behinderungen scheint allerdings oft ein Weg in das Eingangsverfahren bzw. den Berufsbildungsbereich einer WfbM vorgezeichnet." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Herausforderungen und Anpassungsstrategien von Leistungserbringern in der beruflichen Rehabilitation – Eine gemischt-methodische Analyse (2023)
Zitatform
Rauch, Angela, Nancy Reims & Anton Nivorozhkin (2023): Herausforderungen und Anpassungsstrategien von Leistungserbringern in der beruflichen Rehabilitation – Eine gemischt-methodische Analyse. In: Die Rehabilitation, Jg. 62, H. 4, S. 207-215., 2023-02-02. DOI:10.1055/a-2053-6763
Abstract
"Ziel der Studie: Die diesem Artikel zugrundeliegende Forschungsfrage ist, (zukünftige) maßgebliche Herausforderungen von Leistungserbringern (LE) und die damit einhergehenden Bewältigungsstrategien zu identifizieren. Unter Herausforderungen verstehen wir Anforderungen, die von außen an den LE herangetragen werden und die die Einrichtung als zentral für ihre Arbeit ansieht. Betrachtet werden LE, die im Dezember 2016 rehabilitationsspezifische Maßnahmen in Kostenträgerschaft der Bundesagentur für Arbeit angeboten haben. Methode: Der Studie liegt ein Mixed-Methods-Design zugrunde. Im Sommer 2017 wurde eine quantitative Onlinebefragung der LE (n=266) durchgeführt, sowie vertiefende qualitative leitfadengestützte Interviews (44 Vertreter:innen bei 32 LE) bis Mitte 2019. Die Ergebnisse sind Resultat einer Faktorenanalyse (STATA) sowie Analysen im Sinne der Grounded Theory (MaxQDA). Ergebnisse: Die Expert:innen bei den LE thematisieren vor allem drei Herausforderungszusammenhänge oder -typen: 1. Wettbewerbliche Rahmenbedingungen (wie sinkende Teilnehmendenzahlen, zunehmender Preiswettbewerb oder steigender Kostendruck), 2. Veränderungen in der Teilnehmendenstruktur (wie sinkende Bildungskompetenzen, mehr Teilnehmende mit Verhaltensauffälligkeiten, psychischen Erkrankungen oder Mehrfachbehinderungen) und 3. Veränderte Anforderungen des Arbeitsmarktes (wie wachsende Bedeutung computergestützter Tätigkeiten, höhere Anforderungen an die Qualifikationen oder Rückgang an einfachen Tätigkeiten). Bei den ersten beiden Typen finden sich klare und meist übergreifende Strategien. So verändern LE im Rahmen des ersten Typus das Einrichtungsportfolio oder öffnen sich für Zielgruppen. Auf den zweiten Typus reagieren sie je nach Handlungskontext mit der Weiterbildung des Personals, Entfristungen oder Neueinstellungen von vor allem psychologischem Personal sowie Nachverhandlungen mit den Kostenträgern. Beim dritten Typus allerdings findet sich ein sehr breites Bild mit wenigen klaren und übergreifenden Handlungsstrategien. Generell sehen die LE auch die Kostenträger in der Pflicht, den Reha-Prozess zu optimieren; dies bezieht sich insbesondere auf die Maßnahmezuweisung und die Bereitstellung von flexibleren und individuelleren Maßnahmekonzepten. Schlussfolgerungen: Es gibt kein Patentrezept, um auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu reagieren. Allerdings hat die Covid-19-Pandemie gezeigt, dass Strategien für erwartbare Entwicklungen – wie die Notwendigkeit mit der Digitalisierung voranzukommen – nicht auf die lange Bank geschoben werden dürfen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Thieme)
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Literaturhinweis
Preventing a Scarring Start into the Labor Market: Integration Strategies for Young Persons with Disabilities (2023)
Zitatform
Reims, Nancy, Angela Rauch & Johannes Ulrich Thomsen (2023): Preventing a Scarring Start into the Labor Market: Integration Strategies for Young Persons with Disabilities. In: Journal of Occupational Rehabilitation, Jg. 33, H. 4, S. 723-738., 2023-02-27. DOI:10.1007/s10926-023-10111-9
Abstract
"Purpose: Sociodemographic and structural conditions have consequences for the labor market participation of young persons with disabilities (YPWD) in vocational rehabilitation (VR). As the type of program determines the labor market chances, we analyze the processes of selecting active labor market programs (ALMP) in VR. Which factors determine the allocation to (1) programs in general and (2) moreover, the allocation to specific programs? Materials and Methods: We conduct logistic (1) and multinomial regression (2) using register data of the German Federal Employment Agency. Besides variables on the micro level, we control for a wide range of structural and organizational influences. The sample comprises VR and employment biographies of 255,009 YPWD accepted to VR between 2010 and 2015. Program participation is restricted to start 180 days after VR acceptance. Results: Sociodemographic factors, like age and the status before entering VR as well as the local apprenticeship market as a structural condition, highly influence the general allocation to ALMP. For the allocation to specific ALMP, sociodemographics (age, education, type of disability, status before entering VR) are highly relevant. Furthermore, structural conditions (regional structure of subsidized vocational training and of the apprenticeship market as well as local work possibilities on a special labor market for PWD) and – to a lesser extent - re-organization processes at the FEA (NEO, VR cohort) are important determinants. Conclusion: (Automatic) paths into VR programs for especially persons with mental disabilities in sheltered workshop are clearly shown. Furthermore, it is somewhat questionable that YPWD participate more often in sheltered workshops in regions where sheltered work possibilities are more common, as well as where NEO was implemented locally; and participate more often in company-external vocational training where VR service providers are commissioned to a greater extent." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer) ((en))
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Literaturhinweis
Berufliche Rehabilitation in Zeiten der Covid-19-Pandemie (2023)
Zitatform
Reims, Nancy & Angela Rauch (2023): Berufliche Rehabilitation in Zeiten der Covid-19-Pandemie. In: Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.) (2023): 32. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Veränderungskultur fördern – Teilhabe stärken – Zukunft gestalten.
Abstract
"Die Covid-19-Pandemie hat die Akteure der beruflichen Rehabilitation (Rehabilitand:innen, Leistungserbringer sowie verschiedene Ebenen bei den Kostenträgern) vor neue Herausforderungen gestellt und die Prozesse zeitweise verlangsamt sowie insgesamt verändert. In der vorliegenden Studie interessieren wir uns explizit für diese Veränderungsprozesse. Wie haben die Akteure die Covid-19-Pandemie erlebt, wie sind sie mit den neuen Herausforderungen umgegangen, welche Veränderungen und Verzögerungen im Prozess haben sich ergeben und welche Auswirkungen wird dies womöglich auf die Inklusion von Menschen mit Behinderungen im Rahmen der beruflichen Rehabilitation haben?" (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ersteingliederung in der beruflichen Rehabilitation: Nach einer Reha findet ein höherer Anteil junger Menschen mit Behinderungen Arbeit (2023)
Zitatform
Reims, Nancy, Angela Rauch & Anton Nivorozhkin (2023): Ersteingliederung in der beruflichen Rehabilitation: Nach einer Reha findet ein höherer Anteil junger Menschen mit Behinderungen Arbeit. (IAB-Kurzbericht 11/2023), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2311
Abstract
"Berufsunerfahrene junge Menschen mit Behinderungen werden im Rahmen der beruflichen Rehabilitation beim Einstieg in den Arbeitsmarkt unterstützt. Die größte Gruppe in der sogenannten Ersteingliederung sind Personen mit Lernbehinderungen. Ihr Anteil ist jedoch rückläufig, während der von Personen mit psychischen Behinderungen stetig steigt. Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderungen, die eine Ausbildung im Rahmen der beruflichen Rehabilitation durchlaufen haben, fassen immer häufiger im Erwerbsleben Fuß. Dabei gilt: Je betriebsnäher die Ausbildung, desto höher sind die Chancen, Arbeit zu finden. Das zeigen Auswertungen administrativer Daten der Bundesagentur für Arbeit für den Zeitraum 2014 bis 2020. Die positive Beschäftigungsentwicklung nach einer beruflichen Rehabilitation hängt nicht zuletzt mit den guten Arbeitsmarktbedingungen und der demografischen Entwicklung zusammen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Ein begleitendes Interview befindet sich im Online-Magazin IAB-Forum Open Access
- Auszubildende in der Ersteingliederung nach Art der Ausbildung und Art der Behinderung
- Art der Behinderung von Geförderten in der Ersteingliederung
- Gründe für die Beendigung der beruflichen Rehabilitation nach Art der Behinderung
- Erwerbsstatus in den Jahren 2015 und 2020 jeweils ein Jahr nach Reha-Ende, nach Art der Ausbildung
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Literaturhinweis
Evaluation of an Innovative Case Management Strategy to Improve Rehabilitation Coverage for People at High Risk of Permanent Work Disability: a Feasibility Study (2023)
Zitatform
Remus, Lea, Marei Grope, Stella Lemke & Matthias Bethge (2023): Evaluation of an Innovative Case Management Strategy to Improve Rehabilitation Coverage for People at High Risk of Permanent Work Disability: a Feasibility Study. In: Die Rehabilitation, Jg. 63, H. 1, S. 13-22. DOI:10.1055/a-2158-3212
Abstract
"Purpose Our process evaluation (trial registration: DRKS00022468) monitored the implementation of a multi-component strategy including case management aiming to improve rehabilitation coverage and work participation of people with a high risk of permanent work disability. Methods A risk score using administrative data, particularly on employment and welfare benefits, was employed to identify individuals with higher probability of receiving disability pension and therefore potentially needing support. These individuals were contacted by post and encouraged to phone their regional case manager if they needed assistance. Content for the intervention components was developed collaboratively with the case managers. We examined the sample reached, dose delivered, fidelity, dose received and satisfaction with the intervention. Results Out of 1074 individuals with high-risk scores were contacted, there were 57 case managements. The participants reached were in poor health, and 42.1% reported at least four diagnosed conditions, mostly musculoskeletal and mental disorders. About two-thirds (63.0%) reported poor work ability at baseline. On average, 72.5% of the content of the initial telephone contacts, 88.7% of the content of the face-to-face interviews and 45.2% of the content of the case management were delivered. The participants were highly satisfied with the various components and content of the intervention. Knowledge about rehabilitation improved significantly, with 43 of the 57 participants (75.4 %) applying for rehabilitation, mainly medical rehabilitation. At the end of the case management intervention, most participants (91.7%) were still employed. Conclusion The risk score offers an opportunity to screen for people with a high risk of permanent work disability. Case management participants found participation worthwhile and were significantly better informed about participation services after completing case management. More than every second participant received medical or vocational rehabilitation" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Return to Work nach psychischen Krisen: Das Vier-Phasen-Modell der Wiedereingliederung: Eine vertiefende Erörterung von Erkenntnissen aus zwei Studien (2023)
Schröder, U. B.; Wegewitz, U.; Stegmann, R.;Zitatform
Schröder, U. B., R. Stegmann & U. Wegewitz (2023): Return to Work nach psychischen Krisen: Das Vier-Phasen-Modell der Wiedereingliederung. Eine vertiefende Erörterung von Erkenntnissen aus zwei Studien. In: Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin, Jg. 58, H. 9, S. 589-596. DOI:10.17147/asu-1-301898
Abstract
"Hintergrund: Psychische Erkrankungen sind die zweithäufigste Diagnosegruppe bei Krankschreibungen in Deutschland. Sie erhöhen das Risiko, arbeitslos und frühberentet zu werden. Gleichzeitig wird die Wiedereingliederung nach einer psychischen Erkrankung betrieblich als herausfordernd erlebt und geht mit Handlungsunsicherheit einher. Methodik: Das hier vorgestellte Vier-Phasen-Modell wurde anhand einer qualitativen Studie entwickelt, bei der zwanzig Interviews mit Return-toWork-Expertinnen und -Experten geführt und mit der dokumentarischen Methode ausgewertet wurden. Ergänzend dazu wurden in einer qualitativen Längsschnittstudie 32 zurückgekehrte Beschäftigte befragt und die Perspektive der Beschäftigten auf den RTW-Prozess rekonstruiert, was der weiteren Differenzierung diente." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufliche Teilhabe nach einer medizinischen Rehabilitation aufgrund von kardiovaskulären Erkrankungen – Repräsentative Analysen auf Basis der Routinedaten der Deutschen Rentenversicherung (2023)
Zitatform
Streibelt, Marco, Pia Zollmann, Heinz Völler, Johannes Falk & Annett Salzwedel (2023): Berufliche Teilhabe nach einer medizinischen Rehabilitation aufgrund von kardiovaskulären Erkrankungen – Repräsentative Analysen auf Basis der Routinedaten der Deutschen Rentenversicherung. In: Die Rehabilitation, Jg. 63, H. 3, S. 169-179. DOI:10.1055/a-2133-2552
Abstract
"Ziel der Studie: Kardiovaskuläre Erkrankungen stellen einen großen Anteil der Krankheitslast der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland dar. Ihre Bedeutung in der Rehabilitation ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Das aus der Sicht der Rentenversicherung relevante Ziel der beruflichen Teilhabe im Anschluss an die Rehabilitation aufgrund kardiovaskulärer Krankheiten wurde in einzelnen Studien untersucht. Allerdings fehlen für den deutschen Raum repräsentative Erkenntnisse zu den Erwerbsverläufen und ihren Einflussfaktoren. Methodik: Die Reha-Statistik-Datenbasis der Deutschen Rentenversicherung (DRV) wurde verwendet. Eingeschlossen wurden Rehabilitand*innen mit medizinischer Rehabilitation aufgrund einer kardiovaskulären Erkrankung in 2017. Die Analysen wurden für die Gesamtgruppe sowie differenziert nach relevanten Diagnosegruppen durchgeführt. Die berufliche Teilhabe wurde über eine monatliche Zustandsvariable bis 24 Monate nach der Rehabilitation und als Quote aller Personen, die nach 12 respektive 24 Monaten im Erhebungsmonat und den 3 vorhergehenden Monaten sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren, operationalisiert. Für die Analyse der Einflussfaktoren wurden multiple logistische Regressionsmodelle kalkuliert. Ergebnisse: Die Gesamtstichprobe umfasst 59.667 Rehabilitand*innen. Das Durchschnittsalter liegt in allen Gruppen zwischen 53 und 56 Jahren. Männer sind überproportional vertreten. 70% der Leistungen wurden als Anschlussrehabilitationen und 88% im stationären Setting erbracht. Die Quoten stabiler Beschäftigung liegen in der Gesamtgruppe bei 66% nach einem bzw. 63% nach zwei Jahren (Erkrankungsgruppen: 49% bis 71%). Die stärksten Einflussfaktoren waren die Höhe des Entgeltes sowie die Anzahl der Fehltage vor der Rehabilitation, eine Rehabilitation aus einer aktiven Beschäftigung heraus sowie das Alter. Schlussfolgerung: Für die betrachteten Erkrankungsgruppen liegen erstmals repräsentative Daten zur beruflichen Teilhabe im Anschluss an eine Rehabilitation in Trägerschaft der DRV vor. Die Analysen unterstreichen die Notwendigkeit einer alltagsnahen Schwerpunktsetzung der beruflichen Perspektive bereits in der medizinischen Rehabilitation bzw. direkt im Anschluss." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Aktuelle Gesetzgebung zur Förderung eines inklusiv(er)en Arbeitsmarktes (2023)
Tabbara, Annette;Zitatform
Tabbara, Annette (2023): Aktuelle Gesetzgebung zur Förderung eines inklusiv(er)en Arbeitsmarktes. In: Die Berufliche Rehabilitation, Jg. 37, H. 1, S. 4-15.
Abstract
"Die positive Entwicklung für Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt konnte während der Coronapandemie nicht wie geplant fortgesetzt werden. Nach dem Teilhabestärkungsgesetz wird mit dem nun vorgelegten Gesetzentwurf zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarktes der nächste wichtige Schritt in Richtung eines inklusiven Arbeitsmarktes gemacht. Es ist absehbar, dass auch die Weiterentwicklung der Werkstätten in Bezug auf das Entgelt, den Zugang und den Übergang der Werkstattbeschäftigten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gesetzgeberischen Handlungsbedarf erfordern wird." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Lambertus-Verlag)
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Literaturhinweis
Ergebnisse der Interviews mit den Interventionist*innen des arbeitsbezogenen Fallmanagements im Modellprojekt BEAS – eine qualitative Prozessevaluation (2023)
Warth, Rieka von der; Farin-Glattacker, Erik; Jung, Marie;Zitatform
Warth, Rieka von der, Marie Jung & Erik Farin-Glattacker (2023): Ergebnisse der Interviews mit den Interventionist*innen des arbeitsbezogenen Fallmanagements im Modellprojekt BEAS – eine qualitative Prozessevaluation. In: T. Manderbach, C. Joas & H. Vogel (Hrsg.) (2023): Arbeitsförderung, Gesundheitswesen und Rehabilitationssystem: Wie kann die Zusammenarbeit im traditionell gegliederten System der sozialen und gesundheitlichen Sicherung besser gelingen? Modellprojekte aus dem Förderprogramm rehapro des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Teil 1 (=Psychosoziale und medizinische Rehabilitation 36 (2023), 2), S. 135-142.
Abstract
"Menschen, die aufgrund von suchtbezogenen, psychischen und/oder sozialen Belastungen aus dem Arbeitsleben gefallen sind, erleben bei der Reintegration ins Erwerbsleben oft Schwierigkeiten. Im Rahmen des Projekts „Begleiteter Einstieg ins Arbeitsleben durch Starthilfe“ (BEAS) wurde ein sektorenübergreifendes, erwerbsbezogenes Fallmanagement entwickelt, welches eine Schnittstelle zwischen Rehabilitation und Arbeitsmarkt darstellt. Dieser Artikel stellt die Ergebnisse der Interviews mit Interventionist*innen der Fallbegleitung im Rahmen der Prozessevaluation dar. Vorgestellt werden Erfahrungen, wahrgenommene Hürden und mögliche Lösungsansätze für diese." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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