Migration und Integration
Bei dem Thema Einwanderung nach Deutschland gilt es auch die Bedingungen einer gelingenden Integration von Zugewanderten in Gesellschaft, Bildung und Arbeit zu untersuchen. Die Arbeitsmarktforschung beschäftigt sich mit der Frage, wie die Integration in das Bildungs- und Ausbildungssystem, der Zugang zum Arbeitsmarkt sowie die Bedingungen der sozialen Teilhabe und kulturellen Integration verbessert werden können.
Aktuelle Studien zeigen zudem, dass Deutschland angesichts seiner demographischen Herausforderungen dringend auf Zuwanderung angewiesen ist. Inwiefern kann Zuwanderung der Schrumpfung und Alterung des Erwerbspersonenpotenzials entgegenwirken? Welche Entwicklungen in der nationalen und europäischen Einwanderungspolitik begünstigen die Einwanderung von Erwerbspersonen und Fachkräften? Die hier zusammengestellte Literatur bietet einen aktuellen und umfassenden Überblick über den Themenkomplex Migration und Integration.
Literatur zum Thema Flucht und Asyl finden Sie in unserer IAB-Infoplattform Fluchtmigrantinnen und -migranten - Bildung und Arbeitsmarkt.
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- Einwanderungspolitik
- Auswirkungen von Migration
- Wanderungsmotivation und Rückwanderung
- Arbeitslosigkeit und Arbeitsmarktpolitik
- Qualifikation, Bildung und Beschäftigung
- Integration und soziale Teilhabe
- internationale Aspekte
- Personengruppen
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Literaturhinweis
Auswirkungen des demografischen Wandels im Einwanderungsland Deutschland (2015)
Thum, Marcel ; Simmen, Frank; Anton Groß, Anton; Kruse, Franziska; Motzek, Tom; Zwerschke, Patrick; Rößler, Martin; Kemnitz, Alexander ; Delkic, Elma; Motzek, Magdalena; Kluge, Jan ; Nagl, Wolfgang ; Marquardt, Gesine;Zitatform
Delkic, Elma, Alexander Kemnitz, Jan Kluge, Gesine Marquardt, Tom Motzek, Wolfgang Nagl & Patrick Zwerschke (2015): Auswirkungen des demografischen Wandels im Einwanderungsland Deutschland. Bonn, 55 S.
Abstract
"Die umfassenden Auswirkungen, die der demografische Wandel in Deutschland sowohl auf die Bevölkerungsgröße als auch auf ihre Alterszusammensetzung hat, werden bereits seit längerem breit diskutiert und finden Eingang in die politischen Debatten. Zuwanderung, die spätestens seit den 1960er Jahren das Bild der Gesellschaft in Deutschland mitbestimmt, ist eine weitere zentrale Dimension dieses demografischen Wandels. Das ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. hat im Auftrag der Friedrich- Ebert-Stiftung ein Gutachten zu den 'Auswirkungen des demografischen Wandels im Einwanderungsland Deutschland' vorgelegt. Darin werden unter anderem die Folgen von Zuwanderung auf die Zusammensetzung der Bevölkerung, auf den Arbeitsmarkt, die sozialen Sicherungssysteme sowie auf die Bereiche Gesundheit, Pflege und Wohnen analysiert. Nach allen plausiblen Szenarien kann Migration den Bevölkerungsrückgang in Deutschland zwar nicht stoppen, aber doch erheblich dämpfen: Ohne zukünftige Nettozuwanderung wäre die Bevölkerungszahl im Jahr 2030, im Vergleich zu einer Situation mit moderater Zuwanderung, um 3,7 Millionen Menschen geringer. Da die Migrant_innen durchschnittlich jünger sind als die deutsche Wohnbevölkerung und außerdem höhere Geburtenziffern aufweisen, trägt Zuwanderung auch insgesamt zu einer Verjüngung der Bevölkerung bei." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bestimmung von Fachkräfteengpässen und Fachkräftebedarfen in Deutschland: Fokus-Studie der deutschen nationalen Kontaktstelle für das Europäische Migrationsnetzwerk (EMN) (2015)
Vollmer, Michael;Zitatform
Vollmer, Michael (2015): Bestimmung von Fachkräfteengpässen und Fachkräftebedarfen in Deutschland. Fokus-Studie der deutschen nationalen Kontaktstelle für das Europäische Migrationsnetzwerk (EMN). (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Working paper 64), Nürnberg, 75 S.
Abstract
"In der vorliegenden Studie werden die wichtigsten Aspekte und Grundannahmen des aktuellen Diskurses um Fachkräfteengpässe und künftige Fachkräftebedarfe in Deutschland rekonstruiert und zusammengefasst. Sie gibt zudem einen Überblick über die wichtigsten Variablen und Berechnungsgrundlagen zur Bestimmung von Fachkräfteengpässen und zur Identifizierung von Fachkräftebedarfen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Können Pflegekräfte aus dem Ausland den wachsenden Pflegebedarf decken: Analysen zur Arbeitsmigration in Pflegeberufen im Jahr 2010 (2014)
Zitatform
Afentakis, Anja & Tobias Maier (2014): Können Pflegekräfte aus dem Ausland den wachsenden Pflegebedarf decken. Analysen zur Arbeitsmigration in Pflegeberufen im Jahr 2010. In: Wirtschaft und Statistik H. 3, S. 173-180.
Abstract
"Aufgrund des demografischen Wandels in Deutschland werden künftig voraussichtlich nicht genügend Pflegekräfte zur Verfügung stehen, um den kontinuierlich steigenden Pflegebedarf decken zu können. In diesem Zusammenhang wird Arbeitsmigration häufig als ein Mittel genannt, um Pflegepersonalengpässen zu begegnen. Der vorliegende Beitrag untersucht, in welchem Ausmaß Arbeitsmigrantinnen/-migranten bereits heute den Bedarf in Pflegeberufen decken, wie ihre Qualifikationsstruktur aussieht und aus welchen Herkunftsländern sie vorwiegend kommen. Unter Betrachtung des Anteils von Arbeitsmigrantinnen/-migranten an den in Pflegeberufen Beschäftigten und der weiteren Entwicklung von Arbeitsmigration nach Deutschland wird eine Einschätzung gegeben, inwieweit ausländische Pflegekräfte dazu beitragen können, die Fachkräftelücke in Zukunft zu schließen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Demografischer Wandel und Fachkräftesicherung: ein Fortschrittsbericht (2014)
Anger, Christina; Seyda, Susanne; Plünnecke, Axel; Geis, Wido;Zitatform
Anger, Christina, Wido Geis, Axel Plünnecke & Susanne Seyda (2014): Demografischer Wandel und Fachkräftesicherung. Ein Fortschrittsbericht. (IW-Analysen 94), Köln, 94 S.
Abstract
"Der demografische Wandel ist eine große Herausforderung für die Fachkräftesicherung in Deutschland. Seit dem Jahr 2005 lassen sich hierbei zwar Fortschritte beobachten: Durch mehr Zuwanderung und weniger Bildungsarmut konnten mehr Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt gewonnen werden. Zudem sind die vorhandenen Reserven aufgrund steigender Erwerbstätigkeit besser genutzt worden. Dennoch sind weitere Anstrengungen zur Fachkräftesicherung erforderlich. Vielversprechend ist vor allem die längere Beschäftigung älterer Arbeitnehmer. Auch eine Erhöhung der jährlichen Nettozuwanderung um 100.000 Personen könnte langfristig in hohem Maß zur Fachkräftesicherung beitragen. Vorteilhaft wäre zudem ein früherer Übergang junger Menschen vom Bildungssystem in den Arbeitsmarkt. Doch auch wenn sich durch diese Maßnahmen Erfolge einstellen sollten, dürfte die Anzahl der Erwerbstätigen im Jahr 2030 gegenüber dem Jahr 2011 im besonders wichtigen Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) um knapp 0,6 Millionen Erwerbstätige (Vollzeitäquivalente) sinken. Im Gesundheitswesen gäbe es zwar gut 0,3 Millionen Beschäftigte mehr. Das dürfte jedoch nicht ausreichen, um den steigenden Bedarf zu decken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der demographische Wandel bleibt ungebrochen - trotz höherer Zuwanderung: Bevölkerungsvorausberechnung für Deutschland bis 2060 auf der Basis des Zensus 2011 (2014)
Bomsdorf, Eckart; Winkelhausen, Jörg;Zitatform
Bomsdorf, Eckart & Jörg Winkelhausen (2014): Der demographische Wandel bleibt ungebrochen - trotz höherer Zuwanderung. Bevölkerungsvorausberechnung für Deutschland bis 2060 auf der Basis des Zensus 2011. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 67, H. 22, S. 15-34.
Abstract
"Eckart Bomsdorf und Jörg Winkelhausen, Universität zu Köln, verwenden in ihrer Studie die Ergebnisse des Zensus 2011 als Basis der Vorausberechnung der Bevölkerung in Deutschland bis 2060. Ihre Berechnungen zeigen, dass der zukünftige Bevölkerungsrückgang in Deutschland kaum abwendbar ist, selbst wenn hohe positive Wanderungssalden unterstellt werden. Da die Fertilitätsrate seit längerer Zeit auf niedrigem Niveau verharrt und aktuell die potenzielle Müttergeneration bereits zu den geburtenschwachen Jahrgängen gehört, wird der Effekt des Rückgangs der Bevölkerung noch verstärkt. Lediglich die Wanderungen könnten den Bevölkerungsrückgang in größerem Maße, jedoch nicht in vollem Umfang, dämpfen. Die Bevölkerung wird, auch bei höheren Zuwanderungen, schrumpfen und vor allem altern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Beitrag von Ausländern und künftiger Zuwanderung zum deutschen Staatshaushalt (2014)
Zitatform
Bonin, Holger (2014): Der Beitrag von Ausländern und künftiger Zuwanderung zum deutschen Staatshaushalt. Gütersloh, 64 S.
Abstract
"Vor dem Hintergrund der anhaltenden gesellschaftlichen Kontroversen um Deutschland als Zuwanderungsland und Integrationsschwierigkeiten in der Bevölkerung mit Migrationshintergrund hat die Bertelsmann Stiftung, Gütersloh, das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, damit beauftragt, den Beitrag der Zuwanderung zum deutschen Staatshaushalt zu quantifizieren. Unsere Untersuchung behandelt zwei Fragenkomplexe, die sich auf unterschiedliche Personenkreise beziehen und deshalb im Hinblick auf die zuwanderungspolitische Debatte klar voneinander getrennt werden sollten:
- Der erste Fragenkomplex fokussiert die heute in Deutschland lebenden Ausländer: Nimmt diese Bevölkerungsgruppe, in der sich die Wanderungsgeschichte der letzten Jahrzehnte spiegelt, mehr öffentliche Sozialleistungen in Anspruch, als sie an Steuern und Beiträgen zur Finanzierung der öffentlichen Haushalte beiträgt? Wie verhält es sich mit ihren Nachkommen? Und welche Bedeutung hat Integrationspolitik für die fiskalische Bilanz der ausländischen Wohnbevölkerung?
- Der zweite Fragenkomplex richtet sich auf die potenziellen fiskalischen Erträge künftiger Zuwanderung nach Deutschland: Welchen Beitrag kann Migration leisten, um die öffentlichen Haushalte, die infolge des demografischen Wandels unter Druck geraten, zu stabilisieren? Und welche Bedeutung hat eine gezielte Steuerung ökonomisch motivierter Zuwanderung für die Sicherung nachhaltiger Staatsfinanzen?
Zur Beantwortung dieser Fragen schätzen wir im ersten Schritt auf Basis aktueller Mikrodaten die durchschnittlichen Werte der pro Kopf gezahlten Steuern und Sozialversicherungsbeiträge sowie in Anspruch genommenen Sozialleistungen in Abhängigkeit von Alter, Nationalität und Qualifikation. Diese laufenden Werte werden danach mit den Methoden der Generationenbilanzierung in Abhängigkeit von der demografischen Entwicklung und den zur Wahrung der langfristigen Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen in die Zukunft fortgeschrieben." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Immigration economics (2014)
Zitatform
Borjas, George J. (2014): Immigration economics. Cambridge, Mass.: Harvard University Press, 284 S.
Abstract
"Millions of people -- nearly 3 percent of the world's population -- no longer live in the country where they were born. Every day, migrants enter not only the United States but also developed countries without much of a history of immigration. Some of these nations have switched in a short span of time from being the source of immigrants to being a destination for them. International migration is today a central subject of research in modern labor economics, which seeks to put into perspective and explain this historic demographic transformation. Immigration Economics synthesizes the theories, models, and econometric methods used to identify the causes and consequences of international labor flows. Economist George Borjas lays out with clarity and rigor a full spectrum of topics, including migrant worker selection and assimilation, the impact of immigration on labor markets and worker wages, and the economic benefits and losses that result from immigration.
Two important themes emerge: First, immigration has distributional consequences: some people gain, but some people lose. Second, immigrants are rational economic agents who attempt to do the best they can with the resources they have, and the same holds true for native workers of the countries that receive migrants. This straightforward behavioral proposition, Borjas argues, has crucial implications for how economists and policymakers should frame contemporary debates over immigration. " (Publisher information, © HUP) ((en))Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Strategien für den Arbeitsmarkt der Zukunft: die demografische Herausforderung meistern (2014)
Zitatform
Braun, Sebastian, Katrin Kamin & Marie Kristin Marten (2014): Strategien für den Arbeitsmarkt der Zukunft. Die demografische Herausforderung meistern. (Kiel policy brief 72), Kiel, 19 S.
Abstract
"Dieser Kiel Policy Brief informiert über die wirtschaftlichen Herausforderungen des demografischen Wandels und zeigt Lösungsstrategien auf. Unser Fazit: Gelingt es uns, das Erwerbspotenzial von Älteren und von Frauen zu mobilisieren und Deutschland attraktiv für qualifizierte Zuwanderer zu machen, ist Deutschland für die Zukunft gut gerüstet. Dazu muss die Politik aber bereits heute die entsprechenden Weichen stellen - und nicht angesichts der derzeit guten Wirtschaftslage die Augen vor den zukünftigen Herausforderungen verschließen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zukünftige Fachkräfteengpässe in Deutschland? (2014)
Dräger, Vanessa;Zitatform
Dräger, Vanessa (2014): Zukünftige Fachkräfteengpässe in Deutschland? (IZA discussion paper 8434), Bonn, 41 S.
Abstract
"Gefährdet der demographische Wandel den ökonomischen Wohlstand in Deutschland oder reicht das Arbeitsvolumenangebot aus, um den Arbeitsvolumenbedarf zu decken? In diesem Beitrag wird mittels Wachstumszerlegung der Bedarf für ein fortgeschriebenes BIP-pro-Kopf ermittelt. Dieser wird dem Angebot für unterschiedliche Szenarien bspw. hinsichtlich Arbeitszeiten unter der Annahme gegenübergestellt, dass keine demographisch bedingte Lohnanpassung stattfindet. Der demographische Wandel kann zu einer wirtschaftlichen Herausforderung werden, wenn positive Trends in Erwerbspersonenquoten, Qualifikationsniveau und Migrationssaldo ins Stocken geraten und negative Trends in der jährlichen Arbeitszeit fortgesetzt werden. Es ergeben sich dann insbesondere Engpässe bei Personen mit einem Meistertitel, Techniker- oder Fachschulabschluss. Insgesamt scheinen inländische Ressourcen auf lange Sicht an Grenzen zu stoßen, so dass der Migration von Fachkräften eine wachsende Bedeutung zukommt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Bedeutung von Außenwanderungen für die demographische Entwicklung Deutschlands: Modellrechnungen bis zum Jahr 2040 (2014)
Siedhoff, Mathias;Zitatform
Siedhoff, Mathias (2014): Zur Bedeutung von Außenwanderungen für die demographische Entwicklung Deutschlands. Modellrechnungen bis zum Jahr 2040. Dresden, 327 S.
Abstract
"Die vorliegende Arbeit widmet sich der Frage, welche Bedeutung Außenwanderungen für die Entwicklung von Zahl und Zusammensetzung (insbesondere nach Alter) und deren räumliche und siedlungsstrukturspezifische Differenzierung der Bevölkerung und der Erwerbspersonen in Deutschland haben (können). Hintergrund der Auseinandersetzung mit dieser Frage ist die These, dem demographischen Wandel bzw. dessen Folgen ließe sich durch verstärkte Zuwanderungen wirkungsvoll begegnen. Mittels Modellrechnungen auf der Basis eines Kohorten-Komponenten-Modells wurden vier unterschiedliche Szenarien der räumlich differenzierten Bevölkerungs- und Erwerbspersonenentwicklung bis zum Jahr 2040 erstellt, die sich durch Höhe und zeitliche Verteilung der Außenwanderungssalden unterscheiden. Als zentrales Ergebnis der Modellrechnungen ist herauszustellen, dass (zumindest bei anhaltend niedriger Fertilität deutlich unterhalb des Bestandserhaltungsniveaus) Zuwanderungen in einer Größenordnung, die als gesellschaftlich vertretbar vermutet werden kann, den demographischen Wandel auch nicht annähernd stoppen, sondern bestenfalls partiell dämpfen können. In erster Linie betrifft dies große Teile der neuen Bundesländer, insbesondere ihrer ländlichen Räume. Regionen, die in demographischer Hinsicht von Außenzuwanderungen 'profitieren' würden (im Sinne von deutlicher Abschwächung von Bevölkerungsabnahme und demographischer Alterung oder gar von Bevölkerungswachstum), sind in diesem Landesteil nur inselhaft vertreten; es sind vornehmlich größere Kernstädte und deren (hoch)verdichtetes Umland. Die demographischen Brüche nach der Wende, namentlich der starke Geburtenrückgang und die umfangreichen Abwanderungen nach Westdeutschland, zeigen hier langfristig eine hohe demographische Wirkmächtigkeit. Auch in Westdeutschland sind es in erster Linie Agglomerationsräume und Stadtregionen, deren demographische Entwicklung von Zuwanderungen relativ günstiger beeinflusst wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Migration and the demographic shift (2014)
Zitatform
Zaiceva, Anzelika & Klaus F. Zimmermann (2014): Migration and the demographic shift. (IZA discussion paper 8743), Bonn, 71 S.
Abstract
"This chapter connects population aging with international migration. After documenting the trends for both, we review the supply-push and demand-pull determinants of migration, focusing particularly on the role of age and aging. We subsequently discuss the literature concerning the implications of migration in the context of aging for labor markets, health and public budgets including the political economy context. Although immigration is sometimes suggested as a solution for the aging problem, the existing academic literature from different fields is more cautious about its role and potential. While large-scale selective immigration might contribute to alleviating demographic pressures, it is unlikely that immigration will increase to the unrealistically large numbers needed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Islam und die deutsche Gesellschaft (2013)
Halm, Dirk; Meyer, Hendrik;Zitatform
Halm, Dirk & Hendrik Meyer (Hrsg.) (2013): Islam und die deutsche Gesellschaft. (Islam und Politik), Wiesbaden: Springer VS, 231 S. DOI:10.1007/978-3-658-01846-7
Abstract
"Der Islam ist nach dem Christentum die zweitgrößte Glaubensgemeinschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Im Vergleich zu anderen Einwanderungsländern hat die Anerkennung der Notwendigkeit, Muslime dauerhaft zu integrieren, in Deutschland jedoch verspätet stattgefunden. Es zeigt sich, in welch großem Maße interessengeleitete Diskurse die gesellschaftliche Wirklichkeit überdecken. Vor diesem Hintergrund unternimmt das vorliegende Buch den Versuch, einen wissenschaftlich objektivierten Blick auf die muslimische Lebenswirklichkeit und die Interaktionen der Muslime mit der deutschen Aufnahmegesellschaft zu werfen. Konkret wird nach dem Kenntnisstand über die muslimische Bevölkerung in Deutschland gefragt und nach den wesentlichen Themen, die ihr Verhältnis zur Mehrheitsgesellschaft bestimmen. Somit unternimmt der Sammelband den Versuch, aus dem deutschen Islamdiskurs der letzten Jahre zentrale und gesicherte Befunde zu extrahieren. Er bezieht sich dabei größtenteils auf empirische Forschungsprojekte zu den Muslimen und ihrem Verhältnis zur deutschen Gesellschaft. So entsteht schließlich ein aktuelles und realistisches Gesamtbild des Verhältnisses von Aufnahmegesellschaft und Muslimen." (Verlagsangaben)
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Literaturhinweis
Migration und Arbeitsmarkt (2012)
Zitatform
Brücker, Herbert (2012): Migration und Arbeitsmarkt. In: C. Kreklau & J. Siegers (Hrsg.) (2012): Handbuch der Aus- und Weiterbildung : Politik, Praxis, finanzielle Förderung, S. 1-28.
Abstract
"Anders als in Ländern, die die Zuwanderung von Arbeitskräften gezielt gesteuert haben, ist die Migration nach Deutschland seit dem Anwerbestopp stark durch politische Großereignisse wie den Fall des Eisernen Vorhangs oder die Bürgerkriege im früheren Jugoslawien geprägt. Sie schwankt deshalb sehr viel stärker im Zeitverlauf als in den anderen wichtigen Zielländern der OECD. Allerdings zeichnet sich seit etwa zehn Jahren eine Trendwende ab. Mit den zunehmenden Bildungsanstrengungen in den Herkunftsländern der Migration nach Deutschland und einer Verschiebung in der Zusammensetzung der Herkunftsländer zugunsten der neuen Mitgliedsstaaten der EU hat sich eine Höherqualifizierung der Neuzuwanderer ergeben. Im Beitrag von Prof. Herbert Brücker werden verschiedene theoretische Annahmen und Modellvorstellungen, wie und durch welche Mechanismen Migration den Arbeitsmarkt beeinflussen kann, diskutiert. Danach werden neuere empirische Erkenntnisse zu den Arbeitsmarktwirkungen der Migration auf Grundlage jüngerer Studien in den USA, Deutschland und anderen europäischen Ländern vorgestellt. Darauf aufbauend wird diskutiert, welche Folgen die Migration unter den Bedingungen des demografischen Wandels haben könnte. Abschließend werden Schlussfolgerungen für den Arbeitsmarkt- und die Migrationspolitik gezogen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Free movement of workers and labour market adjustment: recent experiences from OECD countries and the European Union (2012)
Abstract
"Demographic projections for the next decades point to shrinking workforces in most OECD countries. In the EU member states, the working-age population is expected to contract by 12% by 2030. In addition, the increasingly competitive global economic environment induces an accelerating pace of structural change. As a consequence, despite the high unemployment rates currently observed in many OECD countries, labour and skills shortages are anticipated to rise over the next two decades, challenging economic growth prospects. In this context, maintaining a high-quality workforce represents a key strategic goal for both employment and economic growth. Together with education and training and activation policy measures, the implementation of more effective systems for migration management and of integration measures to improve the labour market outcomes of immigrants are a key part of equipping workforces with the necessary skills to cope with demographic and occupational changes and to contribute to the competitiveness of EU and OECD economies. Against this background and in the context of increased importance of migration related issues in the EU employment policy agenda, the Directorate General for Employment, Social Affairs and Inclusion of the European Commission and the OECD's Directorate for Employment, Labour and Social Affairs launched in 2011 a two-year joint project on 'Matching economic migration with labour market needs'. The project aims at providing new insights on the policies needed to ensure that economic migration can effectively respond to labour market needs. As part of this project, a conference on 'Growing free labour mobility areas and trends in international migration' (14 and 15 November 2011, Brussels) was jointly organised by the European Commission and the OECD, bringing together policy makers, experts, observers from international organisations, as well as representatives of employers' associations and of trade unions. It aimed at shedding light on the role which free-mobility migration could play in addressing labour and skills shortages. The present publication consists of the papers presented at this conference. It contrasts the development of the EEA free labour-mobility area with experiences of other free labour-mobility zones, investigates the impact of the establishment of a free movement area on labour migration patterns among its member countries, and examines the economic impacts on origin and destination countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Projektion des Arbeitskräfteangebots bis 2050: Rückgang und Alterung sind nicht mehr aufzuhalten (2011)
Zitatform
Fuchs, Johann, Doris Söhnlein & Brigitte Weber (2011): Projektion des Arbeitskräfteangebots bis 2050: Rückgang und Alterung sind nicht mehr aufzuhalten. (IAB-Kurzbericht 16/2011), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Aufgrund der demografischen Entwicklung geht langfristig die Zahl der erwerbsfähigen Menschen zurück und zugleich altert die Bevölkerung spürbar. Den Betrieben werden damit immer weniger und im Durchschnitt deutlich ältere Arbeitskräfte als heute zur Verfügung stehen. Selbst wenn es gelingt, mehr Ältere, Frauen, Ausländer und Ausländerinnen am Erwerbsleben zu beteiligen, müssen sich Wirtschaft und Gesellschaft längerfristig auf ein viel geringeres Arbeitskräftepotenzial einstellen. Auch Zuwanderung kann daran kaum etwas ändern: Bei einer durchschnittlichen jährlichen Nettozuwanderung von 100.000 Personen, steigender Erwerbsbeteiligung und Lebensarbeitszeit wird das Arbeitskräfteangebot im Prognosezeitraum 2008 bis 2050 um insgesamt 12 Mio. Personen sinken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zuwanderung, Demografie und Arbeitsmarkt: Fakten statt Vorbehalte (2011)
Zitatform
Hinte, Holger, Ulf Rinne & Klaus F. Zimmermann (2011): Zuwanderung, Demografie und Arbeitsmarkt. Fakten statt Vorbehalte. (IZA Standpunkte 37), Bonn, 16 S.
Abstract
"Die öffentliche Debatte um Zuwanderung und Integration wird auch heute, ein halbes Jahrhundert nach dem Beginn der neueren Immigrationsgeschichte der Bundesrepublik, noch oft unsachlich geführt. Über die durchweg positiven Erfahrungen mit den ökonomischen Zusammenhängen von Migration, Arbeitsmarkt und Sozialstaat ist zu wenig allgemein bekannt, ebenso über die Vorteilhaftigkeit einer bedarfsorientierten Steuerung der Zuwanderung. Stattdessen finden populistische Thesen rund um eine vermeintlich zum Scheitern verurteilte Zuwandererintegration Widerhall, während zugleich eine ökonomische Kurskorrektur der Zuwanderungspolitik vielfach Skepsis hervorruft. Dieser Beitrag greift verbreitete Vorbehalte gegen Zuwanderung auf und widerlegt sie im Licht internationaler wissenschaftlicher Erkenntnisse. Eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit 'pro' Zuwanderung kann und muss Vorbehalten durch klare Fakten begegnen. Dabei sollte dreierlei verdeutlicht werden: (1) Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte bringt generell klare ökonomische Vorteile. (2) Obwohl in Deutschland bislang eher passiv hingenommen denn aktiv gestaltet, fällt auch die Bilanz für die jüngere deutsche Zuwanderungsgeschichte per Saldo günstig aus. (3) Mit den Mitteln einer aktiven und dabei steuernden Zuwanderungspolitik kann dafür gesorgt werden, dass künftig die Arbeitsmarktbelange bei der Entscheidung über Einwanderungsgenehmigungen stärker Beachtung finden. Dies wird die Wohlfahrtsvorteile durch Zuwanderung weiter vergrößern und ist ein wichtiges Fundament für eine noch größere Akzeptanz der Migranten in unserer Gesellschaft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Im Fokus: Potenziale qualifizierter Zuwanderung nach Ostdeutschland (2011)
Kubis, Alexander;Zitatform
Kubis, Alexander (2011): Im Fokus: Potenziale qualifizierter Zuwanderung nach Ostdeutschland. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 17, H. 4, S. 148-152.
Abstract
"Für die ostdeutsche Arbeitskräftenachfrage lässt sich auf Basis der demographischen Prognosen ein Engpass im Bereich des mittleren und hohen Qualifikationsniveaus vorhersagen, der nicht allein durch ein bisher nicht ausgeschöpftes Arbeitskräfteangebot gedeckt werden kann, sondern auch einer qualifizierten Zuwanderung bedarf. Der Beitrag beschreibt die verschiedenen möglichen Wege qualifizierter Zuwanderung nach Ostdeutschland: internationale Zuwanderung von außerhalb und innerhalb der Europäischen Union sowie nationale Binnenzuwanderung aus Westdeutschland. Ein Schwerpunkt untersucht die Auswirkungen der vollständigen Arbeitnehmerfreizügigkeit für polnische Staatsbürger zum 1. Mai 2011. Die Ergebnisse zeigen, dass Emigranten aus dem Zusammenspiel von wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und bestehenden Netzwerken in der Zielregion Vorteile ziehen. Deshalb werden voraussichtlich vor allem die westdeutschen Wirtschaftszentren von einem ansteigenden polnischen Migrationsstrom profitieren. Die ostdeutschen Länder werden vielfach nur als Durchgangsregionen fungieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kubis, Alexander; -
Literaturhinweis
Demografischer Wandel und Migration als Megatrends (2011)
Loeffelholz, Hans Dietrich von;Zitatform
Loeffelholz, Hans Dietrich von (2011): Demografischer Wandel und Migration als Megatrends. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. 10-11, S. 34-40.
Abstract
"Nach aktuellen Vorausberechnungen wird sich die Bevölkerung in Deutschland bis 2060 auf 77 bis 62 Millionen Einwohner verringern. Um die Versorgung der Wirtschaft mit ausreichend Fachkräften zu erreichen, müssen Schätzungen zufolge jährlich mindestens 27 000 gut ausgebildete Menschen einwandern" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Immigration and Europe's demographic problems: analysis and policy considerations (2011)
Zitatform
Peri, Giovanni (2011): Immigration and Europe's demographic problems. Analysis and policy considerations. In: CESifo DICE report, Jg. 9, H. 4, S. 3-8.
Abstract
"'In this paper I analyze four important ways in which international migrations interact with demographic phenomena and affect their economic consequences. I will also point at important policy implications for Europe. First, the demographic transition in developing countries themselves, combined with the 'life cycle' of migrants, (higher probability of migrating when young and low probability when old) will affect the emigration rates. Second, the inflow of immigrants, who are younger and have higher fertility relative to natives, affects the age composition and the rates of population growth of receiving European countries. Third, the ageing of the citizens of European countries and the shift in their sources of income from labor (working) to capital (returns on pension funds) should change their attitudes towards immigrants. Finally the quality of life of ageing individuals in rich countries and the labor participation of women in the family (especially of those who attend the needs of elderly parents) can be positively affected by the presence of immigrants." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Fachkräfte gesucht! - Ausländerrecht fit?: die sächsische Initiative für gesteuerte Zuwanderung (2011)
Strunden, Martin; Pasenow, Michaela;Zitatform
Strunden, Martin & Michaela Pasenow (2011): Fachkräfte gesucht! - Ausländerrecht fit? Die sächsische Initiative für gesteuerte Zuwanderung. In: Zeitschrift für Ausländerrecht und Ausländerpolitik, Jg. 31, H. 4, S. 121-125.
Abstract
"Der Ruf nach Zuwanderung provoziert politische Debatten. Obwohl die demografische Entwicklung eindeutig ist. Obwohl Wirtschaft und Wissenschaft mehr Öffnung fordern. Der internationale Wettbewerb um kluge Köpfe läuft. Auch erkannte Integrationsdefizite verlangen mehr Steuerung für die Zukunft. Aber das deutsche Aufenthaltsrecht ist Abwehrrecht. Sachsen macht konkrete Vorschläge für eine neue Ausländerpolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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