Fluchtmigrantinnen und -migranten – Bildung und Arbeitsmarkt
Auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung verlassen viele Menschen ihr Heimatland und suchen Schutz und neue Perspektiven in Deutschland und beantragen Asyl. Die Beteiligung am Arbeitsmarkt wird häufig als Schlüssel für die gesellschaftliche Integration der Fluchtmigrantinnen und -migranten gesehen.
Welche Qualifikationen bringen die Menschen mit, welche arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sind hilfreich? Wie gehen die einzelnen Bundesländer damit um, welche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme sind zu erwarten, wie sieht die Situation in anderen Ländern aus?
Dieses Themendossier stellt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema zusammen und ermöglicht den Zugang zu weiterführenden Informationen sowie zu Positionen der politischen Akteure.
Literatur zur besonderen Situation der Geflüchteten aus der Ukraine finden Sie im
Themendossier Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland
- Literatur und Forschung aus dem IAB
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Zur Situation in Deutschland
- Positionen und Stellungnahmen
- zur Rechtslage
- Bildungstand und -förderung / Anerkennung von Qualifikation
- betriebliche Berufsausbildung/Berufsorientierung
- Studium
- Arbeitsmarktintegration, Maßnahmen und Programme
- Betriebe und Wirtschaftsbereiche
- Beschäftigungsformen
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit
- Geflüchtete im SGB II
- Löhne
- Arbeitsmarkteffekte der Flüchtlingszuwanderung
- Regionale Aspekte, Wohnsitzauflage
- Rückwanderung
- Daten und Statistik
- Quellen mit Unterscheidung nach Herkunftsregion
- Quellen mit Geschlechtsbezug
- Quellen mit Altersbezug
- Quellen mit regionalem Bezug
- Zur Situation in anderen Ländern
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Literaturhinweis
The economic impact of Syrian refugees on host countries: quasi-experimental evidence from Turkey (2016)
Zitatform
Tumen, Semih (2016): The economic impact of Syrian refugees on host countries. Quasi-experimental evidence from Turkey. In: The American economic review, Jg. 106, H. 5, S. 456-460. DOI:10.1257/aer.p20161065
Abstract
"The Syrian Conflict generated forced immigration from northern Syria to southeastern Turkey. Arrival of refugees resembles a natural experiment, which offers good opportunities to study the economic impact of immigration. I study three main outcomes: labor markets, consumer prices, and housing rents. I document moderate employment losses among native informal workers, which suggests that they are partly substituted by refugees. Prices of the items produced in informal labor intensive sectors declined due to labor cost advantages generated by refugee inflows. Finally, refugee inflows increased the rents of higher quality housing units, while there is no effect on lower quality units." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge in Deutschland: Qualifikationsstruktur, Arbeitsmarktbeteiligung und Zukunftsorientierungen (2016)
Worbs, Susanne; Bund, Eva;Zitatform
Worbs, Susanne & Eva Bund (2016): Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge in Deutschland. Qualifikationsstruktur, Arbeitsmarktbeteiligung und Zukunftsorientierungen. (BAMF-Kurzanalyse 2016,01), Nürnberg, 11 S.
Abstract
"Die erste BAMF-Kurzanalyse beschäftigt sich mit den soziodemographischen Merkmalen, der Qualifikationsstruktur, der Arbeitsmarktbeteiligung sowie den Zukunftsorientierungen und Wünschen von Asylberechtigten und anerkannten Flüchtlingen in Deutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Asyl - und dann? Die Lebenssituation von Asylberechtigten und anerkannten Flüchtlingen in Deutschland: BAMF-Flüchtlingsstudie 2014 (2016)
Worbs, Susanne; Bund, Eva; Böhm, Axel;Zitatform
Worbs, Susanne, Eva Bund & Axel Böhm (2016): Asyl - und dann? Die Lebenssituation von Asylberechtigten und anerkannten Flüchtlingen in Deutschland. BAMF-Flüchtlingsstudie 2014. (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Forschungsbericht 28), Nürnberg, 390 S.
Abstract
"Die BAMF-Flüchtlingsstudie 2014 beschäftigt sich mit Asylberechtigten (nach Art. 16a GG) und anerkannten Flüchtlingen (nach § 3 Abs. 1 AsylG) aus Afghanistan, Eritrea, dem Irak, Iran, Sri Lanka und Syrien. Diese sechs Herkunftsländer haben das Asylzugangsgeschehen der letzten zehn Jahre in Deutschland maßgeblich geprägt. Die befragten Personen sind zwischen 18 und 69 Jahre alt und haben zwischen 2008 und 2012 ihren Status im Asylverfahren zuerkannt bekommen.
Die Untersuchung erlaubt damit Aussagen über die mittlerweile große und weiter wachsende Gruppe von Menschen mit dauerhafter Bleibeperspektive, die sich bereits einige Jahre in Deutschland aufhalten. Aus der erstmaligen systematischen Erfassung ihrer Lebenssituation im Rahmen der BAMF-Flüchtlingsstudie 2014 lassen sich wichtige Schlussfolgerungen für die aktuelle und künftige Integrationspolitik ableiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
"Wir wussten, dass sie in Kabul keine Zukunft hatten": Fluchtentscheidungen afghanischer Familien (2016)
Abstract
"In Afghanistan entscheiden sich jeden Tag Menschen zur Flucht. Viele fliehen innerhalb des Landes oder in die Nachbarstaaten Pakistan und Iran, immer mehr Menschen machen sich aber auch auf den Weg nach Europa. 2015 kamen laut Europäischer Kommission 213.000 afghanische Flüchtlinge nach Europa. Damit bilden sie nach den SyrerInnen die zweitgrößte Flüchtlingsgruppe in der EU.
Die Flucht nach Europa ist für viele afghanische Familien keine isolierte Einzelentscheidung, sondern lediglich das aktuelle Kapitel in einer jahrzehntelangen Migrationsbiografie. Seit mehr als dreißig Jahren lösen Regimewechsel und Kriege, staatliche Fragilität und ökonomische Perspektivlosigkeit immer wieder massive Flucht- und Abwanderungsbewegungen aus.
Die vorliegende Studie erforscht, was Familien in Afghanistan dazu bewegt, ein Familienmitglied auf die Flucht nach Europa zu schicken bzw. gehen zu lassen. Die Studie, die auf qualitativen Interviews basiert, trägt illustrativen Charakter und widmet sich der Kontextualisierung von Fluchtentscheidungen. Die befragten Familien geben Auskunft darüber, warum sie Europa als Ziel der Flucht gewählt haben, wie die Flucht vorbereitet wurde und welche persönlichen und gesellschaftlichen Auslöser hinter der Entscheidung stehen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Migranten im deutschen Arbeitsmarkt: Löhne, Arbeitslosigkeit, Erwerbsquoten (2015)
Zitatform
Battisti, Michele & Gabriel Felbermayr (2015): Migranten im deutschen Arbeitsmarkt. Löhne, Arbeitslosigkeit, Erwerbsquoten. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 68, H. 20, S. 39-47.
Abstract
"Zahlen aus türkischen Flüchtlingslagern legen nahe, dass fast 50% der Flüchtlinge aus Syrien nicht über grundlegende Bildungskenntnisse verfügen dürften. Gleichzeitig wissen wir aus einer Analyse des deutschen Sozio-oekonomischen Panels, dass fast 50% der in den letzten fünf Jahren aus Ländern außerhalb des westlichen Kulturkreises zugewanderten Menschen im Alter von 25 bis 55 Jahren im Jahr 2013 einen Stundenlohn unter dem damaligen Äquivalent des heutigen Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde verdienten. Für Einheimische betrug der Anteil 12%. Die Arbeitslosenquote lag bei dieser Gruppe von Einwanderern mit 12,5% um ganze 7 Prozentpunkte höher als bei Einheimischen. 43% der 25- bis 55-Jährigen hatten kein Arbeitseinkommen (Einheimische: 16%). Diese Zahlen belegen, dass der Mindestlohn sehr wahrscheinlich ein Hindernis für die erfolgreiche Integration der in diesen Monaten ankommenden Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt darstellen wird. Eine Reform ist dringend geboten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The impact of Syrian refugees on natives' labor market outcomes in Turkey: evidence from a quasi-experimental design (2015)
Zitatform
Ceritoglu, Evren, H. Burcu Gurcihan Yunculer, Huzeyfe Torun & Semih Tumen (2015): The impact of Syrian refugees on natives' labor market outcomes in Turkey. Evidence from a quasi-experimental design. (IZA discussion paper 9348), Bonn, 47 S.
Abstract
"Civil war in Syria, which started in March 2011, has led to a massive wave of forced immigration from the Northern Syria to the South-eastern regions of Turkey. This paper exploits this natural experiment to estimate the impact of Syrian refugees on the labor market outcomes of natives in Turkey. Using a difference-in-differences strategy, we find that immigration has considerably affected the employment outcomes of natives, while its impact on wage outcomes has been negligible. We document notable employment losses among informal workers as a consequence of refugee inflows. The majority of those who lost their informal jobs have either left the labor force or remained unemployed. Overall, unemployment rates have increased, while labor force participation, informal employment, and job finding rates have declined among natives. Disadvantaged groups - i.e., females, younger workers, and less-educated workers - have been affected the worst. The prevalence of informal employment in the Turkish labor markets has amplified the negative impact of Syrian refugee inflows on natives' labor market outcomes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Jenseits von Lampedusa: Flucht und Migration im Nahen Osten und Nordafrika (2015)
Eikenberg, Felix; Vogt, Achim; Abbass, Merin; Wehler-Schöck, Anja; Berriane, Johara; Ahi, Yasemin; Stolleis, Friederike; Birke, Kristina; Puschra, Werner; Blaschke, Axel;Zitatform
(2015): Jenseits von Lampedusa. Flucht und Migration im Nahen Osten und Nordafrika. Berlin, 23 S.
Abstract
"- Die meisten der nach Europa kommenden Flüchtlinge waren bereits in den Staaten des Nahen Ostens und Nordafrikas auf der Flucht oder haben diese auf ihrem Weg nach Europa durchquert. Diese Publikation untersucht, wie einige ausgewählte Staaten der Region mit Migrations- und Flüchtlingsfragen sowie den aktuellen Herausforderungen umgehen.
- Insbesondere die Nachbarstaaten Syriens haben bemerkenswert hohe Zahlen von Syrer_innen aufgenommen. Dies führt zu einer hohen Belastung, zumal die internationale Unterstützung unzureichend ist. Auf gesellschaftlicher Ebene wird bei der Aufnahme der zahlreichen syrischen Flüchtlinge Beachtliches geleistet.
- In ihrem Bestreben, die Anzahl der neueinreisenden Flüchtlinge nach Europa zu reduzieren, ist die EU auf die Kooperation der nahöstlichen und nordafrikanischen Ursprungs- und Transitländer angewiesen. Diese Situation nutzen einige Staaten der Region, um ihr Image und ihre Verhandlungspositionen gegenüber der EU zu verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Tradable refugee-admission quotas, matching and the new European agenda for migration (2015)
Zitatform
Moraga, Jesús Fernández-Huertas & Hillel Rapoport (2015): Tradable refugee-admission quotas, matching and the new European agenda for migration. In: IZA journal of European Labor Studies, Jg. 4, S. 1-13. DOI:10.1186/s40174-015-0045-y
Abstract
"The Syrian Civil War gave rise to the largest refugee flight reaching Europe since the Yugoslavian wars in the 1990s. The crisis evidenced the deficiencies of the European Union Asylum Policy, which struggled both to offer solutions to Syrian refugees and to efficiently allocate costs across Member States. We draw on previous theoretical work to simulate how a system of tradable refugee-admission quotas coupled with a matching mechanism assigning refugees to their preferred destinations and destinations to their preferred types of refugees would give more flexibility to Member States while respecting refugee rights and preferences." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Ifo Migration Monitor (2015)
Zitatform
Poutvaara, Panu & Daniela Wech (2015): Ifo Migration Monitor. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 68, H. 23, S. 24-31.
Abstract
"Der ifo Migrationsmonitor, der vom Ifo Center of Excellence for Migration and Integration Research (CEMIR) herausgegeben und vierteljährlich erscheinen wird, stellt aktuelle Informationen zur regulären Einwanderung und zu den Asylsuchenden in der Europäischen Union bereit. Der erste Artikel in der neuen Reihe beschreibt die Einwandererströme sowie die in Deutschland lebenden Einwanderer und geht insbesondere auf die in letzter Zeit nach Deutschland kommenden Asylbewerber ein. Es zeigt sich, dass die Einwanderer im Durchschnitt weniger gut ausgebildet sind als der Durchschnitt der deutschen Bevölkerung. Ein hoher Anteil der Flüchtlinge verfügt über eine sehr geringe oder gar keine Bildung. Dies stellt eine große Herausforderung für die Integration derjenigen dar, die in Deutschland bleiben dürfen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zahlen in der Bundesrepublik Deutschland lebender Flüchtlinge zum Stand 30. Juni 2015: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 18/5614) (2015)
Zitatform
(2015): Zahlen in der Bundesrepublik Deutschland lebender Flüchtlinge zum Stand 30. Juni 2015. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 18/5614). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 18/5862 (26.08.2015)), 49 S.
Abstract
"Asylstatistiken beinhalten zumeist nur Zugangs-, Antrags- und Anerkennungs- bzw. Ablehnungsdaten. Zahlen zu aktuell in Deutschland lebenden anerkannten, abgelehnten oder (noch) nicht anerkannten Flüchtlingen und genauere Angaben zu ihrem aufenthaltsrechtlichen Status sind hingegen nur schwer verfügbar, weshalb die Fraktion DIE LINKE. diese seit dem Jahr 2008 regelmäßig erfragt.
So ergibt sich, dass die Zahl der in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Flüchtlinge in den letzten beiden Jahrzehnten - trotz zuletzt steigender Zugangszahlen - gesunken ist. Die Zahl der anerkannten Flüchtlinge (Asylberechtigte und Personen mit Flüchtlingsschutz) verringerte sich von über 200 000 im Jahr 1997 auf 147 500 zum Stand 31. Dezember 2014 (vgl. Bundestagsdrucksachen 16/8321 und 18/3987), vor allem infolge massenhafter Asylwiderrufe (über 70 000 im letzten Jahrzehnt), aber auch durch Einbürgerungen und Ausreisen. Ende 2014 lebten weiterhin gut 50 000 Menschen mit einem so genannten subsidiären Schutzstatus in Deutschland. "(Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Connecting with emigrants: a global profile of diasporas 2015 (2015)
Abstract
"International migration has rapidly grown and changed in composition in the last few decades. Countries of origin and destination have also become more diverse. Countries of destination have migration management and integration high in their policy agendas, while countries of origin put emphasis on protecting their citizens abroad and maintaining their bonds with them. The potential contribution that diasporas can make towards the development of their home countries is now fully acknowledged. The availability of high-quality and internationally comparable data on the size and characteristics of the migrant populations by country of origin is a prerequisite for proper analysis of migration as well as for the implementation of effective policies by countries on both sides of the migration phenomenon.
This joint OECD/AFD publication contains a synthesis chapter and six regional chapters which present the latest developments in the diasporas of the following regions/groups of countries: Asia and Oceania; Latin America and the Caribbean; OECD countries; Non-OECD European countries and Central Asia; Middle East and North Africa; and Sub-Saharan Africa. In addition, it contains six regional notes and 140 country notes summarising the key characteristics of emigrant populations (gender, age, education) and their labour market outcomes; the numbers and main destinations of international students; recent migrant flows to OECD countries; the evolution of diasporas, and of the labour market outcomes of migrants between 2000/01 and 2010/11; and information on the desire to emigrate among different population groups." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))Weiterführende Informationen
Executive Summary -
Literaturhinweis
Jugend in transnationalen Räumen: Bildungslaufbahnen von Migrantenjugendlichen mit unterschiedlichem Rechtstatus (2007)
Zitatform
Niedrig, Heike & Sara Fürstenau (2007): Jugend in transnationalen Räumen. Bildungslaufbahnen von Migrantenjugendlichen mit unterschiedlichem Rechtstatus. In: T. Geisen & C. Riegel (Hrsg.) (2007): Jugend, Partizipation und Migration : Orientierungen im Kontext von Integration und Ausgrenzung, S. 240-259. DOI:10.1007/978-3-531-91663-7_12
Abstract
In dem Beitrag geht es um die Bildungslaufbahnen und Zukunftsorientierungen von Jugendlichen im Kontext transnationaler Migration. Insbesondere wird der Einfluss der politisch-legalen Rahmenbedingungen der Migration auf die sozialen Chancen der ausländischen Jugendlichen anhand von zwei Forschungsprojekten untersucht. In der ersten Studie mit Jugendlichen portugiesischer Herkunft ging es um die Frage, unter welchen Umständen die aus familialer Praxis mitgebrachten sprachlich-kulturellen Kompetenzen Zugewanderter an Marktwert gewinnen. Hierzu wurden Interviews mit 27 bildungserfolgreichen Jugendlichen geführt. In der zweiten Studie ging es um die Bildungslaufbahnen von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen aus Afrika. Hierzu wurden Interviews mit 76 Flüchtlingsjugendlichen geführt. Aus jeder Untersuchung werden exemplarisch zwei Jugendliche vorgestellt. 'Bei den Jugendlichen portugiesischer Herkunft lässt sich eine transnationale Bildungs-, Berufs- und Zukunftsorientierung deutlich beobachten (...). Die Normalität grenzüberschreitender Lebensplanung erfahren diese Jugendlichen von klein an im Rahmen ihrer transnationalen verwandtschaftlichen Netzwerke, die in dieser Hinsicht eine wichtige Sozialisationsfunktion erfüllen.' Bei den afrikanischen Flüchtlingsjugendlichen führen die politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen zu einer transnationalen Orientierung. 'So zwingt beispielsweise die Abschiebeandrohung die Jugendlichen zu einer Bildungs- und Berufsplanung, die auch außerhalb Deutschlands Chancen eröffnet, sowie zu einer fortgesetzten Bereitschaft zu Mobilität.' (IAB)
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Literaturhinweis
Der Habitus der Überlebenskunst: Zum Verhältnis von Kompetenz und Migration im Spiegel von Flüchtlingsbiographien (2006)
Seukwa, Louis Henri;Zitatform
Seukwa, Louis Henri (2006): Der Habitus der Überlebenskunst. Zum Verhältnis von Kompetenz und Migration im Spiegel von Flüchtlingsbiographien. (Bildung in Umbruchsgesellschaften 5), Münster: Waxmann, 278 S.
Abstract
"In diesem Buch werden die Flüchtlings- und die Bildungsforschung miteinander verknüpft und eine bislang eher selten gewählte Beobachtungsperspektive eingenommen, theoretisch reflektiert und empirisch untersucht: In der Forschung zu Flüchtlingen sind Bildungsfragen der Analyse von psycho-sozialen Fluchtfolgen und dramatischen Lebenssituationen zumeist nachgeordnet; in der Bildungsforschung, zumal der deutschsprachigen Erziehungswissenschaft, sind die Lernbedürfnisse und Bildungsverläufe von Flüchtlingen sowie die Reaktion der Bildungsinstitutionen auf Flucht als einen spezifischen Typus von Migration kaum thematisiert. Die theoretischen und empirischen Untersuchungen zu den Kompetenzen in Hamburg lebender junger Flüchtlinge aus Afrika greifen die im dritten Band der Reihe "Bildung in Umbruchsgesellschaften" vorgestellten Ergebnisse eines Forschungsprojekts auf und vertiefen sie. Der Autor befasst sich mit der Fragestellung, wie es Menschen trotz widrigster Lebensbedingungen und in schwierigen Lebenssituationen dennoch gelingt, ihre individuellen Potenziale zu entfalten, subjektive Strategien der Bewältigung zu entwickeln und Kompetenzen zu erwerben. Im Rahmen eines struktur- und handlungstheoretischen Ansatzes wird in der Beantwortung dieser Frage die vorherrschende, psychologisch orientierte Untersuchung individuellen Bewältigungshandelns (Coping) zu einer gesellschaftstheoretischen Sichtweise erweitert und nachgewiesen, dass der Kompetenzerwerb primär im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Strukturen sozialer Ausschließung erfolgt." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Waxmann)
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Inhaltsverzeichnis -
Literaturhinweis
Lernen am Rande der Gesellschaft: Bildungsinstitutionen im Spiegel von Flüchtlingsbiografien (2003)
Neumann, Ursula; Pohl, Florian; Seukwa, Louis Henri; Lewes, Berenice; Schroeder, Joachim ; Meyer, Frauke ; Niedrig, Heike; Niedrig, Heike;Zitatform
Neumann, Ursula, Heike Niedrig, Joachim Schroeder & Louis Henri Seukwa (Hrsg.) (2003): Lernen am Rande der Gesellschaft. Bildungsinstitutionen im Spiegel von Flüchtlingsbiografien. (Bildung in Umbruchsgesellschaften 03), Münster: Waxmann, 438 S., Anhang.
Abstract
"Wenn die Welt 'globaler' wird, wie reagieren die nationalen Bildungsinstitutionen darauf? Wie gehen sie mit den komplexen Anforderungen einer immer pluraleren Schülerschaft um? Wie werden sie deren Bildungsbedürfnissen gerecht? Über eine Forschung, in der solchen Fragen aus einer ungewöhnlichen Perspektive nachgegangen wird, gibt dieses Buch Auskunft. Berichtet wird über die Bildungsbedingungen einer in besonderer Weise ausgegrenzten und benachteiligten Gruppe junger Migrantinnen und Migranten: die der afrikanischen Flüchtlingsjugendlichen. Die Bildungsinstitutionen des 'Aufnahmelandes' haben den migrationsbedingten Umbruch ihrer Normalitätsvorstellungen zu bewältigen und sich auf ihre heterogene Schülerschaft einzustellen. Die jugendlichen Flüchtlinge haben biographische Umbrüche zu verkraften. Unterstützen die Schulen die jugendlichen Flüchtlinge bei der Bewältigung ihrer schwierigen Lage oder sind sie selbst für die Brüche in den Bildungsverläufen mit verantwortlich?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
Wie offen ist der Bildungsmarkt?: rechtliche und symbolische Ausgrenzungen junger afrikanischer Flüchtlinge im Bildungs-, Ausbildungs- und Beschäftigungssystem (2002)
Neumann, Ursula; Jensen, Sandra; Seukwa, Louis Henri; Hansen, Georg; Adick, Christel; Niedrig, Heike; Apedjinou, Dela; Lewes, Berenice; Brophy, Michael; Schroeder, Joachim ; Gerhardt, Ludwig;Zitatform
Neumann, Ursula, Heike Niedrig, Joachim Schroeder & Louis Henri Seukwa (Hrsg.) (2002): Wie offen ist der Bildungsmarkt? Rechtliche und symbolische Ausgrenzungen junger afrikanischer Flüchtlinge im Bildungs-, Ausbildungs- und Beschäftigungssystem. (Bildung in Umbruchsgesellschaften 01), Münster: Waxmann, 168 S.
Abstract
"Dieses Buch ist eine Zusammenstellung der Beiträge eines Kolloquiums, das sich mit der Frage beschäftigte, in welcher Weise die Bildungssysteme der europäischen Aufnahmeländer mit jungen afrikanischen Flüchtlingen umgehen. Referentinnen und Referenten aus Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und Deutschland diskutieren ihre Sicht der Probleme, Bedarfe und Projekterfahrungen in der Bildungsarbeit mit jungen Flüchtlingen im europäischen Kontext.
Es geht insbesondere darum, gegenwärtige Probleme der Bildungs- und Flüchtlingspolitik aus der jeweiligen Ländersicht zu skizzieren, Praxisbeispiele aus der Bildungsarbeit vorzustellen sowie Beiträge zur erziehungswissenschaftlichen Theoriebildung einzubringen.
Ausgrenzungsmechanismen im deutschen Schul- und Ausbildungssystem sowie im Arbeitsmarkt werden aufgezeigt und deren Auswirkungen auf die jungen Flüchtlinge beschrieben." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeidspotentieel en arbeidsmarktloopbanen van vluchtelingen en asielgerechtigden: een verkennend onderzoek naar ervaringen van nieuwkomers op de Nederlandse arbeidsmarkt (2002)
Warmerdam, John; Tillaart, Harry van der;Zitatform
Warmerdam, John & Harry van der Tillaart (2002): Arbeidspotentieel en arbeidsmarktloopbanen van vluchtelingen en asielgerechtigden. Een verkennend onderzoek naar ervaringen van nieuwkomers op de Nederlandse arbeidsmarkt. (OSA-publicatie A189), Den Haag, 207 S.
Abstract
"Dit rapport bevat het verslag van een verkennend onderzoek naar het arbeidspotentieel en de arbeidsmarktloopbanen van vluchtelingen en asielgerechtigden. Het onderzoek is in de periode februari 2001 tot maart 2002 in opdracht van de OSA uitgevoerd door het ITS. Het onderzoek bestond uit drie onderdelen: een kwantitatieve analyse van databestanden van de IND, een reeks diepte-interviews met circa 50 vluchtelingen uit zogenaamde nieuwe etnische groepen (in dit geval Irakezen, Iraniers. Ethiopiers/Eritreers, Somaliers en Vietnamezen) en een aantal gesprekken met vertegenwoordigers van bij inburgering, scholing, toeleiding en bemiddeling betrokken instanties." (Text excerpt, IAB-Doku) ((nl))
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Literaturhinweis
The economic adjustment of recently arrived Bosnian, Afghan and Iraqi refugees in Sydney, Australia (2001)
Waxman, Peter;Zitatform
Waxman, Peter (2001): The economic adjustment of recently arrived Bosnian, Afghan and Iraqi refugees in Sydney, Australia. In: International migration review, Jg. 35, H. 2, S. 472-505. DOI:10.1111/j.1747-7379.2001.tb00026.x
Abstract
"Research on the early settlement experience of refugees from Bosnia, Iraq and Afghanistan is absent, both in Australia and overseas. The current study, based on questionnaire results and the application of SPSS results, explores the impact that pre-migration and post-arrival experiences have on the initial post-arrival economic adjustment in Sydney, Australia of recently arrived refugees from these three countries. Guided by a summary of previous findings and surveyed results of key service providers in Sydney, two propositions based on pre-migration and post-migration background variables have been developed and tested with mixed results. As expected, there was a significant relationship between English language competency and the likelihood of being gainfully employed. However, there was, for example, no significant association between current employment status and the time spent in detention camp or the extent of negative exit conditions experienced, and there were no significant differences in employment outcomes for those with or without qualifications. This study concludes with a number of recommendations, in particular, the need for early intervention with adequate English language tuition, employment skills training and career counseling which could greatly assist humanitarian entrants in finding employment and reducing welfare dependence." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Refugee settlement in Britain: the impact of policy on participation (2000)
Zitatform
Bloch, Alice (2000): Refugee settlement in Britain. The impact of policy on participation. In: Journal of Ethnic and Migration Studies, Jg. 26, H. 1, S. 75-88. DOI:10.1080/136918300115651
Abstract
"The settlement of refugees and asylum-seekers in countries of asylum depends on a range of factors that include the policies of the country of asylum as well as the experiences to and attitudes of individuals to exile. This article examines the direction of social policy towards refugees and asylum-seekers in Britain and the impact of policy on participation. Drawing on a sample of 180 refugees and asylum-seekers from the Somali, Tamil and Congolese communities in the London Borough of Newham, this article shows the importance of immigration status, and the associated citizenship rights, on the social and economic settlement of refugees and asylum-seekers. Labour market participation is known to be a key factor affecting the settlement of refugees. Labour market activity is explored along with the impact of policy on participation. The article concludes that the direction of government policy, which continues to erode access to social and economic institutions, has an adverse affect on the settlement of refugee people in Britain." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Resettlement of Middle Eastern refugees in Finland: the elusiveness of integration (1998)
Valtonen, Kathleen;Zitatform
Valtonen, Kathleen (1998): Resettlement of Middle Eastern refugees in Finland. The elusiveness of integration. In: Journal of Refugee Studies, Jg. 11, H. 1, S. 38-60. DOI:10.1093/jrs/11.1.38
Abstract
"This qualitative case study is an exploration of the integration process of refugees from Middle East countries who resettle in Finland. For the purpose of this analysis, integration is conceptualized as societal participation. The quality of life aspect is examined by juxtaposing individuals' own resettlement goals and priorities with their actual level of participation in the surrounding society. Resettlers' patterns of participation indicate that there are major obstacles to be negotiated before they can attain a level of participation that is compatible with their own resettlement goals, which were articulated as employment, an opportunity to study, and maintenance of culture, including religion. The degree of discrepancy between goals and participation does not seem to be the prime determinant of subjective wellbeing, which depends rather, upon the individual's freedom of action in the resettlement situation. Indications were found of disempowerment, stressor consistency and lack of robust roles which were dysfunctional to the integration process." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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- Regionale Aspekte, Wohnsitzauflage
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