Fluchtmigrantinnen und -migranten – Bildung und Arbeitsmarkt
Auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung verlassen viele Menschen ihr Heimatland und suchen Schutz und neue Perspektiven in Deutschland und beantragen Asyl. Die Beteiligung am Arbeitsmarkt wird häufig als Schlüssel für die gesellschaftliche Integration der Fluchtmigrantinnen und -migranten gesehen.
Welche Qualifikationen bringen die Menschen mit, welche arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sind hilfreich? Wie gehen die einzelnen Bundesländer damit um, welche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme sind zu erwarten, wie sieht die Situation in anderen Ländern aus?
Dieses Themendossier stellt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema zusammen und ermöglicht den Zugang zu weiterführenden Informationen sowie zu Positionen der politischen Akteure.
Literatur zur besonderen Situation der Geflüchteten aus der Ukraine finden Sie im
Themendossier Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland
- Literatur und Forschung aus dem IAB
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Zur Situation in Deutschland
- Positionen und Stellungnahmen
- zur Rechtslage
- Bildungstand und -förderung / Anerkennung von Qualifikation
- betriebliche Berufsausbildung/Berufsorientierung
- Studium
- Arbeitsmarktintegration, Maßnahmen und Programme
- Betriebe und Wirtschaftsbereiche
- Beschäftigungsformen
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit
- Geflüchtete im SGB II
- Löhne
- Arbeitsmarkteffekte der Flüchtlingszuwanderung
- Regionale Aspekte, Wohnsitzauflage
- Rückwanderung
- Daten und Statistik
- Quellen mit Unterscheidung nach Herkunftsregion
- Quellen mit Geschlechtsbezug
- Quellen mit Altersbezug
- Quellen mit regionalem Bezug
- Zur Situation in anderen Ländern
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Literaturhinweis
Chancen und Barrieren für geflüchtete Frauen im Kontext von Qualifizierung und Beschäftigung (2019)
Farrokhzad, Schahrzad;Zitatform
Farrokhzad, Schahrzad (2019): Chancen und Barrieren für geflüchtete Frauen im Kontext von Qualifizierung und Beschäftigung. In: E. Arslan & K. Bozay (Hrsg.) (2019): Symbolische Ordnung und Flüchtlingsbewegungen in der Einwanderungsgesellschaft, S. 407-437. DOI:10.1007/978-3-658-22341-0_21
Abstract
"In der Bundesrepublik hat sich in Teilen des medialen und politischen Diskurses ein Bild von Geflüchteten etabliert, welches sie einseitig als tendenziell gering qualifziert klassifziert. Das gilt ganz besonders auch für geflüchtete Frauen. Lediglich in einigen Fachdiskursen wird ein differenzierteres Bild gezeichnet – welches im Mainstream von Medien, Politik und auch in Teilen der Wissenschaft bisher jedoch nur eingeschränkt oder gar nicht angekommen ist. In diesem Artikel werden Qualifkationsstruktur, Chancen und Barrieren für geflüchtete Frauen im bundesdeutschen Qualifizierungs- und Beschäftigungssystem analysiert. Der vorliegende Buchband legt einen besonderen Fokus auf Fluchtbewegungen im Zusammenhang mit der symbolischen Ordnung (Bourdieu). Vor diesem Hintergrund werden im Folgenden u. a. Momente des Diskurses (und darin enthaltene Klassifkationen) über die Qualifikationsstruktur von Geflüchteten in Qualifzierung und Beschäftigung unter besonderer Berücksichtigung geflüchteter Frauen exemplarisch dargelegt und diesem der vorliegende wissenschaftliche Kenntnisstand über die Qualifikationsstruktur der geflüchteten Frauen gegenübergestellt. Daran anknüpfend werden Hürden für geflüchtete Frauen bei der Teilhabe in Qualifizierung und Beschäftigung erörtert und vor dem Hintergrund von sozialen Positionierungen im Kontext sozialer und symbolischer Ordnung kritisch reflektiert. Der Beitrag schließt mit der Darstellung von Handlungsmöglichkeiten, um die Situation geflüchteter Frauen zu verbessern." (Textauszug, IAB-Doku, © Springer)
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Literaturhinweis
Die Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen (2019)
Zitatform
Fendel, Tanja (2019): Die Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen. (WISO direkt 2019,02), Bonn, 4 S.
Abstract
"Frauen stellen eine zunehmend relevante Gruppe unter den Geflüchteten dar. Ihre Beschäftigungsanteile fallen in Deutschland jedoch noch sehr gering aus. Schlechtere Voraussetzungen und Kinder im Haushalt schränken ihre Arbeitsmarktchancen ein. Um geflüchtete Frauen bei der Integration in den Arbeitsmarkt bestmöglich zu unterstützen, sollte ihre Teilnahme an Integrationsmaßnahmen gefördert werden. Die Bereitstellung von Kinderbetreuung ist dafür eine wichtige Voraussetzung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kita-Besuch von Kindern aus nach Deutschland geflüchteten Familien verbessert Integration ihrer Mütter (2019)
Zitatform
Gambaro, Ludovica, Guido Neidhöfer & C. Katharina Spieß (2019): Kita-Besuch von Kindern aus nach Deutschland geflüchteten Familien verbessert Integration ihrer Mütter. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 86, H. 44, S. 805-812. DOI:10.18723/diw_wb:2019-44-1
Abstract
"Der Besuch einer Kindertageseinrichtung ist nicht nur für Kinder aus nach Deutschland geflüchteten Familien relevant, sondern auch für deren Eltern, insbesondere für Mütter: Sie integrieren sich eher in die deutsche Gesellschaft, wenn ihr Kind eine Kita besucht. Ihre Sprachkenntnisse sind besser, die Arbeitsmarktorientierung höher und sie vermissen ihr Herkunftsland weniger. Wie dieser Bericht auf Basis von Daten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von nach Deutschland geflüchteten Personen zeigt, steigt der Gesamtindex für die Integration geflüchteter Eltern mit Kita-Kindern um 24 Prozent im Vergleich zu Eltern, deren Kinder nicht in eine Kita gehen. Der Effekt ist umso größer, je länger die Kinder in einer Kita betreut werden. Vor dem Hintergrund, dass anteilig weniger Kinder von Eltern mit Fluchthintergrund eine Kita besuchen als Kinder ohne Fluchthintergrund, sollten diese Erkenntnisse genutzt werden: Ratsam wäre, nach Deutschland geflüchtete Familien frühzeitig über die mit einem Kita-Besuch verbundenen Chancen zu informieren und ausreichend viele Kita-Plätze bereitzustellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Geflüchtete Frauen und Familien: Literaturüberblick zu gender- und familienbezogenen Aspekten der Fluchtmigration und Integration (2019)
Zitatform
Kalkum, Dorina, Sophia Aalders, Lidwina Gundacker & Herbert Brücker (2019): Geflüchtete Frauen und Familien. Literaturüberblick zu gender- und familienbezogenen Aspekten der Fluchtmigration und Integration. [Berlin], 36 S.
Abstract
"Obwohl in der medialen Auseinandersetzung um Geflüchtete in Deutschland vornehmlich junge Männer im Vordergrund stehen, machen Frauen weltweit etwa die Hälfte aller Geflüchteten aus. Mehr als die Hälfte der Geflüchteten sind außerdem Kinder und Jugendliche, die die Flucht alleine oder mit Familienmitgliedern antreten (Freedman 2010: 595; Hess et al. 2016: 178; UNHCR 2018: 3). Diese Verhältnisse spiegeln sich aber nur teilweise in den aktuellen Ankunftszahlen von Geflüchteten in Ländern wie Deutschland wider: unter den Schutzsuchenden, die Deutschland zwischen Januar 2013 und Januar 2016 erreichten, waren drei Viertel männlich, und der Anteil Minderjähriger liegt bei unter 30% (Brücker, Rother und Schupp, 2016). Dass eine verhältnismäßig geringe Anzahl an Frauen und Kindern Schutz in Deutschland sucht, deutet darauf hin, dass der spezifische Kontext der Flucht eine zentrale Rolle spielt." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Fortschritte bei der Integration der Geflüchteten in Deutschland: Wissenschaftlicher Gastbeitrag (2019)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya (2019): Fortschritte bei der Integration der Geflüchteten in Deutschland. Wissenschaftlicher Gastbeitrag. In: DQG mbH & P:iB - Partnerschaften in der Bildungsberatung (Hrsg.) (2019): Mobile Beratung zu Bildung und Beruf für geflüchtete Menschen in Berlin, Berlin, S. 7-11, 2019-06-12.
Abstract
"Die Ergebnisse der Auswertungen der ersten und zweiten Welle der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten zeigen die Bemühungen und Fortschritte unterschiedlicher Akteure zur Integration in Arbeitsmarkt und Bildungssystem auf. So sind vor allem bezüglich der Sprachkenntnisse, aber auch der Erwerbsaufnahme deutliche Fortschritte festzustellen. Es besteht jedoch weiterhin Bedarf, Möglichkeiten zur Sprachförderung sowie zur adäquaten beruflichen Positionierung vor allem für Akademikerinnen und Akademiker zu schaffen. Die Teilnahme an Integrationskursen wirkt sich dabei positiv auf die Entwicklung der Deutschkenntnisse und auf die Beschäftigung aus. Weiterhin besteht Bedarf, die hohen Bildungsaspirationen der Zugezogenen auch praktisch umzusetzen. Außerdem fällt besonders die niedrige weibliche Beteiligung an Sprachförderung, Bildung und Erwerbstätigkeit auf, die sich einerseits durch vergleichsweise schlechteres psychisches Wohlbefinden und andererseits durch mangelnde Angebote bzw. Nutzung der Kinderbetreuung erklären lässt. Um dem entgegenzuwirken und Partizipationsmöglichkeiten geflüchteter Frauen in Bildung und Arbeit zu verbessern, können Peer-Beratungen eingesetzt und erweiterte Möglichkeiten der Kinderbetreuung eröffnet werden." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Familienstrukturen im Fluchtkontext: Wie unterscheiden sich Frauen und Männer? (2019)
Zitatform
Kraus, Elisabeth K. & Lenore Sauer (2019): Familienstrukturen im Fluchtkontext. Wie unterscheiden sich Frauen und Männer? In: Bevölkerungsforschung aktuell, Jg. 40, H. 3, S. 3-7.
Abstract
"In der Debatte um die Zuwanderung von Geflüchteten wird deutlich, dass es relativ wenige Informationen zu den Familienstrukturen dieser Migrantengruppe gibt. Kommen vor allem junge, allein reisende Männer nach Deutschland oder auch Paare mit und ohne Kinder? Und was wissen wir über weitere Familienangehörige der Geflüchteten, die über die Kernfamilie hinausgehen? Der Beitrag verfolgt das Ziel, sowohl die gemeinsame oder getrennte Ankunft von Geflüchteten in Deutschland als auch ihre Familienstrukturen darzustellen. Dabei wird auch ein näherer Blick auf die regionale Verortung und den Aufenthaltsort ihrer Familienangehörigen gelegt. Alle Untersuchungen werden nach Geschlecht differenziert vorgenommen, um mehr über die Gruppe der Frauen zu erfahren." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Integrationsfortschritte: Ergebnisse der zweiten Reallabor-Befragung von Asylsuchenden. Forschungsbericht (2019)
Lange, Martin ; Kolb, Michael; Pfeiffer, Friedhelm ; Fehmer, Inga; Scherf, Aaron; Sommerfeld, Katrin;Zitatform
Lange, Martin, Friedhelm Pfeiffer, Aaron Scherf & Katrin Sommerfeld (2019): Integrationsfortschritte. Ergebnisse der zweiten Reallabor-Befragung von Asylsuchenden. Forschungsbericht. Mannheim, III, 26 S.
Abstract
"2016 fand die erste Reallabor Befragung von Geflüchteten in der Rhein-Neckar-Region zu einem breiten Themenspektrum statt. Ende 2017 wurden die Befragten erneut mit einer Follow-up-Umfrage kontaktiert, um den Fortschritt ihrer Integration in den Arbeitsmarkt zu erfassen. Der vorliegende Bericht beschreibt diese Folgebefragung. Die Stichprobe ist nicht repräsentativ. Alle Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf männliche Asylsuchende, die im Sommer 2016 in Wiesloch und Sinsheim gelebt haben. Die Befragten der Folgebefragung sind tendenziell positiv selektiert insbesondere im Hinblick auf ihre frühere Beschäftigungsquote. Die Beschäftigungsquote stieg unter den Befragten von 20,5 Prozent in 2016 auf 38,6 Prozent Ende 2017. Der überwiegende Teil ist in Vollzeit beschäftigt, wobei auch Minijobs, Teilzeit, Ausbildung und Praktika eine gewisse Rolle spielen. In der Tendenz zeigen sich höhere Beschäftigungsquoten bei höherem Bildungsniveau. Die statistische Auswertung deutet darauf hin, dass neben Herkunftsland, Bildung und Sprachkenntnissen, andere Aspekte eine signifikante Rolle für die Aufnahme einer Beschäftigung spielen, insbesondere der Kontakt mit Deutschen sowie die Kosten der Flucht. Erfahrungen aus der Praxis bestätigen und ergänzen die statistischen Auswertungen, insbesondere mit Blick auf die große Bedeutung des Kontaktes zu Deutschen für den erfolgreichen Integrationsprozess." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Geflüchtete Frauen als Zielgruppe der Arbeitsmarktförderung (2019)
Pallmann, Ildikó; Pfeffer-Hoffmann, Christian; Ziegler, Janine;Zitatform
Pallmann, Ildikó, Janine Ziegler & Christian Pfeffer-Hoffmann (2019): Geflüchtete Frauen als Zielgruppe der Arbeitsmarktförderung. Berlin: Mensch und Buch Verlag, 56 S.
Abstract
"Die IQ Fachstelle Einwanderung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) eine qualitative Fallstudie zum Thema 'Geflüchtete Frauen als Zielgruppe der Arbeitsmarktförderung' durchgeführt. In dieser werden zum einen geflüchtete Frauen selbst zu ihren Vorstellungen, Bedarfen und Wünschen hinsichtlich ihres Arbeitslebens in Deutschland sowie zu ihren bisherigen Erfahrungen im Kontext des Arbeitsmarktintegrationsprozesses befragt. Zum anderen kommen Expertinnen und Experten zu Wort und schildern ihre Erkenntnisse bezüglich der Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen und ihren Erfahrungen mit Instrumenten der Arbeitsmarktförderung für diese Zielgruppe." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die sozialen Kontakte Geflüchteter (2019)
Zitatform
Siegert, Manuel (2019): Die sozialen Kontakte Geflüchteter. (BAMF-Kurzanalyse 2019,04), Nürnberg, 11 S.
Abstract
"Soziale Kontakte im Aufnahmeland spielen für Geflüchtete beim Einleben in ihre neue Umgebung eine wichtige Rolle. Daher wurde anhand der Daten der ersten beiden Befragungswellen der IAB-BAMF-SOEP- Befragung von Geflüchteten aus den Jahren 2016 und 2017 die soziale Einbindung der Geflüchteten untersucht. Fast die Hälfte der Geflüchteten gab 2017 an, mehrmals pro Woche bis täglich Zeit mit Deutschen zu verbringen, während ein Fünftel nie Zeit mit Deutschen verbrachte. Zwischen den Jahren 2016 und 2017 nahm der Anteil der Geflüchteten, die häufig Zeit mit Deutschen verbringen, zu. Dabei scheinen besonders der Arbeitsplatz oder die Ausbildungsstätte günstige Gelegenheitsstrukturen für Kontakte zwischen Geflüchteten und Deutschen zu bieten - was sich auf die sozialen Kontakte geflüchteter Frauen auswirken könnte, da diese (noch) sehr selten erwerbstätig sind." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Damit geflüchtete Mädchen und junge Frauen nicht zu Bildungsverliererinnen werden: Unterstützungsbedarf bei der schulischen sowie der beruflichen Aus-/Bildung (2019)
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Literaturhinweis
Zahlen in der Bundesrepublik Deutschland lebender Flüchtlinge zum Stand 30. Juni 2019: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 18/5614) (2019)
Zitatform
(2019): Zahlen in der Bundesrepublik Deutschland lebender Flüchtlinge zum Stand 30. Juni 2019. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 18/5614). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/13303 (18.09.2019)), 68 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der Fraktion DIE LINKE mit Zahlen zu in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Flüchtlingen zum Stand 30. Juni 2019. (IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Geflüchtete Frauen in Deutschland: Anforderungen an eine geschlechtersensible Asyl- und Integrationspolitik (2018)
Binnemann, Frauke; Mannitz, Sabine;Zitatform
Binnemann, Frauke & Sabine Mannitz (2018): Geflüchtete Frauen in Deutschland. Anforderungen an eine geschlechtersensible Asyl- und Integrationspolitik. (WISO direkt 2018,09), Bonn, 4 S.
Abstract
"Etwa die Hälfte aller weltweit Geflüchteten ist weiblich. Gleichzeitig sind nur 35 bis 40 Prozent der in Deutschland zwischen 2015 bis heute Asylsuchenden Frauen und Mädchen. Ein Grund: Männer wagen oft als erste die Flucht und holen ihre Familien nach. Sexualisierte Gewalt gegen Frauen auf der Flucht ist ein zentrales Motiv für dieses Vorgehen. Der im Koalitionsvertrag vereinbarte stark beschränkte Familiennachzug trifft daher vor allem Frauen und Kinder." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
So gelingt der Berufseinstieg von geflüchteten Müttern: Erkenntnisse aus dem ESF - Bundesprogramm "Stark im Beruf - Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein" (2018)
Böhmer, Simon; Paul, Amrita; Broens, Kristina;Zitatform
Böhmer, Simon, Kristina Broens & Amrita Paul (2018): So gelingt der Berufseinstieg von geflüchteten Müttern. Erkenntnisse aus dem ESF - Bundesprogramm "Stark im Beruf - Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein". (Monitor Familienforschung 40), Berlin, 26 S.
Abstract
"Der Monitor Familienforschung Nr. 40 gibt Auskunft über demografische Eckdaten der geflüchteten Frauen - mit speziellem Fokus auf die Mütter - und beschreibt den Unterstützungsbedarf auf dem Arbeitsmarkt. Im ersten Teil wird aufgezeigt, welche Sprachkenntnisse und welche Berufswünsche sie aufweisen und welche Wege es für sie gibt, sich in Arbeit zu integrieren und ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Ein Programm, das zugewanderte Mütter beim Berufseinstieg unterstützt ist 'Stark im Beruf - Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein'. Erkenntnisse aus diesem ESF-Bundesprogramm im Umgang mit geflüchteten Müttern werden im zweiten Teil des Monitors Familienforschung vorgestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschäftigung und Bildungsinvestitionen von Geflüchteten in Deutschland (2018)
Zitatform
Bürmann, Marvin, Peter Haan, Martin Kroh & Kent Troutman (2018): Beschäftigung und Bildungsinvestitionen von Geflüchteten in Deutschland. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 85, H. 42, S. 919-928. DOI:10.18723/diw_wb:2018-42-4
Abstract
"Im Zentrum der Diskussion über eine Integration von Geflüchteten steht vielfach die erfolgreiche Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Eine Untersuchung auf Basis einer repräsentativen Befragung von Geflüchteten zeigt, dass der Einstieg in den Arbeitsmarkt von Geflüchteten, die seit 2010 nach Deutschland kamen, etwa in der gleichen Geschwindigkeit verlief wie im Fall früherer Fluchtzuwanderung: Im dritten Jahr nach Zuwanderung haben etwa die Hälfte der männlichen Geflüchteten erste Arbeitsmarkterfahrungen in Deutschland gesammelt, bei weiblichen Geflüchteten ist es nur etwa ein Viertel. Oftmals liegt die erste Tätigkeit in Deutschland unter dem Tätigkeitsniveau der Beschäftigung im Herkunftsland. Trotz des schwierigen Arbeitsmarkteinstiegs findet sich unter Geflüchteten eine hohe Motivation, eine Beschäftigung aufzunehmen oder in Bildung zu investieren. Unterschiede innerhalb der Gruppe der Geflüchteten zeigen sich zwischen Geschlechtern, nach dem Grad der selbst eingeschätzten Gesundheit und nach der Erwerbsbiografie im Herkunftsland. Eine besonders hohe Motivation zu Erwerbstätigkeit und Weiterbildung zeigen Personen, die im Herkunftsland bereits erwerbstätig waren. Da ein Großteil der Geflüchteten auch ohne Berufsabschluss über Berufserfahrung in Fachkrafttätigkeiten verfügt und etwa die Hälfte bereit wäre, eine Aus- und Weiterbildung zu absolvieren, sollten schnellere und flexiblere Wege zum formalen Vollabschluss unter Berücksichtigung der Berufserfahrung eingeführt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Migrantinnen und Haushaltsdienstleistungen: Zuwanderung beeinflusst das Arbeitsangebot der einheimischen Frauen (2018)
Zitatform
Forlani, Emanuele, Elisabetta Lodigiani, Concetta Mendolicchio & Parvati Trübswetter (2018): Migrantinnen und Haushaltsdienstleistungen: Zuwanderung beeinflusst das Arbeitsangebot der einheimischen Frauen. (IAB-Kurzbericht 03/2018), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Frauen stehen immer noch häufig in einem Spannungsfeld zwischen Familie und Beruf. Das gilt vor allem für Westdeutschland, wo es weniger Angebote der Kinderbetreuung gibt als in den meisten anderen europäischen Ländern. Internationale Studien zeigen, dass Einwanderung Einfluss darauf hat, wie einheimische Frauen ihre Zeit zwischen Hausarbeit und Erwerbstätigkeit aufteilen. Die Autoren untersuchen erstmals für Deutschland, ob und wie die Zuwanderung weiblicher Migranten das Angebot an Haushaltsdienstleistungen hierzulande verändert und wie sich dies auf das Erwerbsverhalten der einheimischen Frauen auswirkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Trübswetter, Parvati; -
Literaturhinweis
Lebenszufriedenheit von Geflüchteten in Deutschland ist deutlich geringer, wenn ihre Kinder im Ausland leben (2018)
Zitatform
Gambaro, Ludovica, Michaela Kreyenfeld, Diana C. Schacht & Katharina Spieß (2018): Lebenszufriedenheit von Geflüchteten in Deutschland ist deutlich geringer, wenn ihre Kinder im Ausland leben. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 85, H. 42, S. 905-916. DOI:10.18723/diw_wb:2018-42-2
Abstract
"Familie hat für das persönliche Wohlbefinden eine große Bedeutung - das gilt vor allem für Geflüchtete, deren Familienmitglieder oftmals im Herkunftsland zurückbleiben. Dieser Bericht nimmt die Familienstruktur von Geflüchteten, die zwischen Januar 2013 und Januar 2016 nach Deutschland kamen, und deren Wohlbefinden erstmals detailliert unter die Lupe. Er basiert auf Daten der IAB-BAMF-SOEP-Stichprobe von nach Deutschland Geflüchteten. Insgesamt haben neun Prozent der 18- bis 49-Jährigen minderjährige Kinder, die im Ausland leben. Zwölf Prozent dieser Geflüchteten haben einen Ehepartner oder eine Ehepartnerin im Ausland. Befindet sich die Kernfamilie in Deutschland - was bei Frauen deutlich häufiger der Fall ist als bei Männern - , sind die Geflüchteten messbar zufriedener mit ihrem Leben. Diese Befunde bestätigen sich auch dann, wenn weitere potentielle Faktoren für das Wohlbefinden berücksichtigt werden. Für eine gelungene Migrations-, Integrations- und Familienpolitik sollten diese Erkenntnisse stärker beachtet werden - nicht zuletzt in der Debatte um den Familiennachzug." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gender role changes and their impacts on Syrian women refugees in Berlin in light of the Syrian crisis (2018)
Habib, Nisren;Zitatform
Habib, Nisren (2018): Gender role changes and their impacts on Syrian women refugees in Berlin in light of the Syrian crisis. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion papers SP 6 2018-101), Berlin, II, 33 S.
Abstract
"Gender roles of Syrian women started to shift in 2011, in light of the Syrian conflict. This shift was a response to the difficult situations which Syrian women faced inside Syria as well as in the neighbouring countries to which they fled in the attempt to find safer living conditions. However, the uncertain situation and the precarious working and living conditions in Syria and the neighbouring countries forced many Syrian women and families to flee to Europe, with the highest number to Germany, facing the challenge of a new culture and new social norms.
The main purpose of this study is to evaluate if and how the gender roles of Syrian women who fled to Berlin, Germany, have shifted. Using semi-structured interviews conducted in the period July - December 2016, the study illustrates the challenges and opportunities they face, both as women and as refugees, and in how far these affect their gender roles." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
The human capital selection of young males seeking asylum in Germany (2018)
Zitatform
Lange, Martin & Friedhelm Pfeiffer (2018): The human capital selection of young males seeking asylum in Germany. (ZEW discussion paper 2018-040), Mannheim, 22 S.
Abstract
"This study analyses the selection of recently arrived asylum seekers from Middle Eastern and African countries in Germany. The findings suggest that, on average, asylum seekers have 22 percent more years of schooling - the indicator used for human capital - when compared to same-aged persons from their country of origin. In addition, it is shown that asylum seekers in the sample often accumulated rather low or relatively high levels of schooling compared to same-aged persons in their countries of origin. This phenomenon is even more pronounced for parental education. It is demonstrated that the indicators of individual and parental human capital influence short-run integration outcomes in Germany, while work experience in the home country does not. The paper discusses potential economic explanations for the findings on immigrant selection and integration outcomes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Triple disadvantage?: A first overview of the integration of refugee women (2018)
Zitatform
Liebig, Thomas & Kristian Rose Tronstad (2018): Triple disadvantage? A first overview of the integration of refugee women. (OECD social, employment and migration working papers 216), Paris, 37 S. DOI:10.1787/3f3a9612-en
Abstract
"45% der Flüchtlinge in Europa sind Frauen. Über ihre Integrationsergebnisse und die spezifischen Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind, ist jedoch nur wenig bekannt. In diesem Bericht werden frühere Forschungsarbeiten zur Integration weiblicher Flüchtlinge, sowohl im Vergleich zu männlichen Flüchtlingen als auch zu anderen Migrantinnen, zusammengefasst. Darüber hinaus werden neue Vergleichsdaten aus ausgewählten europäischen und nichteuropäischen OECD-Ländern präsentiert. Weibliche Flüchtlinge sind einer Reihe von besonderen Integrationsherausforderungen ausgesetzt. So sind ihre Gesundheits-, Bildungs- und Arbeitsmarktergebnisse beispielsweise ungünstiger als die männlicher Flüchtlinge, die ihrerseits bereits gegenüber anderen Migrantengruppen benachteiligt sind. Zudem ist bei geflüchteten Frauen ein Jahr nach der Ankunft im Aufnahmeland eine Geburtenspitze zu beobachten. Viele weibliche Flüchtlinge kommen aus Ländern, in denen erhebliche Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen herrschen und die Frauenerwerbstätigkeit im Allgemeinen gering ist. Allerdings besteht nur eine geringe Korrelation zwischen den Indikatoren der geschlechtsspezifischen Differenzen bei Erwerbsbeteiligung und Beschäftigung in den Herkunfts- und den Aufnahmeländern. Dies lässt den Schluss zu, dass die Integrationsherausforderungen durch beschäftigungs- und bildungspolitische Maßnahmen im Aufnahmeland bewältigt werden können. Der Bericht stellt außerdem fest, dass die Förderung des Erwerbs grundlegender Kompetenzen (Bildungsniveau, Sprache des Aufnahmelandes) zu deutlich verbesserten Arbeitsmarktergebnissen führt. Ferner ist ein generationsübergreifender positiver Effekt auf die Kinder von Flüchtlingsfrauen zu beobachten. Daher scheinen strukturierte Integrationsprogramme, wie sie in den skandinavischen Ländern angeboten werden, eine lohnende Investition zu sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Deutsche Fassung -
Literaturhinweis
Spezifische Herausforderungen der Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen (2018)
Pfeffer-Hoffmann, Christian; Pallmann, Ildikó; Knuth, Matthias ; Kretschmer, Franka; Babeyeva, Alena; Montero Lange, Miguel; Hellwig, Vivien; Nissen, Majra; Poppenwimmer, Hannah; Oltmanns, Hilke; Hiltner, Hanna; Ziegler, Janine; Farrokhzad, Schahrzad; Wilpert, Czarina;Zitatform
(2018): Spezifische Herausforderungen der Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen. (Profile der Neueinwanderung 2018), Berlin: Mensch und Buch Verlag, 176 S.
Abstract
"Bei der vierten Publikation der Reihe "Profile der Neueinwanderung" handelt es sich um eine erweiterte und überarbeitete Neuauflage der Ausgabe 2017. Sie gibt interessante Einblicke in die praktische Arbeit mit geflüchteten Frauen in Deutschland und Österreich. Basierend auf ihren Erfahrungen und Erkenntnissen analysieren fünf Projekte, die sich mit ihrem Angebot spezifisch an geflüchtete Frauen richten, unter welchen Bedingungen eine gleichberechtigte Teilhabe geflüchteter Frauen am Arbeitsmarkt gelingen kann, beziehungsweise, was ihrer Integration in den Arbeitsmarkt bisher entgegensteht." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
Inhalt:
Pallmann, Ildiko: Integration in den Arbeitsmarkt - Spezifische Herausforderungen für geflüchtete Frauen
Poppenwimmer, Hannah: Kompetenzcheck: Arbeitsmarktmigration von Frauen mit Fluchterfahrung in Österreich
Babeyeva, Alena; Hellwig, Vivien; Hiltner, Hanna; Kretschmer, Franka; Nissen, Majra; Oltmanns, Hilke: Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen im Rahmen des Förderprogramms IQ
Farrokhazad, Schahrzad: Teilhabe geflüchteter Frauen am Arbeitsmarkt - Ausgangslage, Hürden, Handlungsstrategien
Knuth, Matthias: Auf alten Wegen zu neuen Zielgruppen - und wie Geflüchtete Frauen dabei verpasst werden
Montero Lange, Miguel; Ziegler, Janine: Die Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen: Zahlen, Fakten und internationale Erfahrungen
Wilpert, Czarina: Wege zur sozialen und ökonomischen Teilhabe.Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek
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