Fluchtmigrantinnen und -migranten – Bildung und Arbeitsmarkt
Auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung verlassen viele Menschen ihr Heimatland und suchen Schutz und neue Perspektiven in Deutschland und beantragen Asyl. Die Beteiligung am Arbeitsmarkt wird häufig als Schlüssel für die gesellschaftliche Integration der Fluchtmigrantinnen und -migranten gesehen.
Welche Qualifikationen bringen die Menschen mit, welche arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sind hilfreich? Wie gehen die einzelnen Bundesländer damit um, welche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme sind zu erwarten, wie sieht die Situation in anderen Ländern aus?
Dieses Themendossier stellt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema zusammen und ermöglicht den Zugang zu weiterführenden Informationen sowie zu Positionen der politischen Akteure.
Literatur zur besonderen Situation der Geflüchteten aus der Ukraine finden Sie im
Themendossier Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland
- Literatur und Forschung aus dem IAB
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Zur Situation in Deutschland
- Positionen und Stellungnahmen
- zur Rechtslage
- Bildungstand und -förderung / Anerkennung von Qualifikation
- betriebliche Berufsausbildung/Berufsorientierung
- Studium
- Arbeitsmarktintegration, Maßnahmen und Programme
- Betriebe und Wirtschaftsbereiche
- Beschäftigungsformen
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit
- Geflüchtete im SGB II
- Löhne
- Arbeitsmarkteffekte der Flüchtlingszuwanderung
- Regionale Aspekte, Wohnsitzauflage
- Rückwanderung
- Daten und Statistik
- Quellen mit Unterscheidung nach Herkunftsregion
- Quellen mit Geschlechtsbezug
- Quellen mit Altersbezug
- Quellen mit regionalem Bezug
- Zur Situation in anderen Ländern
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Literaturhinweis
Flüchtlinge im Unternehmen: Praxisleitfaden für eine gelungene Einstellung und Integration (2017)
Batsching, Thomas; Riedel, Tim;Zitatform
Batsching, Thomas & Tim Riedel (2017): Flüchtlinge im Unternehmen. Praxisleitfaden für eine gelungene Einstellung und Integration. Freiburg im Breisgau: Haufe, 205 S.
Abstract
"In vielen Unternehmen herrscht Fachkräftemangel. Durch die Beschäftigung und Ausbildung von Flüchtlingen können die Personallücken geschlossen werden. Anhand von Fallbeispielen lernen Sie den gesamten Prozess der Personalgewinnung Geflüchteter aus der Praxis kennen. Sie erfahren, welche Voraussetzungen bei Bewerbung, Personalauswahl und Onboarding berücksichtigt werden müssen, wie kulturelle Unterschiede überwunden werden und der Integrationsprozess erfolgreich gelingt.
- Rechtliche Voraussetzungen für die Beschäftigung Geflüchteter als Auszubildende, Praktikanten, Hospitationen oder in Festanstellung
- Identifizierung und Ansprache der geeigneten Bewerber - Personalauswahl und Kompetenzanalyse: So erkennen Sie den oder die Richtigen
- Onboarding und Integration: Diese Maßnahmen sind erfolgreich" (Verlagsangaben, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten: Jetzt investieren (2017)
Zitatform
Burkert, Carola & Achim Dercks (2017): Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten: Jetzt investieren. (Kommission "Perspektiven für eine zukunftsgerichtete und nachhaltige Flüchtlings- und Einwanderungspolitik". E-paper 02), Berlin, 14 S.
Abstract
"Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland ist momentan in einer guten Verfassung - wenn auch mit deutlichen regionalen Disparitäten: steigende Erwerbstätigkeit, geringe Arbeitslosigkeit, eine Vielzahl von offenen Stellen und Ausbildungsplätzen. Viele Geflüchtete werden voraussichtlich in Deutschland bleiben. Sie selbst wie auch Unternehmen und der deutsche Staat haben ein großes Interesse daran, dass sie schnell und nachhaltig in Ausbildung oder Arbeit vermittelt werden.
Bei der Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt stehen Geflüchtete und Unternehmen allerdings vor zahlreichen Hürden. Bemängelt werden zum Beispiel die immer noch zu lange Dauer der Asylverfahren, fehlende deutsche Sprachkenntnisse, aufwändige Vermittlungsprozesse in Ausbildung und Beschäftigung, fehlende schulische und berufliche Qualifikationen sowie Unsicherheit bei den rechtlichen Rahmenbedingungen." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Integration als Bildungsaufgabe!?: Herausforderungen - Möglichkeiten - Chancen (2017)
Durczok, Frederik; Lichter, Sarah;Zitatform
Durczok, Frederik & Sarah Lichter (Hrsg.) (2017): Integration als Bildungsaufgabe!? Herausforderungen - Möglichkeiten - Chancen. Baltmannsweiler: Schneider, 291 S.
Abstract
"Integration kann als eine - wenn nicht als die - Bildungsaufgabe einer jeden Gesellschaft verstanden werden. Diese betrifft stets die ganze Gesellschaft. Das Bildungssystem scheint der vielleicht prominenteste Ort zu sein, an dem Integrationsvisionen entwickelt, verfeinert, verwirklicht und verworfen werden können, da dieses als Mittler zwischen der Entwicklung der ganzen Gesellschaft (Kultur) und den Individuationsprozessen jedes einzelnen in der Gesellschaft (Bildung) fungieren kann." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
Duale Berufsausbildung junger Geflüchteter: Ergebnisse aus dem BIBB-Expertenmonitor Berufliche Bildung (2017)
Ebbinghaus, Margit; Gei, Julia;Zitatform
Ebbinghaus, Margit & Julia Gei (2017): Duale Berufsausbildung junger Geflüchteter. Ergebnisse aus dem BIBB-Expertenmonitor Berufliche Bildung. (Fachbeiträge im Internet), Bonn, 35 S.
Abstract
"Duale Berufsausbildung kann einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration junger Geflüchteter leisten. Dafür ist aber verstärkt Unterstützung (z. B. durch verschiedene Maßnahmen) notwendig, sowohl für die Personen mit Fluchtmigrationshintergrund als auch die ausbildenden Betriebe einschließlich des Ausbildungspersonals. Dies ist ein zentrales Ergebnis der aktuellen Umfrage des BIBB-Expertenmonitors." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufliche Qualifizierung Geflüchteter: Führen direkte Anfragen zur Beteiligung von Betrieben? (2017)
Ebbinghaus, Margit;Zitatform
Ebbinghaus, Margit (2017): Berufliche Qualifizierung Geflüchteter: Führen direkte Anfragen zur Beteiligung von Betrieben? In: Z'Flucht. Zeitschrift für Flucht- und Flüchtlingsforschung, Jg. 1, H. 2, S. 298-317. DOI:10.5771/2509-9485-2017-2-298
Abstract
"Betriebliche Ausbildungs- und Praktikumsmöglichkeiten können einen wichtigen Beitrag leisten, Geflüchtete im Jugend- und jungen Erwachsenalter in Arbeitsmarkt und Gesellschaft zu integrieren - vorausgesetzt, Betriebe machen jungen Geflüchteten diese Möglichkeiten zugänglich. Ist das der Fall? Der Beitrag beleuchtet diese Frage auf Grundlage einer Befragung kleiner und mittelständischer Ausbildungsbetriebe. Es wird untersucht, inwieweit Betriebe auf Anfragen hin junge Geflüchtete als Praktikanten oder Auszubildende eingestellt haben und ob sich hierbei Zusammenhänge mit bestimmten Betriebsmerkmalen erkennen lassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Engagement von Unternehmen bei der Integration von Flüchtlingen: Erfahrungen, Hemmnisse und Anreize (2017)
Flake, Regina; Pierenkemper, Sarah; Placke, Beate; Jambo, Svenja; Werner, Dirk;Zitatform
Flake, Regina, Svenja Jambo, Sarah Pierenkemper, Beate Placke & Dirk Werner (2017): Engagement von Unternehmen bei der Integration von Flüchtlingen. Erfahrungen, Hemmnisse und Anreize. (KOFA-Studie / Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung 2017,1), Köln, 23 S.
Abstract
"Die vorliegende KOFA-Studie untersucht das Engagement von Unternehmen bei der Integration von Flüchtlingen durch das Angebot von Praktika, Ausbildungsstellen sowie regulärer Beschäftigung. Dabei stehen die Erfahrungen der Unternehmen und die damit verbundenen Hemmnisse und positiven Anreize im Fokus. Sie zeigen interessierten Unternehmen auf, wo Stolpersteine bei der Qualifizierung und Beschäftigung von Flüchtlingen liegen, welche Unterstützungsangebote für sie besonders hilfreich sein können und wie sie die Integration von Geflüchteten möglichst erfolgreich gestalten können. Inzwischen ist das entsprechende Engagement von Unternehmen stark gestiegen, was das Voneinanderlernen deutlich erleichtert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschäftigung und Qualifizierung von Flüchtlingen in Unternehmen: die Bedeutung von Unterstützungsangeboten bei der Integration (2017)
Flake, Regina; Risius, Paula; Jambo, Svenja; Werner, Dirk; Pierenkemper, Sarah;Zitatform
Flake, Regina, Svenja Jambo, Sarah Pierenkemper, Paula Risius & Dirk Werner (2017): Beschäftigung und Qualifizierung von Flüchtlingen in Unternehmen. Die Bedeutung von Unterstützungsangeboten bei der Integration. In: IW-Trends, Jg. 44, H. 2, S. 3-20. DOI:10.2373/1864-810X.17-02-01
Abstract
"Ungefähr jedes sechste Unternehmen in Deutschland beschäftigt bereits Flüchtlinge als Auszubildende, Praktikanten oder reguläre Mitarbeiter. Vor allem Handwerksunternehmen leisten einen großen Beitrag zur Integration. Die Mehrheit der Unternehmen, die bereits Flüchtlinge beschäftigen, planen für 2017, weitere Flüchtlinge einzustellen. Auch herausfordernde Erfahrungen beispielsweise mit mangelnden Sprachkenntnissen führen zu keiner Änderung der Pläne. Die Integrationsaufgabe können und müssen Unternehmen dabei nicht allein meistern. Neben vielen etablierten Informations- und Unterstützungsangeboten für Unternehmen wie dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagenturen wurden viele Programme gezielt für die Integration von Flüchtlingen in Unternehmen geöffnet oder neu geschaffen. Es zeigt sich jedoch, dass viele Angebote von Unternehmen (noch) nicht genutzt werden, etwa weil sie nicht bekannt sind. Unternehmen informieren sich erst dann über Unterstützungsmöglichkeiten, wenn sie bereits Flüchtlinge beschäftigen. Mehr Informationen über die Programme und ihren Nutzwert sowie eine weitere Schärfung ihrer Passgenauigkeit könnten daher mehr Unternehmen - auch solche ohne Erfahrung - dazu motivieren, zukünftig Flüchtlinge zu beschäftigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Geflüchtete auf dem Weg in Ausbildung: Welche Unterstützung wünschen sie sich? (2017)
Gei, Julia; Matthes, Stephanie;Zitatform
Gei, Julia & Stephanie Matthes (2017): Geflüchtete auf dem Weg in Ausbildung. Welche Unterstützung wünschen sie sich? In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 46, H. 4, S. 4-5.
Abstract
"Die Integration Geflüchteter in Ausbildung zählt aktuell zu den zentralen gesellschaftspolitischen Aufgaben in Deutschland. Doch wie gut gelingt dies bislang? In der BA/BIBB-Migrationsstudie 2016 konnten rund 1.600 Ausbildungsstellenbewerber/-innen mit Fluchthintergrund zu ihrer aktuellen Situation und ihren Einschätzungen befragt werden. Deutlich wird, welche Probleme Geflüchtete auf ihrem Weg in Ausbildung sehen und wo sie sich Unterstützung wünschen." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Potenzial von jungen Flüchtlingen für eine Ausbildung im Handwerk: Ergebnisse einer empirischen Untersuchung (2017)
Glasl, Markus;Zitatform
Glasl, Markus (2017): Potenzial von jungen Flüchtlingen für eine Ausbildung im Handwerk. Ergebnisse einer empirischen Untersuchung. München, 51 S.
Abstract
"Im Jahr 2015 sind 890.000 Menschen nach Deutschland gekommen und haben einen Asylantrag gestellt. Ein wesentlicher Baustein zur Integration von Flüchtlingen ist deren Teilhabe am Arbeitsleben. Um den Flüchtlingen hierbei weitreichende Hilfestellungen geben zu können, brauchen Wirtschaft und Politik vielfältige Informationen über die Zuwanderer. Nachdem in den amtlichen Statistiken überwiegend harte Faktoren erfasst werden, hat das LFI in einer aktuellen Studie berufliche Ziele und Motivstrukturen von Flüchtlingen untersucht und dabei ein großen Potenzial für das Handwerk identifiziert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Geflüchtete und berufliche Bildung (2017)
Zitatform
Granato, Mona & Frank Neises (2017): Geflüchtete und berufliche Bildung. (Bundesinstitut für Berufsbildung. Wissenschaftliche Diskussionspapiere 187), Bonn, 133 S.
Abstract
"2015 und 2016 sind rund 1,2 Millionen Menschen als Schutzsuchende in Deutschland registriert worden. Ihre Integration stellt die berufliche Bildung vor große Herausforderungen. Das wissenschaftliche Diskussionspapier beleuchtet dieses Thema aus verschiedenen Perspektiven. In einführenden Beiträgen werden Bildungsvoraussetzungen von Geflüchteten sowie ihre Zugangsvoraussetzungen in berufliche Ausbildung skizziert. Auf der Grundlage von BIBB-Untersuchungen werden Ergebnisse zur Ausbildungsbereitschaft der Betriebe und dem Übergang Geflüchteter in berufliche Ausbildung sowie eine BIBB-Modellrechnung zur Nachfrage Geflüchteter nach dualer Ausbildung in den nächsten Jahren vorgestellt. Weitere Schwerpunkte bilden bestehende Möglichkeiten der Flexibilisierung dualer Ausbildung, die Angebote zur Hinführung Geflüchteter in Ausbildung sowie kommunale und internationale Erfahrungen mit Flüchtlingen in diesem Handlungsfeld. Ausgehend von den zentralen Ergebnissen wird abschließend erörtert, wie die Integration Geflüchteter in die berufliche Ausbildung gelingen kann. Die Stärkung betrieblicher Ausbildung, die Weiterentwicklung berufsvorbereitender Angebote, die ganzheitlichere Ausrichtung ausbildungsbegleitender Angebote sowie mehr Zeit für eine gezielte Berufsorientierung und Ausbildungsvorbereitung stehen hierbei besonders im Fokus." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Unternehmen bieten Chancen - Arbeitsmarktintegration Geflüchteter: Ergebnisse der DIHK-Konjunkturumfrage bei den Industrie- und Handelskammern (2017)
Hardege, Stefan; Hartig, Sandra;Zitatform
(2017): Unternehmen bieten Chancen - Arbeitsmarktintegration Geflüchteter. Ergebnisse der DIHK-Konjunkturumfrage bei den Industrie- und Handelskammern. Berlin, 8 S.
Abstract
"Viele deutsche Unternehmen engagieren sich für die Integration von Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung, haben aber oft mit mangelnden Sprachkenntnissen und Qualifikationen zu kämpfen. Das zeigt nun eine aktuelle Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Integration durch Bildung: die Berufsorientierung jugendlicher Flüchtlinge als Querschnittsaufgabe. Zwischenbericht zum Projekt "Kooperation von Akteuren vorbeugender Sozialpolitik. Eine Analyse am Beispiel der Berufsorientierung jugendlicher Flüchtlinge" (2017)
Zitatform
Köhling, Karola & Sybille Stöbe-Blossey (2017): Integration durch Bildung. Die Berufsorientierung jugendlicher Flüchtlinge als Querschnittsaufgabe. Zwischenbericht zum Projekt "Kooperation von Akteuren vorbeugender Sozialpolitik. Eine Analyse am Beispiel der Berufsorientierung jugendlicher Flüchtlinge". (IAQ-Forschung 2017-04), Duisburg, 164 S. DOI:10.17185/duepublico/45803
Abstract
"Das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Duisburg-Essen verfolgt in dem vom Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW, Düsseldorf) geförderten Projekt "Kooperation von Akteuren vorbeugender Sozialpolitik: Eine Analyse am Beispiel der Berufsorientierung jugendlicher Flüchtlinge" (kurz: KAS-Studie) das Ziel, Erkenntnisse über Koordinationsmechanismen zu erarbeiten und Gelingens- und Engpassfaktoren für Kooperation zu identifizieren. Der vorliegende Forschungsbericht stellt erste Ergebnisse der KAS-Studie vor. Im Folgenden erfolgt zunächst eine kurze Darstellung des Forschungsdesigns (1). Ausgehend davon, dass vorbeugende Sozialpolitik die Formulierung von Querschnittsaufgaben impliziert, wird anschließend zunächst auf die Problematik politikfeldübergreifender Kooperation eingegangen und darauf aufbauend ein Analyserahmen entwickelt (2). Anschließend werden wichtige Strukturen und Entwicklungen einerseits in der Bildungspolitik (3), andererseits in der Integrationspolitik (4) beschrieben, um den inhaltlichen Kontext zu klären, in dem Konzepte der Berufsorientierung für jugendliche Flüchtlinge erarbeitet und umgesetzt werden. Danach werden die Strukturen der Politikfelder analysiert, die für die Berufsorientierung jugendlicher Flüchtlinge von besonderer Relevanz sind, und unter Rückgriff auf den entwickelten Analyserahmen nach den Herausforderungen gefragt, die sich aus diesen Strukturen für die politikfeldübergreifende Kooperation ergeben (5). Schließlich werden erste Ergebnisse der empirischen Erhebungen vorgestellt, wobei zunächst auf kommunale Strukturen (6) und anschließend auf die Situation jugendlicher Flüchtlinge im Bildungssystem eingegangen wird (7). Auf der Grundlage dieser Zwischenergebnisse werden erste und somit vorläufige Schlussfolgerungen sowie Fragen für die weitere Arbeit abgeleitet. Der Bericht reflektiert den Stand der Arbeiten zum Ende der ersten Projektphase im März 2017. Die Darstellung von Ergebnissen und Schlussfolgerungen hat somit einen vorläufigen Charakter und soll zur Diskussion einladen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Integration von Flüchtlingen durch Ausbildung im Handwerk: Potenziale, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren (2017)
Lahner, Jörg;Zitatform
Lahner, Jörg (2017): Integration von Flüchtlingen durch Ausbildung im Handwerk. Potenziale, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren. (Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung 14), Göttingen, 20 S. DOI:10.3249/2364-3897-gbh-14
Abstract
"Die Integration von Migrantinnen und Migranten, speziell von Flüchtlingen, stellt eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen in Deutschland dar. Parallel dazu fällt es dem deutschen Handwerk immer schwerer, seinen Fachkräftebedarf zu decken.
Eine wachsende Zahl an Projekten von Bund und Ländern versucht deshalb, gezielt die Ausbildung von Flüchtlingen im Handwerk zu fördern. Dabei zeigt diese Untersuchung, dass es potenziell eine Vielzahl interessierter Betriebe und motivierter Flüchtlinge mit Affinität zu einem Handwerksberuf gibt. Zudem sind die Handwerkskammern mit ihren Bildungszentren und ihren vielfältigen Erfahrungen im Bereich zielgruppenspezifischer Angebote für eine effektive Unterstützung bestens aufgestellt. Allerdings ist der Ausbildungserfolg von zahlreichen Faktoren abhängig. Erstens gilt es, die Voraussetzungen der Flüchtlinge, vor allem die sprachlichen, gründlich zu prüfen. Die Integration in den Betrieb, der Besuch der Berufsschule, Herausforderungen der persönlichen Lebenssituation (Familienverantwortung, Unterbringung etc.) sind nicht nur für Flüchtlinge kritische Faktoren des Ausbildungserfolges, Flüchtlinge haben hier jedoch häufig besondere Hürden zu meistern. Deshalb ist eine intensive sozialpädagogische Betreuung vor und während der Ausbildung in der Regel unverzichtbar.
Auch wenn der vorliegende Beitrag lediglich auf der gutachterlichen Prüfung eines einzelnen Pilotprojektes fußt, lassen sich durchaus vielfältige Erkenntnisse sowohl für die Praxis als auch für die Förderpolitik ableiten. Insgesamt zeigt sich, dass die spezifischen Hindernisse in vielen Fällen überwindbar sind und Ausbildung von Flüchtlingen im Handwerk gelingen kann. Damit eröffnet sich für geneigte und gut vorbereitete Flüchtlinge eine echte Perspektive gesellschaftlicher Integration. Für das Handwerk selbst ergibt sich eine neue Option der Nachwuchssicherung, sofern eine qualifizierte Unterstützung gesichert ist und alle Beteiligten über hinreichend Geduld und Motivation verfügen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Study on female refugees: repräsentative Untersuchung von geflüchteten Frauen in unterschiedlichen Bundesländern in Deutschland. Abschlussbericht (2017)
Schouler-Ocak, Meryam; Kurmeyer, Christine;Zitatform
(2017): Study on female refugees. Repräsentative Untersuchung von geflüchteten Frauen in unterschiedlichen Bundesländern in Deutschland. Abschlussbericht. Berlin, 66 S.
Abstract
"Etwa 1/3 der in Deutschland lebenden Geflüchteten sind Frauen, die auf Grund von Krieg, sozialer oder politischer Instabilität, sozio-ökonomischer, familiärer oder administrativer Konflikte ihr Heimatland verlassen haben. Die Studie wird eine psychosoziale Situationsanalyse, Bedarfe und Erwartungen geflüchteter Frauen beispielhaft in fünf städtischen und ländlichen Regionen in verschiedenen Bundesländern zur Verfügung stellen. Hierfür wird eine repräsentative Befragung ergänzt durch qualitative Erhebungen in Fokusgruppen.
Diese Daten werden eine umfassende und zuverlässige Darstellung von frauenspezifischen Versorgungsbedarfen ermöglichen. Aus der Perspektive der betroffenen geflüchteten Frauen selbst sollen zudem Verbesserungsvorschläge der psychosozialen Versorgung aufgezeigt und diskutiert werden. Die so gewonnenen Erkenntnisse geben den Bundesländern einen ersten detaillierten Einblick in die psychosoziale Gesamtsituation der geflüchteten Frauen, aus denen sich Handlungsempfehlungen ableiten lassen. Von den gesammelten Erfahrungen können auch andere nicht an der Studie beteiligte Bundesländer profitieren." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Kooperationsmodelle der BA zur Förderung der Integration geflüchteter Menschen (2017)
Siepe, Friedhelm;Zitatform
Siepe, Friedhelm (2017): Kooperationsmodelle der BA zur Förderung der Integration geflüchteter Menschen. In: J. Lange (Hrsg.) (2017): SGB II und Flüchtlinge : Ansätze für eine nachhaltige Integration (Loccumer Protokoll, 70/16), S. 91-96.
Abstract
"Es wurden zwei branchenübergreifende Kooperationsmodelle entwickelt: Das eine für Geflüchtete bis 25 Jahre und das andere für Geflüchtete ab 25 Jahren (Orientierungswerte). Im Kern geht es um die Verzahnung von systematischem Spracherwerb, einer frühzeitigen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ('work first') sowie Ausbildung bzw. beruflicher Weiterbildung. Der frühe Kontakt zu Unternehmen - parallel zum oder nach dem Erwerb der notwendigen Sprachkenntnisse - ermöglicht die schnelle Integration in Ausbildung oder Arbeit. Gleichzeitig werden Unternehmen dabei unterstützt, mit zeitlich und finanziell begrenztem Aufwand - flankiert durch Bildungsträger - gering Qualifizierte perspektivisch zu Fachkräften zu entwickeln. Die Modelle besitzen Orientierungsfunktion, sind lokal gestaltbar und eignen sich aufgrund ihrer Flexibilität für alle Branchen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufsbildungsbericht 2017 (2017)
Zitatform
(2017): Berufsbildungsbericht 2017. (Berufsbildungsbericht ... / Bundesministerium für Bildung und Forschung), Bonn, 183 S.
Abstract
"Die berufliche Aus- und Weiterbildung bildet eine wesentliche Grundlage für Wirtschaftswachstum, Wohlstand und sozialen Zusammenhalt in Deutschland. Das deutsche Berufsbildungssystem mit seinen vielfältigen Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten und Qualifikationsniveaus bietet breite Karriereperspektiven und garantiert eine hohe Beschäftigungsfähigkeit. Die tragende Rolle der Unternehmen, die enge Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Sozialpartnern und die geringe Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland sind Kennzeichen dieses Erfolgsmodells, das zu Recht eine immer stärkere internationale Anerkennung genießt. Mit dem Berufsbildungsbericht kommt das BMBF seinem gesetzlichen Auftrag (§ 86 BBiG) nach, die Entwicklung in der beruflichen Bildung kontinuierlich zu beobachten und der Bundesregierung jährlich zum 1. April Bericht zu erstatten.
Der Bericht gliedert sich in vier Kapitel:
Kapitel 1: Berufsbildungspolitische Prioritäten der Bundesregierung,
Kapitel 2: Ausbildungsmarktsituation,
Kapitel 3: Bildungspolitische Maßnahmen und Programme,
Kapitel 4: Stand und Perspektive der beruflichen Bildung in der internationalen Zusammenarbeit."
(Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2017: Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung (2017)
Zitatform
(2017): Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2017. Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung. (Datenreport zum Berufsbildungsbericht 9), Bonn, 556 S.
Abstract
"Der Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2017 wird zum neunten Mal vom Bundesinstitut für Berufsbildung herausgegeben. Er enthält umfassende Informationen und Analysen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung, gibt einen Überblick über Programme des Bundes und der Länder zur Förderung der Berufsausbildung und informiert über internationale Indikatoren und Benchmarks.
Schwerpunktthema des BIBB-Datenreports ist in diesem Jahr 'Geflüchtete und berufliche Bildung'." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Ausbildung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen: Sinnvoll ist Unterstützung über Volljährigkeit hinaus (2016)
Bauer, Angela; Schreyer, Franziska;Zitatform
Bauer, Angela & Franziska Schreyer (2016): Ausbildung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen: Sinnvoll ist Unterstützung über Volljährigkeit hinaus. (IAB-Kurzbericht 13/2016), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern oder andere Erziehungsberechtigte in Deutschland Schutz suchen, gelten als besonders schutzwürdige Gruppe. Die Jugendhilfe hat den Auftrag, die unbegleiteten Minderjährigen bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Inwieweit können sich diese beruflich in Deutschland integrieren und eine Ausbildung aufnehmen? Wie können sie dabei auch nach Erreichen der Volljährigkeit unterstützt werden? Der IAB-Kurzbericht informiert über die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge und präsentiert Befunde zu Chancen und Risiken bei ihrem Weg in Ausbildung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Schreyer, Franziska; -
Literaturhinweis
Berufliche Qualifizierung von jungen Flüchtlingen in Deutschland: Eine Expertise (2016)
Braun, Frank; Lex, Tilly;Zitatform
Braun, Frank & Tilly Lex (2016): Berufliche Qualifizierung von jungen Flüchtlingen in Deutschland. Eine Expertise. (Forschungsschwerpunkt "Übergänge in Arbeit" am Deutschen Jugendinstitut e.V. Wissenschaftliche Texte), München, 129 S.
Abstract
"Im Fokus des Papiers steht die berufliche Qualifizierung junger Flüchtlinge unterhalb des Tertiärbereichs. Nicht behandelt wird also die Bildungssituation von Flüchtlingskindern und -jugendlichen im Elementar- und Primarbereich, in der Sekundarstufe I, in den allgemein bildenden Zweigen der Sekundarstufe II oder im Hochschulbereich. (...) Ein inhaltlicher Schwerpunkt dieses Papiers ist die berufliche Qualifizierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in einem Lebensalter nach Deutschland gekommen sind, in dem sie nach der gegenwärtigen Rechtslage nicht mehr der allgemeinen Schulpflicht (zu einem großen Teil auch nicht mehr der Berufsschulpflicht) unterliegen, aber einer beruflichen Qualifizierung bedürfen, sei es für Erwerbsarbeit in Deutschland, sei es für Erwerbsarbeit nach einer möglicherweise erfolgenden Rückkehr in die Herkunftsländer oder für die weitere Migration in andere Regionen der Welt. (...) Gegenstand dieses Papiers ist weniger eine Aufarbeitung des Forschungsstandes (es gibt zur beruflichen Qualifizierung von Flüchtlingen in Deutschland nur wenig Forschung) als eine Zusammenführung von Informationen aus unterschiedlichen Quellen zu diesem Thema: Informationen über gesetzliche Regelungen, über asylrechtliche Verfahren, über Flüchtlings- und Bildungspolitiken, über statistische Daten der Verwaltung und eben nur zu einem geringen Anteil über Ergebnisse von sozialwissenschaftlichen Studien, wissenschaftlichen Begleitungen und Evaluationen. Die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für die berufliche Qualifizierung von Flüchtlingen in Deutschland sind äußerst kompliziert und unübersichtlich. Dazu einen Überblick herzustellen, ist Absicht dieses Papiers." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Kurzfassung -
Literaturhinweis
Betriebliches Engagement in der Ausbildung Geflüchteter: Ergebnisse einer Befragung von Klein- und Mittelbetrieben (2016)
Ebbinghaus, Margit;Zitatform
Ebbinghaus, Margit (2016): Betriebliches Engagement in der Ausbildung Geflüchteter. Ergebnisse einer Befragung von Klein- und Mittelbetrieben. (Fachbeiträge im Internet), Bonn, 16 S.
Abstract
"Klein- und Mittelbetriebe sind sich der besonderen Bedeutung der Berufsausbildung für die Integration von nach Deutschland geflüchteten Menschen bewusst. Dies ist das Ergebnis einer im ersten Quartal 2016 vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) durchgeführten Befragung unter rund 1.570 klein- und mittelständischen Ausbildungsbetrieben aus ausgewählten Wirtschafts- und Berufsbereichen. Drei Viertel der befragten Betriebe meinen, Ausbildung sei ein entscheidender Faktor, damit die Integration von Geflüchteten in die Gesellschaft gelingt.
Rund 40 Prozent der befragten Klein- und Mittelbetriebe sehen in der Ausbildung von Geflüchteten zudem Chancen für die deutsche Wirtschaft insgesamt und für die Sicherung des Fachkräftenachwuchses im Besonderen. Jedoch traut sich eine gleich hohe Zahl in dieser Frage kein eindeutiges Urteil zu, und etwa jeder siebte der befragten Betriebe bezweifelt sogar eine derartige Aussage. Zudem sieht jeder zweite befragte Klein- und Mittelbetrieb durch die Ausbildung Geflüchteter finanzielle Belastungen auf die Wirtschaft zukommen, die nur durch staatliche Unterstützungsleistungen gestemmt werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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- Studium
- Arbeitsmarktintegration, Maßnahmen und Programme
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- Geflüchtete im SGB II
- Löhne
- Arbeitsmarkteffekte der Flüchtlingszuwanderung
- Regionale Aspekte, Wohnsitzauflage
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- Daten und Statistik
- Quellen mit Unterscheidung nach Herkunftsregion
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