Fluchtmigrantinnen und -migranten – Bildung und Arbeitsmarkt
Auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung verlassen viele Menschen ihr Heimatland und suchen Schutz und neue Perspektiven in Deutschland und beantragen Asyl. Die Beteiligung am Arbeitsmarkt wird häufig als Schlüssel für die gesellschaftliche Integration der Fluchtmigrantinnen und -migranten gesehen.
Welche Qualifikationen bringen die Menschen mit, welche arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sind hilfreich? Wie gehen die einzelnen Bundesländer damit um, welche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme sind zu erwarten, wie sieht die Situation in anderen Ländern aus?
Dieses Themendossier stellt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema zusammen und ermöglicht den Zugang zu weiterführenden Informationen sowie zu Positionen der politischen Akteure.
Literatur zur besonderen Situation der Geflüchteten aus der Ukraine finden Sie im
Themendossier Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland
- Literatur und Forschung aus dem IAB
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Zur Situation in Deutschland
- Positionen und Stellungnahmen
- zur Rechtslage
- Bildungstand und -förderung / Anerkennung von Qualifikation
- betriebliche Berufsausbildung/Berufsorientierung
- Studium
- Arbeitsmarktintegration, Maßnahmen und Programme
- Betriebe und Wirtschaftsbereiche
- Beschäftigungsformen
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit
- Geflüchtete im SGB II
- Löhne
- Arbeitsmarkteffekte der Flüchtlingszuwanderung
- Regionale Aspekte, Wohnsitzauflage
- Rückwanderung
- Daten und Statistik
- Quellen mit Unterscheidung nach Herkunftsregion
- Quellen mit Geschlechtsbezug
- Quellen mit Altersbezug
- Quellen mit regionalem Bezug
- Zur Situation in anderen Ländern
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Literaturhinweis
Personal Social Networks of Recent Refugees in Germany: Does Family Matter? (2024)
Zitatform
Sauer, Lenore & Elisabeth K. Kraus (2024): Personal Social Networks of Recent Refugees in Germany: Does Family Matter? In: Journal of Immigrant and Refugee Studies, Jg. 22, H. 1, S. 134-148. DOI:10.1080/15562948.2021.2017096
Abstract
"This article explores the composition of the personal social networks and their interrelation with the family context of recently arrived refugees in Germany. Using the Refugee Sample of the German Socio-Economic Panel (2017) and performing logistic regression analyses, the findings suggest that refugees living without their partner, children, or extended family in Germany are more likely to have at least one close non-kin confidant. The same holds true for inter-ethnic contacts. Moreover, the results show that also opportunity structures like the workplace or leisure-time activities matter. As male and female refugees have different family arrangements, differences by sex emerge." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Warum Erwerbsarbeit für Geflüchtete auch rechtlich wichtig ist (2024)
Schreyer, Franziska;Zitatform
Schreyer, Franziska (2024): Warum Erwerbsarbeit für Geflüchtete auch rechtlich wichtig ist. In: IAB-Forum H. 25.11.2024 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20241125.01
Abstract
"Existenzsichernde Erwerbsarbeit ist für Geflüchtete oft eine rechtliche Voraussetzung, um langfristig oder dauerhaft in Deutschland bleiben zu können. Dies bietet zwar Chancen sowohl für die Geflüchteten als auch für den Arbeitsmarkt hierzulande. Es kann aber auch zu einer besonderen Abhängigkeit der Betroffenen vom Betrieb führen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Schreyer, Franziska; -
Literaturhinweis
Geflüchtete aus der Ukraine: Jobcenter schreiben ihnen gute Arbeitsmarktchancen zu (2024)
Schreyer, Franziska; Osiander, Christopher ; Rauch, Angela ; Kellmer, Ariana; Böhringer, Daniela; Kupka, Peter ; Brussig, Martin ; Schlee, Thorsten; Hartosch, Katja;Zitatform
Schreyer, Franziska, Daniela Böhringer, Martin Brussig, Katja Hartosch, Ariana Kellmer, Peter Kupka, Christopher Osiander, Angela Rauch & Thorsten Schlee (2024): Geflüchtete aus der Ukraine: Jobcenter schreiben ihnen gute Arbeitsmarktchancen zu. (IAB-Kurzbericht 12/2024), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2412
Abstract
"Seit Juni 2022 werden leistungsberechtigte Geflüchtete aus der Ukraine bereits kurz nach ihrer Einreise von den Jobcentern betreut. Mit welchen organisatorischen Maßnahmen haben diese darauf reagiert? Welche Erfahrungen machen die Jobcenter bei der Betreuung dieser Menschen? Auf Basis von quantitativen und qualitativen Befragungen gibt dieser Kurzbericht hierzu Auskunft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Schreyer, Franziska; Osiander, Christopher ; Rauch, Angela ; Hartosch, Katja; -
Literaturhinweis
Data quality control in the 6th wave of the IAB-BAMF-SOEP Survey of Refugees, samples M3-M6 (2024)
Zitatform
Schwanhäuser, Silvia & Lukas Olbrich (2024): Data quality control in the 6th wave of the IAB-BAMF-SOEP Survey of Refugees, samples M3-M6. (SOEP Survey Papers 1334: Series C - Data Documentations), Berlin, 7 S.
Abstract
"In face-to-face surveys, interviewers take on many key tasks. They contact households and target persons, encourage them to participate in the survey and conduct standardized interviews. In some cases, however, interviewers may deviate from specified guidelines when performing this task, which in turn can affect the quality of the data. In order to minimise the risk of deviant interviewer behavior in interviews, data quality controls are implemented throughout the entire survey period of the IAB-BAMF-SOEP Survey of Refugees (Brücker et al. 2017). This enables follow-up interviewer training and feedback discussions, and to identify anomalies at an early stage. Such controls have been in place since the first survey wave (see Kosyakova et al. 2019, Olbrich et al. 2020). Through the use of these quality controls, it was found that some interviews did not meet the high-quality standards of the survey. Several analyses indicated that a total of three interviewers had failed to carry out individual interviews properly. It was therefore decided to remove these interviews from the dataset. This decision was taken in close cooperation with the project partners (IAB, BAMF, and SOEP) as well as the survey organisation (infas). The following report documents this decision and presents the findings that led to this decision being taken." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Geflüchtete senden seltener Geld ins Ausland als andere Migrant*innen (2024)
Zitatform
Silva, Adriana Cardozo & Sabine Zinn (2024): Geflüchtete senden seltener Geld ins Ausland als andere Migrant*innen. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 91, H. 49, S. 771-779. DOI:10.18723/diw_wb:2024-49-1
Abstract
"Über Geldüberweisungen von Geflüchteten in ihre Heimat wurde in den vergangenen Jahren in Deutschland politisch scharf debattiert, was zur Einführung einer Bezahlkarte für Asylbewerber*innen führte. Die vorliegende Studie untersucht, wie sich der Anteil der in Deutschland lebenden Personen, die Geld ins Ausland überweisen, im Laufe der Zeit je nach Migrationshintergrund – mit oder ohne Fluchthintergrund – verändert hat und welche Faktoren die Wahrscheinlichkeit von Geldsendungen beeinflussen. Basierend auf den Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) sowie den IAB-SOEP-Migrationsstichproben und der IAB-BAMF-SOEP-Befragung Geflüchteter von 2013 bis 2022 zeigt die Untersuchung, dass Migrant*innen ohne Fluchthintergrund häufiger Geldtransfers tätigen, während Geflüchtete aufgrund struktureller Barrieren seltener dazu in der Lage sind. Die politische Debatte spiegelt also nicht die Realität wider. Über die Wahrscheinlichkeit, Geldüberweisungen ins Ausland zu tätigen, entscheiden insbesondere die Familiensituation und die Absicht, längerfristig in Deutschland zu bleiben. Die Ergebnisse sollten auch insofern zu einer Neubewertung beitragen, als diese Geldüberweisungen ein wichtiges Instrument zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele darstellen und die Wirtschaft in den Herkunftsländern stabilisieren und Armut reduzieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
English Version -
Literaturhinweis
Intersections and Commonalities: Using Matching to Decompose Wage Gaps by Gender and Nativity in Germany (2024)
Zitatform
Sprengholz, Maximilian & Maik Hamjediers (2024): Intersections and Commonalities: Using Matching to Decompose Wage Gaps by Gender and Nativity in Germany. In: Work and occupations, Jg. 51, H. 2, S. 249-286. DOI:10.1177/07308884221141100
Abstract
"We investigate intersecting wage gaps by gender and nativity by comparing the wages between immigrant women, immigrant men, native women, and native men based on Western German survey data. Adding to the analytical diversity of the field, we do a full comparison of group wages to emphasize the relationality of privilege and disadvantage, and we use a nonparametric matching decomposition that is well suited to address unique group-specific experiences. We find that wage (dis)advantages associated with the dimensions of gender and nativity are nonadditive and result in distinct decomposition patterns for each pairwise comparison. After accounting for substantial group differences in work attachment, individual resources, and occupational segregation, unexplained wage gaps are generally small for comparisons between immigrant women, immigrant men, and native women, but large when either group is compared to native men. This finding suggests that the often presumed “double disadvantage” of immigrant women is rather a “double advantage” of native men." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Auswirkungen einer Duldung auf Lebenssituation und Lebenszufriedenheit (2024)
Stache, Randy;Zitatform
Stache, Randy (2024): Auswirkungen einer Duldung auf Lebenssituation und Lebenszufriedenheit. (BAMF-Kurzanalyse / Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2024,03), Nürnberg, 22 S. DOI:10.48570/bamf.fz.ka.03/2024.d.2024.duldung.1.0
Abstract
"Die Kurzanalyse widmet sich der Lebenssituation und Lebenszufriedenheit von Geduldeten mit ablehnendem Asylbescheid. Als Vergleichsgruppe dienen Bleibeberechtigte, die den Geduldeten hinsichtlich Herkunft und soziodemografischer Merkmale ähnlich sind. Die Datenbasis ist die IAB-BAMF-SOEPBefragung von Geflüchteten." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Cultural Discrimination and Behavioural Polarization (2024)
Zitatform
Tubadji, Annie & Hans Dietrich (2024): Cultural Discrimination and Behavioural Polarization. (ISQOLS Working Paper Series 5), 35 S., Anhang.
Abstract
"This paper analyses discrimination as a trigger for polarization. We distinguish between economic and social aspects of discrimination as well as between individual and regional level. Specifically, we culturally augment an economics of identity model, by explaining the choice of insider or outsider identity based on discrimination and using this choice as a predictor of individual and local degree of polarisation in cultural attitudes. Using data from the German Socio-Economic Panel (IAB- BAMF-SOEP refugee subsample) about Syrian, Iraqi, Afghan and Eretria refugees in 2016-2019, we employ a unique approach to quantifying the polarization of individual attitudes (i.e. the individual polarization). We find consistent evidence that on individual radicalization and polarization seem to be a culturally sensitive effect on individual level in terms of being associated with perceived experienced discrimination. Yet, on regional level these feelings seem to develop mostly in places that suffer from relative economic deprivation. Finally, a cultural entropy measure for the balance between the traditional and modern attitudes in a place seems to most successfully explain the average levels of polarisation of individuals in a locality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Self-selection of Ukrainian refugees and displaced persons in Europe (2024)
Zitatform
Tubergen, Frank van, Irena Kogan, Yuliya Kosyakova & Steffen Pötzschke (2024): Self-selection of Ukrainian refugees and displaced persons in Europe. In: Journal of Refugee Studies, Jg. 37, H. 1, S. 72-96., 2023-11-09. DOI:10.1093/jrs/fead089
Abstract
"The literature on migrants’ self-selection is focused on labour migrants, while little is known about refugees and internally displaced persons (IDPs). We contribute to this scant literature, by (1) examining a broad set of factors that could determine self-selection, (2) contrasting selfselection profiles of refugees and IDPs, and (3) comparing self-selection profiles of refugees across countries. Specifically, we compare the self-selection profiles of Ukrainian refugees and IDPs with stayers in the months directly following the Russian full-scale invasion in February 2022. We draw on unique, cross-nationally comparative data from the OneUA project, which surveyed Ukrainian refugees and displaced persons in Europe as well as those who stayed in Ukraine in the summer of 2022. More than 24,000 Ukrainian women residing in nine countries participated in this survey. We find systematic empirical patterns of self-selection related to people’s region of origin, family status, and individual-level characteristics." (Author's abstract, IAB-Doku, © Oxford University Press) ((en))
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Literaturhinweis
Beyond Dreams? Zum Zusammenhang von Aufenthaltsdauer und beruflichen Bildungsaspirationen von 17-jährigen Geflüchteten (2024)
Zitatform
Winkler, Oliver (2024): Beyond Dreams? Zum Zusammenhang von Aufenthaltsdauer und beruflichen Bildungsaspirationen von 17-jährigen Geflüchteten. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 53, H. 2, S. 10-13.
Abstract
"Junge Geflüchtete in Deutschland verfolgen im Durchschnitt zunächst eher akademische Berufsbildungsziele und seltener eine berufliche Ausbildung. Der Beitrag geht der Frage nach, ob eine längere Aufenthaltsdauer dazu beiträgt, dass sich ihre Ziele ändern und junge Geflüchtete häufiger eine berufliche Ausbildung anstelle eines Hochschulstudiums anstreben. Hierzu werden die repräsentativen Daten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von 17-jährigen Geflüchteten ausgewertet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
“Institutional hurdles slow the integration of refugees down” (Interview) (2024)
Zitatform
Winters, Jutta; Philipp Jaschke & Maye Ehab (interviewte Person) (2024): “Institutional hurdles slow the integration of refugees down” (Interview). In: IAB-Forum H. 25.07.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240725.01
Abstract
"When refugees first arrive in Germany, apart from individual constraints, institutional hurdles hinder them from integrating into the labour market. However, seven years after arrival, 63 percent are employed. This can be considered a major success. In this interview, IAB researchers Maye Ehab and Philipp Jaschke give insights into labour market trajectories of refugees and explain what could be done to improve their labour market integration." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Schulterschluss oder Sackgasse – gelingt Europa eine wirksame Asyl- und Integrationspolitik? (2023)
Zitatform
Aksoy, Cevat Giray, Panu Poutvaara & Felicitas Schikora (2023): Schulterschluss oder Sackgasse – gelingt Europa eine wirksame Asyl- und Integrationspolitik? In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 10, H. 76, S. 3-28.
Abstract
"Der jüngste Asylkompromiss der Europäischen Union verabschiedet sich vom Dublin-System und sieht eine gleichmäßigere Verteilung der Geflüchteten in der gesamten EU vor. Parallel werden Abkommen mit Ländern wie Tunesien geschlossen, um die Migrationsbewegungen bereits außerhalb der EU zu beeinflussen. Aber lösen diese Abkommen die aktuellen Probleme? Und was passiert in den EU-Ländern, wenn die Geflüchteten da sind? In Deutschland sehen sich Kommunen an ihren Belastungsgrenzen. Die administrativen Prozesse verlaufen zu kompliziert und zu langwierig. Die Integration in den Arbeitsmarkt – wo möglich – verläuft teils schleppender als in anderen EU-Ländern. Dabei zeigen Studien, dass die Erwerbsbeteiligung ein wichtiger Schritt für die Integration ist. Wie kann die Integrationspolitik also verbessert werden?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Einschätzungen zur Entwicklung des deutschen Arbeitsmarkts: Stellungnahme des IAB zur Anhörung beim Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am 13.10.2023 (2023)
Bauer, Anja ; Zika, Gerd ; Kohaut, Susanne ; Weyh, Antje ; Kosyakova, Yuliya ; Hummel, Markus; Oberfichtner, Michael ; Bossler, Mario ; Brücker, Herbert ; Gürtzgen, Nicole ; Weber, Enzo ; Popp, Martin ; Wanger, Susanne ; Hellwagner, Timon ; Kubis, Alexander; Gatskova, Kseniia ; Stegmaier, Jens ;Zitatform
Bauer, Anja, Mario Bossler, Herbert Brücker, Kseniia Gatskova, Nicole Gürtzgen, Timon Hellwagner, Markus Hummel, Susanne Kohaut, Yuliya Kosyakova, Alexander Kubis, Michael Oberfichtner, Martin Popp, Jens Stegmaier, Susanne Wanger, Enzo Weber, Antje Weyh & Gerd Zika (2023): Einschätzungen zur Entwicklung des deutschen Arbeitsmarkts. Stellungnahme des IAB zur Anhörung beim Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am 13.10.2023. (IAB-Stellungnahme 07/2023), Nürnberg, 26 S. DOI:10.48720/IAB.SN.2307
Abstract
"Zur Vorbereitung des Jahresgutachtens 2023/2024 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wurde das IAB um seine Expertise zur Situation und Entwicklung des deutschen Arbeitsmarkts, einschließlich hinsichtlich der Integration der Geflüchteten aus der Ukraine, der Rolle von Arbeitskräfteengpässen und der Entwicklung der Kurzarbeit, sowie um eine Einschätzung der Tarifabschlüsse und Auswirkungen von Insolvenzen gebeten. Die Erkenntnisse, die das IAB im Herbst 2023 hierzu vorgelegt hat, werden in der vorliegenden Stellungnahme zusammengefasst." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Zika, Gerd ; Kohaut, Susanne ; Weyh, Antje ; Kosyakova, Yuliya ; Hummel, Markus; Oberfichtner, Michael ; Bossler, Mario ; Brücker, Herbert ; Gürtzgen, Nicole ; Weber, Enzo ; Popp, Martin ; Wanger, Susanne ; Hellwagner, Timon ; Kubis, Alexander; Gatskova, Kseniia ; Stegmaier, Jens ; -
Literaturhinweis
Entwicklung der Arbeitsmarktintegration seit Ankunft in Deutschland: Erwerbstätigkeit und Löhne von Geflüchteten steigen deutlich (2023)
Zitatform
Brücker, Herbert, Philipp Jaschke, Yuliya Kosyakova & Ehsan Vallizadeh (2023): Entwicklung der Arbeitsmarktintegration seit Ankunft in Deutschland: Erwerbstätigkeit und Löhne von Geflüchteten steigen deutlich. (IAB-Kurzbericht 13/2023), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2313
Abstract
"Zum Jahresende 2022 lebten in Deutschland (die seit Beginn des russischen Angriffskriegs geflohenen ukrainischen Staatsangehörigen nicht mitgezählt) knapp 2,2 Millionen Menschen, die als Schutzsuchende gekommen sind. Die große Mehrheit hat anerkannte Schutzansprüche und beabsichtigt, in Deutschland zu bleiben. Die erfolgreiche Integration dieser Schutzsuchenden ist von hoher Relevanz für Arbeitsmarkt, Sozialstaat, Gesellschaft und Politik. Es wird untersucht, wie sich Arbeitsmarktintegration, Leistungsbezug und Bildungserwerb der bis 2019 zugezogenen Schutzsuchenden entwickelt haben, um Schlussfolgerungen für die weiteren Erwerbsverläufe dieser Gruppe und auch der später zugezogenen Geflüchteten zu ziehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Tabellensammlung zur IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten, Befragungsjahr 2021: Stand: 27.07.2023 (2023)
Zitatform
Brücker, Herbert, Philipp Jaschke, Yuliya Kosyakova & Ehsan Vallizadeh (2023): Tabellensammlung zur IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten, Befragungsjahr 2021. Stand: 27.07.2023. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Daten und Indikatoren), Nürnberg, 11 Tab., 2 Abb.
Abstract
"Zum Jahresende 2022 lebten in Deutschland (die seit Beginn des russischen Angriffskriegs geflohenen ukrainischen Staatsangehörigen nicht mitgezählt) knapp 2,2 Millionen Menschen, die als Schutzsuchende gekommen sind. Die große Mehrheit hat anerkannte Schutzansprüche und beabsichtigt, in Deutschland zu bleiben. Die erfolgreiche Integration dieser Schutzsuchenden ist von hoher Relevanz für Arbeitsmarkt, Sozialstaat, Gesellschaft und Politik. Es wird untersucht, wie sich Arbeitsmarktintegration, Leistungsbezug und Bildungserwerb der bis 2019 zugezogenen Schutzsuchenden entwickelt haben, um Schlussfolgerungen für die weiteren Erwerbsverläufe dieser Gruppe und auch der später zugezogenen Geflüchteten zu ziehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Publikation im Kontext: IAB-Kurzbericht 13/2023 -
Literaturhinweis
Lokaler Arbeitsmarkt beeinflusst die Berufschancen von Geflüchteten (2023)
Zitatform
Bürmann, Marvin, Dorian Tsolak, Jan Goebel & Simon Kühne (2023): Lokaler Arbeitsmarkt beeinflusst die Berufschancen von Geflüchteten. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 90, H. 30/31, S. 413-421. DOI:10.18723/diw_wb:2023-30-1
Abstract
"Geflüchtete in Deutschland müssen etliche Hürden überwinden, um eine Anstellung zu finden. Ein Grund dafür ist die Verteilung der Geflüchteten nach dem Königsteiner Schlüssel, der die Arbeitsmarktsituation in den Kreisen und Städten nicht berücksichtigt. Dieser Wochenbericht betrachtet die Rolle der lokalen Arbeitsmarktsituation für die Erwerbsaussichten von Geflüchteten mit ausländischer Berufserfahrung und einer Wohnsitzauflage. Die gute Nachricht lautet: Mehr Menschen, die zwischen 2013 und 2016 nach Deutschland geflüchtet sind, haben zwischen 2017 und 2019 eine Erwerbstätigkeit gefunden. Dabei nahm aber der Anteil derjenigen ab, die in dem Beruf arbeiten, den sie zuvor in ihrem Herkunftsland ausgeübt haben. Die Analysen verdeutlichen, dass insbesondere die lokalen Arbeitslosenquoten einen signifikanten Einfluss auf die Beschäftigungsaussichten haben. Bei hoher Arbeitslosigkeit sind sowohl die generellen Erwerbschancen als auch die Chancen auf eine Wiederbeschäftigung in dem vorherigen Beruf geringer. Die Ergebnisse legen nahe, dass eine gezieltere Verteilung von Geflüchteten unter Berücksichtigung der Aufnahmefähigkeit lokaler Arbeitsmärkte nicht nur einen positiven Einfluss auf die Integration in den Arbeitsmarkt, sondern auch einen positiven Einfluss auf die Fortführung ihrer früheren Beschäftigungen haben dürfte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gendered Implications of Restricted Residence Obligation Policies on Refugees’ Employment in Germany (2023)
Zitatform
Cardozo, Adriana, Yuliya Kosyakova & Aslihan Yurdakul (2023): Gendered Implications of Restricted Residence Obligation Policies on Refugees’ Employment in Germany. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 1203), Berlin, 35 S.
Abstract
"This paper investigates the gender-specific impact of settlement policies on the labor market integration of refugees in Germany, utilizing a gender-specific approach. Analyzing data from the IAB- BAMF-SOEP Refugees Survey (2016-2020) through a pooled logit model with an intention-to-treat design, we explore how restrictive residency obligation policies, in conjunction with local conditions in the assigned County - such as local labor market conditions and ethnic enclaves – influence outcomes. Results reveal that female refugees experience reduced employment prospects, independent of mobility restrictions, while the residency obligation policy bears a significant negative impact on employed male refugees. In turn, the impact of analyzed local labor market characteristics and linguistic enclaves on employment probability remains consistent across gender and residency obligation. Our results highlight the multidimensional nature of refugees’ labor market integration and underscore the significance of gender-sensitive approaches." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Erwerbschancen geflüchteter Frauen in Deutschland verbessern sich trotz ungünstiger Ausgangslage (2023)
Cardozo Silva, Adriana;Zitatform
Cardozo Silva, Adriana (2023): Erwerbschancen geflüchteter Frauen in Deutschland verbessern sich trotz ungünstiger Ausgangslage. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 90, H. 19, S. 217-225. DOI:10.18723/diw_wb:2023-19-1
Abstract
"Die Mehrheit der geflüchteten Frauen, die zwischen 2013 und 2019 und damit auch zum Höhepunkt der Fluchtmigration 2015 nach Deutschland kamen, ist nicht erwerbstätig. Auf Grundlage von Daten aus der IAB-BAMF-SOEP-Geflüchteten-Befragung sucht diese Studie nach Erklärungen für die begrenzte Erwerbsbeteiligung von Frauen mit Fluchthintergrund. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Kombination aus niedrigem Bildungsniveau im Vergleich zur deutschen Bevölkerung, langsamen Fortschritten beim Spracherwerb und traditionellen Rollen bei der Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit innerhalb der Familie Hemmnisse für die Arbeitsmarktintegration der Frauen darstellen. Dennoch hat sich der Anteil der geflüchteten Frauen, die einer bezahlten Beschäftigung nachgehen, verdoppelt. Darüber hinaus halbierte sich der Anteil der Frauen mit geringen Deutschkenntnissen. Gleichzeitig nahm der Anteil der Frauen mit mittleren oder guten Sprachkenntnissen zu. Der Anteil junger geflüchteter Frauen, die an Bildungsprogrammen teilnahmen, verdreifachte sich. Dies zeigt, dass die Integration von geflüchteten Frauen in den Arbeitsmarkt voranschreitet. Daher wird dringend der Ausbau bestehender Integrationsmaßnahmen, die speziell auf Frauen zugeschnitten sind, empfohlen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Effects of Posttraumatic Stress Disorder and Mental Disorders on the Labor Market Integration of Young Syrian Refugees (2023)
Zitatform
Dietrich, Hans, José Luis Álvaro Estramiana, Alicia Garrido Luque & Volker Reissner (2023): Effects of Posttraumatic Stress Disorder and Mental Disorders on the Labor Market Integration of Young Syrian Refugees. In: International journal of environmental research and public health, Jg. 20, 2023-01-26. DOI:10.3390/ijerph20032468
Abstract
"Civil war experience in the Syrian home country, insecurity and critical life events during migration, or adverse events in the receiving country might affect refugees’ mental health. This paper addresses the effects of psychological distress and mental disorders on refugees’ labor market integration in Germany between 2016 and 2021. We employ survey data from about 2700 young Syrians, delivering information on individuals' experience of migration and arrival in Germany in 2016. The survey data were successfully merged with register data, delivering detailed information regarding individuals' process of labor market integration and employment status from 2016 to 2021. Overall, the labor market integration of young refugees improved remarkably over time. In 2021, about 69% of the study population was integrated in a wider sense, and 30% was employed in fulltime contracts in 2021. However, the results indicate long-lasting effects of PTSD and mental disorders on individuals’ labor market integration, whilst individuals’ characteristics related to migration and arrival lose relevance over time and hardly affect labor market integration around five years after arrival. High PTSD scores in 2016 indicate a significantly reduced full-time employment probability in 2021. Anxiety and depression show significant negative effects on individuals' labor market integration, but with a less severe impact compared to a PTSD diagnosis." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Couples' housework division among immigrants and natives – the role of women's economic resources (2023)
Zitatform
Fendel, Tanja & Yuliya Kosyakova (2023): Couples' housework division among immigrants and natives – the role of women's economic resources. In: Journal of Ethnic and Migration Studies, Jg. 49, H. 17, S. 4288-4312., 2022-12-16. DOI:10.1080/1369183X.2022.2161495
Abstract
"Previous literature has intensively examined gender differences in housework hours among couples. However, analyses on immigrant couples are rare, despite the highly uneven division of their household labor. By testing competing theoretical explanations, this study focused on the impact of immigrant wives’ labor market integration on couples’ division of housework time. Using longitudinal representative data for Germany from 1995–2019, we applied fixed effects estimations to examine the effect of immigrant and native-born wives’ income and labor market entry on the housework time of both wives and husbands. Immigrant wives barely adjusted their housework times due to relative or absolute income changes, which can be explained by immigrant couples’ traditional orientation together with their lower social and labor market integration. Among native-born wives, increasing housework time with increasing relative income – a behavior also possibly determined by traditional gender values – was observed only when they earned more than 60 percent of the couples’ total income. Furthermore, the high gender differences in housework time gave immigrant husbands flexibility to respond to their wives’ labor market integration, as proposed by the relative resources perspective." (Author's abstract, IAB-Doku, © Taylor & Francis) ((en))
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