Regionale Arbeitsmärkte in Deutschland
Unter den einheitlichen Rahmenbedingungen der Bundesrepublik Deutschland finden sich Regionen, die von einer tiefen Arbeitsmarktkrise betroffen sind, und andere, in denen nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Welches sind die Ursachen dieser regionalen Disparitäten? Wie werden sich der Arbeitskräftebedarf und das Erwerbspersonenpotenzial in den Regionen zukünftig entwickeln? Welche regionalen Beschäftigungsaussichten bestehen, für Jüngere und Ältere, in Wirtschaftszweigen, in Ballungsräumen und ländlichen Gebieten? Dieser IABInfoPool erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Regionale Mobilität von Auszubildenden in Berlin-Brandenburg: Demografische Entlastungen auf dem Lehrstellenmarkt reduzieren die Pendlerströme (2012)
Hapke, Peter; Seibert, Holger; Wesling, Mirko;Zitatform
Hapke, Peter, Holger Seibert & Mirko Wesling (2012): Regionale Mobilität von Auszubildenden in Berlin-Brandenburg. Demografische Entlastungen auf dem Lehrstellenmarkt reduzieren die Pendlerströme. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 01/2012), Nürnberg, 30 S.
Abstract
"In den vergangenen vier bis fünf Jahren hat sich die Situation auf dem ostdeutschen Ausbildungsstellenmarkt deutlich entspannt. War die Zahl der Lehrstellenbewerber zum Teil noch doppelt so hoch wie die der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge, so gab es im Jahr 2010 sogar mehr neue Verträge als bei der Bundesagentur registrierte Bewerber. Diese drastische Veränderung am Ausbildungsstellenmarkt ist auf die tiefgreifenden demografischen Veränderungen in Ostdeutschland zurückzuführen, die ihren Ursprung im so genannten Nachwendegeburtenknick aus den Jahren 1989 bis 1991 haben. Seinerzeit haben sich die Geburtenzahlen in Ostdeutschland nahezu halbiert. Seit 2007 treten diese wesentlich kleineren Geburtskohorten Jahr für Jahr in den Lehrstellenmarkt ein und treffen dort auf ein Ausbildungsstellenangebot, mit dem nun erstmals seit vielen Jahren die große Mehrheit der Lehrstellensuchenden auch versorgt werden kann. Bis dahin gehörte regionale Mobilität für Auszubildende aus Ostdeutschland zur Normalität. Für eine Lehrstelle legten sie zum Teil sehr weite Distanzen zurück. Mit der demografisch bedingten Entspannung des ostdeutschen Ausbildungsstellenmarkts gibt es auch erste Anzeichen, dass die Mobilität der Auszubildenden zurück geht. Der Bericht zeichnet diese Entwicklung exemplarisch für die Region Berlin-Brandenburg nach." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Seibert, Holger; -
Literaturhinweis
Neue Typisierung: Regionale Ausbildungsmärkte verändern sich (2012)
Zitatform
Kleinert, Corinna & Thomas Kruppe (2012): Neue Typisierung: Regionale Ausbildungsmärkte verändern sich. (IAB-Kurzbericht 17/2012), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Das Geschehen auf den deutschen Ausbildungsmärkten ist in hohem Maße von regionalen Disparitäten geprägt. In den neuen Bundesländern macht sich der demografische Wandel mittlerweile deutlich bemerkbar. Damit regionale Ausbildungsmärkte besser vergleichbar werden, hat das IAB vor zwei Jahren eine wissenschaftlich basierte Typisierung entwickelt. Diese wurde jetzt neu aufgelegt, um den veränderten Strukturbedingungen vor Ort gerecht zu werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Demografische Veränderungen in Ostdeutschland: Jugendliche finden immer öfter eine Lehrstelle vor Ort (2012)
Seibert, Holger; Wesling, Mirko;Zitatform
Seibert, Holger & Mirko Wesling (2012): Demografische Veränderungen in Ostdeutschland: Jugendliche finden immer öfter eine Lehrstelle vor Ort. (IAB-Kurzbericht 16/2012), Nürnberg, 7 S.
Abstract
"Der Geburteneinbruch in den 1990er Jahren in Ostdeutschland führt jetzt dazu, dass junge Menschen einen leichteren Zugang zum Lehrstellenmarkt haben. Um eine Ausbildungsstelle zu finden, müssen ostdeutsche Jugendliche heute nicht mehr so oft und nicht mehr so weit pendeln wie noch vor einigen Jahren. Nach dem langjährigen Lehrstellenmangel im Osten werden nun die Azubis dort knapp. Dies stellt die Betriebe in Ost und West vor neue Herausforderungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Seibert, Holger;Weiterführende Informationen
- Auspendlerquoten von ostdeutschen Auszubildenden auf der Ebene regionaler Arbeitsmärkte 2005 und 2011
- Auszubildende nach ihrem Wohn- und Arbeitsort in Ost- und Westdeutschland 1999 bis 2011
- Pendeldistanzen von ostdeutschen Auszubildenden, die ihren regionalen Arbeitsmarkt verlassen, 2005 und 2011
- Mobilität von ostdeutschen Auszubildenden nach verschiedenen regionalen Abgrenzungen 1999 bis 2011
- Demografische Kennziffern und neu abgeschlossene Ausbildungsverträge in Ost- und Westdeutschland 1985 bis 2020
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Literaturhinweis
Demografische Entwicklung entspannt Ausbildungsstellenmarkt und mindert Mobilitätsdruck bei ostdeutschen Auszubildenden (2012)
Seibert, Holger; Wesling, Mirko;Zitatform
Seibert, Holger & Mirko Wesling (2012): Demografische Entwicklung entspannt Ausbildungsstellenmarkt und mindert Mobilitätsdruck bei ostdeutschen Auszubildenden. In: der freie beruf, Jg. 39, H. 12, S. 1-2.
Abstract
"Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die regionale Mobilität der Auszubildenden auch heute noch dazu beiträgt, Arbeitsmarktdisparitäten auszugleichen. Im Vergleich der Jahre vor und nach der demografischen Entlastung des ostdeutschen Lehrstellenmarktes sind die Auspendlerquoten allerdings allerorts erkennbar zurückgegangen. Um eine Ausbildungsstelle zu finden, müssen ostdeutsche Jugendliche heute nicht mehr so oft und nicht mehr so weit pendeln wie vor einigen Jahren. Regionale Unterschiede, wie z.B. zwischen städtischen und ländlichen Regionen oder zwischen West- und Ostdeutschland, bleiben dabei aber im Wesentlichen bestehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Seibert, Holger; -
Literaturhinweis
Vom Regen in die Traufe?: unbesetzte Ausbildungsstellen als künftige Herausforderung des Ausbildungsstellenmarktes (2012)
Zitatform
Troltsch, Klaus, Christian Gerhards & Sabine Mohr (2012): Vom Regen in die Traufe? Unbesetzte Ausbildungsstellen als künftige Herausforderung des Ausbildungsstellenmarktes. (BIBB-Report 2012,19), 11 S.
Abstract
"Auch wenn in Deutschland der demografische Wandel mit seinen Folgen für das duale Ausbildungssystem noch nicht so massiv zutage tritt wie vielfach prognostiziert, so sind seine Auswirkungen auf den Ausbildungsstellenmarkt doch bereits deutlich spürbar: War über Jahre hinweg die Suche nach Berufsausbildungsstellen für viele Jugendliche geprägt von erfolglosen Bewerbungsschreiben, mehrjährigen Warteschleifen und Kompromissen bei der Berufswahl, so verbessern sich nun ihre Ausgangschancen Schritt für Schritt, allerdings ohne dass deshalb schon von zufriedenstellenden Verhältnissen auf dem Ausbildungsstellenmarkt gesprochen werden könnte. Aufgrund des demografischen Umbruchs können mehr und mehr Betriebe die von ihnen angebotenen Ausbildungsplätze nicht besetzen und haben das Nachsehen bei der Rekrutierung von jungen Nachwuchskräften für die eigene betriebliche Ausbildung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
English version -
Literaturhinweis
Regionale Typisierung: Was Ausbildungsmärkte vergleichbar macht (2011)
Zitatform
Heineck, Guido, Corinna Kleinert & Alexander Vosseler (2011): Regionale Typisierung: Was Ausbildungsmärkte vergleichbar macht. (IAB-Kurzbericht 13/2011), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Eine vom IAB neu entwickelte Typisierung erlaubt es erstmals, Gemeinsamkeiten und Unterschiede von regionalen Ausbildungsmärkten abzubilden. Vor allem die Arbeitslosenquote und die Struktur der Ausbildungsbetriebe vor Ort haben Einfluss darauf, wie vielen Jugendlichen in einer Region der Übergang in betriebliche Ausbildung gelingt. Bundesweit lassen sich zwölf regionale Ausbildungsmarkttypen unterscheiden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Berufsausbildung in Hessen 2010 (2010)
Kisseler, Wolfgang; Kuse, Stefan;Zitatform
Kisseler, Wolfgang & Stefan Kuse (2010): Berufsausbildung in Hessen 2010. (HA Hessen-Agentur. Report 790), Wiesbaden, 100 S.
Abstract
"Der vorliegende Bericht 'Berufsausbildung in Hessen 2010' gibt einen Überblick über die aktuelle Entwicklung der beruflichen Ausbildung und des Arbeitsmarktes Jüngerer unter 25 Jahre in Hessen und in seinen Teilräumen. Damit bildet er eine empirische Grundlage für etwaige bildungs- bzw. arbeitsmarktpolitische Aktivitäten. Die Kapitel 2 bis 4 des Berichts fokussieren auf die duale Berufsausbildung. Dabei werden das Angebot an und die Nachfrage nach dualen Ausbildungsstellen, die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge und die Ausbildungsbeteiligung der hessischen Betriebe betrachtet. Kapitel 5 vergleicht die sektorale Entwicklung des Berufsbildungssystems mit der des Beschäftigungssystems. Ausbildungsalternativen außerhalb des dualen Systems sind Gegenstand von Kapitel 6. Die Ergebnisse des Hessischen Ausbildungspaktes fasst Kapitel 7 zusammen. In Kapitel 8 werden die schulische Vorbildung und die Ausbildungschancen der Jugendlichen gegenübergestellt. Dies ist allerdings auch im aktuellen Berichtsjahr nur eingeschränkt möglich, da die Schülerdaten aus der Amtlichen Statistik aufgrund von Erfassungsproblemen in der Lehrer- und Schülerdatenbank erneut nur unvollständig zur Verfügung stehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Angebots- und nachfragebezogene Einflussfaktoren des regionalen Ausbildungsplatzangebots (2010)
Troltsch, Klaus; Walden, Günter; Krupp, Thomas;Zitatform
Troltsch, Klaus, Günter Walden & Thomas Krupp (2010): Angebots- und nachfragebezogene Einflussfaktoren des regionalen Ausbildungsplatzangebots. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 39, H. 6, S. 15-19.
Abstract
"Zeitreihengestützte Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass seit Beginn des neuen Jahrtausends angebotsbezogene Faktoren der Beschäftigungsentwicklung und des Arbeitsmarkts in der Bedeutung gegenüber nachfragebezogenen Entwicklungen dominieren. In diesem Aufsatz wird untersucht, inwieweit sich ähnliche Zusammenhänge auch bei einer Differenzierung nach Regionen nachweisen lassen. Es wird gezeigt, dass auch die regionalen Ausbildungsmärkte vor allem durch Entwicklungen im Beschäftigungssystem und auf dem Arbeitsmarkt beeinflusst werden. Aufgrund der zu erwartenden demografischen Rückgänge könnte es künftig allerdings wieder zu einem größeren Gewicht der Nachfrageseite mit (negativen) Auswirkungen auf das betriebliche Bildungsangebot kommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Betriebliche Ausbildung in Hessen 2008: Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel - Hessen 2008 (2009)
Demireva, Lora; Nüchter, Oliver; Schmid, Alfons;Zitatform
Demireva, Lora, Oliver Nüchter & Alfons Schmid (2009): Betriebliche Ausbildung in Hessen 2008. Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel - Hessen 2008. (IAB-Betriebspanel Hessen 2009,01), Frankfurt am Main u.a., 22 S.
Abstract
Der Report informiert über das Ausbildungsverhalten der hessischen Betriebe im Jahr 2008. Die Datengrundlage bildet das Betriebspanel des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das seit 1993 in Zusammenarbeit mit der TNS Infratest Sozialforschung GmbH eine repräsentative Betriebsbefragung durchführt. Die Ausführungen basieren auf der mündlichen Befragung von 946 Betrieben in Hessen. Die Ergebnisse wurden auf alle hessischen Betriebe hochgerechnet. Die Ergebnisse zeigen, dass sich trotz der heranziehenden Wirtschaftskrise die Ausbildungssituation in Hessen im Befragungszeitraum 2008 im Vergleich zum Vorjahr nochmals verbessert hat. Die Zahl der Auszubildenden stieg in Hessen um 2,1 Prozent an. Dieser Zuwachs verteilt sich auf alle Betriebsgrößen; die Abnahme der Ausbildungszahlen in Großbetrieben ist zunächst gestoppt worden. Die Ausbildungsquote stieg in Hessen leicht an, liegt aber mit 4,9 Prozent noch immer unter dem westdeutschen Durchschnitt. Die Zahl der ausbildenden Betriebe in Hessen ist konstant bei 35 Prozent; weitere 28 Prozent haben eine Ausbildungsberechtigung, bilden derzeit aber nicht aus. Das Ausbildungspotenzial der hessischen Betriebe ist noch nicht ausgeschöpft, umgekehrt haben Betriebe mitunter Probleme, offene Ausbildungsplätze auch zu besetzen. Dies gilt besonders für Kleinbetriebe. In Hessen wurde im letzten Jahr erstmals seit Beginn der Langzeitbeobachtung die Mehrzahl der erfolgreichen Ausbildungsabschlüsse von Frauen geschafft. Besonders hoch ist der Frauenanteil hierbei in den Dienstleistungsbranchen und der Öffentlichen Verwaltung. Es ist anzunehmen, dass der Ausbildungsmarkt analog zum Arbeitsmarkt in der Folge der Finanzmarktkrise auch in Hessen unter Druck gerät. (IAB)
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Literaturhinweis
Berufsausbildung in Hessen 2009 (2009)
Kisseler, Wolfgang; Kuse, Stefan;Zitatform
Kisseler, Wolfgang & Stefan Kuse (2009): Berufsausbildung in Hessen 2009. (HA Hessen-Agentur. Report 764), Wiesbaden, 92 S.
Abstract
Die aktuelle Ausgabe des Reports "Berufsausbildung in Hessen 2009" ist erschienen. Die Hessen Agentur erstellt den Bericht jährlich im Auftrag des hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung. Trotz der sich im Herbst 2008 anbahnenden Wirtschaftskrise hat sich die Lage auf dem hessischen Ausbildungsmarkt auch im Berichtsjahr zu Gunsten der Jugendlichen verbessert: Zwar wurden zwischen dem 1. Oktober 2007 und dem 30. September 2008 mit knapp 42.700 Verträgen etwa 700 bzw. 1,6 % weniger Ausbildungsverträge neu abgeschlossen als noch im Vorjahr. Jedoch ging auch die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten und zum 30. September noch unversorgten Bewerber sehr deutlich um 60 % zurück. Infolgedessen wurde ein Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage dualer Ausbildungsplätze nur leicht verfehlt: Statistisch betrachtet standen 1.000 Nachfragende 998 angebotenen Ausbildungsstellen gegenüber. Die positive Entwicklung war in nahezu ganz Hessen zu verzeichnen. Auch in anderen Bildungsgängen mit qualifiziertem beruflichem Abschluss stiegen die Schülerzahlen. Das Übergangssystem besteht aus dem Berufsgrundbildungsjahr (BGJ), Besonderen Bildungsgängen Vollzeit (BBGV), Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQ) u.a. Es spiegelte die positive Entwicklung des dualen Ausbildungsmarktes wider und wies entsprechend sinkende Schülerzahlen auf. Im westdeutschen Vergleich bilden hessische Unternehmen allerdings - gemessen an der Ausbildungsquote - weiterhin nur unterdurchschnittlich aus. Von den Beschäftigten insbesondere in großen Unternehmen befinden sich nur vergleichsweise wenige in beruflicher Ausbildung. Nach Berechnungen der Hessen Agentur verließen im Jahr 2008 etwa 61.300 Schüler die allgemeinbildenden Schulen. In der näheren Zukunft drängen relativ geburtenstarke Jahrgänge auf den Ausbildungsmarkt. Rückläufig sind allerdings - auch bereits heute - die Zahlen der Absolventen der allgemein bildenden Schulen ohne Studienberechtigung. Diese sind das Hauptklientel der Berufsausbildung. Die Nachfrage nach dualen Ausbildungsplätzen im Jahr 2009 wird gemäß dem Prognosemodell der Hessen Agentur daher mit 43.200 Plätzen leicht niedriger als noch im Vorjahr erwartet. Bis 2020 wird sie um 18 % auf 35.500 Plätze zurückgehen. Diesen Ergebnissen liegt die 11. koordinierte Bevölkerungsprognose von Ende 2007 zugrunde. An den hessischen Hochschulen und Berufsakademien haben im Berichtsjahr (Sommer- und Wintersemester) rund 46.500 Studierende ein Studium im ersten Fachsemester begonnen. Gegenüber dem Vorjahr steigen die Studentenzahlen deutlich um 17 %. Der Aufbau der Berufsakademien in Hessen setzt sich weiter fort: 398 Studierende begannen hier eine Ausbildung, rund 100 mehr als im Vorjahr. Auch der Arbeitsmarkt der unter 25-Jährigen entwickelte sich bis zum September 2008 sehr positiv. Die Zahl der Arbeitslosen fiel gegenüber dem Vorjahr um 18,6 % auf 21.778 Personen, bei den unter 20-Jährigen sogar um 27 % auf 5.342 Personen. Infolge der Wirtschaftskrise wurden in den vergangenen Monaten allerdings vor allem junge Männer aus dem Produzierenden Gewerbe arbeitslos. Es wird erwartet, dass sich die Wirtschaftskrise noch nicht auf dem Ausbildungsstellenmarkt des beginnenden Schuljahres 2009/2010 niederschlägt, aber Prognosen für die weitere Entwicklung des hessischen Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarktes sind aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung bereits auf kurze Sicht mit großen Unsicherheiten behaftet.
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Literaturhinweis
Im Osten nichts Neues? 20 Jahre nach dem Mauerfall steht die Berufsausbildung vor großen Herausforderungen (2009)
Troltsch, Klaus; Zopf, Susanne; Walden, Günter;Zitatform
Troltsch, Klaus, Günter Walden & Susanne Zopf (2009): Im Osten nichts Neues? 20 Jahre nach dem Mauerfall steht die Berufsausbildung vor großen Herausforderungen. (BIBB-Report 2009,12), 16 S.
Abstract
"Die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt in Ostdeutschland stellt sich nunmehr besser dar als in Westdeutschland, wobei zukünftige Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise gegenwärtig nicht abschätzbar sind. Zurückzuführen ist dies vor allem auf den massiven Rückgang der Schulabgängerzahlen und die starke öffentliche Förderung. Die demografische Entwicklung verbessert zwar die Chancen der Jugendlichen auf einen Ausbildungsplatz, doch stellt sie die Betriebe vor neue, gravierende Probleme, ihren Fachkräftenachwuchs zu sichern. Die betriebliche Ausbildung in den neuen Bundesländern befindet sich in einer Situation, wie sie in einigen Jahren auch in den alten Bundesländer eintreten wird. Bei den folgenden Ausführungen handelt es sich um einen Versuch, die Entwicklungsgeschichte des ostdeutschen Ausbildungssystems in den letzten 20 Jahren vor dem Hintergrund ökonomischer, soziodemografischer und bildungsbezogener Trends in ihren Grundzügen nachzuzeichnen und auf Basis amtlicher Statistiken darzustellen. Die Analyse zeigt, dass die Berufsausbildung in den ostdeutschen Betrieben nach wie vor schwächer als in den westdeutschen verankert ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt für Jüngere in Berlin und Brandenburg: eine Analyse des regionalen Arbeits- und Ausbildungsmarktes (2008)
Bogai, Dieter; Partmann, Michael;Zitatform
Bogai, Dieter & Michael Partmann (2008): Der Arbeitsmarkt für Jüngere in Berlin und Brandenburg. Eine Analyse des regionalen Arbeits- und Ausbildungsmarktes. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Berlin-Brandenburg 01/2008), Nürnberg, 54 S.
Abstract
"Die Arbeitsmarktsituation der Jugendlichen in Berlin und Brandenburg hat sich 2007 etwas gebessert. Gleichwohl schlagen sich die wirtschaftliche Schwäche der Region und das hohe Arbeitsplatzdefizit besonders stark bei den Berufseinsteigern nieder. Die Jugendarbeitslosenquote in dieser Region ist mit 16,5 Prozent in Berlin und 15,4 Prozent in Brandenburg deutlich höher als in anderen Bundesländern. Die aktuelle Verbesserung ist zum großen Teil der guten konjunkturellen Entwicklung und in Brandenburg der demografisch bedingt geringeren Zahl von Jugendlichen zuzuschreiben. Auf dem Ausbildungsstellenmarkt hat sich die Lücke zwischen Ausbildungsnachfrage und -angebot deutlich verringert. Dennoch fehlten 2007 zur Deckung der Nachfrage über 4.000 Ausbildungsplätze. Auf der anderen Seite ist die Zahl der unbesetzt gebliebenen Ausbildungsstellen auf fast 700 angestiegen. In Brandenburg ist die aktuelle Entspannung nicht durch zusätzliche Ausbildungsplätze, sondern durch sinkende Bewerberzahlen eingetreten. Eine zukünftige Entspannung auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt ist mit Blick auf die demografische Entwicklung absehbar, aber nicht selbstverständlich. Zentrale Bedeutung hat die berufliche Qualifizierung der Jugendlichen vor Ort, um einen drohenden Fachkräftemangel zu verhindern. Die vorliegende Studie soll die aktuelle Situation auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt der 15- bis unter 25-Jährigen in Berlin und Brandenburg näher beleuchten. Dabei soll insbesondere auf die Besonderheiten wie den demografischen Wandel, der gerade die neuen Bundesländer in erhöhtem Maße betrifft, sowie auf die Integration von ausländischen Jugendlichen, die in Berlin besonders wichtig ist, eingegangen werden. Zu diesem Zweck wird zunächst die Situation auf dem Arbeitsmarkt skizziert. In einem weiteren Teil soll in ähnlicher Weise der Ausbildungsstellenmarkt untersucht werden, wobei zusätzlich verschiedene Indikatoren - Pendlerverflechtungen, Ausbildungsbeteiligung der Unternehmen, Verteilung der Auszubildenden auf die verschiedenen Berufsbereiche - in die Analyse mit einbezogen werden. Da der Wandel in der Bevölkerungsstruktur für die Region Berlin-Brandenburg ein besonderer Einflussfaktor ist, wird dieser Thematik ein weiterer Abschnitt gewidmet. In diesem Zusammenhang werden auch die prognostizierten Veränderungen der Bevölkerung in die Untersuchung einfließen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Duale Ausbildung in Deutschland: Die Suche nach Lehrstellen macht junge Menschen mobil (2008)
Bogai, Dieter; Seibert, Holger; Wiethölter, Doris;Zitatform
Bogai, Dieter, Holger Seibert & Doris Wiethölter (2008): Duale Ausbildung in Deutschland: Die Suche nach Lehrstellen macht junge Menschen mobil. (IAB-Kurzbericht 09/2008), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Die Mobilität junger Menschen trägt dazu bei, regionale Ungleichgewichte auf dem Ausbildungsstellenmarkt in Deutschland auszugleichen. Auf Kreisebene wird das Pendeln vor allem durch die Stadt-Umland-Verflechtungen geprägt. Zwischen westdeutschen Flächenländern ist die Ausbildungsmobilität eher gering. Die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg sind Pendlermagneten. In den 150 untersuchten Arbeitsmarktregionen ist die Mobilität der Auszubildenden insbesondere auf Unterschiede im Ausbildungsplatzangebot und in der Bevölkerungsdichte zurückzuführen. Regionen mit gutem Ausbildungsplatzangebot und hoher Bevölkerungsdichte haben einen Überschuss an einpendelnden Auszubildenden. Ist das Ausbildungsplatzangebot niedrig und die Region dünn besiedelt, überwiegen die Auspendler. Ostdeutsche Jugendliche müssen wegen der größeren Versorgungslücke meist längere Wege zum Ausbildungsplatz in Kauf nehmen als westdeutsche. Sinkende Bewerberzahlen und die nach wie vor große Zahl an außerbetrieblichen Ausbildungsplätzen im Osten könnten aber die Situation dort entspannen und den Mobilitätsdruck senken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Durchschnittliche Pendlerdistanzen von Auszubildenden nach Arbeitsmarktregionen 2006
- Relatives Ausbildungsplatzangebot nach Arbeitsmarktregionen 2006
- Gewichtete Pendlersalden von sozialversicherungspflichtigen Auszubildenden nach Arbeitsmarktregionen 2006
- Bevölkerungsdichte nach Arbeitsmarktregionen 2005
- Zusammenhang zwischen Ausbildungsplatzangebot bzw. Bevölkerungsdichte und dem Durchschnitt der zurückgelegten Distanzen von Auspendlern aus der jeweiligen Arbeitsmarktregion
- Zusammenhang zwischen Ausbildungsplatzangebot bzw. Bevölkerungsdichte und dem gewichteten Pendlersaldo in den 150 deutschen Arbeitsmarktregionen
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Literaturhinweis
Mobilität von Auszubildenden in Niedersachsen und Bremen (2008)
Harten, Uwe;Zitatform
Harten, Uwe (2008): Mobilität von Auszubildenden in Niedersachsen und Bremen. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Niedersachsen-Bremen 01/2008), Nürnberg, 52 S.
Abstract
"Im Rahmen dieser Studie werden Ausbildungspendler untersucht, d. h. die durch die Aufnahme einer betrieblichen Ausbildung motivierte Mobilität von Jugendlichen. Mit Hilfe verschiedener Indikatoren, die aus Daten der Statistik der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Bundesagentur für Arbeit und Datenmaterial des Statistischen Bundesamtes respektive der Statistischen Landesämter generiert wurden, werden beispielsweise regionale Ausbildungszentren in Niedersachsen und Bremen identifiziert. Im Anschluss daran erfolgt eine Analyse von Ausmaß, Richtung und Struktur von Pendlerbewegungen zwischen diesen und den umgebenden Regionen sowie Vergleiche mit anderen Bundesländern. Abschließend wird ein mögliches Konzept diskutiert, mit dessen Hilfe die im Flächenländervergleich zweitniedrigste Mobilitätsrate der niedersächsischen Auszubildenden gesteigert werden könnte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Harten, Uwe; -
Literaturhinweis
Betriebliche Ausbildung in Hessen 2007: Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel - Hessen 2007 (2008)
Hedtmann, Miriam; Schmid, Alfons; Bieräugel, Roland;Zitatform
Hedtmann, Miriam, Roland Bieräugel & Alfons Schmid (2008): Betriebliche Ausbildung in Hessen 2007. Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel - Hessen 2007. (IAB-Betriebspanel Hessen 2008,01), Frankfurt am Main, 23 S.
Abstract
Der erste Report aus der Befragungswelle 2007 des erweiterten IAB-Betriebspanels Hessen informiert über das Ausbildungsverhalten der hessischen Betriebe im Jahr 2007. Die wichtigsten Kennwerte der betrieblichen Ausbildung, die auf einer mündlichen Befragung von 1.021 Betrieben in Hessen basieren, werden in knapper Form dargestellt und durch Grafiken veranschaulicht, mit dem Ziel, regionalen wie auch lokalen Akteuren eine fundierte Basis für problemadäquates Handeln liefern. Erkenntnisse und Informationen über die wirtschaftliche Situation, die Entwicklung des Arbeitsmarktes sowie das betriebliche Beschäftigungsverhalten in Hessen werden im Rahmen von mehreren Kurzreporten und einem Endbericht präsentiert. Der Report kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Ausbildungssituation in Hessen im Befragungszeitraum 2007 im Vergleich zum Vorjahr erheblich verbessert hat. Die negative Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt konnte gestoppt werden, die Zahl der Auszubildenden stieg in Hessen um 5,6 Prozent und damit deutlich stärker an als im Durchschnitt der westdeutschen Bundesländer. Die Analyse des Ausbildungsengagements der hessischen Betriebe zeigt, dass die hessische Angebots-Nachfrage-Relation nach wie vor unter 100 Prozent liegt, das heißt, die Nachfrage nach Lehrstellen ist größer als das Angebot. Der Report schließt mit der Empfehlung das Ausbildungspotenzial der hessischen Betriebe stärker zu nutzen, so dass allen Ausbildungsplatzsuchenden eine Ausbildung angeboten werden kann. (IAB)
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Literaturhinweis
Berufsausbildung in Hessen 2008 (2008)
Kisseler, Wolfgang; Kuse, Stefan;Zitatform
Kisseler, Wolfgang & Stefan Kuse (2008): Berufsausbildung in Hessen 2008. (HA Hessen-Agentur. Report 739), Wiesbaden, 100 S.
Abstract
"Die aktuelle Ausgabe des Reports 'Berufsausbildung in Hessen 2008' ist erschienen. Die Hessen Agentur erstellt den Bericht jährlich im Auftrag des hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung. Die Situation auf dem hessischen Ausbildungsmarkt hat sich im Berichtsjahr erheblich verbessert. Zum Stichtag 30. September wurden 43.378 neue Ausbildungsverträge geschlossen und damit ca. 4.000 bzw. 10 % mehr als im Vorjahr. Rund 10 % dieser Verträge wurden in den Neuen Berufen geschlossen. Statistisch betrachtet standen 100 Nachfragende 98 angebotenen Ausbildungsstellen gegenüber. Hessen wies somit - wie die Mehrzahl der Bundesländer - erneut einen Nachfrageüberhang auf, der sich allerdings gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Prozentpunkte auf 1,9 % verringert hat. Eine Übereinstimmung von Angebot und Nachfrage gab es zuletzt im Jahr 2002. Nach Berechnungen der Hessen Agentur verließen im Berichtsjahr etwa 59.700 Schüler die allgemeinbildenden Schulen. Für den Zeitraum 2008 bis 2010 werden leicht sinkende Schulabgängerzahlen prognostiziert. Auch die Nachfrage nach dualen Ausbildungsplätzen im Jahr 2008 wird mit 45.000 Plätzen niedriger als noch im Vorjahr erwartet. Bis 2020 wird sie gemäß der Prognose und demografisch bedingt leicht zurückgehen. Einmalig ist im Jahr 2013 ein deutlicher Anstieg aufgrund der Verkürzung der zum Abitur führenden Schulzeit zu erwarten. Die Bildungsgänge des Übergangssystems - dazu zählt z. B. das Berufsgrundbildungsjahr BGJ (in der nicht-kooperativen Form), das in der Studie eingehend betrachtet wird - verzeichneten sinkende Schülerzahlen. Infolge der positiven Entwicklung auf dem dualen Ausbildungsmarkt stieg der Anteil der Berufsschüler mit einem Ausbildungsvertrag im Berichtsjahr von knapp 88 % auf 90 %. An den hessischen Hochschulen und Berufsakademien haben im Berichtsjahr (Sommer- und Wintersemester) knapp 39.800 Studierende eine Ausbildung im ersten Fachsemester begonnen - ein Drittel davon an Fachhochschulen. Damit zeigen sich kaum Änderungen gegenüber dem Vorjahr. Die Berufsakademien verzeichnen 30 Studienfänger mehr als im Vorjahr - 295 Studierende begannen hier eine Ausbildung. Die Ausbildungsbeteiligung der hessischen Betriebe, die in der Studie mittels einer Ausbildungsbetriebsquote sowie einer Ausbildungsquote erfasst wird, zeigt sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert und liegt weiterhin in jeder Betriebsgrößenklasse leicht unter dem westdeutschen Niveau. Im Berichtsjahr ist auch die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen in Hessen deutlich gesunken. Im Mai 2008 waren 19.350 Personen unter 25 Jahre arbeitslos und damit ca. 19 % weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote lag in dieser Altersgruppe bei 6 %." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ausbildungsmobilität in Schleswig-Holstein (2008)
Kotte, Volker; Stöckmann, Andrea;Zitatform
Kotte, Volker & Andrea Stöckmann (2008): Ausbildungsmobilität in Schleswig-Holstein. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Nord 03/2008), Nürnberg, 37 S.
Abstract
"Schleswig-Holstein ist hinsichtlich der regionalen Mobilität von Auszubildenden durch große Unterschiede gekennzeichnet. Als 'Auspendlerland' verlassen mehr junge Menschen für ihre Ausbildung Schleswig-Holstein als aus anderen Bundesländern einpendeln. Der Anteil der Auspendler an allen Auszubildenden mit Wohnsitz in Schleswig-Holstein beträgt 12 %, umgekehrt erreichen die Einpendler einen Anteil an allen Auszubildenden in schleswigholsteinischen Betrieben von nur 9,8 %.
Betrachtet man die regionalen Strukturmuster genauer, so ist der Süden des Landes durch eine enge Verknüpfung mit der Hansestadt Hamburg charakterisiert. Über 84 % der Auspendler über die Landesgrenze absolvieren ihre Ausbildung in Hamburg - oder umgekehrt betrachtet: Nahezu jeder sechste Auszubildende in der Hansestadt kommt aus Schleswig-Holstein. Besonders ausgeprägt ist die landesübergreifende Mobilität bei den schulisch hoch Qualifizierten. Während der Anteil der Abiturienten unter den Auszubildenden in Schleswig-Holstein rund 11 % beträgt, liegt er unter den Auspendlern bei fast einem Drittel; ein Wert, der durch die Bedeutung Hamburgs als Handels- und Dienstleistungsmetropole stark beeinflusst sein dürfte. Neben der engen Verknüpfung mit Hamburg ist innerhalb des Landes ein typisches Stadt-Land-Gefälle zu beobachten. Die vier kreisfreien Städte Schleswig-Holsteins üben eine wichtige Ausbildungsfunktion für die benachbarten Kreise aus, rund jeder zweite Auszubildende in Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg kommt aus dem Umland. Eher regionale Verflechtungen sind in den westlichen Landesteilen entlang der Nordseeküste zu beobachten. Die kreisübergreifende Mobilität ist hier deutlich unterdurchschnittlich, ein Umstand, der sicherlich auch mit dem Fehlen eines größeren Ballungsraumes in der Region zusammenhängt. Ein weiteres Strukturmerkmal ist, dass der Südosten Schleswig-Holsteins für die Ausbildungseinpendler aus Mecklenburg-Vorpommern eine hohe überregionale Bedeutung besitzt.
Neben diesen räumlichen Mustern fällt eine 'Geschlechtsspezifik' in der Berufs- und Branchenstruktur auf. Einerseits weisen die weiblichen Auszubildenden eine höhere räumliche Mobilität als ihre männlichen Pendants auf, andererseits ist ihr Berufs- und Branchenspektrum stark konzentriert. Während sich rund 45 % der männlichen Auszubildenden auf die zehn häufigsten Ausbildungsberufe des Landes konzentrieren, sind es bei den Frauen über 70 % - ein Strukturmuster, das sich auch bei den Aus- und Einpendler wiederfindet. Vergleichbares gilt für die Branchenstruktur: Der Anteil der Dienstleistungsbranchen beträgt unter den männlichen Auszubildenden mit Wohnsitz im Schleswig-Holstein rund 55 %, unter den weiblichen Auszubildenden sind es über 85 %." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Ausbildungsmarkt und Ausbildungsmobilität in Bayern (2007)
Böhme, Stefan;Zitatform
Böhme, Stefan (2007): Ausbildungsmarkt und Ausbildungsmobilität in Bayern. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Bayern 01/2007), Nürnberg, 36 S.
Abstract
"Die Studie befasst sich mit der Mobilität von Auszubildenden in Bayern in regionaler Hinsicht sowie nach Berufen. Dabei wird auf Daten der Statistiken über sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, der gemeldeten Bewerber für Berufsausbildungsstellen und gemeldeten Berufsausbildungsstellen der Bundesagentur für Arbeit sowie auf Bevölkerungs- und Schulstatistiken der Statistischen Ämter zurückgegriffen. Um die Vorgänge am Ausbildungsmarkt besser einordnen zu können, wird in Kapitel 2 zunächst auf die Siedlungsstruktur und Bevölkerungsentwicklung in Bayern eingegangen, bevor in Kapitel 3 die wirtschaftliche und arbeitsmarktliche Entwicklung dargestellt wird. Kapitel 4 befasst sich mit dem Mobilitätsverhalten aller Beschäftigten in Bayern. Nachfrage und Angebot am bayerischen Ausbildungsmarkt werden in Kapitel 5 näher erläutert. Die ausbildungsbedingte Mobilität ist Gegenstand des 6. Kapitels. Nach einem kurzen Ausblick in Kapitel 7 werden schließlich in Kapitel 8 die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammengefasst." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Böhme, Stefan; -
Literaturhinweis
Berufsausbildung in Hessen 2007 (2007)
Kisseler, Wolfgang; Rohde, Andreas;Zitatform
Kisseler, Wolfgang & Andreas Rohde (2007): Berufsausbildung in Hessen 2007. (HA Hessen-Agentur. Report 714), Wiesbaden, 96 S.
Abstract
"Der Bericht stellt die Ausbildungs- und Arbeitsmarktsituation von Jüngeren unter 25 Jahren in Hessen im Jahr 2006 dar. Die Charakterisierung der derzeitigen Lage und Entwicklung auf dem Dualen Ausbildungsmarkt in Hessen und seinen Teilräumen steht im Mittelpunkt der Untersuchung. Geschlechtsspezifische Unterschiede werden, soweit die Datenlage es zulässt, herausgearbeitet. Gegenüber den Berichten der Vorjahre wurde die Untersuchung neu gegliedert. Beispielsweise wird der heterogene Bereich der Unternehmensdienstleistungen vertieft betrachtet (Kapitel 4). Kapitel 2 und 3 zeigen die Lage auf dem Ausbildungsmarkt auf. Ausbildungsalternativen außerhalb des Dualen Systems, beispielsweise an Berufsfachschulen sowie die Beamtenausbildung ergänzen die Darstellung (Kapitel 6). Ergebnisse des Hessischen Ausbildungspaktes sind Gegenstand von Kapitel 7. Die Vorausschätzung der Nachfrage nach Dualen Ausbildungsstellen basiert auf einer Prognose der Schulabgänger von Allgemeinbildenden Schulen - bis 2008 dargestellt - und der Absolventen beruflicher Schulen mit allgemein qualifizierendem Abschluss. Berücksichtigt ist dabei die verkürzte Schulzeit bis zum Abitur. Der Schülerprognose liegt die 10. koordinierte Bevölkerungsprognose für Hessen zugrunde (Kapitel 9). Entwicklung und Struktur der Arbeitslosigkeit Jüngerer sind in Kapitel 10 thematisiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Ausbildungsmobilität in Hessen (2007)
Schaade, Peter;Zitatform
Schaade, Peter (2007): Ausbildungsmobilität in Hessen. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Hessen 02/2007), Nürnberg, 48 S.
Abstract
"Die Veröffentlichung informiert über die räumliche Mobilität der Auszubildenden in der dualen Berufsausbildung in Hessen. Die Studie stellt die Ausbildungssituation in Hessen dar und untersucht, inwieweit Jugendliche zur Aufnahme einer Ausbildung ihren Wohnort verlassen. Hierbei werden einerseits das Mobilitätsverhalten der Jugendlichen über die Bundeslandgrenze hinaus betrachtet, d. h. das Pendeln von und nach Hessen, und andererseits das Pendeln innerhalb Hessens." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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