Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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Literaturhinweis
Maßnahmen für ostdeutsche Jugendliche und Jungerwachsene an der zweiten Schwelle: Inventarisierung und Ermittlung von Erfolgsfaktoren. Abschlussbericht (2006)
Wiener, Bettina; Meier, Heike; Teichert, Holger; Wagemann, Stefanie; Gotter, Christa; Rulofs, Christin; Schwertfeger, Katja;Zitatform
Wiener, Bettina & Heike Meier (2006): Maßnahmen für ostdeutsche Jugendliche und Jungerwachsene an der zweiten Schwelle. Inventarisierung und Ermittlung von Erfolgsfaktoren. Abschlussbericht. (Forschungsberichte aus dem zsh *2004-02 2006-01), Halle, 219 S.
Abstract
Zur Untersuchung von Zweite-Schwelle-Maßnahmen für Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren mit erfolgreich abgeschlossener Berufsausbildung werden verschiedene Datenquellen ausgewertet: eine Telefonbefragung von über 700 ostdeutschen Bildungs- und Maßnahmeträgern an der zweiten Schwelle, die ca. 37.000 Jugendliche betreuten, eine Teilnehmerbefragung in ausgewählten Maßnahmen für Jugendliche an der zweiten Schwelle, sowie 40 Fallstudien, die mit Hilfe von Experteninterviews mit Geschäftsführern und Lehrkräften ausgewählter Zweite-Schwelle-Maßnahmen gewonnen wurden. Aus den Daten der Telefonbefragung und aus den Fallstudien wurden sieben Maßnahmetypen abgeleitet: 1. 'ziellos', 2. 'geförderte Beschäftigung', 3. 'Spezialqualifizierung', 4. 'Hilfe bei der Vermittlung', 5. 'mobile Männer', 6. 'komplette Umorientierung', 7. 'umorientierte Frauen'. Die unterschiedlichen Erfolgsquoten bei der Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt nach Abschluss der Maßnahme werden für die einzelnen Maßnahmetypen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Arbeitsmarktsituation für Jugendliche nach wie vor problematisch ist, und dass sich die Jugendarbeitslosigkeit in Ostdeutschland in den letzten zehn Jahren weiter erhöht hat. Im Unterschied zu Maßnahmen für Jugendliche an der ersten Schwelle, greifen die Maßnahmen für Jugendliche an der zweiten Schwelle kaum und in zu geringem Maße. Besonders problematisch ist der steigende Anteil von langzeitarbeitslosen Jugendlichen. Der Paradigmenwechsel vom Bildungs-Push zum Beschäftigungs-Pull, der als ein Weg zur Erweiterung von Beschäftigungsmöglichkeiten diskutiert wird, gelingt derzeit nur in Ansätzen. Die Arbeitslosenquoten sind regional sehr unterschiedlich, wobei die Höhe der Jugendarbeitslosenquote nicht unbedingt von der Höhe der Gesamtarbeitslosenquote abhängen muss. (IAB)
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Literaturhinweis
Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2006 (2006)
Abstract
Der Jahresbericht 2006 beschreibt die Entwicklungen und die Herausforderungen für die neuen Länder (Teil A). Gleichzeitig liefert er einen Überblick über die Programme und Maßnahmen der Bundesregierung zur Förderung der neuen Ländern (Teil B). Des weiteren bietet der Bericht aktuelle statistische Daten über die wirtschaftliche Lage (Teil C). Er zeigt, dass Ostdeutschland immer noch ein Wirtschaftsgebiet mit zahlreichen strukturellen Problemen ist. Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung ist jedoch positiv. (IAB2)
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Literaturhinweis
Evaluating the dynamic employment effects of training programs in East Germany using conditional difference-in-differences (2005)
Zitatform
Bergemann, Annette, Bernd Fitzenberger & Stefan Speckesser (2005): Evaluating the dynamic employment effects of training programs in East Germany using conditional difference-in-differences. (IZA discussion paper 1848), Bonn, 87 S.
Abstract
"This study analyzes the employment effects of training in East Germany. We propose and apply an extension of the widely used conditional difference-in-differences evaluation method. Focusing on transition rates between nonemployment and employment we take into account that employment is a state dependent process. Our results indicate that using transition rates is more appropriate and informative than using unconditional employment rates as commonly done in the literature. Training as a first participation in a program of Active Labor Market Policies shows zero to small positive effects both on reemployment probabilities and on probabilities of remaining employed with notable variation over the different start dates of the program." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Netzwerk "Jugendliche an der 2. Schwelle": Unterstützung Jugendlicher und junger Erwachsener bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt (2005)
Blickwede, Inga; Kehler, Holger; Böhnisch, Lothar; Thierling, Christiane; Raithelhuber, Eberhard;Zitatform
Blickwede, Inga, Lothar Böhnisch, Holger Kehler, Eberhard Raithelhuber & Christiane Thierling (2005): Netzwerk "Jugendliche an der 2. Schwelle". Unterstützung Jugendlicher und junger Erwachsener bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt. (QUEM-Materialien 65), Berlin, 188 S.
Abstract
Seit Ende der 1990er Jahre wird der Übergang in Arbeit - insbesondere in Bezug auf das Jugend- und junge Erwachsenenalter - in der Fachöffentlichkeit intensiv diskutiert. Der spezifische Schwerpunkt des Forschungs- und Gestaltungsprojekts 'Netzwerk - Jugendliche an der 2. Schwelle' (2001-2004) liegt in der Öffnung und Erweiterung der Kompetenzentwicklung arbeitsloser Jugendlicher und junger Erwachsener in Wechselwirkung mit einer fördernden, regionalen Umwelt. Im Projekt wurden Modelle entwickelt und gestaltet, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch Öffnung vielfältiger Optionen einen Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern bzw. ermöglichen. Die individuellen Chancen sollten durch regionale Kooperationsnetze zwischen Ämtern, Kammern, Unternehmen, Vereinen und Initiativen im außerbetrieblichen sozialen Umfeld, Bildungsträgern sowie Wirtschafts- und Arbeitsfördergesellschaften erhöht werden. Dabei wurden die individuellen Bedingungen, die regionalen Gegebenheiten und die Lebens-, Arbeits- und Lernziele der Jugendlichen berücksichtigt. Sechs Modellprojekte in ausgewählten Regionen Ostdeutschlands wurden vom Institut für Sozialpädagogik, Sozialarbeit und Wohlfahrtswissenschaften der Technischen Universität Dresden wissenschaftlich begleitet. Die Erkenntnisse, Erfahrungen und Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung aus den empirischen und theoretischen Arbeiten verweisen auf die Notwendigkeit, integrierte Übergangsstrukturen in Beschäftigung für junge Erwachsene zu entwickeln, wobei sich Kompetenzentwicklung nicht nur auf Beschäftigungsfähigkeit, sondern auf Identitätsentwicklung zielen sollte. Eine Orientierung am Lebensalter wird empfohlen, eine beschäftigungsbezogene und unterschiedliche Lebensbereiche berücksichtigende Beratung, Kompetenzentwicklung über Tätigwerden, die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Aspekte sowie die strukturelle und regionale Einbettung der Angebote. (IAB)
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Literaturhinweis
Individual employment effects of job creation schemes in Germany with respect to sectoral heterogeneity (2005)
Zitatform
Caliendo, Marco, Reinhard Hujer & Stephan L. Thomsen (2005): Individual employment effects of job creation schemes in Germany with respect to sectoral heterogeneity. (IAB-Discussion Paper 13/2005), Nürnberg, 51 S.
Abstract
Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen spielen in Deutschland seit langer Zeit eine wichtige Rolle bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Sie verfolgen das Ziel, schwer vermittelbare Arbeitslose in reguläre Beschäftigung zu reintegrieren. Bisher waren die zur Verfügung stehenden Datensätze für mikroökonomische Wirkungsanalysen dieser Maßnahmen zu klein, um mögliche Effektheterogenität zu berücksichtigen. Für ihre Analyse der Beschäftigungseffekte von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen auf individuellem Niveau stützen sich die Autoren auf Daten der Bundesagentur für Arbeit (11.000 Personen). Während in ihren früheren Untersuchungen gruppenspezifische sowie regionale Heterogenität im Mittelpunkt stand, liegt der Schwerpunkt hier auf Effektheterogenität, die aus unterschiedlichen Realisierungen der Maßnahmen resultiert. Analysiert werden die Wirkungen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in unterschiedlichen Wirtschaftssektoren, verschiedene Förderungsarten sowie institutionelle Unterschiede. Insgesamt kommt die Studie zu dem enttäuschenden Ergebnis, dass Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen nicht geeignet sind, die Wiedereingliederungschancen von Arbeitslosen zu erhöhen. (IAB)
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Literaturhinweis
Kurzarbeit als Instrument betrieblicher Flexibilität: Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2003 (2005)
Deeke, Axel;Zitatform
Deeke, Axel (2005): Kurzarbeit als Instrument betrieblicher Flexibilität. Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2003. (IAB-Forschungsbericht 12/2005), Nürnberg, 41 S.
Abstract
"Kurzarbeit ist ein klassisches Instrument betriebsinterner Anpassung an einen konjunkturell bedingten Arbeitsausfall. Mit Hilfe des Kurzarbeitergeldes können Betriebe bei einem vorübergehenden Nachfrageausfall ihre ansonsten anfallenden Lohnkosten in Verbindung mit einer temporären Arbeitszeitverkürzung senken. Ziel ist die Vermeidung von Entlassungen, also von Entlassungs- und Wiedereinstellungskosten bei alternativer externer Flexibilität. Die eingearbeitete Belegschaft soll dem Betrieb erhalten bleiben. In der arbeitsmarktpolitischen Öffentlichkeit gilt das Kurzarbeitergeld als ein bewährtes Instrument. Aber es fehlt bisher an betriebsbezogenen empirischen Untersuchungen zu der Frage, ob mit Kurzarbeit tatsächlich die angestrebten Ziele erreicht werden. Hier setzt die Untersuchung mit einer Auswertung der Welle 2003 des IAB-Betriebspanels an. Die Befunde zur Verbreitung von konjunkturell bedingter Kurzarbeit widersprechen dem herkömmlichen Bild, demzufolge Kurzarbeit vor allem von größeren Industriebetrieben genutzt wird. Der typische kurzarbeitende Betrieb ist ein Kleinbetrieb und findet sich nicht nur im Verarbeitenden Gewerbe, sondern auch im Dienstleistungssektor. Die Analyse der betrieblichen Beschäftigungsentwicklung und Fluktuation im Vergleich von Betrieben mit und ohne Kurzarbeit zeigt, dass die Einführung von Kurzarbeit hilft, Entlassungen zu vermeiden und die Stabilität der Beschäftigung zu fördern. Dabei ist Kurzarbeit nur eine von mehreren Möglichkeiten interner und externer Flexibilität. Betriebe mit Kurzarbeit nutzen ein breiteres Spektrum von Anpassungsinstrumenten als Betriebe ohne Kurzarbeit in vergleichbarer wirtschaftlicher Situation. Kurzarbeit wird nicht in Alternative zur Nutzung anderer Varianten betrieblicher Flexibilität eingesetzt, sondern - wie in den gesetzlichen Regelungen vorgesehen - in Verbindung mit weiteren Instrumenten interner numerischer und funktionaler Anpassung. Die Ausfallzeiten bei Kurzarbeit werden allerdings nur selten für eine funktionale Anpassung der Qualifikation der Kurzarbeitenden genutzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Einflussfaktoren der öffentlichen Förderung in Ostdeutschland: eine Auswertung des IAB-Betriebspanels (2005)
Ellguth, Peter; Kirsch, Johannes; Ziegler, Astrid;Zitatform
Ellguth, Peter, Johannes Kirsch & Astrid Ziegler (2005): Einflussfaktoren der öffentlichen Förderung in Ostdeutschland. Eine Auswertung des IAB-Betriebspanels. (WSI-Diskussionspapier 140), Düsseldorf, 56 S.
Abstract
In den letzten 15 Jahren hat die öffentliche Hand enorme finanzielle Mittel für den 'Aufbau Ost' bereitgestellt. Ein großer Teil dieser Mittel floss über die betriebliche Wirtschaftsförderung in Form von Investitionens- und Sachmittelzuschüssen bzw. über die betriebsnahe Arbeitsmarktpolitik z.B. in Form von Lohnkostenzuschüssen, SAM etc. direkt an ostdeutsche Unternehmen. Das Diskussionspapier geht mit Hilfe multivariater Verfahren auf der Grundlage von Daten des IAB-Betriebspanels der Frage nach, wie sich die betriebliche Inanspruchnahme von Förderleistungen seit 1997 in Ostdeutschland entwickelt hat, wobei auffällige Unterschiede zwischen Betrieben mit und ohne Betriebsrat herausgearbeitet werden. Es zeigt sich, dass seit 1997 immer weniger ostdeutsche Betriebe öffentliche Förderleistungen in Anspruch nehmen. Bei den Investitionskostenzuschüssen ist dieser Rückgang sowohl in Betrieben mit Betriebsrat als auch in solchen ohne Betriebsrat zu konstatieren. Die Lohn- und Gehaltszuschüsse hingegen wurden zwischen 1997 und 2002 von Betrieben mit Betriebsrat zunehmend, von betriebsratslosen Betrieben dagegen in abnehmendem Maße genutzt. Mit beiden Förderarten werden Betriebe mit Betriebsrat stärker bezuschusst als Betriebe ohne Betriebsrat. Außerdem wurde untersucht, welche Einflussfaktoren darüber entscheiden, ob die Fördermittel betrieblicherseits in Anspruch genommen werden. Unter anderem, werden folgende betriebliche Faktoren herausgearbeitet, die sich sowohl auf die Inanspruchnahme der Investitionsförderung als auch auf die Nutzung von Lohnkostenzuschüssen positiv auswirken: die Beschäftigtenzahl, der Exportanteil am Umsatz, die Erwartung einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung und wenn der Betrieb sich in ostdeutschem Eigentum befindet. Außerdem wird festgestellt, dass die Nutzung von Maßnahmen der Wirtschaftsförderung positiv durch das Vorhandensein eines Betriebsrats beeinflusst wird, während sich ein Betriebsrat auf die Inanspruchnahme von Lohn- und Gehaltskostenzuschüssen weder fördernd noch hemmend auswirkt. (IAB)
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Literaturhinweis
Gesellschaft ohne Ausgrenzung - regionale Handlungsoptionen der Arbeitsmarktpolitik: Dokumentation der ESF-Jahrestagung 2004 vom 25. November 2004 (2005)
Hübner, Sabine; Kurz, Irene; Clark, Helene; Ziegler, Dagmar; Rau, Karin; Berg, Frank; Behr, Michael;Abstract
"Die ESF-Jahrestagung 2004 stand unter der Überschrift 'Gesellschaft ohne Ausgrenzung' und sollte dazu beitragen in Foren und Diskussionen entsprechende Handlungsmöglichkeiten für die brandenburgische Arbeitsmarktpolitik zu finden. Die Arbeitslosenquote im Land Brandenburg weist regional starke Unterschiede auf. So liegt die Zahl der Arbeitslosen in der Stadt Potsdam bei 11,6%, in der Uckermark (23,5%) und in der Lausitz (23,2%) ist sie dagegen doppelt so hoch. Mit der Arbeitslosigkeit verbunden ist oftmals eine starke gesellschaftliche Ausgrenzung. Hinzu kommt, dass viele junge und qualifizierte Fachkräfte - vornehmlich junge Frauen - mangels beruflicher Perspektiven in andere Regionen Deutschlands abwandern und dort Arbeit suchen und finden. Die demographischen Prognosen machen deutlich, dass diese Entwicklung als äußerst problematisch einzustufen ist: ohne junge Menschen, ohne junge und qualifizierte Fachkräfte sieht die Zukunftsfähigkeit des Landes Brandenburg sehr kritisch aus. Die Dokumentation der Tagung gibt die in den verschiedenen Foren gehaltenen Vorträge wieder; die anschließenden Diskussionen sind als Zusammenfassung dargestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Evaluierung der arbeitsmarktpolitischen Sonderprogramme CAST und Mainzer Modell (2005)
Zitatform
Kaltenborn, Bruno, Gerhard Krug, Helmut Rudolph, Claudia Weinkopf & Eberhard Wiedemann (2005): Evaluierung der arbeitsmarktpolitischen Sonderprogramme CAST und Mainzer Modell. (Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit. Forschungsbericht 552), Berlin, 80 S.
Abstract
Im Rahmen des arbeitsmarktpolitischen Sonderprogramms CAST (Chancen und Anreize zur Aufnahme sozialversicherungspflichtiger Tätigkeiten) wurden seit Mitte des Jahres 2000 auf Initiative des nationalen Bündnisses für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit zwei unterschiedliche Fördermodelle erprobt, die darauf abzielten, die Beschäftigung im Niedriglohnbereich auszuweiten und die Integrationschancen insbesondere von gering Qualifizierten und Langzeitarbeitslosen zu verbessern. Letztlich ist die Inanspruchnahme beider Förderkonzepte trotz zahlreicher Veränderungen der Konditionen, die darauf abzielten, die Nutzung der Förderung attraktiver zu gestalten, deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück geblieben. Dies gilt insbesondere für das SGI-Modell, dessen Erprobung im Saarland und Teilen Sachsens aufgrund der geringen Inanspruchnahme sogar vorzeitig eingestellt wurde. Die Inanspruchnahme des Mainzer Modells war während der regional begrenzten Erprobung in ausgewählten Arbeitsamtsbezirken in Rheinland-Pfalz und Brandenburg ausgeprägter. Dessen Erprobung wurde im März 2002 auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet. Hierdurch stieg zwar die Zahl der Bewilligungen auf über 15.000 Förderfälle bundesweit, blieb aber insgesamt so zurückhaltend, dass das Mainzer Modell im Zuge der Einführung der Mini- und Midijobs im April 2003 ebenfalls vorzeitig eingestellt wurde. Immerhin wurde beim Mainzer Modell das sozialpolitische Ziel durchaus erreicht. In der Praxis haben vor allem allein erziehende Frauen in besonderer Weise von den Zuschüssen nach dem Mainzer Modell profitiert. (IAB)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktpolitische Gemeinschaftsinitiativen: das EQUAL-Projekt INCLUSION (2005)
Kindelberger, Kilian; Poleschner, Annerose;Zitatform
Kindelberger, Kilian & Annerose Poleschner (2005): Arbeitsmarktpolitische Gemeinschaftsinitiativen. Das EQUAL-Projekt INCLUSION. In: Europäische Arbeitspolitik, Jg. 13, H. 47, S. 55-63.
Abstract
Ein Instrument zur Umsetzung europäischer Arbeitsmarktpolitik sind die entsprechenden Gemeinschaftsinitiativen der Europäischen Kommission. Als Beispiel hierfür wird die Entwicklungspartnerschaft 'INCLUSION - Integrationsnetzwerk zur sozialen und beruflichen Integration von MigrantInnen im Land Brandenburg' vorgestellt. Ziel des Projekts ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine nachhaltige soziale und berufliche Integration von Migranten und Migrantinnen im Land Brandenburg. Im Mittelpunkt der ersten Förderphase stand die Durchführung von beruflichen Integrationsmaßnahmen zur beruflichen und sprachlichen Qualifizierung für insgesamt 100 Migranten und Migrantinnen. Diese Phase wird als erfolgreich eingeschätzt. Die zweite Föderphase findet durch das Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes und der Hartz IV-Reform unter völlig veränderten Bedingungen für den Integrationsprozess statt. Zusammen mit der örtlichen Arbeitsgemeinschaft aus Sozialamt und Arbeitsagentur und den wichtigsten an der Integration beteiligten freien Trägern soll eine gemeinsame Struktur zur Berufsintegration entwickelt und erprobt werden, die durch zielgerichtete Weiterbildungsangebote, soziale Betreuung und Empowerment von Migranten und Migrantinnen sowie Vernetzung und Stärkung von Selbsthilfeorganisationen ergänzt werden. Für die Migranten und Migrantinnen sind derartige Projekte unverzichtbar und alternativlos. Die zweite Phase von INCLUSION soll durch die Bündelung der Kräfte und verstärkte Synergieeffekte nachhaltige Strukturen zur Integration von Migranten und Migrantinnen im Land Brandenburg schaffen. (IAB)
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Literaturhinweis
Vom zweiten auf den ersten Arbeitsmarkt: Der Erfolg aktiver arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen (2005)
Knapp, Matthias;Zitatform
Knapp, Matthias (2005): Vom zweiten auf den ersten Arbeitsmarkt: Der Erfolg aktiver arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verl., 327 S.
Abstract
"Der Autor betrachtet Strukturanpassungsmaßnahmen (SAM) in Ostdeutschland, die im Rahmen von Projekten der TLG Treuhand Liegenschaftsgesellschaft durchgeführt wurden. Mittels einer Erhebung klärt der Autor, mit welchem Erfolg ehemalige Teilnehmer von SAM-Projekten anschließend im ersten Arbeitsmarkt aufgenommen wurden. Zunächst werden in Kapitel 2 die Grundlagen für die Untersuchung aktiver Arbeitsmarkpolitik und die gesetzlichen Vorgaben der Strukturanpassungsmaßnahme (SAM) dargestellt. Wie werden bisher Wirkung und Erfolg von Ermessensleistungen der aktiven Arbeitsförderung festgestellt? Da Strukturanpassungsmaßnahmen der TLG Treuhand Liegenschaftsgesellschaft zu untersuchen sind, werden dieses Unternehmen und seine Tätigkeit als Träger dieser Maßnahmen in Kapitel 3 allgemein vorgestellt. Es folgen Ausführungen zur Erhebung der Daten und ihrer Auswertung. In Kapitel 4 werden die Ergebnisse der statistischen Auswertungen zu Personen- und Projektmerkmalen wiedergegeben und erläutert. Die Auswertungen enthalten Häufigkeitstabellen und bei numerischen Daten statistische Kennzahlen. Im Anschluss daran wird in Kapitel 5 eine Erfolgsabstufung für den Verbleib ehemaliger SAM-Teilnehmer vorgenommen. Auf Grundlage der Erfolgskriterien werden zu verschiedenen Stichtagen die Eingliederungs- und sonstigen Verbleibsquoten ermittelt. Erweitert wird diese Untersuchung im Abschnitt 5.7 um eine Betrachtung des Verbleibs von Teilnehmern, die nach der SAM-Maßnahme in Folgemaßnahmen waren. Eine Untersuchung der Nachhaltigkeit von Beschäftigungen im Anschluss an SAM-Maßnahmen schließt den deskriptiven Tell der Statistik ab. In Kapitel 6 wird untersucht, wie stark der Einfluss der einzelnen Personen- und Projektmerkmale auf den Erfolg der SAM-Maßnahmen gewesen ist. Zunächst wird ermittelt, welche 'Chancen' sich aus dem Erfolg 6 Monate nach Beendigung einer Maßnahme für einen späteren Zeitpunkt ergeben. Anschließend wird untersucht, ob es signifikante Unterschiede beim Erfolg gibt, die vom Alter und vom Geschlecht der Teilnehmer abhängig sind. Weitere Analysen beziehen sich auf die Tätigkeit und Qualifikation in der Maßnahme, die Teilnahmedauer, einen vorzeitigen Austritt (Abbruch) und den Krankenstand. Die Untersuchung des Krankenstandes wird hier ergänzt um eine Regressionsanalyse zum Krankenstand und Alter. Ob die Teilnahme in mehreren Projektlosen, der Lohn, die Steuerklasse, die Größe, die Kosten oder die Region des Projektes den Erfolg beeinflussen, wird im Folgenden untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The curse and blessing of training the unemployed in a changing economy: the case of East Germany after unification (2005)
Zitatform
Lechner, Michael, Ruth Miquel & Conny Wunsch (2005): The curse and blessing of training the unemployed in a changing economy. The case of East Germany after unification. (IAB-Discussion Paper 14/2005), Nürnberg, 59 S.
Abstract
Vor dem Hintergrund der Arbeitsmarktpolitik in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung wird die Wirksamkeit staatlich geförderter Fortbildungs- und Umschulungsmaßnahmen für Arbeitslose analysiert. Hierzu werden prozessproduzierte Daten aus drei Quellen herangezogen, um durch Matching-Verfahren die Fehler durch Selektionsbias zu vermindern, eine Disaggregation nach Maßnahmetypen vorzunehmen und Beschäftigungseffekte für die Teilnehmer zu identifizieren. Die Voraussetzungen der Maßnahmen und ihre Wirksamkeit werden beurteilt. Insgesamt zeigt sich, dass sich bei den Teilnehmern aller untersuchter Fortbildungs- und Umschulungsmaßnahmen langfristig die Beschäftigungs- und Verdienstaussichten verbessern. Eine bedeutsame Ausnahme bilden jedoch Maßnahmen mit längerer Laufzeit, die in der Regel für männliche Teilnehmer wenig nützlich waren. Das wird zumindest teilweise darauf zurückgeführt, dass sich die Förderung der Weiterbildung arbeitsloser Männer in Richtung Bauwesen aufgrund der nachfolgenden Rezession in der Bauwirtschaft als Fehlentscheidung erwiesen hat. (IAB)
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Literaturhinweis
Existenzgründungen als Weg aus der Beschäftigungskrise (2005)
Möckel, Carsten;Zitatform
Möckel, Carsten (2005): Existenzgründungen als Weg aus der Beschäftigungskrise. (Gabler Edition Wissenschaft), Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verl., 274 S.
Abstract
"Aufgrund der aktuellen Beschäftigungssituation in Deutschland gewinnt die Frage, welchen Beitrag Existenzgründungen zum Abbau der Arbeitslosigkeit leisten können, immer mehr an Bedeutung. Die Ergebnisse der Gründungsforschung sind in diesem Bereich bislang jedoch sehr heterogen und beschäftigen sich überwiegend nur mit hochinnovativen und technologieorientierten Unternehmensgründungen. Der Autor untersucht, inwieweit durch eine höhere Existenzgründungsquote die Beschäftigungskrise in Deutschland überwunden werden kann. Im Mittelpunkt steht dabei die empirische Analyse von 305 Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit in Berlin, die Leistungen nach dem Arbeitsmarktpolitischen Rahmenprogramm (ARP) in Anspruch genommen haben. Es wird dargestellt, welche Beschäftigungseffekte die Gründer generieren und welche Faktoren den Erfolg beeinflussen. Der Autor zeigt, dass eine höhere Existenzgründungsquote einen entscheidenden beschäftigungspolitischen Beitrag leisten kann und liefert Schlussfolgerungen für eine Optimierung des Gründungserfolges sowie Gestaltungsempfehlungen zur Erhöhung der Zahl der Gründungsfähigen und -willigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Evaluation of further training programmes with an optimal matching algorithm (2005)
Zitatform
Reinowski, Eva, Birgit Schultz & Jürgen Wiemers (2005): Evaluation of further training programmes with an optimal matching algorithm. In: Schweizerische Zeitschrift für Volkswirtschaft und Statistik, Jg. 141, H. 4, S. 585-616.
Abstract
"In der Studie werden die Effekte von öffentlich geförderten Weiterbildungsmaßnahmen auf die individuelle Arbeitslosigkeitsdauer für verschiedene Gruppen von Personen evaluiert, die sich in ihren persönlichen Merkmalen und einigen ökonomischen Aspekten unterscheiden. Mit Hilfe des Mikrozensus Sachsen ist es möglich, zusätzliche Informationen über die Erwerbsgeschichte der Personen einzubeziehen, so dass Verzerrungen aufgrund unbeobachtbarer Heterogenität und des Ashenfelter's Dip vermieden werden. Um das Zuordnungsproblem zu lösen, wird als Matchingverfahren der ungarische Algorithmus eingesetzt. Der Einfluss der Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen wird durch einen Vergleich der Arbeitslosigkeitsdauer zwischen Teilnehmern und Nichtteilnehmern mit Hilfe des Kaplan-Meier-Schätzers evaluiert. Die Ergebnisse der empirischen Untersuchung deuten darauf hin, dass die Teilnahme an Weiterbildungsprogrammen in allen betrachteten Personengruppen zu einer längeren Arbeitslosigkeitsdauer führt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der deutschen Einheit 2005 (2005)
Zitatform
(2005): Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der deutschen Einheit 2005. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 15/6000 (28.09.2005)), 95 S.
Abstract
Die Zwischenbilanz zum 'Aufbau Ost' nach 15 Jahren kommt zu einem überwiegend positiven Ergebnis in Bezug auf die Vervollkommnung der Deutschen Einheit. Dargestellt und mit Daten und Tabellen belegt wird die aktuelle Situation in den Bereichen Arbeitsmarkt, Förderkonzept, Demographischer Wandel, Wirtschaftsförderung, Innovationsförderung, Hochschul- und Forschungseinrichtungen, Ländlicher Raum, Infrastrukturausbau, Städtebau, Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, Politik für Kinder, Jugendliche, Familien und Frauen, Gesundheit und soziale Sicherung, Energie und Umwelt, Kunst, Kultur und Sport. Wirtschaftsdaten für die neuen Länder werden für folgende Bereiche gegeben: Regionaldaten, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Konjunkturindikatoren, Arbeitsmarktdaten, Förderinstrumente, Unternehmensgründungen und -liquidationen, FuE-Personal, sowie Investitionstätigkeit. (IAB)
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Literaturhinweis
Evaluating the dynamic employment effects of training programs in East Germany using conditional difference-in-differences (2004)
Zitatform
Bergemann, Annette, Bernd Fitzenberger & Stefan Speckesser (2004): Evaluating the dynamic employment effects of training programs in East Germany using conditional difference-in-differences. (ZEW discussion paper 2004-41), Mannheim, 67 S.
Abstract
"This paper evaluates the effects of Public Sponsored Training in East Germany in the context of reiterated treatments. Selection bias based on observed characteristics is corrected for by applying kernel matching based on the propensity score. We control for further selection and the presence of Ashenfelter's Dip before the program with conditional difference-in-differences estimators. Training as a first treatment shows insignificant effects on the transition rates. The effect of program sequences and the incremental effect of a second program on the reemployment probability are insignificant. However, the incremental effect on the probability to remain employed is slightly positive." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Qualifizierung bei Kurzarbeit (2004)
Deeke, Axel;Zitatform
Deeke, Axel (2004): Qualifizierung bei Kurzarbeit. In: A. Deeke, T. Kruppe, B. Kurtz & P. Müller (2004): Halbzeitbewertung des "ESF-BA-Programm 2000-2006" (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 283), S. 265-291.
Abstract
Das ESF-BA-Programm 2000-2006 kombiniert Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) mit der individuellen Arbeitsförderung nach dem Sozialgesetzbuch III durch die Bundesanstalt für Arbeit. Der Beitrag befasst sich mit der Zielsetzung, die durch das Programm ermöglichte Qualifizierung bei Kurzarbeit umzusetzen. Wegen der Besonderheiten struktureller Kurzarbeit (keine Vorhersehbarkeit, auch Großunternehmen sind betroffen) wurde die Umsetzung mit relativ aufwändigen Verhandlungsprozessen gesteuert. Die Förderung trägt zu einem guten Teil zur Organisation eines Übergangsmarktes in neue Beschäftigung bei, sowohl in Groß- als auch bei kleinen und mittleren Betrieben. Wenn die mit den geplanten Neuregelungen zu Transfermaßnahmen und Transferkurzarbeitergeld verbundenen Erwartungen an Betriebe mit größerem Personalabbau im Strukturwandel erfüllt werden, dürfte die Inanspruchnahme des Angebots zur Finanzierung der Qualifizierungskosten aus diesem Programm zunehmen. (IAB)
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Literaturhinweis
The effectiveness of qualification measures for employed workers: an evaluation study for Saxony (2004)
Zitatform
Fertig, Michael (2004): The effectiveness of qualification measures for employed workers. An evaluation study for Saxony. (RWI discussion papers 10), Essen, 31 S.
Abstract
"In dem Papier wird untersucht, ob und in welchem Ausmaß in Deutschland durchgeführte beschäftigungspolitische Maßnahmen, die vom Europäischen Sozialfonds (ko-)finanziert wurden, ihre Ziele erreicht haben. Dabei wird vor allem analysiert, ob Qualifizierungsmaßnahmen für Beschäftigte in Sachsen tatsächlich Arbeitsplätze sichern. Die Ergebnisse der Untersuchung deuten darauf hin, dass die Teilnahme an einer Maßnahme einen positiven Effekt für die Programmteilnehmer hat. Allerdings variiert dieser positive Effekt zwischen den verschiedenen Untergruppen der Maßnahmenteilnehmer ebenso wie innerhalb der Vergleichsgruppe derjenigen Personen, die nicht an Maßnahmen teilgenommen hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The effectiveness of qualification measures for employed workers: an evaluation study for Saxony (2004)
Zitatform
Fertig, Michael (2004): The effectiveness of qualification measures for employed workers. An evaluation study for Saxony. (IZA discussion paper 1205), Bonn, 29 S.
Abstract
"This paper investigates whether and to what extent employment policy measures (co-) financed by the European Social Fund in Germany meet their objective. Specifically, it is analyzed whether qualification programs for employed workers in the German state of Saxony were effective in terms of employment protection. To this end, a control function approach is implemented which utilizes a unique firm-level dataset. This model explicitly accounts for unobserved heterogeneity between participating and non-participating companies by modeling the participation decision process. Our results suggest a positive effect of program participation. However, this positive treatment effect varies considerably across different sub-groups of the treatment as well as the comparison group" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Ökonometrische Evaluation der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Ostdeutschland auf Basis von Regionaldaten: grundlegende Probleme und Ergebnisse dreier Ansätze (2004)
Zitatform
Hagen, Tobias (2004): Ökonometrische Evaluation der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Ostdeutschland auf Basis von Regionaldaten. Grundlegende Probleme und Ergebnisse dreier Ansätze. In: Zeitschrift für Evaluation H. 2, S. 241-263.
Abstract
"Der Beitrag stellt die Notwendigkeit der ökonometrischen Evaluation von aktiver Arbeitsmarktpolitik (AAMP) mittels Regionaldaten ausgehend von der Diskussion der nicht intendierten Wirkungen dar, veranschaulicht grundsätzliche methodische Probleme und zeigt anhand der Evaluation umfangreicher Maßnahmen der AAMP in Ostdeutschland mögliche empirische Ansätze auf Die Evaluation umfasst dabei die Arbeitsmarkteffekte von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM), Strukturanpassungsmaßnahmen (SAM) sowie der geförderten beruflichen Weiterbildung (FbW) und basiert auf Arbeitsamtsbezirksdaten sowie Kreisdaten. Bei den gewählten Ansätzen handelt es sich um (1) eine erweiterte Matching-Funktion, mit der die Effekte AAMP auf die Matching-Effizienz geschätzt werden, (2) eine Beveridge-Kurve, mit der die Effekte auf die regionale Unterbeschäftigung ermittelt werden, sowie (3) eine (dynamische) Arbeitsnachfrage. Die Schätzergebnisse weisen darauf hin, dass die ostdeutsche Arbeitsmarktsituation durch die untersuchten Maßnahmen nicht verbessert wurde." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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