Gender und Arbeitsmarkt
Das Themendossier "Gender und Arbeitsmarkt" bietet wissenschaftliche und politiknahe Veröffentlichungen zu den Themen Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern, Müttern und Vätern, Berufsrückkehrenden, Betreuung/Pflege und Arbeitsteilung in der Familie, Work-Life-Management, Determinanten der Erwerbsbeteiligung, geschlechtsspezifische Lohnunterschiede, familien- und steuerpolitische Regelungen sowie Arbeitsmarktpolitik für Frauen und Männer.
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- Erwerbsbeteiligung von Frauen
- Erwerbsbeteiligung von Männern
- Kinderbetreuung und Pflege
- Berufliche Geschlechtersegregation
- Berufsrückkehr – Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt
- Dual-Career-Couples
- Work-Life
- Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede
- Familienpolitische Rahmenbedingungen
- Aktive/aktivierende Arbeitsmarktpolitik
- Arbeitslosigkeit und passive Arbeitsmarktpolitik
- geografischer Bezug
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Literaturhinweis
Die spezifische Berufs- und Betriebsstruktur vor Ort führt zu deutlichen regionalen Unterschieden in der Lohnlücke zwischen Männern und Frauen (Serie "Equal Pay Day 2025") (2025)
Zitatform
Fuchs, Michaela, Antje Weyh & Gabriele Wydra-Somaggio (2025): Die spezifische Berufs- und Betriebsstruktur vor Ort führt zu deutlichen regionalen Unterschieden in der Lohnlücke zwischen Männern und Frauen (Serie "Equal Pay Day 2025"). In: IAB-Forum H. 05.03.2025 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250306.02
Abstract
"Frauen in Deutschland verdienen im Schnitt deutlich weniger als Männer. Weniger bekannt ist, dass sich der sogenannte Gender-Pay-Gap zwischen einzelnen Regionen deutlich unterscheidet. So verdienen vollzeitbeschäftigte Männer in Dingolfing-Landau gut 40 Prozent mehr als vollzeitbeschäftigte Frauen, in Dessau-Roßlau 1,2 Prozent weniger. Eine wichtige Erklärung bieten regionale Geschlechterunterschiede in den ausgeübten Berufen und in der Betriebsstruktur vor Ort." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Siehe auch "Aktuelle Daten und Indikatoren: Regionale Unterschiede im Gender Pay Gap in Deutschland 2023" -
Literaturhinweis
Recent trends in the gender wage gap in Portugal: a distributional analysis (2025)
Zitatform
Galego, Aurora (2025): Recent trends in the gender wage gap in Portugal: a distributional analysis. In: Applied Economics Letters, Jg. 32, H. 3, S. 369-372. DOI:10.1080/13504851.2023.2270223
Abstract
"Portugal displays a persistent gender wage gap which increased during the 2010-2013 economic crisis. This paper aims at examining the developments in the gender wage gap for the private sector from 2009 to 2019 using a decomposition across the wage distribution. We conclude that the gap has decreased at the lower and middle quantiles but remains quite wide at the top. The largest part of the gap stems from the structure effect, which suggests persistent discrimination." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die Lohnlücke schrumpft: Ein neuer Lohnmonitor soll aktuellere Daten für Forschung und Politik liefern. Die ersten Ergebnisse sind überraschend (2025)
Zitatform
Gartner, Hermann & Enzo Weber (2025): Die Lohnlücke schrumpft. Ein neuer Lohnmonitor soll aktuellere Daten für Forschung und Politik liefern. Die ersten Ergebnisse sind überraschend. In: Wirtschaftswoche H. 42, S. 35.
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Literaturhinweis
Der neue IAB-Lohnmonitor beleuchtet die aktuelle Lohnentwicklung in Deutschland (2025)
Zitatform
Gartner, Hermann, Bajai Resch & Enzo Weber (2025): Der neue IAB-Lohnmonitor beleuchtet die aktuelle Lohnentwicklung in Deutschland. (IAB-Forschungsbericht 21/2025), Nürnberg, 22 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2521
Abstract
"Die Lohnentwicklung ist eine zentrale Größe zur Charakterisierung der Arbeitsmarktentwicklung. Am IAB wird ein Monitor aufgebaut, mit dem die Lohnentwicklung in Deutschland beobachtet wird. Der IAB-Lohnmonitor basiert auf der IAB-Online-Personenbefragung „Arbeiten und Leben in Deutschland“ (IAB-OPAL). IAB-OPAL ist eine webbasierte Personenbefragung des IAB, die arbeitsmarktbezogene Themen abfragt. Es handelt sich um eine quartalsweise Befragung von je circa 7.500 Personen im erwerbsfähigen Alter (18–65 Jahre), in der wechselnde Fragen zu aktuellen Themen gestellt werden. Damit kann die Lohnverteilung auch nach Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Ausbildung und Erwerbsumfang – ausgewertet werden. Auf Basis der Befragung lassen sich so zeitnahe Aussagen über die Entwicklung der Lohnungleichheit treffen. Ein Vorteil der Daten zum Beispiel gegenüber der Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts ist, dass bei IAB-OPAL auch der Haushaltskontext vorliegt. So können zum Beispiel Einkommen in Haushalten mit oder ohne Kinder verglichen werden. Ein Vorteil gegenüber Prozessdaten aus der Bundesagentur für Arbeit (wie dem SIAB des IAB) wiederum ist, dass auch die Löhne jenseits der Beitragsbemessungsgrenze sowie die Arbeitszeiten erfasst werden. Wir stellen in diesem Bericht die Datengrundlagen und die Aufbereitungsschritte vor und präsentieren erste Ergebnisse aus dem IAB-Lohnmonitor: So zeigt sich, dass im vierten Quartal 2023 der durchschnittliche Stundenlohn bei 23,54 Euro lag und bis zum zweiten Quartal 2025 auf 25,61 Euro stieg. Zugleich haben sich die Unterschiede zwischen niedrigeren und höheren Löhnen in diesem Zeitraum verringert. So legten die Löhne von Personen ohne Berufsabschluss zuletzt um 13 Prozent zu, die von Personen mit Hochschulabschluss hingegen nur um 5,8 Prozent. Ein Vergleich der Löhne von Männern und Frauen zeigt: Frauen haben im Schnitt der vergangenen vier Quartale 2025 im Durchschnitt um 15,3 Prozent pro Stunde weniger verdient als Männer. Der durchschnittliche Lohn von neu eingestellten Beschäftigten schwankt meist stärker als der von bereits länger Beschäftigten. Dies zeigte sich insbesondere in den ersten Quartalen 2024 und 2025: Die Löhne in länger bestehenden Beschäftigungsverhältnissen sind im ersten Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,7 Prozent gestiegen, die in neuen Beschäftigungsverhältnissen dagegen um 21,5 Prozent. Im zweiten Quartal lag das Verhältnis nur noch bei 6,2 Prozent zu 7,5 Prozent. Der aktuelle IAB-Lohnmonitor soll in Zukunft mehrmals jährlich erscheinen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Studienbeschreibung „Arbeiten und Leben in Deutschland“ -
Literaturhinweis
Decomposing the barriers to equal pay: examining differential predictors of the gender pay gap by socio-economic group (2025)
Zitatform
Gash, Vanessa, Wendy Olsen, Sook Kim & Nadine Zwiener-Collins (2025): Decomposing the barriers to equal pay: examining differential predictors of the gender pay gap by socio-economic group. In: Cambridge Journal of Economics, Jg. 49, H. 4, S. 825-848. DOI:10.1093/cje/beaf025
Abstract
"Our article examines different predictors of the gender pay gap at the mean and for different income groups. Using the United Kingdom Household Panel Survey (UKHLS), we provide a detailed analysis of the effects of individual work histories, with up to 40 years of retrospective data examined alongside other key indicators. Work histories provide a powerful means of measuring the long-term effects of reduced labour force attachment on pay for women and for men. We find that gendered differentials in work-history account for 29% of the gender pay gap at the mean and that the effects of women’s reduced attachment vary by income group. We find men to earn a higher wage penalty to part-time work-histories than women, and find no evidence of a penalty to part-time work more generally in poor households. We conclude that gender equalisation policies need to reflect divergent needs by income group." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The global gender gap in labour income (2025)
Zitatform
Gebrewolde, Tewodros M., James Rockey & Akbar Ullah (2025): The global gender gap in labour income. In: Oxford economic papers, Jg. 77, H. 4, S. 1006-1036. DOI:10.1093/oep/gpaf011
Abstract
"This article introduces a new measure of economic gender inequality (EGI) based on the ratio of women’s share of national labor income to men’s. This measure captures both the principles of equal pay for equal work and nondiscrimination. Importantly, it can be calculated from existing data and is comparable between countries and over time. If we simply consider an unweighted average of our measure of EGI, there has been an improvement between 1994 and 2014. However, once we weight countries by population, average EGI has been increasing. Much of the higher EGI in poorer, more populous, countries is explained by the lower rates of female employment in those countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Perceived fairness and legitimacy of parental workplace discrimination (2025)
Zitatform
Gerich, Joachim & Martina Beham-Rabanser (2025): Perceived fairness and legitimacy of parental workplace discrimination. In: Community, work & family, S. 1-27. DOI:10.1080/13668803.2025.2453175
Abstract
"Parental discrimination has been shown to be related to several risks, including impaired health, increased job stress, and decreased job satisfaction, which calls for increased awareness of parental discrimination. This paper analyzes fairness and legitimacy judgments of unequal treatment based on parental status at work and the antecedents that influence these judgments. Stereotypes of symbolic vilification that suggest lower commitment due to caring responsibilities, and symbolic amplification, which refers to rational economic organizational needs, are expected to rationalize discrimination. Moreover, we expect specific values and ideologies to be related to judgments of fairness and legitimacy, mediated by resonance with symbolic vilification and amplification. Analyses are based on survey data from a sample of employees aged between 20 and 45 years (n = 376). Respondents' evaluations of parental discrimination were measured using two fictional cases. The results suggest that greater acceptance of vilifying and amplifying justifications is triggered by a stronger preference for the ideal worker norm and traditional gender role expectations. Women tend to view discrimination as more unfair and illegitimate than men, while men's judgments are more strongly driven by economic reasoning." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Organizational Intersectionality: Do Gender and Migration Status Inequalities Reinforce or Offset Each Other in French Workplaces? (2025)
Zitatform
Godechot, Olivier, Mirna Safi & Matthew Soener (2025): Organizational Intersectionality: Do Gender and Migration Status Inequalities Reinforce or Offset Each Other in French Workplaces? In: Work, Employment and Society, Jg. 39, H. 6, S. 1463-1485. DOI:10.1177/09500170251348848
Abstract
"This study examines whether organizations with significant pay gaps along one dimension (gender, migration status, class, etc.) tend to exhibit similarly high inequalities along other dimensions, or whether there is a trade-off between inequality dimensions. Using French administrative data, it estimates correlations between class, gender and migrant workplace earnings gaps, and studies how these gaps also relate to a fourth measure of intra-categorical inequality. To ensure robust results, this article introduces innovative methods to address measurement biases that may distort the relationship between earnings gaps. It establishes three key patterns. First, the gender gap is higher in more unequal workplaces. Second, the migrant gap is higher in more equal workplaces. Third, gender and migrant earnings gaps are negatively correlated within workplaces. These results suggest that workplace inequality regimes are shaped by both reinforcing and trade-off dynamics. Finally, this article explores factors influencing these patterns and highlights the role of industries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The Global Gender Distortions Index (GGDI) (2025)
Goldberg, Pinelopi; Gottlieb, Charles ; Lall, Somik V.; Lakshmi Ratan, Aishwarya; Peters, Michael ; Mehta, Meet;Zitatform
Goldberg, Pinelopi, Charles Gottlieb, Somik V. Lall, Meet Mehta, Michael Peters & Aishwarya Lakshmi Ratan (2025): The Global Gender Distortions Index (GGDI). (CEPR discussion paper / Centre for Economic Policy Research 20554), London, 58 S.
Abstract
"The extent to which women participate in the labor market varies greatly across the globe. If such differences reflect distortions that women face in accessing good jobs, they can reduce economic activity through a misallocation of talent. In this paper, we build on Hsieh et al. (2019) to provide a methodology to quantify these productivity consequences. The index we propose, the ”Global Gender Distortions Index (GGDI)”, measures the losses in aggregate productivity that gender-based misallocation imposes. Our index allows us to separately identify labor demand distortions (e.g., discrimination in hiring for formal jobs) from labor supply distortions (e.g., frictions that discourage women’s labor force participation) and can be computed using data on labor income and job types. Our methodology also highlights an important distinction between welfare-relevant misallocation and the consequences on aggregate GDP if misallocation arises between market work and non-market activities. To showcase the versatility of our index, we analyze gender misallocation within countries over time, across countries over the development spectrum, and across local labor markets within countries. We find that misallocation is substantial and that demand distortions account for most of the productivity losses." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Women's labor market opportunities and equality in the household (2025)
Zitatform
Grönqvist, Erik, Yoko Okuyama, Lena Hensvik & Anna Thoresson (2025): Women's labor market opportunities and equality in the household. (Working papers / Institute for Evaluation of Labour Market and Education Policy 2025,11), Uppsala, 57 S.
Abstract
"We study how changes in couples’ relative wages affect the division of childcare.Using a nationwide wage reform that raised pay in the female-dominated teaching profession, we find that closing 25% of the earnings gap between female teachers and their male spouses led to a 12% reduction in the childcare time gap. This result holds when we extend the analysis to major pay raises for women at the population level. Data support the mechanism that women reduce their childcare time when the spouse can step in by working more from home. Policies that address female pay can foster household equality if men have access to flexible work arrangements." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Rentenansprüche von Frauen bleiben mit steigender Kinderzahl deutlich hinter denen von Männern zurück (2025)
Zitatform
Haan, Peter, Michaela Kreyenfeld, Sarah Schmauk & Tatjana Mika (2025): Rentenansprüche von Frauen bleiben mit steigender Kinderzahl deutlich hinter denen von Männern zurück. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 92, H. 12, S. 183-189. DOI:10.18723/diw_wb:2025-12-1
Abstract
"Der Gender Pension Gap, der den Unterschied bei den Rentenansprüchen zwischen Männern und Frauen misst, liegt laut Daten der Deutschen Rentenversicherung im Alter von 60 Jahren bei 32 Prozent. Darüber hinaus zeigt sich auch ein deutlicher Unterschied bei den gesetzlichen Rentenansprüchen zwischen Müttern und kinderlosen Frauen (Motherhood Pension Gap). Diesem Gap wirken die im Jahr 1986 eingeführten und seither mehrfach modifizierten Kindererziehungszeiten entgegen. Die Anrechnung von Kindererziehungszeiten reduziert die Unterschiede der Rentenanwartschaften zwischen kinderlosen Frauen und Müttern zwar deutlich, allerdings nur für die Jahre nach der Geburt. Für die Geburtsjahrgänge 1952 bis 1959 liegt der Motherhood Pension Gap im Alter von 60 Jahren in Westdeutschland bei 26 Prozent: Kindererziehungszeiten können den Rentennachteil von Müttern nicht ausgleichen. Weitere sozial- und steuerpolitische Maßnahmen, die eine gleichberechtigte Aufteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit fördern, sind notwendig. Neben dem Ausbau der Kinderbetreuung sind Reformen des Ehegattensplittings und der Minijobs sowie ein Umbau der Arbeitswelt erforderlich, der die Bedürfnisse von Sorgetragenden stärker berücksichtigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gender Pay Gap steigt in allen Bildungsgruppen mit dem Alter stark an (2025)
Zitatform
Herrmann, Fiona & Katharina Wrohlich (2025): Gender Pay Gap steigt in allen Bildungsgruppen mit dem Alter stark an. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 92, H. 10, S. 131-137. DOI:10.18723/diw_wb:2025-10-1
Abstract
"Der Gender Pay Gap, also die durchschnittliche Verdienstlücke zwischen Frauen und Männern, lag zuletzt bei 16 Prozent. Wie dieser Bericht auf Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) anlässlich des diesjährigen Equal Pay Days zeigt, verbergen sich hinter diesem Durchschnittswert mitunter große Unterschiede nach Alters- und Bildungsgruppen. So steigt der Gender Pay Gap mit zunehmendem Alter in allen Bildungsgruppen deutlich an und ist bei älteren Beschäftigten mit Hochschulabschluss am größten. Das Altersmuster ist dabei in Westdeutschland deutlich stärker ausgeprägt als in Ostdeutschland. Will die Politik der hohen geschlechtsspezifischen Entgeltungleichheit entgegenwirken, sollte sie Anreize für eine gleichmäßigere Aufteilung der Erwerbs- und Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern schaffen. Ansatzpunkte sind eine Reform des Ehegattensplittings und der steuerlichen Behandlung der Einkünfte aus Minijobs. Beides macht derzeit eine Teilzeit- oder geringfügige Beschäftigung vor allem für verheiratete Frauen zumindest kurzfristig finanziell attraktiv und verfestigt dadurch bestehende geschlechtsspezifische Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Couples' division of paid work and rising income inequality: A study of 21 OECD countries (2025)
Zitatform
Herzberg-Druker, Efrat (2025): Couples' division of paid work and rising income inequality: A study of 21 OECD countries. In: Research in Social Stratification and Mobility, Jg. 99. DOI:10.1016/j.rssm.2025.101084
Abstract
"Numerous scholars have explored the association between women's changing employment patterns and the changing income inequality in recent decades. While most studies indicate that increased women's employment reduces household inequality, a few suggest the opposite effect. This research investigated whether shifts in the division of paid work (i.e., changes in the working hours) among heterosexual couples, as compared to changes in women's work alone, contribute to changes in income inequality. It also examined whether the selection of couples into the different types of division of paid work based on their level of education is a mechanism underlying the growing inequality. Based on counterfactual analyses of data from the Luxembourg Income Study (LIS), encompassing 21 OECD countries, the findings demonstrate shifts in couples' division of paid work, particularly the increase in fulltime dual-earner households, are associated with rising income inequality in most countries studied. However, changes in educational attainment were not found to be the mechanism underlying the association between changes in couples' division of paid work and changes in income inequality." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 The Author(s). Published by Elsevier Ltd.) ((en))
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Literaturhinweis
Strukturwandel am Arbeitsmarkt durch die ökologische Transformation - Folgen für Geschlechterverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt: Expertise für den Vierten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung (2025)
Zitatform
Hohendanner, Christian, Markus Janser & Florian Lehmer (2025): Strukturwandel am Arbeitsmarkt durch die ökologische Transformation - Folgen für Geschlechterverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt. Expertise für den Vierten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Berlin, 94 S.
Abstract
"Die vorliegende Expertise untersucht erstmals quantitativ die strukturellen Veränderungen des Arbeitsmarktes in Deutschland im Hinblick auf geschlechtsbezogene Aspekte, die im Zuge der ökologischen Transformation entstehen. Wir verwenden hierfür einen Tasks-basierten Ansatz zur Identifikation der betroffenen Akteur*innen auf dem Arbeitsmarkt. Dazu werden der Greenness-of-Jobs Index (GOJI) (Janser 2019, 2024), das IAB-Berufepanel (Version 2012-2022, inkl. GOJI) sowie deskriptive Statistiken auf Basis des IAB-Betriebspanels herangezogen. Das IAB-Berufepanel wie die Auswertungen des IAB-Betriebspanels sind auf der Homepage des IAB öffentlich zugänglich und können für weitere Analysen genutzt werden. Zusätzlich werden Maßnahmen diskutiert, die helfen könnten, mögliche Ungleichheiten in der ökologischen Transformation abzufedern und zu überwinden. Ziel der Expertise ist es, den Sachverständigen für den Vierten Gleichstellungsbericht eine fundierte empirische Grundlage zu den Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt und deren potenziellen Folgen für Geschlechterverhältnisse durch die ökologische Transformation zu liefern. Die Expertise zeigt auf, inwiefern Frauen und Männer gleichermaßen oder unterschiedlich von den Entwicklungen des Arbeitsmarktes profitieren bzw. betroffen sind. Es wird dargestellt, in welchen Branchen und Berufen sich Tätigkeitsfelder verändert haben und neue Beschäftigungsverhältnisse entstanden bzw. weggefallen sind – jeweils mit besonderem Fokus auf die Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Vor dem Hintergrund aller zusammengetragenen Erkenntnisse wird abschließend diskutiert, inwiefern die bisherigen Ergebnisse darauf hindeuten, dass sich geschlechtsbezogene Unterschiede bzw. Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt in der ökologischen Transformation eher angleichen oder weiter auseinanderentwickeln." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
National Work-Family Policies and Gender Earnings Inequality in 26 OECD Countries, 1999 to 2019 (2025)
Zitatform
Hook, Jennifer L. & Meiying Li (2025): National Work-Family Policies and Gender Earnings Inequality in 26 OECD Countries, 1999 to 2019. In: Socius, Jg. 11, S. 1-21. DOI:10.1177/23780231251360042
Abstract
"The authors investigate whether work-family policies help incorporate women into the labor market, but exacerbate the gender earnings gap and motherhood penalty, especially for mothers and/or tertiary-educated women. The authors use repeated cross-sectional income data from the Luxembourg Income Study database (1999–2019) (n = 26 countries, 280 country-years, 2.9 million employees) combined with an original collection of indicators on work-family policies, labor market conditions, and gender norms. The authors find that only one work-family policy, long paid parental leave (longer than six months), is associated with a larger gender earnings gap for mothers and tertiary-educated women. The negative relationship between long paid leave and women’s earning percentile is not well explained by selection, full-time status, work hours, experience, occupation, or sector, suggesting discrimination mechanisms. These findings add to the growing evidence that long paid leave specifically, as opposed to work-family policies more generally, cleaves the labor market outcomes of women from men." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Parental Leave, Worker Substitutability, and Firms' Employment (2025)
Zitatform
Huebener, Mathias, Jonas Jessen, Daniel Kühnle & Michael Oberfichtner (2025): Parental Leave, Worker Substitutability, and Firms' Employment. In: The Economic Journal, Jg. 135, H. 669, S. 1467-1495., 2024-12-06. DOI:10.1093/ej/ueae114
Abstract
"Motherhood and parental leave are frequent causes of worker absences and employment interruptions, yet little is known about their effects on firms. Based on linked employer-employee data from Germany, we examine how parental leave absences affect small-and medium-sized firms. We show that they anticipate the absence with replacement hirings in the six months before childbirth. A 2007 parental leave reform extending leave absences reduces firm-level employment and total wages up to three years after childbirth, driven by firms with few internal substitutes for the absent mother. However, we do not find longer-term effects on firms’ employment, wage bill, or likelihood to shut down. The reform led to an increase in replacement hirings, but firms did not respond to longer expected absences of mothers by subsequently hiring fewer young women. Overall, our findings show that anticipated, extended parental leave does not have a lasting impact on firms." (Author's abstract, IAB-Doku, © Oxford University Press) ((en))
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Literaturhinweis
Frauen sind schlechter über das Gehalt ihrer Kolleg*innen informiert als Männer (2025)
Illing, Hannah; Baisch, Benjamin;Zitatform
Illing, Hannah & Benjamin Baisch (2025): Frauen sind schlechter über das Gehalt ihrer Kolleg*innen informiert als Männer. In: IAB-Forum H. 05.11.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20251105.01
Abstract
"Seit 2017 existiert in Deutschland das sogenannte Entgelttransparenzgesetz, das Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen mit gleichwertiger Arbeit in derselben Firma reduzieren soll. Das Gesetz hat die Lohnlücke bisher jedoch nicht verringert. Ein Problem: Frauen sind schlechter als Männer über die Gehälter ihrer Kolleg*innen informiert und tauschen sich zudem seltener mit diesen darüber aus." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entgeltgleichheit gemeinsam herstellen: Notwendig und machbar!: Handlungshinweise und Erfahrungen aus der Praxis eines Unternehmens (2025)
Jochmann-Döll, Andrea;Zitatform
Jochmann-Döll, Andrea (2025): Entgeltgleichheit gemeinsam herstellen: Notwendig und machbar! Handlungshinweise und Erfahrungen aus der Praxis eines Unternehmens. (Working paper Forschungsförderung / Hans Böckler Stiftung 378), Düsseldorf, 46 S.
Abstract
"Wie kann geprüft werden, ob gleiche oder gleichwertige Arbeit gleich bezahlt wird und die Entgeltgleichheit der Geschlechter verwirklicht ist? Diese Frage stellt sich in vielen Unternehmen, angestoßen durch den Wandel der Geschlechterverhältnisse, die Veränderung von Tätigkeiten im Zuge der digitalen Transformation und neue rechtliche Grundlagen der Entgeltgleichheit durch die Entgelttransparenzrichtlinie der EU. In diesem Papier wird am praktischen Beispiel eines Unternehmens gezeigt, wie das Instrumentarium eg-check.de hierfür eingesetzt wurde. Sein Ablauf, die angewendeten Methoden und die gewonnenen Erkenntnisse werden beschrieben, der Bezug zur Entgelttransparenzrichtlinie wird hergestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Do Pay Transparency Laws Reduce the Gender Wage Gap? Insights from a Meta-Analysis (2025)
Kantova, Klara; Hasikova, Michaela;Zitatform
Kantova, Klara & Michaela Hasikova (2025): Do Pay Transparency Laws Reduce the Gender Wage Gap? Insights from a Meta-Analysis. (IEW working paper / Institut Ekonomických Studií (Prag) 2025/22), Praha, 37 S.
Abstract
"Pay transparency laws are a key policy response to persistent gender wage disparities, yet evidence on their effectiveness is mixed. This meta-analysis synthesizes 268 estimates from 12 studies. Across a broad suite of publication bias diagnostics, we find at most weak evidence of selective reporting, while most approaches indicate a small but significant positive effect beyond bias. The pooled mean effect is 0.012 log points, corresponding to an average 1.2% increase in women´s wages relative to men, consistent with a modest narrowing of the gap. Heterogeneity analysis using Bayesian and frequentist model averaging shows that policy design is pivotal. Public disclosure regimes produce larger reductions than internal access or job-ad disclosure, while evidence for pay-secrecy bans is imprecise. Specification choices also matter, with regional and employee controls attenuating effects and sector controls amplifying them. Overall, effective transparency depends on both robust policy design and careful empirical specification." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Working-time flexibility among European couples (2025)
Zitatform
Kałamucka, Agata, Anna Matysiak & Beata Osiewalska (2025): Working-time flexibility among European couples. In: Community, work & family, S. 1-23. DOI:10.1080/13668803.2025.2535735
Abstract
"This study examines patterns of working-time flexibility among European heterosexual couples, focusing on both employee – and employer-oriented flexibilities. Using 2019 EU LFS and multinomial logit models, we analyse how these flexibilities are distributed between partners, considering education and parenthood status. The findings highlight the critical role of working-time flexibility in shaping labor force participation and reveal stark differences across socioeconomic and family contexts. Among the tertiary-educated strata, there is a high prevalence of dual-earner couples in which both partners work with employee-oriented flexibility, which remains consistently high even when there are children at home. This pattern is, however, much more common in Western Europe than in Southern and Central Eastern Europe. In contrast, below tertiary-educated couples are less likely to have employee-oriented flexibility and more often form male breadwinner families, particularly as family size increases. Additionally, we demonstrate that below tertiary-educated fathers often have to rely on employer-oriented schedules, which highlight the challenges they may face in balancing work and family responsibilities due to unpredictable work hours. We found this pattern most common in Southern Europe. This study underscores the critical intersection of education, working-time flexibility, and parenthood in shaping labour force participation and perpetuating gender inequalities across socioeconomic strata." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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