Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Arbeitsanreize im Kontext des Steuer-Transfer-Systems: ein ausgewählter internationaler Vergleich (2006)
Düll, Herbert;Zitatform
Düll, Herbert (2006): Arbeitsanreize im Kontext des Steuer-Transfer-Systems. Ein ausgewählter internationaler Vergleich. In: Bundesarbeitsblatt H. 4, S. 4-16.
Abstract
"Die Bundesregierung will die Beschäftigungsmöglichkeiten von gering Qualifizierten und Langzeitarbeitslosen verbessern. Im bestehenden Niedriglohnsektor soll möglicherweise ein Kombilohn-Modell eingeführt und dabei die bestehenden staatlichen Lohnergänzungen besser aufeinander abgestimmt werden. Vor der Herausforderung, einen eventuellen Kombilohn möglichst in das bestehende Steuer-Transfer-System einzupassen, standen und stehen auch andere Industrieländer. Der Beitrag wirft einen Blick auf die Erfahrungen dieser Länder mit Arbeitsanreizen im Niedriglohnbereich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vorsicht vor Kombilöhnen: eine vergleichende Analyse ausgewählter Maßnahmen und Konzepte subventionierender Arbeitsmarktpolitik (2006)
Eekhoff, Johann; Roth, Steffen J.;Zitatform
Eekhoff, Johann & Steffen J. Roth (2006): Vorsicht vor Kombilöhnen. Eine vergleichende Analyse ausgewählter Maßnahmen und Konzepte subventionierender Arbeitsmarktpolitik. München, 106 S.
Abstract
Die Verbesserung der Arbeitsmarktsituation ist die wichtigste gesellschaftliche Aufgabe in Deutschland. Aus ökonomischer Perspektive handelt es sich bei andauernder Arbeitslosigkeit um eine Funktionsstörung des Arbeitsmarktes als Folge eines Ungleichgewichts von Arbeitskosten und potenzieller Wertschöpfung der Arbeitssuchenden. Um das Problem der Unterbeschäftigung ursachengerecht anzugehen, müssen die Löhne und die erwartete Wertschöpfung einander angeglichen werden. Der sogenannte 'Kombilohn' gilt dafür in der politischen Diskussion als ein geeignetes Instrument. Allerdings werden unter dem allgemeinen Begriff des Kombilohnes sehr unterschiedliche Konzepte diskutiert. Das Gutachten untersucht allgemeine Modellkategorien und ausgewählte konkret vorgeschlagene Kombilohn-Konzepte. Es kommt zu dem Ergebnis, dass das Instrument 'Kombilohn' sehr skeptisch zu beurteilen und von seinem flächendeckenden Einsatz abzuraten ist. Da die meisten unter dem Oberbegriff des Kombilohns firmierenden Vorschläge implizit oder explizit davon ausgehen, dass zumindest kurz- und mittelfristig weder die Löhne noch die Produktivität durch politische Maßnahmen beeinflusst werden können, bekämpfen sie die Symptome an Stelle der eigentlichen Ursachen der Unterbeschäftigung. Nach Auffassung des Gutachtens ist die wichtigste Voraussetzung für die Erschließung neuer Beschäftigungsmöglichkeiten die Ermöglichung produktivitätsorientierte Löhne. Dies erfordere die Umstellung des vorherrschenden Lohnersatzsystems auf ein konsequentes Lohnergänzungssystem. (IAB)
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Literaturhinweis
Kombilöhne und Mindestlöhne als Instrumente der Beschäftigungspolitik: Erfahrungen und Handlungsoptionen (2006)
Eichhorst, Werner;Zitatform
Eichhorst, Werner (2006): Kombilöhne und Mindestlöhne als Instrumente der Beschäftigungspolitik. Erfahrungen und Handlungsoptionen. (IZA discussion paper 2120), Bonn, 36 S.
Abstract
"Das Papier vergleicht die Wirkung unterschiedlicher Kombinationen von Mindest- und Kombilöhnen auf die Beschäftigung von Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen in ausgewählten Ländern. Bezogen auf die gegenwärtige Diskussion in Deutschland plädiert es für Zurückhaltung bei der Festlegung zusätzlicher Mindestlohnbestimmungen und gegen eine Ausweitung von Kombilöhnen bei gegebenem Sicherungsniveau. Besser wäre eine konsequente Aktivierung nach der Grundkonzeption von Hartz IV." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The transformation of welfare states? (2006)
Ellison, Nick;Zitatform
Ellison, Nick (2006): The transformation of welfare states? London u.a.: Routledge, 223 S.
Abstract
"This accessible work provides a 'political sociology' of welfare states in industrial societies, with both historical and contemporary perspectives. Ellison focuses on the social and political underpinnings of a number of welfare regimes and looks at the transformations they have undergone and the challenges they face. This book assesses current debates about the role of 'globalization' in welfare state change, paying particular attention to contemporary views about the capacity of embedded institutional structures to limit the effects of global economic pressures. Ellison assesses the changing nature of social policies in nine OECD countries - selected to include 'liberal, 'social democratic' and 'continental' welfare regimes. Taking labour market and pension policies as the main areas of investigation, this volume provides 'snapshots' of welfare reform in each case, charting the ways in which different regimes 'manage' the range of challenges with which they are confronted. Ultimately, the book suggests that all contemporary welfare regimes are experiencing a level of 'neoliberal drift'. As yet, this trend towards liberalization remains constrained in those countries with more 'coordinated' economies and institutionalized forms of social partnership - but the question is for how long?" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Incentive properties and political acceptability of workfare: evidence from real effort experiments (2006)
Zitatform
Falk, Armin, David Huffman & Konrad Mierendorff (2006): Incentive properties and political acceptability of workfare. Evidence from real effort experiments. Mannheim, 22 S.
Abstract
Die Studie untersucht das Motivations- und Leistungsanreizpotenzial und die politische Akzeptanz von Workfare. Während die traditionellen sozialstaatlichen Programme sich auf die Bereitstellung bedarfsorientierter Leistungen konzentrieren, erfordert Workfare die aktive und verpflichtende Mitarbeit von Unterstützungsempfängern in Form von gemeinnütziger Arbeit oder der Teilnahme an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Workfare-Programme gibt es in mehreren europäischen Ländern und in den USA. In der Theorie soll Workfare die Motivation zur Annahme eines regulären Arbeitsverhältnisses erhöhen und gleichzeitig zu einer Verminderung der implizit in den traditionellen Sozialleistungen enthaltenen Mindestlöhne führen. Die Verpflichtung zur Teilnahme an Workfare-Aktivitäten vermindert die Attraktivität der öffentlichen Unterstützungsmaßnahmen und sollte dazu führen, dass ein reguläres Beschäftigungsverhältnis angenommen wird, auch wenn es niedriger entlohnt wird als eine bedarfsorientierte Sozialleistung. Die Studie untersucht das Anreizpotenzial und die politische Akzeptanz von Workfare mit Hilfe von zwei Experimenten. Das erste Experiment zeigt, dass Workfare in der Tat eine Absenkung der Reservationslöhne zur Folge hat. Auch die übrigen theoretischen Annahmen werden bestätigt. Ein zweites Experiment ergibt eine breite Zustimmung für das Prinzip Workfare seitens befragter Wähler. Als Gründe werden vor allem genannt, dass Workfare eher den Prinzipien von Fairness und Gleichheit Rechnung trägt als die traditionellen bedarfsorientierten Sozialleistungen. (IAB)
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Literaturhinweis
Studying labor market institutions in the lab: minimum wages, employment protection and workfare (2006)
Zitatform
Falk, Armin & David Huffman (2006): Studying labor market institutions in the lab: minimum wages, employment protection and workfare. (IZA discussion paper 2310), Bonn, 34 S.
Abstract
"A central concern in economics is to understand the interplay between institutions and labor markets. In this paper we argue that laboratory experiments are a powerful tool for studying labor market institutions. One of the most important advantages is the ability to implement truly exogenous institutional change, in order to make clear causal inferences. We exemplify the usefulness of lab experiments by surveying evidence from three studies, each of which investigates a different, crucial labor market institution: minimum wage laws, employment protection legislation and workfare." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen in: ZEW-Arbeitspapier, Mannheim 2006, 24 S. -
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Improving incentives in unemployment insurance: a review of recent research (2006)
Zitatform
Fredriksson, Peter & Bertil Holmlund (2006): Improving incentives in unemployment insurance. A review of recent research. In: Journal of Economic Surveys, Jg. 20, H. 3, S. 357-386.
Abstract
"This paper provides a review of the recent literature on how incentives in unemployment insurance (UI) can be improved. We are particularly concerned with three instruments, viz. the duration of benefit payments (or more generally the time sequencing of benefits), monitoring in conjunction with sanctions, and workfare. Our reading of the theoretical literature is that the case for imposing a penalty on less active job search is fairly solid. A growing number of empirical studies, including randomized experiments, are in line with this conclusion." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitsanreize im Niedriglohnbereich - ein ausgewählter internationaler Vergleich. Gutachten (2006)
Kaltenborn, Bruno; Böttcher, Carina; Knerr, Petra; Heller, Dominik; Gabrielli, Bianca; Maier, Anne;Zitatform
Kaltenborn, Bruno & Petra Knerr (2006): Arbeitsanreize im Niedriglohnbereich - ein ausgewählter internationaler Vergleich. Gutachten. (Beiträge zur Wirtschaftsforschung und Politikberatung 30), Berlin, 232 S.
Abstract
"In Deutschland werden ebenso wie in anderen westlichen Industrieländern Strategien zur Ausweitung der als unzureichend erachteten Beschäftigung von Personen mit geringem Verdienstpotenzial diskutiert. Eine Beschäftigung setzt insbesondere ein entsprechendes Arbeitsangebot eines Arbeitnehmers, eine dazu passende Arbeitsnachfrage eines Unternehmens und die Kenntnis beider voneinander voraus. Entsprechend gibt es mehrere Ansatzpunkte für Strategien zur Ausweitung der Beschäftigung. Derartige Strategien werden unter anderem für den Niedriglohnbereich diskutiert und auch bereits verfolgt. Die Strategien lassen sich einerseits nach ihrem Ansatzpunkt (Arbeitsangebot von Arbeitnehmern, Arbeitsnachfrage von Unternehmen sowie Matching von Arbeitsangebot und -nachfrage) und andererseits nach der Leistungsart (Geldleistungen, Sach- und Dienstleistungen, Rahmenbedingungen) klassifizieren.
Die nähere Betrachtung erfolgt unter zwei Gesichtspunkten:
- Einerseits erfolgt eine detaillierte Betrachtung einzelner ausländischer Steuer-Transfer- Systeme, um Gestaltungsoptionen aufzuzeigen (Kapitel 2). Dies ist angesichts des Aufwandes nur für einzelne Länder möglich. Für die notwendigen Details der jeweiligen Steuer-Transfer-Systeme am aktuellen Rand ist in der Regel eine Auswertung nationaler Quellen in der jeweiligen Landessprache erforderlich. Insgesamt wurden hierfür fünf Staaten ausgewählt (Italien, Frankreich, Großbritannien, Irland und die USA).
- Andererseits ist das Resultat des komplexen Zusammenspiels der Steuer-Transfer- Systeme unterschiedlicher Länder hinsichtlich der Anreize im Niedriglohnbereich von Interesse (Kapitel 3). Für eine derartige Betrachtung ist ebenfalls eine detaillierte Auswertung der jeweiligen Steuer-Transfer-Systeme erforderlich. Da hier auf Vorarbeiten der OECD zurückgegriffen werden kann, können über die fünf bereits in Kapitel 2 betrachteten Staaten hinaus weitere in die Analyse einbezogen werden. Insgesamt werden 15 westliche Industrieländer berücksichtigt." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeitsanreize im Niedriglohnbereich: ein internationaler empirischer Überblick. Expertise (2006)
Kaltenborn, Bruno; Schiwarov, Juliana; Wielage, Nina;Zitatform
Kaltenborn, Bruno, Juliana Schiwarov & Nina Wielage (2006): Arbeitsanreize im Niedriglohnbereich. Ein internationaler empirischer Überblick. Expertise. (Beiträge zur Wirtschaftsforschung und Politikberatung 31), Berlin, 40 S.
Abstract
Der Effekt von Steuer-Transfer-Systemen auf das Arbeitsangebot lässt sich weder aus Beschreibungen des Steuer-Transfer-Systems noch aus theoretischen Überlegungen eindeutig ableiten. "Hierfür sind vielmehr empirische Untersuchungen erforderlich. Die Kenntnis der tatsächlichen Effekte ist essenziell für den Erfolg von Strategien zur Ausweitung des Arbeitsangebots von Personen mit geringem Verdienstpotenzial. Entsprechende empirische Studien sind nicht nur aufwändig, sondern kommen teilweise zu uneinheitlichen Ergebnissen. Daher liegt es nahe, die Ergebnisse vorliegender Untersuchungen vergleichend auszuwerten. Derartige Studien liegen vor allem für die USA, in eingeschränktem Maße aber auch für Großbritannien und Frankreich vor. Für Italien und Irland können keine empirischen Untersuchungen zu den Wirkungen einzelner Elemente des Steuer-Transfer-Systems ermittelt werden. Deshalb werden hilfsweise Ergebnisse von Studien zu den Reaktionen des Arbeitsangebots auf Lohnvariationen referiert. Diese können als Indiz für die Sensitivität des Arbeitsangebots gegenüber Änderungen des Steuer-Transfer-Systems herangezogen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The supremacy of marginal over general wage subsidies in competitive industry equilibrium (2006)
Zitatform
Knabe, Andreas (2006): The supremacy of marginal over general wage subsidies in competitive industry equilibrium. (Universität Magdeburg, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft. Working paper 2006/14), Magdeburg, 25 S.
Abstract
"Proponents of marginal wage subsidies, which are paid only for a firm's additional employment exceeding some reference level, claim that such subsidies can create a larger employment stimulus at lower fiscal costs than general wage subsidies for all workers. Critics challenge this view. They expect that, with marginal subsidies, intraindustry competition forces some firms to expand at the cost of other firms, thus creating large fiscal costs without much gain in employment. To analyze the validity of both arguments, we derive conditions under which marginal subsidies create favorable output, employment, and fiscal effects compared to general subsidies, using a partial equilibrium model of competitive industry equilibrium. Contrary to previous studies, our subsidy scheme features double marginal subsidization that prevents firms from circumventing the reference level. Our results show that marginal subsidies generally create more employment and are fiscally more efficient than general subsidies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The effect of low-wage subsidies on skills and employment (2006)
Oskamp, Frank; Snower, Dennis J.;Zitatform
Oskamp, Frank & Dennis J. Snower (2006): The effect of low-wage subsidies on skills and employment. (Kieler Arbeitspapier 1292), Kiel, 27 S.
Abstract
"We explore the far-reaching implications of low-wage subsidies on aggregate employment. Low-wage subsidies have three important effects. First, they promote employment of unskilled workers (who tend to be the ones who earn low wages). Second, by raising the payoff of unskilled work relative to skilled work, low-wage subsidies reduce the incentive to become skilled, so that there are more unskilled workers associated with a relatively low employment rate. Third, the government budget constraint has to be taken into account, which is supposed to cause an additional tax burden for the skilled workers. This amplifies the negative effect of low-wage subsidies on the incentive to acquire human capital. Thus, the first effect on the one hand and the second and third effect on the other hand pull in opposite directions in terms of employment. This paper presents a theoretical model of the labor market in which these effects can be analyzed. We then calibrate the model with respect to the German labor market to shed light on the relative strengths of these effects and thereby assess the degree to which low-wage subsidies encourage or discourage employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Kombilohn oder Workfare - Eine Frage der Grundsicherung (2006)
Schneider, Hilmar;Zitatform
Schneider, Hilmar (2006): Kombilohn oder Workfare - Eine Frage der Grundsicherung. In: Zeitschrift für Wirtschaftspolitik, Jg. 55, H. 2, S. 198-208.
Abstract
Nach Ansicht des Autors ist das deutsche Wohlfahrtssystem verantwortlich für relativ hohe implizite Mindestlöhne. Speziell für geringqualifizierte Arbeitnehmer gibt es nur geringe Anreize, Jobangebote anzunehmen. Diesem Problem mit Lohnsubventionen für niedrigbezahlte Jobs beizukommen, erscheint wenig vielversprechend. Wegen der Höhe des staatlich garantierten Grundeinkommens, würden zusätzliche Lohnsubventionen zwar mit hohen Kosten aber nur geringen Auswirkungen verbunden sein. Workfare erweist sich als eine höchst effiziente Alternative, wird aber nur ohne zusätzliche Lohnzuschüsse funktionieren. (IAB)
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Literaturhinweis
Arbeit fördern, nicht Nichtstun: "Magdeburger Alternative": Wie Kombilohn funktionieren kann (2006)
Zitatform
Schöb, Ronnie (2006): Arbeit fördern, nicht Nichtstun. "Magdeburger Alternative": Wie Kombilohn funktionieren kann. In: WZB-Mitteilungen H. 114, S. 8-10.
Abstract
"In Deutschland wird intensiv über die Einführung von Kombilöhnen diskutiert, die die Arbeitskosten für die Unternehmen verringern, ohne die Nettoarbeitseinkommen zu senken. So bestechend einfach der Grundgedanke, so schwer scheint die Umsetzung in der Praxis. Dieser Beitrag stellt mit der 'Magdeburger Alternative' ein Konzept vor, das mit flächendeckender Einführung und unbefristeter Gültigkeit auf politische Unterstützung und schnelle Erfolge setzt und damit die Voraussetzungen für ein Erfolg versprechendes Kombilohnmodell in Deutschland erfüllt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Basic income reform in Germany: better gradualism than cold turkey (2006)
Spermann, Alexander;Zitatform
Spermann, Alexander (2006): Basic income reform in Germany. Better gradualism than cold turkey. (IZA discussion paper 2398), Bonn, 46 S.
Abstract
Der Beitrag plädiert für eine vorsichtige und schrittweise (gradualistische) Reform existierender Modelle der Grundsicherung, wie Arbeitslosengeld II und Einstiegsgeld, hin zu einem bedarfsorientiertem Kombilohnmodell. Empfängern von Arbeitslosengeld II sollten stärkere finanzielle Anreize geboten werden, mindestens 15 Stunden in der Woche zu arbeiten, damit sie ihren Arbeitslosenstatus aufgeben. Hierbei sollte die Bezugsdauer der Leistungen begrenzt sein und Einkommen aus Mini-, Midi- und Teilzeitarbeitsverhältnissen sollten bis zu einer relativen Armutsgrenze nicht angerechnet werden. Aufgrund unklarer Beschäftigungseffekte und steuerlicher Risiken wird von zusätzlichen finanziellen Anreizen durch eine abrupte Senkung des Leistungsniveaus abgeraten. (IAB)
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: ZEW discussion paper , 06-076 -
Literaturhinweis
Möglichkeiten und Grenzen von Kombilohnmodellen (2006)
Zitatform
Walwei, Ulrich (2006): Möglichkeiten und Grenzen von Kombilohnmodellen. In: Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen Berlin (Hrsg.) (2006): Arbeitsplätze schaffen durch Kombilöhne? : Fachtagung, Berlin, 11. Mai 2006, S. 17-34.
Abstract
Bei der Diskussion um Kombilöhne wird häufig übersehen, dass es in Deutschland bereits verschiedene Kombilöhne in Form befristeter und unbefristeter Kombination von Transferbezug und Erwerbseinkommen gibt: Als unbefristete Modelle können die Hinzuverdienstmöglichkeiten von Empfängern des Arbeitslosengelds sowie Midi- und Mini-Jobs gelten; befristete Kombilohnelemente sind in der Entgeltsicherung für ältere Bezieher des Arbeitslosengelds I, befristetem Kinderzuschlag und Einstiegsgeld enthalten. "Wenn es also in der aktuellen Diskussion um den Kombilohn geht, steht nicht dessen Etablierung im Vordergrund, sondern eine Ausweitung der bereits vorhandenen unbefristeten oder befristeten Formen." Vier Aspekte sind dabei von besonderer Bedeutung: Arbeitsanreize, Beschäftigungsanreize für Unternehmen, Staatsausgaben und Verteilungsprobleme: Der Autor stellt fest, dass bei einer spürbaren Ausweitung des unbefristeten Zusatzverdiensts für Empfänger von Transferleistungen 'entweder viel Geld in die Hand genommen werden' müsse oder es müssten 'nennenswerte Armutseffekte akzeptiert werden'. Der Autor diskutiert verschiedene Ansätze, um gleichzeitig ein Existenzminimum zu gewährleisten und beschäftigungspolitische Impulse im Niedriglohnbereich zu setzen, und kommt zu dem Schluss: "Es ist offensichtlich, dass es kein Patentrezept zur Föderung der Niedriglohnbeschäftigung gibt. Aufgrund der anhaltend schwierigen Beschäftigungssituation wettbewerbsschwächerer Arbeitnehmer ist der Handlungsbedarf aber weiterhin groß. Wissenschaftliche Befunde legen nahe, dass einer Senkung des Abgabenkeils am unteren Ende der Lohnskala der Vorzug gegenüber flächendeckenden Subventionierungsprogrammen zu geben ist. Wenn man darüber hinaus niedrige Stundenlöhne fördern will, lassen fiskalische Erwägungen eher befristete als unbefristete Zuschüsse ratsam erscheinen. Aufgrund des in jedem Fall in Rechnung zu stellenden Finanzierungsbedarfs dürfen aber keine Beschäftigungswunder erwartet werden." (IAB2)
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Literaturhinweis
Ein Konzept der Anreizethik zur Weiterentwicklung der sozialen Grundsicherung nach Hartz IV (2006)
Zitatform
Wilde, Joachim (2006): Ein Konzept der Anreizethik zur Weiterentwicklung der sozialen Grundsicherung nach Hartz IV. (IWH-Diskussionspapiere 2006,01), Halle, 18 S.
Abstract
"Die Reformdiskussion für die soziale Grundsicherung für Erwerbsfähige konzentriert sich in der Regel auf eine Verbesserung der finanziellen Anreize zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit und auf Maßnahmen des 'workfare'. Das Papier verbreitert die Diskussion mit Hilfe eines Konzepts der Anreizethik. Dabei wird gezeigt, wie durch die Allokation sogenannter moralischer Güter durch die Mitarbeiter der Grundsicherungsbehörden zur Überwindung der Abhängigkeit von sozialer Grundsicherung angereizt werden kann. Das Konzept wird zunächst zur Bewertung der Hartz IV Reform genutzt. Es zeigt sich, dass diese teilweise zu einer Verschlechterung der Anreizstrukturen beiträgt. Der Artikel schließt mit Anregungen zur Beseitigung der aufgedeckten Mängel und mit einem Reformvorschlag im Sinne des anreizethischen Konzepts." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Making work pay debates from a gender perspective: a comparative review of some recent policy reforms in thirty European countries (2006)
Abstract
"Dieser Bericht hat zum Ziel, die Debatte über das Arbeitskräfteangebot auf zweierlei Weise aus der Geschlechterperspektive zu beleuchten. Erstens durch Rückblick auf einige wichtige, auf nationalstaatlicher Ebene vorgenommene politische Reformen der Systeme der sozialen Sicherung und der damit verbundenen Arbeitsmarktprogramme, die darauf abzielen, niedrige Einkommensgruppen in Beschäftigung zu bringen, und bei welchen es, soweit sich die politischen Ziele auf das Thema 'Arbeit lohnend machen' beziehen, hauptsächlich darum geht, Beschäftigung finanziell attraktiver zu machen als den Bezug von Sozialleistungen. In dieser Diskussion prüfen wir, ob die Politik die Geschlechtergleichstellung allgemein berücksichtigt (Gender Mainstreaming), und welche geschlechtsbezogenen Auswirkungen diese Reformen voraussichtlich haben werden. Zweitens wenden wir uns den allgemeineren Anreizen und Barrieren zu, mit welchen diejenigen - nach wie vor zumeist Frauen - konfrontiert sind, die in Haushalten mit kleinen Kindern hauptsächlich für die Betreuung zuständig sind. Dabei gilt unser besonderes Augenmerk der Situation von Müttern in Haushalten mit niedrigem Einkommen (Steuern und Sozialleistungen, aktive Arbeitsmarktpolitik, Kinderbetreuung, etc.). In Abschnitt 2 prüfen wir die Regelungen für Mutterschafts- und Elternurlaub im Hinblick auf die berufliche Integration von Müttern und Vätern. Abschnitt 3 hat die Auswirkungen von Elternurlaub oder längerer Arbeitsmarktabwesenheit zur Kinderbetreuung auf die Teilnahmevoraussetzungen für aktive Arbeitsmarktmaßnahmen und anderen Schulungsregelungen zum Gegenstand. Der Ausbau der Kinderbetreuung als entscheidende soziale Infrastruktur zur Beschäftigungsförderung der Eltern wird in Abschnitt 4 untersucht. Die Schlussfolgerungen daraus werden im Abschnitt 5 gezogen. Dabei kommen auch für die Nachfrageseite relevante Punkte hinsichtlich der Arbeitsplatzqualität zur Sprache, von denen abhängt, ob diejenigen, die in Niedrigeinkommenshaushalten hauptsächlich für die Betreuung zuständig sind (in der Regel die Mütter), ihr Beschäftigungsverhältnis langfristig aufrecht erhalten können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexicurity, workfare or inclusion?: the politics of welfare and activation in the UK and Denmark (2005)
Zitatform
Andersen, John & David Etherington (2005): Flexicurity, workfare or inclusion? The politics of welfare and activation in the UK and Denmark. (CARMA working paper 08), Aalborg, 39 S.
Abstract
"In this paper through a comparative analysis of welfare to work in the UK and Denmark we wish to redefine the debate and challenge dominant notions of inclusion and exclusion and illustrate how the European Employment Strategy is influenced by different national contexts. The paper sets out to provide a broad comparative framework which places greater emphasis on politics and agency and the role of localisation in the configuration of welfare changes. In the conclusion we outline some suggestions for new guidelines and evaluation criteria of the EU-employment and inclusion strategies and their national implementation. We are aware that the politics of inclusion involves other social policy instruments such as, for example neighbourhood renewal, however, it is employability and insertion into the labour market that are dominant in liberal and social democratic welfare discourses." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Making work pay in a rationed labour market: the mini-job reform in Germany (2005)
Zitatform
Bargain, Olivier, Marco Caliendo, Peter Haan & Kristian Orsini (2005): Making work pay in a rationed labour market. The mini-job reform in Germany. (DIW-Diskussionspapiere 536), Berlin, 29 S.
Abstract
"To tackle mass unemployment and increase participation rates, the German government over recent years has mainly focused on supply side strategies, including 'making work pay' policies. The 2003 Mini-Job reform introduced an extended subsidy of social security contributions for low wage workers. In this paper, we evaluate the employment effects of this reform using a behavioural tax-benefit microsimulation model. Ex-ante micro policy evaluations based on labour supply models usually ignore involuntary unemployment. This leads to biased estimates of labour supply elasticities and erroneous predictions of the effects of the measure. This aspect is all the more important in a country like Germany, characterized by high unemployment. In this analysis we evaluate the employment effects of the Mini-Job reform by controlling for involuntary unemployment through a double-hurdle model. When focusing on the main labour force, we show that the Mini-Job reform has only a small positive effect on the extensive margin, which is outweighed by a reduction of working hours at the intensive margin." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IZA discussion paper , 2033 -
Literaturhinweis
An overview of welfare-to-work efforts (2005)
Blank, Rebecca M.;Zitatform
Blank, Rebecca M. (2005): An overview of welfare-to-work efforts. In: CESifo DICE report, Jg. 3, H. 2, S. 3-7.
Abstract
Hauptzielsetzung US-amerikanischer Sozialpolitik ist es, Sozialhilfeempfänger wieder in Arbeit zu bringen. Die Sammelbezeichnung 'Welfare-to-Work' beschreibt eine Vielzahl von Programmen auf bundes- und einzelstaatlicher sowie auf regionaler und kommunaler Ebene. Da Adressaten von Sozialhilfeleistungen in den USA in erster Linie ledige Mütter sind, zielen die 'Welfare-to-Work'-Programme in der Hauptsache darauf ab, vor allem gering qualifizierte allein erziehende Frauen in Arbeitsverhältnisse zu bringen. Der Übergang von der Sozialhilfe in ein Arbeitsverhältnis wird dabei nicht als ein Mittel zur Armutsbekämpfung verstanden, sondern Arbeit stellt einen Wert an sich dar. Der Beitrag gibt einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Förderungsprogramme und Einzelmaßnahmen (von Lohnkostenzuschüssen über Kinderbetreuungskosten bis hin zu Sanktionen wie zeitlicher Begrenzung oder Kürzung der Leistungen) und untersucht, inwieweit die Programme auf andere, insbesondere europäische Staaten zu übertragen sind. Die US-Erfahrungen zeigen, dass eine verhältnismäßig hohe Zahl gering qualifizierter allein erziehender Mütter auf Dauer in Arbeitsverhältnisse vermittelt werden kann, vorausgesetzt derartige Jobs existieren und es gibt entsprechende Anreize, sie zu übernehmen. Gleichzeitig ist die Zahl derer, die Arbeit haben und dennoch in Armut leben, gewachsen. Bei der Frage nach der Übertragbarkeit von 'Welfare-to-Work'-Maßnahmen auf europäische Staaten müssen die Unterschiede der wirtschaftlichen und institutionellen Strukturen und sozialen Normen berücksichtigt werden. (IAB)
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