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Dossier

Niedriglohnarbeitsmarkt

Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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im Aspekt "negative Einkommensteuer, Lohnsteuerentlastung"
  • Literaturhinweis

    Der amerikanische Earned Income Tax Credit als Beispiel einer "make work pay"-Strategie (2005)

    Peter, Waltraut;

    Zitatform

    Peter, Waltraut (2005): Der amerikanische Earned Income Tax Credit als Beispiel einer "make work pay"-Strategie. In: IW-Trends, Jg. 32, H. 3, S. 3-16.

    Abstract

    "Trotz Hartz IV verbleiben in Deutschland zu viele potenzielle Arbeitnehmer in der Sozialhilfe, und eine nachhaltige Integration von Geringqualifizierten in sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze kommt nicht genügend voran. Der Earned Income Tax Credit in den USA ist dagegen ein Beispiel für eine Kombination von aktivierender Sozialhilfe und einer Steuergutschrift für Erwerbstätige mit niedrigem Einkommen. Eine solche Steuergutschrift belohnt Arbeit und verhindert Armut. Sie wird deshalb auch als 'make work pay'-Strategie bezeichnet. Die Erfahrungen mit dem EITC hinsichtlich Zielgenauigkeit, Armutsvermeidung und Erwerbsbeteiligung sind insgesamt positiv. Drei Viertel der Auszahlungen gehen an Alleinerziehende, deren Armutsrisiko am höchsten ist. Sie werden durch den Steuerkredit ermutigt, in den Arbeitsmarkt zu gehen, anstatt in der Sozialhilfe zu verharren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Labour market activation policies: A comparison of the use of tax credits in Belgium, the UK and the US (2005)

    Verbist, Gerlinde ; Lathouwer, Lieve de; Roggeman, Annelies;

    Zitatform

    Verbist, Gerlinde, Lieve de Lathouwer & Annelies Roggeman (2005): Labour market activation policies: A comparison of the use of tax credits in Belgium, the UK and the US. (TLM.NET working paper 2005-21), Amsterdam, 30 S.

    Abstract

    "The main focus of this paper is an empirical analysis of the various effects of the Belgian tax credit for low pay incomes, compared to the effects of its counterparts in the UK and the US. These tax credits have been developed to (1) make work more attractive than benefit dependency, and (2) to improve the welfare position of families with a low income from work, the so-called 'working poor'. Using tax-benefit calculations on so-called typical households, we evaluate the Belgian tax credit with regards to its effects on work incentives and on poverty, comparing it with the introduction of the American EITC and the British WTC in a Belgian socio-economic context." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Arbeitslosigkeit und soziale Sicherung (2003)

    Homberg, Stefan;

    Zitatform

    Homberg, Stefan (2003): Arbeitslosigkeit und soziale Sicherung. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 72, H. 1, S. 68-82.

    Abstract

    "Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit hat verstärkt zu Diskussionen geführt, ob das Steuer-Transfer-System hierfür mitverantwortlich sei. Dabei wurde insbesondere auf die sehr hohe implizite Grenzbelastung im untersten Einkommensbereich hingewiesen. Als Alternativen wurden eine negative Einkommensteuer, negative Grenzsteuersätze oder Arbeitsverpflichtungen für Transferempfänger vorgeschlagen. Die Arbeit würdigt diese Instrumente analytisch und zeigt, dass negative Grenzsteuersätze oder Arbeitsverpflichtungen nicht die erhofften Wohlfahrtswirkungen haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Active labour market policy vs employment tax credits: lessons from recent UK reforms (2002)

    Blundell, Richard ; Meghir, Costas ;

    Zitatform

    Blundell, Richard & Costas Meghir (2002): Active labour market policy vs employment tax credits. Lessons from recent UK reforms. (Institute for Labour Market Policy Evaluation. Working paper 2002,01), Uppsala, 27 S.

    Abstract

    In dem Beitrag werden die Wirkungen zweier Programme für Niedrigqualifizierte in Großbritannien untersucht, nämlich individuelle Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik (New Deal-Programm) und das Konzept der negativen Einkommensteuer. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Lohnsubventionen für Niedrigverdiener?: eine Kritik an neueren Reformvorschlägen zur Sozialhilfe (2002)

    Breyer, Friedrich;

    Zitatform

    Breyer, Friedrich (2002): Lohnsubventionen für Niedrigverdiener? Eine Kritik an neueren Reformvorschlägen zur Sozialhilfe. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 82, H. 4, S. 208-211.

    Abstract

    "Der Beitrag befasst sich ausschließlich mit dem deutschen Sozialhilfesystem und identifiziert Ungereimtheiten in der Argumentation von dessen Kritikern: Zum einen wird gezeigt, dass die Kritik am bestehenden Sozialhilfe-System in wichtigen Punkten nicht als Kritik an der Rechtslage, sondern allenfalls an der mangelnden Konsequenz der Umsetzung zu deuten ist. Zum anderen wird gezeigt, dass der Reformvorschlag des ifo-Instituts auf einer Inkonsistenz bezüglich einer wichtigen Informationsannahme beruht und das zudem die ausdrücklich genannten Ziele mit anderen, schon lange diskutierten Maßnahmen besser erreicht werden könnten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The Earned Income Tax Credit (2002)

    Hotz, V. Joseph ; Scholz, John Karl;

    Zitatform

    Hotz, V. Joseph & John Karl Scholz (2002): The Earned Income Tax Credit. Cambridge, 79 S.

    Abstract

    "Since its inception in 1975, the Earned Income Tax Credit (EITC) has grown into the largest federally funded means-tested cash assistance program in the United States. In this chapter, we review the political history of the EITC, its rules, and its goals, and we provide a broad set of program statistics on its growth and coverage. We summarize conceptual underpinnings of much of the recent economic research on the EITC and discuss participation in the credit and compliance with its provisions, as well as its effects on labor force participation and hours of work, marriage and fertility, skill formation, and consumption. We note that participation rates of the credit are high, as are rates of credit noncompliance, and that there are theoretical reasons to prefer the EITC to other antipoverty programs if the objective is to encourage work among the poor. We also note that the predicted effects of the EITC are not all pro-work, especially with respect to hours and its labor market incentives for two-earner couples. We summarize the existing empirical research on the behavioral effects of the EITC, with particular emphasis on the effects of the 1986, 1990, and 1993 expansions of the credit on labor force participation and hours of work. The literature provides consistent evidence, generated from a variety of empirical approaches, that the EITC positively affects labor force participation. The literature also finds small, negative effects on hours of work for secondary workers. We conclude the chapter with a discussion of ongoing EITC-related policy debates and highlight what, if any, critical economic issues underlie these debates. " (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    L'Earned Income Tax Credit, un crédit d'impôt ciblé sur les foyers de salariés modestes aux États-Unis (2000)

    Bontout, Olivier;

    Zitatform

    Bontout, Olivier (2000): L'Earned Income Tax Credit, un crédit d'impôt ciblé sur les foyers de salariés modestes aux États-Unis. In: Economie et Statistique H. 335, S. 27-46.

    Abstract

    "Der Earned Income Tax Credit (EITC) ist eine Steuervergütung, die Haushalten gewährt wird, in denen mindestens eine Person arbeitet. Durch die Anhebung der Sätze in den 90er Jahren wurde sie zu einem wichtigen Instrument zur Unterstützung der Familieneinkommen in den Vereinigten Staaten. 1998 konnten 19,5 Millionen Haushalte diese Steuervergütung in Anspruch nehmen; die dadurch entstandenen Kosten von rund 30 Milliarden Dollar machen 1,8% des Bundeshaushaltes aus. Davon profitieren insbesondere Haushalte, die sich aus jungen Menschen zusammensetzen, isoliert wohnen und mindestens ein Kind zu versorgen haben. Auch wenn die Umverteilungseffekte nur partiell gemessen werden, so können sie dennoch mit den einkommensabhängigen Leistungen der sozialen Sicherung verglichen werden. Die unmittelbaren Auswirkungen auf das Arbeitsangebot sind positiv, auf aggregierter Ebene aber bescheiden. Der EITC hat eine wichtige Anreizfunktion, vor allem beim Übergang von der Erwerbslosigkeit zur Beschäftigung; besonders spürbar ist dies bei alleinstehenden Personen mit Kindern. Demnach hätte dieses System allgemein dazu beigetragen, daß die Erwerbsquoten in den letzten Jahren anstiegen, während die negativen Auswirkungen auf die Anzahl der gearbeiteten Stunden nicht so groß gewesen wären. Wie sich der EITC auf die Arbeitsnachfrage auswirkt, ist dagegen noch nicht hinlänglich bekannt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Le Working Families Tax Credit, un nouveau crédit d'impôt pour les familles de travailleurs à bas revenus au Royaume-Uni (2000)

    Delarue, Véronique;

    Zitatform

    Delarue, Véronique (2000): Le Working Families Tax Credit, un nouveau crédit d'impôt pour les familles de travailleurs à bas revenus au Royaume-Uni. In: Economie et Statistique H. 335, S. 47-61.

    Abstract

    "Der Working Families Tax Credit (WFTC) ist eine Steuervergütung, die Familien mit Kindern und geringfügiger Beschäftigung gewährt wird. Er ist großzügiger als der Family Credit, den er seit Oktober 1999 ersetzt. Davon betroffen dürften rund 1,5 Millionen Haushalte sein, gegenüber 600 000 im Falle des Family Credit im Jahre 1996. Diese einkommens- und vermögensabhängige Zahlung einer Beihilfe für Familien, von denen ein Mitglied mindestens 16 Wochenstunden arbeitet, soll sicherstellen, daß sich 'Arbeit auszahlt' ('Making work pay'), und soll somit das Arbeitsangebot stimulieren. Der WFTC geht deshalb auch mit einer Beihilfe für die Kinderbetreuung einher. Da hierfür mehr Haushaltsmittel bereitgestellt werden, sind die Umverteilungseffekte des WFTC größer als beim Family Credit. Dagegen scheinen die potentiellen Auswirkungen des WFTC auf die Stimulierung des Arbeitsangebots recht begrenzt zu sein: langfristig dürfte der WFTC lediglich 45 000 Personen dazu veranlassen, in den Arbeitsmarkt einzutreten. Die wichtigsten Neuerung dieses Systems besteht in seiner Verwaltung: die Arbeitgeber 'zahlen' die Steuervergütung direkt an den betroffenen Arbeitnehmer in Form einer zusätzlichen Vergütung oder eine Abgabesenkung (im Falle eines Quellenabzugs). Dadurch wird dieses System gewiß vereinfacht und effizienter." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Reformkonzepte für die Sozialhilfe und ihre Konsequenzen für Fiskus und Arbeitsangebot: mikroökonometrische Analyse mit dem Sozio-ökonomischen Panel 1986 bis 1996 und dem Simulationsmodell Sim Trans (2000)

    Kaltenborn, Bruno;

    Zitatform

    Kaltenborn, Bruno (2000): Reformkonzepte für die Sozialhilfe und ihre Konsequenzen für Fiskus und Arbeitsangebot. Mikroökonometrische Analyse mit dem Sozio-ökonomischen Panel 1986 bis 1996 und dem Simulationsmodell Sim Trans. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 1, S. 68-79.

    Abstract

    "Die quantitative Bedeutung der Sozialhilfe hat vor allem seit Beginn der achtziger Jahre deutlich zugenommen. Dies hat verschiedene politische Akteure zu sehr unterschiedlichen Therapievorschlägen veranlasst. Arbeitgeber und die frühere Bundesregierung verfolg(t)en mit einem Kombilohn-Konzept ebenso wie die Befürworter einer negativen Einkommensteuer arbeitsmarktpolitische Ziele; sie woll(t)en durch eine Reduktion der Anrechnung von Nettoerwerbseinkommen auf die Sozialhilfe die Attraktivität einer Beschäftigung steigern. Die SPD beabsichtigt ein besonderes Leistungssystem für bestimmte Personengruppen zu schaffen, um sie nicht mehr auf die Sozialhilfe zu verweisen. In die gleiche Richtung weisen die Vorstellungen der rotgrünen Bundesregierung und der Gewerkschaften. Grüne, PDS und der Paritätische Wohlfahrtsverband schließlich beabsichtigen die Leistungen zu erhöhen, um die materielle Lage der Sozialhilfeempfänger zu verbessern. In dem Beitrag werden die Wirkungen verschiedener Reformkonzepte auf Fiskus und Arbeitsangebot unter Verwendung des eigenen Modells SimTrans zur Mikrosimulation des deutschen Steuer-Transfer-Systems mit mikroökonometrischen Methoden auf Basis des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) für West- und Ostdeutschland für 1986 bzw. 1991 bis 1996 prognostiziert. Das Simulationsmodel SimTrans erlaubt u.a. die Kalkulation der Nettoeinkommen beliebiger Haushalte, die mit unterschiedlichen Erwerbsumfängen ihrer Mitglieder vor und nach einer Reform der Sozialhilfe verbunden sind. Dabei werden neben Sozialabgaben und direkten Steuern die wesentlichen staatlichen Sozialleistungen ebenso wie private Unterhaltsleistungen berücksichtigt. Die arbeitsmarktpolitischen Konzepte dürften weitgehend wirkungslos bzw. sogar kontraproduktiv sein. Die anderen Konzepte erweisen sich als kostenträchtig und beschäftigungspolitisch riskant. Dies gilt in besonderem Maße für den PDS-Vorschlag, gefolgt von den Konzepten der Grünen, des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und der SPD." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Niedriglohnsektor in den USA: Der "Earned Income Tax Credit" soll Armut bei Arbeit lindern: lässt sich das amerikanische Zuschussmodell zur Beschäftigungsförderung auf Deutschland übertragen? (1999)

    Werner, Heinz;

    Zitatform

    Werner, Heinz (1999): Niedriglohnsektor in den USA: Der "Earned Income Tax Credit" soll Armut bei Arbeit lindern. Lässt sich das amerikanische Zuschussmodell zur Beschäftigungsförderung auf Deutschland übertragen? (IAB-Kurzbericht 12/1999), Nürnberg, 3 S.

    Abstract

    Mit dem "Earned Income Tax Credit" gibt es seit 1973 in den USA ein Fiskalmodell zur Förderung von Arbeit im Niedriglohnbereich. In dem Beitrag wird untersucht, ob durch einen solchen Steuerzuschuss auch in Deutschland zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Der Autor stellt fest, dass die Übertragung des Modells aus mehreren Gründen keinen Sinn macht: In den USA soll es nicht nur Arbeitsanreize setzen, sondern vor allem Armut bei Arbeit verhindern. In Deutschland aber geht es in erster Linie darum, Arbeitsplätze im Niedriglohnbereich zu schaffen, von denen es in den USA genug gibt. Da bei uns die Sozialtransfers in der Regel das Existenzminimum sichern, müssten die Zuschüsse erheblich sein, um auf der Angebotsseite einen Anreiz zur Arbeitsaufnahme zu schaffen. Die Nachfrageseite wäre davon - zumindest kurzfristig - kaum tangiert. (IAB2)

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