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Dossier

Atypische Beschäftigung

Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.

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im Aspekt "Solo-Selbständigkeit"
  • Literaturhinweis

    Prekäres Unternehmertum: Unsicherheiten von selbstständiger Erwerbstätigkeit und Unternehmensgründung (2010)

    Bührmann, Andrea D. ; Inhetveen, Heide; Fischer, Ute Luise; Wienhold, Hanns; Gather, Claudia; Pongratz, Hans J. ; Simon, Stefanie; Bögenhold, Dieter ; Kay, Rosemarie ; Fachinger, Uwe; Kranzusch, Peter; Bierhoff, Oliver; Schmidt, Tanja ; Ulbricht, Susan; Schmitt, Mathilde; Dangel-Vornbäumen, Caroline; Schulze Buschoff, Karin;

    Zitatform

    (2010): Prekäres Unternehmertum. Unsicherheiten von selbstständiger Erwerbstätigkeit und Unternehmensgründung. (Wirtschaft und Gesellschaft), Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 299 S.

    Abstract

    "Unternehmensgründung und selbstständige Erwerbstätigkeit eröffnen nicht nur Erfolgschancen, sondern bringen erhebliche Prekaritätsrisiken mit sich. Auf der Grundlage konzeptioneller Überlegungen und neuerer empirischer Befunde verknüpft der Band zwei aktuelle, aber bisher kaum im Zusammenhang betrachtete gesellschaftliche Entwicklungen: die zunehmende Bedeutung von Unternehmertum und die wachsende Gefahr der Prekarisierung der Erwerbsarbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Zum unterschiedlichen Umgang mit Unsicherheit: IT-Spezialisten und Ingenieure als Solo-Selbstständige (2010)

    Laaser, Knut ;

    Zitatform

    Laaser, Knut (2010): Zum unterschiedlichen Umgang mit Unsicherheit: IT-Spezialisten und Ingenieure als Solo-Selbstständige. In: Sozialwissenschaften und Berufspraxis, Jg. 33, H. 2, S. 242-258.

    Abstract

    Der Beitrag fasst die Ergebnisse einer Studie zusammen, in der freiberuflich tätige IT-Spezialisten und Ingenieure in Deutschland und Großbritannien zu ihrer beruflichen Selbständigkeit befragt wurden. Im Mittelpunkt standen dabei die Motive, die der selbständigen Tätigkeit zugrundeliegen, die Frage, wie sie ihre Aufträge rekrutieren und die subjektive Bewertung von Freiheiten und Zwängen, die mit der Freiberuflichkeit verbunden sind. Während sich die meisten IT-Spezialisten für eine Soloselbständigkeit entschieden haben, sind die Ingenieure eher unfreiwillig selbständig. Zwei Arbeitswelten in zwei unterschiedlich operierenden Märkten werden herausgearbeitet. Für die IT-Spezialisten spielen informelle Netzwerke eine zentrale Rolle; der Markt für Ingenieure ist durch eine Triade aus Agenturen, Unternehmen und Freelancern gekennzeichnet. Grundsätzlich wird das Leben von der Erwerbsform der Soloselbständigkeit geprägt, wobei die IT-Spezialisten dies als produktiv, herausfordernd und alternativlos begreifen, die Ingenieure empfinden diese Erwerbsform als Zwang, sozialen Abstieg und Zumutung. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Freelancer - Analyse einer neuen Form der Selbständigkeit: Selbstwahrnehmung, Erwerbs- und Lebenskonzepte (2010)

    Nimbler, Jürgen;

    Zitatform

    Nimbler, Jürgen (2010): Freelancer - Analyse einer neuen Form der Selbständigkeit. Selbstwahrnehmung, Erwerbs- und Lebenskonzepte. (Darmstädter Beiträge zur Berufspädagogik 31), Paderborn: Eusl, 310 S.

    Abstract

    "Der Wandel von Arbeit, Beruf und Gesellschaft im Kontext von Globalisierung, Technologisierung, Mediatisierung, Verwissenschaftlichung und Individualisierung ist inzwischen selbstverständlicher Bestandteil der Berufspädagogik in Forschung, Lehre, Wissenschaft und Praxis. Im Kontext dieses Wandels kommt es zu neuen Formen der Selbständigkeit. Diese werden häufig mit Begriffen wie 'Ein-Person-Unternehmen', 'Ein-Personen-Selbständiger', 'Allein-Dienstleister' oder 'Freelancer' belegt. Unbestimmt und uneindeutig sind die Begriffe selbst, aber insbesondere die Differenz zwischen den hinter diesen Begriffen verborgenen Erwerbsmustern, konkreten Tätigkeiten, gesellschaftlichen Organisations- und Sozialformen. In der Publikation wird diese neue Form der Ein-Personen-Selbständigkeit am Beispiel der Freelancer aus berufspädagogischer Perspektive analysiert. Erwerbsmustertypen von Freelancern sowie spezifische Chancen und Risiken, die im Wesen dieser Form der Selbständigkeit liegen oder die (fehlenden) gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und subjektiven Begrenzungen geschuldet sind, werden systematisch herausgearbeitet. Empirische Grundlage für die Analyse sind eine Onlineerhebung und narrative Interviews. Aus diesen werden die subjektiven Deutungen der Freelancer, Gemeinsamkeiten, insbesondere aber auch Differenzen und Bewältigungs- bzw. Gestaltungsmuster abstrahiert. Besonders deutlich wird das spannungsreiche Verhältnis von Chancen und Risiken. Diese Spannungsverhältnisse treten sowohl strukturell als auch biographisch in unterschiedlichen Formen und Kombinationen auf. Aus den empirischen Befunden werden mittels merkmalsorientierter Systematisierungen vier Erwerbsmustertypen von Freelancern herausgearbeitet. Darüber hinaus erweitert der Autor die theoretische Reflexion seiner empirischen Befunde durch deren Bezug zu Professionalisierungstheorien." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Non-standard employment and labour force participation: a comparative view of the recent development in Europe (2010)

    Schmid, Günther;

    Zitatform

    Schmid, Günther (2010): Non-standard employment and labour force participation. A comparative view of the recent development in Europe. (IZA discussion paper 5087), Bonn, 55 S.

    Abstract

    "This paper presents - in a new way of examination and portrayal - the extent and changes of nonstandard employment relationships (part-time work, fixed-term contracts, and selfemployment) in 24 EU member states at two points of time, in 1998 and 2008, on the basis of the European Labour Force Survey. Apart from a detailed statistical description by gender, skills and branches, theoretical considerations explaining the development are also examined and tested in a preliminary way. Finally, the most important results and their challenges to the future labour market policy are emphasised again and discussed. The central outcome is neither the complaint of the eroding 'standard employment relationship' nor of its potential 'precariousness'; it is rather the requirement of increasing variability in employment relations due to rising employment participation of women (work-life-balance), mature aged workers, and persons with restricted work capacities. However, parallel to this development social risks are also spreading over the life course, especially the risk of great income volatility through multiple or long periods of unemployment, changing working times, obsolete skills or restricted work capacities due to ill health. In order to reduce or to avoid new social inequalities, future labour market reforms have to acknowledge this development by establishing new forms of social security or by constituting a more flexible standard employment relationship through adaptations in labour and social law. The contribution ends by providing some suggestions to such reforms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Commitment and work-related expectations in flexible employment forms: An empirical study of German IT freelancers (2010)

    Süß, Stefan ; Kleiner, Markus;

    Zitatform

    Süß, Stefan & Markus Kleiner (2010): Commitment and work-related expectations in flexible employment forms: An empirical study of German IT freelancers. In: European Management Journal, Jg. 28, H. 1, S. 40-54. DOI:10.1016/j.emj.2009.02.002

    Abstract

    "For some years now a tendency towards a more flexible shaping of employment can be observed. Little research, however, has been dedicated to the question of how relevant this is for the commitment of freelance employees. Therefore, the paper reverts to the question whether - and if so, under what preconditions - freelancers are likely to feel commitment towards the company that employs them. On the basis of an empirical study among IT freelancers, the paper identifies freelance clusters following their work-related expectations. Consequences for their felt commitment hence ensue. All in all it is mainly an affective commitment towards their company that they perceive." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Atypische Beschäftigung: eine wissenschaftliche Bilanzierung (2010)

    Wagner, Alexandra;

    Zitatform

    Wagner, Alexandra (2010): Atypische Beschäftigung. Eine wissenschaftliche Bilanzierung. Berlin, 106 S.

    Abstract

    "Atypische Beschäftigungsformen wirken sehr unterschiedlich, ihre Bewertung kann nicht losgelöst vom konkreten Kontext ihres Einsatzes erfolgen. Wenngleich nicht alle atypisch Beschäftigten in prekären Lebenslagen sind, tragen diese Beschäftigungsformen ein nicht unerhebliches Prekaritätspotential. Dieses ergibt sich sowohl aus den niedrigen Entgelten als auch aus einer hohen Beschäftigungsunsicherheit und einer im Vergleich zum so genannten Normalarbeitsverhältnis schlechteren sozialen Sicherung. Ob die Ausweitung der atypischen Beschäftigung zur Reduzierung von Arbeitslosigkeit beigetragen oder eher zu einer Verdrängung qualitativ besserer Beschäftigung durch Erwerbsformen mit höheren Prekaritätsrisiken geführt hat, ist umstritten. Bislang gibt es keine Belege dafür, dass atypische Beschäftigungsformen das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen erhöhen. Notwendig sind Alternativen zur sich gegenwärtig vollziehenden Diversifizierung der Beschäftigungsformen, die Flexibilität sichern, ohne den Schutz der Beschäftigten zu reduzieren. Außerdem ist die soziale Sicherung atypischer Beschäftigungsformen zu verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Dependent self-employment: workers between employment and self-employment in the UK (2009)

    Böheim, René ; Mühlberger, Ulrike;

    Zitatform

    Böheim, René & Ulrike Mühlberger (2009): Dependent self-employment: workers between employment and self-employment in the UK. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 42, H. 2, S. 182-195. DOI:10.1007/s12651-009-0014-x

    Abstract

    "Mit einer Analyse der britischen Arbeitskräfteerhebung zeigen wir, dass abhängig Selbständige neben den Beschäftigten und den 'normalen' Selbständigen eine eigenständige Kategorie im Arbeitsmarkt begründen. Abhängig Selbständige haben ein volatileres Arbeitsmarktverhalten als Beschäftigte und normal Selbständige. Wir zeigen empirisch, dass abhängig Selbständige eher in diesen Arbeitsmarkstatus gedrängt, als davon angezogen werden, was abhängige Selbständigkeit zu einem Beispiel des 'necessity entrepreneurship' (im Gegensatz zum 'opportunity entrepreneurship') macht. Obwohl die Daten nur eine beschränkte Längsschnittsanalyse erlauben, können wir dennoch zeigen, dass die Mehrheit der abhängig Selbständigen am Arbeitsmarkt bleiben - entweder als Selbständige oder Beschäftigte - und nur wenige innerhalb eines Jahres den Arbeitsmarkt verlassen. Abhängig Selbständige schaffen kaum Arbeitsplätze für andere Personen und sie hören meist dann auf abhängig selbständig zu sein, wenn sie für mehrere Auftraggeber zu arbeiten beginnen oder in eine Beschäftigung wechseln." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Freeter und "Generation Praktikum" - Arbeitswerte im Wandel?: ein deutsch-japanischer Vergleich (2009)

    Hommerich, Carola ;

    Zitatform

    Hommerich, Carola (2009): Freeter und "Generation Praktikum" - Arbeitswerte im Wandel? Ein deutsch-japanischer Vergleich. (Monographien aus dem Deutschen Institut für Japanstudien 45), München: Iudicium Verlag, 293 S.

    Abstract

    "Seit der Rezession der 1990er Jahre erfährt der Arbeitsmarkt in Japan und Deutschland eine Umstrukturierung: die Zahl der Arbeitslosen und nicht-regulär Beschäftigter nimmt zu. In Japan entstand dadurch mit den 'Freetern' ein neuer Typ junger nicht-regulär Beschäftigter. In Deutschland gerieten hoch qualifizierte Berufseinsteiger, die beim Übergang in den Beruf Phasen atypischer Beschäftigung in Kauf nehmen müssen, unter dem Schlagwort 'Generation Praktikum' in die öffentliche Diskussion. Welche Auswirkungen hat der erschwerte Zugang zur gewünschten Berufstätigkeit für die Betroffenen? Welche Wertansprüche stellen sie und inwiefern sehen sie diese als erfüllt an? Unterscheiden sich Berufseinsteiger zu Beginn des 21. Jahrhunderts in ihren beruflichen Wertorientierungen von solchen vor zwanzig Jahren? Gewinnen für sie angesichts erhöhter Arbeitsmarktrisiken Aspekte materieller Sicherheit gegenüber beruflicher Selbstentfaltung und angenehmer Arbeitsbedingungen an Bedeutung? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Band. Er zeigt, inwiefern eine vergleichbare Arbeitsmarktentwicklung in verschiedenen kulturellen Kontexten mit ähnlichen beruflichen Wertorientierungen einhergeht und wo es interkulturelle Differenzen gibt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Prekäre Freiheit: Die Arbeit von Kreativen (2009)

    Manske, Alexandra; Merkel, Janet ;

    Zitatform

    Manske, Alexandra & Janet Merkel (2009): Prekäre Freiheit: Die Arbeit von Kreativen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 62, H. 6, S. 295-301. DOI:10.5771/0342-300X-2009-6-295

    Abstract

    "Bislang gibt es nur wenige Untersuchungen, die sich mit der Kreativwirtschaft als expandierendem Erwerbsfeld und der in diesem Arbeitsmarktsegment rasch anwachsenden Gruppe der Alleinunternehmer befassen. Der Beitrag gibt daher einen qualitativen Einblick in die Erwerbssituation und soziale Lage kreativer Alleinunternehmer in Berlin. Ziel des Artikels ist es, auf die spezifische Form von Prekarität in der Kultur- und Kreativwirtschaft aufmerksam zu machen - die Prekarisierung auf hohem Niveau. Es zeigt sich, dass 'Kreativarbeit' nur bedingt vor der Folie des Normalarbeitsverhältnisses interpretiert werden kann. Damit bietet die Analyse Ansatzpunkte für eine empirische sowie terminologische Differenzierung der Debatte um die Prekarisierung der Arbeitsgesellschaft." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Abhängige Selbständigkeit in der Versicherungswirtschaft: neue Konflikte im Spannungsfeld traditioneller Vertretungsstrukturen (2009)

    Pernicka, Susanne; Mühlberger, Ulrike;

    Zitatform

    Pernicka, Susanne & Ulrike Mühlberger (2009): Abhängige Selbständigkeit in der Versicherungswirtschaft. Neue Konflikte im Spannungsfeld traditioneller Vertretungsstrukturen. In: Zeitschrift für Personalforschung, Jg. 22, H. 1, S. 28-46. DOI:10.1688/1862-0000_ZfP_2009_01_Pernicka

    Abstract

    "Die Transformation hierarchischer betrieblicher Steuerung in relationalen Vertrags- und Tauschbeziehungen hat in vielen europäischen Ländern zu einer Zunahme abhängiger Selbständigkeit geführt. Aufgrund des Graubereichs zwischen selbständiger und unselbständiger Beschäftigung stellen abhängig Selbständige eine Herausforderung für die traditionellen Handlungs- und Organisationslogiken der Verbände der Arbeitsbeziehungen dar. Der Aufsatz nimmt die Organisationsfähigkeit und -probleme der Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände in den Blick, exemplifiziert diese anhand einer qualitativen Untersuchung der österreichischen Privatversicherungswirtschaft und kommt zu dem Schluss, dass die Konflikte zwischen Arbeit und Kapital längst nicht mehr ausschließlich zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden verlaufen, sondern zunehmend verbandsintern ausgetragen werden. Dies führt entweder zu einer Zunahme an Interessensdivergenzen, die unter Umständen mit Abspaltung und Partikularismus einzelner Gruppen beantwortet werden, oder - wie in dem untersuchten Fall durch die Gewerkschaften - zur Ignoranz des Problems. In beiden Fällen wird das Problem der Interessensaggregation kurzfristig gelöst; Solidarität und vor allem verhandlungsschwächere Gruppen dürften dabei aber langfristig auf der Strecke bleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Der Berater als Arbeitskraftunternehmer: zur Funktion und Qualifikation eines modernen Dienstleistungsberufs (2009)

    Springer, Roland;

    Zitatform

    Springer, Roland (2009): Der Berater als Arbeitskraftunternehmer. Zur Funktion und Qualifikation eines modernen Dienstleistungsberufs. In: Arbeits- und industriesoziologische Studien, Jg. 2, H. 1, S. 19-28.

    Abstract

    "Berater sind Wissens-Lieferanten, die einen wachsenden Wissensmarkt mit Know-how unterschiedlichster Art versorgen. Ihre Kunden kaufen ihre Dienstleistungen, weil sie diese nicht selbst erbringen können oder wollen. Beratung ist in hohem Maße People Business, in dem das Wissen und die persönliche Erfahrung des einzelnen Beraters sowie die persönliche Kundenbeziehung eine entscheidende Rolle spielen. Dies prädestiniert Berater zu Arbeitskraftunternehmern, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen entweder als selbständige Freelancer ihren Kunden auf eigene Rechnung selbst verkaufen oder als angestellte Berater von Dritten verkaufen lassen. Beratungsunternehmen handeln daher immer nicht nur mit abstraktem Know-how, sondern mit konkreten Personen, die immer auch vor der Frage stehen, ob sie nicht selbst unternehmerisch tätig werden sollen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Der Wandel der Erwerbsformen und seine Bedeutung für die Einkommenssituation Erwerbstätiger (2009)

    Wingerter, Christian;

    Zitatform

    Wingerter, Christian (2009): Der Wandel der Erwerbsformen und seine Bedeutung für die Einkommenssituation Erwerbstätiger. In: Wirtschaft und Statistik H. 11, S. 1080-1098.

    Abstract

    "Der deutsche Arbeitsmarkt ist nach wie vor vom Normalarbeitsverhältnis geprägt, also einer unbefristet und in Vollzeit ausgeübten Beschäftigung. Dennoch hat das Normalarbeitsverhältnis in den vergangenen zwanzig Jahren an Bedeutung verloren. Im Gegenzug haben neue oder bislang wenig verbreitete Erwerbsformen an Bedeutung zugenommen. Zu diesen Beschäftigungsformen, die in der Arbeitsmarktforschung in Abgrenzung vom Normalarbeitsverhältnis allgemein als 'atypische Beschäftigung' bezeichnet werden, zählen die Teilzeitbeschäftigung (mit weniger als 21 Wochenarbeitsstunden), die befristete Beschäftigung, die geringfügige Beschäftigung und die Zeitarbeit. Der Beitrag betrachtet die Anteile von Normal- und atypisch Beschäftigten sowie von Selbstständigen mit und ohne Beschäftigten im Jahr 2008 und die Veränderung dieser Anteile seit 1998. Im Weiteren wird die Verbreitung von Niedriglöhnen und des Armutsrisikos unter Erwerbstätigen in diesen Erwerbsformen verglichen. Datenquellen sind der Mikrozensus sowie die Verdienststrukturerhebung. Neben dem Befund einer Ausweitung der atypischen Beschäftigung und der Solo-Selbstständigkeit zwischen 1998 und 2008 ist ein wesentliches Ergebnis, dass sich die Einkommenssituation bzw. die Armutsgefährdung atypisch Beschäftigter, aber auch Solo-Selbstständiger deutlich schlechter darstellt als die der Normalbeschäftigten. Atypisch Beschäftigte und Solo-Selbstständige, die zusammen mit einem Normalbeschäftigten im Haushalt wohnen, hatten hingegen ein wesentlich reduziertes Armutsrisiko." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Herr und Knecht - die Ambivalenzen der Selbstunternehmung (2008)

    Birenheide, Almut;

    Zitatform

    Birenheide, Almut (2008): Herr und Knecht - die Ambivalenzen der Selbstunternehmung. In: Leviathan, Jg. 36, H. 2, S. 274-291. DOI:10.1007/s11578-008-0015-0

    Abstract

    Mit der 'Ich-AG' wurde 2003 eine Sozialfigur kreiert, die nach Meinung der Autorin 'innerlich widersprüchlicher kaum sein kann', da der Terminus eine einzelne Person mit der Dimension einer Aktiengesellschaft verknüpft und damit die Dynamik globalisierter Ökonomie in den Verantwortungsbereich des auf sich selbst zurückgeworfenen Subjekts stellt. Mit der Gesetzgebung zur 'Ich-AG' sollte Arbeitslosen ein sozial abgesicherter Start in die Selbständigkeit ermöglicht werden. Der Beitrag untersucht den spezifischen Charakter der mit der 'Ich-AG' geschaffenen neuen sozialen Figur des Unternehmertums auf der Grundlage von qualitativen Interviews mit Ein-Personen-Selbständigen, die sich vorwiegend mit Zuschüssen der Bundesagentur für Arbeit selbständig gemacht haben. Die Auskünfte der Betroffenen über ihre Motivationen, ihre Selbsteinstellungen und ihre Maßnahmen zur Beschäftigungsfähigkeit lassen erkennen, dass es sich um 'ein sehr spezifisches Verhältnis zwischen Freiheit und Zwang' handelt. Die Autorin kommt zu der Bewertung, dass die Rollen von Herr und Knecht derart ineinander verschachtelt werden, 'dass die Selbständigen als Knecht agieren, sich aber als Herr fühlen dürfen'. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Die neuen Solo-Selbstständigen zwischen Unternehmergeist und Prekarität (2008)

    Candeias, Mario;

    Zitatform

    Candeias, Mario (2008): Die neuen Solo-Selbstständigen zwischen Unternehmergeist und Prekarität. In: Prokla. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft, Jg. 38, H. 150, S. 65-81.

    Abstract

    Der Beitrag beschäftigt sich mit den Widersprüchen zwischen Unternehmergeist und Prekariat, in denen sich die neuen 'Solo-Selbständigen' bewegen. Er unterscheidet drei Typen von 'Solo-Selbständigen': a) erfolgreiche Selbstmanager, b) diejenigen, die sich in äußerst unsicheren Verhältnissen zurechtfinden müssen und c) diejenigen, die von akuter Armut bedroht und/oder auf staatliche Hilfe angewiesen sind. Die mittlere Gruppe in unsicherer Lage steht im Fokus der Untersuchung. Zunächst wird gefragt, was die 'Solo-Selbständigen' von Lohnarbeitenden in einem 'Normalarbeitsverhältnis', wie es sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durchgesetzt hatte, unterscheidet und wie sich ihre Lage den Bedingungen der Prekarität annähert. Es wird deutlich, dass es zahlreiche Unterschiede zur abhängigen Lohnarbeit gibt, die es rechtfertigen, den Selbständigen einen anderen Status zuzuerkennen. Der Autor vertritt die These, dass es aber unzutreffend ist, sie der Kategorie 'Unternehmer' zuzuordnen, vielmehr gelte es, sie aus dem Diskurs über eine Gesellschaft von Unternehmern heraus zu nehmen und in arbeitsorientierte Forschungen und Politiken zu integrieren. Abschließend werden Vorschläge unterbreitet, wie sich selbständig Arbeitende als Teil eines neu entstehenden Prekariats organisieren können, um ihre Interessen zu formulieren und durchzusetzen. (IAB)

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    Neue Selbstständigkeit: Anforderungen, Ressourcen und Beanspruchungsfolgen bei neuen Formen der Wissensarbeit (2008)

    Gerlmaier, Anja;

    Zitatform

    Gerlmaier, Anja (2008): Neue Selbstständigkeit. Anforderungen, Ressourcen und Beanspruchungsfolgen bei neuen Formen der Wissensarbeit. Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller, 305 S.

    Abstract

    "Intrapreneurship, Freelancing oder Neue Selbstständigkeit: Flexible Formen der Arbeit mit hohen Freiheits- und Selbstorganisationsanteilen haben in der letzten Jahren insbesondere in der Wissensökonomie an Bedeutung gewonnen. Sie stellen an immer mehr Beschäftigte die Anforderung, nicht mehr nur Anordnungen effizient auszuführen, sondern unter unternehmerischen Prämissen zu denken und zu handeln. Wer sind diese 'Neuen Selbstständigen'? Wie sehen die Arbeits- und Leistungsbedingungen dieses neuartigen Beschäftigtentypus aus? Die Autorin gibt einführend einen Einblick in die Veränderungen der Arbeitswelt im Informationszeitalter. Sie beschreibt die verschiedenen Konzepte und Erscheinungsformen Neuer Selbstständigkeit und analysiert darauf aufbauend aus einer arbeitswissenschaftlichen Perspektive die besonderen Anforderungs- und Ressourcenlagen sowie die gesundheitlichen Folgewirkungen dieser neuen Form der Arbeit. Basis der Analyse bildet eine Studie mit 224 IT-Spezialisten, wobei Intrapreneure und Freelancer mit einem eher traditionellen Typus der Wissensarbeit (Administratoren im Rechenzentrum) vergleichend untersucht werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Beschäftigungsverhältnisse bei den neuen Postdienstleistern (2008)

    Haidinger, Bettina; Hermann, Christoph;

    Zitatform

    Haidinger, Bettina & Christoph Hermann (2008): Beschäftigungsverhältnisse bei den neuen Postdienstleistern. (FORBA-Forschungsbericht 2008,04), Wien, 18 S.

    Abstract

    Durch den bevorstehenden Fall des Postmonopols und der bereits erfolgten schrittweisen Liberalisierung der Brief- und Paketzustellung in Österreich hat sich die Zahl der auf dem Markt für Postdienstleistungen tätigen Unternehmen deutlich erhöht. Die im Auftrag der Kammer für Arbeiter und Angestellte Wien von der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt erstellte Studie untersucht die Beschäftigungsverhältnisse bei neuen Postdienstleistern. Im Zuge der Liberalisierung des österreichischen Postmarktes werden seit einigen Jahren Postdienstleistungen nicht nur von der Österreichische Post AG sondern auch von anderen privaten Unternehmen angeboten. Weil die Post früher ein Monopol hatte, gibt es für die sich herausbildende Branche keinen einheitlichen Kollektivvertrag. Tatsächlich gibt es aber nicht nur Unterschiede hinsichtlich von Löhnen und Arbeitszeitbestimmungen, sondern auch im Bezug auf die Art der Beschäftigungsverhältnisse. Die Studie gibt einen ersten Überblick über die verschiedenen Regelungen und Praktiken, die in der Branche zur Anwendung kommen. Sie basiert hauptsächlich auf Interviews mit Betriebsräten und der Analyse von relevanten Dokumenten. Die Untersuchung zeigt eine Marktstruktur, die aus zwei Submärkten - Expressdienste/Paketzustellung und Brief-, Werbemittel- und Zeitungszustellung - besteht und innerhalb derer ein großer Teil der Zustellungstätigkeiten, z. B. Fahren und Zustellen, von Subunternehmen und selbständigen Beschäftigten erledigt wird, die weder in den Genuss von arbeitsrechtlichen Standards noch von Versicherungsschutz kommen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Neue Erwerbsformen in Wien (2008)

    Kaupa, Isabella; Kien, Christina; Riesenfelder, Andreas; Wetzel, Petra; Steiner, Karin; Kreiml, Thomas; Weber, Maria;

    Zitatform

    Kaupa, Isabella, Christina Kien, Thomas Kreiml, Andreas Riesenfelder, Karin Steiner, Maria Weber & Petra Wetzel (2008): Neue Erwerbsformen in Wien. (Wiener Beiträge zur empirischen Sozialwissenschaft 03), Wien: LIT, 278 S.

    Abstract

    Die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses hat in Arbeitszeit, Kontinuität des Arbeitsverhältnisses, Arbeitsort sowie arbeits- und sozialrechtlicher Verankerung deutliche Veränderungen mit sich gebracht, die einerseits soziale Risiken, andererseits aber auch neue Beschäftigungschancen und individuelle Freiräume eröffnen. Die Verfasser legen empirische Daten für diese neuen Erwerbsformen vor, die sich auf quantitative und qualitative Befragungen stützen. Neben empirischen Ergebnissen zu neuen Erwerbsformen im Allgemeinen stehen Ergebnisse zur Teilzeitarbeit, zur geringfügigen Beschäftigung, zu Freien Dienstverhältnissen, zur Arbeitskräfteüberlassung, zur Neuen Selbstständigkeit und zur Solo-Selbstständigkeit im Mittelpunkt. Eine Typologie von in neuen Erwerbsformen Beschäftigten unterscheidet Privilegierte, Gefährdete, Selbstverwirklicher, Übergangsorientierte und Resignative. Acht Unternehmensfallstudien werden zur Illustration herangezogen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Der Preis der Freiheit: Solo-Selbständige zwischen Vermarktung, Professionalisierung und Solidarisierung (2008)

    Kock, Klaus; Schauen, Ulli; Schnell, Christiane; Pröll, Ulrich;

    Zitatform

    (2008): Der Preis der Freiheit: Solo-Selbständige zwischen Vermarktung, Professionalisierung und Solidarisierung. (Beiträge aus der Forschung / Sozialforschungsstelle Dortmund 164), Dortmund, 38 S.

    Abstract

    "In dem Heft der Reihe 'fair statt prekär' werden die Beiträge einer Abendveranstaltung aus dem Herbst 2007 dokumentiert, ergänzt um einen Beitrag aus einem Forschungsprojekt der Sozialforschungsstelle. Die Veranstaltung wurde organisiert und ausgerichtet von der Kooperationsstelle in Zusammenarbeit mit der neu gegründeten Selbständigengruppe der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di im Bezirk Dortmund. Über die Informationsfunktion hinaus verfolgen Veranstaltung und Broschüre auch den Zweck, auf die Möglichkeit einer gewerkschaftlichen Organisation von Solo-Selbständigen hinzuweisen sowie in der Gewerkschaftsbewegung selbst mehr Aufmerksamkeit auf diese anwachsende Gruppe von Erwerbstätigen zu lenken. Wie der Titel 'Der Preis der Freiheit' es andeutet, handelt es sich bei den Solo-Selbständigen um selbstbewusst und unabhängig arbeitende Allein-Unternehmer/innen. Andererseits wird die Freiheit häufi g begrenzt durch rigide Marktverhältnisse und existenzielle Unsicherheiten, die es durchaus gerechtfertigt erscheinen lassen, auch in Bezug auf diese Erwerbstätigengruppe von Prekarisierung zu sprechen und über neue Wege sozialer und fi nanzieller Absicherung nachzudenken. Nur wenige Solo-Selbständige suchen jedoch den Weg in ein festes Beschäftigungsverhältnis. Unabhängigkeit von Arbeitgebern und Vorgesetzten und die Selbstorganisation ihrer Arbeit stellen für sie hohe Werte dar, auf die sie nicht verzichten wollen. Vielleicht könnten aus ihrem Streben nach selbstbestimmter Arbeit somit auch neue Impulse für mehr Demokratie im Arbeitsleben insgesamt erwachsen." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The organizational governance of work relationships between employment and self-employment (2008)

    Muehlberger, Ulrike; Bertolini, Sonia ;

    Zitatform

    Muehlberger, Ulrike & Sonia Bertolini (2008): The organizational governance of work relationships between employment and self-employment. In: Socio-economic review, Jg. 6, H. 3, S. 449-472. DOI:10.1093/ser/mwm026

    Abstract

    "This paper analyses work relationships on the border between employment and self-employment and the consequences of making use of these new forms of work, especially on the side of firms. We study the complexity and variety of dependent forms of outsourcing by comparing the firm-internal solutions adopted to solve the arising control-flexibility dilemma in two industries (insurance, business services) embedded in two different institutional contexts (Italy, Austria). This paper shows that employers have established informal relational contracts that, in combination with formal contracts, reduce the threat of opportunism while simultaneously allowing a certain amount of control over the worker. We highlight the fact that a hierarchal structure returns to the relationship between worker and employer through the mechanisms of control and dependency. Finally, we stress that social relationships complement the market mechanism through the creation of assurance and trust as well as the development of specific configurations of social networks (i.e. network and temporal embeddedness)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Atypische Beschäftigungsverhältnisse: Teilzeitarbeit, Mini-Jobs, Ich-AG, Leiharbeit, Kombilohn und andere Formen in Deutschland (2008)

    Szuwart, Tobias;

    Zitatform

    Szuwart, Tobias (2008): Atypische Beschäftigungsverhältnisse. Teilzeitarbeit, Mini-Jobs, Ich-AG, Leiharbeit, Kombilohn und andere Formen in Deutschland. Hamburg: IGEL-Verl., 122 S.

    Abstract

    "Die atypischen Beschäftigungsverhältnisse werden schon seit Mitte der 1980er Jahre sehr kontrovers diskutiert. Auf dem deutschen Arbeitsmarkt und in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung haben sie inzwischen eine hohe Bedeutung gewonnen. Bislang sind allerdings kaum wissenschaftliche Ausarbeitungen zu diesem Thema veröffentlicht worden, welche einen Überblick über den aktuellen Stand der heterogenen und kaum zu überblickenden Erscheinungsformen bieten. Der Schwerpunkt dieses Buches liegt in einer systematischen Gesamtschau der wichtigsten Varianten atypischer Beschäftigung. Behandelt wurden befristete und geringfügige Beschäftigungsverhältnisse (Mini- und Midijobs), Selbständigkeit, die Instrumente Ich-AG und Gründungszuschuss aus der neuen Selbständigkeit, Leiharbeit (einschließlich der Personalserviceagenturen - PSA) sowie Varianten der Teilzeitbeschäftigung. Ebenso finden auch einige Kombilohn-Modelle und aktuell bestehende Regelungen mit einem Kombilohncharakter Beachtung. Je nach Datenlage werden auch berufsstrategische Perspektiven aufgezeigt, welche mit den atypischen Beschäftigungsmodellen verbunden sind. Die Wirkung auf die Erwerbsmobilität und das Potential für die Arbeitsmarktintegration, insbesondere von Frauen und Arbeitslosen, stehen dabei im Fokus der Betrachtungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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